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Das Haus sanieren richtig planen!

Saniertes Fachwerkhaus

Sind Sie einer der Millionen Hausbesitzer, die Ihr Haus sanieren möchten oder gar müssen? Bevor Sie mit der Sanierung beginnen, sollte Sie diese Maßnahmen genau durchdenken, entsprechende Informationen sammeln und dann genau planen. Sie finden hier Anregungen, wie eine wirtschaftliche Hausanierung erfolgen sollte.

Ein Haus ist ein Nutzungsgegenstand, welcher Schutz vor Witterung und ungewünschten Besuch (früher wilde Tiere) gibt. Früher wurden die Häuser für eine sehr lange Nutzungszeit erbaut. Meist wohnten hier mehrere Generationen gemeinsam unter ein Dach. Heute ist dies nicht mehr der Fall. Sind die Kinder erwachsen, so gehen sie aus dem Haus und wohnen dann dort, wo sie eine Arbeit oder den Lebenspartner gefunden haben.

Ein Haus muss heute nicht mehr mehrere Jahrhunderte stehen. In der Regel rechnet man heute mit 80 bis 100 Jahren für Massivhäuser. Für Fertigteilhäuser ist die Nutzungszeit wesentlich geringer. Das heißt nicht, dass nach dieser Zeit das Haus zusammenfällt. Nach dieser Zeit ist dann eine umfangreiche Sanierung und meist auch ein Umbau erforderlich. Die Funktion einiger Bauteile wird nicht mehr erfüllt. Es gibt normative Nutzungszeiten, wo zum Beispiel die Elektroanlage ausgetauscht bzw. erneuert werden muss oder die alten Fenster sind zu ersetzen. Der Außenputz hält in der Regel etwa 60 Jahre. Bei vielen Objekten ist dieser Putz nach dieser Zeit noch vollkommen in Ordnung, bei anderen ist er schon schadhaft und hat viele Risse. Oder die Ausstattung und die Raumgestaltung der Gebäude entsprechen nicht mehr den heutigen Vorstellungen. Es ist gar nicht lange her, so hatten die Häuser in den 50iger Jahren noch relativ kleine Räume. Die Bäder hatten die Funktion zum Waschen. Heute werden große geräumige Wohnräume mit integrierter Küche und Wellnessbäder gewünscht.

Was nun mit dem älteren Wohngebäude machen?

Bevor man mit dem Haus sanieren beginnt, sollte man überlegen, für was und für wen man diesen Aufwand betreibt? Wie lange benutze ich das Haus selbst oder mache ich die Haussanierung, um das Gebäude besser verkaufen zu können. Das ist eine sehr komplizierte Fragestellung und man muss lange und gründlich darüber nachdenken und auch einmal eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchführen. Ein eigenes Haus ist wie ein Sparschwein. Es wird immer wieder Geld hineingesteckt. Es fallen immer kleine Reparaturen an und man möchte auch einmal andere Wandfliesen einen neuen Fußboden usw.

Meistens bekommt man nur einen Teil dieses hineingesteckten Geldes beim Verkauf wieder zurück. Ein Haus ist wie ein Investitionsobjekt zu betrachten. Das Wohnhaus ist in der Regel wertbeständig und bei der gegenwärtigen Ablösung einer Finanzkrise durch eine andere, besser als ein Guthaben auf einem Chirokonto.
Andererseits sollte man auch die in der Nutzungszeit eingesparte Miete gegenrechnen. Sie werden überrascht sein, wie sich gleich die Kosten-Nutzen-Verteilung zum Positiven verändert. Eine Betrachtung, die Ihnen Ihr Immobilienmakler nicht verrät.

Mit dem gegenwärtigen Energiesparprogramm der Bundesregierung werden per Vorschriften und Gesetze im Auftrag der Lobby der Dämmstoffindustrie den Hausbesitzern Sanierungsmaßnahmen aufgezwungen. Kleine Anreizförderungen werden bereitgestellt, wenn man sich in die Abhängigkeit der Banken mit ein KfW-Kredit begibt. Ich selbst hätte beinah für die Sanierung meines Hauses ein Kredit genommen. Zu meinem Glück hatte die Bankmitarbeiterin vorher ihr wahres Gesicht gezeigt. Zwei meiner Bekannten haben ihr Haus wegen ihres Hauskredites verloren. Durch lange Krankheit (Berufsunfähigkeit) konnte der Kredit nicht bedient werden und im zweiten Fall hatte die Bank den Bankkredit einfach weiter verkauft. Die neuen Kreditinhaber wollten sofort das Geld, obwohl die Rate korrekt bedient wurde. Wer kann schon über Nacht den Rest seines Hauskredits sofort zurückzahlen.

Eine Hausanierung, zum Beispiel eine nachträgliche Wärmedämmung bei einem normalen Mauerwerk rechnet sich erst nach circa 25 Jahren. Man muss hier genau hinsehen und auch in diesem Fall die Wirtschaftlichkeit überprüfen.


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