Ingenieurbüro Peter Rauch

Schimmelpilze in der Wohnung

- Ihre Lebensform, die Ursachen und Beseitigung -

(Auszüge aus dem Schimmelbuch ISBN 9783000129469)

Eine der wichtigsten Ursachen für die Erhöhung der Schimmelpilze in den Wohnungen ist die Verringerung des Luftaustausches. Ebenso muss die Wohnung ausreichend beheizt werden. Bei gleicher Nutzung der Wohnung aber bei niedrigerer Raumtemperatur erhöht sich die relative Luftfeuchte. So können schnell Schimmelflecken auf den Tapeten entstehen. Besonders betroffen sind kalte Wandflächen, wie zum Beispiel im Schlafzimmer über den Fußboden an der Außenwand. Eine richtige Bekämpfung der Schimmelpilze erfolgt nur durch die Beseitigung der Ursachen.

Schimmelpilzbefall im Fenster  Schimmelpilze in der Zimmerecke  Schimmelpilze neben dem Fenster, fehlerhafte Fugenausführung





Schimmel in der Wohnung

1. Einleitung
2. Schimmelpilze
2.1. Charakteristik der Schimmelpilze und ihre Stoffwechselprodukte
2.2. Nahrung und Lebensgrundlage
2.3. Vorkommen in der Luft
2.4. Vorkommen in der Innenluft
3. Ursachen der Entstehung in der Wohnung
4. Schimmelpilze in Räumen
5. Pilze als Erreger von Krankheiten bei Menschen und Tieren
5.1. Allgemein
5.2. Vorkommen auf der menschlichen Haut
5.3. Mykosen
5.4. Mykogene Allergien
5.5. Mykotoxikosen
5.6. Mycetismus
5.7. Allergose
6. Schimmelpilze als Materialzerstörer
6.1. Schimmelpilze im Ökosystem
6.2. Materialzerstörer
6.3. Holz - Moderfäule und Holz verfärbende Pilze
6.4. Papier
6.5. Textilien
6.6. Wolle
6.7. Leder
6.8. Kunststoffe
6.9. Farben
6.10. Glas
6.11. Mineralische Baustoffe
6.12. Kohlenwasserstoff
6.13. Metall
7. Die Vermeidung der Schimmelpilzbildung
7.1. Wichtige Ursachen der Entstehung
8. Sanierung des Schimmelpilzbefalls
8.1. Allgemeine Grundlagen
8.3. Chemische Bekämpfung
8.3.1. Allgemein
8.3.2. Bekämpfungsvarianten
8.6. Sanierung von schimmelpilzbefallenen Materialien
8.6.1. Einleitung
Toxine Beispiel: Aflatoxine
Literatur

Berechnung (Einschätzung) eines möglichen Schimmelbefalls

1. Einführung

Schimmel ist die Trivialbezeichnung für makroskopisch erkennbare meist watteartige Myzelien und/oder Konidienträger. Pilze, die Schimmel bilden, lassen sich nicht systematisch eingrenzen. Sie gehören verschiedenen Gruppen an. Mit dem Schimmelbegriff werden verschiedene Strukturen und Erscheinungen in Verbindung gebracht, zum Beispiel Schwarzschimmel und Grünschimmel, roter Brotschimmel, Edelschimmel, Gießkannensschimmel, Pinselschimmel, Köpfchenschimmel und andere. Darüber hinaus werden auch viele als Schimmel bezeichnet, wie zum Beispiel Blauschimmel, Grauschimmel, Schneeschimmel und so weiter [1] ...

Schimmelpilze sind allgegenwärtig (ubiquitär) vorkommende Pilzarten, die bei erhöhten Vorkommen deutliche gesundheitliche Beeinträchtigung auslösen können. Sind Wohnräume mit Schimmelpilz belastetet, so leiden viele Bewohner häufig unter Kopfschmerzen, Augenbrennen und Erkältungssymptomen. Bei entsprechender gesundheitlicher Neigung kann es bei längerem Einatmen von Schimmelpilzsporen zur Allergie kommen. Diese körperliche Abwehrreaktion kann zu einem Bronchialasthma führen und andere gesundheitliche Probleme an den Atmungsorganen verursachen. [1]
Die Schimmelpilze gehören zu den Mikroorganismen. In diesen Sammelbegriff werden viele verschiedene Gruppen von Kleinstlebewesen, wie Bakterien, Hefen, Aktinomyzenten, Algen, Pilze und Protozoen zusammengefasst. Eine Zuordnung in die Flora oder Fauna ist möglich. Algen, Bakterien, Aktinomyzeten und Pilze werden dem Reich der Pflanzen, insbesondere der Mikroflora zugeordnet; lediglich die Algen sind eindeutig Pflanzen. Dies macht sich unter anderem durch die zelluloseartige Zellwand und das Chlorophyll zur Energiegewinnung mit Fotosynthese bemerkbar.
Die tierischen Eigenschaften der Bakterien, Aktinomyzeten und Pilze sind unter anderem die überwiegend chemoheterotrophe Lebensweise und die Bildung von Glykogen, einem stärkeähnlichen Polysaccharid, das auch als tierische Stärke bezeichnet wird. Dennoch lässt die Zellstruktur die Zuordnung zur Fauna nicht zu und eine Ausnahme sind die Protozoen, die eindeutig zum Tierreich gehören. [2]

In Deutschland gibt es noch keine verbindlichen Bewertungskriterien für eine Schimmelpilzbelastung im Innenraum. Der Nachweis einer Schimmelpilzbelastung dient dabei unterschiedlichen Zielen, dazugehören

Von den cirka 100.000 Schimmelpilzarten weisen cirka 30 Allergene auf. Sie haben in der Natur die Aufgabe, organische Substanz abzubauen und in Form von Erdboden den Pflanzen als Nährstoffquelle zugänglich zu machen. [35] Der Mensch ist deshalb an ein Vorkommen von Schimmelpilzen in seiner Umgebung angepasst und weist eine hohe Resistenz auf. Er reagiert folglich nur selten mit Krankheitssymptomen auf eine Schimmelpilzexposition.
Entscheidend für die Wirkung von inhalativ aufgenommenen Schimmelpilzen ist die Konstitution, die Pathogenität, die Gesamtanzahl der einwirkenden Pilze und die Häufigkeit. Die Belastung und Beanspruchung von Menschen sind aber bei Außen- und Innenraumquellen im Wesentlichen gleich. ([37] S. 16)

Eine Schimmelpilzbestimmung ist dann zur Klärung von spezifischen Sachverhalten sinnvoll,

Die eigentliche Schadenslösung kann nur durch die Veränderung der Ursachen erfolgen. Das sind bauphysikalische und oder baustoffspezifische Zusammenhänge und natürlich auch das Nutzungsverhalten.

Haben Sie einen Streit mit Ihrem Mieter oder Vermieter wegen ein paar Schimmelpilze. Für nur 10 Euro können Sie diesen Streit schnell wieder beenden. In diesem Schimmelpilzbuch werden Ihnen ausführlich die bauphysikalischen Zusammenhänge, konstruktive Merkmale, die wichtigsten Materialeigenschaften und die richtige Lüftung erklärt. Damit Sie immer schimmelfrei wohnen können.

- Berechnung -
Luftfeuchtigkeit - Taupunkt - Schimmelbildung

(Statt Komma Dezimalpunkt eingeben.)

Raumtemperatur (Wert eingeben)   °C  
Relative Luftfeuchte (Wert eingeben)   % 
Luftdruck p   bar 
Sattdampf pS
(Für die Berechnung erforderlich.)
 bar 
Absolute Feuchte   kg/kg Luft
Absolute Feuchteentspricht etwa   g/m3Luft
Taupunkt an der kühlen Wandoberfläche  °C
Mögliche Schimmelpilzbildung an der Wandoberfläche*)  °C
 

*)Dieser Wert dient als Orientierung und ist auf eine Raumtemperatur zwischen 20 - 15ºC mit normaler Raumfeuchte um 50% abgestimmt. Bei höherer Raumtemperatur und einer hohen Luftfeuchte kommt es bereits zu verstärktem Schimmelpilzwachstum. Daher wird die Temperatur der Raumluft und der Wandoberfläche gleichgesetzt. Bitte beachten Sie auch, dass eine mögliche Schimmelpilzbildung von der Nahrungssubstanz (Tapete) und von der Dauer der Belastung abhängt. Sie hier auch unter Schimmelpilze und ihre Stoffwechselprodukte

Alle Werte sind ohne Gewähr.

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