ib-rauch.de verwendet Cookies von Google und facebook. Weiter Informationen.
ib-rauch.de

Altbausanierung | Ratgeber | Bauphysik | Feuchteschutz | Immobilien | Konstruktion | Wohngifte - Bücher | Impressum

Die Gefahr von Wohngiften und Schadstoffen in der Wohnung

Sehr geehrte Besucher, bei vielen Anfragen wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das Haus nach ökologischen Gesichtspunkten erbaut beziehungsweise saniert wurde. Jetzt schwirren unzählige Kleidermotten in der Wohnung umher oder nach der Sanierung wächst der Echte Hausschwamm und viele ähnliche Beispiele. Unter ökologisches Bauen will man ein gesundes Wohnen verstehen, also ein Umweltklima mit möglichst wenig Wohngiften.

Wohngifte resultieren einmal aus der Bauhülle, aus der Kleidung, aus den Einrichtungsgegenständen, aus dem Lebensverhalten (zum Beispiel Nikotin, Alkohol), der Ernährung, dem Nutzungsverhalten, dem Gesundheitszustand (zum Beispiel Amalgam, Zahngifte), die Einflussfaktoren auf Arbeit, Autoabgase und andere Umwelteinflüsse (zum Beispiel Radon, elektrische Felder). Die Alltagsgifte verstärken einander in ihrer Wirkung auf das Nerven- und Immunsystem. Es kommt dabei auf die Konzentration der Gifte und die Zeitdauer der Belastung an. Es gibt keine sicher ungefährliche Dosis. Die Grenzwerte spiegeln nur das Hauptrisiko. Die Hauptwirkung der Alltagsgifte ist eine Allergie, die sich später gegen den eigenen Körper richten kann, eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Treten zum Beispiel jetzt gesundheitliche Probleme auf, so kann die Ursache unter Umständen bereits 10 oder 20 Jahre zurückliegen und durch die Einwirkung einer geringen Konzentrationen eines anderen Giftes über längere Zeit bewirkt werden oder es ist plötzlich ein neues Gift hinzugekommen. Gesetzliche Grenzwerte der Arbeitsmedizin sind Immissions- und Konzentrationswerte einer einzigen Substanz oder ihrer Stoffwechselprodukte aus, sie berücksichtigen aber nicht die Substanzgemische, wie die bei Alltagsgiften, die sich durch Wechselwirkungen gegenseitig verstärken.

Die fachübergreifende Problematik wird zum Beispiel durch die klinische Toxikologie, Allergologie, Arbeitsmedizin, Biologie, Chemie, (Baubiologie), Bauphysik, Bautechnik sowie -technologie beinhaltet. Der eine Fachmann kennt die gesundheitlichen Auswirkungen, der andere den Nachweis und eventuell die Ursachen und ein anderer wiederum die Ursache, Sanierung und Vermeidung beurteilen. Es ist festzustellen, dass bei Schimmelpilzanalysen alle anderen Zusammenhänge, wie Klimafaktoren oder andere Wohnraumgifte unberücksichtigt bleiben. Das Gleiche gilt auch Schadstoffmessungen, hier werden weder die wirklichen Quellen benannt noch eine akute Schimmelpilzbelastung aufgezeigt. Es ist also sehr schwer die komplexen Zusammenhänge zu einer zufriedenstellenden Lösung zusammen zufügen.

Auf diese Zusammenhänge wird auf dieser Webseite unter verschiedenen Gesichtspunkten eingegangen. Aussagen finden Sie zum Beispiel bei der Baustoffauswahl, unter Begriff- und Formelsuche zur Bauchemie und auch in den vielen anderen Beiträgen. Für das Auffinden der jeweiligen Begriffe können Sie das Suchfeld (unten) nutzen.

Seit 20. Januar 2009 können Gefahrstoffe nach dem Global Harmonisierten System eingestuft und gekennzeichnet werden. Rechtsgrundlage hierfür ist die europäische Verordnung 1272/2008 EG, die am 31.12.2008 veröffentlicht wurde.


 ©  Altbausanierung : Bauberatung | Baublog | Bauideen | Impressum | 2/2015  Logo