ib-rauch.de verwendet Cookies von Google und facebook. Weiter Informationen.
ib-rauch.de

Altbausanierung | Ratgeber | Bauphysik | Feuchteschutz | Immobilien | Konstruktion | Kaminofen - Bücher | Impressum

Mit Kaminöfen unabhängig von einer Energiekrise.

Denken Sie schon an die nächste Heizperiode? Gegenwärtig befinden wir uns in der warmen Jahreszeit und der nächste Winter ist weit entfernt. Gut daran ist derjenige, welcher bereits heute an die kommende kühlere Jahreszeit denkt und das nicht nur für den kommenden Winter. Gerade in den letzten Jahren sind die Energiepreise in Deutschland explosionsartig angestiegen. Ursache war bisher kein Mangel an Energieträger sonder die katastrophale Energiepolitik der Bundesregierung. Ein großer Teil der Energiepreise setzt sich heute aus Steuern und Abgaben wie zum Beispiel das EEG, zusammen. Wird diese Politik weiter betrieben, so steigen diese Kosten weiter. Dies belastet nicht nur Ihren privaten Haushalt, sonder auch die Industrie, welche schrittweise wegen der hohen Kosten in das Ausland abwandert.
Neu hinzu kommt aber auch der mögliche Mangel an wichtigen Energieträgern, was die Situation noch weiter verschärft.

Wie kann man seine Energieunabhängigkeit verringern?

Kaminofen

Diese Frage lässt sich relativ einfach beantworten. In dem Sie wieder auf die dezentrale Energieversorgung setzen, wie es bisher Jahrtausende erfolgte. Der gewöhnliche Ofen bzw. Kamin ist eine unabhängige Heizquelle. Auch bei Stromausfall helfen die gewöhnlichen Kerzen oder die bewährte Petroleumlampe.
Werden bisher die modernen Kamine bisher nur als Nebenheizung angesehen, so kann sich dies bereits im kommenden Winter ändern. Alle modernen Heizungsanlagen, ob mit Gas, Öl oder Pellets, funktionieren nur mit Strom. Die Computer steuern, die Sensoren messen und die Pumpen zirkulieren das warme Wasser. Bei Stromausfall funktioniert nichts. Wir hatten in den ukrainischen Karpaten sehr viele ältere Häuser angesehen. Hier funktionierten die alten Gaskessel als Schwerkraftheizungen ohne Computer, praktisch alles ohne Strom. Das geht auch nicht anders, da dort eine Stromabschaltung der überalterten Umspannwerke keine Seltenheit ist. Wenn der Strom für ein oder zwei Tage ausfällt, dann würde man frieren.
Ein moderner Kaminofen arbeitet unabhängig zu jeder Zeit. Da auch verschiedene Brennstoffe, wie Scheitholz oder Kaminbriketts verwendet werden können, ist die Verfügbarkeit des Brennstoffs meistens auch gegeben. In waldreichen ländlichen Gegenden ist die Absicherung mit geeignetem Holz noch günstiger. Um ein Kaminofen nutzen zu können, ist ein Schornstein erforderlich. Glücklich sind die, die ihren alten Schornstein noch haben. Bei einem Einfamilienhaus kann man einen Leichtbauschornstein mit Edelstahlrohr einbauen oder auch einen Außenschornstein errichten. Bei den sanierten Mehrfamilienhäusern wurden die Schornsteine zwecks Gewinn von vermietbarer Wohnfläche abgerissen. Eine nachträgliche Errichtung ist daher sehr kompliziert, da alle übereinanderliegenden Mietbereiche in die Baumaßnahmen einbezogen werden müssten.
Der Leichtbauschornstein besteht aus Fibersilikatpatten L90 mit einer Stärke von 40 mm und einem Edelstahlrohr für die Abgase. Dieser Schornstein hat ein geringes Gewicht und kann überall eingebaut werden, ohne dass es statische Probleme gibt. Ist das Haus sehr dicht, so kann über diesen Schornstein auch Frischluft für den Kaminofen angesaugt werden.

Ein Kaminofen hat viele Vorteile. Wir hatten uns vor 15 Jahren für den Einbau einer Elektrospeicherheizung entschieden. Der Vorteil bestand in der geringen Wartung und der niedrigen Investition. Gerade die Strompreise sind stark angestiegen. Daher haben wir im letzten Jahr zwei neue moderne Kaminöfen eingebaut. Die Nachspeicheröfen dienen nur noch für die Versorgung mit Grundwärme.
Bereits nach circa 20 Minuten erhöht sich die Raumtemperatur durch die behagliche Wärmestrahlung dieser Kaminöfen um mehrere Grad, sodass es am Abend bei 22-23 °C gemütlich ist. Natürlich darf der Raum nicht vollständig abkühlen, da die Wände Wärme speichern und sonst ein ungesundes Raumklima entstehen kann. Wichtig ist die richtige Auswahl eines Kaminofens. Bei kleinen Räumen sind große Glasscheiben nicht sinnvoll, da durch die Wärmstrahlung diese Räume sehr warm werden. Eine Über- als auch eine Unterdimensionierung macht ebenso kein Sinn. Eine fachliche Beratung ist hier sehr sinnvoll. Kaminöfen mit Speckstein speichern die Wärme und sorgen für ein ausgeglichenes Raumklima. Nutzt man einen Raum nur kürzere Zeit, dann möchte man schnell eine gemütliche Raumtemperatur erreichen. Hier können dann Kaminöfen mit Metallmantel ausgewählt werden. Besonders hervorzuheben ist der hohe Wirkungsgrad, welcher gegenüber den älteren Ofen wesentlich höher ist. Durch Filter wird auch die Staubbelastung herabgesetzt.
Ein weiter Vorteil ist die Nutzung bei kühlen Tagen in der warmen Jahreszeit. Die Heizanlage, wenn sie nicht auch warmes Wasser erzeugt, kann vollständig abgeschalten werden. Damit kann man Energie sparen, da die Heizungen in niedrigen Bereich nicht so wirtschaftlich arbeiten.

Was machen Sie, wenn im Mehrfamilienhaus kein Schornstein mehr vorhanden ist? Eine richtige Lösung für eine unabhängige Heizung gibt es da leider nicht. Die mobilen Propangasheizer für Innenräume sind nur für kurze Zeit verwendbar. Das Gas ist relativ teuer und das Schleppen der schweren Gasflaschen ist auch nicht einfach. Das Problem ist hier die Verbrennung des Gases. Beim Verbrennen entsteht ein hoher Anteil an Wasser. Die relative Luftfeuchte steigt stark an. Diese Feuchte wird kurzfristig von den Wänden und den Gegenständen in den Räumen aufgenommen. Wird jedoch längere Zeit mit Propangas geheizt, dann kann diese Feuchte nicht mehr ausreichend aufgenommen werden. Gerade an kalten Wandoberflächen bildet sich dann Kondenswasser, was zu einer Schimmelpilzbildung führt. Ebenso ist eine kontinuierliche Lüftung erforderlich. Um keine überhöhte Luftfeuchte in den Räumen zu bekommen, sollte daher auch gleichzeitig oder abwechseln mit einer elektrischen Strahlungswärme geheizt werden. Dazu ist aber Strom erforderlich und die Unabhängigkeit ist nicht gegeben. Diese Gasheizung ist aus meiner Sicht nur als Notheizung zu betrachten. Bei der Lagerung von Druckgasflaschen im Gebäude müssen auch die geltenden Vorschriften eingehalten werden.

Warum ist eine dezentrale Energieunabhängigkeit sinnvoll?

Der ständige Anstieg der Energiepreise ist eine Sache. Aber was manchen, wenn es vorübergehende keinen elektrischen Strom gibt? Alle unsere modernen Heizanlagen funktionieren einmal nur mit Strom. Die katastrophale Energiepolitik der Bundesregierung mit ihrer Strategie der erneuerbaren Energie hat uns in eine energiewirtschaftliche Abhängigkeit gebracht."Erneuerbare Energie" ist eine Bezeichnung, welche von der Politik bewusst und vorsätzlich gewählt wird, um die Bevölkerung zu täuschen. Nach dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik gibt es so etwas nicht. Mangels Allgemeinbildung und der pausenlosen medienpolitischen Beeinflussung finden natürlich solche Aussagen eine breite Resonanz bei der Bevölkerung. Dass ökonomische und politische Interessen dahinter stehen, wird so bewusst verschleiert. Vorgeschoben wird der menschengemachte Klimawandel, um die Umwelt zu schützen. Mit Umweltschutz hat dies aber auch gar nichts zu tun. In vielen Fällen tritt eher das Gegenteil ein. Auf diese Themen gehe ich in den Artikeln zu den Klimazonen und Energieversorgung und zum Energiesparen bei einem Wohnhaus näher ein.

Aufgrund des plötzlichen strengen Wintereinbruches 1986, kam es in der ehemaligen DDR zu einem fasst vollständigen Zusammenbruch der Energieversorgung. Lediglich die Lieferung mit Gas funktionierte noch. Viele Wohnungen konnten bei unter -20 °C nicht beheizt werden. Wenn ich mich richtig erinnere, war die Kohle durch den plötzlichen Frosteinbruch sehr fest angefroren und die Kraftwerke konnten nicht ausreichend mit Rohbraunkohle versorgt werden.

Eine ähnliche Situation kann sehr schnell wider auftreten. Deutschland hat sich den letzten Jahren immer mehr von der Lieferung von Energieträger aus dem Ausland abhängig gemacht. Welche mit der überstürzten grundlosen Abschaltung der technisch sichersten Kernkraftwerke noch vergrößert wurde. Was soll das? Wir schalten ab, um die Welt zu retten und beziehen Atomstrom aus dem Ausland. Langsam müsste jeder begreifen, dass die Sonne nur am Tag scheint und der Wind nicht jeden Tag weht. Auf das Problem der Unwirtschaftlichkeit dieser Anlagen wegen der geringen Energiedichte möchte ich hier nicht weiter eingehen. An einigen Tag wird durch die Anlagen viel mehr Strom erzeugt, wie wir benötigen. Der überschüssige Strom wird billig an das Ausland verkauft. Der Bundesbürger finanziert so die privaten Haushalte und Unternehmen im Ausland. Solange wir uns das leisten können, ist nichts gegen diese solidarische Unterstützung zu sagen. Das eigentliche Problem ist die dikontinuierliche Energieerzeugung dieser vielen kleinen dezentralen Kraftwerke. Mit den Windturbinen werden wenigstens 1200 bis 1400 Volllaststunden und mit den Fotovoltaikanlagen nur 700 Volllaststunden erreicht. Dies Schwankungen müssen durch sogenannte "Schattenkraftwerke" ausgeglichen werden. Neben dem Betrieb der Solarparks und Windanlagen müssen zusätzliche moderne Gaskraftwerke gebaut und betrieben werden. Scheint die Sonne nicht, so müssen diese die fehlende Strommenge sofort liefern. Die Kraftwerke müssen also immer in einem unteren zum Teil sehr unwirtschaftlichen Bereich arbeiten und bei Bedarf wird die Leistungsabgabe erhöht. Ein Kohlekraftwerk benötigt hierzu mehrere Stunden, um auf volle Leistung zu kommen. Lediglich Gaskraftwerke können schnell genug auf diese Schwankungen reagieren.
Diese Situation verschlechtert sich immer weiter. Mit dem neuen EEG soll dieser Anteil im Jahr 2025 auf 40 bis 45 Prozent erhöht werden und im Jahr 2035 bereits 55 bis 60 Prozent betragen.
Die kontinuierliche Gaslieferung ist für Deutschland für die Bereitstellung von elektrischer Energie lebensnotwendig. Gas dient also nicht nur zum Heizen von Wohnungen.

In Deutschland befinden sich unterirdisch große Gasspeicher, sodass für eine gewisse Zeit die Gasversorgung abgesichert werden kann. Über 30 % des Gases erhält Deutschland von Russland. Diese Lieferung des Gases geht zu 50 % über Pipeline, welche sich in der Ukraine befinden. Bei Österreich ist es noch kritischer, da diese sogar 60 % ihres Gas über diese Leitungen aus der Ukraine bekommen. Auf den Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine möchte ich nicht näher eingehen. Wenn Sie hier in Deutschland ihre Energierechnung nicht bezahlen, dann wird Ihnen einfach der Zähler abgeklemmt. Und in diesem Fall geht es um mehrere Milliarden Dollar, die das ukrainische Gasunternehmen schuldet. Daher erfolgt eine Gaslieferung nur noch gegen Vorkasse. Bereits 2006 und 2009 hatte die Ukraine heimlich die Gasleitungen in Richtung Westeuropa angezapft. Es ist kaum anzunehmen, dass die Ukraine dieses Mal anders handeln wird. Zwar versucht man in Deutschland beruhigende Nachrichten zu verbreiten und schnell Alternativen zu finden, was natürlich nur bedingt möglich ist. Man kann nicht über Nacht 30 % des Gasbedarfes durch Alternativen decken. Solche Vorschläge wie die Biogasproduktion weiter anzukurbeln, sind absurd. Zu hoffen ist nur, dass die Gasreserven bei einem Ausfall der Lieferung ausreichen. Die Gasspeicher reichen zwar im Sommer für mehr als 3 Monate, aber im strengen Winter ist der Vorrat schnell aufgebraucht. Gibt es kein Gas, so bricht auch die kontinuierliche Stromproduktion zusammen. Dann funktioniert auch Ihre moderne Ölheizung nicht mehr. Glücklich ist dann der Besitzer eines Kaminofens. Er braucht im Winter nicht frieren.


 ©  Altbausanierung : Bauberatung | Baublog | Bauideen | Impressum | 2/2015  Logo