Ratgeber für den Bauherrn
Ingenieurbüro Peter Rauch
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Technische Wertminderung durch biologische Schäden in Gebäuden und an Bauteilen, 2001 - Peter Rauch PhD -

6.2.3. Vorkommen von Schimmelpilze in der Luft

verhältnismäßig niedrig (Temperatur ist niedrig und die relative Luftfeuchtigkeit demzufolge hoch), sie steigt dann in Mitteleuropa in den Sommermonaten (September) beachtlich an. Dabei hängt diese von der Staubmenge in der Raumluft ab, da sich Mikroorganismen an Staubteilchen anhängen. (In den Sterilversuchen [1983-85] hatten wir bei Extremfällen Größen, die messtechnisch nicht mehr erfassbar waren. Ihre Anzahl steigt besonders dann an, wenn mit Materialien gearbeitet wird, wo viel Staub entsteht, wie in Scheunen, Mühlen, Tierställe, in der Holzverarbeitung uvm. In der freien Luft ist die Lebensdauer von Pilzsporen von der Temperatur, der Luftgeschwindigkeit und der Sonneneinstrahlung abhängig. Farblose Sporen werden rasch durch die UV-Strahlung abgetötet. Daher dominieren pigmentierte Sporen von Alternaria und Cladosporium, Schwärzepilze, die überall auf verrottendem organischen Material wächst.

6.2.4. Innenluft

In Innenräumen sind Schimmelpilze besonderen Umweltbedingungen ausgesetzt. Hier liegt in der Regel eine höhere Staubbelastung vor. Eine Verdünnung durch Luftbewegung ist verhindert, ebenso fehlt die abtötende Wirkung der UV-Strahlung. Die Isolierverglasung lässt gegenüber der einfachen Verglasung weniger UV-Strahlung durch. In geschlossenen Räumen dominiert dann xerotolerante Arten, wie z.B. solche der Gattung von Penicillium und Aspergillus, aber auch andere, wie Cladosporium und Mocor usw. [5],[6]

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