Ratgeber für den Bauherrn
Ingenieurbüro Peter Rauch
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Technische Wertminderung durch biologische Schäden in Gebäuden und an Bauteilen, 2001 - Peter Rauch PhD -

I n n e n d ä m m u n g Durch die Innendämmung steigt die Oberflächentemperatur an der Innenwand, jedoch kühlt das gedämmte Bauteil hinter der Innendämmung, also auf der Außenseite, im Winter eine niedrigere Temperatur, so dass der Frostpunkt weiter in die Konstruktion wandert. Durch die angrenzenden Bauteile (Wände, Decke, Böden) kann die Innendämmung nur teilweise ausgeführt werden. Durch die anzubringende Dampfsperre soll der Dämmstoff vor Feuchtigkeit aus der Raumluft geschützt werden, da sonst die Dämmwirkung sehr stark gemindert wird. Die Mineralfasern sehen nach der Wasseraufnahme weiße aus, sind vollständig getränkt und bilden Klumpen. Durch die Dampfsperre wird jedoch die Sorption (Fähigkeit der Baustoffe, Wasserdampf aufzunehmen und wieder abzugeben) verhindert und es kann bei Spitzenbelastungen der Raumluftfeuchtigkeit schneller zu Tauwasserbildung kommen. Im Bild 8.1. und 8.2. kommt es zur Schimmelpilzbildung an den Anschlussstellen zu den anbindenden Bauteilen (Wände, Deck).
Maßnahmen: Richtiges Heizen und Lüften besonders nach dem Backen, Duschen u.a. Bei Innendämmung kommt vor die Dampfsperre sorptionsoffene Stoffe, wie Gipskarton oder Putz. Unterbrechung durch Wände, Decken und Böden sind um 1 m in den Raum hinein zu verlängern.

Bild 8.1..: Mögliche Tauwasserbildung an den Wandanschlüssen.

Innendämmung mit möglicher Tauwasserbildung an den Anschlüssen

Bild 8.2.:Innendämmung SchnittansichtBild 8.3.: In den Raum gezogene Dämmung
Innendämmung

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