Ratgeber für den Bauherrn
Ingenieurbüro Peter Rauch
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Technische Wertminderung durch biologische Schäden in Gebäuden und an Bauteilen, 2001 - Peter Rauch PhD -

A n d e r e k o n s t r u k t i v e U r s a c h e n Im Bild 10.1. hat sich Schimmelpilz an den Fußbodenecken und auf dem Fußboden gebildet. (Im betrachteten Fall liegt keine aufsteigende Feuchtigkeit vor.)

Bild 10.1.: Schadensbild auf dem Fußboden zum Untergeschoss

Ursachen: Behinderung der Luftströmung, unzureichende Lüftung keine o. ungenügende Wärmedämmung des Fußbodens inhomogene Materialstrukturen z.B. verschiedene Dichte des Betons.
Lösung: An die Unterseite wird eine Wärmedämmung angebracht, die 50 cm an der Wand herunter reicht. (Bild 10.3.)

Bild 10.2.: SchnittansichtBild 10.3.: Lösungsmöglichkeit durch Dämmung an der Unterseite

Weitere Schadensbilder können auftreten, wenn das Mauerwerk unterschiedlich durchfeuchtet ist. (Bild 11) Ursachen: fehlende Wetterschalen (z.B. Außenputz) unzureichende Beheizung, Baufeuchtigkeit im Neubau, unterschiedliche Materialien, hier sollte gerade bei der Wiederverwendung alter Mauersteine auf ihre Güte geachtet werden. Maßnahmen: Heizung und Lüftungsgewohnheiten überprüfen, bei geringem u-Wert zusätzliche Außendämmung anbringen setzt jedoch Austrocknung der Bauteile voraus!

Bild 11.: Materialbedingte Wanddurchfeuchtung kann zur Schimmelpilzbildung führen

Im Bild 12.1. treten Merkmale auf, die durch eine falsche Bauausführung verursacht wurden. Werden gut dämmende Mauersteine, wie z.B. unipor-Ziegel oder Gasbetonsteine nicht mit Leichtmörtel vermauert, so können die Fugen deutlich sichtbar werden. Das gleiche gilt, wenn im Mauerwerk ein Wechsel zu schlecht dämmenden Mauersteinen erfolgt oder sich Leitungsschächte (Bild 12.2.) oder Stahlstützen (Bild 12.3.) im Mauerwerk befinden. Hier ist der Wärmedurchgang größer. Abhilfe kann eine Innendämung bringen, so dass die Oberflächentemperatur auf der gesamten Fläche annähernd gleich ist.

Bild 12.1.: Falscher Mauermörtel und Wechsel von Mauersteinen mit unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit sowie ein verdeckter Leitungskanal

Bild 12.2.: Leitungsschacht als Wärmebrücke, unten die LösungBild 12.3.: Stahlstütze als Wärmebrücke, unten die Lösung

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