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ADI-WertDer ADI-Wert charakterisiert die tägliche Höchstdosis eines Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittels in Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht (mg/kg/d), die auch bei lebenslanger Aufnahme auf der Grundlage des gegenwärtigen Wissensstandes mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Einfluss auf den menschlichen Organismus bleibt.
AET-Verfahren Weiterentwicklung ist das ETB-Verfahren, welches mit seiner Technologie (Mehrebenensperre) den Anforderungen in der Praxis besser gerecht wird. Sie dienen zur Entsalzung und Trocknung des Mauerwerkes. Das aktive Verfahren funktioniert durch das Anlegen einer elektrischen Fremdspannung an ein spezielles Elektrodensystem im Mauerwerk. Es werden zielgerichtet elektrische Potentiale geschaffen, die dem kapillaren Flüssigkeitstransport elektroosmotisch entgegen wirken.
Abbaubarkeit, biologischeAbbau von gelösten organischen Substanzen mittels Bakterien; vollständiger Abbau oder Bildung von stabilen Zwischenprodukten.
AbbeilenDie Oberfläche eines Balkens mit einem Beil glatt behauen. Wird auch angewandt, wenn ein geringer Insektenbefall vorliegt, dann werden die geschädigten Holzteile abgebeilt.
AbbeizenDas Abbeizen von alten Farblagen empfiehlt sich zum Erhalt von alten Innentüren und Bekleidungen und bei alten Haustüren aus Holz. Auch gut erhaltene Holzfenster können nach einer Befundanalyse von alten Anstrichen befreit werden.
Abbinden(Dachstuhl, Fachwerk) Abbund, auslegen aller Dachstuhl- oder Fachwerkhölzer nach Plan auf Zimmermannsplatz und zusammenpassen der Konstruktion.
AbbindenDer Begriff bezeichnet verschiedene Vorgänge:
1. Zimmermannstechnik, Vorbereitung einer Holzkonstruktion (z.B. Dachstuhl).
2. Bei der Betonherstellung ist Abbinden der Vorgang im Beton (auch Mörtel) vom plastischen (feuchten) bis zum erstarrten Zustand (chemischer Abbindeprozess).
AbbruchAbbruch ist das Entfernen und Beseitigen von schadhaften Bauteilen, von Anbauten oder Aufbauten (Fußbodenaufbauten, Dachaufbauten, Windfang, Hausvorbau). Für umfangreiche Bauvorhaben gibt es spezielle Abbruchunternehmen. Im Altbausektor haben sich Entrümpelungsfirmen etabliert. Bei den Abbruchkosten sind die Deponiekosten ist auf eine Sortierung nach Holz, Mauerwerk, Pappe/Papier, Metall, Sonder- und Restmüll zu achten.
AbdichtungDas Bauwerk bzw. das Bauteil wird in gefährdetem Bereich umschlossen oder bedeckt, um das Eindringen von Wasser zu verhindern (Richtlinien nach DIN 18195).
AbfG § 2§ 2 Absatz 2 Abfallgesetz besagt:"An die Entsorgung von Abfällen aus gewerblichen oder sonstigen wirtschaftlichen Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen, die nach Art, Beschaffenheit oder Menge in besonderem Maße gesundheits-, luft- oder wassergefährdend, explosibel oder brennbar sind, sind nach Maßgabe des Gesetzes zusätzliche Anforderungen zu stellen." Man spricht von Sonderabfällen. Die Abfallbestimmungsverordnung vom 28. 5. 1977 legt diese Sonderabfälle fest.
Abfallgemäß Definition im Abfallgesetz " bewegliche Sachen, derer sich der Besitzer entledigen will oder deren geordnete Beseitigung zur Wahrung des Wohls der Allgemeinheit insbesondere des Schutzes der Umwelt geboten ist".
AbfallschlüsselNummernschlüssel (EWG-Code), der den Entsorgungsweg einer gefährlichen Abfallart aufgrund ihrer stofflichen und/oder chemischen Zusammensetzung festlegt. Die Richtlinie 91/689/EWG des europäischen Rates definiert die verschiedenen Abfallarten und weist die EWC-Codes zu.
AbflussrohrEs befördern Abwässer aus einem Haus in die Regen- u. Schmutzwasserkanäle.
Abfälle, toxische und gefährlicheToxische und gefährliche Abfälle sind Substanzen, Produkte oder Unterprodukte, die aus industriellen, kommerziellen, handwerklichen, landwirtschaftlichen oder wissenschaftlichen Tätigkeiten stammen und deren Ableitung oder Ablagerung wegen toxischer oder gefährlicher Eigenschaften, ihrer Persistenz oder Konzentration ein unmittelbares oder langfristiges Risiko für den Menschen und seine Umwelt darstellen.
AbgastemperaturWird gemessen im Übergangsstück zwischen Heizkessel und Kamin.
Abgehängte DeckeUnter einer tragfähigen Decke wird eine zweite Decke für den Schall- oder Wärmeschutz bzw. aus optischen Gründen angebrachte. Hier kommen meist Gipskartonbauplatten (Gipskartonplatten), Paneele oder andere Deckensysteme zur Anwendung.
AbrundenKanten oder Ecken so bearbeiten, dass eine sichtbare Rundung entsteht
AbschirmtapeteZur Abschirmung elektrischer und elektromagnetischer Felder ist diese Tapetenart für Wände, Decken und auch unter Bodenbelägen verwendbar. überall wo ein wirksamer Schutz gegen elektrische Beeinflussung erforderlich ist, wie in Arztpraxen, gegen strahlende Nachbarobjekte, kann diese Tapet eingesetzt werden.
Absolute LuftfeuchteIst der tatsächlicher Gehalt der Luft an Wasserdampf in Gramm pro Kubikmeter Luft. Bei der relativen Luftfeuchte wird das Verhältnis angegeben. So beinhaltet eine 20ºC warme Luft mit einer relativen Luftfeuchte von 60% 10,2g Wasser pro m3 Luft.
Absolute Temperatur auf den absoluten Nullpunkt von -273,15ºC bezogene Temperatur, gemessen in K (Kelvin), Temperaturdifferenz 1 K = 1ºC.
Absorption in der Bau- und Raumakustik = Schallschluckung. Die A. beruht auf der Umwandlung der Schallenergie in Wärme. Beim baulichen Wärmeschutz interessiert die Absorption der Wärme- und Lichtstrahlung, wobei die Strahlungsenergie in eine andere Form umgewandelt wird. Z.B. in Bewegungsenergie der Moleküle, wodurch eine Temperaturerhöhung entsteht und auch durch Wärmeausdehnung mechanische Arbeit geleistet wird.
AbsorptionIst die Aufnahme von Gasen, Dämpfen sowie Wärme- und Lichtstrahlung durch feste Körper oder Flüssigkeiten. Bei Strahlungsabsorption wird die Strahlungsenergie in eine andere Energieform umgewandelt, dabei findet eine Temperaturerhöhung und Wärmedehnung statt. So wird z.B. die eingestrahlte Sonnenenergie in der Bauteiloberflächen absorbiert. Dunkle Flächen absorbieren mehr als helle.
Abstrichfilmist eine zusammenhängende Schicht des Anstrichstoffes.
Abstände von Gebäuden, Bauwerksabstände (Abstandsflächen)In den Landesbauordnungen und im Bundesbaugesetz sind Mindestabstände (Z.B. seitliche Grenzabstände von Gebäuden u. von Gebäuden untereinander vorgeschrieben. Die Abstände werden in den Bebauungsplänen festgelegt.
Abtönfarbefür Wandfarben werden zur farbigen Abtönung von wasserverdünnbaren Dispersionen und Emulsionen verwendet, zum deckenden oder lasierenden Anstrich für innen und außen.
Acetonkommt in schnell trocknende Lacke, Chlorkautschuk und in Nagellack vor. Es bewirkt Hirn- und Nervenschäden, Ekzeme, in schweren Fällen auch Anämie.
AckerbürgerEhemals Stadtbewohner, die im Nebenerwerb Landwirtschaft für die Selbstversorgung betrieben.
Acrylharzkommt in Farben und Lacke und Textilien vor. Die gesundheitliche Wirkung ist Schwindel und Kopfschmerzen.
AerosolLuft- bzw. Gasgemisch mit feinstverteilt schwebenden, flüssigen (Nebel) oder festen (Rauch) Teilchen.
Akryllatex war früher einmal ausschließlich die Bezeichnung für Styrol-Akrylat-Copolymerisate. Heute können damit aber auch besonders fein dispergierte Reinakrylate gemeint sein.
Akustik Lehr vom Schall. Sie umfasst alle Schallereignisse, gleichgültig wie und wo sie entstehen, ist als damit ein Teil der Mechanik, der Musikwissenschaft und der Bautechnik. Im Bauwesen unterscheidet man zwischen Raumakustik und Bauakustik. Nach Sprachgebrauch beschränkt sich die Akustik auf die praktisch hörbaren mechanischen Schwingungen der Luft.
Akustik-Fachingenieurberät bei besonderen Ansprüchen an Schaltschutz, Raum- oder Bauakustik. Hierzu sind Erfahrungen nötig, ggf. auch örtliche Messungen erforderlich, die der Fachingenieur durchführen und daraus die erforderlichen schalltechnischen Maßnahmen bestimmen kann.
AkustikdeckeDeckenverkleidung o. abgehängte Decke aus schallschluckendem Material.
Akustikplatten Vollständig vorgefertigtes Bauelement, das zum Zweck der Absorption von Schallwellen hergestellt wird. Akustikplatten werden meistens aus porösen, organischen und anorganischen Stoffen hergestellt. Ihr mittlerer Absorptionsgrad liegt im raumakustisch wichtigen Frequenzbereich von 100 bis 4000 Hz, etwa 0,25 und 0,95 Sab (Index im Hallraum erm. statist. Schallschluckgrad ) und im Gegensatz zu den Mitschwingern und Schallschlucksystemen in seiner immer wichtigen Frequenzabhängigkeit weniger veränderbar.
AlkydharzeLackharze, hergestellt aus mehrwertigen Alkoholen, meistens Glyzerol, sowie (gesättigten und ungesättigten) Säuren (Phthalsäure, Adipinsäure, Maleinsäure), wobei gleichzeitig Fettsäuren, Ölsäuren, Harzsäuren, Styrol u.a. in die Moleküle eingebaut werden. mehr
Allgemein anerkannte Regeln von der Mehrheit der maßgebenden Fachleute anerkannte und praktizierte Regeln. Da unklar ist, wer als maßgebende gilt und wie die Mehrheit festgestellt wird, hat diese durch Gerichtsurteile verursachte Entwicklung zu einer in der Bauplanung und Bautechnik zunehmenden Verunsicherung geführt. Zweckmäßig ist die Verringerung des Normenumfangs mit gleichzeitiger Verbesserung der Qualität der Normen.
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Holzschutzmittel als Bauprodukte wird durch das Deutsche Institut für Bautechnik Berlin (DIBt)erteilt. In einem Holzschutzmittelverzeichnis werden die einzelnen Holzschutzmittel aufgeführt.
Alterungbei Dämmstoffschichten ist nach bisherigen Untersuchungen kaum vorhanden. Dagegen ist besonders kritisch die Alterung von Kunststoffen wie z.B. Folien (Sperren), Klebeverbindungen und bestimmte Plastteile, wo Weichmacher entweichen.
AltlastenSchadstoffe im oder auf dem Boden, die zu Grundwassergefährdung oder gesundheitsschädlichen Emissionen führen oder deren Beseitigung einen hohen finanziellen Aufwand erfordert. Das können alte Fabrikgelände, Deponien, Autowerkstätten, Lagerflächen, auch landwirtschaftliche Flächen, z.B. Gülle, u.a. Sein.
Aluminium - Fensteraus einem Werkstoff mit geringem spezifischen Gewicht, guten Festigkeitswerten, chemischer Beständigkeit, hygienischer Unbedenklichkeit und leichter Verarbeitbarkeit. Aluminium hat andererseits ein hohes Wärmeleitvermögen. Wärmegedämmte, thermisch getrennte Profile verhindern ein Beschlagen des Fensterinnenrahmens. Aluminiumfenster mit eloxierter, einbrennlackierter oder farbbeschichteter Oberfläche, auch mit innen- und außenseitig verschiedener Farbgebung. Aluminium darf mit einigen anderen Metallen nicht direkt und nicht indirekt, z. B. über Regenwasser, das von der Kupferdachrinne auf das Alu-Fenster tropft, in Berührung kommen.
AluminiumtapeteSind Metallfolien oder metallisierte Kunststofffolien gemustert oder glatt. Sie bilden eine diffusionsdichte Oberfläche und sind sehr ungünstig für das Raumklima. Ihre Anwendung sollte sehr sparsam erfolgen. Für das Überdecken von feuchten Mauer- bzw. Putzflächen ist sie vollständig ungeeignet, da die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Es kommt an der Grenzschicht zwischen Putz und Tapete zum Feuchtestau und unter Umständen zu einer massiven Schimmelpilzbildung.
Anbauan ein vorhandenes Haus kann zur Wohnraumerweiterung, zur Errichtung eines Schwimmbades einer Garage aber auch eines Wintergartens erfolgen. Die Planung erfolgt mit einem Architekten wie ein Neubau, wobei insbesondere die Genehmigungsfähigkeit und evtl. Gestaltungsauflagen rechtzeitig zu klären sind. Auch in diesem Fall erleichtern die Checklisten zu den einzelnen Themen eine systematische Planung.
AngebotGrundlage für ein Angebot ist eine Ausschreibung, in der alle zu erbringenden Leistungen aufgeführt sind. Danach können Handwerker u. Lieferanten ein genaues Kostenangebot (Kostenvoranschlag) machen.
Angebotskalkulationerfasst die Kosten von Bauleistungen für die Erstellung eines Angebotes. Grundlage für die Angebotskalkulation ist ein Leistungsverzeichnis oder eine Leistungsbeschreibung mit den dazugehörigen Vertragsbedingungen.
Anhydritist ein wasserloses Gipsmineral, das in großen Mengen vor allem in Steinsalzlagern gefunden wird. Als Bindemittel wird es in Putz- und Estrichmörteln verwendet. Anhydritbinder enthält neben dem Anhydrit noch bis zu 5% Zusätze, die seine Wasserbindung anregen, z.B. Kali- oder Eisensulfat, Portlandzement oder TraB. Hergestellt wird Anhydritbinder aus dem natürlichen Mineral oder aus synthetischem Anhydrit, der z.B. bei der Produktion von Fluorwasserstoffsäure anfällt.
Anhydritestrichwird aus AB 20 und Sand, Mischungsverhältnis 1: max. 2,5 Raumteile bzw. 450 kg Anhydritbinder je m³ fertigen Estrich, hergestellt. Fugen sind auch bei grossen Flächen (1000 m²) wegen der guten Raumbeständigkeit nicht erforderlich. Bei Fußbodenheizung sind allerdings Dehnungsfugen vorzusehen, wenn die Seitenlängen 6 bis 7 m überschreiten. Nicht für Feuchträume geeignet.
Anhydritestrich (Mörtelestrich)aus Anhydritbinder, Sand und Wasser, wird als Verbundestrich, Estrich auf Trennschicht, schwimmender Estrich, Estrich mit nutzbarer Oberfläche, ggf. mit besonderer Versiegelung ausgeführt. Vorteile gegenüber dem Zementestrich ist die geringere Rissgefahr bei der Herstellung. In Bereichen, wo Feuchtigkeit auftritt, z.B. über feuchten Kellergewölbe, ungeeignet.
Anker, Ankerplattenaus Stahl, werden einbetoniert oder eingemauert, wenn ein Bauteil festen Halt am übrigen Baukörper finden muss.
AnschiftenAnschuhen, Aneinanderfügen oder Ergänzen von Balken in der Längsrichtung.
AnschlagenTüren oder Klappen durch Scharniere bzw. Scharnierbänder mit dem entsprechenden Möbelstück verbinden (anschrauben) (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Anschlussmanschettenfür Einrichtung unterschiedlicher Dachdurchführungen.
Ansichtdarunter versteht man den Aufriss von Fassaden auf Bauplänen. Sie sind meist nach Himmelsrichtungen benannt, z.B. Ostansicht, Süd-West-Ansicht.
Anstoßeneine kleine Schräge (Fase) an eine Holzkante hobeln)(Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Anstrich auf KalksandsteinmauerwerkBei Erhalten des natürlichen Sichtmauerwerkes ist z.B. eine Imprägnierung mit siloxanhaltigen farblosen Bindemitteln (einwandfreie Ausführung des Sichtmauerwerkes ist Voraussetzung) möglich. Deckende Anstrichmittel: Silicatfarben oder Silikonharzfarben.
Anstriche auf BetonDie Untergründe sollten eben, griffig, hart, trocken, frei von Graten, Nestern, blättrigen und mürben Schichten sein. Die Reinigung erfolgt durch Abbürsten, Sand-, Druckwasser- oder Dampfstrahlen. Die möglichen Gefahren für Mensch und Umwelt sind zu beachten. Anstrichmittel: farbige Wasserglasfarben (Einkomponentenfarben), Dispersionsfarben, Dispersionslacke, Anstrichmittel auf Polymerisatharzbasis. Beton muss von dem Eindringen von saurem Regen geschützt wenden.
Anstriche auf Faserzement können je nach Anstrichmittel farblos, deckend, matt, seidenglänzend oder glänzend ausgeführt werden. Anstrichmittel: Beschichtung mit Kunstharz-Dispersionsfarben, Dispersionslacken oder Kunstharzputzen, Speziallackfarben (Herstellerangaben).
Anstriche auf GlasGlas als Untergrund muss gründlich gereinigt (entfettet) sein. Da der Anstrichfilm sich nicht durch Eindringen in den Untergrund verankern kann, müssen Anstrichmittel sehr geschmeidig sein. Anstrichmittel: öllackfarben, Acryllackfarben.
Anstriche auf Holz und Holzwerkstoffen Bei Holzanstrichen sind Veränderungen des Werkstoffes durch Feuchtigkeits- und Temperatureinwirkungen zu berücksichtigen. Anstrichfilme müssen über ausreichende Elastizität verfügen. Anstrichmittel: Holzschutzlasuren (Dünn- u. Dickschichtsysteme) auf Lösemittelbasis und Dispersionsbasis. Deckende Anstrichsysteme auf Lackbasis und Dispersionsbasis (Wasserlacke). Holzschutzdispersionsfarben. Anstriche auf nicht maßhaltigem Holz müssen diffusionsfähig sein (Dünnschichtlasuren, Dispersionslacke, Holzschutzdispersionsfarben). Farblose Anstiche schützen das Holz nicht vor UV-Strahlen. Die Anstriche stellen keine Holzschutzmittel dar.
Anstriche auf KunststoffenJe nach Kunststoffart werden spezielle Anstrichsysteme angeboten. Kunststoffe sind problematische Untergründe. Im Zweifelsfall Probeanstrich, Rückfrage beim Hersteller. Untergründe müssen fettfrei, trocken und sauber sein.
Anstriche auf MetallenEisenmetalle wie Baustahl müssen grundsätzlich einen wirksamen Korrosionsschutz erhalten. Der kann erfolgen durch: Anstrich mit Rostschutzmitteln, Metallisieren (Verzinken) der Oberflächen auf galvanischem Wege oder Schmelztauchüberzüge (Feuerverzinkung), chemische Behandlung (Phosphatierung). Auswahl der verschiedenen Verfahren erfolgt je nach Material und Anwendungsgebiet. Vor jeder Behandlung mit Anstrichmitteln ist ein gründliches Entfernen von ö1, Fett, Mörtel und Rost vorzunehmen. Je nach Methode (manuell, maschinell, Sand- oder Flammstrahlung, chemische Entrostung) wird ein unterschiedlicher Entrostungsgrad erreicht. Beschädigte Grundanstriche ausbessern, ungeeignete Montage- und Grundanstriche entfernen. Nichteisenmetalle wie Aluminium, Zink, Kupfer, Blei u. a. müssen als Grundanstrich einen spezifischen Haffgrund erhalten. Feuerverzinkte Stahlteile erreichen durch Anstriche eine lange Lebensdauer.
Anstriche auf PorenbetonPorenbetonflächen sind stark saugend und müssen mit einem Imprägniermittel vorbehandelt wenden. Beschädigte Porenbetonflächen sind mit Spezialmörtel vorher auszubessern, lose Substanzen mit Wurzelbürsten zu beseitigen. Porenbetonflächen wenden im Allgemeinen beschichtet; dafür sind geeignete, von Gasbetonherstellern zugelassene Polyacrylatharz-Dispersionen zu verwenden. Die Schlussbehandlung erfolgt durch Anstrich mit Dispersionsfarbe oder durch eine Beschichtung mit Kunstharzputzen. Es ist zu beachten, dass sich Gasbeton wegen dem großen Wärmeausdehnungskoffizienten gerade an der Sonnenseite einer großen Längenänderung ausgesetzt ist, daher elastische und helle Farben verwenden.
Anstriche auf ZiegelmauerwerkMängel an Untergründen durch Ausblühungen, Haarrisse oder Absprengungen sind vor dem Anstrich fachgerecht zu beseitigen. Altanstriche, insbesondere Kalkfarbenanstriche und kreidende Anstriche müssen von Neuauftrag restlos entfernt werden. Alle Anstriche müssen diffusionsfähig sein, damit ein Feuchtigkeitsaustausch gewährleistet ist. Absperrende Anstriche können innerhalb der Außenwand (Aussenwand)zum Feuchtestau führen und somit Schäden an Anstrich und Mauerwerk hervorrufen. Anstrichmittel: Silicatfarben, Silikonharzfarben, siloxanhaltige farblose Imprägniermittel.
Anstrichstoffauch Anstrichmittel ist ein flüssiger bis pasteröser oder pulverförmiger Beschichtungsstoff.
Antagonistische WirkungDie toxische Wirkung von zwei oder mehreren Stoffen wird als antagonistisch bezeichnet, wenn sie geringer ist als die Summe der Einzelwirkungen.
Antennendurchgangfür unterschiedliche Rohrdurchmesser und Dachneigungen als Formteile, passend in Form und Farbe zu den verschiedenen Deckungsarten.
AntidröhnbelagMassnahme, die beanspruchtes Blech (z.B. Aluminiumfensterbank) entdröhnt. Der Belag ist ein spachtel- oder spritzbarer Stoff aus einem dauerelastischen Binder und einem speziellen Füllstoff, der um das Mehrfache der Blechdicke aufgetragen wird. Die Entdröhnung z.B. Dämpfung von Blechschwingungen kann auch durch losen Sand erfolgen.
AntioxydantienSie verhindern Zerstörung durch Oxidation oder Abbau durch Licht und UV-Strahlung. Meistens handelt es sich um Ruß oder sterisch gehinderte Amine, in Naturfarben auch Sojalecithin oder Glimmer. Das Wort wird oft auch für Konservierer (s.u.) und Stabihisatoren (s.u.) gebraucht. In PVC-Produkten enthalte Verbindungen von Schwermetallen, wie Blei, Cadmium, Kobalt u.a.
Antistatika Sie verhindern die elektrostatische Aufladung von Belägen und Beschichtungen. Es handelt sich dabei um sind hydrophile (wasseranziehende) Stoffe wie z.B. Amine oder Polyethylenglykolester Ester), leitfähige Zusätze wie Aluminiumflocken, Mikrostahlfasern, versilberte Glasfasern bzw. -kugeln, vernickelte Graphitfasern, Spezialruße, Carbonfasern oder leitfähige Kunststoffe wie dotierte Polyacetylene und Polypyrrole.
Aquatischzum Wasser gehörend, im Wasser lebend.
Arbeitsfugengrößere oder schwierige Betonbauteile können nicht in einem Arbeitsgang ausgeführt werden. Durch Unterbrechung des Betoniervorganges entstehen Arbeitsfugen.
Arbeitskalkulationwird nach der Auftragsvergabe im Rahmen der Arbeitsordnung erstellt. Sie berücksichtigt alle Gesichtspunkte, die eine maximale Wirtschaftlichkeit ermöglichen. Sie dient zur Ermittlung der Sollkosten für die Bauausführung und bildet somit die Grundlage für die Nachkalkulation.
Architektbetreut Bauwerk von Planung (Entwurf) bis Fertigstellung, d.h. er zeichnet Pläne, stellt den Bauantrag bei den Behörden, erstellt die Werkpläne, verhandelt mit Handwerkern u. Baufirmen, betreut die Baustelle u. ist Vertreter des Bauherrn.
Architektenhauswird von Ihrem Architekten auf Ihre individuellen Wünsche hin im Rahmen der möglichen Bebaubarkeit des Grundstückes errichtet. Ihre Wünsche zu Gebäudeform und -art, zur Gestaltung, zum Grundriss und zur Ausstattung teilen Sie Ihrem Architekten mit, nachdem Sie sich über grundsätzliche Punkte informiert und Ihr "Programm" ermittelt haben. dabei helfen Ihnen die Checklisten am Ende des Themas.
Architektenvertragist ein Werkvertrag. Der Architekt schuldet dem Bauherrn die fehlerlose Erstellung des Hauses. Hat das Bauwerk Mängel oder Fehler, kann der Architekt oder der Bauhandwerker schuld daran sein. Der Architekt haftet für falsche Planung, z.B. zu niedrige Kopfhöhe, zu kleine Garage für den angegebenen Wagen usw., aber auch wenn aufgrund nachlässiger Bauführung die Handwerker schlecht arbeiten. In diesem Falle können natürlich auch die Handwerker zur Verantwortung gezogen werden. Die Ansprüche des Bauherrn verjähren - wenn nichts anderes vereinbart ist - in fünf Jahren nach der Abnahme der vom Architekten zu erbringenden Leistungen. Im Architekten-Vertrag wird oft vereinbart, dass der Architekt erst im Falle des Unvermögens des Handwerkers haftet, d. h. der Bauherr muss zunächst gegen den Handwerker vorgehen. Klare und eindeutige Vereinbarungen in den abzuschließenden Verträgen ersparen evtl. auch später auftretenden Arger. Der Abschluss des Vertrages sollte auf dem von der Architektenkammer entwickelten Formblatt nach den Bedingungen der HQAI erfolgen. Der "bauvorlageberechtigte" Architekt oder Bauingenieur ist Mitglied einer Architektenkammer oder Ingenieurkammer und oder in die Architektenliste eingetragen.
ArmaturenWasserhähne, Duschkopf und Duschschlauch, aber auch alle Klappen, Ventile, Absperr- u. Drosselventile, Schieber usw. nennt man Armaturen. (Wohnungsbau und Industrieanlagen)
Armierungarmierter Beton Einlage von Baustahl (Bewährungseisen) im Beton zur Erhöhung der Biege-, Druck- und Zugfestigkeit. Z.B. Stabstahlbewehrung für Stahlbetonbalken und für Stahlbetondeckenplatten(z.B. BSt 500) Betonstahl-Lagermatten (z.B. Q-Matten, R-Matten, K-Matten)
Asphaltesind Gemische aus Sand und Bitumen. Naturasphalte enthalten ungefähr 50% Bitumen. Die besten kommen aus Trinidad (Trinidad-Asphalt). Sie enthalten wahrscheinlich nur noch sehr geringe Mengen flüchtiger Bestandteile, sehr viel weniger jedenfalls als Industrieasphalte. Dennoch kann das Risiko ausgasender krebserregender Stoffe auch bei frischem Naturasphalt nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden.
Atmende Materialien oder BauteileDie oft erhobene Forderung nach "atmenden" oder "atmungsfähigen" Wänden geht vermutlich auf ein Experiment zurück, das der Hygieniker Max von Pettenkofer seinen staunenden Studenten vorzuführen pflegte. Wenn in Baustoffkatalogen bestimmte Materialien als atmungsfähig gepriesen werden, kann das vielerlei bedeuten; meistens ist eine niedrige Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl gemeint, es kann sich aber auch um die Kapillarität oder die Sorptionsfähigkeit des Materials handeln.
Atrium-Hausmit geschlossenem Innenhof (Atrium), hat keine Fenster nach außen und um das Haus herum keine Grundstücksanteile. In der Praxis sind Atriumhäuser ebenerdige, Wohnhäuser, deren Räume vom Innenhof aus, aber auch durch Fenster nach außen zu noch vorhandenen Grundstücksflächen belichtet werden.
Attikafrüher Schmuckelement über der eigentlichen Decke. Heute Randabschluss eines Flachdaches.
Auelehmjüngste Ablagerung in den Flußauen, entsteht aus den Ablagerungen der von den Gewässern mitgeführten Schlammassen.
AufdoppelnAufdopplung Aufbringen einer zweiten Brettschicht auf die ursprünglich Tragende zur Verstärkung, zum Beispiel bei Türen und Böden oder bei Sparren, um die Sparrenhöhe zu vergrößern.
AufenthaltsräumeWichtiger Begriff aus der DIN 4108 (Wärmeschutz im Hochbau), in der bestimmte Anforderungen an die so genannten Räume zum dauernden Aufenthalt von Menschen gestellt werden. Sie müssen in den einzelnen Klimazonen einen hygienisch gerade noch vertretbaren Mindestwärmeschutz gewährleisten.
AuflagerMauer oder Stütze, auf der ein Bauteil (Balken, Träger, Gewölbe) aufliegt.
Aufmasshaben Handwerker ihre Arbeit am Bau beendet, wird das Aufmass gemacht. Alle tatsächlich eingebauten Massen werden nach Gewerke getrennt ausgemessen und schriftlich festhalten. Berechnungsgrundlage ist die Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB). Aufmass ist die Grundlage der Schlussrechnung. Dies ist nicht notwendig, wenn die Arbeiten zum Festpreis vergeben werden.
Aufputzbedeutet, dass Strom- oder Wasserleitungen mit ihren Anschlüssen und Verteilern auf dem Putz verlegt werden. Z.B. Kellerräume.
Aufreißen bzw. anreißen Maße mit Reißnadel oder Bleistift auf das zu bearbeitende Material gut sichtbar übertragen
AufsattelnAufeinanderfügen von Konstruktionselementen, auch Erhöhen eines Bauteils durch Auflegen von Bohlen, Beilaghölzern und ähnlichem.
AufschieblingeReichen die Sparren nicht bis an das Balkenende (oder Gesimsvorderkante), so werden zur Ausgleichung des Knicks in der Dachfläche Aufschieblinge erforderlich, um unterste Dachziegelreihe anzuheben. Aufschieblinge bestehen aus Bohlenquerschnitten und werden an die Balken und Sparren genagelt. Darunter befindet sich meist der Traufkasten.
AusbauIst der Rohbau (tragende Bauteile, wie Wände Decken und Dach) fertig gestellt und die Rohbauabnahme (Bauabnahme) erfolgt, wird mit dem Ausbau begonnen. Umfasst den Innen- bzw. Außenputz, Fußbodenaufbau, sämtliche Installationen, Fenster, Türen, Maler arbeiten usw. Früher wurde der Rohbau ausgewintert. Er konnte über eine längere Zeit genügend austrocknen. Heute erfolgt eine Fertigstellung innerhalb kürzester Zeit, die Folgen sind eine hohe Raumfeuchtigkeit in den ersten Monaten bis ca. 2 Jahre, oft mit Schimmelpilzbildung verbunden.
Ausbauhauswird von der Fertighaus-Industrie neben schlüsselfertigen Häusern angeboten, um Kosten sparende Eigenleistungen durch den Bauherrn zu ermöglichen. Bei Beurteilung der Angebote und Einschätzung der eigenen Leistung sind u. a. zu beachten: Abgrenzung der Leistungen, Bauanleitung, Finanzierung, Gewährleistung, Versicherung usw.
Ausblühungenentstehen durch schlechte Verarbeitung des Mörtels, mangelhafte Ausführung der Vermauerung oder falsche Dosierung von Zusatzmitteln (Frostschutzmittel, Luftporenbilder u. a.). Der Vormauerziegel oder Klinker enthält normalerweise keine ausblühfähigen Stoffe. Ebenso kann eine falsche Reinigung, bei der das Mauerwerk gar nicht oder nur unzureichend vorgenässt und dann abgesäuert wurde, Ausblühungen nach sich ziehen. Beseitigung: Ausblühungen lassen sich am pelzigen Belag und am salzigen Geschmack erkennen. Sie sind wasserlöslich und verschwinden durch Regen selbst. Die trockenen Salze kann man mit einer trockenen Wurzelbürste abbürsten und dann mit klarem Wasser von unten nach oben nachspülen. Die Beseitigung von Ausblühungen kann auch mittels eines Heißdampfdruckgerätes erfolgen. Ein evtl. verbleibender leichter Schleier kann mit einem geeigneten Steinreiniger entfernt werden. Verdünnte Salz- oder Essigsäure darf zur Beseitigung von Ausblühungen nicht verwendet werden, weil die Säuren nachträglich wieder Kalkbestandteile lösen.
AusgleichsmasseKunststoffmasse zum Ausgleichen unebener oder rauer Estrich, Betonflächen oder auch Holzfußböden.
AusgleichsschüttungBeim Verlegen von Trockenestrichplatten (Fermacell, oder spezielle Gipsplatten) oder Spanverlegeplatten, z.B. auf alten Holzdielen, wird eine Schüttung zum Ausgleichen der Unebenheiten aufgebracht, damit eine horizontale Fußbodenfläche entsteht. Oft erfolgt die in Kombination mit Rieselschutz und Trittschalldämmplatten.
Aushubnennt man die Bodenmasse, die beim Ausschachten einer Baugrube oder bei Rohrleitungsgräben gelöst u. beiseite gesetzt oder abgefahren wird.
Auskehlen durch entsprechende Bearbeitung des Materials eine nach innen gerichtete Rundung ausarbeiten (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Ausklinkenin notwendiger Größe Stück eines Möbelteils aus- bzw. absägen (z.B. Teil eines Zapfens)(Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
AuskragungVorspringen eines Bauteils.
Auskühlkennzeitgibt in Stunden an, wie lange es bei konstantem Wärmeentzug dauert, bis ein Bauteil in allen Schichten auf dasselbe Temperaturniveau ausgekühlt ist (bzw. bis es bei konstanter Wärmezufuhr ein konstantes Temperaturgefälle erreicht hat). mehr
Auslaugungentreten fast ausschließlich bei nicht- oder schwachsaugenden Klinkern auf und sind auf grobe Verarbeitungsfehler zurückzuführen. Wenn viel Wasser durch extreme Hohlfugigkeit in das Mauerwerk eindringen kann, ist das Fliesswasser in der Lage, Calziumhydroxid frei zuspülen. Die dabei entstandene Kalkmilch sickert an undichten Stellen des Mörtelbettes an die Oberfläche des Mauerwerks, nimmt dabei Kohlendioxid aus der Luft auf und wandelt sich in Kalziumkarbonat um. Zur Vermeidung von Ausblühungen und Auslaugungen ist es deshalb besonders wichtig, dass vollfugig gemauert wird, denn nur fließendes Wasser kann die Ausblühstoffe aus dem Mörtel in den Stein transportieren. Beseitigung: Auslaugungen haben eine weiß-gräuliche Färbung. Sie sind wasserunlöslich und können nur mit scharfen Reinigungsmitteln beseitig werden. Zur Beseitigung von Auslaugungen muss vorerst die Ursache beseitigt werden: Die Fugen oberhalb der Auslaugungserscheinungen werden freigelegt und anschließend mit einem verdichtungsfähigen Fugenmörtel zweilagig unter starkem Druck mit einem Fugenkelle wieder geschlossen. Die weiß-gräulichen Verfärbungen werden vorher mit einem Spachtel abgestoßen und anschließend mit einem Spezialreiniger auf Phosphorsäurebasis beseitigt. Verarbeitungshinweise der Hersteller beachten!
AuslöseschwelleSie ist im Sinne der GefahrstoffVO die Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz oder im Sinne der BAT-Werte im Körper, bei deren Überschreitung zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit erforderlich sind (TRGS 100).
AusschreibungDiese wird auch Leistungsverzeichnis genannt. Alle Mengen, Materialien u. Leistungen werden getrennt nach Gewerken (Maurer, Zimmer- u. Holzarbeiten, Beton- u. Stahlbetonarbeiten usw.) vom Architekten oder den Bauleitenden Planungsbüro festgelegt. Die Ausschreibung dient den Handwerkern u. Bauunternehmern als Grundlage für das Angebot, denn nur anhand einer exakten Ausschreibung können sie auch genaue Preise angeben. In der Praxis versucht man diese Position zu vernachlässigen. Die Folge sind Nachträge und nicht vergleichbare Angebote.
Aussparungensind Öffnungen in Wänden und Decken, die für die Durchführung von Leitungen, als Auflager oder auch für Montagezecke benötigt und erst später verschlossen werden.
Aussteifende Wändescheibenartige Bauteile zur Knickaussteifung tragender Wände.
Auswahl der Deckenkonstruktionerfolgt unter Berücksichtigung der Anforderungen, z.B. Lastableitmöglichkeit über die tragende Konstruktion,, sowie der Installationsausführungen, z. B. Fußbodenheizung, der erforderlichen Bauzeit, der Transport- und Herstellungsmöglichkeit, der Kosten und evtl. Vorgaben aus vorhandenen Konstruktionen, z. B. bei Altbausanierungen und Umbauten.
Auswaschbeanspruchunggenormtes Verfahren (DIN EN 84) zur Prüfung des Wirkstoffverlustes aus behandeltem Holz durch Auswaschung in das Umgebungswasser und durch Hydrolyse.
Auswaschungensind auf das Ausspülen von Bindemitteln aus dem frischen Mauerwerk zurückzuführen. Die Reinigung erfolgt wie bei Auslaugungen.
Auswechslungoder auch als Wechsel bezeichnet. Werden tragende Bauteile z.B. Holzbalkendecken durch größere Öffnungen (Z.B. Kamin, Versorungsleitungsschacht, Treppen) unterbrochen, müssen die anfallenden Kräfte auf benachbarte Teile verlagert werden.
Außenanstrichedürfen nur mit Anstrichstoffen ausgeführt werden, die im Hinblick auf Beanspruchungen des Anstrichfilms durch Licht- und Wettereinwirkung erprobt sind. Bindemittel u. Pigmente müssen wetterbeständig sein.
AußendämmungAußendämmung wird an die Außenseite der Außenwand angebracht, wenn eine Baukonstruktion gewählt wurde, z.B. Stahlbeton, älteren Plattenbau u.a., wo eine große Wärmeleitfähigkeit vorliegt. Die Außendämmung wird zwischen Mauerwerk und Putz mittels geeigneter Dämmstoffe (z.B. Zellulose, Kork, Holzfaserplatten, Mineralfaser, Styropor u.a.) als Isoliermantel angebracht. Dieser reduziert größere Temperaturschwankungen zwischen Außen- und Innenfläche der Wand, das Mauerwerk kühlt nach außen hin langsamer aus, und der Abfluss von Raumwärme wird gebremst. Eine gute Dämmung kann bis zu 20 % der Heizkosten sparen. Bautechnisch ist eine Außendämmung immer besser als eine Innendämmung. Bei der Innendämmung wird der Taupunkt an die Innenseite der Außenwand verlagert und kann zur Schädigung führen.
AußenputzAussenputz hat die Funktion des Wetterschutzes eines Hauses und der Wandbaustoffe. Außenputze bestehen aus Sand und Bindemitteln mit einem bestimmten Mischungsverhältnis und Zusammensetzung. Zunehmend setzen sich Mischungen mit Kunststoffanteilen durch, die die Haftung, Durchhärtung und Elastizität beeinflussen. Zumengungen von Polystyrolkügelchen verbessern die Wärmedämmung des Außenputzes.
Außentreppendie außen am Haus in ein höheres Stockwerk führen. Dienen in einigen Fällen als Fluchtweg bei Brandgefahr.
Außenwände aus Beton / Stahlbetonin monolithischer Ausführung in verschiedenen Betongüten, mit Stahlarmierung nach statischen Erfordernissen, mehrschichtig mit Wärmedämmung, mit Sichtbeton-Oberfläche - je nach Schalung glatt, rau oder strukturiert - oder Waschbeton-Oberfläche oder geschützt durch Außenputz/Außenwandbekleidung.
BAT-WerteMit Hilfe der Biologischen Arbeitsplatztoleranzwerte lassen sich die gesundheitlichen Auswirkungen der von menschlichen Organismen aufgenommenen Arbeitsstoffmengen beurteilen, z. B. von Blei, Trichlorethen und Toluol.
Der BAT-Wert ist die Konzentration eines Stoffes oder seines Umwandlungsproduktes im Körper oder die dadurch ausgelöste Abweichung eines biologischen Indikators von seiner Norm, bei der im allgemeinen die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht beeinträchtigt wird. Die Werte können als Konzentrationen, Bildungs- und Ausscheidungsarten (Menge/Zeiteinheit) definiert sein. Sie haben bei speziellen ärztlichen Vorsorge- und Überwachungsuntersuchungen Bedeutung.
BGBBürgerliches Gesetzbuch, es regelt die Vertragsverhältnisse, wie z.B. beim Werkvertrag.
BGHBundesgerichtshof: entscheidet in letzter Instanz Zivil- und Strafprozesse.
Bahnenabdichfungen (Abdichtungsstoffedurch Bitumenbahnen, hochpolymere und andere Bahnen gegen Grund-, Stau- oder Sickerwasser bei hochwertiger Kellerraumnutzung und risse gefährdetem Untergrund.
Balkensind tragende Bauteile, die z.B. die Belastungen der Decke aufnehmen. Im Stahlbetonbau werden Balken Unterzüge genannt, im Stahlbau Träger.
BalkenkopfBalkenende, meist bei Deckenbalken.
BalkenpfettenankerAbgewinkelte Metallstreifen, mit den die Sparren an den Mittel- oder Fußpfetten verbunden werden.
Balkenschuhesind Metallprofile mit unterschiedlichsten Abmessungen in die ein Balken eingelegt und mit dem Querbalken exakt verbunden werden.
BalsameBezeichnung für dickflüssige Pflanzenausscheidungen. Sie enthalten im Wesentlichen ein Bindemittel (das betreffende pflanzliche Harz, z.B. Kolophonium), Wasser und als Lösemittel verschiedene ätherische öle, meistens Terpene.
Bankeisen besteht aus einer kantigen Spitze und zu etwa einem Drittel seiner Länge aus einem flachgeschmiedeten und mit Schraubenlöchern versehenen Teil, der aus der Wand herausragt und zum Festschrauben von Möbelteilen und ähnlichem dient
BankettEin breiter Beton- oder Mauerstreifen unter den eigentlichen Fundamentmauern.
BarDruckeinheit 1 bar= 105N/m2 ~ 1 kp/cm2.
Bauabnahmeso bezeichnet man die behördliche Bescheinigung, dass ein Haus baurechtlich u. bautechnisch ohne Mängel u. somit bezugsfertig ist.
Bauakustik umfasst alle Probleme der Schallausbreitung und des Schallüberganges zwischen verschiedenen Wohnbereichen und Arbeitsplätzen, verschiedenen Räumen oder einem Raum und dem Freien. Sie umfasst hauptsächlich die Lärmbekämpfung im Hochbau, grenzt sich aber gegen den maschinentechnischen (haustechnischen) Schallschutz sowie gegen die Schwingungsschutztechnik ab. Letztere überschneidet sich mit dem Maschinenbau und der Statik.
Bauantragist zwei- oder dreifach bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde mit entsprechenden Anlagen einzureichen.(Reglung in der Landesbauordnung.) Der Umfang ist vorher zu klären: Antrag auf Genehmigung, Baubeschreibung, Lageplan, Bauzeichnung, statische Berechnungen, Zeichnung der Re- und Entwässerungsanlage, Zeichnung der Einfriedung des Vorgartens, Anordnung des Kfz-Einstellplatzes usw. Die Bauvorlagen sind vom Bauherrn und dem Architekten zu unterschreiben.
BauaufnahmeSind für ein bestehendes Gebäude keine oder nur unzureichende Planunterlagen vorhanden, wird es vermessen u. aufgezeichnet. Bauaufnahme ist z.B. erforderlich beim Umbau eines älteren Bauwerks, für das es keine Pläne mehr gibt oder wenn bei einem Neubau wesentlich von den ursprünglichen Plänen abgewichen wurde.
Bauaufsicht (örtliche)Verantwortliche zur Kontrolle aller baurechtlichen, bautechnischen u. berufsgenossenschaftlichen Forderungen. Bauaufsicht seitens des Architekten durch den von ihm bestimmten Bauleiter. Bauunternehmer überträgt die Aufsicht auf Bauführer, bei einfachen Bauten auf den Polier. Beide werden von der Bauaufsicht u. der Berufsgenossenschaft kontrolliert.
Bauaufsichtsbehörden(Bauordnungsamt); Untere Bauaufsichtsbehörde = Kreis- oder Stadtverwaltung. Mittlere Bauaufsichtsbehörde = Regierungspräsident, Bezirksregierung, Oberste Bauaufsichtsbehörde = Landesministerium ..(in allen Bundesländern unterschiedlich geregelt).
Baubeginnist erst nach Erteilung der Baugenehmigung gestattet, eine Teilbaugenehmigung ermöglicht ggf. einen vorzeitigen Beginn für einen Teil der Arbeit, z. B. für den Bauaushub. Der Bauschein verliert nach einer bestimmten Zeit seine Gültigkeit, wenn mit dem Bau nicht begonnen bzw. eine Verlängerung nicht beantragt wurde. Eine Abweichung von den genehmigten Plänen bedarf der Zustimmung. Der Baubeginn und die ausführende Firma sind dem Bauaufsichtsamt zu melden.
Baubiologie(Nach Brockhaus) untersucht die tierischen und pflanzlichen Schädlinge von Baustoffen (z.B. Holzwurm, Hausschwamm), entwickelt Schutzmassnahmen und Mittel zur Bekämpfung; untersucht auch den (schädigenden) pflanzlichen Bewuchs an Betonoberflächen. Andere Auslegungen beinhalten die ganzheitliche Beziehung zwischen Lebewesen und Bauwerken. Sind diese gestört, so wirkt sich das nachteilig auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen aus. In der Praxis wird dieser Begriff für die Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen Lebewesen und Bauwerken verwendet. Sind diese gestört, so wirkt sich das nachteilig auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen aus. Der Fortschritt hat das Ziel eines glücklichen, gesunden und zufriedenen Zusammenlebens - der inneren und äußeren Harmonie...
BaufeuchteFeuchtigkeit, die bei Errichtung des Gebäudes durch anfallendes Wasser, wie z.B. Anmachwasser (Putz, Estrich,...) Regenwasser, Bodenfeuchtigkeit, Grundwasser, Hangwasser, in die Bauteile gelangt.
BaugenehmigungAntrag auf Baugenehmigung wird eingereicht, wenn die Genehmigungspläne gezeichnet, die Statik berechnet, der Wärmeschutznachweise oder der Ausnahmegenehmigung und alle entsprechenden Formblätter ausgefüllt sind. In der Regel bereitet der vorlageberechtigte Architekt, Ingenieur bzw. Bauträger den Antrag vor, der Bauherr unterschreibt. Die Baugenehmigung ist für viele bauliche Maßnahmen an einem Gebäude erforderlich. Sie muss eingeholt werden, bevor mit dem Bau oder Umbau begonnen wird. In vielen Bundesländern hat man die Vereinfachungen des Baugenehmigungsrechtes eingeführt. z.B. können bisher genehmigungspflichtige - Modernisierungsmaßnahmen an und in Wohngebäuden ohne vorheriges behördliches Verfahren erfolgen. Es wird unterschieden in genehmigungsbedürftige Vorhaben, vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren und genehmigungsfreie Vorhaben. Um zu erfahren, ob Genehmigungs- oder Anzeigepflichten bestehen, wendet man sich am besten an die örtlich zuständige Bauaufsichtsbehörde.
Baugrenze(Bauflucht); ist im Bebauungsplan festgelegt und darf nicht überbaut werden. Baugrenze ist nicht identisch mit Grundstücksgrenze. Die entsprechende Regelung ist in der Landesbauordnung festgelegt.
BaugrubeAbmessung richtet sich nach der Grundfläche des Kellers, zuzüglich eines Arbeitsraumes von allseits mind. 50 cm an der Sohle. Ihre Tiefe ergibt sich aus der Geschosshöhe des Kellers. Die Baugrubenwände müssen je nach Bodenart zwischen 45 º und 60 abgeböscht werden.
Bauherren - Haftpflichtversicherungschützt vor den finanziellen Folgen von Haftpflichtansprüchen, die gegen den Bauherrn im Zusammenhang mit seinem Bauvorhaben gestellt werden. Der Bauherr ist für Schäden, die Außenstehende durch seinen Bau erleiden, allein verantwortlich, obwohl in der Regel Architekten mit der Planung und Bauleitung und der Bauunternehmer mit der Durchführung des Baus beauftragt sind.
BaukostenschätzungDie Baukostenschätzung sollte durch den Architekten/Planer auf der Grundlage der DIN 276 erfolgen und alle Kostengruppen (1 bis 8) beinhalten und spezifizieren. Eine solide und sorgfältige Planung spart in jedem Falle mehr Geld, als das Architektenhonorar ausmacht.
Baulastbeim Kauf eines Grundstückes unbedingt nach Baulasten erkundigen. Nicht alle Baulasten sind im Grundbuch eingetragen u. dann u.U. im Baulastenverzeichnis der Bauaufsichtsämter (Z.B. Bodenverschmutzung, Altrechte u.a.) Die Bauaufsichtsbehörden erteilen die entsprechenden Auskünfte. Baulasten sind z.B. überwegerechte, Ansprüche der Stromversorgung o. der Post, die berechtigt sind, hier Masten oder Verteilerkästen aufzustellen, der Abstand zur Grundstücksgrenze usw.
BaulastenverzeichnisVerzeichnis über die Baulasten. Das Baulastenverzeichnis wird von der unteren Bauaufsichtsbehörde geführt, nicht beim Amtsgericht (Grundbuchamt).
Bauleistungsversicherungschützt den Bauherrn vor finanziellen Verlusten durch unvorhergesehen eintretende Beschädigungen oder Zerstörungen der versicherten Bauleistung während der Bauzeit. Bereits von Baubeginn an hat der Bauherr für Schäden, z. B. durch folgende Ursachen, selbst aufzukommen: höhere Gewalt und unabwendbare Umstände, außergewöhnliche Witterungseinflüsse, deren Folgen mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln vom Bauunternehmer nicht zu verhindern sind, unvorhergesehene Eigenschaften des Baugrundes und Handlungen unbekannter Personen, die zur Beschädigung oder Zerstörung der Bauleistung führen können. Nach der Abnahme trägt der Bauherr uneingeschränkt das Risiko bis zur Fertigstellung des gesamten Bauvorhabens. Hierzu gehört insbesondere das Diebstahlrisiko fest mit dem Gebäude verbundenen Bestandteilen.
BauleitungBauleiter ist verantwortlich für fachgerechte Durchführung aller Arbeiten, dass die Baupläne so verwirklicht werden, wie sie genehmigt sind. Bauleitung kann nur ein Fachmann übernehmen, der nachweislich Kenntnisse über Material u. Verarbeitung am Bau hat. In der Regel ist das ein Architekt, Bauingenieur, aber auch ein Maurerpolier. Bei größeren Objekten gibt es häufig mehrere Bauleiter.
Baulicher WärmeschutzMaßnahmen, die Wärmeaustausch zwischen Räumen u. Außenluft bzw. zwischen Räumen verschiedener Temperatur verringern.
BaumasseDie Gesamtheit aller Bauteile, das Bauwerk als Ganzes.
BaumwolleFür die Isolierungen wird die Baumwolle nicht chemisch entlaubt. Um Schimmelpilzbildung zu vermeiden, werden Borsalzimprägnierungen angewandt. Es wird als Wärmedämmmaterial für den Dachausbau, Ständerwände, zweischaliges Mauerwerk angewandt. Zum Einfüllen wird auch Blasbaumwolle verwendet. Die Hälfte der weltweiten Verwendung pestizider Mittel wird für die Erzeugung der Baumwolle verwendet. Zusammensetzung: 90 % Zellulose, Baumwollwachs und Pektin; Wärmeleitfähigkeit 0,04 W/mK, Diffusionswiderstand 1-2
BaunebenkostenKosten die bei Planung und Durchführung auf der Grundlage von Gebührenordnungen oder nach Vereinbarungen entstehen.
Baunebenkostensind z.B. Honorare für Architekt, Statiker, Sachverständige und Ingenieure, Gebühren die bei Behörden anfallen, Telefongebühren, Fotokopien und Anfahrtskosten, Kosten für das Richtfest, Bauversicherungen u. Finanzierungskosten wie Disagio, Zinsen usw. Für Baunebenkosten werden als Faustregel 15-20 % der Baukosten angesetzt.
Baunormenkommen im Einvernehmen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zustande. Sie berücksichtigen insbesondere die Erfordernisse der Allgemeinheit, die wirtschaftlichen Gegebenheiten und zum Zeitpunkt ihrer Herausgabe den Stand der Wissenschaft und Technik. Die Öffentlichkeit und jeder einzelne hat im Normenverfahren ein grosses Mitwirkungsrecht, das bis zur Beantragung eines Schiedsverfahrens geht. Dieser Verfahrensweg- lässt die tatsächliche Vermutung zu, dass in der ganz überwiegenden Zahl aller Fälle der technische Inhalt der DIN-Normen als allgemein anerkannte Regel der Bautechnik anzusehen ist.
Bauordnungregelt das Bauen in der Gemeinschaft, sie stellt Richtlinien auf, wie, wo gebaut werden darf, sie enthält Festlegungen über: Bau-, Fluchtlinien, zulässige Geschosszahl, bebaubare Fläche, Abstand vom Nachbarn, bautechnische, hygienische und verkehrliche Sicherungen, Feuerschutz, Standsicherheit, Schall- und Wärmeschutz, Anlage von Treppen, Feuerstätten, Schornsteinen, Installation, Entwässerung der Grundstücke und Beseitigung der Abfälle, Anlage von Toiletten und Bädern, Einfriedung von Grundstücken und Vorgärten. Die Bauordnung ist in den einzelnen Ländern unterschiedlich formuliert und den dortigen Gegebenheiten angepasst.
BauphysikBauphysik umschreibt im Bauwesen die vier Bereiche Wärme-, Feuchtigkeits-, Schall- und Brandschutz. Die Bauphysik gibt dem Architekten eine Leitlinie bei der Auswahl geeigneter Baustoffe an die Hand.
BaupläneMan unterscheidet zwischen Entwurfsplänen, Ausführungsplänen u. Detailzeichnungen. Entwurfspläne werden im Maßstab 1:200 u. 1:100 gezeichnet (1 m = 5 mm bzw. 1 cm).Ausführungspläne sind a) Werkpläne des Architekten, b) Schalpläne, in denen nur Bauteile aus Beton dargestellt werden, c) Bewehrungspläne, in denen die erforderliche Bewehrung aus Stabstahl bzw. Stahlgewebe eingetragen ist, d) Aussparungspläne, in denen die Fachingenieure die Aussparungen, Schlitze u. Durchbrüche einzeichnen. Als Grundlage dient der Werkplan des Architekten. Ausführungspläne im Maßstab 1:50 (1 m = 2 cm). Detailzeichnungen im Maßstab 1:10 (1 m = l0 cm) oder l:1.
BausachverständigerFür jedes Gewerkt gibt es Sachverständige. Ihre Hilfe wird in Anspruch genommen, wenn sich Bauherr, Architekt u./o. Handwerker nicht einig sind, ob die Arbeiten fachgerecht ausgeführt wurden (Mängel). Ebenso wichtig ist die Bauaufnahme eines Gebäudes, bevor Sanierungs- oder Umbauarbeiten erfolgen. Einschalten eines Sachverständigen ist billiger als Rechtsstreit. Sachverständige findet man im Branchenbuch, Telefonverzeichnis, Ingenieur- oder Sachverständigenverbände oder über die Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer.
Baustahlmattenwerden zur Bewehrung von Betondecken, Bodenplatten und Wände aus Stahlbeton verwendet. Sie bestehen aus profiliertem bzw. geripptem Stahl und sind an den Kreuzungspunkten durch Punktschweißung verbunden. Damit entfällt ein zeitaufwendiges verflechten des Bewehrungseisen.
BaustellensicherungSache der ausführenden Firma und nicht des Bauherrn, ebenso die Sicherung der auf der Baustelle stehenden Geräte und Maschinen. Das Schild: "Betreten verboten, Eltern haften für ihre Kinder genügt versicherungs-technisch nicht. Am besten Baustelle durch Bauzaun von mind. 1,80 m Höhe absichern. Zur Strasse hin muss Baustelle durch Abgrenzungen eventuell Blinkanlagen gesichert sein.
BaustoffbörseHier werden für wieder verwendbare Baustoffe wie Fenster und Türen, alte Baubeschläge, Ziegelsteine, Deckenbalken uvm. angeboten.
Baustoffkostenlassen sich den Einzelkosten der Teilleistungen zuordnen. Für die Baustoffe werden Angebote frei Baustelle eingeholt. Eventuelle Frachtkosten für die Anlieferung zur Baustelle sowie die Kosten für Stapeln, Verlust, Verschnitt und Bruch sind zu berücksichtigen.
BaustromWo gebaut wird, braucht man Strom. Die Strom-Leitung wird zur Baustelle in einem Baustrom-Verteilerschrank geführt, aus dem man Strom für den Bau entnimmt u. Zähler den Stromverbrauch registriert.
BautafelNach Vorschrift von Baubeginn an auf dem Baugrundstück. Bautafel mit den Angaben: Art des Projekts (Einfamilien-, Mehrfamilien-, Doppelhaus usw.), Name u. Anschrift des Bauherrn, des verantwortlichen Bauleiters, des Architekten oder der planenden Firma u. eventuell des Statikers. Größe der Tafel ist nicht vorgeschrieben, sie muss aber gut von Strasse aus sichtbar sein.
BautagebuchWird vom Architekten bzw. Bauleiter geführt. In ihm wird notiert: Das Wetter, nur so kann man später nachprüfen, ob die Arbeiter wirklich wegen schlechten Wetters nicht arbeiten konnten; welche arbeiten bereits erledigt sind, welche Handwerker auf der Baustelle gearbeitet haben. Das Bautagebuch enthält Fotos von der Baustelle, auch in Details u. von jedem Bauabschnitt. Sehr hilfreich, wenn es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommen sollte.
BautrocknungEin Neubau braucht Zeit, um richtig auszutrocknen. Das Wasser kommt aus dem Mörtel, den Mauerwerk, den Anstrichen und vom Niederschlag, wo der Rohbau noch kein Dach hatte. Bei Zeitdruck kann man Firmen mit der Bautrocknung beauftragen. Sie lässt sich mit leistungsstarken Heizanlagen beschleunigen. Das Grundprinzip beruht auf Erwärmung und Fortführung der mit Wasserdampf angereicherten Luft.
BauträgerIst in der Regel eine juristische Person (z.B. Wohnbaugesellschaften, Bauunternehmer), die unter eigenem Namen bauen u. die fertig gestellten Objekte verkaufen. Machen fast alles in Eigenregie, Planung in firmeneigenen Büros mit angestellten Architekten, Bauingenieuren u. der Baubetreuung bis zum Verkauf.
BauvoranfrageDiese kann schriftlich bei der Baubehörde gestellt werden. Dadurch können einzelne Fragen, die in der Baugenehmigung zu entscheiden sind, vorab geklärt werden. Anschließend wird ein Bauvorbescheid erteilt, der Bindungswirkung für die spätere Baugenehmigung hat.
BauvoranfrageVoranfrage zu einem Bauvorhaben bei einer Gemeinde, möglichst mit Übersichtsplänen. Strittige Fragen und gemeindliche Auflagen können dabei geklärt werden.
BauzeitenplanAm Bau arbeiten in der Regel mehrere Gewerke gleichzeitig, wichtig zu wissen, welche Handwerker wann auf der Baustelle sind und ob die verschiedenen Arbeiten gut koordiniert sind. Es lassen sich Kapazitäten und Engpässe erkennen. Im Plan sind technologisch bedingte Stillstandszeiten, wie z.B. Abbindeprozesse, berücksichtigt. Für Bauherrn, der Eigenleistungen erbringt, ist er besonders wichtig. Bauzeitenplan (am besten in Form eines Balkendiagramms). Auf diesem Plan sind die Termine der verschiedenen Handwerker zu sehen.
Bebauungsplanim Auftrag der Gemeinde von einem Architekten (Stadtplaner) für ein genau umrissenes Gebiet gezeichnet. Legt die Nutzung der in diesem Gebiet gelegenen Grundstücke fest. Im Bebauungsplan sind Strassen und Wege, die Zahl der Geschosse, die Dachneigungen und viele andere Einzelheiten festgelegt.
Begasungsmittelin § 15d Abs. 1 GefStoffV genannte sehr giftige und giftige Stoffe und Zubereitungen, an deren Verwendung sehr strenge Anforderungen gestellt werden; im Holzschutz nur in Sonderfällen zur Bekämpfung von tierischen Schädlingen eingesetzt.
Begriffserläuterung für die Stoffwerttabelle Es werden die Begriffe, Rohdichte, Primärenergiegehalt, Wärmeleitfähigkeit, Wärmekapazität, Wärmespeicherungszahl, Wärmeeindringkoeffizient, Dampfdiffusionswiderstandszahl u.a. erläutert. weiter
BeizeFarbmittel (in der Regel in Wasser löslich), das zur Tönung von Holz verwendet wird und dabei in die Poren des Materials eindringt
Belebtgestein(organische Sedimente) bilden sich aus Resten von tierischen und pflanzlichen Lebewesen, z.B. Hauptmenge der Kalkgesteine: Jurakalk, Karstmarmor, Muschelkalk
Belüftetes zweischaliges Dach (Kaltdach)als leichtes oder schweres Dach für Dachneigungen ab 5º.
Leichtes Dach: die tragende Konstruktion befindet sich zwischen unterer Schale (Wärmedämmung, Dampfsperre und deckenbekleidende Elemente) und oberer Schale (Trägerschicht für Dachhaut, Dachabdichtung). Die Be- und Entlüftung erfolgt innerhalb der tragenden Konstruktion.
Schweres Dach: die untere Schale ist zugleich die tragende Konstruktion, meist eine Massivdecke. Darauf liegt die Wärmedämmschicht, darüber die Stützkonstruktion für die obere Schale. Die Unterstützungen schaffen den notwendigen Belüftungsraum.
Beim leichten und schweren Dach muss die freie Lüftungsraumhöhe mind. 15 cm betragen, die u. a. von der Lage des Gebäudes (Windschatten, Nachbarbebauung usw.) abhängt. Leichte Kaltdächer verhalten sich im Sommer ungünstiger als schwere Dächer, da ihnen das bei schweren Betondecken vorhandene Wärmespeichervermögen fehlt. Beim schweren zweischaligen Kaltdach sorgt die obere Schale für eine wirksamere Abwehr der sommerlichen Wärme.
Berechnung Verkehrswert Erfolgt nach der Wertermittlungsverordnung 1988. Die Wertermittlungsverfahren bebauter Grundstücke erfolgt nach dem Sachwertverfahren, Ertragswertverfahren und Vergleichswertverfahren.
Vergleichswertverfahren: Preisvergleichsrechnung, Was kostet ein vergleichbares Grundstück?
Ertragswertverfahren: Renditeberechnung, Welcher Barwert ergibt sich auf Grund von Mieteinahmen, Restnutzungsdauer und Zinssatz? Es erfolgt noch eine Korrektur durch den Markt. (Grundstücksertragswert)
Sachwertverfahren: Substanzwertberechnung, Was kostet das Grundstück und die Gebäudesubstanz? Es erfolgt noch eine Korrektur durch den Markt. (Grundstückssachwert).
Berglehm, GehängelehmLehm nahe der Gesteine, aus deren Verwitterung er entstanden ist, enthält kantige (nicht gerundete), häufig auch gröbere Gesteinskörner.
Bernsteinlackist für hochwertige Klarlackierung aller Holzarten im Innenbereich und auch als Fußbodenversiegelungen einsetzbar.
BeschattungswinkelNach DIN 4108 Teil 2 Tab. 5; Winkel zwischen Fassade und Auskragung ab Fensterunterkante.
Beschichtungen (Abdichtungsstoffe)aus bituminösen, Bitumenkautschuk-, Kunststoff- und anderen Abdichtmassen als Dünnbeschichtung gegen Bodenfeuchtigkeit bis zur Dickbeschichtung auch gegen Druckwasserbeanspruchung und damit für hochwertig genutzte Kellerräume bei entsprechender Auswahl geeignet. Gewebeeinlagen erhöhen die Sicherheit, Rissüberbrückung erfolgt mit eingebettetem Spezialgewebe. Die Noppenbahn dient zum Schutz der Abdichtung.
BeschlagBeschläge für Fenster u. Türen zur beweglichen Verbindung der Flügel mit den Blendrahmen sowie zum Schließen und Verriegeln der Fenster und Türen.
BestossenHolzteile mit entsprechendem Hobel rechtwinklig und maßgerecht bearbeiten(Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
BetonBeton ist ein künstlicher Stein, der aus eine Mischung aus Zement, Wasser und Zuschlagsstoffen durch Erhärtung des Zement-Wasser-Gemisches (Zementleim) entsteht. Es gibt verschiedene Betonarten, die nach Rohdichte, Festigkeit, Erhärtungszeit, Herstellung, Bewehrung und Einbringung unterschieden werden: Leichtbeton, Normalbeton, Magerbeton, Transportbeton, Ortbeton, Sperrbeton, Stahlbeton.
Betonnennt man das zum Bauen eingesetzte Gemisch aus Zement, Zuschlagstoffen und Wasser. Ist der Zuschlagstoff Sand, so nennt man die entstehende Masse Mörtel.
Leichtbeton (Dichte < 2000 kg/m3), hergestellt mit porösen Zuschlagstoffen (Bims / Ziegelsplitt usw.); Verwendung: wärmeisolierende Wände;
Normalbeton (2000 bis 2800 kg/m3); und
Schwerbeton (Dichte > 2800 kg/m3), hergestellt mit schweren Zuschlagstoffen wie Barytstein Verwendung: Strahlenschutzwände.
BetondachsteinDachpfanne, die aus Beton hergestellt ist.
Betondeckungein in der DIN 1045 festgelegtes Maß, das Dicke der Betonschicht bis zum ersten Stahlstab beschreibt. Betondicke richtet sich nach Umweltbedingungen (z.B. hohe Luftfeuchtigkeit, Bauteil im Wasser u.a.), der Betongüte und dem Stahldurchmesser.
Betonfenstersind vorgefertigte Produkte in monolithischer oder gelenkiger Ausführung, natur oder farbig, als Einzelfenster oder zu Fensterbändern zusammengefügt (z.B. für Treppenhaus und Garage).
Betonfertigteilegibt es als Beton- oder Stahlbetonfertigteile: Treppenstufen, Stürze für Fenster u. Türen, Gehwegplatten u. vieles andere. Betonfertigteile können sofort und ohne weitere Bearbeitung montiert werden.
BetonsanierungBetonschäden häufen sich, Gründe dafür sind u.a. ungenügende Betonüberdeckung des Betonstahls, aufsteigende Feuchtigkeit, aber auch aggressive Schadstoffe in der Luft, wie Schwefeldioxid.
Betonsanierungswerkstoffe müssen u. a. einen hochwertigen Korrosionsschutz für freiliegende Bewehrungsstähle sicherstellen, eine betonähnliche thermische Längenänderung und ein betonähnliches Wasserdampfdiffusionsverhalten besitzen, die eine Weiterentwicklung nicht erkennbarer Schadensherde verhindern, den Carbonatisierungsprozess deutlich verzögern und den sanierten Sichtbeton für lange Zeit gegen aggressive Einwirkungen schützen.
Betonzusatzmittel (Abdichtungsstoffe)zur Herstellung wasserundurchlässiger Bauteile (Sperrbeton). Sorgfältige Aufbereitung, Verarbeitung und Verdichtung bestimmen den Dichtungserfolg.
Bewegliche Innenwändenichttragende Wände, die horizontal oder vertikal bewegt werden können, wie z.B. Schiebe- oder Faltwände.
BewehrungStahleinlagen im Beton nennt man Bewehrung. Sie kann aus einzelnen Stahlstäben, aus Baustahlmatten oder aus beidem bestehen. Ebenso finden Stahl- und Glasfasern Anwendung. Die Bewehrung übernimmt die Zugkräfte.
Bezugsschalldruckpegel Po=20 µN/m2=2 x 10-4 dyn/m2 2 x 10-4 Mikrobar.
BgVVBundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, Berlin, u. a. zuständig für die gesundheitliche Bewertung von Holzschutzmitteln.
BiegewellenBesondere Form von Schallwellen in Wänden, Decken, Platten, Scheiben u. ä. Eine zusammen mit Verdichtungswellen (Luftschall) im Bauwesen sehr häufige Schwingungsform.
BienenwachsbalsamAls Oberfläche oder zur Pflege und Auffrischung gewachster oder lackierter Holzflächen wie Türen, Möbel. Die Flächen sind angenehm glatt, hautfreundlich, seidenglänzend. Alte Oberflächen wirken wie neu.
Bimsist ein mineralisches, kieselähnliches Gestein vulkanischen Ursprungs. Jedes einzelne Bimskorn enthält eine Vielzahl feinster Poren, in denen ruhende Luft fest eingeschlossen ist. Die Struktur ist nicht kristallin, sondern amorph, d.h. es handelt sich um ein hochporöses, glasähnliches Material. Der Rohstoff Bims wird nach der Gewinnung mit Zement gebunden und zu Steinen geformt. Früher bei den Hohlblöcken in erster Linie Zwei-Kammer-Steine, heute Drei-, Vier- und Fünfkammer-Steine.
Bimssteineaus porenreichem, vulkanischem Kies. Aufgrund großer Porosität mit geringem Gewicht und entsprechend hoher Wärmedämmung. Grosse Formate ermöglichen schnelles wirtschaftliches und einfaches Bauen auch in Selbsthilfe. Bimssteine zeichnen sich durch leichte Bearbeitbarkeit aus, z. B. Teilen, Schlitzen, Fräsen, Nageln, Dübeln und hohe Feuerwiderstandsfähigkeit.
Bindemittelsind Baukalke, Zemente und PM-Binder.
Biogasfällt bei der Vergärung von in der Landwirtschaft anfallenden Stoffen, z.B. Gülle, an: Es kann zur Beheizung oder Warmwasserbereitung genutzt werden.
Biozid-Richtlinie definiert die Zulassung in Art. 2 Abs. 1 Buchst. i) als Verwaltungsakt, mit dem die zuständige Behörde eines Mitgliedstaats [der EU] auf Antrag eines Antragstellers das Inverkehrbringen eines Biozid-Produkts in seinem Gebiet oder einem Teil desselben zulässt.
BiozideSubstanz, die Organismen abzutöten vermag; die Biozid-Richtlinie definiert in Art. 2 Abs. 1 Buchst. a) Biozid-Produkte als Wirkstoffe und Zubereitungen, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, in der Form, in welcher sie zum Verwender gelangen, und die dazu bestimmt sind, auf chemischem oder biologischem Wege Schadorganismen zu zerstören, abzuschrecken, unschädlich zu machen, Schädigungen durch sie zu verhindern oder sie in anderer Weise zu bekämpfen; dazu zählen u. a. Holzschutzmittel.
Bitumenwird in der Natur direkt oder durch die Aufbereitung von Erdöl gewonnen. Es ist schwarz, zählklebrig und schmelzbar und wird zur Abdichtung des Mauerwerks gegen Feuchtigkeit, z.B. bei der Kellerisolierung verwendet. Außerdem verarbeitet man Bitumen, besandet oder unbesandet, für Dachpappe und Wellpappen. Es enthält in der Regel nur wenig flüchtige Inhaltsstoffe. In der MAK-Werteliste ist es unter III B (begründeter Verdacht auf krebserzeugendes Potential) eingeordnet.
Blauer Umweltengelauf vielen Produkten, die am Bau verwendet werden, von Farben und Lacken bis hin zu Bau- und Dämmplatten, klebt der 'Blauer Umweltengel'. Die Plakette soll umweltfreundliche Produkt ausweisen. Ausgezeichnet werden damit Produkte, die deutlich weniger Schadstoffe wie Lösungsmittel enthalten. Hier gibt es aber auch eine Kehrseite. Hat zum Beispiel eine Farbe weniger Lösungsmittel so lässt sich diese schlechter verarbeiten, es wird mehr Farbe für den gleichen Anstrich benötigt.
BlechhaftenSpezialhaken zur Befestigung von Blechstreiten.
Bleiist ein weiches bläulich-graues Schwermetall, das aus Bleierzen, vor allem Bleiglanz gewonnen wird. Alle Bleiverbindungen sind giftig, Bleiblech lässt sich gut ver- und bearbeiten, wird am Bau z.B. für Abdeckungen von Brüstungen, Brandmauern, Fensterbänken, Einfassungen von Schornsteinen und Dachgauben verwendet. Bleimennige dient, mit ölhaltigen Bindemitteln, als Rostschutzanstrich für Eisenteile. Weiter Ausführungen.
Blei und seine VerbindungenBlei ist ein hochgiftiges Schwermetall. Bereits geringste Spuren führen bei ständiger Aufnahme (auch durch die Haut) zur Beeinträchtigung der Blutbildung und zu Schädigungen des Nervensystems. mehr
Blitzschutzist nicht vorgeschrieben, aber bei Häusern in exponierter Lage oder mit besonders einschlaggefährdeten Bauteilen (hohe Schornsteine, viel Metall an Balkongeländer usw.) zu empfehlen. Erdung kann durch Ringleitung um das Haus oder durch Tiefenerder erfolgen.
Blockhausaus Holz, im Einfamilienhausbau, wird von Spezialfirmen erstellt. Die Außenwände werden als Vollblockwand mit Holzdicken von 14 cm und mehr oder als mehrschichtige Konstruktionen ausgeführt, die Balken werden durch mehrfache Nut- und Federanordnung miteinander verbunden. Die Innenwände bestehen aus elementierten Wandtafeln oder aus Vollholz, wobei eine zusätzliche Wärmedämmung nicht erforderlich ist. Die Herstellung erfolgt weitgehend aus einheimischen Nadelhölzern: Fichte, Kiefer, Lärche, Douglasie. Für die Auswahlkriterien und Entscheidungen gelten sinngemäß die gleichen Voraussetzungen wie beim o. a. Fertighaus. Vorteile: Das Raumklima ist sehr gut, der u-Wert einer Blockhausaußenwand ist derselbe wie der einer doppelt so dicken Ziegelwand. Probleme gibt es hier bei der Fugenabdichtung. Durch das Schwinden und Quellen kann sich bei ungünstiger Konstruktion eine Verformung vor allem im Innenbereich ergeben.
Blockheizkraftwerke Sie bieten eine besonders günstige Energieausnutzung. Mit einem oder mehreren Motoren betrieben (vorzugsweise mit Gas), erzeugt das Miniheizkraftwerk in unmittelbarer Nähe der Abnehmer (Siedlung, Häuserblock oder Einzelhaus) elektrischen Strom. Die Abwärme wird zum Heizen und zur Erwärmung von Brauchwasser genutzt. Anwendungsgebiete sind z.B. abgelegene Siedlungsgebiete.
Blähtonwird aus Jura-Ton hergestellt. Die natürlichen organischen Bestandteile bilden nach dem Brennen Luftporen als Speicher und zur Wärmedämmung. Blähton ist auch das Substrat für Hydrokulturen. Es wird entweder als Schüttgut oder als Zuschlag zu Beton verwendet. Blähton (geblähte Kügelchen) entsteht durch Brennen von kalkarmen Ton bei 1200ºC. Beton wird dadurch leichter (Leichtbeton) u. bekommt bessere Dämmeigenschaften, weil die Blähtonzuschläge Luft enthalten. Lässt sich wegen seiner Feuchtigkeitsbeständigkeit hervorragend in nicht unterkellerten Fußböden, Kellerbereichen und Heizkanälen, für Trockenschüttungen und als wärmeisolierender, leichter Zuschlagstoff für Isolierbeton, Isoliermörtel, -estrich und Dämmputze einsetzen. Handelsname z.B. Leca, Liapor, Berwilit.
Blähtondieleund die Blähtonrippendecke als Fertigteile sind verhältnismäßig leicht, schnell zu verlegen, unempfindlich gegen Wasser und als Blähtondiele sofort belastbar. Bei trockener Bauweise haben sie eine gute Wärmedämmung.
Blähtonsteineist ein Vollblockstein mit Nut- und Federverbindung und Mörteltaschen. Hohe Wärmeisolierung, wärmespeichernd, hohe Druckfestigkeit, unempfindlich gegen Feuchtigkeit, Wärmeleitfähigkeit 0,16-0,23 W/mK, Diffusionswiderstand 5-10. Er wird aus hochwertigem, ausgewähltem Ton hergestellt, ist völlig anorganisch und absolut frei von brennbaren und fäulnisfähigen Substanzen. In Europa wird Blähton nach zwei unterschiedlichen Verfahren hergestellt. Bei einem Verfahren wird der Ton getrocknet, fein gemahlen und zu Rohtonkügelchen granuliert. Diese werden anschließend ohne Zugabe von Treibmitteln bei ca. 1.200ºC gebrannt und gebläht. Bei dem zweiten Verfahren werden plastische kleine Kügelchen ebenfalls bei 1.20000 gebrannt und gebläht. Das blähfähige Material durchläuft den Ofen unter Einhaltung einer bestimmten Temperaturkurve, die für den Brennvorgang keramischer Produkte charakteristisch ist. Das fertige Korn aus beiden Verfahren hat die betontechnologisch günstige Rundform mit geschlossener, rotbrauner Oberfläche. Das innen grauschwarze Korn weist viele, in sich geschlossene Luftzellen auf, durch die der Blähton einen guten Widerstand gegen Kälte- und Wärmedurchgang bietet. Blähton ist Ausgangsprodukt für die Fertigung von Blähtonsteinen (Leichtbetonsteine), geeignet für wärmedämmende Schüttungen. Blähtongranulat dient als Zuschlagstoff für speziellen Mörtel zur Vermauerung von Leichtbetonsteinen. Es verarbeitet sich auch recht gut bei der Sanierung von Stampflehmwänden, wenn Teile durch Feuchtigkeit heraus gebrochen sind.
Bläueschwarz-bläuliche Verfärbung des Holzes durch Bläuepilze verursacht, hat keine Festigkeitsminderung zur Folge.
BläueschutzmittelHolzschutzmittel mit spezieller Wirksamkeit gegen Bläuepilze. Zwei große Klassen: zum einen die Präparate zum temporären Schutz von Rund- und Schnittholz, zum anderen Grundieranstrichmittel zur Verhinderung von Bläuebefall in verarbeitetem Holz.
Bodenablaufin Kellerräumen oder Badezimmern kann durch einen Bodenablauf das Wasser direkt in das Abwassersystem einfließen, vor allem in rollstuhlgerechten Wohnungen erweist sich das als sehr praktisch.
Bodenausgleichsmasseum einen Boden, der Rillen und Riefen oder Unebenheiten hat, wird mit einer entsprechenden Ausgleichsmasse geglättet. Dies ist erforderlich, damit z.B. Teppichböden, schön eben liegen, ausgetretene Stufen wieder die richtig Form erhalten uvm. Erforderlich bei nicht sorgfältig gegossenen Estrichen, aber auch bei Dielenböden in alten Häusern.
BodenbelagDer Begriff umfasst alles, was auf den Boden gelegt oder geklebt wird. Kork, Linoleum, PVC, Teppich, Fliesen, Parkett, Naturstein usw.
Bodenfeuchtigkeitvor Baubeginn ist der Baugrund durch einen Bodensachverständigen zu untersuchen (Bodengutachten). Nach Fertigstellung des Hauses lässt sich gegen drückendes oder aufsteigendes Wasser nicht mehr viel machen.
Bodentreppeist für den Einbau zu den Speicherräumen unter dem Dach vorgesehen. Im Handel gibt es Falt- oder Scherentreppen. Sie bestehen aus Holz, Stahlrohr oder Aluminium, sie werden mit oder ohne Handlauf geliefert. Treppen können mit Federzugautomatik oder elektrisch hochgeschoben u. heruntergezogen werden.
BohlendächerTreten an die Stelle der geraden stabförmigen Sparren bogenförmige Bohlensparren, so entstehen Bohlendächer. Bohlensparren bestehen aus 2 bis 3 über einander gelegten Bohlen (oder Bretterstücken), die, nach einer Schablone geschnitten, durch Nägel oder Schrauben verbunden werden.
Boilerbezeichnet Wasserspeicher, in dem eine größere Menge Wasser erhitzt und über längere Zeit warm gehalten wird. Man unterscheidet Druckspeicher u. drucklose Speicher. Druckspeicher können mit mehreren Wasserzapfstellen verbunden sein, die immer unter Druck stehen. Bei drucklosen Speichern wird Wasser direkt aus dem Boiler entnommen, dabei drückt nach fließendes kaltes Wasser das warme Wasser aus der Armatur heraus.
Boraxölemulsionist ein Fertigprodukt auf Ölbasis, dient zur Imprägnierung und gleichzeitigen Grundierung für Holz, sowohl im Innen-, als auch im Außenbereich.
Borsäure (H3BO3)Borax wird mit einer Mineralsäure umgesetzt, dadurch wird die Borsäure gebildet und durch fraktionierte Kristallisation gereinigt. Borsäure wirkt konservierend und fungizid.
BrandmauerAußenwand oder Trennwand, die bei Bränden den Durchgang des Feuers zu benachbarten Gebäuden oder Räumen über eine längere Zeitspanne verhindern soll.
Brandschutzbei der Planung eines Gebäudes, aber auch bei Renovierung u. Ausbau muss Brandschutz berücksichtigt werden. Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten u. zu erhalten, dass der Entstehung u. Ausbreitung von Schadenfeuer vorgebeugt wird und bei einem Brand wirksame Löscharbeiten und die Rettung von Menschen u. Tieren möglich sind. Brandschutzauflagen richten sich nach Gebäudeklassen und regeln z.B. Gebäudeabstände, zulässige Fensteröffnungen und Fluchtwege. F 30 oder F 90 bedeutet, dass das Bauteil einen Feuerwiderstand von 30 bzw. 90 Minuten hat.
Brandschutz-BaustoffklasseAlle Baustoffe werden in DIN 4102 nach ihrer Brennbarkeit in Baustoffklassen eingeteilt, die mit A oder B und einer Ziffer bezeichnet sind. mehr
BrandschutzmittelBrandschutzbeschichtungen (Z.B. früher Kalkanstriche im Dachbereich, heute schaumschichtbildendes Feuerschutzmittel, bei der Einwirkung von Feuer wird auf der Oberfläche eine wärmedämmende Schaumschicht gebildet.) und Brandschutzsalze (Z.B. Verkieselung).
BrandschutzplattenDie Brandschutzplatten z.B. GKF bestehen aus Gips. Bei Erwärmung wird das chemisch gebundene Wasser abgegeben, so dass für eine bestimmte Zeit die Temperatur kaum über 100ºC ansteigt. Die Glasfasern im Material verhindern das vorzeitige durchbrechen.
BrauchwasserBrauchwasser ist das Wasser, das in jedem Haushalt oder Betrieb zum Waschen, Spülen, Kochen, für Bad und Toilette etc. verwendet wird. Einmal gebrauchtes Wasser aus Waschbecken, Badewanne bzw. der Wasch- oder Spülmaschine wird als Grauwasser bezeichnet. Es kann nach Reinigung/Filterung mittels einer geeigneten Anlage für andere Zwecke wieder verwendet werden, z.B. für die WC-Spülung.
Breiteschmalstes Flächenmaß eines Brettes (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Brennwertkessel Dieser bieten eine höhere Energie-Ausnutzung als herkömmliche Niedertemperatur-Kessel. In Brennwertkesseln wird die Abwärme (Rauchgas) über einen zweiten Wärmeaustauscher nochmals dem Brennraum zugeführt. Die Brennwertkessel-Technik erlaubt als Energieträger Gas oder Heizöl.
Brettelböden und Parkettböden werden aus hartem Holz hergestellt und zumeist auf 24 mm bis- 30 mm starkem, gehobeltem oder ungehobeltem Blindboden verlegt. Die Brettel, Brettchen, Riemen oder Stäbe sind aus mindestens 22 mm dicken, 45 bis 80 mm breiten und 250, - 450, - 650, 1000 mm langem meist Eichen- oder Buchenholz, umlaufend mit Nut und Feder versehen.
Bretterfußboden (Dielenfußboden) besteht aus 2,4 bis 3 cm starken, 14 bis 20 cm breiteren Brettern (aus den Weichhölzern Fichte und Tanne) mit einer Länge bis zu 8 m, mit oder ohne Nut und Federausbildung. Diese Böden sind in alten Häusern noch vielfach anzutreffen. Durch das Schwinden des Holzes entstehen zumeist größere Fugen.
Bruchsteinmauerwerkwird aus bruchrauen, also weitgehend unbehandelten oder behauenen Steinen erstellt. Steine sind dabei gleich groß u. gleich dick, auch sind die Kanten nicht schnurgerade. Früher wurden so die Fundamente erstellt. Im Mitteldeutschland bestehen noch viele Gebäude aus Bruchsteinmauerwerk.
BrüstungMauerteil oder Geländer zwischen dem Fußboden und. Der Oberkante der Fensterbank. Brüstungshöhe 90 cm (110 cm).
BundgespärreSparren, die auf den Dachbindern liegen, mit ihnen verbunden sind und zusammenwirken.
Bündignennt man passgenauen Anschluss an gleiches oder ein anderes Material. Dabei müssen zwei Ebenen ganz genau aufeinander treffen, waagerecht oder senkrecht/waagerecht.
Chemische Bestandteile in Holzschutzmittel und MauersalzeIm Auswahlsuchfeld können verschiedene Wirkstoffe in Holzschutzmittel sowie Mauersalze und deren Nachweisverfahren ausgewählt werden.(Holzschutznachweis, Salznachweis) weiter
Chemische KarzinogeneChemische Karzinogene sind Stoffe, die auf biochemische Regulationsmechanismen so einwirken, dass unmittelbar oder mittelbar Normalzellen in maligne Zellen umgewandelt werden bzw. bereits vorhandene (ruhende) Krebszeilen stimuliert werden und eine Geschwulst entsteht.
DINist die Abkürzung für Deutsches Institut für Normung e.V. Das DIN, Deutsches Institut für Normung e. V., ist die für die Normungsarbeit zuständige Institution der Bundesrepublik Deutschland. Es arbeitet auf der Grundlage seiner Satzung, der seine Arbeit bestimmenden Norm DIN 820 Normungsarbeit, Grundsätze und auf der Grundlage des mit der Bundesrepublik Deutschland geschlossenen Normenvertrages vom 5. Juni 1975. Das DIN bildet den runden Tisch, an dem sich Hersteller, Handel, Verbraucher‚ Handwerk, Dienstleistungsunternehmen, Wissenschaft, technische Überwachung, Staat - kurz: jedermann, der ein Interesse an der Normung hat - zusammensetzen, um den Stand der Technik zu ermitteln und unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse in deutschen Normen niederzuschreiben. Aufgrund ihres Zustandekommens nach den hierfür geltenden Grundsätzen und Regeln können Festlegungen in Normen damit als fachgerecht gelten. Sie sollen sich als anerkannte Regeln der Technik einführen. Eine besondere Stellung haben die allgemein anerkannten Regeln der Baukunst (Bautechnik) bekanntermaßen seit vielen Jahrzehnten im Bauaufsichtsrecht. Nach den Landesbauordnungen sind bauliche Anlagen so anzuordnen, herzustellen, zu unterhalten, zu ändern und abzubrechen, dass die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit, nicht gefährdet werden. Bauliche Anlagen müssen ohne Missstände benutzt werden können. Für den bautechnischen Bereich wird zusätzlich bestimmt, dass die allgemein anerkannten Regeln der Baukunst zu beachten sind, wobei als allgemein anerkannte Regeln der Baukunst auch die von der obersten Bauaufsichtsbehörde eingeführten technischen Baubestimmungen zählen.
DIN 4109Schallschutz im Hochbau, kurze Erläuterung
Dachbildet den oberen Abschluss eines Hauses und besteht aus Dachkonstruktion und der Dachhaus. Die Funktion ist das Gebäude vor Niederschlagswasser zu schützen. Man unterscheidet zwischen Steildach und Flachdach.
Dachabdichtungdurch bahnenförmige Dachwerkstoffe bei Dächern bis 5º Dachneigung. Abdichtung gegen Niederschlagswasser und gegen vorübergehend stehendes Wasser. Die Abdichtung sollte widerstandsfähig sein gegen wechselnde Temperaturen und mechanische Beanspruchung (Setz- und Dehnbewegungen verschiedener Materialien untereinander), sie sollte beständig sein gegen UV-Strahlen, Flugfeür und strahlende Wärme und sollte begehbar sein für evtl. Wartungs- und Reparaturarbeiten. Hierzu gehören
Dachabschlußbei Dachrändern oder bei aufgehenden Bauteilen an Außenwänden. Anschluss geneigter Dachflächen an Wänden mittels Formteilen als Ortgang-, First- oder Traufprofilen, die dem vorhandenen Dachdeckungsmaterial angepasst werden sollten. Anschluss gerader Flächen an andere Bauteile mit handwerksmäßig zugeschnittenen Blechen aus Zink, Blech etc.
Dachanhebungbei zu niedrigem Kniestock/Drempel durch ein spezielles Dachhebesystem: das komplette Dach wird auf die gewünschte Höhe angehoben, ggf. auch abgesenkt oder justiert.
Dachausbaubietet eine preiswerte Erweiterung der Wohnflächen, da hierfür kein zusätzlicher Grundstücksbedarf besteht. Allerdings gehen hier dann Nebenflächen verloren. Ein Dachgeschoss zu einem interessanten Wohnbereich nutzbar zu machen, ist eine reizvolle architektonische Aufgabe. Beim Ausbau sind einen Reihen von Anforderungen zu erfüllen, um weitere Schäden zu vermeiden. Weitere Angaben finden Sie unter www.ib-rauch.de/Beratung/dachge.html
Dachausstiegals Dachfenster, Dachgaube, Lichtkuppel (gleichzeitig als Rauch- und Wärmeabzugsanlage) oder als feste, wärmegedämmte, einbruchsichere Klappe an gut zugänglicher Stelle für Dachbegehung und für den Schornsteinfeger.
Dachbahnen als Aufschmelzbahnen, Aufschweißbahnen aus Bitumen, Elastomere, Glasfaser, Glasvlies, Kautschuk, Kunststoff (Weich-PVC); Dachpappen als Bitumenpappen, Teerpappen, Teersonderpappen.
DachbegrünungAbgesehen von der optischen Verschönerung des Dachs sind die Vorteile einer Dachbegrünung vielfältig. Sie wirkt als zusätzlicher Wärme- und Schallschutz. Dachneigung 2-3%. Man unterscheidet zwischen extensiver u. intensiver Bepflanzung.
DachdeckeGeschoßdecke, massiv oder in Leichtbauweise, die zugleich das Dach eines Gebäudes bildet (Flachdach).
Dachdeckunghierfür werden je nach Dachneigung unterschiedliche Materialien verwendet. Je flacher ein Dach geneigt ist, desto dichter muss die Dachdeckung sein, um das Regenwasser sicher ableiten zu können. Folgende Materialien werden verwendet: Ziegel, Betondachsteine, Schiefer, Schindel, Stroh bzw. Rohr, Dachpappe, Metall (Stahl-, Kupfer-, Zink- und Aluminiumblech), Wellplatten, Asphalt und Kunststoff. Bei Neueindeckung einige Quadratmeter Reservematerial für Instandsetzungen zurücklegen, z. B. für Sturmschadenbeseitigung.
Dachdämmungeine gute Dachdämmung senkt im Winter Heizkosten, im Sommer kommt es nicht zur Überhitzung. Optimal ist hier ein Aufbau aus Dämmung und Wärmespeicherung. Die Wärmedämmung zwischen den Sparren ist die gebräuchlichste Möglichkeit. Klemmfilz oder Klemmkeile aus Mineralwolle bzw. Steinwolle werden zwischen die Sparren fugendicht eingelegt. Je nach Sparrenhöhe sind Aufdopplungen erforderlich, damit eine genügende Dämmstoffhöhe erreicht wird. An der Innenseite wird Fugendicht eine Dampfbremse angebracht. Diese muss verhindern, dass gerade im Winter die wärme Luft in die kühlere Konstruktion gelangt und so sich Kondenswasser bilden kann. Die Hinterlüftung (mindestens 3 cm), zwischen Dämmung und Unterspanbahn, ermöglicht das schnellere Abtrocknen eventuell befeuchteter Dämmung.
Dacherneuerungumfasst den kompletten Abriss des vorhandenen Daches. Eine Änderung der Form und der Neigung eines Daches oder Errichtung eines Steildaches auf einem bisherigen Flachdach ergibt sich aus den vorhandenen Grundrissen und den statischen Möglichkeiten, einem evtl. gewünschten Dachausbau sowie erhöhtem Wärme-, Schall- und Brandschutz. Eine landschaftsgerechte Neugestaltung und stilgerechte Anpassung an die vorhandene Bausubstanz erfordern einen Architekten.
Dachfirstobere Kante des Daches, an ihr treffen meist zwei Dachflächen zusammen.
Dachflächenfensterin der Dachfläche liegendes Fenster. Hier gibt es unterschiedliche Größen. In der Regel befinden sich diese zwischen den Sparren. Sonderlösungen lassen sich wie ein kleiner Balkon aufklappen, was den Wohnwert anhebt.
Dachflächenheizungverhindert übermäßige Belastungen der Dachfläche durch Eis und Schnee und vermeidet Durchfeuchtungen bei eintretender Schmelze an angrenzenden Bauteilen.
Dachformenrichten sich nach der Nutzung des Hauses und aber oft auch landschaftstypisch. Die häufigste Dachfolgen sind: Flachdach, Krüppelwalmdach, Satteldach, einhüftiges Walmdach, Mansardendach, Pultdach, gleichseitiges Satteldach, Zeltdach.
Dachformen und Dachneigungwird weitgehend durch behördliche Auflagen festgelegt. Man unterscheidet: Flachdach (eben oder schwach geneigt), Pultdach, Sattel-/Giebeldach, Walmdach, Krüppelwalmdach, Mansardedach, Zeltdach usw., mit oder ohne Dachüberstände, zusammengesetzte, gegeneinander versetzte oder abgeschleppte Dächer.
Dachgaube(Gaube, Gaupe, Luke)wird in ein Dach eingebaut, wenn man senkrechte Fenster in der schrägen Dachfläche haben möchte. Durch Gauben entsteht im Raum unter dem Dach mehr Platz. Der Ausblick freier als durch ein Dachflächenfenster.
Dachgeschossbaurechtlich gesehen jedes Stockwerk über dem obersten Vollgeschoss liegt.
Dachhautbezeichnet man wasserführende Schicht eines Daches. Bei geneigten Dächern die Dachdeckung (z.B. Ziegel), bei Flachdächern die Abdichtung (z.B. mehrlagige Bitumendachpappe).
Dachinstandsetzungbetrifft nicht nur die Dachfläche, sondern auch die Dachkonstruktion, Rinnen, Fallrohre, Dacheinläufe, Dachfenster, Laufbohlen, Schneefanggitter, Gesimse, Anschlüsse, Schornsteinköpfe, Blitzschutz und Antennenanlage. Auch hier ist erhöhter Wärme- und Schallschutz anzustreben und ein späterer Dachausbau zu berücksichtigen.
Dachkonstruktionenwerden von dem Grundriss, der Dachform, der Dachneigung und der evtl. geplanten Dachraumnutzung (Dachausbau) bestimmt. Vorschriften und Auflagen beachten.
Dachlüfter, Flachdachentlüfterzur Belüftung des Zwischenraumes zwischen Unterspannbahnen und Dachdeckung zur Vermeidung von Schwitzwasserbildung. Für zweischalige Flach- oder geneigte Dächer.
Dachneigungenergeben sich aus Dachform, Dachkonstruktion, klimatischen Bedingungen.
Flachdach bis max. 5º (8,8%); mäßig steiles Dach 5º bis 40º (8,8 bis 72 %);
Steildach ab 40º (72%). Für Dachdeckungsmaterial und Dachdeckungsart sind bestimmte Dachneigungen vorgeschrieben und können nur mit besonderen zusätzlichen Maßnahmen unter- bzw. überschritten werden.
Dachpappendeckungbei Dachneigungen von 3º bis 90º. Teer-, Bitumen- oder Sonderdachpappe; mehrlagige Deckung, Verbanddeckung, Kiespressdachdeckung, Sturmdeckung.
Dachrandprofilanstelle einer Attika aus Beton kann als Randbegrenzung auch ein Dachrandprofil benutzt werden. Dachrandprofile können aus Holz, Metall oder Naturstein sein.
Dachrinne(auch Regenrinne genannt) sammelt das vom (geneigten) Dach abfließende Regenwasser. Wird durch ein senkrechtes Fallrohr in die Kanalisation ein- oder vom Haus weggeleitet. Dachrinnen gibt es aus Kupfer, verzinktem Stahlblech oder Kunststoff.
Dachrinnenheizung dient dazu, dass die Rinne eisfrei bleibt und Tauwasser von der Dachfläche ungehindert ablaufen kann.
Dachsteindeckungbei Dachneigungen von 22º bis 90º. Dachsteine aus hochverdichtetem Spezialbeton mit granulierter oder glatter Oberfläche in verschiedenen Formaten und Farben. Biberschwanz, kleines und großes Format, Flachdachsteine mit und ohne Kopfverschluss, Pfanne mit und ohne Falz. Zubehörprogramm: Formsteine für First, Ortgang, Grat und Lüftung, Elemente für Antennendurchführung, Laufbohlenbefestigung, Dunstrohre, Trockenfirst und -grat.
Dachstuhlvolkstümliche Bezeichnung für das Tragwerk eines Daches. Man unterscheidet bei der Zimmermannskonstruktion zwischen Sparren-, Pfetten- u. Kehlbalkendach.
DachterrasseEinschnitt in das Dach ist für Dachgeschosswohnungen meist der einzige Weg einen Sitzplatz im Freien zu schaffen. Dachterrasse ist meist klein, dafür aber geschützt vor Einblicken.
Dachumdeckung oder -neueindeckung sollte ebenfalls die Maßnahmen und evtl. weitergehende Wünsche berücksichtigen, zumal der jetzige Einbau zusätzlicher Wärmedämmung, einer Unterspannbahn, eines Unterdaches, eines Dachflächenfensters usw. preiswerter wird als der spätere Einbau. Die Umdeckung unter Verwendung des alten Materials erfordert eine Trennung von alten und neuen Materialien, da ein Nachkauf der vorhandenen Materialien oft nicht mehr möglich ist.
Dachziegelaus Ton gefertigte schuppenförmige Dachelemente mit Überlappungen u. Verfalzungen, die ineinander greifen.
Dachziegeldeckungbei Dachneigungen von 22º bis 90º. Bei Verwendung zusätzlicher Unterdachkonstruktionen ist eine Reduzierung unter 22º möglich. Dachziegel aus gebranntem Ton sind naturrot, glasiert und gedämpft in verschiedenen Naturfarben lieferbar.
Flachziegel: Biberschwanzziegel bis 30º, Strangfalzziegel bis 35º;
Hohlziegel: Hohlpfanne bis 35º, Krempziegel bis 35º, Mönch-Nonneziegel bis 40º;
Falzziegel: z. B. Doppelmuldenfalzziegel, Reformpfannen etc. bis 30º;
Flachdachziegel in verschiedenen Formen bis 22º;
Formziegel aller Art für das vollkeramische Dach.
Zubehör: Spezialziegel für Lüftung, Antennendurchführung, Laufbohlenbefestigung, Glasdachziegel, Dunstrohr mit Hut und Kappe.
Dachüberstandist Teil des Daches, der über die Außenwand hinausragt. Der Dachüberstand schützt das Haus vor Witterungseinflüssen wie Schlagregen, Schneelawinen vom Dach, zuviel Sonne, heftigen Wind.
Dampfbremseoder Dampfsperre; Sperrschichten zur möglichst vollständigen Abdichtung gegen Wasserdampfdiffusion werden Dampfsperren genannt und sind überall erforderlich, wo die Gefahr besteht, dass Wasserdampf im Bauteil auskondensiert. Diese Schicht besteht meist aus einer Folie. Diese ist an der warmen Seite des Bauteils angebracht. Z.B. Beim Dachgeschoss befindet sich diese unmittelbar hinter der Wand- bzw. Deckenverkleidung. Die warme Zimmerluft mit ihrem Feuchtegehalt darf nicht in die Mineralwolle (Dämmung gelangen. Hier würde sich die Luft abkühlen und die mit geführte Feuchtigkeit kondensieren. Die Dämmung wird dadurch Feucht und verliert erheblich ihre Dämmwirkung. Bei der Dampfbremse ist eine 100%ige Fugendichtheit zu gewährleisten sonst können beträchtliche Bauschäden durch die Feuchtigkeit auftreten, wie z.B. Echter Hausschwamm.
DampfdiffusionIn Innenräumen entsteht Feuchtigkeit, z.B. durch die Atmung der Bewohner, beim Kochen, Duschen oder durch Zimmerpflanzen. Bei Temperaturunterschieden zwischen Innen und Außen wandert ein geringer Teil der Feuchtigkeit mit der Wärme nach außen(Dampfdiffusion). Eine Innendämmung erfordert immer eine Dampfsperre, da sonst der Wasserdampf die Dämmschicht durchfeuchten und wirkungslos machen würde. Das ist besonders bei Fachwerkhäusern erforderlich. Tritt in der nassen, kalten Wand Frost auf, kommt es sogar zu schweren Bauschäden.
Daraufschlagen Türen, Klappen bzw. Schubkastenvorderseiten liegen auf den Seitenwänden bzw. Böden eines Möbelstückes (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Datschekleines Sommerhaus auf dem Land.
Dazwischenschlagenim Unterschied zum Daraufschlagen passen Türen, Klappen bzw. Schubkastenvorderseiten zwischen die Seitenwände bzw. Böden.(Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Deckendurch sie wird ein Gebäude in Geschosse gegliedert. Decken lagern sich auf den Außenwänden bzw. tragenden Innenwänden ab; im Allgemeinen bestehen diese aus Stahl-, Stahlbeton oder Holz und unterschiedlichen Füllmaterialien.
Deckenkonstruktionenals Holzbalkendecken (auch mit sichtbaren Balken), Stahlträgerdecken, Massivdecken aus Beton, Hohl- und Füllkörperdecken, Decken aus Deckenplatten (Leichtbeton, Porenbeton usw.),Stahlsteindecken örtlich hergestellte Decken sind unabhängig von der Grundrissform. Montagedecken werden weitgehend von Grundrissform und Abmessungen in ihrer Auswahl bestimmt. Vorgefertigte Elemente aus Stahl oder Beton, Herstellung von Deckenfeldern aus tragenden oder nicht tragenden Füllkörpern, je nach System, bringen geringe oder keine Schalungsarbeit, verminderte Baufeuchtigkeit und beschleunigen den Baufortschritt.
DehnungsfugeFuge zwischen zwei Bauteilen, die wegen der materialbedingten oder thermischen Längenänderung notwendig sind.
Denkmalschutzwürdige Sache (wie Gebäude) oder Sachgesamtheiten (gesamte Straßenviertel), an deren Erhaltung aus künstlerischen, wissenschaftlichen, technischen, geschichtlichen oder städtebaulichen Gründen ein öffentliches Interesse besteht.
Denkmalbuchöffentliches Verzeichnis über Kulturdenkmäler. Das Denkmalbuch wird von der Denkmalrachbehörde geführt.
DenkmalschutzDieser ist Landessache, jedes Land hat seinen eigenen Denkmalschutz. Einzelne Gebäude und sogenannte "Ensembles" - also Straßenzüge, ganze Quartiere, Gehöfte oder Fabrikanlagen können unter Denkmalschutz stehen.
DezibelBel ist die Einheit des Schalldruckpegels, Abkürzung dB. In der Praxis wird der Schalldruckpegel meist in Zehntel-Bel, den dB, angegeben. Der Schalldruckpegel ist eine logarithmierte Verhältnisgröße. So empfindet man bei einer Senkung um 3 dB eine Halbierung des Schalls.
Dezibel dB(A)verwendetes Maß für die menschliche Empfindung einer Lautstärke bei Geräuschen, welche aus verschiedener Frequenz besteht.
DichteSprachgebrauch für spezifische Masse, Unterschied zwischen Reindichte und Rohdichte
Dichtungenhaben die Aufgabe, etwas abzudichten. Material: Dichtungsbänder, elastische Fugenmasse, Silikonkautschuk, Kunststoffprofile usw.
Dickbett-Verfahrenhier werden die Fliesen in Mörtelbett verlegt.
Dicke oder StärkeHöhenmaß des Materials
Die Knauf Cleaneo-Platteist eine katalytisch wirkende Gipsplatte und dient zur Verbesserung der Raumluft. Das Additiv ist ein mineralisches Gesteinsmehl vulkanischen Ursprungs. Das Zeolith ist ein natürlicher Katalysator, der sich selbst chemisch nicht verändert aber die Geruchstoffe, wie Zigarettenrauch, Ammoniak, Formaldehyd, aromatische oder chlorierte Kohlenwasserstoffe u.a. in niedermolekulare Verbindungen, wie Wasser oder Kohlendioxid abbaut. Die Platte gehört der Baustoffklasse A2 an. Vom Hersteller wird eine Belegungsrate von mindestens 0,2 m²/m³ Rauminhalt empfohlen.
Die Tiefe der Abstandsflächen bemisst sich nach der Wandhöhe; sie wird senkrecht zur Wand gemessen. Sie beträgt
1. 1 H, mindestens 3 m,
2. in Kerngebieten 0,5 H, mindestens 3 m,3. in Gewerbegebieten und Industriegebieten 0,25 H, mindestens 3 m.
Es gelten noch weitere Reglungen, die in der jeweiligen Landesbauordnung festgelegt sind.
Dielenwaren als Fußbodenbelag über Jahrhunderte üblich und werden heute wieder gerne verlegt. Dielen sind Massivholzbretter, die trocken sein müssen, damit sie sich nach dem Verlegen nicht verdrehen oder schwinden. Trocken heißt, sie müssen eine Gleichgewichtsfeuchte zur künftigen Raumfeuchte haben. Bevor diese verlegt werden, sollten sie längere Zeit im vorgesehenen oder Nachbarraum gelagert werden. Werden größere Flächen verlegt, so sind Dehnungsfugen vorzusehen.
Diffuse Strahlung(auch Himmelsstrahlung). Die von der Sonne kommende Strahlung, die infolge Streuung in der Atmosphäre ungerichtet auftritt. Ihre Verteilung ist abhängig von Bewölkungsart und Trübung der Atmosphäre.
DiffusionGasaustausch durch Bauteile findet in der Regel nur durch Diffusion statt. Diffusion nennt man die allmähliche Durchmischung verschiedener Gase (aber auch Flüssigkeiten und sogar Festkörper) ohne äußere Einwirkung, allein durch Molekularbewegung, bis die Verteilung der verschiedenen Moleküle überall gleich ist. Der Widerstand, den ein Material der Diffusion von Wasserdampf oder anderen Gasen entgegensetzt, hängt hauptsächlich von seiner Porigkeit ab; je mehr offene Poren, desto geringer der Widerstand. mehr
DiffusorAnordnung zur Verlangsamung von Strömungen, zum Beispiel innerhalb von Luftkanälen in Form eines allmählich sich erweiternden Kanalstücks etwa am Kanalende oder am Anfang und Ende eines ~ Schalldämpfers, das den Zweck hat, ohne zusätzliche Turbulenz die Strömungsgeschwindigkeit bzw. Strömungsrichtung zu ändern und damit Strömungsgeräusche zu vermeiden.
Dilatationwird in der Bauphysik die körperliche Dehnung genannt, die z. B. im Beton infolge einer Temperaturerhöhung (Wärmedehnung) auftritt.
Dimmermit ihm kann das künstliche Licht stufenlos von sehr hell bis dunkel geregelt werden.
Direktstrahlungist das, was wir Sonnenschein nennen. Der Strahlungsanteil, der von der Sonne direkt auf eine Fläche fällt. Die Gesamtenergie (elektromagnetische Strahlung) setzt sich aus Infrarot 30% und 45% sichtbarem Licht sowie ultravioletten Strahlen zusammen. Der Bereich der empfundenen Wärmestrahlung hat eine Wellenlänge von 8 bis 10 Mikrometer, die des sichtbaren Lichts 0,38 bis 0,78 nm. Direktstrahlung Intensität ist vor allem vom Einfallswinkel der Strahlung abhängig.
Dispersionensind Systeme aus mindestens zwei Komponenten, dem "Dispergiermittel" oder "Dispergens" (z.B. Luft oder Wasser) und der darin fein verteilten "dispersen Phase". Bei den in der Baupraxis verwendeten Dispersionen bzw. Emulsionen handelt es sich beim Dispergens immer um Wasser und bei den dispersen Phasen um Kunststoff-, Wachs- oder Naturharz-Teilchen (Dispersionen) bzw. Bitumen oder Naturharzbalsame (Emulsionen).
Dispersionsfarbenwerden auch als Binderfarben bezeichnet. Sie enthalten in Wasser dispergierte Polymersationsharze als Bindemittel. Sie werden je nach Erfordernissen mit Weichmacher, Pigmenten und/oder Füllstoffen versetzt. Sie sind wasserverdünnbar, die sich wie Leimfarben verarbeiten lassen. Sie nehmen eine Übergangsstellung zu Ölfarben und Lacken ein.
Doppelfenster (Kastenfenster)bestehen aus getrennt zu öffnenden Fensterflügeln mit größerem Scheibenabstand. Sie sind durch eine Zarge miteinander verbunden. Sie zeigen die günstigsten Schallschutzwerte.
DoppelhausHausform, die zwischen dem freistehenden Einfamilienhaus und dem Reihenhaus anzugliedern ist. Einfamilienhaus ist die Hälfte eines Doppelhauses. Es hat nur drei Außenseiten, verringert die Baukosten, hilft Energie sparen und erfordert eine geringere Grundstücksbreite als ein freistehendes Haus.
Doppelverglasungbesteht aus zwei hintereinander liegenden einfachen Glasscheiben.
Dosiergerätz.B. in Wasserenthärtungsanlagen werden dem Wasser chemische Zusätze zugegeben.
DosisDie Dosis charakterisiert den tatsächlichen, vom Biosystem aufgenommenen, wirksamen Stoffanteil.
DrainageDränung dient zur rechtzeitigen Abführung von Wasseransammlungen vor erdberührten Bauteilen. Niederschläge, Boden- und Wasserverhältnisse am Bauwerk führen zu mehr oder weniger starken Durchfeuchtung des Bodens. Extrembelastungen treten an Bauwerken in Hanglage auf. Durch wirkungsvolle Ableitung des Wassers werden Wasserschäden verhindert: eine vorschriftsmäßige Feuchtigkeitsabdichtung und eine funktionstüchtige Dränung vermeiden Bauschäden im Gründungsbereich. Steht drückendes Wasser an oder kann das anstehende Wasser nicht über eine Dränung abgeleitet werden, sind besonders aufwendige Abdichtungsmaßnahmen erforderlich. Bestandteile einer ordnungsgemäßen Dränanlage sind: Dränleitung zur Aufnahme und Ableitung des aus der Dränschicht anfallenden Wassers. Mindestnennweite DN 100, Mindestgefälle 0,5%. Spül- und Kontrollschächte, bei jedem Richtungswechsel der Dränung, Mindestnennweite DN 300, Sickerschicht, zur vertikalen Ableitung des Wassers zur Dränleitung, Filterschicht zur Verhinderung des Einschlämmens von Boden, Filter als gleichmäßig aufgebaute Schicht abgestufter Körnungen aus Sand und Kies, Abdichtung entsprechend der Wasserbelastung. Bei unsachgemäßer Ausführung kann sogar der umgekehrte Effekt auftreten, das Gebäude wird bewässert
Dreh-Kipp-Flügelfenster sind Drehflügelfenster die durch Umstellung eines Hebels auch gekippt werden können.
Drehflügelfenster ermöglichen bei geöffnetem Fenster Eindringen von Regen.
Drempel(Kniestock) Erhöhung der Außenmauer eines Gebäudes über die oberste Decke hinaus zur besseren Nutzbarkeit des Dachraumes. Auf dem Drempel ist meist die Drempelpfette verlegt. Auf ihr liegen die Dachsparren.
Druckerhöhungsanlagereicht der Wasserdruck des örtlichen Versorgungsnetzes im Gebäude nicht aus, z.B. Hochhaus, muss eine Druckerhöhungsanlage installiert werden.
DruckverlustWichtige Größe bei der Bemessung von Be- und Entlüftungsanlagen. Die Pressung eines Ventilators muss dem Druckverlust des gesamten Leitungssystems einschließlich sämtlicher notwendigen Schalldämpfer angepasst werden.
Drückendes Wasserwelches aufgrund seiner Auftriebstendenz und Stauung auf Bauteile Druck ausübt. Solche Bauteile sind Keller, Tiefgaragen usw., welche im Grundwasserbereich stehen.
Dunstrohrdurchgangfür unterschiedliche Rohrdurchmesser und Dachneigungen passend zu den verschiedenen Deckungsarten.
Durchflussbegrenzerdamit wird beim Aufdrehen des Wasserhahnes die Durchflussmenge des Trinkwassers reduziert. Es können hier Einsparungen von 30 bis 50% erzielt werden.
DurchlauferhitzerGeräte‚ die frisches Leitungswasser beim Durchlauf durch ein dünnes Rohr (meist aus Kupfer) bis zum Austritt auf die gewünschte Wärme aufheizen.
Duschabtrennungverhindert, dass beim Duschen das Wasser im Raum verspritzt wird.
Duschwannesind aus Gusseisen, in den üblichen Sanitärfarben emailliert oder aus Acrylglas zu bekommen. Man kann sie in verschiedenen Abmessungen, Formen und Höhen installieren.
Dynamische SteifigkeitKennzeichnende Größe für die Eignung von Dämmstoffen zur Trittschall- und Körperschallisolierung, gemessen in MN/m3. Faserdämmschichtgruppe nach DIN 18165 bzw. DIN 41O9.
DämmenMaßnahmen gegen Temperatur- u. Schalleinflüsse.
DämmstoffeHäufig benutzte Bezeichnung für vorwiegend mehr oder weniger gebundene (bzw. gepresste) und verfilzte Faserschichten oder starre und elastische Schäume aus organischen und anorganischen Bestandteilen. Die Bezeichnung, die Eigenschaften und die Prüfung von Faserdämmstoffen für den Hochbau ist in der DIN 18 164 geregelt. Fasserdämmstoffe für wärme- und schalltechnische Maßnahmen dagegen sind Schaumstoffe nur zum Teil für schalldämmende bzw. schallabsorbierende Konstruktionen geeignet.
Dämmungist die bauliche Maßnahme gegen Temperatur- oder Schalleinflüsse. Für die unter schiedlichen Anforderungen und Untergründe gibt es viele geeignete Materialien (Dämmstoffe), aber kein Dämmstoff ist universell für jeden Zweck verwendbar.
Dünnbett-Verfahrenmit diesem Verfahren werden Fliesen geklebt. Die Dicke des Kleberbettes beträgt ca. 2-4 mm. Der Untergrund muss vollkommen eben sein.
Dünnbettmörtelsind Zementmörtel mit Sand bis 1 mm Korngröße sowie Zusätzen (Zusatzmittel und Zusatzstoffe), wobei der Anteil organischer Stoffe auf 2 Masse-% begrenzt ist. Die Zusätze haben u. a. die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass dem Zement das zur Hydratation notwendige Wasser nicht vorzeitig aus dem Mörtel entzogen wird. Aufgrund der hohen Druckfestigkeit dieser Mörtel gehören sie zur Mörtelgruppe III. Sie werden als Werk-Trocken-Mörtel geliefert.
Ebene WelleWelle mit gerader Front im Gegensatz zu einer Kugelwelle.
EchoAls selbständiges Schallereignis wahrnehmbarer Rückwurf von Schallwellen. Ein Echo kann nur in größeren Räumen, die eine schlechte Diffusität besitzen, entstehen oder im Freien. Das menschliche Ohr kann nur solche aufeinander folgenden Rückwürfe als selbständige Schallereignisse voneinander trennen, die mit einem zeitlichen Abstand von mehr als 0,035-0,050 s eintreffen. Ein Echo kann in einem geschlossenen Raum mit nicht mehr als 12-17 m wegen dem Laufwegunterschied vermieden werden.
EigenkapitalAnteil des Eigenkapitals an den Baukosten richtet sich nach dem kommerziellen Zweck (Eigenheim, Mietwohnhaus, Eigentumswohnung u.a.). Zum Eigenkapital zählen alle aufgewendeten Ansparsummen zu Bauspardarlehen. Auch Eigenleistung kann in einem gewissen Umfang anstelle von Barmitteln angesetzt werden. Beim Bauen sollte ein Eigenkapital von mind. 20% eingebracht werden.
Eigenleistungmit eigener Arbeit kann ein Bauherr bis zu 30% der Baukosten einsparen. Leider wird aber oft die eigene handwerkliche Fähigkeit überschätzt und der erforderliche zeitliche Aufwand nicht richtig beurteilt. Auch als erfahrener Handwerker sollte man sich nicht über 20% Eigenleistung orientieren, es sei denn, man ist in Vorruhestand oder nicht berufstätig.
EigenmittelFinanzierungsmittel, die der Bauherr selbst besitzt: der Wert des bezahlten Grundstückes, Eigenkapital, Bausparguthaben.
EigentumswohnungWer kein Grundstück findet bzw. die Mittel dafür nicht hat oder wer in der Stadt leben will, für den ist Eigentumswohnung eine gute Lösung. Bisher waren Eigentumswohnungen auch als Steuersparmodelle geeignet. Als Nachteil könnte hier die gemeinschaftliche Verwaltung gelten. Ist gegenüber allen anderen Wohnungseigentumsformen die preiswerteste.
Einfacher Feuchtigkeitsschutzals Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit und leichtes Sickerwasser, anwendbar bei sandigen und kiesigen, also wasserdurchlässigen Böden.
Einfachfenstermit Wärmedämmglas und einfachem, doppeltem oder dreifachem Falz. Fenster mit Einfachverglasung sind für Wohnungen nicht mehr zugelassen.
EinfamilienhausWohngebäude, das nach seiner Form, baulichen Gestaltung und Bestimmung nur einer Familie als Wohnung dient.
Eingabeplan(Bauvorlage) Vorlage aller Grundrisse, Ansichten und Schnitte eines Bauobjekts im Maßstab 1: l00 bei der zuständigen Gemeinde zur Weiterleitung an die Bauaufsichtsbehörde (Landkreis). Der E. muss von einem autorisierten Planer angefertigt und unterschrieben sein.
EinheitspreisPreis für eine Leistungseinheit, zum Beispiel eine Maurerstunde, 1 m3 Mauerwerk, 1 m3 geliefertes Holz, 1 m3 Sand.
EinkornestrichDer kaum noch verwendete Estrich wird zweischichtig aufgetragen. Grundschicht ist der Einkornbeton aus Kies 4-8mm / 5,5 cm stark oder Blähton, der nach Bedarf bis 50 cm stark, mit einer 0,5 cm Glättschicht aus Zement- oder Trasszementestrich verlegt wird. Blähtonschichten über 30 cm Stärke ersetzen die Feuchteisolierung und Wärmeisolierung. Stärke 6 cm, Gewicht 110 kg/qm
Einliegerwohnungeine in einem Eigenheim enthaltene abgeschlossene oder nicht abgeschlossene zweite Wohnung, die gegenüber der Hauptwohnung von untergeordneter Bedeutung ist. Küche, Bad u. WC der Einliegerwohnung müssen im eigenen Wohnbereich erreichbar sein.
Einschaliges MauerwerkVor- und Hintermauerung sind als homogenes Mauerwerk im Verband verzahnt, so dass der gesamte Querschnitt statisch nutzbar ist. An den Wandaußenseiten werden frostbeständige Steine mit unbeschädigten, rissfreien Sichtflächen verwendet. Die Verfugung erfolgt bündig mit der Sichtfläche. Es sind nur gleichformatige Steine zu vermauern.
Einzelofenheizungerfordern eine entsprechende Anzahl richtig dimensionierter Schornsteine und bei Festbrennstoffen entsprechende Brennstofflagerung und Transport.
Eisenmetalle wird unterschieden in
a) Stahl ohne Nachbehandlung im warmen oder kalten Zustand, umformbarer Eisenwerkstoff mit einem Kohlenstoffgehalt bis 2,06 %
b) Stahlguss schmiedbarer, in Formen vergossener Stahl
c) Gusseisen aus Roheisen, Gussbruch und Schrott erschmolzener und in Formen vergossener Eisenwerkstoff mit einem Kohlenstoffgehalt über 2,06 %.
Eisenportlandzement wird dem Klinker neben CaSO4 noch 6 bis 35 G.-% Hüttensand (rasch abgekühlte Hochofenschlacke) beigemahlen.
ElastizitätsmodulDehnungsmodul = Kehrwert der Dehnungsgröße, die wiederum innerhalb bestimmter Grenzen gleich dem Proportionalitätsfaktor zwischen Dehnung und Spannung ist. Je größer die Dehnbarkeit eines Stoffes, um so größer auch die Dehnungsgröße. Unterschieden wird im Wesentlichen zwischen statischem und dynamischem Elastizitätsmodul. Letzterer ist die maßgebende Größe für die dynamische Steifigkeit, z. B. von Schalldämmstoffen unter schwimmenden Estrichen usw.
Elektrische Wechselfeldersind die Folge der in Installationen, Kabel, Wänden, Bauteilen und Geräte anliegenden elektrischen Spannung. Ungeerdete Kabel verursachen ein Vielfaches stärkeres Feld als geerdete oder abgeschirmte.
Elektrodenlose ElektroosmoseDiese Verfahren beruht auf einen Energieeintrag über Funkwellen. Die Leistung gegenüber den Verfahren mit Elektroden im Mauerwerk ist sehr gering. In der Praxis sind kaum merkbare Effekte in der Umgebung der maximalen kapillaren Steighöhe feststellbar.
Elektroheizungals Einzelraum- bzw. Zentralheizung (mit voluminösen, gedämmten Speichern) erfordert einen entsprechenden Hausanschluss. Schornstein nicht erforderlich. Bezahlung nach Abrechnung.
Elektromagnetische Felderstromführende Kabel im Haus und außerhalb (Hochspannungsleitungen) bauen elektromagnetische Felder auf.
Elektrophysikalische Verfahren(elektrokinetische Verfahren); Unter Laborbedingungen an einer überschaubaren Probe kann der Prozess der Elektromigration nachgewiesen werden. D.h. Wasserbewegungen können durch von außen aufgeprägte elektrische Felder initiiert werden, wenn die erforderlichen Bedingungen eingehalten werden. Allerdings können unter diesen Bedingungen gewonnene Erkenntnisse der Elektrophysik bzw. der Elektrochemie nicht ohne weiteres auf die Bedingungen eines Bauwerkes übertragen werden. Die Transportleistungen der Elektroosmose mit Elektroden ist in vielen Fällen nicht ausreichend und bedarf noch andere geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Unterbrechung der vertikalen und horizontalen Transporte.
Elektropysiklaische VerfahrenDas aktive Verfahren funktioniert durch das Anlegen einer elektrischen Fremdspannung an ein spezielles Elektrodensystem im Mauerwerk. Es werden zielgerichtet elektrische Potentiale geschaffen, die dem kapillaren Flüssigkeitstransport elektroosmotisch entgegen wirken. Es gibt auch die elektrodenlosen Verfahren wo über Funkwellen ein elektrisches Potential geschaffen werden soll. Mehr zu den Verfahren unter.
Elektrosmogist eine Strahlung, die bei der Erzeugung, dem Transport und dem Verbrauch von elektrischer Energie entsteht. Auch als Elektromagnetismus bezeichnet. Es ist ein "komplexes Geschehen", das von vielen Faktoren technischer, physikalischer und biologischer Art abhängt. Das Phänomen mit seinen physikalischen, biologischen und medizinischen Folgen ist erst ansatzweise wissenschaftlich erforscht. Zum Vergleich: das Magnetfeld des menschlichen Gehirns liegt bei 0,001nT (Tesla); zeitliche Schwankungen im Erdmagnetfeld 10-100 nT; Kopfhörer, Telefonhörer >500.000 nT; elektrische Heizdecke, 1 cm vom Körper entfernt 5.000 nT; Radiowecker, 20 cm vom Kopf entfernt 2.000 nT.
Elektrostatische Aufladungdarunter versteht man das Aufnehmen elektrischer Ladung durch Stoffe mit hohem elektrostatischem lsoliervermögen (vor allem Kunststoffe).
Elektrostatische GleichfelderDiese Felder entstehen durch Aufladung. z.B. durch Synthetikfasern und Kunststoffoberflächen (Teppiche, Gardinen, Tapeten, Lacke, Beschichtungen uvm.) Es kann die Konzentration der Kleinionenanteile auf weniger als 50 Ionen/cm³ absinken. Saubere Land- oder Bergluft hat Werte zwischen 2000 bis 20.000 Ionen/cm³. In der Natur liegen schwache elektrostatische Felder, Sommer ca.130 V/m und im Winter 270 V/m vor. Bei Gewitter bis zu 20.000V/m. Durch elektrostatische Aufladungen können die gleichen Größenordnungen in Wohnräume erreicht werden.
Emissiondas Ausmaß von unkörperlichen Störungen (Geräusche, Schadstoffe, Gase usw.) am Ort der Entstehung.
EmissionenIm Zusammenhang mit Heizung: die von einer Feuerungsanlage ausgehenden Luftverunreinigungen.
Emulsionensind Dispersionen einer Flüssigkeit (z.B. öl oder Bitumen) in einer anderen (z.B. Wasser).
Energiebewusstes Verhalten des VerbrauchersAufenthaltsräume werden häufig überheizt. Jedes Grad Celsius, um das die Raumtemperatur während einer Heizperiode abgesenkt wird, bedeutet eine Brennstoff- und damit eine Kostenersparnis von 5 bis 6%.
Energiesparendes Bauenbeinhaltet klimagerechtes Bauen, wobei jedoch noch weitere Faktoren zu beachten sind: die Wärmedämmung sollte wirtschaftlich optimal sein.
Entkernenbei Sanierung alter Häuser müssen manchmal sämtliche lnnenwände u. Decke entfernt werden, um Grundrisse u. Raumhöhen zu schaffen, die den heutigen Anforderungen entsprechen oder wenn die Bauschäden sehr hoch sind und die Fassade aus Überlegungen des Denkmalschutzes stehen bleiben.
Entsorgungwo gebaut oder umgebaut wird, sammeln sich Abfälle an, die entsorgt werden müssen.
Entwurfist kein Bauplan im eigentlichen Sinn, sondern ein geistiges Grundkonzept und enthält vor allem einen Grundriss. Entwurf ist um so gelungener, je klarer er umrissen wird.
Entwässerungdarunter versteht man die gesamte Abwasserführung eines Hauses. Sie ist im Entwässerungsplan festgelegt und Bestandteil der Baugenehmigung.
Erbbaurechtzeitlich begrenztes Recht (meist auf 99 Jahre) für den Besitz eines Grundstückes zur Bebauung. Vererbung u. Veräußerung sind möglich. Erbbaurecht u. Besitzer werden im Grundbuch eingetragen.
ErdarbeitenBegriff für alle Erdbewegungen auf einer Baustelle. Abtragen des Mutterbodens, Aushub der Baugrube bis zur Kellersohle. Humusverteilung u. Planierung auf dem Grundstück.
ErdatmosphäreAtmosphärische Luft 5 x 10 15 Tonnen, aus Stickstoff 78,09 Vol.% bzw. 75,51 Mass.%; Sauerstoff 20,95 Vol.% bzw. 23,15 Mass.%; Argon 0,93 Vol.% bzw. 1,28 Mass.%; Kohlendioxid 0,03 Vol.% bzw. 0,046 Mass.%, ferner Wasser (bei 25 °C max. 3 Vol.%; durchschnittlich 0,27 Vol.%), Neon, Helium, Methan, Krypton, Stickoxide, Xenon, Spuren weiterer Stoffe,
ErdungsverfahrenDurch Erdung durch miteinander verbundene eingemörtelten Elektroden sollen in Bauwerksteilen die sich durch den kapillaren Wassertransport aufbauenden elektrischen Potentiale im Mauerwerk kurzgeschlossen werden. Problem ist die Korrosion der Metalle, vor allem wenn Chloride vorhanden sind.
Erkervorspringender Bauteil mit meist mehreren Fenstern, der über die Baulinie hinausragen darf.
Ern Hausflur
Erneuerung der Fensterrahmen und Fensterflügelist unter Erhalt des alten Blendrahmens als Montagezarge möglich. Die Maßnahme hält die Belästigung und den Zeitaufwand auf der Baustelle in erträglichen Grenzen. Alte Holzrahmen sind auf Pilzbefall und Feuchtigkeit, Metallrahmen auf eventuelle Korrosion zu prüfen.
Erneuerung des Fensterglases bringt eine Verbesserung des Wärme-, Schall-, gegebenenfalls auch des Einbruchschutzes. Einfachverglasung werden durch Wärmedämmglasscheiben ersetzt oder Vorsatzfenster mit Profilrahmen angebracht, sofern die alten Fenster ausreichend dimensionierte Flügelkonstruktionen haben.
Erneurung der Fensterflügelermöglicht die Weiterverwendung eines erhaltungswürdigen Blendrahmens. Das setzt sorgfältige Anpassarbeiten voraus, erspart aber neue Anputzarbeiten und Fensterbänke. Der Vorgang ist arbeitsintensiv und verlagert die Werkstattarbeit auf die Baustelle.
ErschließungGrundstück, das bebaut werden soll, muss von der Gemeinde erschlossen werden; es müssen Strassen gebaut und Versorgungsleitungen wie Wasser, Strom, Kanalisation, Fernwärme, Gas, Telefon verlegt werden. An den Kosten für die Erschließung werden die Grundstückseigentümer bzw. Anlieger beteiligt.
Erschließungskosten nichtöffentliche; Hierzu gehören die Kosten für Verkehrsflächen und technische Anlagen, die ohne öffentlich-rechtliche Verpflichtung mit dem Ziel der Übertragung in den Gebrauch der Allgemeinheit hergestellt werden.
Erschließungskosten öffentliche; Hierzu gehören die Kosten aufgrund gesetzlicher Vorschriften und öffentlich-rechtlicher Verträge, z.B. Kosten für Erschließungsflächen, Ausbau der Verkehrsflächen und Versorgung (Gas, Strom, Abwasser)
Erstarrungsgesteinglutflüssiges Magma wurde aus dem Erdinneren an die Oberfläche gedrückt.
Erwerbskosten Hierzu gehören alle durch den Erwerb eines Baugrundstücks verursachten Nebenkosten, Z.B. für Beurkundung, Gutachten über Baugrund und Bebaubarkeit, Vermessung, Grunderwerbssteuer, Gebühren, Provisionen, Bodenneuordnung und ggf. Bestellung eines Erbbaurechtes.
Estrichsind vorwiegend waagerechte Mörtelschichten, die entweder selbst Nutzflächen sind (Kellerfußboden, Industrieböden) oder mit einem Belag versehen werden, der dann die Nutzfläche darstellt. Es wird unterschieden in Verbundestrich, Estrich auf Trennschicht, schwimmende Estriche, mehrschichtige Estriche, Fertigteilestriche.
Estrichgipsist hochgebrannter Anhydrit, der sehr langsam abbindet, aber eine hohe Endfestigkeit erreicht. Er wird zur Herstellung von Gipsmörtel verwendet.
Etagenheizungfür jede einzelne Wohnung hat den Vorteil, dass bei nachträglichem Einbau keine Steigeleitung vom Keller bzw. dem Heizraum zu den Heizkörperanschlüssen durch andere Wohnungen verlegt werden muss. Dafür ist in der Wohnung ein Raum bzw. eine Stellfläche für die Aufstellung des Wärmeerzeugers erforderlich.
ExpositionDer Begriff Exposition beschreibt die Tatsache, dass eine Bevölkerung, ein Organismus oder eine Sache gegenüber speziellen physikalischen bzw. chemischen potentiellen Schadfaktoren (Noxen) ausgesetzt sind. Die Exposition ist eine Funktion von Stoffmenge und Expositionsdauer.
FI-SchalterFehlertrom-(FI)Schutzeinrichtungen sind Betriebsmittel zum Schutz gegen gefährliche Körperströme und zum Brandschutz von elektrischen Anlagen.
Fachingenieurebezeichnet man Ingenieure im Bereich Statik, Elektro-, Heizungs-, Sanitär-, Klimatechnik u. Akustik (Schallschutz). Ihr Fachwissen ist neben dem Architekten bei Planung u. Ausführung eines Neubaus unentbehrlich.
Fachwerkseit Jahrhunderten werden Häuser in Holzbalkenkonstruktion gebaut. Die Holzkonstruktion übernimmt vorwiegende die tragende und aussteifende Funktion. Erst in Verbindung mit dem entsprechenden Ausfachungsmaterial (Steine) wird die Stabilität gewährleistet. Diese Bauweise ist preiswert, haltbar u. auch für Eigenleistungen gut geeignet. Beim Fachwerkhaus ist die Holzkonstruktion sichtbar.
Fachwerkhausindividuell von Spezialfirmen geplant und erstellt, auch nach Angaben, Grundrissen und Beschreibungen, die der Bauherr vorgibt. Leistungsumfang wie bei Fertighäusern von der Planung über die Bauantragsstellung bis zur Bauübergabe.
Falzeine im rechten Winkel an einer Materialkante angebrachte Aussparung (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
FalzdichtungDichtung durch geometrische Ausbildung der überlappenden Blend- u. Flügelrahmen.
Fase kleine Schräge an einer Brettkante bzw. Möbelkante ) (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Faserbeton Der Zementstein enthält Fasermaterial (Stahldraht, Glas, Polypropylen, Polyvinylalkohol, Polyacrylnitril, Naturfasern, früher auch: Asbest) zur Erhöhung der Zug- und Biegefestigkeit;
FaserdämmschichtgruppenDIN 18165 und DIN 4109 unterscheiden 7 Steifigkeitsgruppen. Die beste Gruppe 7 ist durch eine dynamische Steifigkeit 7 MN/m3 gekennzeichnet. Sie ist von der Stoffart und von der Dicke abhängig. Wird die effektive Dicke z. B. von 10 auf 35 mm erhöht, so kann sich die dynamische Steifigkeit von 30 auf 7 verbessern. Diese Regelung gilt auch für alle anderen Dämmstoffe.
Faserzementdachplattendeckung bei Dachneigungen von 3º bis 90º aus Dach-, WeIl- und Kurzwellplatten in verschiedenen Formaten und Farben.
Fassadeist die Außenhaut eines Gebäudes. Freistehende Häuser haben vier, Reihenhäuser zwei Fassaden. In Bauplänen werden Fassaden mit Ansichten bezeichnet. Die Fassade besteht aus einem Putz oder eine Verblendung. Ihre Funktion ist der Schutz vor Witterungseinflüsse und übernimmt eine gestalterische Aussage.
Fehlboden(auch Blindboden), Zwischenboden zwischen den Deckenbalken aus Holz zur Aufnahme des Füllmaterials (Schlacke, Sand, Lehm, Dämmstoffe).
Fensterbringen Licht u. Luft in die Räume. Wie viele Fensterflächen ein Haus braucht, bestimmt die Bauordnung. Meist wird ein Zehntel der Grundfläche des Raums als Fensterfläche verlangt.
Fensterbankzu Fenstern gehört eine innere u. eine äußere Fensterbank.
Fensterinstandsetzunghat nur Sinn, wenn die Maßnahmen auf Dauer Erfolg bringen. Dabei ist zu beachten, dass nicht sämtliche Fenster eines Gebäudes in gleich schlechtem Zustand sein müssen. Auf der Wetter- und Windseite werden Fenster stärker beansprucht als auf der wettergeschützten Seite.
FenstertürGlastür mit Profilen ähnlich einem Fenster. Zählt bei den Wärmeschutzberechnungen zu den Fenstern.
FensterzargeAnschlagrahmen aus Metall, Holz oder Beton, der während der Rohbauarbeiten in die Fensteröffnung eingesetzt wird u. nach Beendigung der Rohbau- u. Putzarbeiten zur Aufnahme des Fensters dient.weiter
Fernwärmeerfordert einen Hausanschluss als Obergebestation, der Wärme an das Gebäuderohrnetz (Wärmeaustauscher) abgibt.
Fertighausbietet den Vorteil kurzer Bauzeit. Die Auswahl erfolgt aus einem umfangreichen Angebot von Grundtypen und Varianten, nach individueller Planung oder Architektenentwurf. Auch Selbstbausysteme und Bausätze für ein gesamtes Haus, einschl. Keller, sind im Handel (s.u.). weiter
Fertighäuser für Behindertemit stufenlosem Eingang, breiten Türen, groß dimensionierten Räumen mit Wendeflächen für Rollstühle, niedrigen Fensterbrüstungen, höhenverstellbaren Kücheneinrichtungen, rollstuhlgeeigneten und rutschfesten Bodenbelägen,...
Fertigparkett in TafelformStärke:11 mm Fertigparkett wird mit fertig geschliffener und behandelter (geölter) Oberfläche auf schwimmenden Estrichen mit Zwischenlage, z.B. mit korkschrotmatte und Trockenbodensystemen verlegt. Die Nut und Federn sind zu verleimen. Alle Holzarten werden angeboten.
Fertigteilhausbietet die Möglichkeit, ein entsprechendes Musterhaus zu besichtigen, es erfüllt alle bautechnischen und -physikalischen Anforderungen durch entsprechende Vorfertigung im Werk. Die Bauzeit ist kurz. Der feste Kaufpreis garantiert, dass die Kosten nicht überschritten werden.
Feste Verglasungmit Wärmedämmglas ist nur möglich, wenn das Fensterputzen von außen, z.B. Balkon, Terrasse, ebenerdig, erfolgen kann. Voraussetzung: andere Lüftungsmöglichkeit der dahinter liegenden Räume.
Feuchtegleichgewichtbei Holz die relative Feuchtigkeit (auch Gleichgewichtsfeuchte: ugl), auf die sich das Holz in Abhängigkeit vom umgebenden Klima einstellt, angegeben in Prozent. Z.B. Fichte 7,5% bei rel. Luftfeuchte 37% (20ºC, 16,4% bei rel. Luftfeuchte 83% (20ºC)
Feuchteverhalten verschiedener Baustoff Gut ausgebildetes Kapillarsystem mit Kapillaren unterschiedlichen Durchmessers: Großes Wasseraufnahmevermögen, großes Feuchteabgabevermögen z.B. Ziegel, Gips
Geschlossenzellige Struktur mit wenigen Kapillaren zwischen den Zellen: Großes Wasseraufnahmevermögen, geringes Feuchteabgabevermögen, z.B. Gasbeton
Struktur mit kleinen, abgeschlossenen Poren und Kapillaren: Geringes Wasseraufnahmevermögen, geringes Feuchteabgabevermögen, z.B. Schwerbeton, Blähton-Beton
Feuchtigkeit in der AußenwandIn einer Wandkonstruktion kommen die Aggregatzustände, Dampf, Wasser und Eis (Winter) vor. Die Phasenverschiebung wird durch die Temperatur, Materialstruktur (Poren, Kapillare, Salze) und Druck bestimmt. Im Mauerwerk liegen keine gleichbleibenden Zustände vor. Sie verändern sich ständig qualitativ und quantitativ. Es liegen Energieströme vor, wo der Wandbaustoff zusätzlich durch die Wärmeleitfähigkeit der Luft, Luft-Wasserdampf-Gemisch, Wasser und im Winter durch Eis beeinflusst wird.
Feuchtigkeit oder Feuchte versteht man den Gehalt an Wasserdampf der atmosphärischen Luft. Jeder Baustoff steht in einem Feuchtegleichgewicht zu seiner Umgebung. Es stellt sich so ein praktischer Feuchtegehalt ein.
FeuchtigkeitsdurchlasszahlGemessen in g/m2 h mm Hg gibt diejenige Feuchtigkeitsmenge in Gramm (g) an, die in einer Stunde durch einen Quadratmeter des betreffenden Stoffes der vorliegenden Dicke und bei einem Druckunterschied von 1 mm Quecksilbersäule (Hg) hindurch gelassen wird.
Feuchtigkeitsschädenentstehen können durch unsachgemäße Nutzung, unvollständige oder unwirksame Abdichtungen (vertikal- und horizontal), nicht fachgerechte Detailausbildung, ungenügende Durchlüftung, Kondenswasserbildung oder fehlende bzw. fehlerhafte Dampfbremse, defekte Dachentwässerung Rohrbrüche, starken Schlagwasseranfall an gefährdeten Fassaden usw. weiter
Feuchtigkeitswanderungin Bauteilen erfolgt vorwiegend aufgrund der Diffusion und der Kapillarwirkung. Es handelt sich hierbei um sehr komplizierte Vorgänge, die wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht sind.
FeuchträumeRäume, in denen die Verwendung von Wasser besondere Maßnahmen für den Feuchtigkeitsschutz erfordert, z.B. Wasch- und Trockenräume, Schwimmbäder, Sauna, Kühlräume usw.
Feuerschutztür(Rauchschutztüren DIN 18095) haben die Aufgabe bei Bränden das Ausbreiten von Rauchgas zu verhindern.
FeuerwiderstandsklasseIn allen Bauordnungen wird für tragende und nicht tragende Bauteile eine Mindestzeit gefordert, die das Bauteil im Brandfall funktionsfähig überstehen muss.mehr
Filmanstrich Anstrich, der eine sehr dünne, elastische, filmartige Haut bildet.
Filmkonserviererbiozider Zusatz bei Anstrichstoffen, der einen Befall des Anstrichfilms mit Mikroorganismen verhindern soll.
FinanzierungsquellenFür die Finanzierung von Bau- und Modernisierungsmaßnahmen wird in der Regel auch Fremdkapital eingesetzt. Im Finanzierungsplan ist dann auszuweisen, aus welchen Quellen die einzelnen Finanzierungsmittel stammen und zu welchen Konditionen. Typische Finanzierungsquellen: Bausparguthaben und sonstiges Eigenkapital, Bauspardarlehen, Bankkredit (Hypothekendarlehen), staatlicher Baukostenzuschuss usw.
Findlingsmauerwerkes werden unbearbeitete Feldsteine verwendet.
Firsthöchster Punkt des Hauses ist die Linie, an der die Dachflächen oben zusammenlaufen.
FirstpfetteDie Firstpfette ist ein Konstruktionsteil des Dachtragwerks, es trägt die Sparren am First und verhindert Durchbiegen und seitliches Ausweichen der Firstlinie. Die Firstpfette ist die oberste Pfette im Dachtragwerk.
Firstpfetteoberster Längsbalken eines Satteldaches, auf dem Sparren zusammenstoßen und aufliegen.
Firstsäule(Hochstud (Schweiz), Firstständer) Ständer, der die Last der Firstpfette bis auf das Fundament abträgt.
Firstziegelwerden als oberer Abschluss des Daches eingesetzt.
Fixierungwährend oder nach der Imprägnierung einsetzende Reaktion von Holzschutzmitteln innerhalb des Holzes oder mit der Holzsubstanz selbst, so dass ein Auswaschen von Holzschutzmittelbestandteilen bei anschließender Beregnung oder Auswaschbeanspruchung weitestgehend ausgeschlossen ist.
Flachdachim Gegensatz zu Steildächern lässt sich ein Flachdach über jedem Grundriss errichten. Dabei genügt meist eine Neigung von etwa 3%, um Niederschläge ableiten zu können.
Flachdachdurchführungenfür Antennenmast oder Rohrentlüftung (Kunststoff oder Metall), ein- und zweischalig mit Wärmedämmung.
Flachsist ein hervorragender Isolierstoff, mit allen positiven Eigenschaften von Naturdämmstoffen. Andendung für den Dachausbau, Ständerwände, zweischaliges Mauerwerk und Trittschalldämmung. Zusammensetzung: 71% Zellulose, 18,5 % Polyosen (?), 2 % Lignin, 2 % Pektine, 2% Wachse, sowie Pigmente (Carotin, Chlorophyl, u.a.) stickstoffhaltige Verbindungen, Tannin, anorganische Ionen usw. (ca. 4,3%). Feuchteausgleichend, gute Wärmedämmung, ungeziefer- und fraßschädlingsresistent, beständig gegen Schimmelpilz allerdings zum Teil Ammoniumsalzimprägnierung als Brandschutz.
FlammpunktBezeichnung für die Temperatur, bei der die Luft gerade soviel Dampf eines brennbaren Stoffs (z.B. eines Lösemittels) aufnimmt, dass er sich entzünden lässt. Nach diesem Wert richtet sich die Einteilung von Lösemitteln und lösemittelhaltigen Produkten in Gefahrenklassen.
FlammschutzmittelSie sind Bestandteil vieler Kunststoffe und Beschichtungsmittel (z.B. für Flammschutzanstriche). Chlor- und Bromverbindungen bremsen die Brandreaktion chemisch, phosphorhaltige Verbindungen fördern außerdem das Verkohlen durch Krustenbildung. Die Wirkung der Halogene wird durch das Weißpigment Antimontrioxid (MAK III A2) noch verstärkt. Anorganische Füllstoffe mit flammschützender Wirkung sind z.B. Aluminiumhydroxid, Zinkborat und Natron-Wasserglas.
FlatterechoMehrfach in schneller Folge sich wiederholendes Echo. Unerwünscht Erscheinung in der Raumakustik.
Fliesengibt es in vielen Größen, Farben u. in unterschiedlicher Qualität. Sind in vier Beanspruchsgruppen eingeteilt.
Fliesenkleberzum Verkleben von Keramikfliesen im Dünnbettverfahren, jedoch sind mache Erzeugnisse nicht im Nassbereich zu verwenden.
Fliesenkreuzewerden Fliesen in Eigenleistung verlegt, können Fliesenkreuze sehr hilfreich sein. Kreuze aus Kunststoff sorgen für gleichmäßigen Abstand zwischen den verlegten Fliesen. Fliesenkreuze (auch Fugenkreuze) werden auf die Ecken der Fliesen gesteckt.
Fliessestrichwird in flüssigem Zustand aufgebracht und bildet eine absolut ebene, glatte Oberfläche nach Erhärtung. Auch geeignet als "schwimmender" Estrich auf alten Holzbalkendecken.
FluateAbkürzung von Fluorsilikate und bezeichnet wasserlösliche Verbindungen von Kieselsäuren, die zum Oberflächenschutz von Zement- u. Betonflächen, auch von Fliesen, Marmor, Mauerwerk, Natursteinfassaden u. anderen kalkhaltigen Baustoffen eingesetzt werden (fluatieren).
Flugschneeschutzist bei Einbau eines Warmdaches einzubauen.
Flurkommt in Holzschutzmittel und in Polystyrol vor. Die gesundheitlichen Wirkungen sind Schleimhautreizungen, Schilddrüsenüberfunktion und Muskelschwund.
Flurkartein ihr sind alle Flurstücke mit ihren Nummern eingezeichnet.
Flurstückhat immer eine Nummer. Ein Grundstück besteht aus mindestens einem Flurstück.
Flächengründungwird bei hoch liegenden tragfähigen Bodenschichten ausgeführt.
FlächenmasseBezeichnung für die Masse pro Flächeneinheit eines Bauteiles in kg/m2 (Gewicht).
Flächennutzungsplanvon Gemeinde/Stadt festgelegter erster Schritt zur Erschließung neuer Baugebiete. Flächennutzungsplan nimmt im Gegensatz zum Bebauungsplan nur eine Grobeinteilung in Nutzungen vor.
Folienklemmanschlusszur Verbindung verschiedener Materialien mit anderen Dachteilen, z. B. Entlüfter aus PVC mit Dachfolie.
Forderungen an das RaumklimaSchadstoffarme Frischluft muss stets ausreichend vorhanden sein, etwa 30 m3 pro Person und Stunde. Die relative Feuchtigkeit soll möglichst zwischen 30% und 60% liegen. Die Raumtemperatur muss angenehm und der jeweiligen Tätigkeit angepasst sein. Eine Wahlmöglichkeit zwischen 14ºC und 24ºC ist günstig.
Formelsammlung zuBauchemieKolloidale Lösungen, Dispersion, Emulsion, Emulgator, Tenside, Molekül, Lösungsverhalten, Diffusion, Osmose, Hygroskopische Stoffe, Lösungswärme, Gibbs-Helmholtz-Gleichung, Entropie, Freie Enthalpie(Energie), Gefrierpunktserniedrigung, Siedepunkterhöhung, Siedepunkterhöhung, Ebullioskopische, kryoskopische Konstanten, Oxidationsmittel, Reduktionsmittel, Normalpotentiale, Spannungsreihe, Nernst-Gleichung, Kieselsäure, Orthokieselsäure, Metakieselsäure, natürliche Silikate, Granat, Hornblende, Beryll, Talk, Pyrophyllit, Feldspat, Chrysotil, Kaolinit, künstliche Silikate, gebrannter Ton, Ziegeleierzeugnisse, Steingut, Steinzeug, Porzellan, Schamottsteine, Fensterglas, böhmisches Glas, Bleiglas, Borosilikatglas, Emaille, Zementherstellung, Klinkerphasen, Festigkeitsklassen, Lehmerhärtung, Kalkerhärtung, Luftkalk, Hydraulischer Kalk, hydraulischer Verbindungen, Kalk-Puzzolan-Mörtel, Portlandzement, Gips, Anhydrit, Wasserhärte, Carbonathärte
Formelsammlung zum SchallSchallwellen, Schallgeschwindigkeit, Schallkenngrößen, Schallwechseldruck, Schallwellenwiderstand, Schallkennimpedanz, Schalldruckpegel, Lautstärke, Schallabsorptionsfläche, Luftschalldämmass
Formelsammlung zum FeuchteschutzAtmosphärischer Druck, Absolute Luftfeuchtigkeit, Relative Luftfeuchtigkeit, Massebezogener Feuchtigkeitsgehalt von Baustoffen, Volumenbezogener Feuchtigkeitsgehalt von Baustoffen, Wassermenge im Bauteil, Wasserdampf-Partialdruck, Wasserdampf-Sättigungsdruck, Wasserdampf-Diffusionsstromdichte, Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl, Wasserdampf-Diffusionsdurchlasswiderstand, Wasserdampf-diffusionsäquivalente Luftschichtdicke(Wasserdampf-Diffusionssperrwert), Wasserdampf-Diffusionsleitkoeffizient, Wasserdampf-Diffusionsleitkoeffizient von Luft
Freistehende Hausermöglicht eine völlig unabhängige Nutzung und schließt gegenseitige Belästigung verschiedener Bewohner in einem Haus aus. Terrasse und Garten erweitern den Freiraum. Das Haus ist unter Beachtung der Bebauungsvorschriften weitgehend individuell gestaltbar.
Freitreppensind Treppen, die vor dem Hauseingang liegen.
Fremdarbeitskostensind Kosten für Bauarbeiten, die vom Hauptunternehmer fremden Firmen zur Ausführung übertragen werden, die jedoch eigentlich zur Leistung des Hauptunternehmers gehören, wie z.B. Bewehrungsarbeiten. Durch das Einschalen durch Fremdfirmen wird das Lohnrisiko verringert, so dass die Risikoansätze hier verringert werden können.
FrequenzZahl der Schwingungen pro Sekunde, angegeben in "Hertz", abgekürzt Hz. Das menschliche Ohr nimmt einen Schwingungsbereich zwischen etwa (16)30Hz und 16000 (20000) Hz wahr.
Frostgrenzenennt man den Punkt in der Erde, bis zu dem der Boden gefriert. Die Sohle der Fundamente muss so tief liegen, dass eine Bewegung der darunter liegenden Bodenschicht, verursacht durch Gefrieren und anschließendem Auftauen ausgeschlossen ist. In Deutschland liegt die Frostgrenze, je nach Landschaft, etwa zwischen 80 cm (z.B. Stadt) und 1,50 m (Land).
FugeAbstand zwischen zwei Bauteilen, zwischen Fliesen, Mauersteinen, Holzdielen usw. nennt man Fuge. Weiterhin unterscheidet man Arbeitsfugen, Bewegungsfugen, Setzungsfugen und Dehnungsfugen.
Fugenlüftungunkontrollierter Luftwechsel durch Undichtigkeit von Bauteilen u. -anschlüssen, bei Fenstern u. Türen, Fertigteilen usw. Diese kann gewollt sein, z.B. für eine Hinterlüftung, oder aber auch zu großen Schäden führen, z.B. wenn warme Raumluft in kühlere Bauteile gelangt und sich so Kondensat bildet.
Fugmörteldarf nicht mit Putzmörtel oder Mauermörtel verwechselt werden. Fugmörtel, der im Außenbereich verwendet wird, besteht aus besonders feinem Sand u. Bindemitteln, die ihn nach dem Aushärten wasserabweisend machen. Er lässt sich auch für das Verfugen wesentlich besser verarbeiten.
Fundamentesind in frostfreier Tiefe, d.h. 0,8 m bis 1,20 m unter der Geländeoberkante einzubringen. Nicht frostfrei gegründete Fundamente können durch Eislinsenbildung unter der Sohle beträchtliche Hebungen erfahren und somit Schäden an der Konstruktion verursachen. Auch untergeordnete Bauteile frostfrei gründen. Größere Fundamente werden bewehrt. Reichen für Bauwerke mit größeren Lasten die zulässigen Bodenpressungen nicht mehr aus oder reichen die unterhalb des Geländes befindlichen Geschosse ins Grundwasser, wird durch eine Plattengründung eine Lastabtragung unter der gesamten Bauwerksfläche erreicht sowie die Herstellung einer Bauwerksabdichtung ermöglicht.
Fundamenterderfür alle Gebäude vorgeschrieben. In das Fundament wird ein Fundamenterder eingebaut. An ihn schließt man alle metallisch leitenden Systeme an u. erzielt so einen Potentialausgleich.
Furnierschwaches Holz (in der Regel 0,5 bis 3 mm stark), das zur Veredelung auf Holzflächen für Möbel aufgeleimt wird
FußbodenheizungDie Heizung erfolgt über den Fußboden. Der Wärmespeicher ist z.B. der Estrich, in dem Heizschlangen mit Warmwasser oder elektrische Heizmatten verlegt sind. Eine Fußbodenheizung ist eine träge Heizung, d.h. sie reagiert auf Temperaturschwankungen langsamer. Bei plötzlichen Temperaturschwankungen dauert es länger, bis die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird. Hier ist in Einzelfällen die Kombination mit einer schnellen Heizung (Konvektor) sinnvoll. Es ist eine Strahlungsheizung und damit auch wirtschaftlicher.
Fußbodenwachs u. MöbelwachsNach Vorbehandlung mit Imprägnierungs- oder Hartölen erreicht man für Fußböden aus Holz, offenporigem Stein, Kork, unglasierten Tonfliesen, Möbel und Holzoberflächen einen ansprechenden Schutz. Zusammensetzung: Bienenwachse, Carnaubawachse, Pflanzenöle, Leinöle, Balsamterpentinöle, Citrusschalenöl, Eucalyptusterpentine, Colophonium
Fußleistenverdecken die Fuge zwischen dem Bodenbelag und der Wand.
FußschwelleDie Fußschwelle dient der Auflagerung der Sparren zur Übertragung der Druck- und Schubkräfte des Daches auf die Balkenlage oder Decke.
GalerieRäume - wenn sie bis unter den Dachfirst offen sind -wirken ungemütlich, können auch nicht genutzt werden. Mit einer Galerie - umlaufend oder nur auf einer Seite - kann zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden u. die Räume wirken wohnlicher.
Galvanische Verfahren (passiv)Durch den Einbau zweier Elektrodenebenen im Abstand von drei Ziegelsteinen aus unterschiedlichen metallischen Elektroden (z.B. Fe/Al) wird im feuchtegeschädigten Mauerwerk ein galvanisches Element erzeugt. Das so entstehende elektrische Potential soll dem kapillaren Wassertransport entgegenwirken. Problem ist die Korrosion der Metalle, vor allem wenn Chloride von über 0,02 % vorhanden sind.
GasEs kann giftig, ätzend und erstickend wirken. Häufig bildet es auch mit Luft explosionsfähige Atmosphäre. Zu den Gasen gehören z.B. Kohlenmonoxid, -dioxid, Nitrose Gase, Ozon, Schwefeldioxid, Schwefelwasserstoff, Formaldehyd, Phosgen u.a.
Gasbetonsteinegehören zur Gruppe der Leichtbetonsteine u. werden aus Zement oder Kalk, Quarzsand, Wasser und einem gasbildenden Treibmittel(Aluminiumpulver) hergestellt. Nach der Entnahme aus den Formen werden die Blöcke geschnitten und zur Erhöhung der Druckfestigkeit im Autoklaven unter hochgespanntem Dampf bei 180°C gehärtet.
Gaube Sie ist ein kleiner Dachteil mit eingebautem Fenster, der aus einer Dachfläche herausragt. Durch Gauben entsteht im Raum unter dem Dach mehr Platz. Der nachträgliche Einbau von vorgefertigten Gauben zwischen den Sparren ist unproblematisch und erfordert nur wenig Zeit.
Gebeilte BalkenNur mit dem Beil aus dem Stamm gehauene Balken.
GebindeDen waagerechten Dachbalken und die zwei Sparren eines Sparrendaches nennt man Gespärre oder Gebinde. Die beiden Sparren bilden mit dem Dachbalken beim Sparrendach ein unverschiebbares Dreieck.
Gebrannter Gips ist i.a. ein Gemisch aus Anhydriten und Halbhydraten.
Gefachebei Fachwerk oder Ständerbauweise entstehen zwischen den Balken, welche das Gerüst des Hauses bilden, Leerräume, die Gefache.
GefahrenklasseLösemittel und lösemittelhaltige Stoffe werden nach ihrem Flammpunkt in Gefahrenklassen eingeteilt.
A 1: Leicht entzündlich, Flammpunkt unter 21ºC, nicht wasserlöslich,
A II: Entzündlich, Flammpunkt zwischen 21ºC und unter 55ºC nicht wasserlöslich
A III: Flammpunkt zwischen 55ºC bis 100ºC, nicht wasserlöslich,
B: Wasserlöslich und leicht entzündlich, Flammpunkt unter 21ºC
Die Gefahrenklassen müssen jeweils angegeben werden. Produkte der Gefahrenklassen A 1 und B sind außerdem mit dem Gefahrensymbol für "leicht entzündlich" zu kennzeichnen.
GefährdungsklassenBegriff aus DIN 68 800 und (der neueren) DIN EN 335 zur Einteilung von Holz und Holzprodukten nach den unterschiedlich starken Beanspruchungen und Gefährdungen:
GK 0 innen trocken;
GK 1 innen mit mittlerer rel. Luftfeuchte bis 70% Gefährdung durch Insekten;
GK 2 innen mit rel. Luftfeuchte über 70%, in Nassbereichen (Holz wasserabweisend abgedeckt) oder außen ohne unmittelbare Wetterbeanspruchung, Gefährdung durch Insekten und Pilze;
GK 3 inne in Nassräumen, außen mit Wetterbeanspruchung, Gefährdung durch Insekten, Pilze und Witterung;
GK 4 mit ständigen Erd- und/oder Süßwasserkontakt, Gefährdung durch Insekten, Pilze, Moderfäule, Witterung
GefährdungspotentialDas Gefährdungspotential von Chemikalien für Mensch und Umwelt ist im Wesentlichen eine Funktion der Stofftoxizität und Exposition. Es wird durch eine Reihe von Stoff- und Systemeigenschaften bestimmt. Von maßgeblicher Bedeutung sind Mengen- und Wirkparameter der Stoffe.
GefährlichkeitDie Gefährlichkeit eines chemischen Stoffes charakterisiert sein Potential, biologische Systeme zu schädigen.
GefährlichkeitsmerkmalDer Gesetzgeber hat Im Chemikaliengesetz die Merkmale (Eigenschaften) festgeschrieben und in der Gefährlichkeitsmerkmale-Verordnung definiert, die einen Stoff im Sinne des Gesetzes zu einem gefährlichen Stoff machen. Das Gefährlichkeitsmerkmal bezeichnet die stoffimmanente Eigenschaft, die durch eine entsprechende Untersuchung festgestellt werden kann.
Gehrungwerden z.B. zwei Holz- oder Metallteile mit jeweils z.B. einem 450-Winkel so zusammengefügt, dass ein rechter Winkel z.B. 90° entsteht, nennt man das eine Gehrung.
GeländeklimaKlima an einem bestimmten Geländepunkt als Zwischenstufe zwischen Mikroklima (Pflanzenklima oder Standortklima. Zustand der bodennahen Luftschicht unterhalb von 2 m bis zum Erdboden und dessen luftnahen Schichten) und Makroklima (Zustand der Atmosphäre (Wetter) in 2 m Höhe über dem Erdboden bzw. über der Oberfläche der Erde.)
Gemeinkosten der BaustelleSie entstehen durch den Betrieb einer Baustelle, sie können jedoch einer Position des Leistungsverzeichnisses nicht direkt zugerechnet werden. Die Gemeinkosten werden daher nicht bei einer Position erfasst, sondern getrennt ermittelt und Teilleistungen mit Hilfe eines Zuschlages zugeordnet. Um die Abhängigkeit der Kosten von der Bauzeit zu erkennen, sollten die G.-Kosten getrennt nach einmaligen Kosten und zeitabhängigen Kosten erfasst werden.
Gemischte Bebauung(Mischgebiet)im Bebauungsplan ausgewiesene gemischte Bebauung erlaubt verschiedene Nutzung, z.B. Gewerbe (nicht störend) u. Wohnbebauung.
Generationenhausleben zwei oder drei Generationen in einem Haus aber in getrennter Wohnungen spricht man von Generationenhaus.
Geriffelte Metallbänder (Abdichtungsstoffe)aus Kupfer, Aluminium oder Edelstahl, ein- oder mehrlagig voll in Heißbitumen verklebt, für hoch beanspruchte Bauteile mit guten rissüberdeckenden Eigenschaften.
Geruchsschwellenwert/GeschmacksschwellenwertDer Geruchsschwellenwert bezeichnet die kleinste Stoffmenge in Luft oder Wasser, die von den meisten Menschen noch wahrgenommen werden kann. Der Geschmacksschwellenwert charakterisiert die vergleichbare geschmacklich in Wasser noch nachweisbare bzw. wahrnehmbare Stoffmenge. Aufgrund differenzierter Einflüsse sowie Schwankungen in der subjektiven Empfindlichkeit sind diese Schwellenwerte nicht exakt definiert. Als unmittelbar erfassbares Warnsignal sind sie jedoch ein wichtiger Hinweis auf mögliche Gesundheitsgefährdungen durch Chemikalien.
Geruchsverschlussist ein S-förmiges Rohr, in dem Wasser steht. Durch die Wassersäule wird das Austreten der Gase aus der Kanalisation verhindert.
Geschiebelehmdurch Gletscher oft über weite Entfernungen transportierter Lehm mit gerundeten Körnern, z. T. kalkhaltig (Geschiebemergel). Kalkhaltiger Geschiebelehm wird als Mergel bezeichnet; als Baulehm nur bei geringem Kalkgehalt brauchbar.
Geschlossene Bauweisein Bebauungsplan festgesetzte Bauweise, die vorschreibt, dass Baukörper entlang einer Front zusammenzubauen sind.
Geschossflächenzahl(GFZ)ist im Bebauungsplan festgelegt. Geschossflächenzahl sagt aus, wie viele Quadratmeter maximale Geschossfläche auf einem Grundstück erstellt werden dürfen.
Geschoßhöheist der lotrecht Abstand zwischen der Fußbodenoberkante und der Oberkante des darüber- oder darunter liegenden Fußbodens.
Gesetzliche UnfallversicherungDie Bauberufsgenossenschaften im Bundesgebiet sind die Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung. Gegen Arbeits- und Wegeunfälle sind alle an einem Eigenheimbau (auch unentgeltlich) Beschäftigten mit Ausnahme den Bauherren automatisch versichert. Die Bauherren können sich bei der Bauberufsgenossenschaft freiwillig versichern. In jedem Fall sind sie aber verpflichtet, das Bauvorhaben den örtlich zuständigen Bauberufsgenossenschaft zu melden. Die Bauberufsgenossenschaft hilft gerne weiten, besonders bei Fragen zur Unfallverhütung. Eine private Haftpflichtversicherung befreit nicht von den Gesetzlichen Unfallversicherungspflicht!
Gestauchte StifteNägel, deren breite Kuppen maschinell so zusammengestaucht sind, dass diese ähnlich denen einer Stecknadelkuppe aussehen
GesundheitsschädigungEine Wirkung wird dann als gesundheitsschädigend betrachtet, wenn Funktionen oder/und Strukturen des Organismus sich zeitweilig oder andauernd in einem Maße verändern, welche die physiologische Variationsbreite überschreiten.
GewerkDie Gesamtheit der Arbeit eines Handwerkszweiges am Bau, zum Beispiel Maurerarbeiten, Zimmermannsarbeiten.
Gewichtältere Bezeichnung für die Masse in g, kg oder t.
GewichtsprozentProzentsatz aus dem Gewicht eines Materials, im Gegensatz zu Volumenprozent.
Gewährleistungist die Garantie eines Leistungsanbieters dem Kunden bzw. dem Bauherrn gegenüber, aus der sich eine Haftung für nachweislich durch fehlerhafte Arbeit entstandene Mängel ergibt.
Gewährleistungsfrist Garantiefrist für Bauleistungen (1-5 Jahre). Während dieser Zeit auftretende Schäden aus dem Verschulden des Auftragnehmers müssen kostenfrei behoben werden. Die G. muss bei Auftragsvergabe schriftlich vereinbart werden.
Gewässerschaden - Haftpflichtversicherung schützt gegen Haftpflichtansprüche aus Personen-, Sach- und Vermögensschäden durch Gewässerschäden.
GewölbewiderlagerDie Auflager von Gewölben, die den Gewölbeschub aufnehmen müssen.
Giebelsenkrechte, meist dreieckförmige Hausstirnwand im Dachgeschossbereich bei Sattel- u. Walmdächern.
GiftigkeitDer Begriff Giftigkeit charakterisiert die Fähigkeit eines chemischen Stoffes, Schädigungen von Biosystemen zu verursachen.
GipsdielenMit den sehr formgenauen Elementen lässt sich ein preiswertes Trennwandmauerwerk, bei welchem nur die Fugen gespachtelt werden müssen, herstellen. Sie können rasch große Feuchtigkeitsmengen aufnehmen und wieder abgeben. Sie regulieren das Raumklima, allerdings nur für den Innenwandbereich einsetzbar.
Gipskarton-Verbundplattenvorgefertigte Dämm- und Verkleidungselemente, bestehend aus Gipskartonplatten mit aufkaschierten Dämmplatten, ggf. unter Zwischenlage einer Dampfsperre.
Gipskartonbauplattenwerkmäßig gefertigte Platten für Wand- und Deckenverkleidungen, bestehend aus einem Gipskern, der beidseitig mit festhaftendem Karton beschichtet ist. Plattendicke: 9,5, 12,5, 15, 18, 20 mm. weiter
GipskartonplattenZum Schutz vor hochfrequenten elektromagnetischen Wellen und elektrischen Wechselfeldern gibt es spezielle Gipsplatten, z.B. LaVita von Knauf, deren Rückseitenkarton durch Karbonfasern elektrisch leitfähig sind. Damit können ungestörte Raumzone geschaffen werden.
Gipskartonplatten F (z.B. GKF) gehören der Baustoffklasse A 2 und spezielle Brandschutzplatten z.B. Fireboards (Knauf) oder LaPrima (Lafarge Gips) A 1 an. So umhüllt z.B. bei LaPrima die Platte statt Karton ein beschichtetes Glasfaservlies. Die hochwertige Brandschutzplatte ist für Elektro- und Installationskanäle erfolgreich getestet. Je nach Ausführung gewährleistet sie, dass Kabel 30 - 90 Minuten ihre Funktionsfähigkeit behalten bzw. ein Kabelbrand für diesen Zeitraum im Kanal bleibt. Fireboardplatten müssen bei Stützen und Trägern stirnseitig (Stahlklammer nach DIN 18182) geklammert werden, Verschraubung ist nur zulässig bei einer Unterkonstruktion mit CD-Profilen
Gipsmarkenzeigen sich Risse an Bauteilen, deren Ursache unklar ist, werden Gipsmarken eingesetzt. Diese Gipsmarken setzt man auf den Riss. Gips ist ein starres Material und reißt bei einer Bewegung der Mauer sofort.
Glasdachsteindeckungbei Dachneigungen von 15º bis 60º zur Belichtung der Dachbodenräume.
GleichgewichtsfeuchteBaustoffen des umschließenden Baukörpers stehen mit der Raumluft in einem Feuchtegleichgewicht. Entsteht z.B. beim Duschen Wasserdampf, so wird dieser kurzfristig Von der Wand, meist an der Oberfläche aufgenommen und später wieder an den Raum abgegeben.
Gleichgewichtszustand für die Durchfeuchtungshöhe wird bestimmt je nach kapillarer Leistungsfähigkeit (maximaler Steighöhe, Sauggeschwindigkeit) und Verdunstung.
Gleichmäßige AbtragungDer Korrosionsverlauf erfolgt gleichmäßig über die gesamte Oberfläche. Dieser gleichmäßige Angriff ist relativ harmlos, da er sich verhältnismäßig leicht überwachen lässt. Entstehen dichte und zusammenhängende Korrosionsschichten, so führen diese zu einer Verhinderung des weiteren Angriffs. Die gleichmäßige Abtragung ist die am häufigsten auftretende Korrosionsform, die besonders bei der Lagerung und dem betrieblichen Einsatz von Eisenwerkstoffen an der Atmosphäre anzutreffen ist (Rosten).
Gleitlagerermöglichen einer Stahlbetondachdecke sich ungehindert zu bewegen, somit werden Risse im Außenmauerwerk vermieden. Die Bewegungen entstehen durch die Wärmeausdehnung.
Gleitmittel, Trennmittel oder Antiblockmittel Sie verringern die innere oder äußere Viskosität des Materials und verhindern das Aneinanderkleben von Folien in Fensterhacken auch das Verkleben der Anstrichoberflächen oder das Verkleben von Kunststoff und Werkzeug, und sie erschweren das Festsetzen von Staub auf Anstrichen. Es handelt sich meist um Metallseifen, Montan- oder Paraffinwachse, wachsartige Polymere (z.B. Polyalkylenglykole), Teflon (PTFE Polytetrafluorethylen).
GlobalstrahlungAuf eine horizontale Fläche einfallende direkte - Sonnenstrahlung einschließlich diffuser Himmelsstrahlung
Grattreffen zwei Dachflächen mit gleicher Dachneigung zusammen (z.B. bei einem Walmdach), bilden sie eine Linie, die von der Traufe bis zum First verläuft, den Grat.
GrenzwertEin Grenzwert charakterisiert die zulässige Belastung des Organismus gegenüber einem Stoff oder die zulässige Aufnahme des Stoffes durch den Organismus, eine Bevölkerungsgruppe oder eine Sache.
Grenzwerte für EmissionsnormenNoch EG-Richtlinie 76/464/EWG werden Grenzwerte für Emissionen (Ableitungen) von Schadstoffen aus Industriebetrieben wie folgt definiert: Die als Konzentrationen ausgedrückten Grenzwerte der Emissionsnormen werden für bestimmte Industriebranchen festgelegt. weiter
GroBegriff aus der im Jahre 1956 in der Sowjetunion herausgegebenen Lärmbegrenzungsnorm. Ein gro ist gleich 40 Phon, 2 gro sind 50 Phon, vier gro 60 Phon usw. Dieses Maß entspricht also ungefähr dem sone-Maßstab für die Lautheit.
GrundaktenHier werden die Schriftstücke zu jedem einzelnen Grundbuchblatt zusammengefasst, z.B. Verträge und Anschreiben.
Grundanstrich sorgt für Festigung des Untergrundes, weiten Anstrichfolgen und Mengenauftrag erfolgt nach Herstellerangaben. Kalk- und zementhaltige Putze müssen gut abgebunden und trocken sein. Frische Kalk- und Zementputze müssen vor dem Anstrich durch Fluate neutralisiert werden. Anstrichmittel für Putzflächen: Silikat-, Silikonharz-, Dispersionsfassadenfarben, Dispersionslacke. Altanstriche müssen gründlich gesäubert, lose Farbreste abgebürstet, abgekratzt oder abgebeizt wenden. Grundierung mit Tiefengrund.
Grundbuchist das amtliche Verzeichnis aller Rechte an Grundstücken eines Amtsgerichtsbezirkes mit Eintragung über genaue Lage, Größe, Nutzung des Grundstücks, Eigentümer und evtl. Belastungen, wie Hypotheken, Rechte Dritter am Grundstück (Wegerecht, Leitungsrecht, Fensterrecht). Bei Veränderungen der Verhältnisse, wie Verkauf, Teilung, neue Belastung, Ablösung von alten Belastungen usw. erfolgt auf Antrag "Löschung" und Neueintragung. Das Amtsgericht stellt gegen Kostenerstattung Grundbuchauszüge aus.
GrundbuchblattEs besteht aus einem Bestandsverzeichnis;
Abt. 1 - Eigentumsverhältnisse;
Abt. II - Lasten und Beschränkungen;
Abt. III - Grundschulden und Hypotheken.
Grunderwerbsteuerist beim Grundstücksverkauf zu bezahlt - im Allgemeinen vom Käufer.
Grundflächenzahl (GRZ)auf jedem Grundstück darf nur ein Teil der Fläche überbaut werden, das hängt vom Bebauungsplan ab. Die Grundflächenzahl legt fest, wie viel Fläche bebaut werden darf.
Grundierung (Holz) erster Arbeitsgang bei der Oberflächenbehandlung des Holzes; sie hat den Zweck, die Saugfähigkeit des Untergrundes aufzuheben und eine gute Grundlage für nachfolgende Anstriche zu schaffen.
Grundierung (Metall) Metalle erhalten nach dem Entrosten einen Korrosionsschutz -Grundanstrich mit passivierender Wirkung. Entrostete Stahlbauteile versieht man nach DIN 18364 bzw. 55928 T 6 in der Regel mit 2 Bleimennige-Grundanstichen auf Ölgrundlage. Im Brückenbau diese Bleimennige-Anstriche nicht mehr zulässig.
GrundschuldBelastung eines Grundstückes zugunsten eines Gläubigers (z.B. Bank). Aufgrund der Belastung muss eine bestimmte Geldsumme aus dem Grundstück gezahlt werden. Sie wird von den Banken im Regelfall gefordert bevor ein Darlehen ausgezahlt wird.
Grundstückjedes für sich vermessene u. im Grundbuch eingetragene Flurstück ist ein Grundstück. Wird aus einer größeren Fläche mit nur einer Flurstücknummer ein Teilstück herausgekauft, so bezeichnet man das als eine Parzelle.
Grundstückswert richtet sich nach dem Verkehrswert zum Zeitpunkt der Kostenermittlung. Dies gilt auch, wenn der Kaufpreis vom Verkehrwert zum Zeitpunkt der Kostenermittlung abweicht. Sind Teile des Grundstückes unentgeltlich oder gegen Entgelt für den Gemeinbedarf abzutreten oder abgetreten worden, so soll diese Fläche bei der Ermittlung des Verkehrswertes berücksichtigt werden.
Bei Grundstücken, für die ein Erbbaurecht bestellt wird, darf der Grundstückswert nicht eingesetzt werden.
Grundwasserim Erdbereich vorhandenes Wasser. Höhe des Grundwasserspiegels ändert sich, je nach Jahreszeit u. Regenanfall. Wichtig ist der höchste Grundwasserspiegel. Liegt dieser im Bereich eines Kellergeschosses, muss eine Abdichtung gegen drückendes Wasser erfolgen. Während der Bauzeit ist Grundwasserhaltung nötig.
Gründungenhaben die Aufgabe, die Lasten des Baukörpers - Eigengewicht und Verkehrslast - in den Baugrund einzuleiten. Da die Festigkeit der Böden geringer ist als die Festigkeit der Baustoffe, werden lastverteilende Gründungselemente unter den tragenden Elementen des Bauwerks, wie Wände und Stützen, angeordnet. Die Gründung muss so bemessen sein, dass die Standsicherheit der Bauteile gewährleistet ist. (Sicherheit gegen Bruch des Bodens unter dem Fundament, Gebrauchsfähigkeit des Bauwerks, Vermeidung von Rissen und unzulässigen Setzungen wegen Rohranschlüsse)
Gussasphalt-Estrichwird mit einer Temperatur von 220 bis 250 ºC eingebaut. Die Oberfläche des Estrichs wird vor dem Erkalten mit feinem Sand abgerieben. Die Dicke liegt zw. 2 bis 3 cm. Bei einer Dicke von über 4 cm ist dieser zweilagig auszuführen. Nach ca. 2 bis 3 Std. ist der Estrich begehbar. Als Unterboden mit oder ohne Wärmedämmschicht für normalen Bodenbelag und zur Sanierung alter Böden, insbesondere auch Holzfußböden (Holzbalkendecke). Ein weiter Vorteil ist, es wird keine zusätzliche Baufeuchte eingebracht. Gussasphaltestriche sind jedoch fast doppelt so teuer wie Zementestriche.
Günstige GebäudeausrichtungWirksamer Sonnenschutz aller südost- bis westorientierten Außenwandflächen. Grosse Wärmespeicherung der raumumschließenden Bauteile.
HOAIist die Abkürzung für Honorarordnung für Architekten u. Ingenieure. Die Bestimmung der HOAI regelt die Berechnung der Entgelte für die Leistungen der Architekten und Ingenieure, soweit sie durch Leistungsbilder oder andere Bestimmungen erfasst werden.
HaarkalkmörtelKalkmörtel mit Faserzusatz, früher Kälberhaare. Er erreicht höhere Reißfestigkeit als normaler Mörtel.
HaarrisseFeine Risse unter 2 mm Klaffung.
Haftvermittler (z.B. in Anstrichen, Putzen, Reparaturmörteln) enthalten wasserlösliche (hydrolysierbare) Gruppen zur Bindung an das anorganische Material und organofunktionelle Gruppen im gleichen Molekül (z.B. Stearate, halborganische Silane), auch Kasein oder Salmiakgeist.
Halfenschienen Spezialschienen zur Verankerung von leichten Zwischenmauern.
HallradiusUmkreis von der Schallquelle, in dem der direkte Schall innerhalb eines Raumes stärker (lauter) ist als der reflektierte. Der Hallradius ist abhängig von der Nachhallzeit und damit vom Gesamt-Schallschluckvermögen A des betreffenden Raumes und dementsprechend = 0,141 Wurzel aus A.
Handlaufoberer Teil eines Geländers, vor allem eines Treppengeländers, nennt man Handlauf.
Hanfkann für alle Wärmeisolierungen und Trittschalldämmung verwendet werden. Neben den anderen Produkten lassen sich Hartfaserplatten und Pressspanplatten herstellen. Aus 1 ha Hanf erhält man dieselbe Menge Zellstofffaser wie aus 4,15 ha Wald. Aus Hanf kann Cannabis (Marihuana) hergestellt werden. Allerdings gibt es bereits Züchtungen, die frei von THC (Terahydrocannabinol) sind, also drogenfrei wachsen.
HartfaserplatteHolz-Pappe-Platte (meist 0,5 bis 0,8 cm stark), die vielfältig bei der Möbelherstellung oder Wandverkleidung verwendet wird (leicht zu bearbeiten und haltbar)
Hartölfür Holzmöbel sind besonders tief eindringende, den Untergrund verfestigende öle für strapazierte Oberflächen wie Arbeitsplatten, Möbel, Kork, Türen, offenporigem Stein z.T. auch für Putze und unglasierte Tonfliesen. Zusammensetzung: Orangenschalenöl, Balsamterpentinöl, Kieferharzbalsam, Dammarharz, Leinöl, Standöl, Nussöl, Holzöl, Kieselgur, Alkohol, Trockner bleifrei
Harziger Sägeblättling(Lentinus adhärens) (A. et S.:Fr.) Fr., holzzerstörender Pilz, Bilder zu Myzel, Holzzerstörender Pilz, Bilder zu Myzel weiter
Haus- und Grundstücks - Haftpflichtversicherungbezweckt die Abdeckung von Haftpflichtansprüchen, die sich aus dem Besitz eines Hauses oder Grundstücks ergeben, und wird nach Abschluss der Bauarbeiten - bis dahin schützt die Bauherren - Haftpflichtversicherung - erforderlich. Der Abschluss einer Haus- und Grundbesitzer - Haftpflichtversicherung ist allerdings dann entbehrlich, wenn es sich um ein vom Besitzer allein bewohntes Einfamilienhaus oder auch eine Eigentumswohnung handelt und diese zu keinen anderen als Wohnzwecken verwendet wird. In diesen Fällen besteht Versicherungsschutz bereits im Rahmen einer Privathaftpflicht - Versicherung.
Hausanschlussraum(nach DIN 18012) oft im Kellergeschoss an der zur Strasse liegenden Außenwand, in dem Einrichtungen zum Anschließen u. Absperren der Versorgungsleitungen für Wasser, Strom, Telefon, Kabelfernsehen u. Gas sowie der Abwasserreinigungsschacht untergebracht sind.
HauslandschaftEin bestimmter Haustyp, der in einer Landschaft vorherrscht.
Haustechniktechnischer Ausbau; Zusammenfassung der technischen Ausrüstung für ein Gebäude: Sanitäreinrichtungen, Rohrleitungen, Armaturen u.ä. für Wasser, Abwasser, Gas Elektroinstallation für Stark- u. Schwachstrom, Telefon u. Fernsehen, Ventilatoren, Pumpen, Aufzüge usw., Heizungs- und Lüftungsanlage, Warmwasserversorungseinrichtungen.
Hautverhütungsmittelsind reaktionshemmende Lösemittel wie Terpentinöl oder Aromaten Kohlenwasserstoffe), Phenole, Hydrazine, aromatische Amine, besonders häufig Oxime in der Regel um Methylethylketoxim und/oder Butyraldoxim.
Heftenprovisorisches Nageln mit dem Ziel, mehrere Materialteile für eine bestimmte Bearbeitung zeitweilig fest zusammenzufügen, und zwar so, dass anschließend ohne Schaden am Werkstück die Nägel entfernt werden können
Heizenergie Gaserfordert einen Hausanschluss entsprechender Dimension, Schornsteine so weit nicht Außenwandgeräte (Landesbauordnung beachten, Bezirksschornsteinfegermeister fragen) vorgesehen werden, jedoch keinen Lagerraum Die Bezahlung erfolgt nach Verbrauch überwiegend kein Heizraum notwendig da Heizgeräte auch in Flur, Garderobe oder Küche angeordnet werden können. Flüssiggas erfordert einen Lagertank für obenirdische bzw. unterirdische Lagerung. Die Bezahlung erfolgt nach dem Füllen des Tankes.
HeizgradtageDie Heizgradtage sind das Produkt aus den jährlichen Heiztagen bei einer Außenlufttemperatur von weniger als + 10ºC und der tatsächlichen Differenz zwischen der Außenlufttemperatur und der Wohnraumtemperatur, die durchweg mit +20ºC angenommen wird.
HeizkörperSammelbegriff für alle Arten von Wärmetauschern, die die Wärme an die Raumluft abgeben. Sie haben einen Stellflächenbedarf der bei der Möblierung des Raumes berücksichtigt werden muss. Der optische Eindruck sollte sich der Gesamtgestaltung des Raumes anpassen. Am günstigsten sind Strahlsheizkörper, wie z.B. Bandstrahlheizkörper, diese werden statt einer Fußbodenleiste angebracht. Konvektoren sind so aufzustellen, dass eine gute Luftwalze entstehen kann und alle Bereiche des Raumes erreicht werden. Es sind daher oft 2 kleiner Heizkörper an verschiedenen Standorten zweckmäßiger als ein großer.
Heizkörperlackwird für deckende Vor- und Schlussanstriche auf Metalluntergründe, besonders für Heizkörper und Heizungsrohre für 70ordm; bis 90ºC verwendet. Zusammensetzung: Hochwertige, temperaturbeständige Naturharze, vergilbungsarme Pflanzenöle, Mineralpigmente, bleifreie Trockenstoffe
Heizkörpernischendamit Heizkörper so wenig wie möglich auffallen, werden sie gerne in Wandnischen unter den Fenstern versteckt.
HeizwertWärmeinhalt von Stoffen bei normaler Verbrennung, z. B. in konventionellen Heizanlagen. Holz (320-400 kg/m3) 14654 kJ/kg; Braunkohlenbrikett (700-720 kg/m3) 20097 kJ/kg; Stadtgas ((0,60 kg/m3) 15073 kJ/kg; Mittel-Heizöl (890-860 kg/m3) 41031 kJ/kg
Heizölerfordert einen Lagerraum im Kelter oder einen Erdtank. Die Bezahlung erfolgt nach dem Füllen des Tankes. Der Zentralheizungskessel steht üblicherweise nicht im Wohnbereich (Ausnahme: Spezieller Küchenheizkessel), da ein Gebläsebrenner Geräusche verursacht.
Heizölsperrein Heizungsräumen muss Bodenablauf mit einer Heizölsperre versehen sein. Damit wird verhindert, dass Heizöl in das Abwassernetz abfließen kann.
Heißluftverfahrenvorwiegend in Nordeuropa angewandtes Verfahren, um mittels auf 100 ºC erhitzter, in die zu sanierenden Räume geleiteter Luft tierische Schädlinge, vor allem den Hausbock, im Holz zu bekämpfen; im gesamten Querschnitt des Holzes muss für mindestens 60 min eine Temperatur von 55 ºC gehalten werden. Da das Heißluftverfahren keinen vorbeugenden Schutz des behandelten Holzes bewirkt, ist es nach DIN 68 800-4 mit der Einschränkung zugelassen, dass gefährdete Holzbauteile im Anschluss an die Heißluftbehandlung mit einem chemischen Holzschutzmittel vorbeugend zu schützen sind.
HellhörigkeitEin entstandener Begriff, der eine unzureichende Luft- und Körperschalldämmung vorwiegend im Wohnungsbau bezeichnet.
Hellhörigkeitunzureichende Schalldämmung im Wohnbereich. Besonders festzustellen bei Alt- und Nachkriegsbauten, die noch nicht nach den Regeln des Mindestschallschutzes (DIN 4109) gebaut wurden.
Helmholtz-ResonatorVorwiegend zur Absorption tiefer Frequenzen verwendete Schallschluckanordnung aus einzelnen Hohlräumen, die mit der Raumluft durch Löcher oder Schlitze in Verbindung stehen. Benannt nach H. v. Helmholtz (1862). Der Helmholtzsche Resonator stellt ein akustisches Schwingungssystem dar, das bei seiner Resonanzfrequenz eine starke Absorption gewährleistet. Gegen tiefere und höhere Frequenzen fällt die Wirkung je nach Ausmaß der Dämpfung, die auch die Größe des Absorptionsmaximums beeinflußt, ab.
Hinterfüllungist die Kies- oder Schotterauffüllung von Arbeits- und Hohlräumen an Kellermauern, Schächten, Stützmauern etc.
HinterlüftungDieser Begriff umschreibt ein Konstruktionsdetail bei Außendämmungen. Die Hinterlüftung verhindert, dass Regen, der durch die Außenhaut dringt, bis an die Dämmung gelangt, denn durchnässte Dämmung verliert einen großen Teil seiner Dämmwirkung. Hinterlüftete Fassaden bestehen z.B. aus der sichtbaren ersten Schicht (Brettschalung, Plattenmaterial, Klinker), einer ca. 4 cm breiten Lüftungsebene der Dämmung und dem tragenden Wandaufbau. Die Luft muss durch natürlichen Auftrieb zwischen Verkleidung und Wand bzw. Dach unten ein- und oben austreten können.
Hintermauerziegel für Mauerwerk, das verblendet, geputzt oder mit anderem Wetterschutz versehen wird. Frostbeständigkeit der Ziegel nicht erforderlich.
Hirnholzwird die quer zur Faserrichtung verlaufende Schnittfläche von Holzteilen bezeichnet oder auch das Ende eines Balkens.
HirnholzparkettStärke: 20 mm Durch seine lebendige kleinflächige Struktur ist dieser Boden sehr unempfindlich und strapazierfähig. Er wird daher auch zumeist für Schulen, Kindergärten und in Gewerbe und Industrie auf schwimmenden Estrichen verlegt.
Hochfrequente elektromagnetische Wellen werden von Fernseh-, Rundfunksender, der Post, digitalen D- und E-Mobilfunknetze und die Basisstationen der digitalen schnurlosen DECT-Telefone. Selbst schnurlose Kopfhörer und mobile Babysitter gehören dazu. Die elektromagnetischen Schwingungen liegen bei einer Frequenz ab 30.000 Herz. Zur Übertragung werden einzelne Pulse (Pulsmodulation z.B. Mobiltelefon) oder Schwingungspakete (Frequenzmodulation z.B. Rundfunk) in den Raum gesendet. Die Maßeinheit ist W/cm2
Hochofenzementliegt die Hüttensandbeimahlung zwischen 36 und 80 G.- %.
Hohlblocksteine gibt es als Zweikammersteine und Dreikammersteine mit Ergänzungssteinen für tragende und nicht tragende Innen- und Außenwände.
Hohzschindeldeckungbei Dachneigungen von 18º bis 45º aus Zeder, Tanne, Fichte, Kiefer, Lärche, Buche, Eiche.
Holz und Biomassewie Hackschnitzel, Späne, Sonnenblumenschalen, gehäckseltes Stroh, landwirtschaftliche Abfälle, Grobhackgut u. a. als Brennstoff für spezielle Kesselanlage zur Beheizung von Einfamilienhäusern sowie für Industrie-, Nah- und Fernwärmeversorgungsanlagen.
Holz-Aluminium-Fenstersind Holzfenster mit äußerer Alu-Profilbekleidung. Die Oberflächenbehandlung erfolgt innen wie bei Holz bzw. außen wie bei Aluminiumfenstern.
Holz-Kunststoff-Fenster mit äußeren Rahmen- und Flügelteilen aus Kunststoff und inneren Rahmen- und Flügelteilen als Holz. Ein Anstrich entfällt; die Holzteile werden wie bei Holzfenster behandelt.
Holz-Kupfer-Fenstersind Rahmen-Verbundfenster mit äußeren Rahmen- und Flügelteilen aus Kupferprofilen mit Dämmkern und thermisch getrennten inneren Holzprofilen. Die Oberflächenbehandlung der Kupferprofile entfällt, die Holzteile sind wie Holzfenster zu behandeln.
Holzbalkendeckebei der die Wärmedämmfähigkeit meist ausreichend, die Schalldämmfähigkeit dagegen nicht ausreichend ist. Die Balkenlage im Abstand von 65 cm bis 85 cm wird mit einer Ausfachung (Einschub- oder Wickelboden), darauf Auffüllung mit ausgeglühtem Sand, Kies, Koksasche, Blähton, ggf. Lehmschlag, ausgeführt. weiter
HolzbeizenZum farbigen Beizen aller unbehandelten saugfähigen Holzarten wie Schalungen, Holzkonstruktionen, Möbel im Innenbereich bei nicht zu extremer Sonneneinstrahlung. Beizen sind auswaschbar und daher nicht für außen zu empfehlen. Es gibt Wasser- und Lösemittelbeizen. Die gebeizten Flächen müssen mit einem Deckenschutzanstrich versehen werden. Zusammensetzung: Auszug aus Färbepflanzen unter Zusatz von Salzen und ätherischen ölen.
Holzfasern (Einblas-Dämmstoff)Es findet Anwendung im Aufblasverfahren, z.B. in eine Holzbalkendecke, oder im Einblasverfahren in geschlossene Gefache, z.B. Dach oder Außenwände. Produkt z.B. emfacell® Dem Produkt wird 2% Boratlösung als Schädlingsschutz und 6% Ammoniumphospahtgemisch als Brandhemmer beigemengt.
Holzfensteraus europäischen oder überseeischen Weich- bzw. Harthölzern ‚"Bewährte Holzarten für den Fensterbau" sind lt. RAL-Gütegemeinschaft (Institut für Fenstertechnik Hosenheim):
Nadelholz: Douglasie (Oregon Pine, Douglas Fir), Fichte (Rottanne), Hemlock (Western Hemlock).
Laubholz: Afzelia (Doussie), Eiche (Sommereiche, Stieleiche, Traubeneiche). Framire (Black Affara, Emeri, Idigho, Freme), Sipo Mahagoni (Utile, Sipo), White Serave (Ulratmata). Niangon. weiter
HolzfeuchteVerhältniszahl (u) des im Holz enthaltenen Wassers zum Gewicht des absolut trockenen Holzes, angegeben in Gewichtsprozent.
Holzkonstruktionals Sparrendach, Pfettendach oder Kehlbalkendach für Satteldachform und Walmdachformen, flach geneigte Dächer und Flachdächer. Nicht jeder Dachstuhl eignet sich für den Dachausbau.
HolzschutzanlageSammelbegriff für geschlossene Apparaturen oder Vorrichtungen zur Verarbeitung von Holzschutzmitteln im Sprüh- (Sprühtunnel) oder im Flutverfahren (Flutanlage) mit Absaugung, Schutzmittel- und ggf. Lösungsmittelrückgewinnung.
HolzständerwerkEin Holzständerwerk ist ein Konstruktionsprinzip beim Holzbau, bei dem die lastaufnehmenden Holzteile als dünne Pfosten und Riegelverbindungen in Reihe Flächen- und Einzellasten aufnehmen. Die Holzständerbauweise ist eines der verbreitesten Bauprinzipien des Holzbaus.
Holzteereentstehen bei der Herstellung von Holzkohle durch Pyrolyse von Buchenholz oder auch Nadelhölzern. Verwendet wird Holzteer vor allem in holzschützenden Außenanstrichen der Naturfarbenhersteller.
Holzveredelungsmittelvon Wirkstoffen gegen Holzschädlinge freie Anstrichstoffe, die die Holzoberfläche vor Hecken, Schmutz und Staub schützen und sie pflegen sollen.
HolzverkleidungWände und Zimmerdecken können statt mit Putz oder Tapeten auch mit Holz verkleidet werden.
Holzweichfaserplatten sind geeignet für Dämmung bei Dachausbauten, Leichtbauwände und für Trittschalldämmung. In Kombination mit Hartfaserplatten sind auch Trockenestrichplatten am Markt. Sie werden fas ausschließlich aus Restholz hergestellt. Zusammensetzung: Holzfaser, Aluminiumsulfat 0,5-1%. Wärmeleitfähigkeit 0,045-0,06 W/mK, Diffusionswiderstand 4-9
HolzwerkstoffSammelbegriff für verschiedene Produkte (Sperrholz, Spanplatte, Faserplatte usw.), die durch Zerlegen des Holzes und anschließendes Wiederzusammenfügen meist unter Zugabe anderer Stoffe (z. B. Leime, Kunstharz, mineralische Bindemittel usw.) entstehen.
Holzwolledämmplattendienen zur bewegungsarmen Herstellung und Trennwänden, Verkleidungen von Wänden und Stahlbetonkonstruktionen sowie im Dachgeschoßausbau.
Holzwolleleichtbauplatten Der Einsatz reicht vom mitbetonierbaren Putzträger, ein- und zweischaligen Zwischenwänden, Fußbodenkonstruktionen, Mantelwänden über die Kompaktbauweise für Dachgeschoßausbauten bis hin zur Niedrigenergiebauweise in Skelettbauweise. Sie besteht aus Laub- und Nadelhölzern, die zu Holzwolle aufgehobelt, mit Kieserit (Magnesiumchlorid) gegen pflanzliche und tierische Schädlinge geschützt und mit kaustisch gebranntem Magnesiazement mineralisiert wird. Durch die Magnesitbindung bleibt die natürliche Elastizität der Holzfaser unverändert erhalten. Wärmeleitfähigkeit 0,09-0,1 W/mK; Diffusionswiderstand 4-6
Horizontalabdichtung Mechanische Verfahren: Aufstemmen bzw. aufsägen und Dichtungsbahn einlegen. Dies erfolgt abschnittweise und es werden die Fugen ausgefüllt, damit möglichst wenige Risse entstehen. Es werden auch spezielle Edelstahlbleche in die Fugen eingeschlagen.
Injektage (Querschnittsabdichtung durch drucklose und druckbehaftete Injektionsverfahren): Als Injektionsmitteln werden die Wirkstoffe Acrylate, Epoxidharze, Paraffine, Polyurethanharze, Silane, Silikate, Silikomikroemulsionen oder Sioxane verwendet.
Elektrophysikalische bzw. elektrokinetische Verfahren: Diese Verfahren zur Mauertrockenlegung sind bis heute äußerst umstritten. Obwohl das theoretische Prinzip bekannt ist, steht der Verwirklichung häufig die praktische Durchführbarkeit entgegen. Mehr zu den Verfahren unter.
Horizontalsperrewaagerechte Abdichtung, die gemauerte Kellerwände vor aufsteigender Feuchtigkeit schützen soll. Hierzu zählen, Bitumenbahnen, Folien, Edelstahlbleche sowie Bohrlochinjektagen.
HydrationWasseraufnahme eines Materials aus der Umgebung, bei Bauteilen aus dem Erdreich oder aus der Luft. Die Hydration von Baustoffen kann durch hygroskopische Stoffe, zum Beispiel eingeschlossene Salze, verstärkt werden.
Hydrophobieren nennt man das Verfahren, um Flächen wasserabweisend bzw. wasserundurchlässig zu machen. Durch Zusatz oder oberflächliches Aufbringen wasserabstoßender Substanzen: Silikate und Silikonate für alle Mauern (Fluate),Öle und Lacke für Holz.
HydrophobierungEine Hydrophobierung schützt das Bauteil vor Schlagregen, Spritz- und Tauwasser. Am häufigsten werden dazu -Silikonimpränierungen und darauf eine Silikat(farben)schicht verwendet. mehr
Hygroskopisch Stoffe sind Stoffe, die das Bestreben haben, Feuchtigkeit aus der Umgebung (Luft oder Erdreich) an sich zu ziehen und zu speichern, am Bau besonders verschiedene Salze.
Hygroskopizität Kapillar aufsteigende Mauerfeuchte kann Schadsalze nach oben transportieren und diese zum Ausblühen auf der Oberfläche des Natursteins bringen. Eine Reihe von Salzen hat das Bemühen, Wasser aus der Umgebungsluft zu binden und selbst dabei in Lösung zu gehen. Diese Verhaltensweise nennt man Hygroskopizität. Die dadurch bedingte Wasseraufnahme des Natursteins führt zur Erhöhung der so genannten Gleichgewichtsfeuchte.
Hypokaustenheizungwurde schon von den alten Römern betrieben. Hypokaustenheizung erwärmt die Luft nicht durch Heizkörper sondern durch wärmeabstrahlende Wände, Fußböden oder Decken.
HängewerkDachkonstruktion, die es ermöglicht, weite Öffnungen durch nichtunterstützte Balken (Hängebalken) zu überspannen. Die gesamte Last wird über Hängesäulen und Hängestreben auf die Auflager übertragen. Je nach Anzahl der Hängesäulen werden einfache oder doppelte Hängewerke unterschieden. Bei Neubauten werden Hängewerke nicht mehr angewendet.
HörbereichBereich des normalen menschlichen Hörens zwischen der Schmerzschwelle und der Hörschwelle, also zwischen 120 und 0 phon bei 16 bis ca. 20000 Hz. Der Hörbereich der meisten Menschen, insbesondere der älteren, ist kleiner.
HörbereichBereich menschlichen Hörens im Lautstärkebereich von 0 u. 120 Phon, zwischen Hörschwelle u. Schmerzschwelle.
HüllflächenverfahrenNachweisverfahren zur Berechnung der Transmissionswärmeverluste bei Gebäuden in Abhängigkeit vom Verhältnis der wärmeübertragenden Hüllfläche (Umfassungsfläche) zum hiervon eingeschlossenen Bauwerksvolumen.
Hüttensandenthält CaO (40 - 50 G.-%); Si02 (30 - 40 G.-%); Al203 (8 ÷ 18 G.-%); FeO und MnO (zus. bis 3 G.-%); MgO (bis 8 G.-%). Hüttensand hat alleine keine wesentlichen Zementeigenschaften. Diese entwickeln sich jedoch in Anwesenheit von Aktivatoren wie Ca(OH)2 und CaSO4.
ISOROSTSchalungselemente aus Polystyrol-Hartschaum, welche mit Transportbeton verfüllt werden.
Immissiondas Ausmaß von unkörperlichen Störungen (Geräusche, Schadstoffe, Gase usw.) am Ort der Wirkung.
Immissionsquellenkönnen nach dem bisherigen Erkenntnisstand sein: Bewohner selbst (Kohlendioxyd, Wasserdampf, Gerüche), Tabakrauch, Abgase aus Feuerstätten (Ofen, Kamine, Gasherde), Koch- und Waschvorgänge, Haushaltsprodukte (Putz- und Pflegemittel, Kosmetika), Hobbyprodukte, Staubentwicklung ... weiter
Imprägnierungbezeichnet allgemein das Durchtränken eines porösen festen Stoffes zur Veränderung oder Verbesserung seiner Eigenschaften,um den Baustoffe wasserabweisend zu machen. Imprägnierung von Stein oder Beton im sichtbaren Außenbereich kann mit Wasserglas, Silikonanstrichen oder durch Verkieselung (Hydrophobieren) erfolgen. Im Holzschutz: Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Holz gegenüber Schädigungen durch Pilze (Fäulnis) und Insekten.
Infraschallvom menschlichen Ohr nicht mehr wahrnehmbare Schallwellen niedriger Freqünz.
InhalativAufnahme über den Atemweg.
InjektionsverfahrenDas Verfahren hat zum Ziel, entweder den kapillaren Durchmesser zu vermindern oder die Oberflächenspannung in den Kapillaren drastisch zu erhöhen, d.h. einen Wasser abweisenden Effekt zu erzielen. Wirkprinzip der Reaktionsprodukte beruht auf: kapillarverstopfend, kapillarverengend, hydrophobierend oder kalillarverengend und hydrophobierend.
InnendämmungDie Innendämmung verbessert den Wärmeschutz bei bestehenden Gebäuden, wenn eine Außendämmung aufgrund konstruktiver Gegebenheiten nicht möglich ist. Auf der Wandinnenseite werden geeignete Dämmmaterialien aufgebracht und mit Holz- oder Ausbauplatten (Gipskarton, Gipsfaser) verkleidet. weiter
InnenwändeWände innerhalb des Gebäudes; sie können tragend oder nicht tragend sein, in Schwer- und Leichtbauweise, als Mauerwerk oder Montagewände ausgeführt werden.
Installationsblockvorgefertigtes Element, alle Sanitäranschlüsse vormontiert. Sanitäre Einrichtungen werden am Bau montiert.
Installationsschlitzesind ins Mauerwerk eingeschlagene oder gefräste Vertiefungen, in welche die Rohre verlegt u. verputzt werden. (Dabei dürfen tragende Wände nicht horizontal geschlitzt werden.)
Instandhaltungist die laufende Unterhaltung von Gebäuden mit der Maßnahme, den bestimmungsgemäßen Zweck zu erhalten.
Instandsetzungist die Behebung von baulichen Mängeln, insbesondere von Mängeln, die infolge von Abnutzung, Alterung, Witterungseinflüssen oder Einwirkungen Dritter entstanden sind, durch Maßnahmen, die den zum bestimmungsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand wieder herstellen. Das sind z.B. abgenutzter Bauteile, Anstriche, Beläge, Anlagen und Geräte u.a.
Interkristalline KorrosionBei dieser sehr gefährlichen Korrosionsform erfolgt der Angriff, von der Oberfläche ausgehend, entlang der Korngrenzen des Werkstoffs, ohne äußerlich erkennbar zu sein. Die sich an den Korngrenzen befindenden Gefügebestandteile werden dabei angegriffen, und der Zusammenhalt der Kristallite geht verloren. Als Folge können ganze Bereiche von Kristalliten herausbröckeln. Die damit verbundene Verminderung der tragenden Querschnitte führt bei Betriebsbeanspruchungen zur Zerstörung des Bauteiles. Die Korrosionserscheinung tritt häufig bei geschweißten hochlegierten Chrom-Nickel-Stählen auf.
IrdengutEs handelt sich zumeist um Töpferware die für die industrielle Herstellung weniger in Frage kommt. Brenntemperaturen und wärmetechnische Werte sind ähnlich wie bei Ziegeln. Wasseraufnahme bis 20%.
IsolierenSchutz gegen Elektrospannungen (isolierte Kabel, isolierter Schraubendreher, isolierte Zange, Isolierband u.a.).
Isolierleichtmörtel werden mit Perlite- und Blähtonzusätzen aufbereitet. Perlitezusatz verbessert die Verarbeitbarkeit und verbessert die Putzeigenschaften, wie z.B. Rissfreiheit. Sie werden hauptsächlich zum Mauern von wärmeisolierenden Außenwänden und für wärmeisolierungsverbessernde Putze verwendet. (Wärmeleitfähigkeit 0,14 -0,09 W/mK; Diffusionswiderstand 5-7)
Isolierungalle Isolierungsmaßnahmen beim Bauen gegen Feuchtigkeit und Wärme.
IsolierverglasungEinheit aus mehreren Glasscheiben, die durch luft- oder gasgefüllte Zwischenräume getrennt, aber im Gegensatz zu herkömmlichen Doppelverglasungen luft- und feuchtigkeitsdicht miteinander verbunden sind.
Jalousiewaagerechte Lamellen aus dünnem Aluminium oder Kunststoff, die mit Schnüren verbunden, und sich damit verstellen lassen. Können zu einem Paket hochgezogen oder eingerollt werden.
KachelOfenkachel beim Kachelofenbau. Heute (fälschlicherweise) allgemein für Keramikmaterial u. Fliesen (umgangssprachlich).
Kachelofenwird meist mit Holz, Kohle oder Koks betrieben, aber auch mit Gas oder öl.
Kalkestrich u. GipsestrichDiese Estrichformen werden wegen der Feuchtigkeitsempfindlichkeit kaum noch eingebracht. Der Gips für Estrich wird mit 900 bis 1200 ºC gebrannt. Starke 5-6 cm, Gewicht 100-120 kg/qm
Kalkgipsputzekommen ausschließlich im Innenbereich zum Einsatz. Mann verputzt damit Innenwände und Decken. Die Oberfläche kann geglättet oder gerieben werden. Maschinengängige Gipsputze eignen sich zum Verputzen von Beton und stabilem Mauerwerk. Grundmaterial sind Kalk, Gips und Sand.
KalkkfarbenanstrichAm besten eignet sich alter eingesumpfter Weißkalk. Sie sind nicht für Gipsuntergründe geeignet. Sie sind basisch und wirken so desinfizierend. Es können bis 5 % Abtönpaste zugegeben werden. Zur Verbesserung der Wetter- und Wischbeständigkeit kann Leinölfirnis, Holzöl, Kasein oder Kochsalz zugegeben werden.
Kalkmännchen(Kalkspatzen) Ungelöschte Kalksteine im Sumpfkalk, auch als Einschlüsse in alten Ziegeln, entwickeln bei Berührung mit Wasser starke Quell- und Sprengwirkung.
KalkputzDer beste und härteste Kalkputz ist mit frisch gelöschtem Kalk erzielbar. Die heute verwendeten Kalkzubereitungen brauchen, damit sie die Abriebsfestigkeit erreichen, die Zugabe von Trass oder Zement. Reine Kalkputze werden wegen ihrer geringen Festigkeit heute selten ausgeführt.
Kalksandsteineweiße Mauersteine aus Kalk. Es wird in einem Mischungsverhältnis von 1 : 12 gemahlener Brandkalk mit kieselsäurehaltigen Zuschlägen (Sand) unter geringem Wasserzusatz gemischt. Das Gemisch wird in Reaktionsbehältern zwischengelagert. Dort löscht der Kalk zu Kalkhydraten ab. weiter
Kalksteinist eine Sammelbezeichnung für Mineralien, die überwiegend aus CaCO3 bestehen.
Kaltdachist ein belüftetes Dach, das wärmegedämmt ist, aber zwischen der Dämmung u. der Dachhaut liegt ein Luftraum mit Be- u. Entlüftung an den Dachrändern.
KaminDarunter versteht man den offenen Kamin mit eigenem Schornstein.
Kanten brechen (bestoßen)mit unterschiedlichem Werkzeug bzw. Sandpapier leicht abschrägen oder runden (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Kanthölzerstarke (in der Regel rechteckige) Leisten, die beispielsweise für leichte Dachkonstruktionen verwendet werden
KapillarWechselwirkung einer Flüssigkeit mit dem Material der sie umgebenden Gefäßwand, vornehmlich in sehr engen Röhren o. ä.
Kapillare WasserabgabeKondenswasser wird über die Kapillaren an die Wandoberfläche geleitet und kann dort verdunsten.
Kapillaren Haarröhrchen Röhrchen oder langgestreckte Hohlräume mit sehr kleinem Innendurchmesser. Durch die in den K. veränderte Oberflächenspannung kann Wasser in den Hohlräumen in beträchtlichem Maß aufsteigen.
KapillarfunktionKapillare Wasserabgabe. Kapillarkondensation Feuchtigkeitsbildung in den Kapillaren durch erniedrigten Dampfdruck, das heißt, Dampf kondensiert auch schon unterhalb des normalen -Taupunkts zu Wasser (-. Kondensation).
Kapillarität bestimmt wie schnell ein Bauteil wie viel Wasser aufnimmt(Regen, Spritzwasser, Bodenfeuchte, Kondenswasser)und auch die Austrocknungsgeschwindigkeit. Aufgrund der Oberflächenspannung steigt Wasser in Kapillaren hoch. Je dünner die Kapillaren sind, desto höher steigt das Wasser.
KapillarkondensationDie Kondensation von Wasserdampf auf der Oberfläche poröser Natursteine kann das Verwitterungsverhalten erheblich beeinflussen. In sehr feinen Kapillaren, d.h. Kapillaren mit einem Durchmesser von ca. 10-3 bis 10 -7 m, kann bereits vor dem Erreichen des Sättigungsdampfdruckes Wasserdampf als Wasser abgeschieden werden. Man spricht in diesem Fall von der Kapillarkondensation. Welche Rolle die Kapillarkondensation in porösem Naturstein spielt bzw. wie weit Kapillarkondensation zu Schädigungen beiträgt, ist bislang noch kaum erforscht.
KapillarwirkungSaugfähigkeit von Baustoffen, die eine gewisse Porosität besitzen. Beruht auf einer Oberflächenspannung z. B. des Wassers, das in engen Hohlräumen wie Spalten, Röhren und Poren bis zu einem gewissen Ausmaß auch entgegen der Schwerkraft wandern kann. Spielt beim Austrocknungsvorgang (Nutz- und Restfeuchteverdunstung) und bei der Durchfeuchtung von Wänden und Dachdecken eine große Rolle. Wegen der nicht genau zu erfassenden Kapillarwirkung ist die theoretische Beherrschung des Durchfeuchtungsproblems schwierig. Die Wasser- und Wasserdampfwanderung infolge von Kapillarkräften im Zusammenhang mit der Kapillarkondensation kann die Wärmedämmung und Haltbarkeit von Bauteilen erheblich beeinflussen.
KappillareEin Kapillarraum ist ein mikroskopischer Hohlraum, dessen kleinste Abmessungen kleiner als 1 mm groß ist. In den Kapillaren wirken Kapillarwandkräfte, die mit abnehmendem Krümmungsradius größer werden. Enge Kapillare saugen aus den Weiten die Feuchtigkeit. Die Zugkraft im ausgelasteten Meniskus einer Kapillare ist dem Durchmesser der Kapillare im umgekehrten Verhältnis proportional.
Kaseinfarbenanstrichläßt sich durch Vermischen von Kasein, Sumpfkalk, Borax und kalkfesten Farben herstellen. Sie eignen sich nur für den Innenbereich.
Katasteröffentlich-rechtliches Verzeichnis aller Flur- bzw. Grundstücke eines Gebietes mit exakter Lage des Grundstücks, Einzeichnung der Grundstücksgrenzen und Grenzsteine. Das Kataster wird nicht beim Amtsgericht geführt, sondern beim Katasteramt der Städte und Landkreise.
Katasterunterlagenbestehen aus dem Auszug aus dem Gebäudebuch, dem Auszug aus dem Liegenschaftsbuch, der Abzeichnung der Flurkarte. Sie sind beim Vermessungsamt bzw. Katasteramt erhältlich. Sie geben eine genaue Beschreibung der Lage, Größe und Nutzungsart des Grundstücks, enthalten jedoch keine Eintragung über Belastungen usw. (hierzu siehe unter Grundbuch).
KavitationHohlsogbildung, z. B. in Wasserleitungsarmaturen, verursacht u. a. die bekannten Wasserleitungsgeräusche.
Kehlbalkenfeste waagerechte Verbindungen (Hahnenbalken, Hahnbalken, Spitzbalken) zwischen Sparrenpaaren(im oberen Sparrendreieck eines Dachstuhls), die ein Durchbiegen der Sparren verhindern sollen (Aussteifung des Sparrendaches). Dächer dieser Konstruktion werden Kehlbalkendächer genannt. Die Kehlbalken bilden die Kehlbalkenlage.
Kehlbalkendachist eine Variante des Sparrendachs, bei der jeder Sparren eine waagerechte Aussteifung erhält.
KehlenRinnenförmige Vertiefungen, Dachkehlen sind Rinnen an Dachverschneidungen oder im Anschluss an andere Bauteile, zum Beispiel Kamine.
Kellergeschoßmuß ganz oder teilweise (mit Unterkante seiner Decke bis max. 1,40 m über der natürlichen Geländeoberfläche) unter der Erde liegen.
Kellerwannewird ein Keller unter das Niveau des Grundwassers gebaut, muss er als Wanne mit wasserundurchlässigem Beton hergestellt werden. Wird auch als weiße Wanne bezeichnet.
Keramische Belägewerden sowohl für Fußboden als auch für Wandverkleidungen verwendet.
Keramische Erzeugnissewerden im Wesentlichen aus drei Grundstoffen hergestellt: Ton, Quarz und Feldspat.
KerndämmungDämmung zwischen zwei Mauerschichten: dem Mauerwerk der Außenwände u. dem Vormauer- oder Verblendmauerwerk mittels Luft, festem Dämmmaterial oder Schüttgut.
KernholzbalkenBalken, die zum überwiegenden Teil aus Kernholz geschnitten sind und den Baumkern einschließen.
Kettenhauswerden Reihenhäuser durch eine Garage, einen Wintergarten o.ä. getrennt, spricht man von "Kettenhäusern".
Kippflügelfenster sind unten angeschlagen, der Flügel wird gekippt (arretierbar), Reinigung von außen ist schwierig.
Klappenbänderauch als Scherenbänder bezeichnet, halten im abgeklappten Zustand die Klappen waagerecht (beispielsweise die Platte eines Schreibfaches)
Klappflügelfenster sind oben angeschlagen, Flügel wird gekippt (arretierbar), Reinigung von außen ist schwierig.
Klarlackesind verwendbar für transparente, hochglänzende und seidenmatte Vor-, Zwischen- und Schlussanstriche und ergeben schnelltrocknende Oberflächen. Es sind Anstrichstoffe ohne Deckvermögen, die ihre Farbe nur der Eigenfarbe des Bindemittels verdanken. Sie enthalten keine Pigmente oder Farbstoffe. Je nach Festkörpergehalt und Viskosität ergeben Klarlacke eine leichte bis mittlere Filmbildung.
Klebeparkett -MosaikparkettDie Klebeparkettlamellen aus Hartholz haben üblicherweise eine Dicke von 8 bis 10 mm, eine Breite von 18 bis 25 mm und eine Länge von 80 bis- 165 mm und werden mit Papier auf Tafeln verklebt geliefert. Die Verlegung erfolgt auf Trockenbodensystem und auf schwimmenden Estrichen. Holzarten sind Eiche, Esche, Buche, Lärche, Birke und Ahorn.
KleidungseinheitMaß für die wärmetechnische Qualität der menschlichen Kleidung, 1 clo (genauer clo-unit) entspricht etwa der Kleidung, in der sich der Mensch bei 21 ºC Raumtemperatur behaglich fühlt. Die wärmste praktisch verwendbare Kleidung hat etwa 5 clo.
KlimaGesamtheit aller meteorologischen Einzelvorgänge, die an einem bestimmten Ort das Wetter bestimmen. Unterschieden wird gewöhnlich zwischen Mikroklima, Geländeklima und Makroklima.
Klimagerechtes Bauenheisst, thermische Stabilität erzeugen durch: Abschirmung des Einflusses störender Wärmeeinwirkungen auf das Bauwerk von außen, z. B. Sonnenschutz. Dämpfung der Temperaturspitzen, die auf der Außenoberfläche eines Bauteils entstehen, z. B. durch Baustoffe mit großem Wärmebeharrungsvermögen (Wärmespeicherung), so dass sich die Außentemperaturschwankungen möglichst wenig und phasenverschoben auf das Innenraumklima auswirken (massive raumumschließende Bauteile mit gutem Wärmespeichervermögen).
Klimagerätekühlen oder beheizen, be- oder entfeuchten einen Raum.
Klinkersind bis zur Sinterung der Oberfläche gebrannte Ziegel der Festigkeitsklasse 28 und höher mit einer Scherbenrohdichte von mindestens 1,9 kg/dm3. Sie sind frostbeständig und können als Sichtmauerwerk verarbeitet werden. Müssen wasserundurchlässig, frei von Trocken- und Brandrissen sowie von ausblühenden Salzen sein. Erhöhte Anforderungen an Keramikklinker.
Klinkerfliesenbestehen ebenfalls aus Ton, sind aber härter und widerstandsfähiger, frostsicher und auch ohne Oberflächenbehandlung pflegeleicht. Keramische Böden werden entweder im Mörtelbett verlegt oder mit Klebemörtel geklebt. Nach Möglichkeit ist Mörtel zu bevorzugen.
Klinkerölist eine wasserabweisende, offenporige Imprägnierung, die den Untergrund festigt und für frisches Aussahen sorgt.
Knaggeist ein unterstützendes, konsolartiges Bauteil in Holz- u. Stahlkonstruktionen.
Knie- oder DrempelSollen ins Dachgeschoß nutzbare und zugängliche Räume geschaffen werden, so werden Kniestöcke oder Drempelwände benötigt, wodurch ein Halbgeschoß entsteht. Bei Dächern mit Kniestock ist besonders darauf zu achten, dass der Horizontalschub der Sparren nicht auf die Drempelwand, sondern auf die Binderbalken oder entsprechenden Qürverband übertragen wird (Streben und Zangen anordnen). (Im Trockenbau spricht man von einer Abseitwand.)
Kniestockeine etwa kniehohen, senkrechten Seitenwand im Dachgeschoss zwischen der Dachschräge und dem Fußboden nennt man Kniestock, Abseitwand oder Drempel.
Kohle/Koks/Holzerfordert einen besonderen Lagerraum und Bezahlung nach der Anlieferung.
KohlendioxidDie in der Luft vorliegende Konzentration kann sich durch mangelhafte Ofenheizung und Lüftung erhöhen und führt bei höherer Konzentration zu Schwindel, Blutdruck und Kopfschmerzen.
Kohlenmonoxidentsteht unter anderem durch unvollständige Verbrennung (Ofen). Es beeinträchtigt das Nervensystem, verändert den Herzrhythmus und führt zu Konzentrations- und Schlafstörungen.
KokosfaserDie Umhüllung der Kokosnuss wird längere Zeit in einem Sumpfbecken einem Fäulnisprozess ausgesetzt. Übrig bleibt die fäulnisresistent Faser, die gewaschen, getrocknet und zu Matten verarbeitet wird. Die Kokosfaser wird zur Wand- und Deckendämmung sowie Trittschalldämmung verwendet. Wärmeleitfähigkeit 0,05 W/mK, Diffusionswiderstand 1
Kompakte Gebäudeformengelten als ein Ansatz, Gebäudeform Wärmeverluste so gering wie möglich zu halten. Vor- und Rücksprünge eines Hauses vergrößern die Außenwandfläche und fördern Heizungsverluste durch Abstrahlung. Aus energetischer Sicht sollte das über Eck angebaute Wohnzimmer (Essecke) passe sein. Günstig ist es, Wohnräume nach Süden und Westen zu orientieren und Nebenräume nach Norden. Mehrgeschossige Reihenhäuser weisen im Verhältnis den geringsten Anteil an Außenwandflächen auf und werden aus Energiesparsicht als optimale Gebäudeform empfohlen.
Kompensatorenin Rohrleitungen eingebaute Zwischenstücke zur Abminderung von Körperschall oder zur Aufnahme von Dehnungen bei langen Rohrleitungen.
KondensatSchwitzwasser oder Tauwasser, das sich an kalten Flächen niederschlägt. Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen. Kommt diese mit einer kalten Oberfläche in Berührung, so sinkt die Lufttemperatur. Wird dabei die Tautemperatur unterschritten so bildet sich Kondensat an der kühlen Oberfläche. Z. B. eine kalte Glasflasche wird im Sommer aus dem Kühlschrank genommen.
KondensationÜbergang eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen bzw. festen Zustand beim Unterschreiten bestimmter Temperaturen oder Überschreiten der für den Stoff spezifischen Druckverhältnisse (- Kapillarkondensation).
Kondensation und relative FeuchteUnter Kondensation versteht man die Abscheidung (austauen) von Wasserdampf aus der Umgebungsluft. Luft ist in der Lage, bei jeder Temperatur Feuchtigkeit aufzunehmen. Den Feuchtigkeitsgehalt gibt man mit der jeweiligen Temperatur als relative Luftfeuchtigkeit an. weiter
KondenswasserSchwitzwasser, Tauwasser, Wasserniederschlag aus der Luft bei Abkühlung oder in Hohlräumen durch veränderte Druckverhältnisse (Kondensation).
Konservierersind in der Regel Biozide gegen Pilze und Algen wie z.B. Benzoesäure oder Zinkstearat. In Naturfarben handelt es sich oft um etherische öle wie Eukalyptus-, Thymian-, Rosmarin-, Arven- oder Nelkenöl oder um Pflanzenauszüge z.B. aus Eichenrinde, Johanniskraut, Rosmarin oder Wacholderbeere.
Konsoleauskragendes Auflager für tragende Bauteile, die anders nicht unterstützt werden.
Konstruktiver Holzschutz Der Begriff konstruktiver Holzschutz beschreibt Verarbeitungstechniken bei Holzbauteilen zum Schutz vor Regen und Feuchte. Kann Regenwasser von einer Brettschalung ablaufen, ohne dass es in den Übergang zum Mauerwerk gelangt oder Befestigungskonstruktionen schädigt, ist die Fassade konstruktiv geschützt. Tropfkanten, weite Dachüberstände, Wassernasen und offen verarbeitete Hölzer stellen einen konstruktiven Holzschutz dar, bei dem eine chemische Behandlung nicht notwendig ist.
Kontaktfederungverringert die dynamische Steifigkeit relativ steifer Dämmstoffschichten etwa durch die Profilierung der Oberfläche oder, z.B. unter schwimmenden Estrichen, durch Unebenheiten der Rohdecke. Durch Verkleben der betreffenden Schichten wird die Kontaktfederung beseitigt.
KontaktkorrosionSie tritt auf, wenn sich zwei verschiedene metallische Werkstoffe in Gegenwart eines Elektrolyten berühren. Dabei erfolgt die Zerstörung des unedleren Werkstoffes. So müssen z. B. nach dem Hartlöten die während des Lötens zugesetzten Flussmittel sorgfältig entfernt werden, da andernfalls die Lötstelle korrodieren würde.
KontaminationBelastung von Boden und Grundwasser durch Problemstoffe, z.B. bei alten Tankstellen, Auswaschungen von wasserlöslichen Chemikalien (falsche Anwendung von Holzschutzmittel für innen im Außenbereich) u.a.
KonterlatteZwischenlatte zur Schaffung eines Luftabstandes zwischen der eigentlichen Dachkonstruktion und der Dachdeckung.
Konterlattung(Gegenlattung) Latten, die unter einem Lattengerüst angebracht werden, meistens zur Hinterlüftung~ einer Verschalung.
KontraktionSchrumpfung sowie Verkleinerung von Längen, Flächen und Volumen.
KonvektionEin Heizenergie-Verteilsystem: Raumaufheizung durch Umwälzen von erwärmter Luft. Tritt auch bei mangelhafter Dämmung im Dachbereich auf. Warme Luft entweicht über Fugen.
Konvektionswärmeist die Übertragung der Wärme durch flüssige oder gasförmige Stoffteilchen durch strömende Luft. Rippenheizkörper weisen geringe Luftströme auf, ihr Anteil an Strahlungswärme ist höher.
KonvektorenHeizkörper aus Rippenrohren, die Wärme überwiegend durch Konvektion, also durch Luftaustausch, an den Raum abgeben.
Kopfband(auch Bug) kurze Strebe zwischen Pfosten und Pfette, meist als Windverband. Kopfbänder dienen zur Herstellung einen unverschiebbarer Längsverbandes, zur Übertragung von Lasten und zur Verminderung von Spannweiten der Pfetten.
Kopfbüge(Büge, Kopfband, Kopfstrebe, Knagge) Kurze, diagonal angeordnete Hölzer zur Aussteifung einer Balkenverbindung.
Korkwird als Isolierplatten und als Korkgranulat (wärmedämmende Schüttung) verwendet. Es sollte nur dort eingesetzt werden, wo man keine anderen Materialien verwenden kann. Die erster Ernte der Korkeiche erfolgt nach ca. 25-30 Jahren, die nächste nach 9-11 Jahren bis zu einem Baumalter von ca. 140 Jahre. Die Korkrinde wird geschrotet und unter Druck erhitzt. Dadurch wird das korkeigene Naturharz aktiviert. Der Schrot wird bei 360 - 380 ºC zu Platten gepresst. Kork besteht aus zu 30-56 % aus Säuren (insbesondere Hydrooxyfettsäuren und -benzoesäuren), zu 5-15 % aus Wachsen, zu 2-5 % aus Zellulose und zu 13-18 % aus Lignin. Weiterhin sind geringe Mengen Gerbstoffe, Fette u.a. vorhanden. Wärmeleitfähigkeit 0,040 -0,045 W/mK, Diffusionswiderstand 5-30
KorkleberKleber für nicht oberflächenversiegelte Korkwerkstoffe.
Korktapetenzeichnen sich dadurch aus, dass eine hauchdünne Korkschicht auf maßhältigen Papierbahnen aufgebracht wird. Kork ergibt einen strukturierten und optisch sehr ansprechenden Effekt.
Kornzusammensetzungbeeinflusst in hohem Grad die Güte des Betons oder Mörtels. Es wird ein optimales Verhältnis an Korngrößen angestrebt, wo die kleinen Korngrößen in einer solchen Menge vorhanden sind, dass sie die Hohlräume zwischen den jeweils größeren Korngrößen ausfüllen. So kann mit möglichst geringen Bindemittelverbrauch eine hohe Dichtigkeit und Festigkeit eines Mörtels oder Betons erzielt werden. Die Kornzusammensetzung wird durch Sieben mit unterschiedlichen Maschengrößen ermittelt. Die grafische Darstellung, Massenprozente zur Lochweite, erfolgt in einer Sieblinie.
KorrosionsschutzDie Korrosionsschutzmassnahmen zielen darauf hin, entweder den Elektrolyten vom Werkstoff ganz fernzuhalten, den Werkstoff gegen den Elektrolyten beständig zu machen, die aggressiven Bestandteile des Elektrolyten zu isolieren oder den zu schützenden Werkstoff zur Katode des Lokalelementes zu machen.
Kosten der Außenanlagen In der Regel die Kosten für Einfriedungen, Wege, Grünanlagen, Versorgungsanlagen vom Bauwerk bis zur Grundstücksgrenze.
Kosten für Freimachen dazu zählen die Abfindung von Miet- und Pachtverträgen.
Kosten für Herrichten des Grundstücks oder einer Teilfläche (Abräumen, Abholzen, Abbruch usw.)
Kostenanschlagdient zur genauen Ermittlung der zu erwartenden Kosten durch Zusammenstellung von Auftragnehmerangeboten, Eigenberechnungen usw. Bei der Kostenermittlung durch Kostenanschlag soll das Muster nach DIN 276 Teil 3, Anh. C verwendet werden.
Kostenberechnungdient zur Ermittlung der angenäherten Gesamtkosten und ist die Grundlage für die erforderliche Finanzierung.
Kostenfeststellungdient zum Nachweis der tatsächlich entstandenen Kosten und ist Voraussetzung für Vergleiche und Dokumentationen. Grundlagen sind die geprüften Schlussrechnungen, Kostenbelege, Wert der Eigenleistungen usw.
Kostenschätzung dient zur überschlägigen Ermittlung der Gesamtkosten und ist die vorläufige Grundlage für Finanzierungsüberlegungen.
KraftschlüssigVerbindung von Bauteilen, die eine direkte Kraftübertragung bei Druck- oder Zugbelastung gewährleisten.
KrauskopfBohrwerkzeug dient zur entsprechenden Erweiterung des Schraubenlochs, wenn eine Schraube versenkt werden soll.
Kriechkellernicht begehbarer, sehr niedriger Keller.
Kunstharz-Außenputzist reinen Kunstharzputz oder kunststoffmodifizierter Putz, meist Edelputz, als fabrikmäßig hergestellte Mischung, vorgefärbt. Er ist rationell zu verarbeiten, härtet schnell aus, hat eine rissfreie und zähelastische Oberfläche und bietet viele Möglichkeiten den Oberflächengestaltung und Farbgebung. Putze auf Kunststoffbasis ist witterungsbeständig, abriebfest, wasserabweisend, aber dennoch wasserdampfdurchlässig (ist jedoch wesentlich ungünstiger als mineralische Putze). Für den Auftrag von Kunstharzputzen muss den Untergrund der Mörtelgruppe II entsprechen (Hochhydraulischen Kalkmörtel, Kalkzementmörtel). Er muss gut abgebunden, frei von Ausblühungen, staubfrei, griffig, fettfrei, schalölfrei, wachsfrei, tragfähig und trocken sein.
Kunstharzverdünnungenthält Testbenzin, Aromaten wie Xylol und Toluol, gelegentlich auch geringe Mengen an Butanol, Estern und Ethern. Sie löst vor allem Alkydharzlacke und -farben. Sie sind Lösemittel in vielen Allesklebern.
Kunststoff-Fensteraus Rahmen mit ein- oder kammerigen, korrosionsbeständigen. licht-, farb- und witterungsbeständigen Hohlprofilen, oder auch ausgeschäumt, mit einem Metallkern oder als Vollkunststoff-Fenster mit vollem Kunststoffquerschnitt. Kein Anstrich nötig, aber möglich. Vollständiges Recycling der ausgebauten Fenster bei Ersatzbeschaffung ist heute möglich.
Kunststoffplattendeckungmit Lichtplatten, Acrylglasplatten.
KältebrückenAusdruck für "Wärmebrücken" physikalisch nicht richtig, da die Wärme über dieses Bauteil nach außen wandert u. nicht die Kälte herein.
KörperschallSchall der sich in festen Stoffen oder Wasser ausbreitet. Eine der wesentlichen Probleme im Mehrfailienhaus.
LackSammelbegriff für verschiedenartige Erzeugnisse der Beschichtungsstoffe. Es wird unterschieden in Alkydharz-, Acrylharz-, Spiritus-, Nito-, Zellulose, Zapon, Reaktions-, Siliconharz-, Chlorkautschuk- und weitere Lacke.
Lackfarbensind deckend pigmentierte Abstrichstoffe mit hohem Festkörpergehalt und daher ausgeprägt filmbildend.
Lackspachtel wird für die Vor- und Feinspachtelung von Vollholz, Sperrholz und Tischlerplatten im Innen- und Außenbereich verwendet. Er ist mit Wasser verdünnbar, hat hohe Deckkraft, ist schlagfest, biegefest und versprödet nicht. Zusammensetzung: Wasser, Kreise, Talkum, Naturöle, Borax, Dammar, Schnellack, Titanweiß, Kasein, geblasenes Rizinusöl, Trockner
Ladungskompensationsverfahren (LKV passiv)Durch den Einbau von Dipolen soll das mauereigene elektrische Feld ausgeschaltet und damit der elektroosmotische Wassertransport reduziert werden.
Laibungbezeichnet man die innere Fläche von Wandöffnungen, Nischen oder Bögen, z.B. Türlaibung, Fensterlaibung.
Landesbauordnungjedes Bundesland hat eine eigene Landesbauordnung, welche das Bundesbaugesetz ergänzt und erweitert.
Lasurist ein nicht deckender Anstrich, bei dem die Struktur des Untergrunds (in der Regel Holz) sichtbar bleibt und nur die Farblichkeit verändert wird. Lasuren lassen einen Feuchtigkeitsausgleich zu. Zu unterscheiden sind Lasuren auf Lösungsmittelbasis (oft jahrelange Ausgasung, zum Teil mit Bioziden versetzt) und wasserlösliche Lasuren.
Latexist der Namen von Naturgummi-Milch oder allgemein eine Dispersion besonders feiner Teilchen (ø 0,03 - 0,1 Mikrometer). Solche Latices ergeben, je nach Teilchengröße, mehr oder weniger glänzende Anstriche. Besonders feine Latices können auch als Imprägnierungen verwendet werden. Synthetische Latices und Dispersionen enthalten ca. 2 - 6 %, Naturlatices etwa 1 % Tenside. Der Begriff Latexfarbe wird auch für hochwertige Innen- und Außenfarben auch für Anstriche auf anderer Basis verwendet.
Lattungsoll auf Wand oder einer Decke ein anderer Baustoff angebracht werden (z.B. Gipskartonplatten, Holz usw.),
Laufbreitebei Treppen wird die Laufbreite zwischen der Treppenhauswand und der Innenkante des Handlaufs gemessen.
Lauflinieist die Mittellinie eines Treppenlaufs.
Laufstegeals Stand- und Zugangsflächen zu anderen Bauteilen, z. B. Schornsteine oder Antennenanlagen.
LecaAbkürzung für Light Expanded Clay Aggregate, geschützter Name für Blähton- und Blähschieferprodukte der Leca Deutschland GmbH.
LeergespärreSparren, die zwischen den Bindern liegen und nur mit den unterstützenden Konstruktionen (z. B. Pfetten) verbunden sind.
Lehmist ein aus der chemischen Gesteinsverwitterung hervorgegangenes Sediment, das aus Ton (Tonmineralien) und Quarzkörnern besteht, vermischt mit anderen Verwitterungsresten, vornehmlich Eisenverbindungen und Kalk. Lehm ist nicht so plastisch wie Ton; tonreiche Lehme werden als fett, tonarme Lehme als mager bezeichnet. Zwischen Ton und Lehm gibt es keine scharfe Grenze. Allgemein enthält Ton Teilchen kleiner als 0,002 mm Korngröße, Lehm enthält sehr ungleiche Korngrößen, vom Schluff bis zum Kies (etwa bis 20 mm).
Lehmbau ist eine der ältesten Bauarten. Dazu gehören der Lehmputz, Lehmweller, Stampflehm, Lehmsteine und das Fauchwerkhaus.ausführlich
Lehmestrichwird in Dachböden, Kellerräumen, Tennen und Scheunen verwendet. Er ist besonders für Getränke- Obst- und Gemüselager ein hervorragender Boden mit feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften. Lehm wird unter Wasserzusatz, Häcksel, Gerstenspreu, Kuh- oder Kälberhaaren am besten mit einem Zwangsmischer erdfeucht und gut durchgemischt, auf die Unterlage aufgetragen und festgestampft. Zu fetter Lehm wird mit reschem Sand abgemagert. Auftretende Risse müssen nachgestampft werden. Wird harter Estrich gebraucht, mengt man der obersten Schicht Rinderblut und Asche bei. Starke 6-10 cm, Gewicht 120-200 kg/qm
Lehmgefache können nach Beseitigung der Schäden und eventueller Erneuerung der Putzträger mit dampfdurchlässigem, hydraulischem und elastischem Putz versehen werden. Witterungsschutz wird auf reinen Kalkmörteln, Trasszement und Trasskalk durch Kalk- bzw. Mineralfarbanstich erreicht. Sehr stark geschädigte Gefache sollten entfernt und durch Gasbetonsteine, Leichtziegel o.ä. Baustoffen mit Putz und ggf. zusätzlicher Wärmedämmung ersetzt werden. Ein Gefach wird von oben nach unten ausgemauert.
LehmschlagGemisch aus Lehm und Häcksel, das in Schichten mit starkem Schlagen als Bodenbelag aufgebracht wird.
Leichtbetondeckeals Platten-, Stegdielen-, Hohlkörper-, Rippendecke.
Leichtbetonsteine, Hohlblocksteine und -Vollsteine aus Naturbims, Hüttenbims, Schlacke, Blähton und Ziegelsplitt mit guter Wärmedämmung durch große Porosität. Ihr geringes Gewicht ermöglicht große Steinformate. Leichtbeton-Hohlblocksteine und -Vollsteine sind genormt und verfügen über eine gute Putzhaftung.
Leichtmörtelsind Mörtel, die in der Regel mit Zuschlägen mit porigem Gefüge nach DIN 4226 oder mit Perlite hergestellt werden, es können aber auch Zuschläge mit dichtem Gefüge (nach DIN 4226 T 1) verwendet werden. Sie müssen eine Trockenrohdichte von < 1,5 kg/dm3 haben. Leichtmörtel dürfen nur als Werk-Trockenmörtel oder als Werk-Frischmörtel hergestellt werden. Die Leichtmörtel werden nach ihrer Wärmeleitfähigkeit in die Gruppen LM 21 und LM 36 eingeteilt.
Leichtziegelvorwiegend für wärmedämmendes Mauerwerk, aus Ton, Lehm oder tonigen Massen mit oder ohne Zusatz von Magerungsmitteln oder porenbildenden Stoffen, geformt und gebrannt, mit niedrigem Gewicht und hoher mechanischer Festigkeit. Dem Rohtongemisch werden porosierende Stoffe zugeführt, die beim Brennen ausgasen und im fertigen Stein eine Vielzahl feiner Poren hinterlassen. Die poröse Oberfläche gewährleistet gute Putzhaftung. Sie können gesägt, gefräst, geschnitten und geschliffen werden. Die Wärmeleitzahl entspricht anderen Leichtbaustoffen.
Leimfarbenanstricheignet sich für den trockenen Innenbereich. Bei Neuanstrich ist der Altanstrich mit Wasser abzuwaschen. Zusammensetzung: Kreide, Methylzellulose, Talkum, Buchenholzzellulose.
Leistungsverzeichnis(LVZ, Leistungsbuch) Auflistung und Beschreibung aller am Bau vorgesehenen Arbeiten nach Gewerken.
LeiterhakenWerden gleich beim Neueindecken für Reparaturarbeiten auf der Dachfläche eingesetzt.
Liaporgebrannte Tonperlen, die mit Wasser und Zement zu Steinen geformt werden.
LichtElektromagnetische Wellen bzw. Quanten im Wellenlängenbereich 380 ... 780 nm, die mit dem Auge wahrnehmbar sind.
Lichtschachtdient hauptsächlich zur Belüftung von Kellerräumen.
Liegender StuhlLiegen die unterstützenden Stuhlsäulen schräg, so spricht man von einem liegenden Stuhl. Die liegenden Stühle übertragen die Dachlasten auf die tragenden Außenwände.
Linoleum kann in allen stark strapazierten Räumen, außer Feuchträume, verlegt werden. Linoleum mit Polyacrylat- oder PVC-Beschichtung oder mit Kunstharzzusätzen sollte verzichtet werden. Auszuwählen ist Linoleum, bei dem der Oxidationsprozess (Trocknung) unversiegelt ca. 5 Wochen bei 90 ºC eingehalten wurde. Zusammensetzung: Jutefaser, 30 % Kreide, mineralische Füllstoffe, Farbpigmente, 35 % Kork, Holzmehl, 35 % Linoleumzement aus 80 % Leinöl und 20 % Naturharz (Koloponium, Kiefernharz)
Linoleumkleberzum Verkleben von Linoleum, Korkment-Verbundbelägen, Korkment und Korkfilzpappen
LiseneGeringfügig aus der Wandoberfläche ragendes, flaches senkrechte Fassadengliederung.
LochfraßLochfraß ist eine gefürchtete Korrosionserscheinung, die bis zum völligen Durchlöchern der Bauteile (Rohre, Behälter) vor sich gehen kann. Sie ist in der Anfangsphase nur sehr schwer festzustellen und tritt besonders in Wasserleitungssystemen auf.
Loggiadreiseitig geschlossener, überdachter und somit wind- und sichtgeschützter Freisitz.
LotrechtSenkrecht im Winkel von 90 Grad zum waagerechten Boden, wird durch ein Lot überprüft. Ein Gewicht hängt an einer Schnur nach unten.
Luftspeziell Sauerstoff, ist für fast alle Organismen lebensnotwendig (Ausnahme anaerobe Bakterien) sowie für viele Prozesse in der Technik und im Bauwesen verantwortlich, wie die Abbindeprozesse, Korrosion u.a. Die Luft setzt sich zusammen aus: Stockstoff 78,09 Voll- %; Sauerstoff 20,95 Voll- %, Argon 0,93 Voll- %%, Kohlendioxid 0,03 Voll-% und weiteren Spurenelementen bzw. - molekülen. weiter
LuftfeuchtigkeitLuft enthält in der Regel Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf. Je höher die Temperatur ist, um so größer ist die Feuchtigkeitsmasse, die Luft aufnehmen kann. Z.B. bei 18 ºC ca. 15,3 g/m³ und bei 11 ºC ca. 10g/m³. mehr Durch Abkühlung warmer Luft, z. B. an kälteren Wandoberflächen, Decken und Fußböden kann es zur Tauwasserbildung kommen.
Luftporenbildnerdürfen bei Normal- und Leichtmörtel nur in solcher Menge zugesetzt werden, dass die Trockenrohdichte um nicht mehr als 0,3 kg/dm3 gegenüber Mörtel ohne Luftporenbildner erniedrigt wird. Bei Verwendung von Zusatzmitteln ist stets eine Mörtel-Eignungsprüfung erforderlich und nachzuweisen, dass die Zusatzmittel bei bewehrtem Mauerwerk oder stählernen Verankerungen die Korrosion nicht fördern - Prüfzeichen eines Zusatzmittels gilt als Nachweis.
Luftschadstoffesammeln sich in Innenräumen stärker an als im Freien, auch wenn die Innenraumluft im ständigen Wechsel mit der Außenluft steht. Eine Ausnahme gibt es nur bei künstlicher Filterung und Aufbereitung der Raumluft. Es gibt über 1.000.000 chemische Stoffverbindungen aber nur ca. 420 Grenzwerte und diese sind für Arbeitsplätze bestimmt. Jährlich kommen mehre Tausend neue Stoffe auf den Markt. Diese leichtflüchtigen (Formaldehyd, Lösungsmittel u.a.) und schwerflüchtige Schadstoffe (Biozide, Wirkstoffe in Holzschutzmittel, Weichmacher, Flammenschutzmittel) verstecken sich in Farben, Kleber, Kunststoffe, Schäume, Möbel, Holzbehandlung, Kunststoffbetone uvm. Oft kommen bestimmte Reaktionen durch das Zusammenwirken verschiedener Baustoffe/Einrichtungsgegenstände oder Klimafaktoren zu Tragen.
Luftschallkleine Druckschwankungen, welche sich in Luft wellenförmig ausbreiten u. Bauteile u. andere Körper, auf die sie auftreffen, zum Schwingen anregen. In Luft breitet er sich mit einer Geschwindigkeit von 343 m/s (bei +15 ºC), in Beton ca. 4000 m/s und in Stahl ca. 5000 m/s aus.(Schallgeschwindigkeit)
LuftschalldämmungWiderstand eines Bauteils gegen Schallschwingungen der Luft. Um die Luftschalldämmung verschiedener Bauteile und Baustoffe vergleichen zu können, müssen diese unter genau definierten Messbedingungen untersucht werden. Diesem Zweck dient DIN 52210 "Bauakustische Prüfungen, Luftschalldämmung und Trittschallstärke, Bestimmung am Bauwerk und im Laboratorium". Nach dieser Norm und nach DIN 4109 unterscheidet man im Wesentlichen das Schalldämm-Maß, das bewertete Schalldämm-Maß und das Trittschallschutzmaß bzw. den bewerteten Normtrittschallpegel.
LuftschallschutzmaßWie stark ein Bauteil Luftschall dämmt, lässt sich an seinem Luftschallschutzmaß (abgekürzt LSM) ablesen. Es wird von dem bewerteten Schalldämm-Maß (abgekürzt Rw bzw. R'w) abgeleitet:
LSM=0 dB entspricht Rw bzw. R'w =52 dB.
Beispiel:In einem Katalog wird für ein Fenster Rw = 44 dB angegeben. Das Luftschallschutzmaß mit LSM = -8 dB ein sehr guter Wert.
LängsleitungÜbertragung von Luft- und Trittschall über Nebenwege, also nicht direkt durch die trennende Wand bzw. Decke, sondern über die angrenzenden Bauteile, zu denen auch Rohrleitungen. etwa der Heizungs- und Sanitärinstallation, gehören können.
LärmJede Art von Schallereignis, die als Störung empfunden wird, unabhägngig von Tonhöhe u. Lautstärke. Die Lärmempfindung ist unabhängig von der Frequenz und tatsächlichen Schallstärke. Jedes hörbare Schallereignis gleich welcher Art kann stören, je nach subjektiver Einstellung des Betreffenden zur Schallquelle. Der Lärm ist damit zu einem großen Teil ein psychologisches Problem. Im rechtlichen Sprachgebrauch unterscheidet man daher zumutbaren und unzumutbaren Lärm.
Löffelbinderfür Dichtungsarbeiten bei Wasserandrang ergibt 1 Teil Tonerdeschmelzzement und 1 Teil Portlandzement plastisch angemacht. Dieser beginnt nach 2 Minuten zu erstarren und ist nach 4 bis 5 Minuten erhärtet.
Lösslehmverwitterter, feinsandiger, karbonatfreier Löss. Löss ist ein mehlfeines, meist ungeschichtetes Sediment, wurde während der Eiszeiten aus den Moränen- und Flussablagerungen vor dem Inlandeis als Staub ausgeblasen und an anderer Stelle abgelagert.
Lösungsmittel sind flüssige Substanzen, die andere Stoffe lösen können, ohne sie chemisch zu verändern. Sie sind erforderlicher Bestandteil in Farben, Lacken, Lasuren, Abbeizern, usw. und ermöglich die Verarbeitbarkeit.
Lüffungswärmebedarfdurch Heizen aufzubringende Wärmemenge, um die dem Raum durch Fugen, Fenster u. maschinelle Lüftung zugeführte Luft auf Raumlufttemperatur zu erwärmen. Bei sehr gut gedämmten Häusern kann dies 50 % oder mehr vom gesamten Heizenergiebearf betragen.
MAK-WertDer MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) ist die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz, die nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis auch bei wiederholter und langfristiger, in der Regel täglich 8stündiger Exposition, jedoch bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden... weiter
Magerbeton Beton mit geringem Bindemittelanteil, wird z.B. als Unterbeton bzw. Sauberkeitsschicht verwendet.
Magnesiastrich-SteinholzDer Mörtelestrich aus einem Gemisch aus Magnesia, organischer oder mineralischer Füllstoffe und Magnesiumchloridlösung mit organischen Füllstoffen, wie Sägemehl, Sägespäne, Papiermehl, Korkmehl, Korkschrot oder Gummifasern bzw. mineralischen Füllstoffen aus Quarzmehl, Quarzsand, Talkum, Glimmer- oder Bimsmehl, als Verbundestrich, Estrich auf Trennschicht, schwimmender Estrich, Estrich mit nutzbarer Oberfläche mit anschließender Versiegelung. Metalle sind zu schützen, da sie durch die Magnesiumchloridlösung angegriffen werden.
Magnesitwird zur hervorragenden konservierenden Bindung von Holzwolle und Akustikplatten angewandt.
Magnetische GleichfelderDie entstehen an magnetisierten Metallteilen, wie Stahlträger, Türzargen, Möbel, Lautsprecherboxen uvm. Das natürliche Erdmagnetfeld ist drastisch gestört. Es sollte jedoch ungestört sein, da sich alle Lebewesen danach orientieren.
Magnetische WechselfelderDas ist eine Folge von fließendem Strom, z.B. Kabel, Geräten, Motoren, Transformatoren, Frei- und Erdleitungen, Hochspannungsleitungen, Oberleitungen von Straßenbahnen uvm. Die Feldstärke kann recht unterschiedlich sein. Kleine Trafos im Haushalt oder auf den Schreibtisch können stärkere Felder erzeugen als große Trafohäuser im Freien. Der Elektrowecker in einem Abstand von 30 cm hat eine höhere Intensität als eine Hochspannungsleitung.
Magnetschnapper Schnappverschlüsse, bei denen auf der einen Seite (z.B. einer Tür) ein Metallblatt angebracht ist und am gegenüberliegenden Möbelteil ein Magnet
Mantelbetonaus Schalungselementen und -steinen, die nach Plan versetzt und anschließend mit Beton (Transportbeton) verfüllt werden. Elemente aus Hartschaum, Holzspanbeton, Holzwolleleichtbauplatten u.a. auch als Deckenrandsteine, Sturzschalen, Rolladenkästen usw. bewehrungsfähig und deshalb auch für Kellerwände geeignet.
Markiseausklappbares Sonnen- oder Regendach, bestehend aus einer leichten Stabkonstruktion, meist aus Alu mit wetterfestem Gewebe überspannt.
MarmorNaturstein, unter großen Druck und hohen Temperaturen tief in der Erde aus Kalkstein entstanden. Marmor ist empfindlich gegenüber Salze, wie z.B. Tausalze. Daher sind in den mitteleuropäischen Gebiet untere Treppenhauuser mit Bodenbelägen aus Marmor unzweckmäßig.
MaschinenstundenBerechnungsgrundlage für den Einsatz von Baumaschinen, zum Beispiel eine Stunde Mörtelmischer, Pressluftbohrer usw. Maschinenstunden müssen mit Einheitspreis im Angebot aufgeführt werden.
Massenberechnungzur Erstellung des Leistungsverzeichnisses (Leistungsbeschreibung) und zur Kostenermittlung wird eine Massenberechnung durchgeführt.
Massivbezeichnet man volles, festes Material ohne Hohlräume, z.B. Vollziegel, Massivholz, Beton usw.
Mattierungsmittelsind meistens Kieselsäureverbindungen oder Kieselsäure oder z.B. Talkum. Man kann aber auch einen Mattierungseffekt durch Überpigmentierung erreichen oder bei Kunststoffdispersionen durch größere Teilchen der dispergierten Polymerisate.
Mauerkrone Der oberste Abschluss von Mauern.
MauerlatteFlachkant auf die Mauer gelegtes Kantholz oder Bohle hat den Zweck, die Lasten gleichmäßig auf die gesamte Mauer zu verteilen und eine horizontale Lagerung leichter zu ermöglichen. Mauerlatten liegen unter den Deckenbalken der Geschosse, den Dachbalken oder Bindern. Aus Gründen der Holzersparnis vielfach nicht mehr ausgeführt. Bei geschädigten Deckenbalken sind meist die Mauerlatten auszutauschen.
Mauermaßedie "Maßordnung am Hochbau" (DIN 4172) bildet zusammen mit der DIN 1053 (Mauerwerk, Berechnung u. Ausführung) die Grundlage zur Bemessung der Gebäude, einzelner Bauteile sowie u.a. der Mauersteine.
Mauermörtelkann durch seine Eigenschaften das Verhalten der Bauwerksteile stark beeinflussen. Die Mörtelart ergibt sich aus der erforderlichen Mauerwerksfestigkeit; Zusatzstoffe, wie Dichtungsmittel, Frostschutzmittel usw. nur nach genauer Herstellervorschrift verwenden. weiter
MauersalzeOhne Feuchtigkeit würden keine biologischen und chemischen Korrosionsprozesse mit Salztransporte auftreten. Mit großem Abstand sind die bauschädlichen Salze, Sulfate und Chloride, vorhanden. weiter
Mauersteine(Formate) Mauersteine aus allen Materialien gibt es in verschiedenen Formaten und Ausführungen. Formate sind nach DIN 105 genormt. So entspricht (Angaben in mm, Länge, Breite, Höhe) DF =240/115/52; NF 240/115/71; 2 DF 240/115/113; 3 DF 240/115/113; 5 DF 240/300/113; 10 DF 240/300/238
Mauertafelziegelwerden verwendet bei der Herstellung von Mauertafeln nach DIN 1053 T 4. Sie haben eine besondere Form, so dass sich durchlaufende senkrechte Kanäle ergeben.
Mauerziegel(im engeren Sinne) sind für die Ausführung von verputztem und verblendetem Mauerwerk vorgesehen (Hintermauerziegel). Sie werden nicht auf Frostbeständigkeit geprüft und müssen daher diese Eigenschaft nicht nachweisen.
Mauerziegelverbandbezeichnet man die Art u. Weise der Zusammensetzung von Mauerwerk aus Ziegeln. Z. Kopf-, Kreuz-, Läuferverbände u.w.
MehrfamilienhausHaus, das mehr als zwei normale Wohnungen (ohne Einliegerwohnung) umfasst.
Mehrschalige WändeWandkonstruktion aus zwei oder mehreren im Abstand voneinander befindlichen Schalen zur Verbesserung des Wärme- u. Feuchteschutzes sowie des Schallschutzes. Wärmedämmende Luftschichten sind keine Schalen.
Metalldeckungbei Dachneigungen von 2º bis 35º aus Zink-, Kupfer- oder Aluminiumblech, verz. Stahlblech, Blei, Metallfolien.
MetallseifenDabei handelt es sich um Salze höherer Fett-, Harz- und anderer Carbonsäuren, die z.B. mit Calcium, Kobalt, Mangan oder Zink gebildet werden. Eingesetzt werden sie als Hilfsstoffe, in Kunststoffen z.B. als Antiblockmittel, in ölfarben und -lacken auch als Trockenstoffe.
Meterdas Meter, die Längeneinheit m, ist 4-millionster Teil des durch die Pariser Sternwarte gehenden Erdmeridians. Dieses Ur-Meter aus Platin u. Iridium wird im französischen Staatsarchiv aufbewahrt. 1875 haben alle beteiligten Staaten, die das Dezimalsystem haben, eine genaue Nachbildung des internationalen Urmeters erhalten. Seit einiger Zeit ist die Definition des Meters aufgrund von Wellenlängen zugelassen. Das Wort 'Meter' stammt vom griechischen Wort "Metron", welches "Maß" bedeutet.
Meterrissmit Hilfe eines Nivelliergerätes, einem Lasergerät oder einer Schlauchwaage wird genau 1 m über OKFF an jeder Tür, jedem Fenster der endgültige Meterriss angegeben. Er dient aus Maßgrundlage für die Einbauhöhen des Fußbodens, der Leitungen, der Türen usw.
Mindest-Wärmeschutzdurch Verordnungen u. Normen festgelegte unterste Grenze des baulichen Wärmeschutzes.
MindestdachneigungMindestdachneigung eines Daches für ein bestimmtes Deckungsmaterial. Durch Industrie, Verlegerichtlinien der Fachverbände oder Normen vorgeschrieben.
Mineralfasernwerden aus Stein (Silikate, Naturstein) oder Glas durch Schmelzen und Verspinnen gewonnen und in energieintensiven Verfahren u.a. zu Dämmstoffen verarbeitet, die zumeist hervorragende Dämmwerte besitzen. Bei mineralischen Faserdämmstoffen steht die Feinstaubabgabe im Verdacht, Krebs zu erregen. (Es ist daher bei der Auswahl auf die Produktangabe, Frei von Krebsverdacht, zu achten.) Nach dem Einbau kann es durch Bindemittel, die bei der Platten- und Bahnenherstellung benutzt werden, zu gesundheitsschädlichen Gasabspaltungen kommen.
Mineralische Abdichtungssysteme (Abdichtungsstoffe)aus mineralischen Putzen, Estrichen, Schlämmen bei geringer Beanspruchung durch Bodenfeuchtigkeit und nichtdrückenden Oberflächen und Sickerwasser. Bei unebenen Flächen ist ein Ausgleichsputz erforderlich. Flexible Dichtungsschlämme können auch Risse in geringer Breite überbrücken. Anschlüsse werden mit zusätzlichen Dichtungsmaßnahmen ausgeführt (Dichtungsmassen, Dichtungsbahnen, Dichtungsmanschetten u. a.).
Mineralische Baustoffez.B. Zement, Kalk, Gips, Sand, Kies, Beton u.ä. zum Unterschied von organischen Baustoffen (z.B. Holz) oder metallischen (z.B. Stahl).
Mineralischer Außenputzmit Bindemitteln aus mineralischen Stoffen, wie Luftkalke, hydraulische und hochhydraulische Kalke, Kalk-Zementmischungen und Zement. Zuschlagstoffe als Sand in Form von Natursand, künstlich gebrochenem Brech- oder Quetschsand. Eine Verbesserung der Wärmedämmung des Außenputzes kann durch Beimischung von bewährten Leichtzuschlagstoffen (Dämmputz) erzielt werden. Dichtungsmittel-Zusätze dienen zur Verbesserung der wasserabweisenden Eigenschaften des Putzes, ferner können Frostschutzmittel oder Farbbeimengungen zugesetzt werden.
Mineralischer Edelputzaus fabrikmäßig gebrauchsfertig hergestelltem farbigem Trockenmörtel, bestehend aus: Bindemittel, Zuschlagstoffen und Farben aus mineralischen Rohstoffen. Den Putz ist fugenlos wetterfest, wasserdampfdurchlässig, wasserabweisend, abwaschbar, licht- und farbecht, schallbrechend (raue Oberfläche). Durchgefärbter Edelputz ermöglicht fleckenlose Farbwinkung und ruhige, gleichmäßige Struktur ohne Anstrich.
Mineralstoff für den lebenden OrganismusFür die Gesunderhaltung ist ein täglicher Bedarf erforderlich. Ausgewählte Mineralien (Calzium, Eisen, Flur, Jod, Phosphor u.a.) werden beschrieben, ihr Vorkommen, Tagesbedarf und Wirkung benannt.mehr
MittelpfetteLängsbalken eines geneigten Daches zur Zwischenabstützung der Sparren.
Modernisierungeines Hauses bedeutet die Anpassung veralteter Bauteile und fester Einbauten, wie Heizungsanlagen und Einbauküchen, an moderne Standards. Im Gegensatz zur Instandsetzung, bei der Bauteile repariert und renoviert werden, findet bei der Modernisierung ein Austausch statt. Ersetzt werden bauphysikalisch bedenkliche Baustoffe und Heizungsanlagen mit geringem Wirkungsgrad. Zur Modernisierung zählen u.a. auch ein Dachausbau, ein neuer Hauseingang, die Erweiterung der Garage, neue Dacheindeckung verbesserter Wärmeschutz, Dachaufbauten, ein Wintergarten.
Mönch und Nonne Altertümliche Art der Dachdeckung, die aus einer unteren flach-halbrunden Pfanne (Nonne) und einer oberen, voll-halbrunden Pfanne (Mönch) besteht. Die Dachpfannen werden in Kalkmörtel verlegt.
MörtelPutzmörtel, Estrichmörtel und Mauermörtel. Mauermörtel dient dazu, Steine miteinander so zu verbinden, dass eine Wand tragfähig ist.
Nachbarrechtunterscheidet öffentlich-rechtliches und privatrechtliches Nachbarrecht. Das öffentliche Nachbarrecht findet sich z.B. im Bau- und Bauplanungsrecht. weiter (Grundstückseigentümer Hammerschlagsrecht Leiterrecht)
Nachbarschaftshilfewenn Nachbarn, Bekannte oder Verwandte beim Bau behilflich sind, ist das zulässige Nachbarschaftshilfe. Hier gibt es jedoch bestimmte Kriterien einzuhalten, sonst wird dies als Schwarzarbeit gewertet.
Nachkalkulationstellt durch Soll/Ist-Vergleich die Sollkosten der Arbeitskalkulation den verbrauchten Mengen gegenüber, z.B. Löhne, Baustoffe, Arbeitsstunden (inkl. Stillstandszeiten), Kosten von Nachunternehmen. Die Ergebnisse dienen als verlässliche Leistungswerte für die Erarbeitung von Angeboten ähnlicher Bauvorhaben. Ebenso geben sie Auskunft über die Effektivität des Unternehmens.
Nachtragkalkulationsind zusätzliche Leistungen erforderlich, die nicht vertraglich vereinbart wurden, oder entstehen längere Vorhaltezeiten von Geräten, so werden in der Nachkalkulation die Kosten für die Aufstellung des Nachtragsangebotes ermittelt. Müssen Arbeiten bereits vor der Erteilung eines Nachtragsauftrages ausgeführt werden, so ist nach der VOB das grundsätzliche Einverständnis (schriftlich) des Bauherrn kurzfristig einzuholen.
NachtspeicherheizungDer Betrieb erfolgt mit dem billigeren Nachtstromtarif, in der Zeit, wo weniger Strom verbraucht wird. Die Nachtspeicherheizung hat den Vorteil, dass die Investitionen gegenüber einer anderen Heizung (Gas- oder Öl) wesentlich geringer sind. Ebenso sind die Installation und die Wartung wesentlich einfacher. Ebenso brauchen keine Warmwasserleitungen verlegt werden. Ein Nachteil besteht ist in der Bereitstellung von Wärme gerade in der Phase, wenn nach längerer Kälteperiode es warm wird. In diesem Fall berechnet der Computer anhand der Messwerte über die Temperaturfühler einen zu geringen Wärmebedarf.
Nachunternehmerkostensind Kosten für in sich abgeschlossene Leistungen, die nicht vom Hauptunternehmer ausgeführt werden und für die der Nachunternehmer die volle Gewährleistung übernimmt. Hierzu gehören z.B. die Ausbauarbeiten bei schlüsselfertigen Bauten. Beim Hauptunternehmer verbleiben im Wesentlichen die Bauleitungsaufgaben. In der Kalkulation können daher die Beträge für Allgemeine Geschäftskosten und Wagnis und Gewinn geringer angesetzt werden.
NagelplattenNagelplatte bzw. Lochbleche sind feuerverzinkte Stahlbleche mit Löchern. Mit ihnen lassen sich zwei Balken oder Bretter verbinden.
NasszelleBad, Küche, Toilette, Waschküche, Haushaltsraum, Schwimmbad, alles Räume mit fließendem Wasser, bezeichnet man als Nasszellen.
Naturfaserputz aus Baumwolle und Zellulose besteht aus Baumwollfasern und anderen Textil- und Pflanzenfasern, die fertig angeboten und in Wasser oder Wandfarbe angerührt werden. Besonders gestalterische Effekte ergeben Zugaben von Mineralien, Pflanzenfasern, geraspeltem Holz und Aluminium- oder Cellophanstreifen. Diese Flüssigtapeten werden aufgespritzt oder gespachtelt. Die Naturfasertapete ist atmungs- und diffusionsfähig, schall- und wärmeisolierend, elastisch, farbbeständig, schmutzunempfindlich und schwer entflammbar.
Naturfaserteppichz.B. Wolle, können bis zu 30 % ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf- und dann wieder abgeben. Teppiche aus Wolle sind weich und wirken stark dämmend. Die Teppiche aus Ziegenhaar sind sehr strapazierfähig. Weiterhin gibt Beläge aus Seide, in geringer Menge Baumwolle, Kokos, Sisal und Jute. Wollteppiche müssen mit Mottenschutzmittel versehen werden.
Naturharz-Dispersionsfarbanstrich Naturharzdispersionen sind für den Innenbereich verwendbar. Sie eignen sich vorteilhaft für Gipsuntergründe, Gipskartonplatten und Betonflächen. Auf frischen Kalk- oder Zementputz ist eine Verseifung möglich. Ebenso können allergische Hautreizungen durch Terpene auftreten. Das Bindemittel besteht meist aus Pinienharz oder Dammarharz, Terpentin und Zitrusschalenöl sowie Leinöl und Standöl, Füllstoffen, Pigmenten und sonstigen Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs. Die Farbe hat eine hohe Deckkraft, ist wasserverdünnbar und wasserdampfdurchlässig.
NaturharzbetonanstrichWird als Schutzanstrich für Estrich, Wände und Unterbetone verwendet. Es ist ein elastischer, hellgrauer Schutzlack für den Innenbereich, der auf pflanzlicher Basis hergestellt wird.
Naturharzimprägnierungensind für innen und außen, für Schalungen, Holz, Kork und auch für Putz zu verwenden. Die Imprägnierung ist mit einer Naturharzlasur, Bienenwachsstreichbalsam, Lärchenharzbalsam, Decklack oder Wachs zu überstreichen.
NaturharzvoranstreichfarbeZur Vorlackierung von Holz und Metall auf neutralen Putzflächen, für den Innenbereich und z.T. auch für den Außenbereich geeignet. Für Voranstriche auf Metall werden geeignete Rostschutzanstriche angeboten. Der Voranstrich wird überschliffen, so dass eine Nachbehandlung mit Decklack unbedingt erforderlich ist.
Naturharzöldecklackmuß mindestens zwei Mal aufgetragen werden. Sie sind hochkomplexe Rezepturen, die hinsichtlich Verarbeitung und Dauerhaftigkeit wenig hinter guten konventionellen Kunstharzdecklacken zurückstehen. Zusammensetzung: ätherische Pflanzenöle, Pigmente und Füllstoffe in Bindemittel gelöst, mit Zusatz von bleifreien Trockenstoffen.
NaturharzölelasurZum wasser- und wetterfesten Schutz aller Holzarten, Schalungen, Holzkonstruktionen, Spielgeräte, Zäune, für den Innen- und Außenbereich. Damit die Lasur UV-beständig wird sind mindestens 10 % Farbstoffe beizugeben. Nachanstrich aller 2 bis 3 Jahre he nach Witterung nötig. Zusammensetzung: Baumharze, Verkochung aus pflanzlichen Harzen und ölen, ätherische öle, bleifreie Trockenstoffe, Erd- und Mineralpigmente
Naturkautschukbelagist ein pflegeleichter und elastischer Bodenbelag für alle Bereiche, z.B. Küchen, Wirtschafträume und Büros. Zusammensetzung: 30-35 % Polyisopren natürlichen Ursprungs, 60-65 % Wasser, 1-1,5 % Eiweiße, 1-5 % Lipoide, 1 % Kohlenhydrate, 0,5 % anorganische Bestandteile, Kiefernharz, Pflanzenfasern, farbiges Granulat
Naturkellerein "echter" Naturkeller hat Wände aus gebrannten Ziegeln u. Fussboden aus gestampftem Erdreich. In einem solchen Raum sind Temperatur u. Luftfeuchtigkeit ausgeglichen.
NebenwegeUrsache der so genannten -+ Längsleitung, durch die die an sich bessere Dämmung von Wänden und Decken bei den heute allgemein üblichen starren Hochbaukonstruktionen (Stahl, Stahlbeton, steife Leichtwände) nicht voll zur Wirkung kommt. Nebenwege sind auch direkte Luftverbindungen, etwa über Lüftungskanäle oder über Rohrleitungen usw.
Neubausanhand der genehmigten Bauzeichnungen durch Katasteramt oder einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur abgesteckt werden.
Nicht durchlüftetes, einschaliges Dach (Warmdach)Beim Warmdach wird auf die Durchlüftung verzichtet. Die einzelnen Schichten des Dachaufbaus liegen direkt auf der tragenden Konstruktion. Das Warmdach weist dadurch eine geringere Konstruktionshöhe auf. Dachneigung mind. 2%. Die Wärmedämmung kann ohne großen konstruktiven Eingriff bei Bedarf verstärkt werden. Eine Sonderform des Warmdaches ist die begehbare Terrasse, bei der die oberste Schicht aus einem Gehbelag besteht.
Nichtdrückendes Wasserbei Gebäuden u. Bauteilen: Saugwasser, Haftwasser, Kapillarwasser, Sickerwasser, soweit es nicht stauend ist.
Nichttragende Wändescheibenartige Bauteile, die überwiegend nur durch ihr Eigengewicht beansprucht werden. Müssen aber auf ihre Fläche wirkende Windlasten auf tragende Bauteile abtragen.
NiedertemperaturheizungHier wird das Wasser im Kessel abhängig von der Außentemperatur automatisch auf die erforderliche Temperatur erwärmt. Manuelle Vorgabewerte sind möglich. Während bei älteren Heizungen das Wasser mit einer Temperatur von bis zu 90 &orm;C in den Heizkörper eintritt (Vorlauftemperatur) und mit ca. 70 ºC zurückläuft, liegt die Vorlauftemperatur bei Niedertemperaturheizungen oft unter 50 ºC.
Niedrigenergie-HäusernHier erfolgt ein optimaler Verbrauch von Energie durch ein Gesamtkonzept aus z.B. energiesparender Heiztechnik, der Nutzung erneuerbarer Energien und der passiven Sonnenergie, einer optimalen Wärmedämmung, der Luftdichtigkeit der Gebäudehülle sowie einer kontrollierten Be- und Entlüftung. Die Baumehrkosten lassen sich vielfach durch die Einsparung bei den Energiekosten schon nach wenigen Jahren hereinholen.
Niedrigenergiehausdurch Einsatz von energiesparenden Heiztechniken u. erneuerbarer Energie, durch passive Sonnenenergie und optimale Wärmedämmung Häuser so auszustatten, dass weniger Heizenergie gegenüber den herkömmlich beheizten und "normal" gedämmten Hausern verbraucht wird.
Normalmörtelsind Mörtel mit Zuschlag mit dichtem Gefüge (nach DIN 4226 T 1) und einer Trockenrohdichte gleich/größer 1,5 kg/dm3. Bei Mörtel mit anderer Zusammensetzung (nach Eignungsprüfung) ist die Rohdichte zu bestimmen. Ist sie kleiner als 1,5 kg/dm, gilt er als Leichtmörtel. - Normalmörtel werden je nach Festigkeit in die Mörtelgruppen I, II, ha, III und IIIa eingeteilt.
NormenDie Deutschen Normen sind die so genannten DIN-Vorschriften. Im Bauwesen werden unterschieden: Güte-Normen, Pflicht-Normen, Empfohlene Normen und Normen für die Bauaufsicht (ETB Normen) Das Deutsche Normenwerk umfasst mehr als 20000 Normen und Normentwürfe, darunter rd. 3000 Baunormen. Außer den DIN-Vorschriften können noch die Deutschen VDI-Richtlinien als sehr wichtige Hinweise angesehen werden.
Normzemente sind in Festigkeitsklassen eingeteilt. Die nach 28 Tagen erreichten Druckfestigkeiten liegen zwischen 25 und 55 MPa. Es wird ferner zwischen langsamhärtendem (L) und frühhärtendem (F) Zement unterschieden. Die Festigkeit von Zementstein hängt von der Aushärtungszeit und von der Feuchtigkeit ab. Trockener Zementstein hat eine höhere Festigkeit als feuchter. Auch andere Flüssigkeiten (z.B. Öle) können die Festigkeit herabsetzen. Poren verringern die Festigkeit überproportional.
Notwendigkeit der LüftungDer richtig gewählte Austausch von Raumluft zur Außenluft ist eine wesentliche Grundlage des gesunden, menschlichen Lebens überhaupt. Natürlicher Luftwechsel über die vorhandenen Undichtigkeiten der Fenster und Türen, sowie gezielte Lüftung (Betätigung der Fenster, mechanische Luftabsaugung) müssen durch richtige Planung der jeweiligen Gebäudesituation angepasst sein, um stets eine möglichst hohe Qualität des Wohnraumklimas zu gewährleisten. Dadurch können evtl. gegebene nachteilige, gesundheitliche Einflüsse der Schadstoffe und der Lebensgewohnheiten reduziert bzw. ganz neutralisiert werden.
NutEinschnitt beliebiger Stärke im Material zum Einfügen einer Wand oder ähnlichem. (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Nut- und FederverbindungBauteile: Profilbretter, Bauplatten, sogar Bausteine. Bauteile haben auf einer Seite eine Nut (eine schmale Rinne), auf der anderen Seite eine Feder (eine herausstehende in die Nut passende Leiste). Dadurch wird eine höhere Passgenauigkeit und Festigkeit erreicht.
NutzflächeRäume in einem Haus, die nicht zum Wohnen genutzt werden, nennt man Nutzfläche. Dazu gehören Kellerräume, nicht ausgebaute Dachräume, Garagen, Abstellräume u. Balkone.
Nutzungsänderungwerden Bauteile umgebaut, damit sie einen neuen Zweck erfüllen, spricht man von einer Nutzungsänderung oder Umnutzung.
OKFFAbkürzung für "Oberkante Fertigfußboden". Man findet die Bezeichnung in Grundriss- u. Schnittzeichnungen, und zwar immer im Zusammenhang mit einer Zahl.
OKRFAbkürzung für Oberkante Rohfußboden.
Oberflächenbehandlungsmittelvon Wirkstoffen gegen Holzschädlingen freie Anstrichstoffe ohne nennenswerte Eindringung ins Holz.
Oberlichtvon der Decke kommender Lichteinfall. Oberlicht eignet sich zur Belichtung innen liegender Räume in Einfamilienhäusern (Bad, Toilette, Vorratskammern) oder im Wohnungsbau zur Belichtung des oberen Stockwerks.
Oberputzist die sichtbare Putzlage und bestimmt durch Struktur und Farbe die ästhetische Wirkung der Putzfläche. Der Oberputz muss in üblicher Ausführung gleichmäßig saugfähig sein und darf nur wenig absanden. Er muss eine ausreichende Festigkeit haben, wetter-, frostbeständig und diffusionsoffen (atmungsaktiv) sein (auch ein eventueller Anstrich darf den Feuchtigkeitsaustausch nicht behindern!) und rissfrei ausgeführt werden. Die Oberflächengestaltung wird bestimmt durch die Putzweise: Kehlenputz, Spritzputz, Kratzputz, gewaschener, geriebener Putz usw.
Ortgangbezeichnet den Übergang von Giebelwand zu Dacheindeckung, also den Dachüberstand und die Dachuntersicht bei Häusern, bei denen das Dach über die Außenwand herüber reicht. Aber auch wenn kein Dachüberstand vorhanden ist, heißt die Kante zwischen Dach und Wand am Giebel Ortgang. Der Giebelanschluss bei Steildächern mit Ortgangziegeln oder -profilen, aber auch mit Verkleidungen.
Palisadenrunde oder kantige Pfähle, mit denen man z.B. auf Hanggrundstücken Böschungen auffangen und so ebene Gartenbereiche schaffen kann.
Paneeleaus Kunststoff, Alu, u. Holzvertäfelung.
Papiertapetenwerden aus gebleichtem oder ungebleichtem Zellstoff bzw. Holzstoff hergestellt und bedruckt. Ein relativ hoher Anteil an Altpapier ist möglich Papiertapeten können das Raumklima regulieren, indem sie Luftfeuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Reine Papiertapeten sind unbedenklich.
Parkettkleberzum Verlegen von unversiegeltem Stab- und Mosaikparkett.
Parkettöl u. Fußbodenölsind die ideale Bodenbehandlung für Holz-, Parkett-, Linoleum- und Korkböden. Die gut durchgehärteten Pflanzenöle dringen tief in den Boden ein. Zusammensetzung: Leinöl, Nussöl, Distelöl, Holzöl, Leinöl, Standöl, Orangenschalenöl, Kiefernharze, Dammarharz, Kieselgur, Alkohol und bleifreie Trockner
PenthouseWohnung, die auf der Dachterrasse eines mehrgeschossigen Wohngebäudes liegt.
PergolaLaubengang, ein Gerüst aus Stützen mit aufliegenden Längspfetten und Quersparren. Eine Pergola besteht meist aus Holz und ist mit Rankengewächse umwachsen.
Perimeter-Dämmungaußenliegende Wärmedämmung an den Kellerwänden und -böden, nehmen kein Wasser auf. Sie übernehmen zusätzlich den Schutz der Feuchtigkeitsabdichtung, z.B. Bitumenspachtel.
PerliteDas geblähte vulkanische Gestein wird als Zuschlag für Mauer- und Putzmörtel, Wärmedämmputze, Antikondensatputze, Akustikputze, Brandschutzputze, Dämmestrich, Schornsteindämmung, Installationsdämmmörtel verwendet. Weiterhin für Trag-, Dämm- und Ausgleichsschüttungen unter Trockenestrichboden sowie Zementestrich. Das gebrochene körnige Perlit wird kurzfristig über 1200 ºC erhitzt und zum Schmelzen gebracht. Durch das zähflüssig gewordene Gestein wandelt sich das eingeschlossene Wasser zu Dampf und bläht das Korn auf das 15 bis 20fache seines ursprünglichen Volumens auf. Wärmeleitfähigkeit 0,045-0,05 W/mK, Diffusionswiderstand 2-5
Pestizidesind Pflanzenschutzmittel und Schädlingsbekämpfungsmittel. Sie schützen Nutzpflanzen vor schädigenden Einflüssen durch andere Organismen und werden auch zur Bekämpfung krankheitsübertraqender Insekten, Ratten und anderer Schädlinge zum Schutz von Mensch und Tieren eingesetzt. Einteilung: Insektizide gegen Insekten; Molluskizide gegen Schnecken; Rodentizide gegen Nagetiere; Herbizide gegen Unkräuter; Akarizide gegen Milben; Nematizide gegen Fadenwürmer; Fungizide gegen Pizbefall.
Pfahlgründungwird ausgeführt, wenn tragfähige Böden unterhalb nicht oder nicht ausreichend tragfähigen Deckschichten oder unter dem Grundwasserspiegel vorhanden sind. Außerdem bei sehr unregelmäßigem Aufbau der Gründungsschicht oder bei hohen Lastkonzentrationen. über den Pfählen wird ein Balkenrost oder eine Platte zur Aufnahme des Bauwerks angeordnet.
Pfettensind in der Regel horizontal liegende Träger, die auf Stielen, Wänden oder Bindern aufliegen und die wiederum Sparren tragen. Die Bezeichnung erfolgt nach der Lage: Fuß- oder Traufpfette, Mittelpfette und Firstpfette. Pfetten dienen zur Unterstützung der Sparren. Sie übernehmen von diesen die Dachlasten und leiten sie auf die Dachbinder weiter.
Pfettendachhier lagern die Sparren auf voneinander unabhängigen Pfetten, die in Gebäudelängsrichtung angeordnet sind. Die Pfetten sind durch Pfosten und Streben unterstützt.
PhasenverschiebungIn der Bauphysik z.B. Zeit, die vergeht, bis eine Temperaturwelle von der Außenseite zur Innenseite eines Bauteils gelangt.
PhotovoltaikWährend Sonnenkollektoren die Sonnenstrahlungsenergie zur Erwärmung des Wassers (Heizen, Brauchwasser) nutzen, umfasst eine Photovoltaik-Anlage die Gesamtheit der technischen Einrichtungen, die zur direkten Umwandlung von Sonnenlicht in Gleichstrom und Gleichspannung erforderlich sind. Dazu gehören auch Akkumulatoren zur Speicherung der erzeugten elektrischen Energie in Form von Gleichspannung sowie Einrichtungen zur Umformung in haushaltsübliche Wechselspannung. Der erzeugte Solarstrom wird im Haushalt verbraucht bzw. bei Überschuss in das Netz des Energieversorgungsunternehmens eingespeist. Anlagen, die zugleich Warmwasser und elektrischen Strom erzeugen, werden auch als Sonnengeneratoren bezeichnet.
Plansteine (Planblöcke)bilden Lagerfugen von nur 1 bis 2 mm Dicke und werden mit Dünnbettmörtel vermauert. Man benötigt deshalb vor allem bei Plansteinen mit Verzahnungsprofil nur 5 bis 10 % der sonst üblichen Mörtelmenge, und der Bau ist sehr viel schneller trocken als bei der Verwendung normaler Mauersteine desselben Materials. Allerdings sind Plansteine bzw. -blöcke teurer, außer bei Gasbeton; hier handelt es sich im Normalfall immer um Planelemente.
PlastischEigenschaft von form- und dehnbarem Material, das nach Beanspruchung im wesentlichen neue Form behält, wie z.B. bei Fugendichtungen mit Pressmaterial, Kitten, Bauschaum u.ä.
Podesterhöhte Bodenfläche oder auch die auch Plattform an der Biegung einer Treppe (Treppenabsatz).
PolierBauhandwerker, der die Arbeiten auf der Baustelle anordnet, einteilt und deren sachgemäße Ausführung überwacht.
Porenbetonentsteht durch Versetzen der Betonmasse mit schaumbildenden Emulsionen (Schaumbeton) oder durch Blähgase (Gasbeton); Verwendung: Wärmedämmung.
PorenbetondeckeBei trockner Bauweise haben diese schnell und einfach zu verlegende Decken eine sehr gute Wärmedämmung. Sie benötigen keinen Putz, eine Verspachtelung ist ausreichend.
Porenbetonsteine (Gasbeton)als Blocksfeine oder Planblocksteine -auch mit Nut und Feder - in Dünnbettmörtel zu verlegen. Porenbeton ist ein anorganischer Baustoff, unverrottbar, nicht brennbar, mit hoher Wärmedämmung, geringem Gewicht, hoher Maßhaltigkeit. Zur Herstellung wird feingemahlener Sand, Kalk und/oder Zement, Wasser und Porenbildner gemischt, in Formen gegossen und entsprechend der geforderten Porosität zum Auftreiben gebracht. Nach Zuschnitt auf gewünschte Formate werden die Produkte in Autoklaven dampfgehärtet. Porenbeton ist besonders leicht zu bearbeiten: Bohren, Fräsen, Nageln, Sägen.
Portlandzementerhält man durch gemeinsames Vermahlen von Portlandzementklinker und Anhydrit bzw. Gips (s.u.). Weißer Portlandzement ist frei von färbenden Bestandteilen, vor allem von Fe.
Porzellanwird aus Kaolin, Quarz und Feldspat hergestellt. Die Rohstoffe müssen eisenarm sein, damit der Scherben weiß bleibt. Man unterscheidet Weichporzellan mit Brenntemperaturen von 1200 bis 1300&Ordm;C und Hartporzellane, die bei Temperaturen zwischen 1350 und 1460ºC gebrannt werden. Die technischen Porzellane fallen in die letztgenannte Gruppe.
Primäre Grenzwerte charakterisieren zulässige Belastungen durch physikalische, chemische oder biologische Noxen, die in einem Umweltbereich wie Wasser, Luft oder/und Boden oder in Produkten wie Lebensmitteln, vorkommen.
Primärenergie1. Gesamter Verbrauch an Energie für die Herstellung und Lieferung eines Bauteils, resultierend aus Abbau und Bereitstellung der Rohstoffe,
2. Bezeichnung für die Energiemenge, die bei der Herstellung von Versorgungsenergie (Strom, Wärme etc.) eingesetzt werden muss. So kommen z.B. von der im Kraftwerk eingesetzten Primärenergie nur rund 30 % als Strom beim Verbraucher an. Der Rest belastet als ungenutzte Abwärme die Umwelt, insbesondere die Atmosphäre.
Primärenergieinhalt (PEI) [kWh/m3]Der Energieeinsatz für die Herstellung eines Baustoffs ist unterschiedlich hoch. Z.B. bei Naturprodukten ist vorwiegend nur der Abbau- und der Transportaufwand erforderlich. Bei der Herstellung von künstlichen Baustoffen fallen daneben noch meist energieaufwendige Umwandlungsprozesse an, z.B. Eisenherstellung (Hütte), Kalkbrennen usw. mehr
Profil- und Prägetapeten haben eine dreidimensionale Oberflächenstruktur. Es sind Hochprägetapeten aus Papier erhältlich, die in Prägemuster und Design den Kunststoffprodukten in nichts nachstehen.
Profilbretterbestehen aus massivem Holz und werden zur Verkleidung von Wänden und Decken verwendet. Sie haben Nut und Feder und sind unterschiedlich breit.
Putzaufbau erfolgt im Allgemeinen in 3 Lagen: Spritzbewurf, Unterputz, Oberputz; Gesamtputzdicke ca. 2 cm, dabei nimmt die Härte von innen nach außen ab.
Putzgips werden Anhydrite und Halbhydrate meist getrennt hergestellt und nachträglich gemischt.
PutzgrundEigenschaften und Vorbehandlung des Putzgrundes sind wesentlich für Haftung der Putzschale. Der Putzgrund soll sauber, staubfrei und rau sein. Schwach oder nicht saugender Grund ist aufzurauen und anzuspritzen (Spritzbewurf), stark saugender Grund muss vor Putzauftrag vorgenässt oder mit einer Aufbrennsperre versehen werden, besonders in trockener, warmer Jahreszeit bzw. wenn unterschiedlich stark saugendes Mauerwerk vorliegt. Putzschädigende Ausblühungen sind zu beseitigen. Auf gefrorenem Putzgrund darf nicht geputzt werden. Das gleiche gilt auch, wenn die Außentemperatur um den Gefrierpunkt oder niedriger liegt. Putzgrund aus unterschiedlichen Materialien, z. B. unterschiedlichen Steinsorten (Mischmauerwerk oder ausgemauerte Betonsäulen, ist mit Spritzbewurf oder Putzträger zu versehen.
PutzlatteLatte zum völlig planen Abziehen der angeworfenen Putzfläche. Putzlatte wird mit Maurerhaken z.B. an einer Mauerkante vertikal oder horizontal befestigt und dient zum völlig planen Abziehen mit Kartätsche oder Ziehlatte der angeworfenen Putzfläche.
PutzträgerFrüher Schilfrohrmatten, jetzt Maschendraht, verzinkt mit Ziegelstücken, verzinktes Streckmetall, oder Kunststoffgitter Sie werden auf der zu verputzenden Fläche befestigt, um den nachfolgenden Putzlagen auf schlechtem Untergrund Halt zu geben.
Qualitätsziele für GewässerNach EG-Richtlinie 76/464/EWG werden Qualitätsnormen für Gewässer In ng/l nach Ableitung von Schadstoffen aus Industriebetrieben wie folgt definiert:
Qualitätsziele sind Konzentrationen, die sich auf das arithmetische Mittel der während eines Jahres erzielten Ergebnisse beziehen. Die Proben müssen in hinreichender Nähe der Ableitungsstellen entnommen werden, damit sie für die Qualität der Gewässer in dem durch die Ableitung betroffenen Gebiet repräsentativ sind. Die Probenahmehäufigkeit muss genügend hoch sein, um etwaige Veränderungen der Gewässer aufzeigen zu können, insbesondere unter Berücksichtigung der natürlichen Veränderung des Wasserhaushaltes.
QuellenAusdehnen des Holzes bei Aufnahme von Feuchtigkeit
QuerlüftungÖffnungen für Zu- und Abluft liegen sich gegenüber.
R-SätzeBegriff aus der Gefahrstoffverordnung für die standardisierten Hinweise auf besondere Gefahren, die von den Gefahrstoffen ausgehen (englisch: risk).
RAL-Gütezeichenim Holzschutz als Nachweis der Gütesicherung nach RAL-GZ 830 von der Gütegemeinschaft Holzschutzmittel e. V., Frankfurt am Main, verliehenes Markenzeichen.
RabitzgewebeMetallgewebe, wie z.B. Rippenstreckmetall, Ziegelsplitt- und Drahtgewebe, dient als Putzträger für geformte Wand- und Deckenflächen sowie zum Überspannen von lnstallationsschlitzen sowie von Balken in Bundwänden.
Radongasist ein radioaktives Edelgas und kommt aus dem geologischen Untergrund unter den Häusern oder durch radioaktiv auffällige Baustoffe. Es macht 50 % aller radioaktiven Strahlenbelastungen aus und ist, wie Radioaktivität, krebserregend. In vielen Fällen hilft ein ausreichendes Lüften.
Randschutzdie für das Holzschutzmittel geforderte Eindringtiefe bewegt sich in der Größenordnung von einigen Millimetern.
Rauhfasertapetenbestehen aus einer Papierbahn, in die Holzfasern eingebettet und mit Harzen fixiert sind. Bei der Herstellung können große Mengen Altpapier zugesetzt werden. Sie sind sehr langlebig, da ein mehrmaliges überstreichen möglich ist.
RauhspundSchnittware, die oben u. unten besäumt ist. Bretter oder Latten sind 24 mm dick.
Raumakustik umfasst alle Probleme der Schallausbreitung und Hörsamkeit in teilweise oder ganz geschlossen Räumen, vom Freilichttheater bis zum kleinen Besprechungsraum und Rundfunkstudio. Es ist zu unterscheiden, die geometrische, die wellentheoretische und die statistische Behandlung und Betrachtungsweise je nach Größe und Form des betreffenden Raumes. Die maßgebenden Größen einer guten Raumakustik sind die Nachhallzeit, die Diffusität und die Deutlichkeit.
Rauminhalt(Volumen) gebräuchlichste Maßeinheiten sind: Kubikmeter m3 (1,0 m x 1,0 m x 1,0 m), Kubikdezimeter oder Liter = dm3 (1,0 dm x 1,0 dm x 1,0 dm), Kubikzentimeter = cm3 (1cm x 1cm x 1cm).
RaumluftverschlechterungDie verstärkten Bemühungen um Einsparung von Heizenergie haben dazu geführt, dass weniger gelüftet wird. So haben sich die Luftverhältnisse in Innenräumen in den letzten Jahren verändert. Gesundheitliche Gefahren bestehen allerdings nur in Ausnahmefällen, immerhin sollte man die Gründe für die derzeitige Situation erkennen: Zu dichte Fensterkonstruktionen und geänderte Lüftungsgewohnheiten tragen zu einem geringeren Luftaustausch bei. Der Luftaustausch sollte bei minimal 0,5 besser aber 0,8 pro Stunde liegen. Bestimmte Schadstoffquellen, aus Einrichtungsgegenständen oder bestimmten Baustoffen, können lmmissionen freisetzen.
Raumnutzungsänderungen (Decken)oder andere Umbaumaßnahmen können zu einer nachträglichen Erhöhung der Nutzlast führen, z. B. durch Trennwanderstellung im bisher nicht ausgebauten Dachgeschoss. Die Lastableitmöglichkeit über die tragende Konstruktion und die Belastbarkeit der Decke selbst ist durch einen Statiker zu überprüfen.
RaumschalldämpfungAuskleidung von Räumen mit schallschluckenden Stoffen zum Zwecke der Schallpegelsenkung. Im Wesentlichen bedeutet die Raumschalldämpfung eine Kürzung der Nachhallzeit und ist daher auch nur in halligen Räumen sinnvoll. Die praktisch erzielbare Pegelsenkung liegt gewöhnlich in der Größenordnung von etwa 5 bis 10 dB(A).
Raumspartreppewo eine Treppe wenig genutzt wird, kann man mit einer Raumspartreppe eine Menge Platz sparen. Treppe hat geteilte Stufen, es hat also immer nur ein Fuß auf dem Auftritt Platz. Hierzu kann man auch die heutigen Wendeltreppen zählen.
RecyclingVerfahren der Abfall- und Bauschuttbeseitigung, bei dem Rohstoffe teilweise oder vollständig zurück gewonnen bzw. die Abfälle oder Bauschuttteile verarbeitet und einer andersartigen Verwendung zugeführt werden.
Reet(Schilf) Dachdeckungsmaterial, ähnlich wie Stroh zu verarbeiten.
ReetdachDach ist mit Schilfhalmen (die heute meist aus Ungarn importiert werden) gedeckt. Nur Spezialfirmen können diese Dacheindeckung durchführen, was nicht billig ist.
ReflexionZurück werfen oder reflektieren von Lichtstrahlen, elektromagnetischen Wellen, Schallwellen und dergleichen.
Regeln der BaukunstZu dem Rechtsbegriff "allgemein anerkannte Regeln der Baukunst" hat das Reichsgericht bereits im Jahre 1910 in einem Urteil (RGSt 44, 86) eine Auslegung gegeben, auf die auch heute noch ausnahmslos zurückgegriffen wird. weiter
Regenschutz bei Außenwändensoll erhöhte Wandfeuchtigkeit durch Regeneinwirkung vermeiden, ausreichende Diffusion des von den Innenräumen her entweichenden Wasserdampfes aber ermöglichen. weiter
Regenschutzschieneist ein wasserableitendes Profil im unteren Falz des Blendrahmens (Fensterrahmen) eingebaut und dergleichen.
Regenwasser-Klappeum Regenwasser zum Blumengießen zu gewinnen, kann in das Fallrohr (Dachrinne) eine Regenwasserklappe eingebaut werden. Die Klappe wird bei Regen heruntergeklappt, dann fließt das Regenwasser in ein darunter stehendes Fass oder in ein zweites.
Regenwassernutzungfür Gartenbewässerung, Toilettenspülung und Waschmaschine kann man erhebliche Mengen Wasser einsparen. Dafür wird das Regenwasser in einem Tank (Zisterne) gesammelt.
Regiearbeitenalle Arbeiten am Bau, die nicht im Leistungsverzeichnis nach fertigen Massen (Massenberechnung), sondern nach Material- und Zeitaufwand (geleisteten Stunden) abgerechnet werden.
RegressansprücheAnsprüche auf Behebung von Schäden oder Ersatz von fehlerhaften Leistungen bei schuldhaftem Verhalten des Auftragnehmers. - Gewährleistungsfrist.
Regulierung der RaumtemperaturDie Raumtemperatur sollte möglichst auf gleichmäßigem Niveau gehalten werden. Dazu genügt es nicht, wenn die Wärme vom Heizkörper gleichmäßig abgegeben wird. Denn neben der Wärme vom Heizkörper wirken auch andere Einflüsse auf die Temperatur ein: die Außentemperatur, aber auch Sonneneinstrahlung, Windanfall und Niederschläge sowie das Wärmespeichervermögen der Wände und der Einrichtung. Im Raum selbst gibt es auch Wärmequellen: Personen, Elektrogeräte, Beleuchtungskörper usw.
Reihenhauswirtschaftlichste Form des Einfamilienhauses. Die Giebelwände der Häuser berühren sich. Dadurch wird weniger Baumaterial benötigt, die Außenfläche ist geringer (weniger Heizenergie) und es kann ein kleineres Grundstück effektiv bebaut werden.
ReindichteDichte eines Stoffes ohne Hohlräume (Scherbendichte).
ReizschwelleHörschwelle des menschlichen Ohres. Die Reizschwelle ist durch diejenigen Schallpegelwerte bei den einzelnen Schallfrequenzen gekennzeichnet, die durch das normale Ohr gerade nicht mehr wahrgenommen werden.
Relative LuftfeuchteLuft enthält gewöhnlich nur einen Teil der höchstmöglichen Feuchtigkeit (absolute Feuchtigkeit). Die relative Luftfeuchtigkeit ist gleich der vorhandenen Wasserdampfmasse geteilt durch die höchst mögliche Wasserdampfmasse. Sie wird meist in Prozent angegeben. Für ein behagliches Wohnklima sollte die relative Luftfeuchte etwa im Bereich zwischen 50 bis 60 % liegen. Wird nicht ein ständiger Luftaustausch gewährleistet, z.B. die dichtschließenden Fenster verhindern dies, kann die Luftfeuchtigkeit sehr schnell auf einen höheren Wert ansteigen und die Folgen sind eine Schimmelpilzbildung.
Renovierungauch Instandsetzung, bezeichnet in Abgrenzung zur Modernisierung die Reparatur bereits vorhandener, aber defekter bzw. abgenutzter Bauteile, wie z.B. Dach, Fenster, Türen, Fußbodenbeläge, Anstriche, Beläge, Anlagen und Geräte oder deren Ersatz durch gleiche oder ähnliche Teile. Die Grenze zwischen Renovierung und Sanierung ist fließend.
ResonanzZustand eines Schwingungssystems, bei dem der Schwingungsausschlag außergewöhnlich groß ist. Im Zustand der Resonanz fällt die Anregungsfrequenz mit der Eigenfrequenz zusammen. Im Resonanzbereich kann es zu gefährlichen Aufschaukelungen kommen.
Revisionsklappewo Absperrventile, Abflussrohre, Elektro-Schaltkästen, verkleidete Rohrverbindungen, Schächte, Stromverteilungen usw. versteckt angebracht sind, muss eine Revisionsklappe eingebaut werden.
Rezeptmauerwerk(auch Mauerwerk nach Eignungsprüfung). Dünnwandiges belastbares Mauerwerk, ausgeführt nach den Regeln der DIN 10953, Teil 2.
Richtfestist der Rohbau fertig und der Dachstuhl aufgerichtet, wird das Richtfest gefeiert.
Riemchenzur Verkleidung von vorhandenem Mauerwerk innen und außen werden Riemchen oder Flachverblender eingesetzt.
RiemenbodenRiemen sind Bretter mit einer Länge von 90 bis 180 cm und einer Breite von 6 bis - 8 cm mit einer an der Längs- und Stirnseite umlaufenden Nut und Feder. Zumeist wird dafür bereits etwas härteres Holz verwendet.
Rieselschutzwird bei Dachisolierungen und z.B. bei er Holzbalkendecke, eingebaut, um staubhaltige und rieselförmige Füllmaterialien zurück zuhalten.
Ringanker/Ringbalkensind lastverteilende Balken über den tragenden Außen- und lnnenwänden. Können mit Massivdecken oder Fensterstürzen aus Stahlbeton vereinigt werden.
Risse im Putz ermöglichen das Eindringen von Regenwasser. Folglich eine Durchfeuchtung der Außenwand und somit Feuchtigkeitsaustritt an der Innenseite den Außenwand. Folgen: Ablösung von Tapeten, Schimmelbildung, Putzzerstörung, Modengeruch. Putzmängel sind vor dem Anstrich fachgerecht zu beseitigen, gerissene Außenwandflächen werden, ja nach Art der Risse mit plastoelastische Baustoffen bzw. mit Vlies- oder Gewebebahnen, Bewegungsrisse mit speziellen Materialien (Fachberatung erforderlich) überbrückt bzw. verschlossen.
Rohbaunennt man den nicht ausgebauten Baukörper. Dazu gehören Fundament, Mauern, Decken, Keller und Dachstuhl.
Rohbauabnahmewenn der Rohbau fertig gestellt ist, muss er von der Bauaufsichtsbehörde abgenommen werden. Vor Ort wird dann geprüft, ob der Bau mit den eingereichten Plänen und Anträgen übereinstimmt.
RohdeckeDecke eines Bauwerks im rohen Zustand, ohne Fußbodenaufbau und ohne Verkleidung der Deckenuntersicht.
Rohdichte ρDichte eines trockenen Baustoffes einschließlich Poren, Zwischenräumen und dergleichen, wird in kg/m³ angegeben.Unter 300 kg/m3 gilt ein Baustoff als Leichtbaumaterial. Werte über 2500 kg/m3 werden nur von Natursteinen und Metallen erreicht. mehr
Rohr-, Schilf- oder Strohdeckungbei Dachneigungen von 45ordm; bis 80º als Schuppendeckung, bündel- und lagenweise verlegt. Im Norden von Deutschland anzutreffen. Durch das dicke Schilfdach liegt auch ein guter Wärmeschutz vor.
Rohrisolierungwasserführende Rohre sollten isoliert werden. Bei kaltem Wasser kann sich im Sommer Kondensat an der Oberfläche niederschlagen. Warmes Wasser kühlt in einer langen Leitung dagegen bis zur Zapfstelle ab.
Rohrschellenfür die Montage der Rohre an Wand, Decke oder im Boden werden spezielle Befestigungselemente in verschiedenen Materialien und Durchmessern verwendet.
Rolladenschützt vor Einblicken, vor zuviel Sonne und Wärme, auch vor Wärmeverlust und Lärm. Bei einem Fenster, z.B. u = 1,8 W/Km² kann ein Rollladen je Art und Ausführung eine Verbesserung der Wärmedämmung zwischen 30 bis 50% erzielt werden.
Rollladenkastenauf der Baustelle gefertigte, meist vorgefertigte Hohlkästen verschiedenster Ausführung als oberer Abschluss von Fenster- oder Türöffnungen zur Aufnahme des Rollladens. Rollladenkästen stellen öfter Schwachstellen dar.
Rollstuhlgerechtes Bauen(barrierefreie Wohnungen) keine Schwellen, breitere Türen und Flure als üblich, Fensterbeschläge, die vom Rollstuhl aus leicht zu bedienen sind, bodenebene Duschen, mit Rollstuhl befahrbar, keine engen Durchgänge.
Rostschutzfarbesoll immer mehrschichtig zum Schutz vor Rost auf entrostetem Eisen und Stahl aufgetragen werden. Nachbehandlungen mit Decklack ist erforderlich.
S-SätzeBegriff aus der Gefahrstoffverordnung für die standardisierten Sicherheitsratschläge, die beim Umgang mit Gefahrstoffen zu beachten sind (englisch: safety).
Sammelzentralheizungfür das ganze Haus bringt den Vorteil nur einer Feuerstätte im Keller bzw. als Dachheizzentrale, jedoch bei einem Mietshaus mit dem Nachteil der Heizkostenabrechnung mit den Mietern.
Sandmuss mineralischen Ursprungs und gemischtkörnig sein und darf schädliche Bestandteile höchstens in unwesentlichen Mengen enthalten. Anteile an abschlämmbaren Bestandteilen max. 8 %, sonst ist eine Eignungsprüfung erforderlich, ebenfalls, wenn sich Natronlauge durch organische Stoffe bei der Prüfung tiefgelb, bräunlich oder rötlich verfärbt.
Sandstrahlverfahrenunter hohem Druck wird ein scharfkörniges Strahlmittel wie Quarzsand oder Stahlkies mit Luftdruck auf die Arbeitsfläche geschleudert. Damit können Metalle gesäubert oder auch Wandflächen
SanierputzeBedingt durch das große Porenvolumen werden Salze aus dem belasteten Mauerwerk im Inneren des Putzes abgelagert. Damit wird die Standzeit gegenüber anderen Putzen verlängert. Sanierputze sind nur gemeinsam mit Trockenlegungsmaßnahmen sinnvoll. Die Putzfläche darf nicht gefilzt sondern nur verrieben werden. Die Farbbeschichtung muss diffusionsoffen sein. Die Zusammensetzung: Kalk, Zement, Quarzsand, Steinmehl, Perlite, Luftporenbildner (Fettsäureester)und Hydrophobierungsmittel (Metallseifen)
SanierungsgebietWird durch eine Sanierungssatzung der zuständigen Stadt/Gemeinde ausgewiesen. Bei betroffenen Grundstücken wird ein Sanierungsvermerk im Grundbuch eingetragen. Der Käufer des Grundstücks muss mit Folgekosten rechnen.
Sanierungsplattebesteht aus zellstoffarmiertem Kalziumsilikat, ist diffusionsoffen und findet als Innendämmplatte Anwendung. Sie ist gut feuchteregulierend und feuchtebeständig, d.h. es treten keine Formänderungen auf. (Kalziumsilikatplatte, Klimaplatte, Wärmedämmplatte, CALSITHERM Klimaplatte, Epasit PROMASIL®, öDA®-BLUCLADm, Getifix) mehr
Sanitärentlüfterals Lüftungsstein im gleichen Deckungsmaterial mit flexiblem Anschluss an das Entlüftungsrohr.
Schafwollenimmt 33 % des Eigengewichts an Feuchtigkeit auf, ohne sich feucht anzufühlen und den Isolierwert wesentlich zu verlieren. Dämmstärken einer Matte bis zu 20 cm. Eine Imprägnierung mit Borsalz (auch als Brandschutzmittel) und verschiedene chemische Substanzen, wie z.B. Eulan, Mittin, gegen Insekten, vor allem gegen Motten, wird in den meisten Fällen angewandt. Wärmeleitfähigkeit 0,035 -0,045 W/mK, Diffusionswiderstand 1-2
SchallMechanische Schwingungen und Wellen eines elastischen Mediums, insbesondere im Frequenzbereich des menschlichen Hörens (16 Hz bis 20000 Hz) Hz(Herz) =Schwingungen je Sekunde. Für den vorliegenden Zusammenhang am wichtigsten sind der Luftschall und der Körperschall je nach Art des übertragenden Mediums. Man sollte solche Schwingungen unterscheiden in Infraschall (z. B. Erdbeben, Bodenschwingurigeri), Hörschall (z. B. Musik, Sprache, Lärm) und Ultraschall (Hundepfeife, Fledermäuse).
Schalldämm-Maß(abgekürzt R) wird angegeben, um wieviel DeziBel der Lärmpegel von Luftschall durch das Bauteil verringert wird. Die reinen R-Maße kommen überhaupt nur in der Theorie vor. In der Praxis gelten echte Messgrößen, die nach ihren Abweichungen von den reinen R-Maßen bewertet werden. Man nennt sie deshalb bewertete Schalldämmmaße (abgekürzt Rw).Da Schall immer auch über Nebenwege geleitet wird, werden die immer etwas größeren bewerteten Bauschalldämmmaße (abgekürzt R'w) gefordert.
Schalldämm-Maß RBegriff für die Prüfung der Luftschalldämmung von Wänden, Decken u. ä. auf Prüfständen ohne Nebenwege. Im Gegensatz zum Bauschalldämm-Maß R' für die Prüfung der Luftschalldämmung von Wänden und Decken im Bau und auf Prüfständen mit bauüblichen Nebenwegen.
SchalldämmungSchall soll daran gehindert werden, in benachbarte Räume oder von draußen in Innenräume zu gelangen.
SchalldämpferKonstruktion zur Verminderung der Schallausbreitung in Rohren Kanälen, Zu- und Abluftöffnungen usw. Man unterscheidet nach den vorwiegend verwendeten Prinzipien gewöhnlich Absorptions-, Reflexions- und Interferenzschalldämpfer. Diese Prinzipien könne auch miteinander kombiniert werden.
Schalldämpfung(Dissipation) Umwandlung von Schallenergie in Wärme, z. B. durch schallschluckende Auskleidungen.
SchalllängsleitungSchallübertragung durch Nebenwege, z.B. durch massive Bauteile, Rohrleitungen, steife Dämmstoffe u.ä.
SchallpegelSchalldruckpegel L ist der zehnfache Logarithmus des Verhältnisses der Quadrate des jeweiligen Schalldruckes, zu dem bei 1000 Hz eben noch hörbaren Bezugsschalldruck, der mit 20 microPa international festgelegt wurde. Das Maß des Schallpegels ist das Dezibel (dB).
SchallpegelmesserElektronisches Meßgerät; dem Prinzip nach ein Schalldruckmesser-, der die akustische Energie im logarithmischen Relativmaß Dezibel oder in der Ohrempfindlichkeit entsprechend bewerteten Dezibel verarbeitet.
SchallschluckstoffeIn engerem Sinn Faserfilz- oder Schaumstoffschichten mit günstiger Anpassung ihres Wellenwiderstandes an denjenigen der Luft.
SchallschlucksystemAnordnung zur Schallabsorption, d. h. zur weitgehenden Beseitigung von Schallreflexionen an Wänden und Decken.
SchallschnelleGeschwindigkeit eines um seine Ruhelage hin- und herschwingenden Stoffteilchens.
SchallschutzGesamtheit aller Maßnahmen, die die Schallübertragung durch Schalldämmung, Luftschall-, Trittschall- oder Körperschalldämmung oder durch Schallabsorption hindern.
Schallschutz (Lärmschutz) bei AußenwändenErhöhter Schallschutz bzw. die Verbesserung des vorhandenen Schallschutzes von Außenwänden erfordert eine genaue Bestimmung bzw. Untersuchung der Bauteile durch einen Fachmann. Schwachstellen sind weitgehend Fenster, Türen, Rollladenkästen und ihre Anschlüsse an die anderen Bauteile. Richtig ausgeführte Schallschutzmassnahmen bewirken auch gleichzeitig einen erhöhten Wärmeschutz..
Schallstärke(Schallintensität) Quotient von Schalleistung durch Querschnitt senkrecht zur Schwingungsrichtung.
SchaltzeichenSymbole für Elektroinstallation.
SchalungSchalung wird dazu benutzt, frisch gegossenen Beton in Form zu halten, bis er erhärtet ist. Dafür verwendet man Schalungsbretter oder Tafeln aus Nadelholz, kunstharzbeschichtete Sperrholztafeln, gehärtete Holzfaserplatten, Kunststoffplatten oder Stahlbleche.
Schamotteein feürfester, sehr hart gebrannter Ton. Schamotte-Steine werden zur Innenerkleidung von Öfen und Kaminen benutzt.
Schamottegebrannter, feuerfester Ton, der zu einem Granulat zermahlen wurde. (Die Bezeichnung entstand aus Scharm (thüringisch) = Scherben, von italienischen Gastarbeitern umgewandelt in (sciarmotti).
Schamottestein Ein aus Schamotte und Bindeton oder -kaolin geformter, bei ca. 1450ºC gebrannter feuerfester Stein.
Scharnierebewegliche Metallbeschläge, mit denen Türen bzw. Klappen zum öffnen mit dem jeweiligen Möbelstück verbunden werden
SchaumglasIst als nicht brennbarer Vollwärmeschutz für Kamindämmung in Dachböden einsetzbar, jedoch nicht für Außenwände im Wohnbereich (Dampfdiffusion). Zusammensetzung: Quarzsand 41 %, Kalziumkarbonat 17 %, Kalifeldspat 22 %, Kohlenstoffpulver 0,15 %, Eisenoxid 3 %, Natriumkarbonat 17 %, Recyclingglas; Wärmeleitfähigkeit 0,035-0,048 W/mK, praktisch dampfdicht
Schaumverhütungsmittel oder Blasenverhütungsmittel sind z.B. Mineralöle, Silikonöle, Tenside, Ester der Borsäure, hydroxylgruppenhaltige Verbindungen; bei lösemittelhaltigen Anstrichen auch Fluorverbindungen.
Scheibenzwischenraum (SZR) bei lsoliergläsern der lichte Abstand zwischen zwei (drei) Einfachscheiben.
Schellackist hochwertiger Lack zur transparenten Oberflächenbehandlung von Möbeln.
Schiebefenster als vertikal oder horizontal verschieb- oder versenkbares Fenster als Hebe-Schiebefenster, Hebe-Schiebe-Kippfenster, Dreh-Schiebefenster oder Falt-Schiebefenster.
Schieferdeckungbei Dachneigungen - je nach Deckungsart - nicht weniger als 22º, wobei ein regen- und flugschneesicheres Unterdach vorgesehen werden sollte. Die Dacheindeckung erfolgt auf nagelbarem Untergrund. weiter
Schiffboden - DielenbodenDer Schiffboden besteht im Gegensatz zu dem vorher genannten Boden aus gleichbreiten (ca. 10 -12 cm) mit Nut und Feder versehenen Weich- oder Hartholzbrettern. Diese Art von Holzboden wird heute zumeist für Schlafräume und Kinderzimmer verwendet.
Schilfplatten und Strohplattenkönnen als Wärme- und Trittschalldämmung überall dort eingesetzt werden, wo auch andere Dämmstoffe verwendet werden. Wärmeleitfähigkeit 0,056 - 0,1 W/mK, Diffusionswiderstand 1 -1,5
Schimmelpilze und HefepilzeEs gibt in unserer Umwelt ca. 100.000 Arten. Wenn sie in umwelttypischen Konzentrationen auftreten gibt es kaum Probleme. In den Sommermonaten ist die Konzentration in der Raumluft am größten. Nur wenige ca. 30 Arten sind gefährlich, auch bereits in geringer Konzentration. Besonders nach Feuchteschäden oder als Folge mangelnder bzw. falsch verstandener Hygiene und Lüftung kann die Pilzkonzentration in den Häusern erhöhen.
SchindelnVerkleidung von Hausfassaden und zur Deckung ganzer Dächer. Schindeln sind flache, gespaltene oder gesägte Holzbrettchen aus Fichte, Kiefer, Eiche, Red Cedar. Ihre breite Anwendung fanden diese bevor es die keramischen Dachsteine gab.
Schlauchwaageein ganz mit Wasser gefüllter, durchsichtiger Schlauch. Werden beide Enden hochgehoben, ist der Wasserpegel auf beiden Seiten gleich hoch, damit lassen sich Höhenmasse in räumlich getrennten Zimmern übertragen.
SchlussabnahmeBauherr muss sie spätestens 1 Woche nach Abschluss aller Arbeiten beantragen. Schlussabnahme wird durch die Bauaufsichtsbehörde durchgeführt und umfasst die bauliche Abnahme.
Schlussrechnungendgültige Abrechnung der Handwerker oder Bauunternehmer für Löhne u. Leistungen ist die Schlussrechnung.
Schlämmanstrichweißer Anstrich aus Kalkfarbe oder einer Mischung aus Kalkfarbe und Weißzement oder anderen wässrigen Anstrichfarben auf unverputztem Mauerwerk.
Schlüsselfertige Massivhausverbindet die Vorteile industriellen Bauens mit der Möglichkeit handwerklicher Arbeit. Durch Ausnutzung und Koordination von konventionellen und modernen Produktionsverfahren kann das schlüsselfertige Massivhaus trotz Typenstandardisierung den individuellen Käuferwünschen angepasst werden. Spezielle Kundenwünsche, wie z. B. große Terrassen und Loggien, Dachgärten, offene Kamine, Schwimmhallen, Nutzung des Untergeschosses und Dachgeschosses zu Wohn- und Hobbyzwecken, mehrgeschossige Bauausführung und die Abstimmung auf Bedürfnisse von Behinderten können erfüllt werden. Für die Auswahl und die Festlegung des Lieferumfanges und auch für die Berücksichtigung evtl. erforderlicher behindertengerechter Planung gelten dieselben Ausführungen wie unter Fertighaus.
Schmuckformate von der Maßordnung im Hochbau abweichende Verblender.
Schneefanggittersind dort notwendig, wo Personen durch herabfallende Schnee- und Eismassen gefährdet werden können. Schneefanggitter entlasten die Regenrinnen.
Schnellabbindende Zementeenthalten Abbindebeschleuniger (Metallsalze, Alkali, organische Stoffe) und werden meist in ca. 3 Tagen fest.
Schnellbinderbranchenübliche, nicht ganz korrekte Bezeichnung für einen schnell erstarrenden Zement. Wird ein Tonerdeschmelzzement mit Portlandzement 1 : 1 gemischt. Hat verminderte Festigkeit und dient nur für Dichtungsarbeiten.
Schnurgerüstbevor mit dem Aushub begonnen wird, müssen die Begrenzungslinien des
Schornstein-Sanierungwenn Schornstein innen versottet sind (Russ und Nässe) muss eine Schornstein-Sanierung von einer Fachfirma durchgeführt werden.
Schutz gegen Grund- und Stauwasserdruckwasserhaltende Abdichtung, auch bei Hangbauten (Rückstau) und wasserundurchlässigen Böden, in Wasserbehältern und Schwimmbecken.
Schutz gegen Oberflächenwasserals Abdichtung in Bädern, Duschen, auf Balkonen, Terrassen usw.
Schwalbenschwänze Gegenstück der Zinken (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Schwelle(Grundschwelle, Saumschwelle, Schwellriegel, Schwellenkranz, Schwellholz) Der unterste, horizontale Balken bei Holz- und Fachwerkbauten, der auf dem Fundament aufliegt.Hier wird meist Eichenkernholz wegen der hohen natürlichen Eigenresistenz verwendet.
Schwimmender Estrichdient als Unterboden zur Aufnahme eines Bodenbelages und wird aus Gründen des Schallschutzes und/oder des Wärmeschutzes auf Trittschall- bzw. Wärmedämmung (Dämmstoffwanne) aufgebracht. In jedem Falle ist über Gebäudedurchfahrten, unbeheizten Kellern und bei nicht unterkellerten Gebäuden eine entsprechende Wärmedämmung einzuplanen. Die Rohdecken müssen weitgehend eben und bei schwimmenden Estrichen frei von punktförmigen Erhebungen sein, da sonst Schallbrücken oder Wärmebrücken entstehen. über Nassräumen und über nicht unterkellerten Räumen ist hierbei eine Abdichtung gegen Wasser und Feuchtigkeit vorzunehmen. Schwimmende Estriche werden auch für Fußbodenheizungen verwendet. Gegen die Wände erfolgt eine Abkopplung mit Wellpappe oder gleichwertigem. Stärke ca. 6 cm, Gewicht 110 kg/qm. Seine Eigenfrequenz soll möglichst weit unterhalb 100 Hz liegen.
Schwingflügelfenster mit Flügel um eine waagerechte Achse kippbar, auch als Hebe-Schwing-Fenster möglich.
Schwingungen, elektromagnetische(Niedertrequenz, Hochfrequenz, Lichtstrahlung). Periodische Änderungen eines elektromagnetischen Feldes.
Schwingungen, mechanischeRegelmäßige, sich wiederholende, an- und abschwellende Bewegung von Teilchen einer Materie um ihre Ruhelage (Infraschall, Hörschall und Ultraschall).
Schwitzwassertrifft warme, feuchte Luft auf kalte Fläche, bildet sich Schwitzwasser. Luftfeuchtigkeit setzt sich als Kondensat, deutlich sichtbar als Tropfen, auf dieser Fläche ab.
SchüttelschaumMontageschaum, der als Zwei-Komponenten-Schaum in einer Kartusche nur reagiert, wenn er geschüttelt wird.
Schüttgutkleinteiliges Dämmmaterial, das man mit Hilfe von Druckluft oder in "Handarbeit" in Hohlräume einfüllt.
Sekundäre Grenzwertecharakterisieren zulässige Emissionen, die von einer Verunreinigungsquelle oder einem Gegenstand ausgehen.
Selbstbauhausals Selbstbausystem für Ein- und Zweifamilienhäuser ist bundesweit lieferbar, mit mehreren Haustypen und zahlreichen Variationsmöglichkeiten oder individuell auf die Wünsche des Bauherrn zugeschnittenem Bausatz. Die Lieferung erfolgt einschl. Serviceleistungen, wie Bauanleitung, Klärung der Voraussetzung zur Erteilung der Baugenehmigung, Einweisung und Beratung während der Bauzeit. Einige Firmen stellen örtliche, verantwortliche Bauleiter zur Verfügung. Die Betreuungsarbeiten sind in einem Kunden-Checkheft katalogisiert. Durch ein Selbstbauhaus ist ein großer Anteil der Gesamtbaukosten durch Eigenleistung zu erbringen. Eigenleistungen werden bei der Finanzierung wie Eigenkapital bewertet. Lieferumfang und Wünsche sind wie bei dem oben erwähnten Fertighaus vertraglich genau festzulegen.
SelbsthilfeBauleistungen, die durch die Bauherrschaft, Familienmitglieder oder Freunde und Bekannte ausgeführt werden, sind Eigenleistungen oder Selbsthilfetätigkeiten. Sehr viele Bautechniken und Ausführungsdetails sind besonders selbsthilfefreundlich. Durch die Eigenleistung kann die Finanzierung des Eigenheims reduziert werden.
Selektive KorrosionBei dieser Korrosionsform werden bestimmte Gefügebestandteile bevorzugt angegriffen. Bei im Erdboden verlegten gusseisernen Rohren wird vor allem die Eisenmatrix in FeO überführt, während der Graphit nicht angegriffen wird. Durch diesen Vorgang, den man als Spongiose bezeichnet, wird das Gusseisen so weich, dass es mit dem Messer zerschnitten werden kann.
SicherheitsdatenblattEuropaweite einheitliche, systematische Zusammenstellung der wesentlichen chemischen und sicherheitstechnischen Informationen für den Umgang mit einem Rohstoff oder einer Zubereitung.
Sicherheitseinbehaltum sicher zu gehen, dass Handwerker fach- und termingerecht arbeiten, kann der Bauherr ein Sicherheitseinbehalt vereinbaren, der bis zu (5 %) der Nettoauftragssumme betragen kann.
SicherheitsglasGlas zersplittert nicht, sondern zerfällt in stumpfe Krümel oder springt nur.
Sicherungskastenin ihm werden die einzelnen Stromkreise durch Sicherungsautomaten abgesichert.
Sichtmauerwerkhier sind die Steine und Fugen zu sehen, es wird also nicht verputzt oder verkleidet.
Sichtmauerwerk-Gefache sollten nicht verputzt werden, um den Charakter des Gebäudes nicht zu verändern.
Sickerdole(Sickergrube) Wassersammelschacht mit unterer Sickerschicht.
Silikatfarbenanstrichwerden sowohl im Innen- als auch im Außenbereich angewendet und können auf Beton, neün Kalk- und Zementputz, Ziegel oder Naturstein aufgetragen werden. Sie eigen sich nicht auf Gipsputz und alte Kalk- oder Leimfarbenanstriche. Einkomponentige Silikatfarbe enthält bis zu 5 % Kunststoffanteile. Es sollten nur reine Silikatanstriche verwendet werden. Bindemittel ist kieselsäurereiches Kaliwasserglas.
SilikatputzDie Bindung wird durch Kaliwasserglas bewirkt. Die Zusammensetzung besteht aus Wasserglas (Bindemittel), Dispersion (Stabilisator), Marmorsande und Mehle (Füllstoffe), Zellulosefaser, und Farbpigmente. Sehr empfehlenswerter Baustoff, allerdings relativ teuer.
Silikon-Kautschukdauerelastisches Dichtungsmaterial, welches in mehreren Farben erhältlich ist, wird in Kartuschen geliefert, man spritzt damit Fugen, z.B. zwischen Wand und Badewanne, aus.
SinterhautMineralstoffe, die sich an der Oberfläche absetzen (aussintern) und in trockenem Zustand eine starre Haut bilden.
Sockelder Teil des Hauses zwischen Geländeoberkante u. dem Erdgeschoss. Meist bildet der Sockel den Übergang vom Keller zum Haus. Der Sockel wird nicht nur durch Regenwasser direkt, sondern auch durch Spritzwasser angegriffen. Die Sockelhöhe ergibt sich weitgehend aus der vorhandenen oberen Sperrschicht der Außenwand. Hof- und Wegeflächen, die an den Sockel anstoßen, sollten ein Gefälle haben, das vom Haus wegführt. Ausführung des Sockels im Material der Außenwand bzw. -bekleidung oder in einem anderen, widerstandsfähigen Material.
SohleFläche, auf der das Haus steht, nennt man Sohle.
Solaranlagennutzen die Energie der Sonne zur Erwärmung von Brauchwasser und Erzeugung von Strom.
Solararchitektur nennt man Häuser und Gebäude, bei denen konsequent Maßnahmen der passiven Solarnutzung beim Bauen und Modernisieren einbezogen wurden. Ein Merkmal ist die Südorientierung der Baukörper mit hohem Fensterflächenanteil durchlässige Wärmedämmstoffe und hoch wärmegedämmte Fassaden sind weitere Merkmale der Solararchitektur.
Solarenergieerfordert die Beachtung evtl. optischer Beeinträchtigung an. Sie bedingt ein Heizsystem mit niedriger Vorlauftemperatur, z.B. eine Fußbodenheizung. Wird sehr umfangreich für die Brauchwassererwärmung eingesetzt.
SonnenkollektorenSie nehmen die Energie des direkten und des diffusen Sonnenlichts auf und wandeln diese in Wärme um. In einem Absorber wird eine spezielle Wärmeträgerflüssigkeit (Sole) durch Einstrahlung erhitzt. Die erhitzte Flüssigkeit fließt zu einem Wärmespeicher, gibt dort ihre Wärmeenergie ab und fließt abgekühlt zum Kollektor zurück.
SonnenstrahlungVon der Sonne ausgesandte Energie. Erstreckt sich über den dem Menschen sichtbaren Bereich hinaus auch auf kürzere (ultraviolette Strahlen, Röntgenstrahlen) und längere (ultra- bzw. infrarote) bis in den Bereich der Zentimeterwellen (Radiorauschen) erzeugen. Der ganze Wellenlängen bereich der Sonnenstrahlung dehnt sich damit auf die Größenordnung zwischen 0,000003 mm und ca. 20 m. Die Sonne strahlt mit einer Temperatur von etwa 6200 ºK. Das Maximum dieser Strahlung liegt bei einer Wellenlänge von 500 nm, also im blaugrünen Bereich des sichtbaren Lichts (Empfindlichkeit des menschlichen Auges 360 bis 760 nm).
Sorption(Wasserdampfaufnahme) Poröse Körper nehmen in Abhängigkeit von ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften Wasserdampf oder andere dampfförmige Stoffe (Geruchsstoffe, Dämpfe von Löse- und Desinfektionsmitteln, Kunststoffmonomere) durch "Adsorption" an die Wände der Zellen, Poren und Kapillaren zu binden und beim Abnehmen der relativen Luftfeuchte (bzw. des Sättigungsgrads der Luft mit Dämpfen aller Art) in der Umgebung durch "Desorption" wieder freizugeben.
SorptionskoeffizientDer Sorptionskoeffizient eines chemischen Stoffes entspricht dem Quotienten aus den Stoffkonzentrationen in anorganischen und organischen Strukturen von Böden und Sediment und der dieser umgebenden wässrigen Phase im Gleichgewichtszustand der Stoffverteilung. Bei einer Vielzahl nicht ionisierter chemischer Verbindungen mit stark hydrophobem Charakter ist der Sorptionskoeffizient abhängig vom organischen Kohlenstoffgehalt des Bodens bzw. Sediment.
Spachtelmassewird zum verfüllen von Löcher (z.B. von Schrauben oder Nägeln), Spalten oder Ritzen oder zum glätten von Flächen verwendet.
SpaltlüftungLüftung, bei der das Fenster nur teilweise geöffnet wird(eine uneffektive Lüftung).
SpannungsrisskorrosionVoraussetzung für diese Korrosionsform ist neben dem korrosiven Medium das Auftreten von Zugspannungen in Form von Betriebs- oder Eigenspannungen. Weist z. B. Messing innere Zugspannungen auf, so kann die Anwesenheit vom Ammoniak zur Spannungsrisskorrosion führen. Bei unter Zugbeanspruchung stehenden austenitischen Stählen ist bei Anwesenheit von chloridhaltigen oder stark alkalischen Medien mit Spannungskorrosion zu rechnen. Der Angriff erfolgt in vielen Fällen quer durch die Kristallite (transkristallin). Diese Korrosionserscheinung ist in den Rohrsystemen von Hochleistungsdampferzeugern anzutreffen und führt zu empfindlichen Schäden.
SpannweiteDie freie Strecke eines tragenden Bauteils (Balken, Träger) zwischen zwei Unterstützungen (Auflager).
Spanplatten (DIN 68 761 bis 68 765)werden aus kleinen Holzteilen und/oder anderen holzartigen Faserstoffen (Hanf- o. Flachsschäben) hergestellt und mit Bindemittel verpresst. Als Bindemittel kommen sowohl härtbare Kunstharzleime als auch Zement oder Magnesiabinder in Frage. mehr
SparrenIn der Dachneigung schrägstehende Kanthölzer, die sich beim Sparrendach gegenseitig abstützen u. beim Pfettendach auf Pfetten aufliegen. Sie sind Träger der Dachdeckung und beim ausgebauten Dach Träger der Wärmedämmung u. Verkleidungen. Bei ausgebauten Dächern liegt die Dämmung unter, zwischen oder oberhalb der Sparren. Sind Gauben auf dem Dach oder sollen diese zusätzlich errichtet werden, müssen ggf. Sparren versetzt oder es werden Wechsel eingezogen werden.
Sparrensind konstruktive Schrägstäbe, die im Allgemeinen winkelrecht zur Traufe liegen. Sie sind der Träger der Dachhaut. Sparrenfuß ist der untere Teil, der auf Dachbalken oder Außenwand aufliegt. Sparrenkopf ist der Teil, der über die Außenwand hinausragt.
Sparrendachbenötigt keine zusätzlichen innenliegenden Konstruktionsteile. Die Belastungen der Sparren werden von diesen allein getragen. Für die Nutzung des Dachraumes bietet das steile Sparrendach die beste Möglichkeit.
Sparrenpfettenliegen parallel zur Trauf- bzw. Firstlinie. Sie tragen unmittelbar die Dachhaut. Sparrenpfetten werden auch als Pfettensparren bezeichnet.
Sperren und AbdichtenSchutz gegen Feuchtigkeit (Dichtstoff, Fugenabdichtung, Dichtungsbahn, Feuchtigkeitssperre, u.a.).
SperrmörtelSperrbeton Mörtel oder Beton mit wasserabweisenden (wassersperrenden) Zusätzen (Fluate).
SperrschichtenSperrschichten sind überall erforderlich, wo Bauteile gegen Wasserdampf oder Wasser abgedichtet werden müssen. Richtig angebracht, verhindern sie die Wasseraufnahme in das Bauteil ebenso wie den Kapillartransport von Wasser und die Diffusion von Wasserdampf durch das Bauteil.
Spezialverdünner/Universalverdünnersind Gemische, deren Bestandteil nur die Hersteller kennen. Bei Überschreitung der Konzentrationsgrenze eines Stoffes, welches in der Gefahrstoffverordnung als giftig, gesundheitsschädlich oder reizend eingestuft ist, muss das Gebinde mit dem festgesetzten Gefahrensymbol gekennzeichnet werden.
Spritzbewurf dient als Ausgleich von zu schwacher, zu starker oder unterschiedlicher Saugkraft des Grundes.
Sprossengrößere Fenster oder Türflächen werden mit Sprossen in kleinere Segmente geteilt.
Sprossenrelativ schwache Leisten als Stütze, besonders bei Hockern und Stühlen (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Stabilisatoren Damit können sowohl Antioxidantien, Konservierer, aber auch Schutzkolloide bzw. Stellmittel gemeint sein; so nennt man alle Mittel, die das Entmischen von Dispersionen oder Emulsionen verhindern (z.B. Bentonit, Kasein, Polyphosphate, Stearate, Zelluloseleime, auch Polyvinylalkohol).
Stahlist ein durch Walzen oder Schmieden warmverformbarer Eisenwerkstoff mit einem Kohlenstoffgehalt von gleich/kleiner 2 Masse-%. Dieser C-Gehalt von 2 Masse-% ist allgemein der Grenzwert für die Unterscheidung von Stahl und Gusseisen
StahlbetonDie Zugfestigkeit von Beton ist um eine Größenordnung niedriger als seine Druckfestigkeit. Aus diesem Grunde legt man in Betonkonstruktionen dort, wo Zug- oder Biegespannungen auftreten, Armierungseisen ein. Durch Vorspannen lässt sich das Auftreten von Zugspannungen konstruktiv vermeiden. Diese Weiterentwicklung des Stahlbetons führte zum Spannbeton.
Stahlbetondeckeals Vollbeton-, Rippen-, Füllkörper-, Hohldielen-, Balken-, Platten- oder Trapezblechbetondecke.
Statikererstellt nach den Plänen und den Detailangaben des Architekten die statische Berechnung für den Neubau, Anbau, Umbau oder auch für Modernisierungsmaßnahmen. Das Honorar für die statische Berechnung wird wie das Architektenhonorar nach der HOAI ermittelt. Die statische Berechnung ist mit den Bauantragsunterlagen bei der Baubehörde einzureichen.
Stationärer ZustandDauerzustand z.B. einer Wärmeströmung. Die Temperaturwerte bleiben für einen bestimmten Zeitraum an allen Stellen eines Bauteils konstant. Annahme für die Berechnung der Wärmeverluste.
Stechbeitelauch als Stecheisen bezeichnet, Werkzeug zum Ausstemmen von Holzteilen
Steckdosendienen dazu, die unterschiedlichsten elektrischen Geräte im Haus mit Strom zu versorgen.
Stehende WelleIn der Akustik wichtige Erscheinung. Entsteht durch Interferenz bei Reflexion ebener ungedämpfter Wellen durch zueinander parallele ebene Wände, wobei sich örtlich konstante Energie-Maxima und -Minima ausbilden.
Stehender StuhlNach der Anzahl der in einem Gebinde oder Bieder vorhandenen vertikalen Unterstützungen der Pfetten unterscheidet man ein-, zwei- oder dreifachen Stuhl.
Steinformat Das Format eines Kunststeins mit den Seitenlängen 2 x 1 x 2/3 Achtelmeter - also 25 x 12,5 x 8,33 cm Normalformat(NF)genannt. Dabei wird die den Stein umgebenden Mörtelschichten berücksichtigt, also gilt für das Normalformat 24 x 11,5 x 7,1 cm. ... weiter
Steingutverwendet man für Haushaltwaren (Hartsteingut) und Fliesen (Kalksteingut). Es besteht je zu 40 bis 60% aus Ion und Quarz und etwas Feldspat bzw. Kalk und wird bei 1120 bis 1250ºC gebrannt. Steingut wird normalerweise im Zweibrandverfahren glasiert. Der Scherben ist porös.
Steingutfliesensind glasiert, dampfdicht und leicht zu reinigen. Manche Glasuren enthielten früher radioaktive Stoffe. Verwendung für Nassbereiche, Bäder, WCs und Küchen als dekorative Verkleidung in Eingangshallen und beständige Außenfassaden. Profilierte Platten und Bordüren ergänzen das Angebot. Die Verlegung erfolgt im Dickbett- oder Dünnbettverfahren.
Steinholzfußbodenelastischer und fußwarmer, fugenloser Belag aus Weichholzmehl und Magnesit als Bindemittel. Heute kaum noch üblich. Bei den Altbauten wurde z.B. öfter der Fußboden in den Bädern aus Steinholz hergestellt. Die Holzkonstruktion darunter zeigt meistens Schäden.
Steinzeug wird aus Tonen (40 bis 50%), Feldspat (15 bis 25%) und Quarz (30 + 40%) hergestellt und bei Temperaturen von 1200 bis 1300ºC weitgehend dicht gebrannt. Die Verwendung von Steinzeug reicht von Kanalisationsrohren über Chemieapparate und -geräte bis zu Wand- und Bodenplatten.
Steinzeugplatten haben eine ähnliche Zusammensetzung wie Steingutfliesen, müssen aber nicht glasiert werden, da sie oberhalb der Sindergrenze gebrannt werden. Sie haben eine große Abriebfestigkeit und sind säurebeständig und laugenbeständig.
Stoffgemischeüberschreiten bestimmte Stoff die Konzentrationsgrenze, z.B. in einem Verdünner, Pinselreiniger oder Anstrichmittel, so muss der Hersteller die Bestandteile (giftige, gesundheitsschädliche oder reizende Stoffe) nennen und die Gebinde entsprechend der Gefahrenschutzverordnung mit den jeweils festgelegten Gefahrensymbolen kennzeichnen.
Stoffliche Verwertungbesondere Form der Abfallverwertung, bei der ein Abfallstoff in mehr oder weniger modifizierter Form (Aufarbeitung) einer neuen Verwendung zugeführt wird; im Gegensatz hierzu steht die thermische Verwertung, bei der der Abfallstoff in einer geeigneten Verbrennungsanlage unter Nutzung der Wärmeenergie entsorgt wird.
Stoffwerte für BaustoffeHier findet man für verschiedene Baustoffe, wie Lehm, Putze, Ziegel, Beton u.a., die Dichte, Wärmeleitfähigkeit, Wärmespeicherfähigkeit usw. weiter
StoffwärmeKennzeichnet die sogenannte spezifische Wärme, das ist die Wärmemenge, die notwendig ist, um ein Kilogramm eines Stoffes um 1 K zu erwärmen.
Stosswerden zwei Teile ohne Fugen zusammengefügt, so nennt man die Stelle an der sie zusammengefügt werden Stoss.
Stosslüftungnatürliche Lüftung, die durch das volle öffnen des Fensters zustande kommt. Im Vergleich zu einem gekippten Fenster erfolgt im gleichen Zeitraum ein mindestens 10 mal schnellerer Luftwechsel. In der kurzen Zeit wird nur die Luft ausgetauscht und die Innenwände kühlen nicht bzw. kaum ab. Dadurch ist diese Lüftung energiesparender.
Strahlungsintensität (Bestrahlungsstärke); energetische Leistung der auf eine Wandfläche auftretenden Sonnenstrahlung.
StrahlungstemperaturAus der Strahlung eines Körpers innerhalb eines engeren Spektralbereiches gemessene effektive Temperatur.
StrahlungswärmeIm Gegensatz zur Konvektion, bei der die Räume durch Luftzirkulation (Konvektoren) erwärmt werden, wirkt Strahlungswärme direkt. Sie wird vor allem von Kachelöfen, der Hypokastenheizung oder von der Fußbodenheizung erzeugt. Diese ist angenehmer und hat den Vorteil, dass die Raumlufttemperatur bei gleichem Behaglichkeitsgefühl niedriger ist.
StreichmaßHilfsmittel, mit dem man Maße genau übertragen kann (wird besonders beim Zinken gebraucht) (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
Strohdeckung und Schilfdeckung haben einen guten Wärmeisolierwert. Die Deckung wird mehrer Male durch weitere Auflagenschichten erneuert und ergänzt. Stroh und Schilf verlangen eine eher steile Dachneigung.
Stromkreiselektrische Geräte, Leuchten, Radio, Fernsehgerät Waschmaschine, u.a. sind in Stromkreisen zusammengefasst, die an Sicherungen angeschlossen sind.
StrömungsgeräuschDurch strömende Medien (Wasser, Luft) erzeugte Geräusche, etwa in Klimakanälen. Strömungsgeräusche können z. B. in Luftleitungen bereits bei üblichen Geschwindigkeiten von 5 bis 10 m/s Schallpegel von mehr als 40 bis 50 dB(A) erreichen.
Stuckeigentlich eine Gipsart, die schnell abbindet. Bekannter als ornamentale Verzierung aus Gips (eben Stuckgips).
Stuckgips nennt man einen aus Naturgips erzeugten feingemahlenen Halbhydratgips. Bei der Wasseraufnahme dehnt er sich aus und füllt daher Formen voll aus, was ihn zur Herstellung von Abgüssen aller Art besonders geeignet macht.
Stuhlsäulen(auch Pfosten, Ständer oder Stiele genannt) sind senkrecht stehende Hölzer, welche die Pfetten tragen.
Sturzobere waagerechte konstruktive Begrenzung einer Maueröffnung (Fenstersturz, Türsturz).
StänderbauweiseHolzskelettkonstruktion. Die tragenden Elemente des Hauses sind massive Holzbalken, deren Gefache mit Mauerwerk oder Bauplatten ausgefacht werden.
SättigungsdampfdruckMaximal möglicher Teildruck des Dampfes in einem Luft-Dampf-Gemisch.
TA LuftEmissionsbegrenzungen nach der Technischen Anleitung Luft (TA Luft) sind die im Genehmigungsbescheid festzulegenden
a)zulässigen Massenkonzentrationen (mg/m3) von Luftverunreinigungen Im Abgas mit der Maßgabe, dass
aa) sämtliche Tagesmittelwerte die festgelegten Massenkonzentrationen
ab)97 % aller Halbstundenmittelwerte sechs Fünftel der festgelegten Massenkonzentrationen
ac) sämtliche Halbstundenmittelwerte das Zweifache der festgelegten Massenkonzentrationen nicht überschreiten,
b)zulässigen Massenverhältnisse (Emissionsfaktoren) (kg Emission pro produzierte Tonne)
c)zulässigen Massenströme (kg/h).
TGLSymbol für staatliche Standards der DDR, stets in Verbindung mit anderer Standardnummer. Ursprünglich Abkürzung für Technische Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen.
Tackernmit einer Maschine (Pistole) werden Krampen (Befestigungshaken) unter Druck "abgeschossen". Es werden damit Textilien, Folien, Holzstreifen u.a. mit einem harten Untergrund (meist Holz) befestigt.
Tannenblättling(Glöophyllum abietinum)(Bull.: Fr.) Karst., holzzerstörender Pilz, Bilder zu Myzel weiter
Tapetenin verschiedenen Materialien: Papier usw. Tapeten werden im Innern der Räume auf Putz geklebt. Zu unterscheiden sind: Naturelltapete, Fondtapete, Prägetapete, Textiltapete, Relieftapete, Kunststofftapete, Wandbildtapete, Strukturtapete, Raufaser, Fotopapier und Fotoleinen. Schimmelwiderstand ist nur bei Textiltapeten gegeben, bei denen das Gewebe mittels Schmelzträger auf dem Papierträger aufgebracht wurde. Dispersionskaschierung bietet keinen Schimmelwiderstand.
TaupunkttemperaturTemperatur, bei der die Luftfeuchte durch Abkühlung ihren Sättigungsgehalt erreicht (relative Luftleuchte 100 %). Wird diese Taupunkttemperatur unterschritten( z.B. kühlere Wandoberfläche), dann scheidet sich aus der Luft Feuchtigkeit ab (Tauwasser, Kondenswasser).
TauwasserFeuchtigkeit, die sich aus der Luft an oder in Bauteilen niederschlägt, wenn sich die Luft unter ihren Taupunkt abkühlt.
Technische Grenzwertecharakterisieren zulässige Emissionen auf der Grundlage des wissenschaftlich-technisch realisierbaren Wirkungsgrades technologischer Prozesse.
Teerölebei der Destillation von Teeröl gewonnene Ole verschiedener Art; außerdem gibt es Braunkohlenteeröl, Holzteeröle (aus Holzteer) usw.; die Anwendung dieser Schutzmittelklasse ist in der Teerölverordnung gesetzlich geregelt.
TeileigentumSondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes, Läden, Praxis-Räume, etc. in Verbindung mit dem Miteigentumsanteil am gemeinschaftlichen Grundstück.
TemperaturamplitudenverhältnisKehrwert der Temperaturamplitudendampfung also des Verhältnisses zwischen der Bauteiloberflächentemperaturamplitude außen und innen.
Temperaturleitfähigkeit (a)(Temperaturleitzahl) Wärmeleitzahl bezogen auf die Rohdichte und die spezifische Wärme (c) des betreffenden Stoffes. Maß für die Schnelligkeit der Temperaturänderung beim Vergleich von Bauteilen aus verschiedenen Stoffen. (a = Lambda / Roh x spez.Wärme [m2/h])mehr
Teppichkleberzum Verkleben von Teppichböden aus Naturfaser mit Jute- und Naturlatexrücken.
Terpentinöledient als Lösungsmittel für Harze, in Schuhcremes, Bohnerwachsen und als Balsamterpentinöle in Farben und Lacken der Naturfarbenhersteller enthalten. mehr
TerrazzoKunststein, der aus Weißzement mit den verschiedensten dekorativen Zuschlägen hergestellt wird.
TestbenzinAls Alltaggift kommen sie als Bestanteil in Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemischen vor. mehr
Textilfasertapeten und Naturfasertapetenbestehen aus Papierbahnen, auf welche Geflechte aus Leinen, Jute und Baumwolle aufgeklebt werden. Auch Geflechte aus Kokos, Gras oder Sisal können dazu verwendet werden. Achtung: Entscheidend für eine mögliche Schadstoffabgabe ist der verwendete Kleber und die Ausrüstung der Tapeten mit formaldehydhaltigen Faserschutz- und Antipilzmitteln.
ThermographieTechnik, bei der Spezialkameras Aufnahmen von einem Haus machen und dabei Schwachpunkte der Wärmedämmung aufzeigen.
ThermohautDer Begriff umschreibt die außenseitige Fassadendämmung, bei der Dämmplatten direkt auf den vorhandenen Putz geklebt oder gedübelt werden. Auf diese Platten wird dann ein Armierungsgewebe aufgebracht, das dem darauf aufgezogenen Putz besseren Halt bietet. Bei Neu- oder Altbauten.
Thermostateum Heizenergie optimal zu nutzen, werden automatische Temperaturregler (Thermostate) eingebaut.
TiefeMaß eines Möbelstückes von der Möbelfront bis zur Rückwand
TonLuftschallschwingungen mit sinusförmigem Verlauf, also mit einer einzigen Frequenz wie z.B. der 1 000 Hz Ton (reiner Ton).
Tonerdezementbesteht überwiegend aus Calciumaluminat und wird aus Bauxit und Kalkstein hergestellt. Er ist schnellerhärtend bei hoher Hydratationswärme, hitzebeständig und sulfatfest, erreicht jedoch keine hohen Festigkeiten. Typische Zusammensetzung: Al203: 40%; CaO: 35%; Fe203: 15%; Si02: 6%; Rest: MgO etc. Verwendung: Feuerfester Beton, Straßenbau, Unterwasserbauten usw.
Topfkonserviererbiozider Zusatz, insbesondere bei wässrigen Anstrichstoffen, der einen Befall des Anstrichstoffs während der Aufbewahrung im Gebinde (Topf) durch Mikroorganismen verhindern soll.
Tragende Wändeüberwiegend durch Druck beanspruchte, scheibenartige Bauteile zur Aufnahme lotrechter Lasten, z.B. Deckenlasten sowie waagerechter Lasten, z.B. Windlasten.
TragwerkKonstruktion zur Aufnahme von Lasten, z.B. Dachtragwerk.
TragwerksknotenKnotenpunkt oder Schnittpunkt von mehreren Tragwerksteilen, zum Beispiel von verschiedenen Dachbalken.
Tram-Ziegeldeckensind eine sehr gute Mischung von Holz und Ziegel (70%) und bringt ohne Bewehrung eine teilmassive Decke, die verbesserte bauphysikalische Vorteile, wie Ausgleich, Temperatur, Feuchteverhalten, und bessere Schalldämmwerte bringt. Die Ziegeltragkörper werden zwischen die Deckenbalken gelegt.
TransmissionswärmeverlusteWärmeverlust, der durch das Abfließen von Wärme aus beheizten Räumen durch die Bauteile hindurch nach Außen entsteht.
Trassfeingemahlener Tuffstein vulkanischen Ursprungs. Trasshaltige Mörtel mindern die Ausblühgefahr, da sie einmal Kalk unlöslich binden, zum anderen durch vermehrte Gelbildung die das Auftreten von Ausblühungen notwendige Wasserwanderung im Mörtel deutlich behindern. Der Zusatz zu Beton erhöht die Beständigkeit gegen chemische Angriffe und ist besonders geeignet für Massenbeton (Herabsetzung der Wärmeabgabe und damit Minderung der Schwindrissneigung.) Trass ist das beste Bindemittel für Stein-, Fliesenbeläge und Estrich aufgrund seiner Ausblühfestigkeit und seiner Beständigkeit gegen chemische Einflüsse sowie Feuchtigkeit und Nässe.
Trasskalkputzist der hochwertigste und beständigste Putz, der für alle Anwendungen geeignet ist, besonders für Feuchtebereiche und Putze, die aggressiven Luftbestandteile ausgesetzt sind. Zusammensetzung: 55% Trass (SiO2, Al2O3), 45 % gelöschter Kalk Ca(OH)2
Trasszement (Puzzolanzement)wird dem Zementklinker neben CaSO4 Trass beigemahlen, ein natürliches Gestein vulkanischen Ursprungs (Tuff, Puzzolan), das für sich allein keine Zementeigenschaften hat. Trasszemente härten langsamer aus und unterliegen speziellen Normen.
Trasszementestrichwird wie der normale Zementestrich hergestellt, jedoch wird als Bindemittel Trasszement verwendet. Stärke 6 cm, Gewicht 120 kg/qm
Traufblech(Scharblech) Blech, das zwischen Dachrinne und unterem Rand der Dacheindeckung zum Schutz des Dachfußes angebracht wird.
TraufeEine Traufe ist die untere, horizontale Kante der Dachfläche/Lage der Dachrinne, die parallel zum Dachfirst verläuft. Wenn die Traufseite eines Hauses parallel zur Straße verläuft, ist das Haus traufständig zur Straße, im Gegensatz zur Giebelständigkeit eines Gebäudes.
Traufhöheist der Abstand zwischen Geländeoberkante und der Traufe.
TraufseiteDie Hausseite unter der Traufe.
Traufziegelspeziell geformte Dachziegel, leiten das Regenwasser von Dachfläche in die Rinne.
Trennlagenwerden bei Estrich und Wärmedämmung verlegt.
Treppebesteht aus den Stufen, den Wangen u. dem Handlauf.
Treppengeländerbei Treppen mit mehr als 3 Stufen ist ein Treppengeländer Pflicht.
TreppenstufenTreppen müssen sicher u. beqüm zu begehen sein. Voraussetzung dafür ist, dass das Verhältnis von Höhe u. Tiefe der Stufen stimmt. Übliche Form für das Steigungsverhältnis: 2 Hohen der Setzstufe u. 1 Tiefe der Trittstufe sollen 62,5 cm betragen. (Beispiel: Stufenhöhe von 17 cm x 2 = 34 cm, Stufentiefe 29 cm, ergibt zusammen 63 cm.)
Treppenwangeseitliche Begrenzung der Treppenstufe nennt man Wange.
TrittschallSchall, der beim Begehen und bei ähnlicher Anregung einer Decke u.a. als Körperschall entsteht und teilweise als Luftschall in einem darunterliegenden Raum o.ä. abgestrahlt wird.
Trittschallschutzmaß(abgekürzt TSM)Die TSM-Werte geben in Dezi-Bel die Differenz zur Dämmwirkung einer genormten Idealdecke an. Im Raum unter dieser Idealdecke ist Gehen noch normal und Möbelrücken noch gut hörbar. Das entspricht einem Trittschallschutzmaß von TSM=0 dB. Gehen/Möbelrücken ist z.B. bei
- TSM=-20 dB gut hörbar/laut hörbar,
- TSM=-10 dB noch gut hörbar/gut hörbar,
- TSM=10 dB schwach hörbar/noch normal hörbar,
- TSM=20 dB unhörbar/schwach hörbar.
TrockenbauEine speziell entwickelte Leichtbauweise, wo auf ein Unterkonstruktion Verkleidungsplatten befestigt werden. Durch das geringe Flächengewicht der Wände können diese fasst über alle aufgestellt werden. Auf Metallunterkonstruktion werden sehr gute schalltechnische Werte erreicht. Es ist eine schnelle und trockene Bauweise möglich. Durch geringe Masse ist allerdings auch nur eine geringe Wärmespeicherung möglich.
Trockenestrichbesteht aus Verlegeplatten (Spanverlegeplatten, Fermacellestrichplatten, Gipsestichplatten) und Dämmung. Es wird keine Feuchtigkeit in das Gebäude gebracht. Es gibt hier verschiedene Ausführungen und Verlegetechniken. Bei der Ausführung sollte auf eine systemgerechte Ausführung geachtet werden (Schallschutz und Brandschutz).
Trockenestrich aus Tonplattenin Sichtqualität aus Ton in 2 cm Stärke mit Nut und Feder mit Spezialkleber verbunden. Sie können schwimmend auf stabilen Trittschalldämm- oder Wärmeisolierplatten verlegt werden. Die 4-5 cm starken, längsgelochten Tonplatten werden für Lagerkeller auf Sand oder Mörtelbett verlegt und wirken feuchtigkeits- und temperaturausgleichend. Gewicht 40-50 kg/qm
Trockenputz (Trockenbauweise)Putz in Form von Gipskartonbauplatten, die "trocken" verlegt werden und keine Baufeuchtigkeit einbringen. Die Anbringung erfolgt mit Schnellbindern (Batzenverfahren) oder auf Lattenunterkonstruktionen mit Schnellbauschrauben.
Trockenunterbodenist eine Alternative zum herkömmlich nass eingebrachten schwimmenden Estrich. Die Konstruktion besteht aus Trockenelementen (dadurch keine zusätzliche Feuchte) wie Spanplatten, Gipskarton- bzw. Gipsfaserverbundplatten, Parkettdielen, Parkettelementen. Sie werden vollflächig schwimmend, d.h. ohne Befestigung nach unten, auf Massivdecken, auch auf alten abgenutzten Bodenbelägen oder auch auf Lagerhölzern verlegt. Wärme- und schalldämmende Zwischenschichten aus Trockenschüttung (Dämm- oder Ausgleichsschüttung) oder an die Platten werksmäßig angearbeitete Dämmplatten bringen die erforderliche Wärmedämmung und gleichen verschiedene Höhen und Unebenheiten der Decken aus.
TrübungSchwächung der direkten Sonnenstrahlung durch die Atmosphäre. Abhängig vom Grad der Luftverunreinigung u. der Dicke der zu durchlaufenden Luftschichten. Zur Kennzeichnung dient bei Berechnungen der "Trübungsfaktor T".
Trümmergestein(mechanische Sedimente) sind verkitte Anhäufungen von Gesteinstrümmer, Sand, Schlamm, Z.B. Quarzsandstein, Kalksandstein, Konglomerat, Brekzien
Türbeschlägealle Teile der Tür, welche das Türblatt mit dem Rahmen verbinden.
Türblattfreischwingende oder gleitende Tür ohne Rahmen.
Türdichtungschützt vor Zug und die Tür lässt sich leiser schließen. Türdichtungen sind aus elastischem Material.
Türfutterist die innere Verkleidung der Türöffnung.
U-Wert(Früher k-Wert) Wärmedurchgang von Bauteilen wird mit dem Wärmedurchgangskoeffizienten k [W/m²K] angegeben. Dabei bedeutet 0,4 W/m²K es fließt eine Wärme durch die Wand, wenn die beiden Energiesysteme Wohnraum und Außen eine Temperaturdifferenz aufzeigen. Liegt die Differenz bei 20 K, so sind für die Aufrechterhaltung der gleichbleibenden Raumtemperatur theoretisch 8 W/Std.( 0,4 x 20) erforderlich. Der k-Wert wurde 1929 eingeführt und diente dem Heizungsfachmann zur Auslegung der Heizungsanlage. Zur Bestimmung des Wärmeflusses wurde auf Prüfständen trockenes Mauerwerk gemessen. Jedoch ist der Wandquerschnitt nie ganz trocken. Ungünstig wirken dabei diffusionsdichte Wandaufbauten, besonders im äußeren Bereich.)
U-Wert, effektiverWärmedurchgangskoeffizient, der den Strahlungsgewinn berücksichtigt.
UV-Absorber oder UV-Blocker gehören zu den Antioxidantien (s.o.). In Holzlacken schützen sie den Untergrund, indem sie die harte UV-Strahlung in Wärme umwandeln.
Umkehrdachals nicht durchlüftetes einschaliges Dach ausschließlich auf schweren Unterkonstruktionen. Im Gegensatz zum konventionellen Flachdachaufbau liegt hier die Abdichtung unterhalb der Wärmedämmschicht. weiter
Umprägungsgesteine(Metamorphite, kristalline Schiefer) Erstarrungs- oder Absatzgesteine werden umgeprägt durch Pressung, Walzung, Erhitzung, Z.B. Gneis, Serpentin, Quarzit, Kieselschiefer, Kristalliner Marmor
UmweltkompartimenteSammelbezeichnung für die drei Umweltbereiche Wasser, Boden und Luft.
UmweltverträglichkeitEinsatz von Baustoffen, die keine Schadstoffe enthalten und deshalb ein gesundes Wohnen garantieren.
Umwälzpumpebei bestimmten Zentralheizungen wird eine Umwälzpumpe in das geschlossene System eingebaut. Sie sorgt dafür, dass der Wasserumlauf schneller ist und die Wärmeverluste gering.
Unterfangenwerden bei der Sanierung eines Hauses tragende Elemente herausgenommen, müssen die Bauteile, die vorher von ihnen getragen wurden, unterfangen, also abgestützt werden.
Unterputz dient als tragende Schicht des Oberputzes (dickste Lage), die Festigkeit soll größer als die des Oberputzes sein.
UnterspannbahnSie verhindert das Eindringen von Regen, Flugschnee oder Staub im Dachbereich. Unterspannbahnen schützen die Dämmung vor Feuchtigkeit. Bestehen meist aus reissfester Kunststofffolie und werden mit einer Lattung über den Dachsparren leicht durchhängend befestigt. Es ist eine Zu- und Abluftöffnungen an Traufe und First. Zu beachten ist, dass nicht alle Folien UV-beständig sind.
Untersuchung des BaugrundesNeben der Bestimmung der vorhandenen Böden und des Schichtenaufbaus ist die Feststellung der Lage des Grundwasserspiegels zu möglichst frühem Zeitpunkt der Bauplanung erforderlich, um das Baurisiko zu vermindern. Genaue Kenntnisse darüber sind Entscheidungsgrundlage für die Standortfrage des Bauwerks, u.U. für Kauf des Geländes und für die Konzeption des Bauwerks, da die Kosten der Gründung in schwierigen Fällen und bei hohem Grundwasserstand (Frage der Anordnung von Untergeschossen) einen erheblichen Teil der Baukosten ausmachen.
Untersuchung des GrundwassersAngaben über Grundwasserspiegel und seine Schwankungen durch geol. Landesämter, Wasserwerke, landwirtschaftliche Verbände usw. Bei Gründungen und Baugruben interessiert insbesondere der höchste Grundwasserspiegel. Kommt das Wasser mit dem Bauwerk in Berührung, ist eine chemische Untersuchung des Grundwassers im Hinblick auf seine Aggressivität gegenüber den verwendeten Baustoffen (u. a. Beton) erforderlich. Vorsicht bei Thermalwässern. In dichter besiedelten Gebieten kann das Grundwasser durch Einleitung von Abwässern und Chemikalien verunreinigt sein.
Unterzug(Untergurt) Träger zur Aufnahme von Lasten, aus Holz, Stahl, Beton, der unter der Last angeordnet ist, der die Last trägt..
Unterzughorizontaler Träger, der die Last einer Wand oder Decke aufnimmt und auf Wände, Stützen oder Pfeiler überträgt.
VDI-RichtlinienArbeitsergebnisse der Fachgruppen des Vereins Deutscher Ingenieure. Auf einzelnen Fachgebieten wurden sie zu VDI-Handbüchern zusammengefasst. Viele VDI-Richtlinien wurden Bestandteil von DIN-Vorschriften.
VOBAbkürzung für "Verdingungsordnung für Bauleistungen", bindende Vorschriften für die Ausführung einer Leistung (Mindestqualität). -Leistungsverzeichnis, VOB und DIN sind die Grundlagen für die Vergabe von Bauaufträgen. In der VOB ist das Verhältnis von Bauherr zu Handwerker geregelt.
Verbesserter Feuchtigkeitsschutzals Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit, Sickerwasser und zeitweise auftretendes leichtes Stauwasser, in jedem Fall empfehlenswert bei bindigen, also bedingt wasserdurchlässigen bzw. -undurchlässigen Böden und bei Hangbauten.
Verblender alle Ziegel, die zum Verblenden von Wandflächen geeignet sind, in vielen Farben, mit natürlicher Brennhaut oder besandeter Oberfläche, genarbt oder aufgeraut.
Verbundestrichdient als unmittelbarer und abriebfester Nutzboden durch Auftragen auf bereits vorhandenen Unterboden oder als homogener Verbund (frisch in frisch) mit dem Unterboden hergestellt. Verwendung z. B. im Keller. Stärke 2-6 cm, Gewicht 40-120 kg/m2
Verbundfenstersind Doppelfenster. bei denen beide Fenster zusammengekoppelt und zum Fensterputzen auseinanderzuklappen sind. Bei dreischeibiger Ausführung werden ein Flügel mit Wärmedämmglas und der innere Flügel einfach verglast.
Verdickungsmittelverhindern die Entmischung eines Anstrichmittels und machen es "tropffrei" oder "thixotrop". Dadurch werden Dickbeschichtungen möglich, z.B. Zelluloseleim, Kasein, Polyvinylalkohol, Polyacrylate, Stärke, Pflanzenseifen. Bei Lackfarben auch Kieselsäure und Silikate, Polyamide, (Monomer: MAK III A2).
VerdünnungsmittelSie werden zur leichteren Verstreichbarkeit der Anstrichstoffe zugesetzt. Mit Terpentin, Nitroverdünner oder Universalverdünner lassen sich ölige Bindemittel verdünnen, ölfarben auch mit Leinölfirnis. Für ölfreie Lacke gibt es Speziallöse- bzw. Verdünnungsmittel, die von den Herstellerfirmen entsprechend der Lackart bezogen werden können.
Verkehrsflächenoder Erschließungszonen nennt man die Bereiche im Haus, über die man in die einzelnen Räume gelangt. Flur, Diele, Windfang u. Treppen.
Verkehrswertvoraussichtlich zu erzielender Verkaufswert einer Immobilie. Hierzu die Verkehrswertermittlung V`88.
Verkieselungfeuchte, wasserdurchlässige Wände können durch Verkieselung wasserundurchlässig gemacht werden.
Vermiculit(Blähglimmer)ist ein mineralischer Naturstoff, der nicht nur für Brandschutz, sondern auch für Wärmeschutz und Schallisolierung eingesetzt wird. Die blättchenförmigen Glimmer werden durch Erhitzen von 700 bis 1000 ºC gebläht, wodurch das Volumen auf das 20 bis 30fache anwächst. Mit Zusatz von anorganischen Klebern wird es zu Platten gepresst. Es wird als wärmeisolierende Schüttung für Fußböden, Isolierputz, Isolierbeton, Akustikputz verwendet. Zusammensetzung: Aluminium-Eisen-Magnesium haltiges Schichtsilikat, ähnlich den Glimmermineralien. Wärmeleitfähigkeit 0,06-0,08 W/mK; Diffusionswiderstand 3-4
VermiculiteDurch Erhitzen aufgeblähtes (expandiertes) Glimmer-Granulat. Verwendung wie Perlite, Blähton oder Blähschiefer.
Verputzte Mauerwerk-Gefache können durch Innendämmung mit einer erhöhten Wärmedämmung versehen werden, z. B. Silikatplatten auch Klimaplatte. Wärmedämmputze müssen mindestens mit einer bestimmten Stärke aufgebracht werden, wenn sie wirksam sein sollen. Dadurch läuft der Regen nicht mehr in ausreichendem Masse ab und es kann Schäden am Gefache auftreten. In bestimmen Fällen ist dies nach Prüfung möglich.
Versenkfensterkönnen in einem Schacht in den Boden versenkt werden (vergleiche Seitenscheiben am Auto). Betätigung durch Kurbel- oder Elektroantrieb.
VersiegelnHolzfußböden müssen gegen das Eindringen von Schmutz u. Feuchtigkeit durch eine Versiegelung geschützt werden.
Versieglungenstellen eine Abdichtung der Oberfläche dar, die auch tief in die Poren eindringen und sie verstopfen, ohne einen nennenswerten Film zu bilden. Der Begriff wird verwendet z.B. bei Parkett (DIN 18 356) und im Bautenschutz für Estrichversieglung.
VersottungDurchfeuchtung des Kamins durch Kondenswasser und schwefelige Säure. Die schwefelige Säure entsteht vor allem bei Ölheizungen, wenn sich der im Abgasstrom enthaltene Wasserdampf mit anderen Teilen aus dem Abgas verbindet und kondensiert.
VersottungÜbermäßiger Niederschlag insbesondere von Teerausscheidungen an der Schornsteininnenseite infolge ungenügender Temperatur, d.h. Wärmedämmung der Außenwand. Aus diesem Grunde sollten Schornsteine möglichst nicht in Außenwänden liegen, sondern immer im höchsten (warmen) Teil des Gebäudes.
Vertikalabdichtung (außen) eventuell in Verbindung mit einer neuen Drainage und einer guten Abtrocknung im richtig belüfteten Keller reichen oft schon aus, wenn eine geringe Durchfeuchtung im unteren Wandbereich in Kauf genommen werden kann. Verfahren für Vertikalabdichtung sind: Dichtungsschlämme, Bitumenbeschichtung, Sperrputz, Schleierinjektage, Dichtungsbahn.
Vertikalabdichtung (innen) Da die Feuchtigkeit nicht entweichen kann, steigt diese nach oben. Langfrist treten verstärkt Schäden am versiegelten Mauerwerk auf.
Verzögerter Betonenthält Zement, dessen Erstarrungszeit durch Zusätze verlängert wird, um ein vorzeitiges Festwerden und dadurch hervorgerufene strukturelle Inhomogenitäten bei der Erstellung größerer Bauwerke zu verhindern.
VokingIn Abhängigkeit von der Intensität des Tauwasseranfalls sowie der Sorptionsfähigkeit der Bauteiloberfläche muss hierbei die Tauwasserbildung nicht unbedingt immer sofort augenfällig werden. Vielmehr kann es erst mit der Zeit durch Feinstaubabtragungen auf den feuchteren Bauteiloberflächen zu Verfärbungen kommen (Phantombildung), die auf die Tauwasserbildung im Bereich auf eine Wärmebrücke hin deuten.
Vollblöcke sind großformatige Mauersteine ohne Kammern (auch geschlitzt oder gelocht), ergänzt durch Vollsteine kleinerer Formate (Einhandsteine). Vollsteine werden eingesetzt für tragende, nicht tragende und Fachwerkwände (hauptsächlich zum Ausgleich bei Hohlblockmauerwerk) und zur Hintermauerung.
Vollgeschossim Gegensatz zu Halb- u. Kellergeschossen ein volles Wohngeschoss.
Vollgeschosse sind Geschosse, deren Deckenoberfläche im Mittel mehr als 1,40 m über die festgelegte Geländeoberfläche hinausragt und die über mindestens zwei Drittel ihrer Grundfläche eine lichte Höhe von mindestens 2,3 m haben (Geschosshöhe, Mindesthöhe).
Vollsteine und Lochsteine (kleinere Formate) haben Steinhöhen bis 113 mm; Block- und Hohlblocksteine (Großformate) über 113 mm (meist 238 mm), bei Wanddicken von 365 mm, 300 mm, 240 mm, 175 mm und 115 mm. Handliche KS- Großformate ermöglichen rationelles, schnelles und exaktes Mauern und sparen Zeit, Putz und Mauermörtel.
Vollwärmeschutzjeder äußerlich angebrachte Wärmeschutz aus Verbundsystemen (Thermohaut).
Vollwärmeschutz HolzweichfaserDie Holzweichfaserplatte (seit 1992) wird als dreischichtige Platte mit umlaufender Nut und Feder hergestellt. Die beiden äußeren Schichten sind locker und leicht, die mittlere fest und schwer. Durch diese Bauart können Spannungen besser aufgebaut werden. Hohe Kapillarkraft sehr wärmedämmend, witterungs- und alterungsbeständig allerdings kritisch bei Nässe und teuer.
Vollwärmeschutz KorkDie verfügbare Menge ist auf den jährlichen Ernteertrag beschränkt. Er sollte deshalb in speziellen Bereichen eingesetzt werden, wo gleichwertige Produkte fehlen, Z.B. für atmungsaktiven Vollwärmeschutz. Die Platten werden mit Mineralklebemörtel aufgeklebt und nach dem Erhärten verdübelt. Danach wird eine 3 mm starker Mineralklebemörtelschicht aufgezogen und nach ca. 1 Woche folgt das Putzgewebe. Nach ca. 8-14 Tage kann dann jeder mineralische Deck- oder Silikatputz aufgetragen werden. Hohe Kapillarkraft und sehr wärmedämmend aber kritisch bei Nässe und relativ teuer.
Vollwärmeschutz MineralschaumplattenEin völlig neuer Dämmstoff (1997) (50 % Quarzmehl; 24 % Kalk, 24 % Zement, 2 % wässrige Hydrophobierung)ist der Träger für diesen völlig unbrennbaren Vollwärmeschutz, der bis 20 m Höhe nicht verdübelt werden muss. Sehr wärmedämmend (Wärmeleitfähigkeit 0,045 W/mK), brandschützend hohe Kapillarkraft allerdings spröde.
VolumenprozentProzentsatz aus dem Rauminhalt eines Materials, zum Beispiel 10 Vol% aus 10 Eimern ist 1 Eimer. Das Gewicht der verschiedenen Anteile (Sand und Kalk für Mörtel) spielt dabei keine Rolle
Von Größen schneidenMaterial maßgerecht sägen, d.h. genau auf die erforderliche Länge und Breite bringen
VorbohrenLöcher für Schrauben bzw. Nägel bohren, und zwar mit einem Bohrer, dessen Durchmesser geringer ist als der Durchmesser der verwendeten Schrauben bzw. Nägel, um sie leichter in das Material einführen zu können
VordachÜberdachung der Haustür oder des Eingangsbereichs.
VorhangfassadeVor die tragende Außenwand vorgehängte Fassade als Verkleidung (Betonfertigteile, Metallplatten, Faserzementplatten, Kunststoff, Holz, Stahl, Aluminium, Glas, Keramik u.a.) Vorhangfassade hat nur witterungsschützende u. gestalterische Funktion.
Vorkalkulationerfasst die Kostenermittlung der zu erbringenden Bauleistung vor der Bauausführung. Sie ist der Oberbegriff für die Angebots- und Auftragskalkulation.
VorkaufsrechtVorkaufsrecht an einer Immobilie hat man nur dann, wenn es zuvor vom Eigentümer eingeräumt wurde.
Vorlauftemperaturist die Temperatur, mit der das heiße Wasser (oder der Dampf) in den Heizkörper eintritt. Bei normalen Heizungen sind das bis zu 90 ºC, bei Niedertemperaturheizungen 40-50 ºC.
Vormauerziegelfrostbeständige Mauerziegel, die unverputzt bleiben und deshalb von ausblühenden Salzen frei sein müssen. Es gibt Dünnformat, Normalformat oder in Sonderformaten; als Vollziegel, Hochlochziegel, Vormauerhochlochziegel, Hochlochklinker, Vormauerziegel, Vollklinker u. Langlochziegel. Mauerwerk im Läufer-, Binder-, Kreuz-, Block-, gotischen, holländischen, märkischen und im wilden Verband. Die Wahl des Ziegels und des Verbandes erfolgt nach statischen Erfordernissen, bei Sichtmauerwerk nach der gewünschten gestalterischen Wirkung und Beständigkeit. Ziegelmauerwerk bietet ausreichende Wärmedämmung, hohe Wärmespeicherfähigkeit und geringe Abkühlungsgeschwindigkeit.
VorsatzschaleDem Prinzip nach eine Doppelwand aus einer möglichst biegeweichen Schale vor einer schwereren Wand mit schallgedämpftem Hohlraum. Gute und wirtschaftliche Maßnahme zur Verbesserung der Schalldämmung vorhandener Wände. Die Vorsatzschale muss eine bestimmte Mindestmasse und einen Mindestabstand von der zu verbessernden Wand besitzen. Die Eigenfrequenz fo einer Wand o.ä. mit schalldämmender Vorsatzschale soll möglichst weit unterhalb von 100 Hz liegen.
Vorwand-Installationein Montagegerüst aus Schienen mit allen Anschlüssen u. den Halterungen für das WC-Becken, Waschbecken, Wanne u. Bidet wird direkt vor die Wand gesetzt.
WCim engeren Sinne nur die Abkürzung von Wasserklosett, das der Fäkalienableitung dient.
Walzbetonwird im Straßenbau verwendet. Er wird mit niedrigem Wasserzementwert zentral hergestellt und nach dem Auftragen auf die Fahrbahn durch Walzen verdichtet. Er kann sofort nach Fertigstellung befahren werden. Zusammensetzung: Zement: 11,5%; Flugasche: 6,7%; Sand 0/2 mm: 25,4%; Kies 2/8 mm: 31,5%; Kies 8/16 mm: 19,5%; Wasser 5,4%.
Wandfeuchtigkeitmeist die Kellerwände, in älteren Häusern auch alle Außen- u. Innenwände, die nicht durch eine Horizontalsperre geschützt sind. Hier spielen aber auch Mauersalze und die Tauwasserbildung eine wichtige Rolle.
WandlasurDie transparente Wirkung der Lasurtechnik erhält und verstärkt die farbliche und plastische Struktur de Untergrundes. Sie deckt den Untergrund nicht ab, sondern lässt diesen durchscheinen. Es sind sehr lebendige Wandgestaltungen und künstlerische Ausführungen im Innenbereich möglich. Ist nicht wetterfest und ungeeignet für Gipsoberflächen. Die Farbwirkung ist sinnesphysiologisch und therapeutisch wertvoll. Zusammensetzung: Pflanzliche Harze, Pflanzenöl und Leim, reine Pflanzenfarben, Tonerde, natürliche Emulgiermittel, ätherische öle und Weingeist.
WarmdachFlachdächer, im Allgemeinen als Warmdach (nicht durchlüftetes Dach, einschaliges Dach) ausgebildet. Im Gegensatz zum Kaltdach ist das Warmdach mit einer nicht belüfteten Isolierung versehen.
Warmluftheizungdie Luft dient als Wärmeträger. Warme Luft wird mit einem Ventilatorsystem in den Räumen umgewälzt, diese werden relativ schnell warm.
WarmluftzentralheizungAls Kachelofenwarmluftheizung, Kaminwarmluftheizung (als Übergangsbeizung) oder Warmluftzentralheizung mit Warmluftautomaten, die zur Vollklimaanlage ausbaufähig ist.
Was ist Wärme? Die Doppelbedeutung des Fachterminus Wärme hat historische Ursachen. Für ein logisch einwandfreies Verständnis gilt daher die Definition: Wärme(Q) ist Energie, die an der Grenze zwischen Systemen verschiedener Temperatur auftritt und die allein auf Grund des Temperaturunterschiedes zwischen den Systemen übertragen wird.
WaschbetonBetonelemente, deren Oberfläche mit Kies oder Splitt beschichtet ist.
Wasserwird für die Stoffwechselprozesse der Lebewesen und Pflanzen und für viele chemische Prozesse, wie z.B. die Abbindeprozesse im Bauwesen, benötigt. weiter
WasseraufbereitungReinigung von verunreinigtem Wasser, damit es den jeweiligen Anforderungen als Trink- oder Brauchwasser genügt.
Wasseraufnahmekoeffizientgibt an, wie viel Wasser der Stoff innerhalb einer bestimmten Zeit aufnimmt. mehr
Wasserdampfgasförmiges Wasser, das in der Luft in Abhängigkeit von der Temperaturhöhe enthalten ist. Wasserdampf hat das Bestreben sich gleichmäßig zu verteilen u. durch Baustoffe zu diffundieren.
Wasserdampfdiffusiondurch Wasserdampfdruckgefälle bedingte Wanderung von Wasserdampf durch Bauteile.
Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl beschreibt die Fähigkeit von Baustoffen, für Wasserdampf durchlässig zu sein. Je niedriger der Wert, desto weniger wird der Wasserdampf auf dem Weg von der warmen zur kalten Seite gebremst. mehr
WasserdampfkonzentrationTatsächlicher Wasserdampfmenge der Luft, gemessen in Gramm pro Kubikmeter, in g/m3.
WasserdampfteildruckKurz Dampfdruck genannt. Er entspricht dem Druck, den z.B. die in einem geschlossenen Raum vorhandene Menge Wasserdampf auf die Raumbegrenzungen ausüben würde, wenn sie allein (ohne Luft) dort vorhanden wäre.
Wasserenthärtungsgerätedie den Kalk aus dem Leitungswasser entfernen u. sich so eine bessere Wasserqualität ergibt.
Wassergefährdungsklasseauf der Grundlage biologischer Testverfahren ermittelte Kennzahl für das Potential von Stoffen und Zubereitungen, die Eigenschaften von Wasser nachteilig zu verändern.
Wassernase(Tropfnase) Nut oder kurzer Überstand zum Abtropfen von Regenwasser
Wasserwaageermöglicht es, Bauteile, Bilder, Regale, Schränke lot- u. waagerecht aufzubauen oder zu montieren.
WechselHilfsbalken in Holzbalkendecken oder in der Dachflächenkonstruktion zur Aufnahme besonderer Lasten, zum Beispiel aus Treppen, Dachgauben, usw.
Weisser Porenschwamm(Antrodia vaillantii) (Fr.) Ryv. u.a. spec., holzzerstörender Pilz, Bilder zu Myzel weiter
Wellplattenin unterschiedlichen Materialien: Acrylglas, Polycarbonat, PVO, Glasfaser oder bitumierte Holzfaserplatte.
Wendeflügelfenster sind um eine senkrechte, meist mittige Achse drehbar: auch als Hebe-Wende-Fenster möglich.
WerkvertragDurch Abschluss eines Werkvertrages ist der Unternehmer verpflichtet, das vertraglich vereinbarte Werk (Bauwerk) zu erstellen, der Besteller (Bauherr) muss die Vergütung (Werklohn) zahlen.
Wertminderung wegen AltersBerechnet wird die Wertminderung nach dem Verhältnis der Restnutzungsdauer zur Gesamtnutzungsdauer der baulichen Anlage und nicht etwa nach dem Alter. Es wird von einer gleichmäßigen oder von einer mit zunehmendem Alter sich verändernden Wertminderung ausgegangen, die als Restnutzungsdauer bezeichnet wird. Durch Modernisierungsmaßnahmen oder unterlassene Instandsetzung kann sich diese verändern.
Wertminderung wegen bauliche Mängel und SchädenDie zum Wertermittlungsstichtag kalkulierten Schadenbeseitigungskosten werden von dem bereits um die Alterswertminderung geminderten Gebäudesachwert abgezogen. Der Wertminderungsbetrag kann im Allgemeinen nicht höher sein, als der Wertanteil des betreffenden Bauteils am Gesamtwert des Baukörpers. Bei einem älteren Gebäude würden so die Beseitigungskosten den Gebäudesachwert übersteigen.
Wetterschenkelan Fenstern und Türen, die ohne Schutz dem Regen ausgesetzt sind, sollte man einen Wetterschenkel anbringen. Er leitet das Regenwasser ab.
Windenergiekann auch bei Wohnhäusern zur Energieeinsparung beitragen. Ein Generator für Gleich- oder Wechselspannung erzeugt Energie für Heizzwecke oder auch für weitere Nutzung, z.B. Beleuchtung. Anlage ist genehmigungspflichtig. Voranfrage beim Bauamt empfehlenswert.
WindfangDoppeltür mit begehbarem Zwischenraum zur Vermeidung von Wärmeverlusten.
Windrispen(auch Sturmlatten genannt) verhindern die Verschiebung des Daches in Längsrichtung. Windrispen (Querschnitt 40 bis 60 mm dick, 100 bis 160 mm breit) werden mit den einzelnen Sparren vernagelt, oft auch verkämmt.
Winkeleisenim rechten Winkel gebogene Eisenbänder, die mit Schraubenlöchern versehen sind und zur stabilen Befestigung von Möbelteilen miteinander bzw. mit der Zimmerwand dienen
Wintergartenkönnen verschiedenen Zwecken dienen: der Schaffung zusätzlichen Wohnraums, der Nutzung der Sonnenenergie (u. somit Einsparung von Heizkosten) oder/und der Belichtung dunkler Räume.
Wohnflächedie aus den Rohbaumassen ermittelte, anrechenbare Grundfläche von Räumen, die ausschliesslich zum Wohnen dienen.
WohngifteDie Schadstoffgefahr für die Gesundheit und die Umwelt sind in den einzelnen Kapiteln oder Stoffbeschreibungen aufgenommen. Z.B. Kombinationswirkungen von Alltaggiften, Chemische Schadstoffe und Lösungsmittel oder in Begriff- und Formelsuche zur Bauchemie
WohnungseigentumSondereigentum an einer Wohnung, verbunden mit dem gemeinschaftlichen Miteigentumsanteil am Grundstück.
Wärmeist Energie, die an der Grenze zwischen Systemen verschiedener Temperatur auftritt und die allein auf Grund des Temperaturunterschiedes zwischen den Systemen übertragen wird. Wärme ist eine Form der Energieübertragung, die nur an der Systemgrenze auftritt.
Wärmeabgabevon Heizeinrichtungen erfolgt durch Wärmestrahlung u. Konvektion.
WärmeableitungEntzug von Wärme aus dem menschlichen Körper an Kontaktflächen. Die wichtigste solcher Kontaktflächen ist im Bauwesen der Fußboden. Damit ist die Fußwärmeableitung von besonderer Bedeutung.
Wärmeausstrahlung der ErdeAls warmer Körper mit einer mittleren Oberflächentemperatur von rd. 14 ºC sendet die Erde Wärmestrahlen mit einer Wellenlänge von etwa 7 bis 20 Mikrometer aus, die zum Teil von der Atmosphäre absorbiert werden, zum Teil in den Weltraum gelangen. Das Maximum liegt bei 10 Mikrometer.
WärmebedarfDie Wärmemenge, die benötigt wird, um ein Gebäude auch unter ungünstigen klimatischen Bedingungen ständig ausreichend zu erwärmen. Der Wärmebedarf bestimmt die Größe der Heizanlage. Er hängt sehr von der Bauart und Konstruktion des Gebäudes ab.
Wärmebeständigkeitbzw. Wärmeformbeständigkeit gibt diejenige Temperatur an, bei welcher bei kurzfristiger Belastung bzw. Dauerbelastung keine Veränderung des betreffenden Baustoffes festzustellen ist.
WärmebrückeEinzelne örtlich begrenzte Stellen an Bauteilen, wie Wänden Fußböden und Decken, die eine geringere Oberflächentemperatur aufweisen. Ursache kann die Bauteilform, materialspezifische Eigenschaften oder eine Durchfeuchtung sein. Der Sockelbereich, herausragende massive Balkonplatten und schlecht gedämmte Betonbauteile wie Stürze und Pfeiler lassen in der Heizperiode mehr Wärme nach außen abfließen als durchgehende Flächen ohne Öffnungen oder Sonderbauteile. Die Wärmebrücken gibt es aber auch im Sommer, z.B. in einer ausgebauten Kellerwohnung zur erdberührenden Wandfläche.Zu unterscheiden gegenüber ungenügend temperierte Oberflächen, z.B. hinter einem Schrank an einer Außenwand oder die Luftwalze (mit wärmerer Luft) erreicht die Bauteiloberflächen nicht.
WärmedehnungLängenausdehnung eines festen Bauteils in Abhängigkeit von der Temperatur. Große Wärmedehnungen treten bei Bauteilen aus Beton, Stahlbeton und Stahl auf. Sie betragen rd. 0,7-1,4 mm/m bei 100 K Temperaturdifferenz, diese sind zwischen Sommer und Winter auch bei mitteleuropäischen Klimaverhältnissen durchaus zu erwarten, insbesondere bei dunklen Flachdächern sowie an West-, Ost- und Südwänden. Zur Verhinderung übermäßiger Wärmedehnung sind bestimmte Bauteile, gegen zu starke Aufheizung durch die Sonne zu isolieren. Nicht zu verhindernden Wärmedehnungen muss durch eine ausreichende Zahl und genügende Dimensionierung von Dehnfugen begegnet werden.
Wärmedurchlaßwiderstand wird auch als Wärmedämmzahl bezeichnet und ist zusammen mit der Wärmeleitzahl die am häufigsten benutzte Größe beim baulichen Wärmeschutz.
WärmedurchlaßzahlWärmeleitzahl lamda umgerechnet auf eine bestimmte Wanddicke d nach der Beziehung Lamda(groß) = lamda/d, in W/m2 K.
WärmedämmstoffeSchaumglasplatten, Perlite (in Platten oder als lose Schüttung für Hohlräume), Mineralfasermatten und -platten, Polystyrol- und Polyurethan-Hartschaumplatten, Phenolharz-Schaumplatten, Wolle, Baumwolle, Holzwolleleichtbauplatten, auch alt Mehrschicht-Leichtbauplatten, Altpapierdämmstoffe oder Ortschäume auf Harrstoff-, Phenol- oder Polyurethanbasis, die direkt auf die zu dämmenden Teile aufgespritzt oder in Hohlräumen eingespritzt werden.
Wärmeeindringkoeffizient b [Ws0,5/m2K]Die Eigenschaften des einzelnen Baustoffs sind gut erkennbar mit Hilfe des Wärmeeindringkoeffizienten b ( b= √ λ  x  ρ  x  c) Je größer der Wert ist, um so mehr speichert der Stoff Wärme, um so berührungskälter ist er, um so langsamer kühlt er aus. mehr
WärmekapazitätDie Wärmemenge, die nötig ist, um einen bestimmten Körper bei bestimmter Temperatur um 1 K zu erwärmen. Sie ist damit das Produkt aus Masse und spezifischer Wärme.
WärmelehreSie umfasst alle Vorgänge, die mit den Begriffen Wärme und Temperatur zusammenhängen. Man unterscheidet die thermodynamische und die molekulartheoretische Betrachtungsweisen.
Wärmeleitfähigkeit λ [W/mK]Nach Fourier ist der im Stoff geleitete Wärmestrom Q dem Temperaturgefälle dt/dx und der Wandfläche A senkrecht zum Wärmestrom proportional. mehr
WärmeleitzahlKennzeichnet diejenige Wärmemenge, die in einer Stunde durch 1 m2 einer 1 m dicken Schicht beim Dauerzustand der Beheizung und Wärmefluss (ausschließlich) senkrecht zu den beiden Oberflächen geleitet wird, wenn der Temperaturunterschied zwischen den beiden Oberflächen 1 K beträgt, in W/mK.
WärmemengeEinheit für Wärmemenge ist das Joule (J). Bis zur Einführung der Einheit J wurde mit der Wärmeeinheit Kalorie (cal) gearbeitet. Zwischen den alten und neuen Einheiten bestehen folgende Beziehungen: 1 kcal = 4,187 kJ, 1 kJ = 0,239 kcal; Für das Vielfache der Einheit Joule gilt: 1 kJ (KiIo-Joule) = 1000 J; 1 MJ (Mega-Joule) = 1000 kJ; 1 GJ (Giga-Joule) = 1000 MJ
Wärmepass oder Energiepasserhält jedes Haus im Zuge der Wärmeschutzberechnung nach dem Energiebilanzverfahren. Im Energiepass ist der Jahres-Heizenergiebedarf des Hauses vermerkt. Am Energieverbrauch kann man ersehen, ob die geltenden Standards erfüllt oder überschritten werden.
Wärmepumpen sie hat die Aufgabe, Wärme von der Temperatur T=Tu (z.B. aus Luft, Erdboden oder Wasser) auf die Temperatur T > Tu zu "heben" und kann somit zur Beheizung eines Gebäudes oder zur Erwärmung von Stoffströmen dienen. (Sie funktioniert umgekehrt wie ein Kühlschrank. Eine Wärmepumpe nimmt aus der Luft, dem Wasser oder dem Erdboden Wärme auf niedrigem Temperaturniveau auf und wandelt diese durch Verdichtung und Ausdehnung in Wärmeenergie mit höherem Temperaturniveau um.) Sie wird meist im Sommer interessant, wenn man die Heizung ausschalten möchte und die Heizung nur für die Warmwasseraufbereitung laufen müsste. Wärmepumpenerfordern einen besonderen Aufstellungsraum ggf. mit entsprechendem Schallschutz.
WärmerückgewinnungAbwärme im Haus kann in Heizungswärme umgewandelt werden.
Wärmeschutz, baulicherMaßnahmen zur Erhaltung bestimmter klimatischer Verhältnisse innerhalb von Gebäuden im Sinne der Vermeidung unhygienischer Verhältnisse und unnötiger Wärmeverluste.
Wärmespeicherfähigkeit eines Stoffes ist der Wärmeleitfähigkeit, der Rohdichte und der spezifischen Wärmekapazität direkt proportional. Dabei ist die spezifische Wärme im allgemeinen um so geringer, je größer die Dichte des Stoffes ist. (Auskühlzeit) mehr
WärmespeicherungSpeicherung von Wärmemengen in einem Körper oder Bauteil bei seiner Erwärmung. Speicher verbraucht diese Wärme nicht, sondern gibt sie wieder ab, sobald im anschließenden Raum die Temperatur sinkt.
WärmestrahlungJede elektromagnetische Strahlung im Sinne einer direkten Wärmeübertragung. z. B. zwischen entfernten Körpern verschiedener Temperatur (Temperaturstrahlung) ohne Erwärmung der umgebenden Luft. Die Eignung von Oberflächen zum Zweck der Wärmestrahlung lässt sich durch die Strahlungszahl angeben.
Wärmetauschersind technische Vorrichtungen, die es ermöglichen, dass zwei Stoffe (meist Luft und Wasser) ihre Wärme/Kälte austauschen. Leitet man z.B. heißes Wasser durch ein Rohr, wird die das Rohr umgebende kalte Luft erwärmt und das Wasser im Rohr abgekühlt. Umgekehrt erwärmt sich die durch ein Rohr geführte kalte Luft in einer überhitzten Umgebung und kühlt den dort befindlichen Stoff (Luft, Wasser etc.) ab. Wärmeaustauscher kommen u.a. bei Brennwertkesseln, Sonnenkollektoren und Wärmepumpen zum Einsatz. Man unterscheidet in Gleichstrom-, Kreuzstrom- und Gegenstrom-Wärmeaustauscher.
Wärmeübergangszahl (alpha)Sie kennzeichnet die Wärmemenge, die in einer Stunde zwischen einem Quadratmeter einer bestimmten Oberfläche und der berührenden Luft im Dauerzustand der Beheizung ausgetauscht wird unter der Voraussetzung, dass der Temperaturunterschied ein Grad (Celsius oder Kelvin) beträgt, in W/m2 K.
WärmeübertragungErscheinungen des Wärmetransportes durch die Wärmeübertragung durch Leitung, durch Konvektion und durch Strahlung. Die Wärmestrahlung erfolgt ohne Mitwirkung eines materiellen Wärmeträgers, also auch im luftleeren Raum, während die übrigen Vorgänge an eine direkte Verbindung der betreffenden Körper oder an das Vorhandensein eines flüssigen oder gasförmigen Trägers gebunden sind.
ZPOZivilprozessordnung: regelt den Verfahrensablauf vor dem Zivilgericht bei Prozessen.
Zangensind (waagerecht parallel angeordnet) Konstruktionsteile, die mindestens zwei Holzteile miteinander verbinden und Zugkräfte aufzunehmen haben. Beim Pfettendach L B. nehmen die mit den Stuhlsäulen und Pfetten verbundenen Zangen (meistens Doppelzangen) den nach auswärts wirkendem Schub der Sperren auf. Sie werden angeschraubt, verkämmt oder genagelt. Als Doppelzangen werden Halbhölzer oder Bohlen verwendet.
ZapfenDient zum Zusammenfügen von Holzteilen
Zargeoberes Verbindungsstück zwischen Füßen bei Tischen, Stühlen, Hockern usw. Bei Türen ist es der Rahmen, wo die Tür eingehängt wird. Zargen werden direkt in der Mauerwerksöffnung befestigt. Es gibt Holz- u. Stahlzargen.
Zelluloseflockenwerden in die zu isolierenden Hohlräume nahtlos und dicht eingeblasen. Es gibt auch Isolierplatte mit der Stärke von 40 bis 160 mm. Zur Herstellung der Zelluloseflocken werden Tageszeitungen mit bleifreier Druckerschwärze fein zerfasert und mit Borsalz gegen Schimmel, Ungeziefer und Brand imprägniert. Für Platten werden Zelluloseflocken mit Dampf behandelt, der die holzeigenen Klebstoffe aktiviert, abschließend werden die Platten gepresst. Durch die Borsäure zählt der Dämmstoff aber wieder zum Sondermüll.(Isofloc, Climacell, Isocell, Thermofloc, Thermocell, Homatherm) Wärmeleitfähigkeit 0,04 - 0,045 W/mK;
Zementestrich (Mörtelestrich)aus Normenestrich, Sand oder Kiessand und Wasser, als Verbundestrich, schwimmender Estrich. Güte nach Beanspruchung, herstellbar auch. mit Bewehrung z. B. einer Baustahlmatte oder Estrichmatte. Estriche mit nutzbarer Oberfläche erhalten zur Erhöhung der Oberflächenhärte und Abriebfestigkeit chemische Tränkstoffe auf Fluat-, Silikat- oder Kunststoffbasis oder eine entsprechende Versiegelung.
Zentralheizungals Warmwasser- oder Warmluftzentralheizung mit nur einer Feuerstätte erspart erhöhten Bedienungsaufwand und bedingt gleichmäßige Temperierung aller Raum. Der Heizkessel wird mit öl, Gas, Kohle oder Holz befeuert.
Ziegelund Klinker Rohstoffe sind Tone die im Tagebau gewonnen werden. Als schädliche Bestandteile sind anzusehen: Pyrit-, Kalkstein- und Kohlepartikel sowie Pflanzenteile. Bei normalen Backsteinen werden keine speziellen Anforderungen an die Tonqualität gestellt. Klinker (an der Oberfläche gesinterte Vormauersteine, Pflastersteine und Bodensteine) erfordern hochwertige, dichtsinternde Tone.
ZiegeldeckenDie Einzelteile (Rippendecke in Kombination mit Unterzügen) lassen eine leichte Anpassung bei komplizierten Grundrissen zu. Ist somit auch geeignet zum Einbau in bestehende Gebäude (Altbausanierung). Durch den Aufbeton kann mit größeren Spannweiten gearbeitet werden.
Ziegelfliesen und Cottobödenbestehen aus Ton und sind wasser- und fleckenempfindlich, wenn sie nicht mit ölen oder Wachsen behandelt werden. Die offenporige hygroskopische Oberfläche wirkt günstig auf das Raumklima.
ZiegelgewölbeIn Ägypten baute man vor ca. 5000 Jahren mit Keilziegel Dachgewölbe. Die Verbreitung erfolgte durch die Römer. Die meisterhaftesten Gewölbe stammen aus der Gotik und Renaissance. Ziegel-Gewölbe finden bzw. fanden für Keller-, Wohnräume, historische Bauten und auch für Abwasserkanäle ihre Anwendung. Infolge der aufwendigen Verlegung sind sie entsprechend teuer.
ZiegelplattenLeichtlangloch-Ziegelplatten sind für nicht tragende Wände bestimmt. Vorgesehen sind Plattendicken von 40 bis 115 mm und Längen bis 1,00 m.
Zimmermannbeim Hausbau ist der Zimmermann zuständig für Holzkonstruktionen wie z.B. Dachstuhl, Fachwerk, Holzbalkendecken.
ZonierungDer Begriff umschreibt bei Gebäuden Planungsprinzipien wie das Ausrichten von Bau- und Modernisierungsmaßnahmen auf Licht-, Wärme- und Wetterzonen hin. Ein Beispiel: Wohnräume, d. h. die Räume der Wohnung oder des Hauses, die man am intensivsten nutzt, sollten nach Süden und Westen, Nebenräume, Treppenhäuser, Abstellräume nach Norden ausgerichtet werden. Nach Süden und Westen bewirken große Fensterflächen neben einer günstigen Belichtung die Aufheizung der Räume; nach Norden gewährleisten möglichst geschlossene Fassaden und Öffnungen, die nur ausreichend für die Raumfunktion angelegt sind, den besten Wärmeschutz.
Zusatzmittelsind Luftporenbildner, Erstarrungsverzögerer, Dichtungsmittel, Verflüssiger, Erstarrungsbeschleuniger, Haftungsmittel, Stabilisierer.
ZusatzstoffeZuschlagsstoffe für Mörtel können Trass, Gesteinsmehle, Flugaschen und gegebenenfalls auch Farbpigmente zugegeben werden.
ZuschlägeStoffe (Gemisch aus Sand u. Kies) verschiedener Korngrößen, die Beton beigemischt werden. Die jeweilige Zusammensetzung wird aus der Sieblinie entnommen.
ZweifamilienhausWohnhaus mit zwei selbständigen Wohnungen, die von einem gemeinsamen Hauseingang zugänglich sind.
Zweischaliges VerblendmauerwerkDie Lastaufnahme erfolgt durch die innere Mauerschale, wärmetechnisch sind beide Schalen wirksam. Beim Luftschichtmauerwerk dient die äußere Schale dem Feuchtigkeitsschutz; wärmetechnisch ist die innere und äußere Schale, unter gewissen Voraussetzungen auch die Luftschicht zwischen den Schalen wirksam; an Berührungspunkten beider Schalen (Leibungen, Fußpunkte usw.) sind diese durch Dichtungsbahnen (Blei, Pappe usw.) sauber voneinander zu trennen; Verbindung von Innen- und Außenschale durch korrosionsbeständige Anker. Der Hohlraum sollte belüftet sein, um den Zwischenraum trocken zu halten (Luftschlitze in äußerer Schale). Spezielle Kerndämmplatten ersparen die Luftschicht.
ZwerchgiebelUmfangreiche Giebeldachgaube, deren Front meistens in der Flucht der unteren Geschossmauern liegt.
b-Faktor= Gesamtenergiedurchlassgrad /0,87 = mittlerer Durchlassfaktor von Glas mit und ohne Sonnenschutzmaßnahmen nach VDI 2078=shadingcoeffizient
ÖkologieWissenschaft von den Wechselbeziehungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt; unter Umwelt versteht man dabei die Gesamtheit der anorganischen und organischen Lebensbedingungen.
Ökosystemkleinstes ganzheitliches Wirkungsgefüge von Lebewesen und deren anorganischer Umwelt, das zwar offen, aber bis zu einem gewissen Grad zur Selbstregulierung fähig ist.
ÖkotoxikologieErforschung der Schadwirkung von Stoffen auf Ökosysteme.
Ökotoxikologie, ökotoxikologischDie Ökotoxikologie untersucht die Wirkung von Stoffen auf Ökosysteme. Da Ökosysteme wegen ihrer großen Komplexität für experimentelle Untersuchungen nur schwer zugänglich sind, werden heutzutage in der ökotoxikologischen Forschung Modellorganismen (Arten) benutzt, die für Ökosysteme repräsentativ sind und sich für Labortests eignen. Das sind derzeit Bakterien, Algen, Wasserflöhe (Daphnien), Fische, höhere Pflanzen (z. B. Hafer), Regenwürmer, Springschwänze (Colembolen), Bienen, Vögel.
Ölimprägnierungensind ein tiefenimprägnierdes, verfestigtes und wasserabweisendes Grundiermittel auf Holz für innen und außen und zur Weiterbehandlung mit Lasuren geeignet, sowie auf unglasierten Tonfliesen und Kork zu verwenden. Auf wenig beanspruchte Decken und Wände ist diese Imprägnierung ausreichende. (Kräuterölfirnis, Leinölfirnis)
Überbaubare FlächeFläche, welche im Bebauungsplan durch Baulinien, Baugrenzen oder die Bautiefe festgelegt ist. Nebenanlagen und andere bauliche Anlagen können außerhalb dieser Fläche (Linien] angeordnet werden, soweit dies das Landesrecht zulässt.
Überbinderum das Vormauerwerk mit der Wand zu verbinden, werden Überbinder, nichtrostende Drahtanker, die fest ins Mauerwerk eingearbeitet werden und im Mörtelbett der Vormauerung enden, eingebaut.
ÜberhangstreifenSchmaler Blechstreifen, in den größere Anschlussbleche beweglich eingehängt werden können.
Überzugtragendes Element, das Räume überspannt und im Gegensatz zum Unterzug, über einer Last liegt.
Überzug oder OberzugTräger, der über der aufzunehmenden Last angeordnet wird, an dem die Last hängt
ökologische BaustoffeDie wichtigsten Bewertungskriterien zu gesunden bzw. ökologischen Baustoffen sind über die Stoffwerte zu finden.
ökologische Chemie, ökochemischDie ökologische Chemie untersucht das Verteilungs- und Transformationsverhalten chemischer Stoffe natürlichen oder/und anthropogenen Ursprungs in biologischen und nichtbiologischen Umweltstrukturen unter Beachtung möglicher Rückwirkungen auf die stoffliche Zusammensetzung und Qualität der Umwelt.
MauersalpeterIn kalkhaltige Bauteile und Putze dringt infolge fehlender Sperrschichten oder anderer Baumängel Wasser mit darin gelösten Stickstoffverbindungen ein, die durch bakteriellen Abbau in Salpetersäure umgesetzt mit dem Kalk Kalziumnitrat bildet.
Rauchflecken(Rußflecken) im Putz; Ruß und unverbrannte Teerpartikel rauchender Feuerstellen, die sich in der Putzschicht festsetzen. Schwache Rauchflecken lassen sich mit Seifenlauge abwaschen, dann mit Kalk- oder Zementschlämme oder mit Kaliwasserglas vorstreichen, nach dem Trocknen fluatieren. Starke Rauchflecken mit Abdecklack oder Al-Tapete überdecken.
Ausblühungenauf Putz Aus dem Boden oder aus dem Baustoffen stammende wasserlösliche Salze, die als Lösung mit der Feuchtigkeit an die Putzoberfläche gelangen und bei deren Verdunstung auskristallisieren.
Wohnwerteines Hauses zeichnet sich durch gute Funktionalität aus und muss sowohl im Normalfall, aber auch bei Krankheit oder körperliche Beschwerden den Anforderungen der Bewohner gerecht werden. Es muss das Leben auch physisch erleichtern.
Feng Shuifernöstliche Kunst, Räume, Häuser und Gärten zu gestalten. Diese Lehre basiert auf einer entsprechenden Lebenseinstellung und Lebensführung. Hierzu gehören Meditation und Kontemplation, die Ruhe und Entspannung vermitteln, um das Bewusstsein zu erweitern.
RadonEs ist ein natürliches, aber unterschiedlich stark vorkommendes radioaktives Edelgas, das geruch-, geschmackneutral und unsichtbar ist. Es kommt mit unterschiedlicher Konzentration praktisch in jedem Erdreich vor. Es entsteht durch Zerfall über mehrere Zwischenprodukte aus Uran und tritt über das Erdreich ins Freie, so auch durch die Fundamentplatte, Baumaterialien, Trink- und Brauchwasser, Erdgas (Rohre) und gelangt so in die Raumluft. Die Reduzierung ist nur über kontinuierliche Lüftung möglich.
Grundflächen und Rauminhaltesind nach 3 Bereichen zu ermitteln
a) überdeckt und allseitig in voller Höhe umschlossen
b) überdeckt, jedoch nicht allseitig in voller Höhe umschlossen (z.B. Loggia, Carport, Luftgeschoss, Laubengang, überdeckter Balkon)
c) nicht überdeckt (z.B. Dachgarten, nicht überdeckter Balkon)
Bei Kostenermittlungen wird vorwiegend der Bereich a herangezogen. Bezugseinheiten sind €/m3BRIa und €/m2BGFa sowie €/m2NF und €/m2HNF und damit die wichtigste Rolle bei Kostenschätzungen neben der Wohnfläche nach DIN 283-2 (03.51) und anderen Bezugsgrößen. Brutto-Grundfläche (BGF) Für die Berechnung der Brutto-Grundfläche sind die äußeren Maße der Bauteile einschließlich Bekleidung, z.B. Putz, in Fußbodenhöhe anzusetzen. Konstruktive und gestalterische Vor- und Rücksprünge an den Außenflächen bleiben dabei unberücksichtigt. Brutto-Grundflächen des 2. Bereichs sind an den Stellen, an denen sie nicht umschlossen sind, bis zur senkrechten Projektion ihrer Überdeckungen zu rechnen. Brutto-Grundflächen von Bauteilen (Konstruktionsgrundflächen), die zwischen dem 1. und 2. Bereich liegen, sind zum 1. Bereich zu rechnen.
Innenputz sowohl an der Wand als auch an der Decke muss eben, wasserdampfdurchlässig, kapillar saugend und gut haftend sein. Er dient als Untergrund für Anstriche und Tapeten. Putzarbeiten erfolgen nach der Fertigstellung bzw. in Abstimmung mit der Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallation, aber vor Beginn der Estricharbeiten. Der Putzgrund muss trocken, fett-, schalöl-, wachs- und weitgehend staubfrei sein. Zu stark saugende Untergründe oder "Mischmauerwerk" erfordern gerade beim Maschinenputz eine Vorbehandlung mit einer Aufbrennsperre. Für die Herstellung gilt die DIN 18550.
Normaler Innenputzbesteht aus drei Lagen: Spritzbewurf zur besseren Putzhaftung, Unterputz und Oberputz. Der mehrschichtige Aufbau der Putze ist erforderlich, damit sich während des Trocknungsvorganges keine Schwindrisse bilden, deshalb muss während des Putzens zu schnelles Austrocknen vermieden werden.
Dünnputzals Fertigputzmörtel mit ausgesuchten Zuschlagstoffen und Bindemitteln, mit Kunststoffzusätzen vergütet Die Auftragdicke beträgt 4-5 mm.
Schlemmputzwird sehr dünn aus Kalk oder Zement angemacht, mit einer Bürste aufgetragen und gleichmäßig verstrichen. Auch Pinselputz, Wischputz, Rapputz sind kein richtigen Putz entsprechend der Norm, es sind angetragene Mörtelbeläge. Die Struktur des Mauerwerkes oder eines anderen Putzuntergrundes bleibt meist sichtbar. Verwendung in Keller-, Dachgeschossräumen und an Schornsteinen. Wird anschließend meist gekalkt.
Maschinenputzwird als Unterputz, Gipsputz oder als normaler Kalkinnenputz hergestellt Aufgrund des gleichmäßigen Auftragens des Putzes und einer bedingten kurzen Verarbeitungszeit wird er meist einlagig mit geglätteter Oberfläche ausgeführt, ohne dass sich Schwindrisse zeigen. Dispersionsstoffe erhöhen die Elastizität. Der Putz wird als Trockenmörtel geliefert und in der Putzmaschine mit Wasser angemischt. Mit Hilfe von Luftdruck wird der Putzmörtel über einen Schlauch transportiert und auf die entsprechende Fläche aufgetragen.
Kunstharzputzdas Bindemitteln ist Kunstharz (sonst Kalk, Gips, Zement), welches unter Zugabe von Wasser verarbeitungsbereit gemischt wird. Je nach Korngröße der Zuschlagstoffe wird sehr dünn aufgetragen. Kunstharzputze erfordern einen entsprechend glatten und festen Untergrund. Sie haften gut, sind dehnelastisch, Rissbildungen werden weitgehend ausgeschlossen und sind kaum stoßempfindlich.
Edelputzwird hergestellt unter Verwendung besonderer Zuschlagstoffe, wie Naturwerkstein, farbige Glasperlen oder Marmor, die durch Auswaschen in ihre Farbe sichtbar werden. Eine Herstellung ist auch mit üblichen Bindemitteln möglich. Wegen der kürzeren Verarbeitungszeit wird jedoch Kunstharz bevorzugt.
Trockenputzwird aus großformatigen Gipskartonbauplatten oder Gipsfaserplatten oder Silicatplatten (Klimaplatten) hergestellt. Die Platten werden mittels eines punkt- oder streifenförmig aufgebrachten Ansatzgips bzw. bei Silicatplatten mit speziellen Bindemitteln an der Wand befestigt (angeklebt). Anschließend werden die Fugen mit einem speziellen Fugenspachtel verfüllt und verschliffen. Ein großer Vorteil besteht auch beim Ausgleichen großer Unebenheiten, wie Flucht oder alte Türöffnungen, die problemlos mit einer glatten Fläche verschlossen werden können. Teilweise werden Unterkonstruktionen, meist Latten, an der Wand befestigt. An diesen Stellen werden die Platten nicht verklebt sondern verschraubt. Trockenputz außer die Silicatplatten sind nicht für Räume geeignet, wo Feuchtigkeit auftritt, wie z.B. im Kellergeschoß o.ä. da das Papier verschimmelt und gipshaltige Werkstoffe keiner ständigen Feuchtigkeit ausgesetzt werden dürfen.
KellenputzDieser Putz wird mit der Keller angeworfen und mit der Keller auseinander gestrichen, so dass die einzelnen Kellenstriche erkennbar bleiben.
SpritzputzEs wird ein feinkörniger nasser Mörtel mit einem Reiserbesen oder mit der Spritzmaschine auf den Untergrund aufgespritzt.
RauhputzEr besteht aus mittel- bis grobkörnigen Material, welches mit einem Reibebrett von unten nach oben, waagerecht oder kreisförmig gezogen wird. Die groben Materialien werden dabei mitgezogen und rollern über den Unterputz und hinterlassen eine Struktur.
Akkreditierung (im Sachverständigenwesen) An eine private Institution (Zertifizierungsstelle) verliehenes Recht, Sachverständige zu zertifizieren. Zertifizierungsstellen müssen den Anforderungen der EN 45013 entsprechen. Diesbezüglich wurde gemeinsam von den Spitzenverbänden der gewerblichen Wirtschaft, dem Bundesminister für Wirtschaft und dem Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung der "Deutsche Akkreditierungsrat (DAR)" geschaffen. Für die Akkreditierung (Zulassung/Ernennung) von Zertifizierungsstellen im nicht regulierten Bereich ist die "Trägergemeinschaft für Akkreditierung GmbH (TGA)" zuständig.
Öffentliche Bestellung(von Sachverständigen)ist die durch eine staatliche oder halbstaatliche Stelle festgestellte und zuerkannte besondere persönliche Eignung und Sachkunde. Die öffentliche Bestellung ist gesetzlich in § 36 GewO geregelt. Auf der Grundlage des § 36 Abs. 3 und 4 GewO erlassen die Landesregierungen bzw. die jeweiligen Körperschaften des öffentlichen Rechts Sachverständigenordnungen, die die Anforderungen an die Sachverständigen festlegen. Das Institut der öffentlichen Bestellung ist jedoch nur in Deutschland bekannt.
Zertifikat(im Sachverständigenwesen)Durch ein Zertifikat werden Eigenschaften zugesichert. Das TAS-Zertifikat z.B. bescheinigt einer Person, dass sie eine hochwertige theoretische und praktische Ausbildung absolviert und erfolgreich abgeschlossen hat sowie, dass die in dem TAS-Zertifikat bescheinigte fachliche Kompetenz aktuell noch gegeben ist.
Zertifizierung ist die Anerkennung durch eine nach den Europa-DIN-Normen (EN) der Normenreihe 45.000 ff akkreditierte private Institution (d.h. durch eine sog. Zertifizierungsstelle), dass eine Person eine von dieser Institution genau festgelegte fachliche Qualität und Kompetenz - auch aktuell noch - besitzt.
DienstbarkeitWird ein Grundstück im Rahmen eines Enteignungsverfahrens mit einer Dienstbarkeit belastet, so wird dadurch der Verkehrswert des Grundstücks gemindert. Die Wertminderung kann im Durchschnitt mit 20-25 % des Verkehrswerts angesetzt werden. OLG Hamm, Urt. vom 3.10.1961 - 10 U 5/61 - vgl. BGH, Urt. vom 8.2.1965 - III ZR 174/63 -
BebauungsplanZweck
(1) Der Bebauungsplan enthält die rechtsverbindlichen Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung. Er bildet die Grundlage für weitere zum Vollzug dieses Gesetzbuchs erforderliche Maßnahmen.
(2) Bebauungspläne sind aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln. Ein Flächennutzungsplan ist nicht erforderlich, wenn der Bebauungsplan ausreicht, um die städtebauliche Entwicklung zu ordnen.
(3) Mit der Aufstellung, Änderung, Ergänzung oder Aufhebung eines Bebauungsplans kann gleichzeitig auch der Flächennutzungsplan aufgestellt, geändert oder ergänzt werden (Parallelverfahren). Der Bebauungsplan kann vor dem Flächennutzungsplan angezeigt und bekannt gemacht werden, wenn nach dem Stand der Planungsarbeiten anzunehmen ist, dass der Bebauungsplan aus den künftigen Darstellungen des Flächennutzungsplans entwickelt sein wird.
(4) Ein Bebauungsplan kann aufgestellt, geändert, ergänzt oder aufgehoben werden, bevor der Flächennutzungsplan aufgestellt ist, wenn dringende Gründe es erfordern und wenn der Bebauungsplan der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung des Gemeindegebiets nicht entgegenstehen wird (vorzeitiger Bebauungsplan)...
NotwegrechteDie Höhe der Notwegrente nach § 917 Abs. 2 BGB richtet sich allein nach der durch das Notwegerecht bedingten Wertminderung des belasteten Grundstücks, und zwar in dem Zeitpunkt, in dem die Duldungspflicht entstanden ist. Spätere Veränderungen der Umstände, insbesondere die derzeitigen Grundstückspreise, haben für die Höhe der Rente keine Bedeutung mehr. LG Köln, Beschl. vom 23.7.1959 - 11 T 58/59 -
NießbrauchDer Jahreswert eines lebenslänglichen Nießbrauchsrechtes, dessen jährlicher Ertrag ungewiß oder schwankend ist, bemisst sich grundsätzlich nach dem gemäß § 16 Abs. 2 BewG vervielfachten Betrage der voraussichtlich erzielbaren tatsächlichen Jahresnutzung. Die Begrenzung der voraussichtlich erzielbaren Jahresnutzung auf 5,5 v.H. des Einheitswertes des mit dem Nutzungsrecht belasteten Wirtschaftsgutes entspricht nicht dem Gesetz und ist daher unzulässig. BGH, Urt. vom 29.7.1960 - III 206/56 U -
HalbölEine Mischung aus Firnis und Terpentinersatz 1 : 1
FeuchteschutzDer Feuchteschutz dient dazu, Bauteile und deren Baustoffe vor Durchfeuchtung zu bewahren. Hierzu zählt der Schutz gegen
- Niederschlagswasser (Eindringen von Regen/Schnee)
- Feuchte aus dem Erdreich (aufsteigende Feuchte)
- Kondenswasser aus der Raumluft (Wasserdampfdiffusion)
DiffusionskoeffizientStoffkonstante, die die Durchlässigkeit eines Baustoffes gegenüber dem Hindurchströmen von Teilchen, z.B. Wasserdampf angibt.
SchlagregenschutzEr dient dazu, Bauteile vor einer Durchfeuchtung durch Regen zu schützen. Dies kann erfolgen, indem
- Regen durch eine wasserabweisende Schicht (Anstrich, Verkleidung) von dem Bauteil ferngehalten wird.- Regen durch konstruktive Maßnahmen (Dachüberstand, Abdeckung) vom Bauteil fort geleitet wird.
TaupunktTemperatur, bei der sich bei gegebener Lufttemperatur und relativer Luftfeuchte Tauwasser (Kondensat) bildet.
Bei 20 °C und 60% relativer Luftfeuchte bildet sich zum Beispiel auf einer Oberfläche mit 12,0°C (Taupunkttemperatur)Tauwasser.
TauwasserDie Luft kann gezielt entfeuchtet werden. Dieser Effekt war bei der Einfachverglasung bei kühler Außentemperatur vorhanden. Tauwasser konnte von den Scheiben abgewischt. Technisch wird dieser Effekt durch Kondensattrockner genutzt.
TransmissionswärmeverlustWärmefluß, der durch den Wärmeenergieausgleich zweier System erfolgt. Im Winter strömt so Wärme durch die Hüllflächen (Gebäudeteile) nach außen. Siehe auch Wärmedurchlasskoeffizientl
WärmebrückeBezeichnung von Stellen in der Gebäudehülle, an denen örtlich begrenzt ein größerer Wärmestrom stattfindet.Wärmebrücken können konstruktiv durch größere Oberfläche (Außenecken) oder bei auskragenden Bauteilen (Balkonplatte, Attika) auftreten. Materialbedingte Wärmebrücken entstehen durch höhere Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen in der Außenwand (Stahlträger, Anker oder statt Wärmedämmmörtel einfacher Mauermörtel).
Wärmedämmstoffist ein Baustoff mit geringer Wärmeleitfähigkeit. Es erfolgt eine Einstufung in unterschiedliche Wärmeleitfähigkeitsgruppen. Ein Dämmstoff mit WLG 040 hat eine Wärmeleitfähigkeit von höchstens 0,040 W/mK, ein Dämmstoff mit WLG 035 von höchstens 0,035 W/mK.
WärmedämmungMaßnahmen zur Begrenzung des Wärmestromes und der dadurch bedingten Wärmeverluste.
OberflächentemperaturAus der Berechnung des Wärmedurchganges ergibt sich die Oberflächentemperatur auf den einzelnen Schichten des Bauteils. Von Bedeutung ist hierbei die Oberflächentemperatur auf der Innenseite des Bauteils. Sie sollte möglichst gegenüber der Raumlufttemperatur nicht sehr groß sein, da sonst eine Schimmelpilzbildung gefördert wird.
Anrechenbares Luftvolumenwird aus dem beheizten Bauwerksvolumen oder Raumvolumen V ermittelt: VL = 0,80 x V [in m3]
Äquivalente Luftschichtdickegibt die Dicke einer Luftschicht an, die den gleichen Diffusionswiderstand aufweist, wie die betreffende Baustoffdicke. ausführlich
g-Wertoder Gesamtenergiedurchlass gibt bei Verglasung an wie viel Prozent der von außen eingestrahlten Sonnenenergie innen im Raum ankommt (primäre Energielieferung). Ein geringer Teil der Einstrahlung wird von Glas absorbiert und kommt ebenso den Raum zugute. Beide Energien ergeben den g-Wert.
Doppelverglasung aus Klarglas g=0,8
Dreifachverglasung aus Klarglas g=0,7
Glasbausteine g=0,6
Mehrfachverglasung mit Sondergläsern (Wärmeschutzglas, Sonnenschutzglas) g=0,2 bis 0,8
Jahres-Heizwärmebedarf ist diejenige Wärmemenge, die von einem Heizsystem für Beheizung der Räume eines Gebäudes aufgebracht werden muss. Der Jahres-Heizwärmebedarf (QH) setzt sich aus dem Transmissionswärmebedarf (QT) und dem Lüftungswärmebedarf QL zusammen. Davon werden die internen Wärmegewinne QI (Wärmeabgabe von Menschen, Beleuchtung oder elektrischen Geräte) und der solaren Wärmegewinne QS (aus der Sonneneinstrahlung) abgezogen.
LüftungDurch das Lüftung wird die Raumluft, gegen frische, meist kühlere Außenluft ausgetauscht. Die Lüftung dient zur Reduzierung der Konzentration von Kohlendioxid, Innenraumschadstoffen, Radioaktivität und der Luftfeuchte.
Lüftungswärmebedarf/Lüftungswärmeverlust; In der kalten Jahreszeit wird beim Lüften die warme Raumluft gegen kalte Außenluft getauscht. Es entsteht ein Lüftungswärmebedarf. Lüftungswärmeverluste können nicht nur durch bewusstes Lüften auftreten, sondern auch durch den unkontrollierten Luftaustausch über Fugen und Öffnungen in der Konstruktion. Durch Tauwasserausfall können dort Feuchteschäden entstehen. mehr zum Wärmebedarf beim Lüften
WärmeleitzahlDie Wärmeleitzahl gibt die Wärmemenge an, die in einer Stunde durch einen Körper von 1 m Dicke fließt, wenn zwischen beiden Systemen eine Temperaturdifferenz von 1 K vorliegt. Es bezieht sich auf eine Fläche von 1 m2 und wird mit λ [in W/m K] angegeben.
WärmestromWärmemenge, die in einer bestimmten Zeit durch ein Bauteil fließt. ausführlich
WärmeübergangskoeffizientEs ist ein Proportionalitätsfaktor α (neues Symbol nach Euronorm : h). Er stellt den Wärmestrom dar, der auf 1 m2 Wandfläche je Kelvin Temperaturgefälle übergeht. α ist nicht wie λ ein Stoffwert.
Wasserdampf-DiffusionswiderstandszahlStoffkonstante, die angibt, um wie viel Mal der Diffusionswiderstand einer Schicht des Baustoffes größer ist als die gleichdicke Schicht Luft unter sonst gleichen Bedingungen. Luft µ= 1; PE-Folie µ = 100.000
Wasserdampfteildruck(Partialdruck des Wasserdampfes) Anteil des Wasserdampfes in der Luft, der einen bestimmten Gasdruck bewirkt.
Wasserdampfdiffusion Als Wasserdampfdiffusionsstromdichte wird die Menge an Wasserdampf bezeichnet, die bezogen auf eine Fläche von 1 qm in einer Stunde durch einen Baustoff wandert.
Stationäre Wärmeleitung Hierbei müssen die Temperaturen T1 und T2 an den beiden Endflächen, deren Abstand l gleich ist, während des ganzen Vorgangs konstant bleiben, wie es bei dem beschriebenen Meßverfahren der Fall ist. Es herrscht also zwischen ihnen ein konstantes Temperaturgefälle (T1/T2)/λ . So ist es beispielsweise, wenn ein Haus auf gleicher Innentemperatur gehalten wird und die Temperatur der Außenluft sich ebenfalls nicht ändert.
Nicht stationäre WärmeleitungEin isoliert gedachter Körper sei an einem Ende auf die Temperatur??2 erhitzt. Das kühlere Ende habe anfangs die Temperatur ??1. Dann wird sich der Temperaturunterschied infolge der Wärmeleitung im Laufe der Zeit ausgleichen und der ganze Körper einheitliche Temperatur annehmen. Das Temperaturgefälle ist hierbei weder örtlich noch zeitlich konstant, und die Berechnung wird komplizierter. Maßgebend für die zum Temperaturausgleich benötigte Zeit ist der Ausdruck
λ / ρcp Temperaturleitzahl.