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Funktion und Aufbau einer Innendämmung Teil 2

In einem weiteren Schema (Abb. 5) wird noch einmal die vereinfachte Schnittansicht einer Innendämmung dargestellt. Hierbei geht es um die fugendichte Ausführung der Anschlüsse und die Funktionsfähigkeit der Dampfbremse. Bei korrekter Ausführung treten kaum Probleme auf.

Schnittansicht einer Innendämmung Abb. 5: Vereinfachte Schnittansicht einer Innendämmung.

In der Abb. 6 liegen kleine Undichtheiten in der Dampfbremse vor, die über längere Zeit zur Durchfeuchtung des Mauerwerkes und der Holzbalkenenden (Balkenköpfe) führen. Diese Durchfeuchtung ist zwar nicht so stark, wie bei einer Leichtbaukonstruktion, zum Beispiel wie bei einer Dachschräge, da keine beziehungsweise nur eine sehr geringe Konvektion vorliegt.

 

Abb. 6: Vereinfachte Schnittansicht einer Innendämmung mit mangelhafter Dampfbremse.
Schnittansicht einer Innendämmung mit mangelhafter Dampfbremse

Aber durch die Diffusion wird über eine lange Zeit auch genügend Feuchtigkeit eingetragen, die nur noch nach außen hin entweichen kann. Diese Undichtheiten können zum Beispiel Durchdringungen von Elektrokabel und Steckdoseneinsätze (Abb. 7) oder eine fehlende fugendichte Anbindung der Dampfbremse an die massive Konstruktion sein.

Abb. 7: Undichte Dampfbremse durch Steckdoseneinsatz.Undichte Dampfbremse durch Steckdoseneinsatz

Diese Durchfeuchtung verschlechtert die Wärmeleitfähigkeit der Außenwand. Da aber auch der Frosttaupunkt sehr weit in das Mauerwerk wandert, wird gerade bei feuchtem Mauerwerk eine Materialschädigung begünstigt. An den Stellen, wo sich Kondenswasser in der Dämmung bildet, ist auch die Oberflächentemperatur niedriger und es kommt hier sehr schnell zur Schimmelpilzbildung.

In der folgenden Abb. 8 wird bei einer Trockenbauwand (Innendämmung) der Fensteranschluss gezeigt. Die Dampfbremse wurde nur bis zum Profil verlegt. Der Anschluss bis zum Fensterrahmen fehlt. Über die zwei Fugen, Profil (CW 50/50) und Stiel sowie Stiel und Fensterrahmen kann das Luft-Dampf-Gemisch in die Konstruktion gelangen. Der gleiche Fehler wurde auch an der Fensterlichte gemacht (Abb. 9).

Abb. 8 und 9: Fehlerhafte Anbindung der Dampfbremse bei einer Innendämmung.
Fehlerhafte Anbindung der Dampfbremse bei einer InnendämmungFehlerhafte Anbindung der Dampfbremse bei einer Innendämmung

Bestehen bei einer fehlerhaften Innendämmung die Verkleidungsplatten aus Gipskartonbauplatten, so wird gerade auf der Rückseite das Papier feucht, was zur Schimmelpilzbildung führen kann. Dies ist visuell nicht erkennbar und ist unter Umständen die Ursache für eine höhere Sporenbelastung im Raum. Wie erkennt man nun solche Stellen. Eine Feuchtigkeitsmessung, zum Beispiel mit kapazitiven oder elektrischen Feuchtemessgeräten, bringt hier kein sinnvolles Ergebnis. Zur Erkennung solcher Feuchtigkeitsansammlungen ist die Messung der Wärmestrahlung an kalten Tagen eine Möglichkeit. Eine Infrarotaufnahme von der Innenseite (Abb. 10) zeigt durch unterschiedliche Temperaturflächen an, dass unterschiedliche Konstruktion oder Durchfeuchtungen vorliegen.

Infrarotaufnahme Wärmebrücke Abb. 10: Infrarotaufnahme Wärmebrücke

Statt der teuren Variante kann man sich aber auch mit einem einfachen Infrarot-Thermometer behelfen. Man zeichnet eine Skizze mit einem Raster von der Wand. Anschließend bewegt man das Thermometer über die Wandfläche und überträgt die Messdaten auf die Skizze. Treten an bestimmten Stellen größere Differenzen auf, so können diese durch diese einfache und kostengünstige Methode eingegrenzt werden. Besteht ein begründeter Verdacht, so wird an dieser Stelle die Gipsplatte geöffnet und nachgesehen. Man kann aber auch diese Stellen beobachten, in dem einfach die Temperaturmessung zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt wird. Mit dieser Methode kann man praktisch alle Bauteile eines Raums beobachten und kontrollieren.

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