Altbausanierung und Energiepolitik

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
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Baulexikon-Begriffe



  

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Kapitel

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 7. Tipps zu Immobilien
 8. Baukonstruktionen
 9. Raumklima / Schadstoffe

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Das Gartengrundst√ľck zum Wohnhaus

Erstellt von Peter Rauch am Montag 22. August 2016

Das Gartengrundst√ľck direkt am Haus hat f√ľr jeden Hausbesitzer eine andere Bedeutung. Der eine m√∂chte sich darin erholen und integriert es durch die Bepflanzung, Terrassen– und Weggestaltung als ein Bestandteil der Immobilie, welche w√§hrend der warmen Jahreszeit genutzt wird. Andere benutzen es als Abstellfl√§che f√ľr das Auto mit etwas Rasen. Wieder andere benutzen diese Gartenfl√§che f√ľr den Obst- und Gem√ľseanbau. Es ist eben nicht schlecht, wenn man einige Zeit die eigenen schmackhaften Tomaten essen kann und auf das vitaminarme Einheitsobst und Gem√ľse aus dem Supermarkt verzichten kann.

Der Garten hat daneben auch einen hohen Erholungswert. Man ist f√ľr einige Stunden dem t√§glichen Stress entflohen und kann ein St√ľck Natur genie√üen. Was f√ľr die Bewohner in den D√∂rfern normal ist, fehlt in den St√§dten. Mitte der 19. Jahrhundert entstanden die Schreberg√§rten. Die Kinder in den St√§dten sollten mit der Natur vertraut gemacht werden und in kleinen Beeten Gem√ľse anbauen. Sicherlich war die Geduld der Kinder nicht so gro√ü und die Eltern √ľbernahmen dann die Pflege der Beete. Sp√§ter entstanden dann kleine Parzellen, wo die Familien Obst und Gem√ľse anbauten. In den 30iger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in Leipziger S√ľdost Mehrfamilienh√§user errichtet. Im Hof befanden sich kleine G√§rten. Diese dienten weniger zur Erholung, sondern f√ľr die Eigenversorgung. Nat√ľrlich wuchs auf diesen kleinen Fl√§chen auch nicht sehr viel und konnte die Eigenversorgung nicht decken. Es gab aber im Sommer zus√§tzlich frisches Gem√ľse und Obst.

Heute betreibt man den Garten mehr als Hobby. Wie bereits oben genannt, hat jeder eine andere Vorstellung wie der Garten aussehen soll. Hat man sein Garten in einem Gartenverein, so gibt es laut Satzung bestimmte Vorgaben, nach den man sich zu richten hat. Das kann die Laubengr√∂√üe, die Gartenumz√§unung oder auch den Anbau von Obstb√§umen betreffen. Bevor man in den Gartenverein eintritt und ein Garten erwirbt, sollte man sich √ľber die Vorgaben informieren. Hat man vollkommen andere Vorstellungen, so ist es besser, man sucht sich einen anderen Verein. Eine Nachbarin wollte einen Naturgarten mit Kr√§utern usw. Das entsprach nicht den Vorstellungen des Gartenvorstandes, welcher sich gleich in der N√§he befindet. Nach kurzer Zeit hatte sie den Garten wieder aufgegeben.

Gerade, wenn man sich neu einen Garten anschafft, hat man viele Fragen zum Obstanbau zur richtigen Pflanzzeit, dem Baumverschnitt oder wann welche Blumen bl√ľhen. Aber auch Tipps, wie ein Garten gestallt werden kann.

Wir hatten ein Bauerhaus aus Lehm, welches bereits die Völkerschlacht bei Leipzig gesehen hatte. In unserer Wohnumgebung gehört ein etwa 500 qm großer Garten zu den Häusern. Der kleine Garten war wie ein Paradies, Ruhe und etwas Natur unweit von einer Hauptstraße. Aber die Stadt Leipzig ist der Meinung, die Stadt muss wachsen und der verbliebene dörfliche Charakter muss beseitigt werden.
In den beiden Bildern sehen Sie unser Gartengrundst√ľck in Leipzig fr√ľher und wie dieses jetzt aussieht.

Gartenansicht

Gartenansicht mit denkmalschutzgerechtem Bauwerk dörflichen Charakters

Da ich meinen Garten zum Arbeiten und Schreiben der Fachb√ľcher und der vielen Fachartikel genutzt hatte, welche Sie kostenfrei auf meiner Webseite lesen k√∂nnen, wurde so auch mein Arbeitsplatz vernichtet. Ich hoffe, dass ich auf unserem Grundst√ľck und im Garten hier in den ukrainischen Karpaten wieder Ruhe zum Arbeiten finde. Allerdings m√ľssen wird das Gartengrundst√ľck auch erst einmal nach unserem Vorstellungen umgestalten und haben einige neue Pflanzen angepflanzt. Nat√ľrlich geht im Hochsommer bei einer Tagestemperatur von 30 ¬įC nicht alles gut. Ein paar Blumen lassen ihre Bl√§tter ganz sch√∂n h√§ngen. Die Erdbeeren haben ihre Umpflanzung gut vertragen. Die Himbeeren und einige Blumen haben die lange Fahrt aus Deutschland ganz gut √ľberstanden. Ich denke, in ein paar Jahren wird das Gartengrundst√ľck genauso sch√∂n wie unserer ehemaliger Garten in Deutschland sein. Auf jedem Fall findet man hier auf dem 1500 qm immer einen schattigen Platz f√ľr die Mittagsruhe ohne Baul√§rm und neugierige Augen der Nachbarn.

Garten in Karpaten

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Gesundes Raumklima auch im Sommer

Erstellt von Peter Rauch am Freitag 12. August 2016

Zum gesunden Raumklima geh√∂ren neben der schadstofffreien Raumluft auch eine bestimmte Luftfeuchtigkeit und eine Raumtemperatur. In der nachfolgenden Tabelle werden Richtwerte f√ľr den Arbeitsplatz angegeben, welche sinngem√§√ü aber auch f√ľr das Wohnklima anwendbar sind.

Arbeitsleistung Behaglichkeits-
grenze
in [°C]
relative Luftfeuchte
in [%]
Frischluft
in [m3/h]
Luftbewegung
[m/s]
Geistige Arbeit 20-23 35-70 20-40 0,1
Leichte Arbeit 18-21 35-70 30-50 0,1
Schwere Arbeit 14-17 35-70 60-90 0,5

Die Temperatur der Wandfl√§chen sollte gegen√ľber der Raumlufttemperatur nicht gr√∂√üer als 2 bis 3 K betragen. Bei einer Strahlungsheizung liegt in der Raumh√∂he nur eine geringe Temperaturdifferenz vor. Anders ist es bei einer Konvektionsheizung. An der Zimmerdecke herrscht eine hohe Temperatur und √ľber dem Fu√üboden in der N√§he der Au√üenwand ist es kalt.
Durch die entsprechende Anordnung und Auswahl der Heizkörper kann während der kalten Jahreszeit eine angenehme Zimmertemperatur erreicht werden.

Im Sommer dagegen wird in einzelnen R√§umen eine K√ľhlung ben√∂tigt, damit die Zimmertemperaturen in einem angenehmen Bereich liegen. Besonders heizen sich Baracken oder ausgebaute Dachgeschosse auf. Die Au√üenschale besteht aus einer Leichtkonstruktion (Mineralwolle, Tragkonstruktion und Dampfbremse), welche nur d√§mmt aber keine W√§rme speichert und so nur gering regulierend auf die Raumtemperatur einwirkt. Sind in der Konstruktion auch noch Fehler, wie zum Beispiel Fugen in der D√§mmung oder in der Dampfbremse, so wird die Temperaturschwankung sogar noch verst√§rkt. Dies gilt sowohl im Sommer bei hohen Au√üentemperaturen aber auch im Winter bei niedrigen Temperaturen. Im Winter kommt aber noch ein Problem hinzu, da durch das Druckgef√§lle von inne nach au√üen gleichzeitig Feuchtigkeit in die D√§mmschicht transportiert wird. Die D√§mmung wird feucht und die W√§rmeleitung erh√∂ht sich und die D√§mmung verliert an D√§mmeigenschaften. Bereits bei ca. 4 % Feuchtigkeit verliert die Mineralwolle fasst 50% ihrer D√§mmeigenschaft. Im Sommer trocknet diese Feuchtigkeit wieder aus. Allerdings f√ľhlt man sich bei sehr hohen Raumtemperaturen um 30 ¬įC nicht wohl. Neben der genannten Leichtkonstruktion beg√ľnstigen Fensterfl√§chen die Raumtemperatur. Bei Sonnenschein erfolgt auch eine Erw√§rmung der Bauteil- bzw. M√∂beloberfl√§chen. Diese erw√§rmen die Raumluft. Was im Winter gewollt ist, soll im Sommer vermieden werden. Jalousien reduzieren die Sonneneinstrahlung. Am g√ľnstigsten wirken die √§u√üeren Jalousien. Sie wirken gleichzeitig isolierend durch den zus√§tzlichen Luftraum zwischen Jalousie und Fensteroberfl√§che.
Aber nicht in jedem Fall sind diese konstruktiven Ma√ünahmen ausreichend. In dem Fall ist der Einsatz einer Klimaanlage sinnvoll, welche w√§hrend der warmen Jahreszeit k√ľhlt aber auch f√ľr die W√§rmeversorgung einsetzbar ist. Im Shop Mitsubishi-Electric M-Serie finden Sie sicherlich ein geeignetes Klimager√§t.

In Tunesien findet man sowohl Klimager√§te f√ľr innen aber auch f√ľr au√üen. Man muss bedenken, dass es dort √ľber mehrere Monate sehr hei√ü ist und in der N√§he des Meeres in der Nacht sich nicht sehr stark abk√ľhlt. Im Winter dienen die Klimager√§te in den Hotelanlagen nicht f√ľr die K√ľhlung, sondern als Heizung. Auch wenn die Stromkosten f√ľr deutsche Verh√§ltnisse gering sind, so sind diese f√ľr die einheimische Bev√∂lkerung teuer und werden trotz des Vorhandenseins nur sparsam genutzt. Die Familien, welche wir besucht hatten, hatten keine Klimaanlagen. Die √§lteren Wohngeb√§ude haben hohe R√§ume mit Kuppeln oder einem Tonnengew√∂lbe. Im oberen Teil der R√§ume befindet sich die warme Luft und im unteren Teil liegen dagegen auch an hei√üen Tagen angenehme Lufttemperaturen vor. In der Regel sind die Fenster relativ klein. Sie bestehen aus einer Einscheibenverglasung und au√üen aus Rollladen aus Holz. Klimatisch am g√ľnstigsten schneiden die Geb√§ude ab, welche aus einem dicken Mauerwerk mit massiven Feldsteinen bestehen. Aus Kostengr√ľnden werden jedoch d√ľnne Mauerwerke gebaut. Bei Neubauten geh√∂ren die Klimager√§te wie die solare Wassererw√§rmung zum Standard.

Klimaanlage auf Djerba
Klimaanlage bei einem Wohnhaus auf Djerba

In Bulgarien hatten wir vorwiegend nur bei Hotelanlagen und bei neuen Mehrfamilienh√§usern Klimager√§te gesehen. Gerade die Wohngeb√§ude am Schwarzen Meer, welche als Ferienwohnung verkauft werden, sind in Skelettbauweise ausgef√ľhrt und vorwiegend mit einem ca. 11 cm Mauerwerk ausgefacht und einer Au√üend√§mmung versehen. Da die Wohnungen in der Regel nur 3 Monate im Sommer genutzt werden, m√ľssen diese entsprechend preiswert errichtet werden. In vielen F√§llen haben diese Wohnungen auch keine Heizung. Erg√§nzt soll an dieser Stelle nur, dass die in diesem Land die Wohnfl√§che gegen√ľber Deutschland anders berechnet wird. Hier z√§hlen die Innenw√§nde und alle √ľberbaute Fl√§chen dazu. Daher f√§llt die angegebene Fl√§che der Wohnung gr√∂√üer und bei einem Haus zum Teil erheblich gr√∂√üer aus, als die nach deutschem Verst√§ndnis genutzte Wohnfl√§che.

In den ukrainischen Karpaten habe ich bisher nur selten ein √§u√üeres Klimager√§te f√ľr die K√ľhlung gesehen. Auch hier sind die Geb√§ude aus Kostengr√ľnden relativ einfach gebaut worden. Wir haben selbst ein Haus aus den 50-iger Jahren, welches aus Langlochsteinen mit einer Wandst√§rke von 27 cm (inklusiv Innen- und Au√üenputz) besteht. Im Sommer bei 30 ¬įC hat diese Konstruktion ein annehmbares thermisches Verhalten. Das Haus steht frei und die √ľberwiegende Erw√§rmung erfolgt √ľber die gro√üen Kastenfenster. Am Nachmittag erreicht die Amplitude mit der hohen Temperatur die Innenseite und es wird im Raum warm. Mit dem Sonnenuntergang k√ľhlt die Au√üenluft in der Berglandschaft sehr schnell auf unter 20 ¬įC ab. Bei ge√∂ffneten Fenstern kann die Raumtemperatur schnell verringert werden. Ab etwa Mitternacht sind die Innenseiten der Au√üenw√§nde auch wieder k√ľhler und am Morgen bis zum Nachmittag liegt die Raumtemperatur in einem angenehmen Bereich. Nach der deutschen Energiesparverordnung ist diese Wandkonstruktion untragbar und m√ľsste mit 10 cm D√§mmung versehen werden. Was hier wegen der h√∂heren st√§ndigen Luftfeuchtigkeit im Sommer im Au√üenbereich gleich gar nicht funktioniert.
Auch wenn die Ausk√ľhl- beziehungsweise Aufheizdauer von (mehrschichtigen) Au√üenbauteilen in diesem Fall sehr kurz ist, kann man in der Praxis damit leben. Man muss nur beim Nutzungsverhalten die entsprechenden konstruktiven Merkmale beachten. Im Winter sind die Au√üenw√§nde nicht gerade gut. Ebenso bestehen hier die Decken zum nicht ausgebauten Dachboden lediglich aus einem Deckenputz auf einer Sparschalung und Deckenbalken.

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Tipps f√ľr ein altersgerechtes Badezimmer

Erstellt von Peter Rauch am Donnerstag 11. August 2016

Wer ein Haus baut, plant auch das Badezimmer mit viel Fingerspitzengef√ľhl. Ein Thema dabei ist das altersgerechte Wohnen. Kurz gesagt bedeutet das: ein Badezimmer ohne H√ľrden, mit St√ľtzgriffen f√ľr den sicheren Halt und mit gen√ľgend Fl√§che, um sich zu bewegen.

Barrierefrei oder altersgerecht?

Im Sprachgebrauch wird altersgerechtes Wohnen oft mit dem Terminus barrierefrei in Verbindung gebracht. Dabei stehen die W√∂rter nicht als Synonyme zueinander. Eine altersgerechte Einrichtung kann vielmehr als Teil der Barrierefreiheit verstanden werden. Die Barrierefreiheit wird in der DIN-Norm 18040-2 geregelt und besch√§ftigt sich mit wohnlichen L√∂sungen f√ľr Menschen mit motorischen oder sensorischen Behinderungen, sodass sie sich Zuhause selbstst√§ndig ohne fremde Hilfe bewegen k√∂nnen. Barrierefreies Wohnen schlie√üt demnach Teile des altersgerechten ebenso wie behindertengerechten Wohnens mit ein. Die altersgerechte Einrichtung ist im Gegensatz dazu nicht fest definiert, somit frei von strengen Vorgaben und richtet sich eher an individuelle Bed√ľrfnisse.

Bodenebene Dusche

Ein wichtiger Bestandteil jedes altersgerechten sowie barrierefreien Badezimmers ist die bodengleiche Dusche. Der Zugang zur Duschzone erfolgt ebenerdig ‚Äď ohne Stufen oder H√ľrden. Auch f√ľr Personen, die einen Rollstuhl nutzen, ist diese Art der Duschwanne √§u√üerst vorteilhaft, da sie m√ľhelos hineinfahren k√∂nnen. Hinzu kommt, dass die ebenerdige Dusche seit L√§ngerem auch hinsichtlich des Designs stark gefragt ist und so in zahlreichen Variationen wie dem eingebauten und befliesten Duschboard oder als superflache Duschtasse angeboten wird. Welche Vorteile die verschiedenen Modelle haben, erfahren Interessierte zum Beispiel bei Calmwaters.
Bei jeder Dusche ist wichtig, dass der Duschbereich ausreichend gro√ü ist und gen√ľgend Platz f√ľr die m√ľhelose Drehung um die eigene K√∂rperachse bietet. Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sollte mindestens 1,50 Meter in Breite sowie L√§nge einplanen, ansonsten reichen Duschzonen im Bereich von 1,20 Meter gut aus. Um den Duschspa√ü noch komfortabler zu gestalten, empfiehlt es sich, die Duscharmatur sowie Seifenspender auf Bauchh√∂he zu platzieren.

Erhöhtes WC

Zu einem altersgerechten Badezimmer geh√∂rt auch eine Toilette, die ihre Nutzer gut bedienen k√∂nnen. Oftmals ist es ratsam, das WC etwas h√∂her als √ľblich zu montieren. So f√§llt das Hinsetzen und Aufstehen leichter. Typische Ma√üe daf√ľr liegen im Bereich zwischen 46 bis 48 cm H√∂he. Ist das WC zus√§tzlich mit St√ľtzgriffen ausgestattet, zeigt sich der Zugang als noch komfortabler. Damit auch die Reinigung m√ľhelos gelingt, greifen Senioren gerne zu einem WC mit √Ėffnung an der Vorderseite. Ein solches Modell bietet auch Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ein erleichtertes Umsetzen.

Barrierefreie Lösungen

W√§hrend die oben genannten Ma√ünahmen h√§ufig zum Gegenstand in altersgerechten Wohnungen werden, gibt es weitere L√∂sungen, die insbesondere f√ľr Menschen im Rollstuhl ein selbstst√§ndigeres Leben versprechen. Dazu z√§hlt der unterfahrbare Waschtisch: Hierbei handelt es sich um ein flaches Waschbecken inklusive spezieller Ablauftechnik, das ideal von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann. Sie erreichen den Wasserhahn ohne M√ľhen aufgrund der angepassten Formgebung des Beckens und sie sto√üen sich auch nicht die Knie am Siphon. F√ľr die Nutzung der Badewanne eignet sich auf der einen Seite ein spezieller Badewannenlift, auf der anderen Seite sorgt eine T√ľr in der Wanne f√ľr den komfortablen Zugang. Das Gute an beiden Varianten: Sie k√∂nnen auch nachtr√§glich in das Badezimmer integriert werden. Wer schon von Anfang an eine leicht begehbare Wanne w√ľnscht, w√§hlt ein besonders niedrig montiertes Modell. Der Rand hat dann eine H√∂he von etwa 25 cm ‚Äď f√ľr viele eine √ľberwindbare H√ľrde. Zus√§tzlich sollten auch hier St√ľtzgriffe f√ľr den sicheren Halt zum Einsatz kommen. Damit sich alle Sanit√§robjekte gut bedienen lassen, eignen sich Einhebelmischer am Waschbecken, in der Dusche und der Badewanne. Die eine Hand stellt Wassermenge und -temperatur ein, w√§hrend die andere zum St√ľtzgriff greifen kann und so f√ľr einen sicheren Stand sorgt. Empfehlenswert sind auch Mischbatterien, die durch einen Bewegungssensor aktiviert werden. So stoppt der Wasserhahn nach einigen Sekunden ganz automatisch ‚Äď versehentlich laufende Armaturen geh√∂ren damit der Vergangenheit an.

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Gesunde Wohnumwelt – Schlafzimmer

Erstellt von Peter Rauch am Donnerstag 28. Juli 2016

Eine gesunde Wohnumwelt beginnt in der Wohnung bzw. im Wohnhaus und reicht bis zur n√§heren Umgebung mit dem Mikroklima. Es wirken hier sehr viele Einfl√ľsse, welche sich positiv aber unter gleichen Bedingungen an einem anderen Ort sich ganz anders auf die Gesundheit der Bewohner auswirken. Zwischen dem Stadtklima und dem Land sind klimatische Unterschiede bezogen auf die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Schadstoffbelastung. Dies wirkt sich nat√ľrlich auch auf die Bauh√ľlle und auf das Klima im Inneren des Geb√§udes aus. Farbanstriche k√∂nnen an einem Standort mit geringerer st√§ndiger relativer Luftfeuchte schadensfrei sein, an einem anderen Standort tritt das Phantombildung Fogging (eine dunkle Staubablagerung an der Wandoberfl√§che) oder gar eine Schimmelbildung an der Oberfl√§che auf. Wobei die Baustoffe und das Nutungsverhalten identisch sein k√∂nnen. Es ist heute sehr schwer, bei den verschiedenen Baustoffen und konstruktiven Ausf√ľhrungen ein einheitliches Raumklima zu schaffen, welches √ľber all vorliegt. Hinzu kommen aber auch noch die unterschiedlichen Einrichtungsgegenst√§nde mit verschiedenen Stoffeigenschaften. Weiterhin beeinflussen das Nuterverhalten und die Raumnutzung das Raumklima.

Der wichtigste Raum ist das Schlafzimmer

Bereits bei der Planung wird oft den Schlafr√§umen auf Kosten eines sehr gro√üen Wohnzimmers nur eine geringe Fl√§che zugeordnet. Vergessen wird jedoch, dass wir uns die l√§ngste Zeit im Schlafzimmer aufhalten. Je nach Schlafbedarf zwischen 7 bis 9 Std. Im Wohnzimmer sind das bis auf das Wochenende nur einige Stunden. Nicht in jedem Fall kann das Schlafzimmer w√§hrend der Nachtruhe gel√ľftet werden. Gr√ľnde sind L√§rm oder Abgase von der Stra√üe oder Anderes.
Das Schlafzimmer muss daher ein ausreichend gro√ües Raumvolumen haben, um die w√§hrend der Nachtruhe abgegeben Feuchtigkeit und m√∂gliche Schadstoffe aus den Baustoffen bzw. Einrichtungsgegenst√§nden aufzunehmen. Daher sollten bei der Einrichtung der Schlafr√§ume so wenig M√∂bel aufgestellt werden wie m√∂glich und diese sollten schadstoffarm sein. G√ľnstig f√ľr das Raumklima sind M√∂bel aus Holz, welche auch feuchteregulierend wirken. F√ľr einen gesunden Schlaf sollten auch geeignete Betten ausgew√§hlt werden. Unter Matratzen Testsieger finden Sie geeignete Unterlagen zum gesunden Schlaf. Ein tiefer und ausreichender Schlaf ist neben dem bereits genannten gesunden Raumklima und einer gesunden Ern√§hrungsweise ein wichtiger Faktor zur Erhaltung unserer Gesundheit und der Leistungsf√§higkeit.

Das Wohnzimmer

Das Wohnzimmer dient nicht nur einfach zum Wohnen, sondern sollte auch zur Erholung dienen. Durch eine geschickte Anordnung der Möbel, Gardinen und andere Einrichtungsgegenstände erhält jedes Zimmer seinen individuellen Charakter. Mit der richtigen Farbgebung kann optisch die Raumgeometrie verändert werden. Mit dem kleinen Beispiel zur Raumgeometrie können nachträglich Korrekturen vorgenommen werden. Dabei ist zu beachten, dass man durch jede Farbe eine bestimmte psychologische Wirkungen erreicht. Z. B. bei kalten Räumen sollten warme Farben verwendet werden. Das sind gelb- und orangetöne Farbanstriche. Bei der Farbgestaltung der Räume sollten naturnahe Farben verwendet werden. Diese wirken sich positiv auf das Raumklima aus. Diffusionsdichte Farben verhindern den Feuchteausgleich mit der Raumluft.

Die K√ľche

Die K√ľchen werden in Ma√üanfertigung und mit sehr teuren Haushaltsger√§ten ausgestattet. Dies ist dann sinnvoll, wenn eine gro√üe Familie mehrmals am Tag mit einem reichlichen Mahl versorgt werden muss. Aber in der Regel wird gerade noch ein Ei gebraten und ein Fertiggericht in die Mikrowelle geschoben. Ob sich in diesem Fall eine hohe Investition lohnt, muss jeder selbst entscheiden.

Das Bad

Das Bad dient je nach Gr√∂√üe zur t√§glichen Hygiene aber auch zur Entspannung. Die Ausstattung reicht von der Badewanne, Dusche, Dampfdusche oder bis zur Kombination Dusche und Sauna. Ohne auf die Einzelheiten der optimalen Gestaltung einzugehen, sollten die W√§nde bei diesem Raum so sparsam wie m√∂glich mit Wandfliesen versehen werden. Die Fliesen nehmen keine Feuchtigkeit aus der Raumluft auf. Das m√ľssen die √ľbrigen Wandfl√§chen √ľbernehmen. Wasserdampf wird kurzzeitig von der Oberfl√§che aufgenommen und sp√§ter wieder an die Raumluft abgegeben. Damit wird bei korrekter L√ľftung eine l√§ngere zu hohe relative Luftfeuchte vermieden. Wird zus√§tzlich eine diffusionsoffene Wandbeschichtung gew√§hlt, so wird einer Schimmelbildung vorgebeugt. Diese entsteht, wenn etwa st√§ndig die hohe Luftfeuchte l√§nger als 2 Stunden vorliegt.

Auf das gesunde Raumklima wirken die Eigenschaften der Baustoffe, Einrichtungsgegenst√§nde und das Rauchen. Darauf gehe ich an einer anderen Stelle ausf√ľhrlicher ein.

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Arbeitsschutz f√ľr den Bauherrn

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 27. Juli 2016

Der Arbeitsschutz ist ein Teilgebiet der Arbeitswissenschaften und gehört zur Sicherheitswissenschaft. Hierzu gehören aber auch die Bereiche Haus, Freizeit und Verkehr.

Auch die privaten Bauherren und Hausbesitzer haben bei Bauma√ünahmen f√ľr den Schutz der Handwerker und f√ľr Fu√üg√§nger am Grundst√ľck und die Hausbewohner zu sorgen. Deshalb ist vor den Bauma√ünahmen eine Bauherrenversicherung abzuschlie√üen. Das gilt sowohl f√ľr den Neubau als auch f√ľr gr√∂√üere Sanierungsma√ünahmen.

Laut Baustellenverordnung vom 1. Juli 1998 haben die Bauherren die Verantwortung f√ľr das Bauvorhaben und sind f√ľr die Umsetzung der baustellenspezifischen Arbeitsschutzma√ünahmen verantwortlich.
Im Jahr 2006 starben durch Unfälle im Haushalt laut Statistischen Bundesamtes 6455 Menschen. Im Straßenverkehr waren es im gleichen Zeitraum 5174 Menschen. Damit wird die Bedeutung der Schutzmaßnahmen auch bei kleinen Reparaturarbeiten deutlich.

Baustelle auf Djerba
Auf der Baustelle hier auf Djerba in Tunesien sind keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden.

Ziel der Baustellenverordnung ist es, den Schutz aller an dem Bau Beteiligten und der Handwerker zu verbessert. Vergessen wird oft der eigene Schutz. Sicherlich aus der Sicht der Haftungsfrage nicht ganz so wichtig aber es beringt den Bauherrn nichts, wenn er mehrere Monate wegen eines Beinbruches nicht arbeiten kann. Verletzt sich ein Familienmitglied bei den Sanierungsarbeiten, so gilt auch die Haftung. Daher sollten unbedingt die Arbeitsschutzvorschriften auch bei kleinen Renovierungsarbeiten beachtet werden, egal ob eine Handwerksfirma bestellt wird oder man diese Arbeiten selbst ausf√ľhrt.

Folgende Maßnahmen sind erforderlich:

Vor der Errichtung der Baustelle ist das Bauvorhaben beim Staatlichen Amt f√ľr Arbeitsschutz zu melden. Ebenso sind die Bewohner √ľber den Beginn und m√∂gliche Beeintr√§chtigung zu informieren. Bei kleinen Reparaturarbeiten ist dies nat√ľrlich nicht erforderlich.

Die Bestellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators (SiGeKo) ist nur bei gr√∂√üeren Baustellen erforderlich. Dies gilt auch f√ľr die Erstellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzplans (SiGePlan).
Gef√§hrdungsbereiche sind zu kennzeichnen und ausreichend mit den entsprechenden Sicherungsmitteln zu sichern und der Baustellenverantwortliche alle erforderlichen Absperrma√ünahmen nachweisen kann. Fu√üg√§nger ignorieren z. B. eine Absperrung und laufen mit geb√ľckter Haltung durch eine Leiter an der Hauswand, auf welcher ein Handwerker steht. Man sollte bei der Absicherung von Gefahrenstellen auch unm√∂gliche Situationen einkalkulieren.

Nicht nur bei der Ausf√ľhrung von Bauarbeiten sollte auf die richtige Arbeitskleidung und vor allem Schutzausr√ľstung zu achten. In dem Shop von tragardo.de erhalten Sie die entsprechende Kleidung und Schutzmittel, wie Schutzhandschuhe, Atemschutzmasken, Bauhelme oder Arbeitsschuhe, f√ľr jede Berufsgruppe. Sie sch√ľtzen nicht nur, sondern sind heute auch modisch. Arbeitskleidung ist aus strapazierbarem Material gefertigt. Sie bietet f√ľr die jeweilige T√§tigkeit einen gewissen Schutz, was bei normaler Tageskleidung nicht immer der Fall ist.

Ebenso wichtig f√ľr den eigenen Schutz ist die Verwendung des geeigneten Werkzeugs oder das Aufstellen einer standfesten Leitern.

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Pelletheizungen – Was sollten Bauherren bei der Inbetriebnahme beachten?

Erstellt von Peter Rauch am Montag 20. Juni 2016

Autorin: Kerstin Bruns

Immer mehr Bauherren ist bei der neuen Heizung wichtig, dass sie umweltfreundlich und sparsam im Betrieb ist. Diese Bestrebungen sind mit dem Erwerb einer Pelletheizung durchaus realisierbar, denn sie wird mit Biomasse beheizt und gew√§hrt die Unabh√§ngigkeit von den steigenden Preisen fossiler Brennstoffe wie √Ėl oder Gas. Voraussetzung f√ľr eine hohe Effizienz und Wirtschaftlichkeit ist eine bedarfsgerechte Dimensionierung der Anlage, der Erwerb des richtigen Zubeh√∂rs und die ordnungsgem√§√üe Lagerung des Brennstoffes. In unserem kompakten √úberblick erhalten Bauherren und Wohnungseigent√ľmer n√ľtzliche Infos f√ľr die Inbetriebnahme einer Pelletheizung.

Aufbau und Funktion eines Pelletkessels

Eine Pelletzentralheizung kann eine Gas- oder √Ėlzentralheizung komplett ersetzen. Durch die Zuf√ľhrung des Brennstoffes in den Kessel und dessen dortiger Verbrennung wird W√§rmeenergie freigesetzt. Die Umw√§lzpumpe transportiert die so erzeugte W√§rme durch das Rohrsystem bis zu den Heizk√∂rpern im Wohnraum. Bei einer Pelletzentralheizung bef√∂rdern F√∂rderschnecken oder Ansaugvorrichtungen die Pellets aus dem Lagerraum in den Brennstoffaum des Kessels. Ein Pelletofen verf√ľgt √ľber einen integrierten Pelletspeicher, der sich h√§ndisch bef√ľllen l√§sst.

Warum Zubehör wichtig ist

F√ľr eine effiziente Nutzung einer Pelletheizung empfiehlt es sich gerade bei einem geringen W√§rmebedarf einen Pufferspeicher anzuschaffen. Bei einer st√§ndigen Herauf- und Herunterschaltung der Kesselleistung entstehen zun√§chst hohe Stromkosten, die aus dem Antrieb des Hei√üluftgebl√§ses resultieren. Hinzu kommen erhebliche W√§rmeverluste, wenn der Kessel mehr Leistung erbringt als tats√§chlich zur Beheizung der R√§ume ben√∂tigt wird. Mit einem Pufferspeicher arbeitet die Pelletheizung auch im Vollbetrieb effizient und reduziert W√§rmeverluste zu gro√üen Teilen. So nimmt der Speicher den √ľbersch√ľssig produzierten Teil der W√§rme auf um ihn aufzubewahren und zu einem sp√§teren Zeitpunkt zur Verf√ľgung zu stellen. Das im Speicher vorhandene Heizwasser weist immer ein konstantes Temperaturniveau auf. Bei Bedarf k√∂nnen Bauherren dieses zur Beheizung der eigenen vier W√§nde nutzen. Pufferspeicher sind allerdings nicht in der Lage die erzeugte W√§rme unbegrenzt lang zu speichern. Denn selbst bei einer guten Isolierung des Speichers dringt die W√§rme nach einer gewissen Zeit nach au√üen.

Was ist beim Brennstoff zu beachten?

Pellets, die Sie in privaten Haushalten einsetzen, sollten die Normen DINplus und ENplus aufweisen. Sie geben Auskunft √ľber Gewicht, Ma√üe und L√§nge der kleinen Holzpresslinge. Demnach d√ľrfen sie 5 bis 6 Millimeter Durchmesser haben und 8 bis 30 Millimeter lang sein. Weiteres Qualit√§tsmerkmal ist die gerine Restfeuchte des Holzes, die bei ca. 10 Prozent liegt und den Heizwert von Pellets positiv beeinflusst. Dieser liegt bei etwa f√ľnf Kilowattstunden pro Kilogramm. Der Heizwert gibt an wie hoch die W√§rmemenge ausf√§llt, die bei der Verbrennung der Pellets entsteht. Der Aschegehalt zertifizierter Pellets liegt bei ca. 0,7 Prozent in Bezug auf die Trockensubstanz. Ein niedriger Wert ist dabei von Vorteil. Denn dieser zeigt, dass das Holz besser verbrennt und der Kessel w√§hrend der W√§rmeerzeugung bzw. des Verbrennungsvorgangs weitestgehend sauber bleibt. Mit der enstandenden Asche k√∂nnen Sie zudem Ihren Garten d√ľngen.

Die Experten von www.kesselheld.de beraten Sie gern rund um das Thema Pelletheizungen.

Welche Lagervarianten sind möglich?

F√ľr die Lagerung der Pellets sind verschiedene M√∂glichkeiten verf√ľgbar. Wichtig ist, dass Sie stets Wert auf trockene Orte legen, denn nasse Pellets quellen auf und sind unbrauchbar. Pr√ľfen Sie immer im Voraus welche Option der Lagerung in der eigenen Immobilie Sinn macht. Der Pelletkessel mit Wochenvorratsbeh√§lter wird h√§ndisch mit Sackware bef√ľllt. Diese l√§sst sich bei einem Pelletshersteller erwerben und problemlos auf Paletten in einem Gartenhaus oder im Kellerraum lagern. Sackware ist allerdings teurer als lose Ware. Aufgrund des geringen W√§rmebedarfs in Niedrigenergie- und Passivh√§usern stellen Pellets in Form von Sackware eine effiziente L√∂sung dar. Im schlecht ged√§mmten Altbau hingegen sind sie eher als Ersatz geeignet, auf den Sie im Notfalll zur√ľckgreifen k√∂nnen. Aufgrund des erh√∂hten W√§rmeverlustes und der daraus resultierenden h√∂heren Brennstoffbedarfs ist lose Ware zu bevorzugen, die in einem Tank, in einem Pelletsilo oder in einem daf√ľr vorgesehnen Lagerraum aufbewahrt wird.

Tipp: Je größer die Menge abgenommener Pellets ist, umso geringer fällt der zu entrichtende Preis aus.

Bauliche Voraussetzungen und Pelletkesselarten

Beim Umr√ľsten von einer √Ėl- auf eine Pelletzentralheizung wird Kellerarum f√ľr die Lagerung von Pellets frei. Zentralheizungen, dessen Betrieb mit Pellets erfolgt, erfordern somit mehr Platz als ein Pelletofen, der beispielsweise der Einzelraumbezeihung dient. Beachten Sie jedoch, dass Sie f√ľr den Betrieb eines Ofens einen entsprechenden Kaminanschluss ben√∂tigen. Zudem m√ľssen Kamin√∂fen die Stufe 1 der Bundesemissionsschutzverordnung einhalten. Sie wurde zum 1. Januar 2015 angepasst und regelt die Grenzwerte der Feinstaubbelastung f√ľr Kamine sowie f√ľr Kamin- und Kachel√∂fen. Akutell sieht die Verordnung einen Grenzwert von 150 Milligramm vor. Wasserf√ľhrende Pellet√∂fen verf√ľgen √ľber eine Wassertasche, die mit Ihrem Heizsystem verbunden ist. So k√∂nnen Sie wie bei der Zentralheizung mehrere R√§ume mit einem Ofen erw√§rmen. Es wird also gleichzeitig W√§rme f√ľr den Aufstellungsraum und und den Heizkreislauf zur Verf√ľgung gestellt. Pelletkessel lassen sich wie √Ėl- und Gasheizungen auch mit Brennwerttechnik betreiben. Bei dieser Technologie wird W√§rme genutzt, die im Wasserdampfkondensat enthalten ist und bei der Herunterk√ľhlung der Abgase im W√§rmetauscher entsteht. Bei einem herk√∂mmlichen Niedertemperaturkessel hingegen wird diese Abgasw√§rme ohne Wiederverwertung an die Umwelt abgegeben. Die Brennwerttechnik nutzt also nicht nur die W√§rme die vom Kessel bereitgestellt wird, sondern auch die recycelte W√§rme bei der Abgask√ľhlung. Aus diesen Grund erreicht der Pelletkessel gegen√ľber Niedertemperaturkesseln Wirkungsgrade von √ľber 100 Prozent.

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Wozu dient ein Raumentfeuchter?

Erstellt von Peter Rauch am Dienstag 14. Juni 2016

Die Bedeutung des Einsatzes von Raumentfeuchter nimmt immer mehr zu. Die ver√§nderten Wohnanspr√ľche und vor allem die gesetzlichen Forderungen an den W√§rmeschutz wirken sich auf das Raumklima aus. Die in den R√§umen durch das Kochen, Duschen, Zimmerpflanzen oder die durch unseren K√∂rper abgegebene Feuchtigkeit wird nicht mehr ausreichend schnell an die Au√üenluft abgegeben. Aber auch fr√ľher war die Luftfeuchtigkeit in den R√§umen nicht wesentlich niedriger als heute. Vielleicht war diese sogar h√∂her, da wesentlich mehr Personen auf der gleichen Fl√§che wohnten.
Nicht so dichte Fenster, sicherlich wurde auch mehr und l√§nger am Morgen und am Tag gel√ľftet, sorgten f√ľr einen ausreichenden Luftaustausch. Es wurde bei der h√∂heren Luftwechselzahl sowohl Feuchtigkeit als auch Schadstoffe hinaus gel√ľftet. Die Energiesparverordnungen fordern dichte und gut isolierte Fenster. Kondenswasser, welches sich im Winter an dem Einfachglas ansammelte, konnte weggewischt werden. Es war aber auch ein sicheres Zeichen f√ľr eine hohe Luftfeuchtigkeit und es wurde gel√ľftet. Heute nutzt man dies Erkenntnis f√ľr Sensoren, welche dem Bewohner anzeigen, dass er l√ľften sollte. Es werden k√ľnstliche W√§rmebr√ľcken in die Au√üenwand eingebaut. Nimmt hier die Feuchtigkeit stark zu, so wird ein Gefahrensignal gesendet. Wurden fr√ľher diffusionsoffene Wandkonstruktionen errichtet, wie Ziegel- oder Lehmw√§nde, so werden heute nicht mehr monolithische, sondern mehrschichtige Wandkonstruktionen errichtet. Durch den Wechsel der einzelnen Schichten k√∂nnen an den √úberg√§ngen sperrende Wirkungen f√ľr den Diffusionsstrom entstehen. Hinzu kommt, dass viele kunststoffmodifizierte Baustoffe zur Anwendung kommen. Besonders kritisch sind diese an den Wandoberfl√§chen. Hier wird der Feuchtigkeits√ľbergang behindert, z. B. Gipsputze oder Dispersionsfarben. Im Geb√§udeinnern wird die feuchtigkeitsausgleichende Wirkung reduziert, die Feuchtigkeitsspitzen werden nicht schnell genug abgebaut, die Adsorption gegen√ľber rein mineralischen Putzen bzw. Farben ist kleiner. Das Gleiche gilt auch f√ľr die Au√üenwandoberfl√§che. Hier soll aber die Feuchtigkeit aus der Wandoberfl√§che gut und schnell entweichen k√∂nnen. Im Winter wird nur ein verh√§ltnism√§√üig kleiner Teil an Feuchtigkeit durch die Wand gegen√ľber der wesentlich gr√∂√üeren Feuchtigkeitsmenge, welche durch das L√ľften nach au√üen gelangt, transportiert. W√§hrend der warmen Jahreszeit sieht dies jedoch anders aus. Kann die Wand im Winter nicht ausreichend abtrocknen, so nimmt die Feuchtigkeitsmenge im Wandquerschnitt langsam zu. Die Folge ist eine h√∂here W√§rmeleitf√§higkeit.

Was bedeutet die Feuchtigkeitszunahmen f√ľr den Bewohner?

Die wohnhygienische relative Luftfeuchtigkeit sollte etwa um 50 % liegen. Zu trockene Luft belastet die Schleimh√§ute. Sehr feuchte Luft beg√ľnstigt das Wachstum von Mikroorganismen, wie Bakterien und Pilze. Letzteres ist gerade im Sommer der Fall. Im Winter wird dies vorwiegend an kalten Wandoberfl√§chen durch eine Schimmelbildung deutlich. Besonders gef√§hrdet sind die Schlafzimmer, wenn zu wenig gel√ľftet wird. Sind die Schlafzimmer klein und die Fenster in der Nacht geschlossen, so steigt die Luftfeuchtigkeit stark an. Ein Teil der Feuchtigkeit wird durch die Bauh√ľlle und bedingt durch die Einrichtungsgegenst√§nde aufgenommen. Sp√§ter, wenn die Luftfeuchtigkeit durch ein ausreichendes L√ľften abgesenkt wurde, wird diese gespeicherte Feuchtigkeit wieder an die Raumluft abgegeben.

Auch wenn vorbildlich gel√ľftet wird, kann es vorkommen, dass die st√§ndige Luftfeuchtigkeit hoch bleibt. Das h√§ngt von der produzierten Feuchtigkeitsmenge, der Adsorptionsf√§higkeit der Wandoberfl√§che und der Raumgr√∂√üe ab. Besonders betroffen sind Wohnungen, wo sich ein Teil der Au√üenw√§nde unterhalb der Gel√§ndeoberfl√§che befindet oder Geb√§ude mit Natursteinw√§nden.

In diesem Fall hilft, wie bereits zum Anfang genannt, ein Raumentfeuchter.

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K√ľchenplanung

Erstellt von Peter Rauch am Donnerstag 9. Juni 2016

Jeder einzelne Raum in einem Haus bzw. in einer Wohnung hat eine bestimmte Funktion. Das Haus selbst hat eine Schutzfunktion vor der Witterung, gesundheitlichen Einfl√ľssen und vor Langfinger. Das Haus muss als so gebaut werden, dass starker Wind und Regen die Bauh√ľlle nicht sch√§digen. Neben den wichtigen bauphysikalischen Eigenschaften, wie Schallschutz oder W√§rmeschutz, sind die Eigenschaften der Baustoffe und Einrichtungsgegenst√§nde von Bedeutung. Sie m√ľssen best√§ndig sein und d√ľrfen keine Schadstoffe an die Raumluft abgeben. Lange Zeit wurden M√∂bel und Bauteile aus Spanplatten erstellt, welche Formaldehyd an die Raumluft abgeben. Das Bundesinstitut f√ľr Risikobewertung (BfR) kommt nach Auswertung neuer Studien zum Ergebnis, dass Formaldehyd eindeutig Krebs erzeugen kann. Sollten Sie noch √§lter M√∂bel aus Spanplatten in der Wohnung haben, so ist eine Raumluftanalyse sinnvoll. Vor allem sollten die R√§ume schadstofffrei sein, welche lange Zeit benutzt werden, wie zum Beispiel das Schlafzimmer oder das Kinderzimmer. Bei einem Flur oder einer Abstellkammer ist ein Austausch nicht so dringend.

Die Dauer der Benutzung einer K√ľche h√§ngt von deren Nutzung ab. Werden lediglich die Fr√ľhst√ľcksbrote gemacht oder gelegentlich nur kleine Gerichte in der Mikrowelle erw√§rmt, so werden an die K√ľchenm√∂bel nur geringe Anforderungen gestellt. Nicht an die Qualit√§t, sondern an die Ausstattung, welche dann auch den Preis bestimmt. In vielen Haushalten gibt es hochwertige und teure K√ľchen. Aller paar Wochen wird lediglich ein Ei gebraten. √úber den Sinn l√§sst sich streiten.
Dagegen werden ganz andere Anforderungen an die K√ľchenm√∂bel gestellt, wenn t√§glich f√ľr eine gro√üe Familie gekocht werden muss. Die K√ľchenarbeit wird durch eine Vielzahl an moderne Haushaltsger√§te erleichtert, welche sinnvoll in die K√ľchenm√∂bel integriert sind.
Gegenw√§rtig ist der Trend zu den amerikanischen K√ľchen. Ist das Wohnzimmer ausreichend gro√ü, so nimmt die K√ľche eine Ecke des Raums als selbstst√§ndige funktionelle Einheit ein. Optisch und funktional sind es zwei R√§ume, welche nicht durch eine Trennwand abgegrenzt sind.
Bevor eine neue K√ľche eingerichtet wird, sollte eine professionelle K√ľchenplanung, wie es zum Beispiel der
K√ľchenplaner in Hamburg anbietet, genutzt werden, um eine optimale Funktionalit√§t zu erhalten.

Aus meiner Kindheit kenne ich es noch. Das t√§gliche Familienleben fand in der K√ľche statt. Auch sp√§ter in 90iger in den Bauerh√§usern hielten sich die Bewohner vorwiegend in der K√ľche auf. Im Elsass war dies ebenfalls der Fall. Modern eingerichtete K√ľche mit Fernseher und bequemer Eckbank. Das Gleiche findet man auch heute noch in den ukrainischen Karpaten. Direkt vom Eingang kommt man in die Wohnk√ľche. Die Sommerk√ľche ist meistens etwas einfacher eingerichtet, da sie als Zweitk√ľche dient. Diese ist einem separaten kleineren Haus untergebracht. Von ihr kann man direkt in den Garten oder auf die Terrasse. Die Sommerk√ľchen gibt es in Bulgarien, in Transkarpatien und vereinzelt auch in Deutschland. Der praktische Nutzen besteht sicherlich darin, dass nicht soviel Schmutz in das Haus getragen wird. Durch die Bereitung der Speisen verschmutzen auch die W√§nde und M√∂bel relativ schnell, sodass aller 2 bis 3 Jahre eine Renovierung erforderlich ist.

Eine K√ľche sollte nicht nur praktisch sein, sondern sich auch optisch in die Wohnung einf√ľgen.

Essen mit viele Vitaminen

Wir w√ľnschen Ihnen eine guten Appetit mit gesunder Ern√§hrung.

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Stahlbau im Wohnungsbau

Erstellt von Peter Rauch am Freitag 3. Juni 2016

Historisch wurden die Geb√§ude vorwiegend aus Baustoffen errichtet, welche in der Natur vorkommen, wie Holz, Steine, Lehm oder Stroh. Im Verlauf der Zeit wurden die Baustoffe verarbeitet, wie die Herstellung von Ziegel oder Bindemittel. Besonders gute Eigenschaften haben die Ziegel in √Ągypten oder der R√∂mische Beton, welcher teilweise bereits 2000 Jahre h√§lt. Die Holzkonstruktion wurden mit unterschiedlichen Zimmermannverbindungen, wie Abplattung, Zapfen oder Holzn√§gel verbunden. Die Verarbeitung dieser Baustoffe ist arbeitsintensiv und l√§sst nur eine begrenzte Gestaltung zu. Gro√üe Geb√§ude bestehen aus dickem Mauerwerk und auch die Spannweiten der Decken oder Br√ľcken m√ľssen entsprechend massiv ausgef√ľhrt werden. Die massive Ausf√ľhrung hat nat√ľrlich auch Vorteile. Das ist die lange Haltbarkeit, gute Schalld√§mmung, teileweise gute D√§mmeigenschaften. Dem gegen√ľber stehen aber die sehr hohen Kosten bei der Herstellung und bei den laufenden Kosten f√ľr die Nutzung und Instandhaltung.

Moderne Baustoffe bieten preisg√ľnstigere Konstruktionsm√∂glichkeiten. Aus welchen Gr√ľnden immer, werden schlanke Mauerwerke aus Kalksandsteinen errichtet und mit dicken Styroporplatten beklebt. Statt gut d√§mmendes Ziegelmauerwerk herzustellen. Beton, besonders Stahlbeton l√§sst sich nicht mittelbar als √∂kologischen Baustoff einordnen, aber die lange Haltbarkeit und die hervorragenden Eigenschaften sind in vielen Anwendungsgebieten des Bauwesens den der nat√ľrlichen Baustoff weit √ľberlegen. Das sind zum Beispiel die gro√üen Bauh√∂hen, schlanke Konstruktion, hohe Zug- und Druckfestigkeit (Stahlbeton) und die hohe Feuchtigkeitsbest√§ndigkeit. Der Einsatz von Beton ist auch dort sinnvoll, wo die Haltbarkeit von nat√ľrlichen Baustoffen aufgrund der Witterung und Bodenfeuchtigkeit zeitlich begrenzt ist.

Weiterer Baustoffe sind Metalle, welche heute im Bauwesen nicht mehr wegzudenken sind. Das sind Fensterrahmen oder Fassadenverkleidung aus Aluminium, Blechabdeckungen am Dach, Fensterb√§nke, Dachentw√§sserung usw. aus Kupfer- oder Zinkblech. Ebenso in der gesamten Sanit√§r-, Heiz- und L√ľftungstechnik finden verschiedene Metalle aber auch Edelmetalle Anwendung.
Stahl hat aufgrund seiner hohen Festigkeit ein sehr breites Anwendungsfeld. Das Bew√§hrungseisen im Beton verleiht dem Stahlbeton die hohe Zugfestigkeit. Beton allein nimmt nur Druckfestigkeit auf. Der Anwendungsbereich w√§re so nur auf wenige Bereiche begrenzt. Spezialbeton besteht aus Stahlfasern, Glasfasern, Textilfaser oder anderen hochwertigen Fasern. Die Vorteile bestehen in der d√ľnnwandigen aber auch hochfesten Eigenschaft dieses Baustoffs.

Das Anwendungsgebiet von Stahl, ob Stahlbleche oder Stahlprofile im Wohnungsbau ist nahezu unbegrenzt. Hierzu zählen Geländer, Treppen, Stahlträger, Verkleidungen, Profile im Trockenbau und vieles mehr.

Stahlgeländer bei einem Balkon

Das Problem von Eisen ist seine geringe Korrosionsbest√§ndigkeit. Daher sind Beschichtungen erforderlich, welche den Stahl vor der jeweiligen klimatischen Beanspruchung sch√ľtzen. Die bekanntesten Schutzma√ünamen sind spezielle Farben oder Feuerverzinkung. Bei besonderen Anforderungen kommt Edelstahl zur Anwendung. Letzter ist nat√ľrlich von den Anschaffungskosten h√∂her. Ist jedoch ein st√§ndiger Korrosionsschutz erforderlich, so k√∂nnen langfristig h√∂here Kosten auftreten als bei der Verwendung von Edelstahl. Besonders bei Konstruktion im Au√üenbereich ist auf einen konstruktiven Korrosionsschutz zu achten. Das ist die Vermeidung von Ecken, wo sich Staub und Wasser ablagern k√∂nnen.

Der Metallbau, wie zum Beispiel die Firma H&H Eisen M√ľller GmbH & Co. KG erm√∂glicht vielf√§ltige spezielle Konstruktionen aus Metall. Das k√∂nnen Balkons, Gel√§nder f√ľr Balkons, Treppen, Treppengel√§nder, Metallz√§une, Tore oder T√ľren sein. Das sind Bauteile, welche nur in wenigen F√§llen als standardisierte Bauteile angeboten werden. Sie sollen ja auch in die vorhandene Bausubstanz passen und auch gleichzeitig diese optisch versch√∂nern. Es kommt nicht nur auf eine korrekte Verarbeitung der Metallteile an, sondern die Gr√∂√üe und Form muss zum Baustil des Geb√§udes passen und so den Wert des Geb√§udes erh√∂hen. Es kann aber auch der umgekehrte Fall eintreten, wenn die Metalltreppe „st√ľmperhaft“ zusammengebaut und eine unpassende Form gew√§hlt wurde.

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Wann sind Entfeuchtungsgeräte zu verwenden?

Erstellt von Peter Rauch am Montag 25. April 2016

Eine der gegenw√§rtigen sehr verbreiteten Probleme ist die h√∂here Luftfeuchtigkeit in den Wohnungen. Mit den immer strengeren Anforderungen an den W√§rmeschutz werden die Geb√§ude immer dichter. Ein gut funktionierendes Geb√§ude muss immer ausreichend Feuchtigkeit abgeben k√∂nnen. Der √ľberwiegende Feuchtigkeitsaustausch erfolgt √ľber das L√ľften, also √ľber das Fenster, oder mithilfe einer L√ľftungsanlage. Die neuen Fenster mit den Lippendichtungen sind so dicht, dass nur sehr wenig Luft unkontrolliert entweicht. √Ąltere Fenster waren nicht so dicht und so erfolgte auch bei geschlossenem Fenster fast immer ein ausreichender Luftaustausch mit entsprechender Reduzierung der Luftfeuchtigkeit in den R√§umen. Heute m√ľssen die Fenster mehrere Male am Tag kurze Zeit ge√∂ffnet werden. Nur so kann die relative Luftfeuchte in den R√§umen auf einem Niveau gehalten werden, ohne dass Feuchtesch√§den mit Schimmelpilzbildung entstehen. Bei den neuen Fenstern gibt hier einen kleinen Trick, um die Fugendichtheit zu reduzieren und so einen etwas h√∂heren Luftaustausch zu erreichen. Der Fenstergriff wird beim Schlie√üen nicht ganz nach unten gedr√ľckt, sondern bleibt etwas schr√§g. Dadurch wird die Lippendichtung nicht so angepresst und ist etwas weniger dicht.

Unabh√§ngig davon gibt es aber R√§ume, wo die Luftfeuchtigkeit trotz gutem L√ľftungsverhalten der Bewohner relativ hoch bleibt. Das k√∂nnen zum Beispiel innen liegende B√§der ohne Fenster sein oder zu kleine Schlafzimmer. Die Praxis hat immer wieder gezeigt, dass man mit Luftentfeuchtungsger√§te die Luftfeuchtigkeit in den R√§umen verringern kann.

Grundsätzlich sind diese Geräte nicht geeignet, feuchte Keller trockenzulegen. In diesem Fall sind erst einmal die Ursachen der hohen Feuchtigkeit im Mauerwerk zu ermitteln. Tritt die Feuchtigkeit von außen ein, so ist ein geeignetes vertikales oder und horizontales Abdichtungsverfahren auszuwählen und anzuwenden. Erst nach dem keine Feuchtigkeit mehr eindringt, kann mit einem Trocknungsgerät die Restfeuchte beseitigt werden.
Ist die Ursache eine Kondenswasserbildung, warme Luft kondensiert an der k√ľhleren Kellerwandoberfl√§che, so ist der Einsatz eines Trocknungsger√§tes f√ľr einzelne R√§ume machbar. Es beseitigt nicht die Ursache, reduziert jedoch die Luftfeuchte. Es ist auch preiswerter als eine sensorgesteuerte L√ľftung. Die Anwendung einer sensorgesteuerten L√ľftung ist zum Beispiel f√ľr die Trocknung eines gr√∂√üeren Kellerkomplex, Archive oder Geb√§ude mit massivem Mauerwerk (Schlossanlagen) sinnvoll. F√ľr die Trocknung werden energiesparend die Enthalpieunterschiede der Innen- und Au√üenluft genutzt.

Beispiel aus der Praxis f√ľr die Anwendung von Luftentfeuchtungsger√§te

Bei einer Bekannten traten bei einer Wohnung immer wieder Schimmelsch√§den auf. Nach den ein Luftentfeuchtungsger√§t in dem betreffenden Raum aufgestellt wurde, konnte das Problem gel√∂st werden. Ein anderes Beispiel sind die Wohnwagen von Dauercamper. Im Winter werden diese in der Regel nicht benutzt und sind verschlossen. √úber den Winter treten zwar keine sehr gro√üen Schimmelprobleme wegen fehlender L√ľftung auf, aber es riecht muffig und kleine Schimmelflecke sind vorhanden. Wird im Herbst ein kleiner Luftentfeuchter mit Granulat aufgestellt, so ist im Fr√ľhjahr alles trocken und in Ordnung.
Auf dem Markt werden f√ľr die Raumtrocknung elektrische Entfeuchtungsger√§te aber auch Raumluftentfeuchter mit Granulat angeboten. Welches Ger√§t optimal f√ľr den jeweiligen Raum geeignet ist, k√∂nnen Sie im Luftentfeuchter Test erfahren.

Hohe relative Luftfeuchte durch unzureichende Temperierung

Eine weitere Ursache der hohen Luftfeuchte ist eine unzureichende Temperierung der R√§ume. Die Raumlufttemperatur sollte immer h√∂her als die der Au√üenlufttemperatur sein. Je niedriger die Lufttemperatur ist, so weniger Feuchtigkeit nimmt die Luft auf. Je gr√∂√üer die Differenz der absoluten Luftfeuchte ist, so schneller erfolgt ein Luftwechsel und damit auch eine Reduzierung der Luftfeuchte in den R√§umen. Zu beachten ist: Im Sommer kann man bei schw√ľlwarmen Tagen Feuchtigkeit in die R√§ume hineinl√ľften.
Durch die in den letzten Jahren stark angestiegenen Energiepreise wird auch weniger geheizt. Die Temperatur der Raumluft ist somit geringer. Wie bereits gesagt, nimmt diese weniger Feuchtigkeit auf und die relative Luftfeuchte steigt an. Kommt diese „feuchtere“ Luft dann noch mit einer k√ľhleren Wandoberfl√§che in Ber√ľhrung, so taut unter ung√ľnstigen Bedingungen das Wasser aus. An dieser Stelle wird die Wand feucht und es bildet sich Schimmel.
Bei feuchten R√§umen ist auch das Heizverhalten als m√∂gliche Ursache zu erkunden. Eine Kombination mit einer ver√§nderten Heizung, z. B. Randleistenheizung oder Fu√übodenheizung kann das Feuchteproblem langfristig gel√∂st werden. Ein Trocknungsger√§t unterst√ľtzt den Vorgang.

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