Das Haus renovieren

Archiv für Juli, 2014

Mit neuer Heizanlage Energiekosten sparen

Erstellt von Peter Rauch am 31. Juli 2014

Unter der irreführenden Bezeichnung “Erneuerbare Energien” wird vorsätzlich die deutsche Bevölkerung getäuscht. Laut dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik gibt es keine erneuerbaren Energien. Ziel dieser Täuschung ist die heimliche Anwendung der Energieeinspargesetze und -verordnungen, wie EEWärmeG, das EnEG, die BImSchV und die Heizkostenverordnung. Diese werden schrittweise immer mehr verschärft. Wer gegen die verschärften Auflagen zur Energieeinsparung verstößt, muss mit strengen Geldbußen rechnen. Ziel dieser angeblichen Klimarettungsmaßnahmen ist es weniger unsere kostbare Umwelt zu schützen, sondern zusätzliche Finanzierungsquellen für den Staat zu schaffen. Aber auch bestimmte Unternehmen profitieren von diesem neuen Industriezweig. So erklärt Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im letzten Jahr gegenüber der Huffington Post, dass die deutschen Wirtschaft durch die Maßnahmen zum Klimaschutz über 45 Milliarden Euro erwirtschafteten, also mehr als die Pharmaindustrie. Eine unmittelbare Folge des staatlichen Eingriffs in den Wirtschaftsprozess durch Subvention, welche die Bundesbürger durch die EEG erbringen müssen, ist die immer unrentablere Stromproduktion der Kraftwerke. Nicht, weil diese unrentabel sind, sondern weil diese während Erzeugung von Wind- oder Solarstroms abgeschalten bzw. im unteren Leistungsbereich betrieben werden und bei Windstille einspringen müssen. Bei Eon werden so zwischen 2011 bis 2015 11.000 Mitarbeiter, bei RWE bis 2016 6750 Stellen und bei EnBW bis 2014 rund 1300 Angestellte ihren Job verlieren.

Ziel dieser angeblichen Klimarettungsmaßnahmen ist es weniger unsere kostbare Umwelt zu schützen, sondern zusätzliche Finanzierungsquellen für den Staat zu schaffen. Nach den Berechnungen des Eduard Pestel Institut in Hannover fließen pro 1 Euro Investition, welche für die „Gebäudesanierung“ ausgegeben wird, immerhin 54 Cent zusätzliche Steuereinnahmen und Sozialabgaben in die Kassen der staatlicher Versicherungen. Auch aus dieser Sicht sollte Sie nur sinnvoll in Ihre Gebäudesanierung investieren. Genau dort hin, wo eine hohe Wirtschaftlichkeit gegeben ist. So bringt bei einer ausreichend massiven Außenwand eine nachträgliche Wärmedämmung nur wenig oder sogar nichts. Siehe hierzu den letzten Abschnitt des Beitrags „Dämmen wir die Häuser oder die Dämmung?“ Ebenso ist der Austausch funktionstüchtiger Kastenfenster durch Isolierverglasung zu überlegen. Eine Jalousie oder Fensterläden bringen eine erhebliche Verbesserung. Es besteht hier auch nicht die Gefahr, dass auf einmal das Kondenswasser im Winter nicht mehr an der Fensterscheibe, sondern an der Wandfläche entsteht und zur Schimmelbildung führt.

Setzen Sie auf Nachhaltigkeit. Das ist zum Beispiel der Austausch älterer uneffektiver Heizanlagen mit geringem Wirkungsgrad. Bei den ständig steigenden Energiekosten ist das eine der wichtigsten Sanierungsmaßnahmen. Natürlich sollte man auch dafür sorgen, dass die Wärme nicht über Fugen und Ritze unkontrolliert aus dem Haus entweicht. Wobei das Haus aus Feuchte technischer und hygienischer Sicht nicht vollständig abgedichtet werden darf. Ein Mindestluftaustausch sollte vorhanden sein.

Heizungsanlage
Bild stammt von dem Artikel Welche Heizanlage wählen? von 1994

Koppelt man die Wärmegewinnung noch mit einer Solaranlage auf dem südlichen Hausdach, so kann man langfristig viel Energieträger, wie zum Beispiel Gas, Öl oder Pellets, sparen. Solaranlagen haben aber auch den Vorteil, dass sie in der Übergangszeit genügend Wärme liefern, welche in einem Wärmespeicher gespeichert wird und bei Bedarf zur Verfügung steht. Ist dieser ausreichend dimensioniert, so können auch bei kühleren Sommertagen die Räume erwärmt werden, ohne dass die Heizung in Betrieb genommen werden muss. Das erfordert aber auch eine dezentrale Warmwassererzeugung bzw. einen entsprechenden zweiten Warmwasserkreislauf. Muss zum Beispiele die Heizanlage nur wegen der Warmwasserbereitstellung das ganze Jahr betrieben werden, so können zusätzlich hohe Energiekosten auftreten. Auch eine moderne Heizanlage arbeitet nur im dauerhaften Lastbereich wirtschaftlich. Das folgende Beispiel ist zwar nicht ganz korrekt aber verbildlicht das Problem. Sie fahren mit dem Auto durch die Stadt. An jeder Ampel und im Stau müssen Sie stehen und wieder beschleunigen. Der Benzinverbrauch steigt je nach Situation stark an.

Solaranlage auf einem Hausdach in Midoun.
Die Solaranlagen auf dem Hausdach dient zur Warmwasserbereitung.
(Midoun in Tunesien)

Ebenso sollte man an eine zweite stromunabhängige Heizung denken, wie zum Beispiel ein Kaminofen. Die Strahlungswärme ist sehr angenehm. Auch hier kann schnell an kühleren Tagen im Sommerhalbjahr eine behagliche Raumtemperatur geschaffen werden, ohne die Heizanlage für das gesamte Haus zu betreiben.

Diese zusätzliche Heizung hat aber auch eine strategische Bedeutung. Bei der gegenwärtigen Sanktionspolitik der Bundesregierung und der großen Energieabhängigkeit vom Ausland kann es sehr schnell zum Engpass von ausreichendem Brennstoffangebot kommen. Mangel bedeutet aber auch ein explosionsartiger Anstieg der Lieferpreise der Energieträger, egal ob aus Norwegen oder dem arabischen Raum. Siehe hier den Artikel „Russland kann länger durchhalten als der Westen„.

Nach dem überhasteten Abschalten der deutschen Atomkraftwerke, welche zu den sichersten der Welt gehören, und der überdimensionierten Ausbreitung der regenerativen Energieerzeugungsanlagen steht auch die Versorgung mit elektrischem Strom auf wackligen Füßen. Bei vorübergehendem Mangel an Wind und Sonnenschein müssen sogenannte Schattenkraftwerke einspringen. Diese zusätzlichen Kraftwerke werden mit Gas betrieben. Da nur diese Technologie ausreichend schnell auf Stromschwankungen reagieren kann. Kohlekraftwerke brauchen dagegen mehrere Stunden, bis sie die volle Leistung bringen.

Alle unseren modernen Heizanlagen in den Haushalten oder in den Bürogebäuden funktionieren nur mit Strom. Der Strom wird benötigt für die Pumpen für den Zirkulationsprozess, für die Computer und für den Reglungsprozess. Das seit vielen Jahren in der Bundesrepublik propagierte moderne schadstoffarme Heizsystem kann bereits im kommenden Winter versagen. Die überwiegende Mehrheit der Heizungsanlagen in den deutschen Haushalten ist für eine solche Notsituation nicht geeignet.

Glücklich sind diejenigen Hauseigentümer und Mieter, welche noch eine unabhängige Heizung (Ofen oder Kamin) haben. Alle anderen sollten ihre Heizanlage darauf überprüfen, inwieweit sich schnell und unkompliziert der Heizkessel mit einem anderen Brennstoff versorgen lässt oder wie die Heizung wenigsten in Grundlast bei Stromausfall betreiben lässt. Hier zu sind entsprechende Fachleute gefragt, die die mögliche künftige Situation verstehen und auch eine technisch einwandfreie Lösung anbieten können.

Natürlich kann man diese Maßnahmen nicht gleich aus der Portokasse bezahlen. Selbst ein Kaminofen kostet bereits 2000 Euro. Hier ist dann schon eine solide Finanzierung mit einem Kredit und guten Konditionen erforderlich.

Wir selbst haben schon immer zwei vollständig getrennte Wärmeerzeuger. Bei Stromausfall und Öl- bzw. Gasmangel brauchen wir nicht in der kalten Stube sitzen.

Hier noch ein Video, wie ein interessanter Ofen gebaut wird.

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GoGreen: Wann ist ein Haus ein Ökohaus?

Erstellt von Peter Rauch am 24. Juli 2014

Die Entwicklungen in der Natur und der Umwelt haben wieder zu einem verstärkten gesellschaftlichen Interesse geführt. Und so spielt die Erhaltung natürlicher Ressourcen auch im Bereich Hausbau zunehmend eine wichtige Rolle. Wer einen persönlichen Beitrag zum nachhaltigen Bauen leisten möchte, sollte ein Ökohaus in Erwägung ziehen. Wann aber ist ein Haus ein Ökohaus? Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein?

Ökohaus – Was ist das?

Für das Ökohaus gibt es keine einheitliche Definition. Wichtig ist es aber, ein Ökohaus nicht mit einem Energiesparhaus zu verwechseln. Es geht zwar auch beim Ökohaus darum, energieeffizient zu wohnen, der Knackpunkt des Ökohauses jedoch besteht im ausschließlichen Einsatz natürlicher Baustoffe beim gesamten Hausbau. Möchte man ein Haus, das durch und durch ökologisch ist, sollte man sich jedoch schon bei der Grundstückswahl Gedanken zur Nachhaltigkeit machen und eine starke Landschaftsumgestaltungen vermeiden. Eine Optimierung der Gebäudearchitektur ist ebenfalls ökologisch sinnvoll. So ist es vorteilhaft, wenn ein günstiges Verhältnis der Grundfläche zur Nutzfläche besteht und kein Platz verschwendet wird.

Lehmhaus in den ukrainischen Karpaten

In Zakarpats’ka (Ukraine) sind viele Lehmhäuser aus Lehmsteinen mit einer Mauerstärke von über 40 cm anzutreffen. Dieses Lehmhaus in Velyka Byihan wurde 1975 errichtet.

Mit Naturbaustoffen zum Ökohaus

Möchte man ein Ökohaus bauen, sollten ausschließlich schadstoffarme und dauerhafte Naturbaustoffe wie Lehm, Ziegel, Holz oder Stroh verwendet werden. Es ist wichtig, beim ökologischen Bauen jedes verwendete Produkt kritisch auf seine ökologischen Eigenschaften zu prüfen. Das gilt auch für die Dämmstoffe. Natürliche Dämmstoffe bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, wie zum Beispiel Holzfasern, Flachsfasern, Schafswolle, Stroh oder Cellulose. Das Anbringen einer Wärmedämmung bei einer energetisch schlechten Außenwand bzw. Decke sorgt außerdem für ein verbessertes Raumklima – an kalten wie an warmen Tagen.

Ökologisch bauen vom Keller bis zum Dach

Unterstützt wird diese ökologische Raumausstattung durch passende Fenster. Es sollte vorzugsweise darauf geachtet werden, dass eine natürliche Belichtung und Belüftung gegeben ist. Das heißt, innenliegende Räume sollten vermieden und Fensterflächen bevorzugt werden. Um ökologisch korrekt zu bauen, sollten für die Gestaltung des Ökohauses ebenfalls Naturfarben sowie Klebstoffe und Lacke auf Pflanzenbasis und ohne Lösungsmittel verwendet werden. Auch beim Thema Bodenbelag kann man ökologisch handeln: Kork, Massivholzdecken, Holzparkett und Linoleum sind robust und eigenen sich dennoch als ökologisch wertvolle Böden.

Ökohaus: Durch und durch grün

Deutsche Ökohäuser gewinnen ihren benötigten Strom oftmals mittels Solarenergie. So wird auch für die Warmwassererzeugung Sonnenenergie verwendet. Bei Bedarf wird diese Energiequelle noch durch alternative Heizsysteme ergänzt. Ökohäuser werden außerdem oft mit einem Flachdach versehen. Auf diese Weise wird eine zusätzliche Grünfläche geschaffen. Ökohäuser zeichnen sich generell dadurch aus, dass ihre Außen- und Innenflächen sowie ihre Umgebung besonders grün gestaltet sind. Eine Pflanzenkläranlage ist ebenfalls äußerst ökologisch: Die anfallende Biomasse kann als Dünger im eigenen Garten genutzt werden. Mülltrennung sollte insbesondere, aber nicht nur in Ökohäusern eine selbstverständliche Vorgehensweise sein.

Nachhaltiges Bauen bis ins Detail

In einem Ökohaus kann sich auch durch eine Wiederverwendung des Wassers als brauchbar erweisen. Das sogenannte „Grauwasser“ aus Badewanne, Dusche und Waschmaschine wird aufgefangen und für die Toilettenspülung wiederverwendet. Es ist ebenfalls möglich, Regenwasser zum Wäschewaschen zu nutzen. Die wichtigsten Merkmale eines Ökohauses nochmal im Überblick:

  • Verwendung von natürlichen Baustoffen und Materialien im gesamten Hausbau
  • Kurze Transportwege
  • Anbringen effizienter Natur-Dämmstoffe
  • Mehrfache Isolierung der Fenster
  • Verwendung erneuerbarer Energien wie Sonnenkraft und biologische Brennstoffe
  • Dachbegrünung
  • Nachhaltige Wassernutzung
  • Vorrichtungen zur Mülltrennung

Ein Ökohaus bauen bedeutet also zukunftsorientiertes Bauen. Das Eigenheim soll sich in den natürlichen Stoffkreislauf eingliedern und der Umwelt keinen Schaden anrichten. Auf haus-xxl.de kann sich jeder Bauinteressent umfassend über verschiedene Ausführungen von Ökohäusern informieren und schon bald nachhaltig wohnen.

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Der alternative Stromvergleich

Erstellt von Peter Rauch am 7. Juli 2014

Der wichtigste Energieträger in der heutigen Zeit ist der Strom. Ohne Strom gibt es kein Wasser, in den Krankhäusern könne keine bzw. nur eingeschränkt Operationen mehr durchgeführt werden. Teile des öffentlichen Verkehrs (Eisenbahn, Straßenbahn) funktionieren nicht. Banken und Supermärkte sind geschossen, da kein Computer, keine Kassen und Automaten nicht funktionieren. Kein Benzin mehr an der Zapfstelle, die Leute stecken im Fahrstuhl fest. In den Gebäuden funktionieren die Lüftungs-, Klima- und Heizanlagen nicht. Noch nie in der menschlichen Geschichte war die Abhängigkeit von Strom so groß. Selbst das Handy funktioniert nicht mehr, da die Sendemasten am öffentlichen Stromnetz hängen. Sicherlich habe ich noch einiges Wichtige vergessen. Es zeugt von einem erheblich Bildungsmangel und Naivität einiger Bürger, bei denen die Stromlieferung an der heimischen Steckdose endet.

Die Stromkosten

Nach Ansichten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer ISE werden „bis 2030 die Stromgestehungskosten für Photovoltaik auf 0,06 bis 0,09 Euro/kWh sinken. Damit können selbst kleine dachinstallierte PV-Anlagen mit Onshore-Wind und den gestiegenen Stromgestehungskosten von Braunkohle-, Steinkohle- und GuD-Kraftwerken konkurrieren„, so Prof. Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer ISE.
Im Dezember 2013 betrugen die Stromgestehungskosten von Braunkohle bei 0,053 Euro/kWh, bei Steinkohle 0,080 Euro/kWh und von Gas- und Dampfkraftwerken 0,098 Euro/kWh. [1] Studien werden im Auftrag geben und sollte daher den Vorstellungen des Auftraggebers entsprechen.
Dem gegenübersteht eine DENA-Studie, in dieser wird bestätigt: „Erneuerbare“ werden einfach nicht marktfähig! [2]

Auch wenn der Anteil des Stroms aus regenerativen Quellen im Jahr 2025 auf 40 bis 45 Prozent und im Jahr 2035 auf bereits 55 bis 60 Prozent erhöht wird, so steht diese Energieerzeugung nur bei Sonnenschein und Wind zur Verfügung.
Am 17.07.2014 um 09:45 meldet die EEX eine Einspeiseleistung der Windenergie von 24 MW. Deutschlandweit stehen eine installierte Leistung von 34896 MW zur Verfügung. Das entspricht einem Leistungsäquivalent von 0,069%. Dies war nicht das erste Mal in diesem Jahr.
Zusätzlich sind Schattenkraftwerke erforderlich, die bei Windmangel oder fehlendem Sonnenschein kurzfristig einspringen müssen und eine kontinuierliche Strombereitstellung zu gewährleisten. Es muss also nicht nur ein Kraftwerk, sondern zwei errichtet werden. Eins für regenerative und eins für konventionelle Energiequellen.
Ob diese Tatsche bei der Studie des Fraunhofer ISE berücksichtigt wurde, ist mir nicht bekannt.
Bei Fotovoltaik werden nur 700 und bei Wind 1200 bis 1400 Volllaststunden erreicht.
Da die gasbetriebenen Schattenkraftwerke im unteren unwirtschaftlichen Bereich betrieben werden müssen und bei Windstille oder nach dem Sonnenuntergang auf ihre vorgesehenen Leistungen hochgefahren werden müssen.
Ebenso wird bereits heute teilweise zu viel Strom aus Wind oder Solarstrahlung erzeugt, welcher nicht gebraucht wird. Dieser Strom wird dann sehr billig an das Ausland verkauft. Der Bundesbürger trägt nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) die Kosten.

Am 15. 6. 2013 erfolgte zum Beispiel die höchste Wind- und Solarstromeinspeisung mit 27.558 MW. Das entspricht 43,4 % der gesamten installierten Leistung von rd. 31 GW Windenergieanlagen und 34 GW Solaranlagen. Am Tag erfolgt somit ein Export von Strom in das Ausland und in der Nacht muss Strom importiert werden.

Der Bundesbürger kann gegen den Anstieg der Stromkosten nur wenig machen. Er kann lediglich mit diesem 3 in 1 Stromvergleich durchführen und so seine Jahresrechnung etwas reduzieren und eventuell Strom sparen.

Betrachtet man die vom Bundesverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft veröffentliche Grafik zum Energiekostenanstieg, speziell die Gesamtbelastung des Strompreises durch Steuern und Abgaben, so langen diese noch 1998 bei 2,3 Mrd. Euro ohne MwSt. 2009 bei 14,3 Mrd. Euro und 2013 bei 31,6 Mrd. Euro. Hat sich die Konzessionsabgabe kaum verändert, so ist die 1999 eingeführte Stromsteuer bis 2003 auf 6,6 Mrd. Euro angestiegen und sich seit dieser Zeit nur wenig auf 7 Mrd. Euro verändert. Die absolut höchste Belastung erfolgt durch die EEG-Abgabe. 2000 betrug diese noch 0,90 Mrd. Euro so stieg diese bis 2009 auf 5,27, 2011 auf 14,11, und 2013 auf 20,36 Mrd. Euro. Der Aufschlag für Kraft-Wärme-Kopplung, Offshorehaftungsumlage und Netzumlage mit 2,07 Mrd. Euro, welche im letzten Jahr hinzukamen, fallen da kaum ins Gewicht. [3] Der treibende Kostenfaktor ist das EEG. Vereinfacht ausgedrückt ist das EEG eine Umverteilung der Kosten von den Besitzlosen zu den Eigentümern der Solaranlagen und Windparkbetreiber über die Stromkosten. Die Besitzlosen finanzieren diese Anlagen.

Laut vorliegenden Unterlagen erzielten 2013 die 4 die privaten Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW, Amprion, Tennet und 50Hertz erzielten 2013 einen Überschuss aus den EEG-Umlagen von 2, 465 Mrd. Euro.

Umlagen sind kostenneutral und dürfen daher nicht mehr Einnahmen erzielt als Ausgaben gegenüberstehen. Dieser erwirtschafte Überschuss ist nicht zulässig. Bei der Umlage handelt es sich um einen „echten Zuschuss„, welcher umsatzsteuerbefreit sein müsste. Der Staat verdient an dieser Abzocke der Bürger ordentlich in Milliardenhöhe mit. [4]

Im Haushalt Energie sparen

Eine weitere wichtige Maßnahme zum Energiesparen ist der wirtschaftliche Umgang. Von der Sache ist es jedem Verbraucher selbst überlassen, wie viel Strom er benötigt. Aber die EU ist davon überzeugt, dass der Bürger dies nicht allen kann. Daher wurde durch Brüssel das Glühbirnenverbot ausgesprochen. Bei Lampen, die den ganzen Tag leuchten, ist das sicherlich sinnvoll. Bei einer Treppenhausbeleuchtung, die eine Minute leuchtet und ständig aus und eingeht dagegen wirtschaftlich unsinnig. Dazu mehr im Artikel „Warum ist die Planung einer Beleuchtung und die physiologische Farbwirkung wichtig?
Als Nächstes kommt der Staubsauger dran. Die Leistungsaufnahme soll erheblich reduziert werden. Die Sauleistung sinkt und der Arbeitsaufwand für das Reinigen des Teppichs steigt stark an. Sicherlich geht Brüssel davon aus, dass die Frauen nur zu Hause herumsitzen und nicht weiter zu tun haben.

Dagegen kann jeder in seinem Haushalt auch ohne gesetzliche Aufforderung Strom sparen. Ältere Kühlschränke und andere Haushaltgeräte benötigen etwas mehr als neue. Wird ein Raum nicht genutzt, dann ist das Ausschalten des Lichts eine Selbstverständlichkeit.

Es gibt sicherlich noch viele Möglichkeiten sinnvoll im eigenen Haushalt Strom zu sparen, begeben Sie sich auf eine Entdeckungsreise durch die Wohnung. Nicht nur die Glühbirnen bzw. jetzt Energiesparlampen benötigen Strom.

Peter Rauch Ph.D.

Quelle:
[1] Was kostet die Umwandlung von erneuerbaren Energien in Strom? www.dashoefer.de/Online-Angebote/
[2] Neue DENA Studie bestätigt: „Erneuerbare“ werden einfach nicht marktfähig! www.eike-klima-energie.eu/
[3] Prof. Dr. H Alt; Stromkosten Deutschland, FH AKE\Hilfb 152 Stromkosten Deutschland EEG 18.06.2013.doc
[4] EEG-Umlage spült Milliarden Euro in die Kassen Care-Energy analysiert www.presseportal.de

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