Altbausanierung und Energiepolitik

Archiv für September, 2015

Raumausstattung von Seminarräumen und Bildungseinrichtungen

Erstellt von Peter Rauch am 28. September 2015

Um die aktuellen Tagesanforderungen gerecht zu werden, ist eine lebenslange Weiterbildung erforderlich. Bereits in der Kita lernen die Kinder beim Basteln, Malen oder Singen. Damit die Kinder auch richtig bei der Sache sind, werden kindgerechte Möbel in den jeweiligen Tageseinrichtungen und auch in der Schule benötigt. Gerade in der Schule ist das lange Sitzen anstrengend. Die Stühle, Tische und die anderen Einrichtungsgegenstände müssen der jeweiligen Körpergröße der Kinder entsprechen. Jede Schule hat auch etwas andere Anforderungen, wie Farbgestaltung, Stil der Raumgestaltung usw. Für eine optimale Raumausstattung von Seminarräumen sind entsprechende Raumkonzeptionen erforderlich. Das gilt auch für Schüler im jugendlichen Alter und vor allem auch bei Seminaren und Weiterbildungsveranstaltungen im erwachsenen Alter.

Das Lernen soll Freude machen. Je besser die Raumgestaltung und die raumklimatischen Bedingungen sind, um so bessere Erfolge werden beim Lernen erzielt.
Ein wesentlicher Faktor ist die Farbgestaltung, die dazu passende Raumausstattung, viel Tageslicht, frische Luft und ein angenehmes Raumklima.

Jeder Bildungsträger stellt an die Ausstattung der Seminar- bzw. Schulungsräume unterschiedliche Anforderungen. Dies hängt einmal davon ab, welche Zielgruppe weiter- oder ausgebildet werden soll und von der räumlichen Voraussetzung des Bildungsträgers.
In der Erwachsenenbildung werden andere Anforderungen an die Raumausstattung mit Möbeln gestellt als bei Räumen, welche vorwiegend für die Kinder gedacht sind. ass.de ist zum Beispiel ein professioneller Einrichter, welcher sich auf die Erarbeitung von speziellen Raumkonzeptionen für Bildungseinrichtungen spezialisiert hat.

Bei der Ausstattung der Schulungsräume sind verschiedene gesetzliche Vorschriften und Verordnungen zu erfüllen. Besonders sind die Anforderungen an den Brandschutz einzuhalten. Die Räume können allso nicht vollständig mit Möbel vollgestellt werden. Es müssen bestimmte Abstandflächen eingehalten und die entsprechenden Fluchtwege im Brandfall gegeben sein sowie Rauchmelder, eventuell Brandschutztüren usw. vorhanden sein. In der Betriebsstättenverordnung werden viele Anforderungen an Arbeitsräume, Speisesäle, Treppen oder Flure geregelt. Analog gilt dies auch für Schulen aber mit noch strengeren Reglungen. Daher ist es wichtig, dass sich jemand richtig mit den akutellen gesetzlichen Vorschriften auskennt. Schnell sind Fehler gemacht und die Nachbesserungen verursachen erhebliche Mehrkosten. Der Berliner Flughafen ist zwar kein einfacher Schulungsraum aber hier wurden Fehler bei der Planung gemacht. Welche Probleme und Mehrkosten auftreten, hat sich ja bereits herumgesprochen.

Die Planung der Raumausstattung wird von der Größe des Schulsraumes bzw. des Saales bestimmt. Die Tragfähigkeit der Decken muss gegeben sein ebenso ist ein ausreichendes Raumvolumen erforderlich. Ist das Raumvolumen zu klein und kann nicht genügend Frischluft in die Räume, so werden die Seminarteilnehmer oder die Schüler sehr schnell müde und die Aufmersamkeit verringert sich.

Schulungsraum Bild von www.mimi-gallery.com
Bild von mimi-gallery.com
Ist eine neue Raumnutzung geplant, so darf nicht nur an eine neue Raumaussattung gedacht werden, sondern auch die vorhandene bautechnische Ausstattung ist zu prüfen. Eventuell ist die vorhandene Baukonstruktion für Seminare nicht geeignet. Erst dann sollte die detailierte Raumkonzeption erarbeitet werden. Bei den Umbaumaßnahmen sollte aber auch beachtet werden, dass die Räume zu einem späteren Zeitpunkt einer anderen Nutzung zugeführt werden könnten. Baumängel sollten daher nicht nur überdeckt werden, sondern auch in diesem Zusammenhang beseitigt werden.

Ist eine spezielle Nutzung der Räume und Säle bekannt, so kann eine für diese Nutzung korrekte Planung der Raumausstattung erfolgen. Bei sogenannten Multifuktionalräumen, wie sie von Hotels mit Tagungsräumen bzw. -säle angeboten werden, ist das schon schwieriger. Hier muss die Bestuhlung, die Akustik und die Beleuchtung verschiedene Anforderungen (Fachtagung, Seminare, Versammlungen usw.) gerecht werden. Die Erarbeitung eines optimalen Raumkonzepts ist hier sehr anspruchsvoll.

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Abdichtung von Flächen und Fugen am Bauwerk

Erstellt von Peter Rauch am 11. September 2015

Ein Bauwerk unterliegt dem Einfluss der Witterung. Vor allem spielt die Feuchtigkeit die wichtigste Rolle. Die chemischen Prozesse, welche bei einem Gebäude ablaufen, benötigen Feuchtigkeit. Das sind einmal die gewollten Prozesse, wie die Abbindeprozesse des Kalkmörtels, des Betons oder beim Gips. Anders sieht es aus, wenn die Baustoffe einer ständigen Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Dann erfolgt ein langsamer Zerstörungsprozess. Ausgenommen beim Beton, hier ist der Karbonatisierungsprozess durch genügend Feuchtigkeit oder bei Trockenheit geringer als bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 70 %. Das ist eine Feuchtigkeit, welche bei einer Tauwasserbildung vorliegt. Brücken aus Beton sollten daher eine Mindestdicke haben, damit eingespeicherte Wärme vom Tag bis zum nächsten Morgen reicht. An den frühen Morgenstunden bildet sich sonst Tauwasser auf der Oberfläche. Ebenso ist die Konstruktion so auszuführen, dass alle Bauteile ausreichend mit Luft (zum Trocknen) umspült werden. Bei der Mauerwerkskonstruktion ist ein günstiges Verhältnis anzustreben, sodass die Wasseraufnahme kleiner ist als die Wasserabgabe. Kann dies konstruktiv nicht erfüllt werden, so ist eine diffusionsoffene Beschichtung auf die Oberfläche aufzutragen, welche eine von außen gerichtete Durchfeuchtung verhindert. Diese Beschichtung ermöglicht aber auch ein Abtrocknen des Baustoffs. Die Feuchtigkeit kann von innen nach außen entweichen.

Fehlende Abdichtung bei einem Balkon
Fehlende Abdichtung der Balkonplatte in Vinnitza (Ukraine)

Bei Kühltürmen an einem Standort in den neuen Bundesländern sah die Betonoberfläche nicht schön aus. Man hatte von außen eine diffusionsdichte Farbschichtung aufgetragen. Die Feuchtigkeit kommt aber bei diesem Bauwerk von innen. Auf der Innenseite der Farbbeschichtung (Sperrschicht) kam es zum Feuchtestau. Auf die genauen Wechselwirkungen und chemischen Prozesse soll hier nicht weiter eingegangen werden, mehr unter dem Artikel Kalziumkarbonat. Auf jedem Fall fing das Bewehrungseisen an zu rosten und sprengt die Betonoberfläche ab. Durch die falsche Farbbeschichtung kam es zu einem erheblichen Bauschaden.

Bei dem nachfolgenden Bild bei einer frei stehenden Mauer aus Ziegelsteinen kann man von einer aufsteigenden Feuchtigkeit aus gehen. Das ist aber nicht richtig. Der Boden besteht aus Sand und auf der Insel Djerba (Tunesien) regnet es nur relativ wenig im Winter. Diese Seite ist die Nordseite und durch das Gebüsch ist die angrenzende Luftfeuchtigkeit höher und es bildet sich sicherlich auch Tauwasser. Hier wirkt aber auch noch die salzhaltige Luft des wenige Hundert Meter entfernten Mittelmeers. Bei anderen Mauern ist der Einfluss des Spritzwassers gut erkennbar. Das salzige Spritzwasser kommt hier noch hinzu. Es ist auch möglich, dass der Lehm der Ziegelsteine selbst einen hohen Salzgehalt hat, welcher im Zusammenspiel mit den anderen Faktoren zu dieser Zerstörung der Ziegelsteine beiträgt.

Feuchte Mauer auf Djerba
Schäden durch Feuchtigkeit an einer frei stehenden Wand auf Djerba (Tunesien).

In Deutschland sind die durch Schlagregen beanspruchten Mauerwerke bzw. Fassaden einer hohen Belastung durch Feuchtigkeit ausgesetzt. Meistens befindet sich das feuchte Mauerwerk im Gründungsbereich bzw. bis in Höhe des Erdgeschosses. Feuchtes Mauerwerk führt zur höheren Wärmeleitfähigkeit, begünstigt die Salzausblühungen usw. Eine wasserabweisende Farbe schützt solche gefährdete Mauerwerke bzw. Fassadenoberflächen. Diese Beschichtungen zeichnen sich durch ihre besonderen Eigenschaften aus. Niederschlagswasser dringt nicht in das Mauerwerk ein. Aber diese Farben sind diffusionsoffen und lassen die Feuchtigkeit von innen nach außen.

Noch kritischer als die Fassade ist das Dach eines Gebäudes. Das Dach hat die Aufgaben Niederschlagswasser vom Bauwerk fernzuhalten. Ein Dach muss daher vollständig dicht sein. Zum Beispiel im Watco Online-Shop gibt es ein breites Sortiment an verschiedenen Produkten um Risse bei Betonflächen oder beim Flachdach zu verschließen.
Es kann aber auch eine Sanierung der alten Dachhaut mit einer Abdichtung bzw. Überzug erfolgen. Das ist aus meiner Sicht kein vollständiger Ersatz für eine Neueindeckung. Es macht aber Sinn, wenn nur einzelne Flächen schadhaft sind und eine Neueindeckung sonst nicht erforderlich ist. Genauso sinnvoll ist das, wenn das Gebäude nur noch eine bestimmte Zeit benutzt wird und anschließend eine umfangreiche Sanierung bzw. ein Umbau für eine andere Nutzung vorgesehen ist. Diese Beschichtungen sind auf jedem Fall preiswerter als eine Neueindeckung und lassen sich auch viel schneller herstellen. Ebenso lässt sich eine unansehnliche Dachhaut farblich aufwerten.

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Die richtige Baustoff- und Werkzeugauswahl

Erstellt von Peter Rauch am 5. September 2015

Sowohl beim Hausbau als auch bei der Renovierung der Wohnung oder der Errichtung einer Gartenlaube sind neben der Auswahl der Baustoffe und auch eine richtige Werkzeugauswahl zutreffen.

Was sind die richtigen Baustoffe?

Qualifizierte Baufirmen haben in der Regel die Erfahrung, welche Baustoffe sich gut verarbeiten und bei dem jeweiligen Einsatzgebiet lange haltbar sind. Meistens wird der jeweilige zu verwendende Baustoff bei der Ausschreibung bzw. bei der Sanierungskonzeption vorgeschrieben. Aber auch hier werden viele Fehler gemacht. Zum Beispiel die Verwendung von Gipsputz im Keller. Aber auch bei der Verkleidung feuchter Wände mit einfachen Gipsplatten. Gips ist sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und es entsteht auf der Oberfläche eine Schimmelbildung. Dieser Baustoff darf daher nur in trockenen Räumen verwendet werden.
Neuerdings gibt es spezielle Gipsplatten auch für den Einsatz in feuchten Räumen, wie in der Schwimmhalle. Auch wenn die Baustoffe selbst feuchtebeständig sind und nicht schimmeln, so liegen dies Platten nicht direkt an der Wandfläche an. Bei feuchtem Mauerwerk ist eine Verwendung sehr fraglich. Der Feuchtetransport über die Diffusion, wie sie bei einer monolithischen Wandkonstruktion erfolgt, wird durch den Hohlraum unterbrochen. Bei salzbelastetem Mauerwerk sammelt sich das Mauersalz in diesem schmalen Hohlraum.
Ebenso wird die Leistungsfähigkeit von Sanierputz überschätzt oder Zementputze an Stellen angebracht, wo diffusionsoffene Kalkputze hingehören. Die Beispiel könnten vorgesetzt werden.

Gerade Eigenheimbauer verwenden oft unzweckmäßige Baustoffe. Die Mitarbeiter der Baustoffmärkte sind zwar in einem firmeninternen Kurs geschult, können aber nicht jede Bausituation richtig einschätzen. Es werden auch Produkte vorgeschlagen, welche gerade am Lager vorliegen. Es ist daher zu empfehlen, wenn aus Kostengründen auf qualifizierte Fachleute verzichtet werden soll, sich vor der Sanierungsmaßnahme bzw. Renovation ausreichend zu informieren. Es gibt zahlreiche gute Fachbücher, Fachzeitschriften oder das Internet.
Für die schnelle und qualitätsgerechte Ausführung der Arbeiten sind aber auch die richtigen Werkzeuge erforderlich.

Welche Werkzeuge sind geeignet?

Grundsätzlich sollte Sie bei der Auswahl davon ausgehen, ob das Werkzeug oft oder nur gelegentlich benötigt wird. Ganz wichtig ist das Einsatzgebiet zu bestimmen und welche Baustoffe verarbeitet werden sollen. Für die eimalige Ausbesserung einer kleinen 20 x 20 cm Putzfläche reichen auch ein einfacher Spachtel und ein kleines Holzbrett zum Ausreiben. Mit einem kleinen Schwamm können die Übergänge an der Putzoberfläche geglättet werden. Natürlich geht es mit einer Glättkelle und einem Reibebrett schneller und besser aber das Werkzeug liegt dann viele Jahre nutzlos herum.
Dagegen sollten Sie immer die richtigen Werkzeuge verwenden, wenn diese ständig benötigt werden. Die Bearbeitung geht schneller und die Qualität stimmt dann auch.

Der Baustoff Holz ist aus einem Haus nicht wegzudenken. Neben seinen guten statischen Eigenschaften lässt sich dieser Werkstoff auch gut bearbeiten. Ob nun zimmermannsmäßige Konstruktionen oder Wandverkleidungen aus Holzpanelle, für die korrekte Bearbeitung sind die richtigen Sägen erforderlich. Unter stichsaegen-test.de werden verschiedene Modelle angeboten. Auch hier gilt, wenn Sie nur gelegentlich ein kleines Brett absägen, dann erfüllt eine einfache Stichsäge oder eine Handsäge seinen Zweck. Aber bei umfangreichen Arbeiten werden Sie sofort die Qualitätsunterschiede und die Leistungsfähigkeit der Stichsägen feststellen. Das gilt auch für alle anderen Werkzeug. Das ist nicht nur die Zeitersparnis. Gerade bei der Altbausanierung oder beim Umbau gibt es viele Ecken, wo man mit der Handkreissäge nicht hinkommt. Hier ist dann der Einsatz einer leistungsfähigen Stichsäge erforderlich. Besonders, wenn kleine Aussparungen bzw. Öffnungen in den Fußboden oder in die Platten geschnitten werden müssen.
Mit der elektrischen Stichsäge können fast alle Baustoffe geschnitten werden. Ob Spanverlegeplatten, Holzdielen, Laminat, Gipsplatten oder Metalle. Für jeden Werkstoff gibt es spezielle Sägeblätter, welche schnell und einfach gewechselt werden können.

In einer tunesischen Tischlerei
Gespräch in einer Möbeltischlerei in Ajim (Tunesien).

An dieser Stelle soll auch erwähnt werden, dass eine Stichsäge weniger Staub als eine Kreissäge macht. Auch daran sollte gedacht werden, wenn in der Wohnung Renovierungsarbeiten anfallen.

Analog gelten die Auswahlkriterien auch für die Bohrmaschinen. Für den gelegentlichen Gebrauch reicht oft eine einfache Schlagbohrmaschine aus. Spätesten, wenn mehrere Dübel in einer Schwerbetonwand gesetzt werden sollen, merkt man den Unterschied gegenüber einem Bohrhammer. Mit dem Bohrhammer kann man viel leichter Löcher in diese Wände bohren. Mit diesen Maschinen können auch Löcher in Metall oder Holz hergestellt werden, aber für die Bearbeitung diese Baustoffe sind die Bohrmaschinen besser geeignet. Für die Auswahl beim Kauf gilt auch, wie oft benötige ich das elektrische Werkzeug und welcher Werkstoff soll künftig vorwiegend bearbeitet werden.

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