Altbausanierung und Energiepolitik

Archiv für November, 2016

Brunnenwassertest für Eigenheimbesitzer

Erstellt von Peter Rauch am 27. November 2016

Sauberes Trinkwasser ist eine wichtige Voraussetzung für die Erhaltung Ihrer Gesundheit. Nicht jedes Wasser ist trotz seiner Reinheit als Trinkwasser für unseren Körper geeignet.

Das natürliche Wasser ist verunreinigt.

Im Regenwasser und Schnee sind Sauerstoff, Stickstoff, geringe Mengen an Kohlendioxid, Spuren von Ammoniumnitrat und andere Verunreinigungen enthalten.
Flusswasser und Grundwasser enthalten etwa 0,1 bis 0,2% gelöste Stoffe, wie Kalium- und Magnesiumsalze (Härtebildner) sowie Bestandteile, welche biologisch nicht oder nur schwer abgebaut werden, wie Phosphorverbindung (Waschmittel), Hormonrückstände oder auch Antibiotika. Letzteres ist ein besonderes Problem, wenn wir die winzigen Mengen mit dem Wasser aufnehmen, so wird unser Körper z.B. gegenüber Antibiotika resistent.
Bei dem Trinkwasser aus der zentralen Wasserversorgung sollte man davon ausgehen, dass die letzteren Bestandteile nicht vorhanden sind.
Quellwasser in abgelegenen Gegenden oder noch besser in den Bergen haben eine Reihe von Vorteile. Sie beinhalten verschiedene gelöste Stoffe, die je nach ihrer Zusammensetzung unsere Gesundheit positiv beeinflussen können.
Bei uns in den Waldkarpaten gibt es verschiedene Mineralquellen und Heilquellen. Wir fahren öfter an die Quelle von Shayan oder der kostenfreien Quelle im Wald bei Kobylezka Poljana und füllen uns oft gleich 30 Flaschen mit dem Mineralwasser ab. Das reicht etwa für 2 Wochen. Das Wasser wirkt sich günstig auf das Säure-Basen-Gleichgewicht unseres Körpers aus und hat auch noch andere positive Eigenschaft auf unsere Gesundheit.
Zu wissen ist auch, dass Leitungswasser eine große Oberflächenspannung von etwa 73 dynes/cm2 besitzt. Die Oberflächenspannung der intra- und extrazellulären Flüssigkeit des menschlichen Körpers liegt jedoch niedriger und beträgt etwa 43 dynes/cm2. Je niedriger die Oberflächenspannung des Trinkwassers ist, desto besser wird dieses von unseren Körperzellen aufgenommen. Ansonsten muss unser Körper zusätzliche Energie für die Änderung der Eigenschaften des Wassers aufbringen.
Trinkwasser aus dem eigenen Brunnen kann abhängig vom Standort und seiner Zusammensetzung durchaus eine positive Wirkung auf unseren Stoffwechselprozess haben.   
  

Der eigene Brunnen auf dem Grundstück

Nicht jeder eigene Haushalt ist an einem zentralen öffentlichen Trinkwassernetz angeschossen. Daher ist eine private Entnahme von Grundwasser zur Trinkwasserversorgung erforderlich. Hierbei sind eine Reihe Vorschriften der unteren Wasserbehörde einzuhalten. Werden mehrere Wohnungen mit diesem Brunnen versorgt, so ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. Wird durch den Brunnen lediglich ein Haushalt mit Trinkwasser versorgt, so ist keiner wasserrechtlichen Erlaubnis erforderlich.  Die genauen Reglungen erfahren Sie in den Merkblättern der unteren Wasserbehörde ihres Kreises. 
In vielen Fällen versickert das häusliche Abwasser auf dem eigenen Grundstück über Kleinkläranlagen. In diesem Fall ist ein Abstand von 50 m zum Brunnen einzuhalten. Diese Abstände gelten auch zu den Anlagen auf den Nachbargrundstücken. Bei einem Grundstück von 250 bis 300m² ist die Unterbringung einer Fäkaliengrube und eines Brunnens nicht möglich.
Die wasserrechtliche Genehmigungsbedürftigkeit der privaten Trinkwasserversorgung sagt nichts über die ständige Qualität des Trinkwassers aus. Sie müssen daher nach der Fertigstellung das Brunnen wasser testen lassen.
Der Wassertest ist aber auch in regelmäßigen zeitlichen Abständen vorzunehmen. Die Wasseradern verlaufen zwischen den Bodenschichten. Bergaufwärts kann sich immer etwas ergeben haben, was die Wasserqualität beeinflusst, wie z. B. eine Belastung des Bodens durch einsickernde Schadstoffe.
  

Der Bau eines Brunnen in Transkarpatien

Auf unserem Grundstück hatten wir im letzten Monat einen neuen Brunnen bauen lassen. Das alte Saugrohr war kaputt und die Saugleitung für die Wasserpumpe ließ sich nicht mehr vollständig hineinstecken. Um das alte Saugrohr durch ein neues auszutauschen, hätten wir die Decke und das Dach öffnen müssen. So wurde ein neues 9m tiefes Saugrohr neben dem Haus installiert. Das hatte lediglich wenige Stunden gedauert und 16 Uhr floss das Wasser.  Als Erstes wurde ein langes Rundeisen mit Spitze in die Erde eingeschlagen und anschließend wieder herausgezogen. Dann wurde das untere Stück des Saugrohres mit einer Spitze in die Bodenöffnung hinein gesteckt. Das obere Rohr wurde mit dem unteren Teil verschweißt.  Das Saugrohr wurde dann die restlichen Meter bis in eine Tiefe von 9 m eingeschlagen.  Die Höhe der Wassersäule wurde geprüft und liegt bei 2,5 m unterhalb der Bodenoberfläche.  Bei den anderen beiden Saugrohren liegt diese bei 7 m Tiefe. Die Leute haben genau eine Wasserader getroffen.  Super Arbeit! Der obere Teil des Rohrs wurde abgeschnitten und eine Schlegelpumpe zum Testen aufgesetzt. Allerdings muss mindesten 24 Stunden die elektrische Pumpe noch Wasser absaugen, bis das Wasser genutzt werden kann.  Gegenüber Deutschland brauchten wir keine Genehmigung und ein Wassertest ist auch nicht sinnvoll. Es gibt ja nur die Alternative das Wasser verwenden oder darauf verzichten.  Es gibt jedoch auch hier Vorschriften, um die Wasserhygiene zu gewährleisten.  Es sind Mindestabstände von 20m zur dezentralen Kleinkläranlage einzuhalten. Leider halten sich die Bewohner nicht daran. Es wird kunterbunt gebaut. Die Bebauung und Grundstücksgrößen lassen die Einhaltung der Abstände auch nicht zu, wenn die Grundstücke nebeneinanderliegen. Für die Erstellung eines zentralen Abwassersystems fehlt das Geld, was die Anwohner auch nicht bezahlten können. Die Folge ist, das lokal eine Reihe von Menschen, besonders Kinder, an den Folgen des schlechten Trinkwassers erkrankten.
Daher wäre es schon sinnvoll die Qualität des Trinkwassers zu prüfen, wie es in Deutschland gefordert wird.

Einschlagern einer Metallstange
Die Metallstange wird in den Erdboden eingeschlagen.

Die Metallstange wird wieder herausgezogen
Die Metallstange wird wieder herausgezogen.

Die beiden Stücken des Saugrohres werden miteinander verschweißt
Die beiden Stücken des Saugrohres werden miteinander verschweißt.

Es fließt nach wenigen Stunden das erste Wasser.
Es fließt nach wenigen Stunden das erste Wasser.

Weiter Wassertest bei zentraler Wasserversorgung

Gerade bei älteren Wohngebäuden können noch alte Wasserleitungen aus Blei vorhanden sein. Bei kaltem Wasser ist dies nicht ganz so schlimmen, da sich durch die Mineralien im Wasser (Kalk) eine dünne Schicht an der Innenseite des Rohrs bildet und so eine Schutzschicht bildet.  Allerdings löst sich diese bei warmen Wasser auf. Daher ist ein Austausch der alten Wasserleitung aus Blei auf jedem Fall vorzunehmen.  Damit Sie sicher sind das in Ihrem Haus keine Bleileitung vorhanden sind, können Sie das Trinkwasser auf Bleileitungen testen.

Ein weiteres Problem können Legionellen sein, welche vor allem in verwinkelten Warmwasserleitungen vorkommen können. Diese gefährlichen Krankheitserreger können in den Leitungsabschnitten entstehen, wo das Wasser steht bzw. nicht fließt. Daher ist bei zentraler Warmwasserversorgung ein spezieller Legionellen wassertest durch zuführt.

Unserer Wohnung wird zentral mit Warmwasser versorgt. Das Trinkwasser entnehmen wir vorwiegend in der Küche. Dort habe ich an die Kaltwasserleitung unter der Geschirrspüle einen 5-l-Warmwasserboiler installiert. Da das Wasser den ganzen Tag entnommen wird, ist die Gefahr der Entstehung von Legionellen auf ein Minimum reduziert.

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Gesundes Wohnen mit Naturmöbel, wie Rattantische

Erstellt von Peter Rauch am 22. November 2016

Die meiste Zeit am Tag hält man sich im Gebäude auf. Die konstruktive Bauausführung, die Eigenschaften der Baumaterialien und der Inneneinrichtungen haben so einen wichtigen Einfluss auf unsere Gesundheit. Aus der Vergangenheit sind noch die Belastungen der Wohnungen durch Formaldehyd oder PCP. Die Ausgasung des Formaldehyds stammen aus den älteren Spanplatten und Möbel aus dem gleichen Material. PCP ist ein älteres Holzschutzmittel und seine Anwendung ist seit vielen Jahren im Innenbereich verboten. In vielen Einrichtungsgegenständen befinden Lösungsmittel, welche viele Jahre ausgasen und die Raumluft belasten. Hierbei muss man wissen, dass auch geringe Schadstoffbelastungen aber über eine lange Zeit gesundheitliche Beeinträchtigungen oder gar chronische Krankheiten verursachen. Die gegenwärtige Energie- und Klimapolitik verursacht immer dichtere Fenster und die Lüftungszahl wird weiter reduziert. Konnten noch vor einigen Jahren ausreichend die Schadstoffe durch die nicht so dichten Fenster hinaus lüften. Dies ist heute nur noch über die Fensterlüftung möglich. Aus einem kontinuierlichen Luftaustausch ist jetzt ein diskontinuierlicher geworden. In der Zeit zwischen der Lüftung können sich die ausgasenden Schadstoffe an anderen Materialien, wie Tapete, Gardinen, Polster oder Kleidung, ansammeln. Eine alternative Lösung für die Erhaltung der Gesundheit sind Naturmöbel, wie Massivholzmöbel oder aus Rattan.

Rattantische für die Inneneinrichtung

Ein sehr schönes Material ist Rattan welches für die Herstellung von Korbwaren, geflochtene Möbel, insbesondere Stühle, Sesse und Rattantische verwendet wird. Spezielle Angebote für Rattantische finden Sie auf rattanmöbel.org.

Rattantisch

Von der Sprossoberfläche werden lange Streifen geschnitten, welches als robustes Flechtwerk für Sitzgeflechte für Stühle und andere Möbelstücke dient. Wer kennt nicht doch die älteren Stühle bei der Uroma mit den geflochtenen Sitzflächen und Lehnen. Früher hatten diese Möbel vor allem die reicheren Leute besessen. Diese haben gegenüber den Flächen eines Stuhls nur aus Holz wesentlich bessere Eigenschaften für eine gesunde Sitzhaltung und das Geflecht wirkt gleichzeitig wie eine Massage. Übrigens das Rohmaterial, die Triebe der Rotang-Liane können bis zu 200 Meter lang werden. Die aus dem Naturmaterial hergestellten Rattanmöbel sind vorwiegend für den Innenbereich gedacht. Wegen der ungünstigen Witterungseinflüsse eigenen sich im Außenbereich Möbel aus dem Kunstoff-Material Polyrattan.

Das Naturprodukt Rattan hat eine Antitoxine Wirkung, ist ökologisch, elastisch, hat eine hohe Festigkeit, ist sehr lange haltbar und sehr leicht. Gegenüber Feuchtigkeit und Temperatur ist es relativ beständig und die Farbe verbleicht nicht bei Sonneneinstrahlung. Das Material kann auch 24 Stunden durch Wasser ausgesetzt sein. Möbel aus Rattan lassen sich sehr leicht pflegen. Die Pflege der Oberflächen erfolgt mit einem speziellen Wachs.
Wir waren vor einem Monat in Lisa bei Chust in Transkarptien. Fast vor jedem Wohnhaus standen oder hingen wunderschöne geflochtene Körbe, Stühle, Schaukelstuhl und andere Einrichtungsgegenstände. Die Leute dort haben sich auf diese Flechtkunst spezialisiert und fertigen diese Zuhause an. In den Nachbarorten hatten wir solche Produkte nicht gesehen.

Möbel aus Massivholz

In Deutschland findet man relativ wenig Möbel aus echtem Holz. Meistens handelt es sich um Möbel aus Nadelholz im „Landhausstil“. Die überwiegende Mehrheit bestehen die Möbel aus Spanplatten mit Furnier oder aus Leimholz. Bei uns in den Karpaten werden in den Möbelläden wunderbare Möbel aus Laubholz angeboten und verkauft. Diese hochwertigen Möbel stammen aus rumänischer Fertigung. Natürlich gibt es auch die Möbel aus Spanplatten mit Furnier.

Die besonderen Eigenschaften:
Holzmöbel tragen auch für die Regulierung der Feuchtigkeit der Raumluft bei.
Diese Möbel aus natürlichen Materialien beeinflussen positiv das Wohnklima und die Raumhygiene. Massivholzmöbel begünstigen keine Allergie und sind daher für Schlafräume geeignet. Sie beeinflussen auch die Schlafqualität.
Diese Möbel sehen nicht nur chic aus, sondern behalten für eine sehr lange Zeit ihre Gebrauchseigenschaften.

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