Altbausanierung und Energiepolitik

Archiv für Juli, 2017

Die passende Eingangstür

Erstellt von Peter Rauch am 25. Juli 2017

Eingangstüren und Fenster sind ein wichtiges Element bei der architektonischen Gestaltung der Fassade. Nicht um sonst sagt man, die Tür ist das Aushängeschild des Hauses bzw. der Wohnung. Zu jeder Bauepoche wird das äußere Bild der Gebäude durch die Fenster und Eingangstüren mit bestimmt. Durch die Standardisierung der Maueröffnungen können die Türen und die Fenster in Serie kostengünstig hergestellt werden. Sie sehen das Angebot auf den Baumärkten. Wer jedoch eine spezielle Tür sucht, wird kaum fündig. Er sollte in diesem Fall auf einen spezialisierten Fachmann, wie zum Beispiel den Türenbauer in Berlin oder in einem in der Nähe befindlichen Handwerksbetrieb zurückgreifen.

Anforderungen an die Haustüren

Heute müssen die Eingangstüren bestimmte Anforderungen erfüllen. Sie müssen einen Einbruchversuch hämen, chic und passend zum Haus aussehen, winddicht sein, gut gegen Wärme und kälte isolieren und je nach Standort eine Brandausbreitung hämen. Eine gute Fachberatung sollte all diese Faktoren berücksichtigen.

Sonderanfertigung von Eingangstüren

Etwas komplizierter ist die Anfertigung bzw. Restauration der Eingangstüren im denkmalgeschützten Bereich. Für die stilechte Erstellung benötigt die Handwerkerfirma besondere Erfahrungen.
In unserem ehemaligen denkmalgeschützten Haus auf der Straßenseite war die Tür aus den 50-iger Jahren. Als ich das Haus übernahm, war die Eingangstür vollkommen kaputt. Lediglich die Zarge aus Eiche war bis auf den Fußbereich in Ordnung. Die Füllung der Türblätter und einige Glasscheiben fehlten. Die Tür musste erst einmal verschlossen werden. Also erfolgte eine Notreparatur. Die ganze Zeit hatte ich gesucht, wer die Tür fachgerecht aufarbeitet. Ein guter bekannter Tischlermeister (pensioniert) prüfte kurz die Tür und sagte mir, „die Türblattaufhängung geht noch, den Rest kannst Du selbst machen …“. Andere Handwerker, welche Restaurationsarbeiten durchführten, sind gar nicht erst gekommen. Am liebst wollte ich eine neue standardisierte Außentür einbauen, was aus denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht so einfach ging. Aber die Maueröffnung ist kein Standard und bei der sehr großen Maulbreite der Lehmwände sind zusätzlich noch umfangreiche Mauerarbeiten erforderlich. Es blieb mir nichts weiter übrig, erst einmal die Tür so weit aufzuarbeiten, bis sich eine gute Lösung anbietet. (Mit dem Problem muss sich nun der neue Eigentümer befassen.)

Ein analoges Problem haben wir bei unserem Haus in Transkarpatien. Die einfachen Eingangstüren aus Holz stammen aus den 50-iger bzw. 70-iger Jahren. Während der kalten Jahreszeit sind diese eben nicht ausreichend. In vielen Fällen haben die anderen Bewohner eine zweite Tür auf der Außenseite der Zarge angehängt. Das ist von der Sache auch nicht schlecht, aber unsere Zarge ist nicht dafür geeignet. Es müsste also komplett die Tür ausgetauscht werden. Die Maueröffnung ist kein Standard. Dies würde aber auch zusätzliche Arbeiten und vor allem Dreck bedeuten. Wir haben uns zwei Varianten überlegt. Die eine ist eine zusätzliche zweigeteilte Außentür, analog wie ein Fensterladen. Die Last für die Zarge wird so halbiert und die kleinen Türen lassen sich rechts und links neben der Türöffnung aufklappen. (Zum Aufklappen eins ganzen Türblattes gibt es im Eingangsbereich kein Platz.) Die zweite Variante ist eine Aufdopplung der Tür direkt in der Zarge auf das Türblatt, was etwa 7 bis 8 kg zusätzliches Gewicht bedeutet. Der Vorteil wäre eine dritte Pfalz (besser Winddichtheit) und die Wärmeisolierung verbessert sich aufgrund des größeren Türblattquerschnitts. Das kann man selbst mit ein paar entsprechenden Holzleisten und Paneele ohne spezielles Werkzeug selbst machen. Diese Variante wollte ein gut arbeitender Tischler (Empfehlungen) nicht machen und ging wieder. Verständlich, er wollte lieber eine neue Tür mit Zarge bauen. Aber wozu soll so ein kostbares Stück in ein als Datsche genutztes Haus. Anzumerken ist, hier gibt es nicht die strengen Anforderungen an die deutsche Wärmeschutzverordnung und es handelt sich lediglich um eine Bestandsverbesserung.

Den Fachmann fragen

Eine Hauseingangstür ist aber auch ein Aushängeschild. Um eine Tür mit Mehrfachverriegelung und winddicht zu bauen, bedarf es viel Erfahrungen und die entsprechende Verarbeitungstechnik. Über die verfügt ein normaler Hobbybauer nicht.

In diesem Fall sollte immer auf den bereits oben genannten Fachmann für Türen zurückgegriffen werden. Er kann vor Ort auch empfehlen, aus welchem Material die Tür bestehen sollte. Ist die Tür nicht ausreichend vor Niederschlagswasser geschützt, dann ist eine Holztür wenig geeignet. Eingangstüren aus Kunststoff oder Metall sind in diesem Fall wesentlich besser, da der Pflegeaufwand geringer ist. (Ich hatte als Gutachter bereits nach 3 Jahren total verfaulte Balkontüren aus Holz gesehen, auf die Ursachen möchte ich hier nicht weiter eingehen.) Holz quillt zusätzlich, wenn dieses nass wird. Unsere sehr schöne Außentür aus Kunststoff auf der Wetterseite des bereits oben genannten ehemaligen Hauses war recht gut, hatte aber zwei Nachteile. Im Sommer dehnten sich das Türblatt und die Zarge aus und sie klemmte etwas. Der im Regenwasser befindliche Staub machte die Oberfläche immer schmutzig, welcher durch die statische Anziehung an der weißen Oberfläche klebte. Man muss daher öfter putzen. Eine Metalltür ist dagegen formbeständiger.

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Vorteile für den Bürocontainer auf den Baustellen

Erstellt von Peter Rauch am 21. Juli 2017

Vor 45 Jahren lernte ich beim Spezialbaukombinat Magdeburg auf Montage auf verschiedenen Baustellen. Das Unternehmen war unter anderem spezialisiert für den Gleitbau, Schornsteine, Kühltürme und Mischfutteranlagen. Meine ehemalige Brigade hatte auch das Uni-Hochaus in Leipzig gebaut. So lernte ich das Baugeschehen kennen. 12 Stundenschichten, Eisen flechten, betonieren, Schalungsbau und Japanerrennen.

Mischfutterwerk
Der Autor hatte dies Mischfutteranlage in Niederpölnitz
als Lehrling und Jungfacharbeiter mit errichtet.

Heute bekomme ich kaum noch eine Verbindung mit der Flechtzange zustande, damals waren es 16-17 „Maschen“ pro Minute. Auf den Großbaustellen waren wir in schönen Neubauten untergebracht. Diese waren für das künftige Bedienpersonal der Industrieanlage errichtet und wurden von uns als Arbeiterunterkunft genutzt. Im Keller waren die Duschen. Die Bauleitung befand sich im bereits fertiggestellten Sozial- und Verwaltungsgebäude auf dem künftigen Betriebsgelände. Nur in Gransee waren wir in Baracken untergebracht. Zu der damaligen Zeit gab es eben noch keine Wohncontainer.

Der Vorteil der Container

Wurden in den ersten Jahren die Container für den Gütertransport benutzt, so finden diese in vielen Bereichen ihre Anwendung. Zum Beispiel können Bürocontainer, Wohncontainer und Sanitärcontainer direkt auf oder neben dem Baustellengelände aufgestellt und an das Stromnetz und die Wasserversorgung angeschlossen werden. Sie sind entsprechend den Anforderungen ausgestattet. Selbst für Seminare oder als Klassenräume für Schulen gibt es spezielle Container. Wird die Schule saniert oder sind vorübergehend nicht genügend Klassenräume vorhanden, so bietet sich diese kostengünstige Variante an.

Die Vorteile der Bürocontainer liegen in dem verhältnismäßig geringen Anschaffungskosten und sie lassen sich fast überall ohne Fundamentarbeiten aufstellen. Es fallen keine Mietkosten für ein Büro und für die Unterkünfte der Bauarbeiter an. Ebenso fallen eventuelle lange Anfahrwege weg, wenn die Baustellen weit von den nächsten Orten entfernt sind, wie z. B. bei Straßen- und Tiefbau.
Befindet sich der Bürocontainer direkt auf der Baustelle, so ist die Bauleitung vor Ort und es lässt sich die Koordinierung der einzelnen Gewerke nach dem vorgesehenen Zeitablaufplan besser durchführen. Gerade bei großen Baustellen ist es für die ausführenden Firmen nicht immer klar, wer für welche Ausführungsarbeiten zuständig ist. Auch bei auftretenden Problemen kann sehr schnell reagiert werden. Da Zeit ein wichtiger Kostenfaktor ist, lassen die Zeitablaufpläne nicht viel Spielräume zu. Zwar lassen sich viele Sachen per Telefon klären. Aber eine Baubesprechung vor Ort an der alle beteiligen Firmen, vom Architekten, Generalunternehmen bis zu den einzelnen Handwerken, teilnehmen, ist für einen reibungslosen Bauablauf von Vorteil. So können im Bürocontainer gemeinsam die Protokolle abgearbeitet und die nächsten Aufgaben mit den Terminvorgaben abgestimmt werden. Anschließend bzw. vorher erfolgt gleich die Begehung der Baustelle. So ist jede auf der Baustelle tätige Firma korrekt informiert und kann dies bei seiner eigenen Planung besser berücksichtigen.

Das Anwendungsgebiet der Bürocontainer ist natürlich nicht nur auf den Bausektor beschränkt. Z. B. in meiner ehemaligen Straße, wo ich wohnte, befand sich über einige Jahre die Radiologie, bis das Ärztehaus im Stadtzentrum fertiggestellt war.

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