Altbausanierung und Energiepolitik

Archiv für die 'Bauen und Wohnen' Kategorie

Informationen zur Altbausanierung, zu Baukonstruktion oder zur richtigen Auswahl von Baustoffen. Berichten Sie über Ihre Erfahrungen.

Die Planung eines neuen Bades

Erstellt von Peter Rauch am 9. Oktober 2016

Wir sind gerade selbst mit einer Planung eines neuen Bades beschäftigt und wissen, dass einmal die Planung und dann die Realisierung nicht so einfach sind. (Zu unserem speziellen Problem schreibe ich ganz unten.) Der Umbau des Bades im bewohnten Haus bzw. Wohnung muss so erfolgen, dass wenigsten am Abend Wasser zum Waschen vorhanden ist. Besser ist natürlich ein Umbau des Bades vor dem Bezug des Hauses bzw. der Wohnung.


Bild von samstroy.com

Das Bad neu gestalten

Es ist einmal zu unterscheiden, der Neubau im eigenen Haus oder in der Miet- bzw. Eigentumswohnung. Hat man im ersten Fall wesentlich mehr Möglichkeiten der Gestaltung, so wird im zweiten Fall die Planung des neuen Bades durch die Raumstruktur bestimmt.
Optimal sind ein ausreichend großer Raum mit Fenster und die Möglichkeit der individuellen Verlegung der Sanitärleitungen. Dann sind eigentlich viele Varianten gegeben, wo eine Wanne, eine Dusche, ein WC-Becken und ein Waschbecken aufgestellt werden kann. Bei ausreichendem Platz ist das zusätzliche Aufstellen einer Sauna möglich. Wir finden die Infrarotkabine als eine recht sinnvolle alternative für die Sauna mit Wasserdampf. Da sie nicht sehr groß ist und sich sicherlich auch leichter und mit wendiger Aufwand pflegen lässt. Daneben entsteht weniger Feuchtigkeit im Badezimmer. Es gibt aber auch Duschkabinen, welche gleichzeitig als Sauna genutzt werden können. Durch diese Kombination kann Platz gespart werden. Natürlich gibt es bei einer Gestaltung des Bades einen sehr breiten Spielraum, von dem einfachen zweckmäßigen bis hin zum Luxusbad, wie Dusche mit Bodeneinlass und ein Whirlpool zum Relaxen. Dienten früher die Bäder ausschließlich für die Hygiene, so haben diese heute auch die Aufgabe der Erholung und Entspannung. Besucht man in den Möbelhäusern die Abteilung für Bäder, so kann man sehr schön gestaltet Badeinrichtungen bewundern. Allerdings passen diese in eine Wohnung mit knapp 60 qm Wohnfläche nicht hinein. Diese Bäder, gerade in den ehemaligen Plattenbauten, sind sehr schmal und eng. Hier fehlen nach meiner Ansicht entsprechende Angebote, welche chic und modern und zudem auch gleich raumsparend sind.

Bei der Sanierung der Wohngebäude können die heutigen Ansprüche an ein modernes Bad berücksichtigt werden.

Bei der Modernisierung der Altbau ist auf den richtigen Fußboden zu achten

Bei der Altbausanierung der Leipziger Mehrfamilienhäuser wurden oft die Bäder in die Wohnungsmitte verlegt. Also kein Fenster, lediglich eine Lüftung sorgt für die Entlüftung der feuchten Luft nach dem Duschen. Diese konstruktive Ausführung des Badeinbaus ist kritisch zu beurteilen. Das Problem des innen liegenden Bades ist weniger das Problem, sondern die Holzkonstruktion der Deckenbalken und die Stiele der Bundwände. Ich hatte mehrere Tausend Deckenbalkenköpfe untersucht. Die größten Schädigung an den circa 80 Jahre alten Konstruktionen waren in den Küchen und in den wenigen Bädern. Wenn Bäder, meistens bestanden diese nur aus WC und Waschbecken, ein Steinholzfußboden hatten, dann lagen immer ein Befall durch Holz zerstörende Insekten und teilweise auch Pilze vor. Bei den neuen Bädern im sanierten Altbau liegt ein analoger Fußbodenaufbau vor. Statt des Steinholzfußbodens auf der Holzbalkendecke befindet sich eine Fermacelltrockenestrich, Gipsestrich oder eine wenigsten 28 mm Spanverlegeplatte. Eventuell befinden sich noch eine Ausgleichsschüttung, Schrenzlagen und andere Sperrschichten unter den Fußbodenfliesen. Die ursprüngliche konstruktive Lüftung und Entfeuchtung über die Fugen des Dielenbelags ist nicht mehr möglich. Stattdessen sollte eine seitliche Lüftung der Fehlböden eingebaut werden. Die habe ich nie gesehen. Ich gehe davon aus, dass durch diese Ausführung die Standzeit der Holzbalkendecke wesentlich herabgesetzt wird. Statt dieser Unsicherheit gibt es mineralische Decken. Besonders ist die Ziegeldecke zu erwähnen. Lecktagen oder kleine „Überschwemmungen“ durch Spritzwasser im Bad schaden dieser Konstruktion nicht. Es ist daher immer ein Austausch der alten Holzbalkendecke, welche meistens auch saniert werden muss, sinnvoll.
Es gibt noch viele ältere aber auch neue Familienhäuser, wo Holzbalkendecken vorhanden sind. Hier ist ebenso der genannte Holzschutz zu beachten. Eine rustikale Dielung im Bad hat nicht jeder. Es muss aber gewährleistet sein, dass sich nirgendwo Feuchtigkeit oder Spritzwasser in der Konstruktion ansammeln können. Das sind zum Beispiel Dielen auf Sichtbalken. Das ist natürlich nur im Familienhaus wegen des Schallschutzes möglich.

Was ist auch bei der Planung eines neuen Bades zu beachten

Wir haben in den Karpaten dagegen erst einmal ein ganz anderes Problem, welches vor dem Neubau des Bades gelöst werden muss. In unserem Dorf (fast 10.000 Einwohner) gibt es kein zentrales Abwassersystem. Jeder hat seinen eigenen Brunnen und eine Fäkaliengrube in der die Flüssigkeit versickert. Das ist hier leider in den Nachbargrundstücken so. Auf dem Markt werden natürlich sehr moderne biologische dezentrale Abwasseranlagen angeboten, was sich finanziell kaum jemand leisten kann. Aber auch hier gelten gesetzliche Mindestabstände. Eine dezentrale Abwasseranlage (auch die geschlossene Grube) muss sich mindestens 15 m vom Gebäude also auch vom Nachbargebäude befinden und 20 m vom Brunnen bzw. von der Wasserpumpe befinden. Auch wenn die Grundstücke etwas größer als die der deutschen Eigenheimsiedlungen sind, muss sich der Brunnen oder die Fäkaliengrube außerhalb des Grundstücks befinden. Sonst werden auch die Abstände zum Nachbarn nicht eingehalten.
Noch komplizierter ist es in Deutschland. In Brandenburg z. B. muss ein Abstand vom Haus- und Gartenbrunnen zwischen der Versickerungsanlage, auch zu den Nachbargrundstücken, mindestens 50 m betragen. Kleinkläranlagen beurteilt die zuständige Wasserbehörde des Landes und der Neubau einer Sammelgrube ist der Baubehörde anzuzeigen.
Wenn das Problem geklärt ist, dann können wir mit dem Neubau des nun doch veralterten Bades beginnen. Zu überlegen ist noch, ob wir den fast neuen Kohlebadeofen behalten. Der Vorteil besteht darin, wenn es kein Strom gibt (wird ab und zu abgeschalten), kann damit das Bad beheizt und warmes Wasser erzeugt werden.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Umzug richtig planen und Umzugberatung

Erstellt von Peter Rauch am 5. Oktober 2016

Es gibt verschiedene Gründe für einen Umzug in eine neue Wohnung oder in ein neues Haus. Die Gründe können eine Familiengründung, ein neuer Arbeitsplatz in einer anderen Stadt oder eine schönere und größere Wohnung sein.

Vor dem Umzug richtig planen

Vor einem Umzug sind viele verschiedene Aspekte zu beachten. Wie und mit was erfolgt der Transport des Hausrates und der Möbel. Und passen die Möbel auch in die neue Wohnung.
Wir sind in diesem Sommer an zwei verschiedene Wohnorte umgezogen. Es musste genau überlegt werden, welche Haushaltsgegenstände und welche Möbel kommen wo hin. Welche Möbel sollten mitgenommen und welche passen überhaupt nicht und müssen durch neue ersetzt werden.
Dabei hatten wir viele Überlegungen angestellt, wie der Transport am effektivsten erfolgen soll. Wir hatten mehrere Angebote bei Umzugsfirmen, bei einer Spedition und mehrere Autovermieter eingeholt. Das Problem war der eine sehr lange Transportweg. An Möbel haben wir relativ wenig mitgenommen, aber die wesentlich größere Menge waren die Textilien und Haushaltswäsche sowie Berge an Büchern und Bürounterlagen. Letzteres hatte mir die meisten Sorgen wegen des großen Gewichts bereitet. Wenn man nur mit der Wohnungseinrichtung umzieht, dann fallen viel weniger kleine Dinge an. Vor dem Umzug hatten wir über EBay noch zusätzlich 25 Umzugskartons bestellt. Wir hatten noch viele andere Pappkartons, welche dann sehr nützlich waren. Durch Zufall sahen wir im Supermarkt sehr preisgünstig sehr kleine Wäschekörbe aus Plaste, welche wir kauften. Beim Umzug waren diese sehr nützlich. Man konnte einfach die Gegenstände hineinlegen, ohne großartig diese zu verpacken. Die Körbe lassen sich sehr einfach auch beim Transport aufstapeln. Jetzt dienen diese zur Aufbewahrung von Gegenständen im Regal.


Bild von kvartirimoskva.ru

Helfer beim Umzug

Kann man noch die Haushaltsgegenstände selbst packen (wenn genügend Zeit zur Verfügung steht), so ist es beim Umzug schon schwieriger. (Packt man selbst, so kann gleichzeitig alles Unnötige aussortiert werden.) Beim Umzug sind auf jedem Fall Helfer gefragt, wie zum Beispiel die Umzugshelfer Berlin Ich hatte viele schlaflose Nächte, wie die vielen Bücherpacke in die 4. Etage der Wohnung transportiert werden sollen. Mit einem Schrägaufzug einer Möbelspedition oder Treppen steigen. Der Sohn unseres Nachbars sah das als ein kleines Problem an und in kürzester Zeit waren die Bücher und Ordner in der Wohnung. Hier nutze ich die Erfahrung von meinem ehemaligen Bauunternehmen, wenn die Spanverlegeplatten und Gipskartonplatten für die Montage in das Dachgeschoss transportiert werden mussten. Die hatten wir Treppenabsatzweise, also 3-4 Stück, transportiert und abgesetzt und der Nächste transportierte diese wieder ein paar Treppen. Das ging sehr schnell und keiner war von der Schlepperei vollkommen erschöpft. Analog ging es mit dem Transport der Bücher und den kleinen Haushaltsgegenständen.

Vor dem Umzug eine richtige Strategie entwickeln

Nun zieht man nicht jeden Tag um und kennt daher nicht alles, was zu beachten ist. Es gibt hierfür eine spezialisierte Umzugsberatung, die man nutzen kann. Durch die Erfahrung können gleich die richtigen Tipps vermittelt werden. Es ist zu empfehlen eine kleine Checkliste anzufertigen, was alles beim Umzug zu beachten ist. Zum Beispiel wie ist die Renovierung im Mietvertrag geregelt. Muss vor dem Einzug die Wohnung noch malermäßig in Ordnung gebracht werden oder ist der Bodenbelag noch auszutauschen. Letzteres mussten wir noch sehr schnell machen, bevor alle Haushaltsgegenstände und Möbel in die neue Wohnung gebracht wurden. Das war eben zeitlich nicht geplant, hatte aber trotzdem sehr gut geklappt. Das Timing ist eine sehr wichtige Angelegenheit, da ja auch der Termin des Auszugs steht. Es müssen auch die Fragen zur Heizungs- oder Wasserverbrauchsabrechnung geklärt werden.

Was meistens etwas vernachlässigt wird, gibt es auch geeignete Abstellräume, wo etwas abgestellt werden kann, was nicht unbedingt in die Wohnung soll. Das sind zum Beispiel das Fahrrad oder ein Teppich, welcher zum Wegwerfen zu schade ist. Zu beachten ist, dass die Keller in Altbaugebäuden oft feucht sind. Hier lassen sich Pappkartons, Teppiche oder Textilien nicht dauerhaft lagern. Oder dürfen Hunde oder eine Katze in die neue Wohnung mitgebracht werden. Das steht irgendwo in den letzten Seiten im neuen Mietvertrag. Das Hündchen möchte natürlich mit. Es ist natürlich dumm, wenn an einer solchen Sache der Umzug platzt.

Alte und neu Möbel

Vor dem Bezug sollten die Räume genau gemessen werden, wenn kein Grundriss von der neuen Wohnung vorhanden ist. Das ist wichtig, damit man weiß, welche vorhandenen Möbel auch in die Räume der neuen Wohnung passen. Die vorhandenen Möbel werden gemessen und auf einem Blatt Papier aufgezeichnet und ausgeschnitten. Die Schnipsel legt man in die Räume des Grundrisses und kann so ganz einfach die Möbel hin und her schieben. Natürlich muss der Maßstab zwischen Grundriss und den Möbeln stimmen. So sieht man sehr schnell, welche Möbel für die neue Wohnung nicht geeignet sind.

Beim Umzug sieht man auch erst einmal, was sich über die Jahre angesammelt hat. Jetzt ist auch die Gelegenheit da alles Unnötige auszusortieren. Im Keller eventuell auch im Dachboden kann sich Gerümpel ansammeln. Gerade beim Umzug, wenn man so viel um die Ohren hat, ist eine externe Entrümpelung
Entrümpelung sehr nützlich. Alte Möbel und Teppiche oder nicht mehr benötigter Hausrat wird fachgerecht entsorgt. In vielen Fällen wird gleichzeitig eine malermäßige Instandsetzung angeboten. Dies ist gleich in zweierlei Hinsicht sehr hilfreich. Der Termin zur Übergabe der alten Wohnung kann stressfrei eingehalten werden und man kann sich mit ganzer Kraft auf die Einrichtung der neuen Wohnung konzentrieren. Daneben müssen noch viele Ummeldungen erfolgen, Einwohnermeldeamt, Ordnungsamt wegen des Kfz’s, die Versicherungen, Bank und Finanzamt. Bei der Post ist eine Weiterleitung der Post an die neue Adresse zu beantragen und das Telefon/Internet darf auch nicht vergessen werden. Wer Kinder hat, benötigt einen Platz bei einer in der Nähe befindlichen Kita oder die Ummeldung bei der Schule ist zu organisieren. Neben dem eigentlichen Umzug sind sehr viele organisatorische Aufgaben zu lösen. Professionelle Umzugshelfer sind gefragt, die gerade auf diesem Gebiet viel Zeit sparen.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Denkmalgeschützte Immobilien

Erstellt von Peter Rauch am 29. September 2016

Historische Gebäude prägen die geschichtliche Entwicklung der jeweiligen Landschaft. Die Gebäude erzählen die jeweilige kulturelle Entwicklung der Bewohner, Sitten und Bräuche. Eine unsachgemäße Sanierung und Modernisierung verändert das Gesamtbild. Das betrifft nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch die nähere Umgebung. Wegen des Energiepreisanstieges werden die Gebäude gedämmt und der äußerliche Gesamteindruck verändert. Eine Ursache für den Anstieg ist das EEG, wo der Nachbar über die Stromrechnung die Solaranlage des Nachbargebäudes finanziert. Der Klimaschwindel trägt ebenso dazu bei, dass die Bewohner die Gebäudehülle durch Dämmmaßnahmen verändern. Besonders die leichtgläubigen Bürger, welche im Internet oder anderen Medien etwas lesen, ohne das fachliche Hintergrundwissen zu besitzen. Sie machen bei der Modernisierung viele Fehler und tragen so zur langfristigen Zerstörung ihrer Wohngebäude bei.
Aus Kostengründen erfolgte in den Städten der ehemaligen DDR keine oder nur eine Teilsanierung der älteren Mehrfamilienhäuser. Natürlich wurden auch in einigen Stadtgebieten die älteren Gebäude weggerissen. Aber große Teile der älteren meistens aus der Gründerzeit errichteten Gebäude blieben stehen und wurden nach der Wende modernisiert und saniert. In Leipzig hat man so im Musiker-, im Waldstraßenviertel, in Gohlis oder im Süden (Karl-Liebknecht-Straße) wunderschöne ältere Mehrfamilienhäuser. In den alten Bundesländern wurden diese älteren Gebäude durch moderne Bauten ersetzt. Man findet hier nur noch selten so große zusammenhängende Gebiete mit denkmalgeschützten Gebäuden.

Die älteren Gebäude erzählen von den ehemaligen Bewohnern und ihrer historischen Entwicklung. In den ukrainischen Karpaten kann man sehr deutlich an dem Baustil der historischen Gebäude erkennen, welche Nationalitäten in den Dörfern wohnten.

Sanierung von älteren Wohngebäuden

Der Sanierungsaufwand bei den älteren Wohngebäuden ist bei korrekter Ausführung etwa mit dem Neubau eines heute schnell aus Kalksandstein, Beton und Dämmung hingebauten Wohngebäuden gleich zusetzen. Dieser hängt jedoch vom Bauzustand und der Bauausführung ab. Bei einem Fachwerkhaus können bei der Sanierung mehrere Tausend Euro pro Quadratmeter anfallen, bei einem Gebäude aus der Gründerzeit etwa um die 1000 Euro/qm.
Bei Lehmhäusern oder Häuser aus Bruchsteinen sind die Kosten unterschiedlich hoch. Dies hängt immer davon ab, welche Wohnanforderungen gestellt werden.
Daher sind nicht nur Neubauten, sondern auch Denkmalgeschützte Immobilien für Kapitalanleger eine interessante Anlageform. Neben der steuerlichen Sonderabschreibung und der möglichen Fördermöglichkeit braucht kein Energiepass vorgelegt werden. Gerade Letzteres ist nicht uninteressant, da viele der propagierten Energiesparmaßnahmen wirtschaftlich nicht sinnvoll sind. Die Amortisationszeit liegt bei einzelnen Maßnahmen zum Teil bei über 20 Jahren. Ist eine Sanierung bei einer denkmalgeschützten Immobilie geplant, so benötigt man also keine Ausnahmegenehmigung, um eine uneffektive energetische Ertüchtigung zu vermeiden.

Fachwerkhaus in Wernigerode

Einen weiteren Vorteil erkennt man an den (kleinen) Bauschäden bei einem älteren Gebäude. Das sind Schwachstellen, die gezielt saniert werden können. Feuchte Wände im Gründungsbereich haben eine oder mehrere Ursachen. Eine der wichtigsten ist die Kondenswasserbildung an der Wandoberfläche, welche durch Sorption aufgenommen wird. Die Feuchtigkeit wird anschließend wieder an die Raumluft abgegeben. Ein Teil wird durch Diffusion durch die Konstruktion weitergeleitet und bei korrekter Ausführung an der Außenseite wieder abgegeben. Dieser Vorgang hängt von der Materialbeschaffenheit, dem Konstruktionsquerschnitt und äußeren und inneren Faktoren ab. Die von der Sonne beschienenen Wandoberflächen trocknen sehr schnell und Nordseiten, wo sich auch noch Gebüsch oder Bäume in unmittelbarer Nähe befinden, trockenen dagegen kaum. Im Gebäudeinneren sorgt eine Strahlungsheizung für die Austrocknung, dagegen begünstigt eine Konvektionsheizung die lokale Durchfeuchtung einzelner Bauteilabschnitte. Letztes ist durch eine niedrige Raumluftfeuchte und höherer Temperatur auszugleichen. Hier finden sehr komplizierte thermodynamische und quantenphysikalische Prozesse statt, welche bis her nicht vollständig verstanden werden. Diese Zusammenhänge werden beim Studium eines Bauingenieurs nicht vermittelt. Die alten Baumeister kannten diese auch nicht. Sie nutzen jedoch praktische Erfahrungen und setzten diese dann bei der Errichtung der Gebäude um.

Ein Holzhaus oder Lehmhaus mit Schilfdach und einer Strahlungsheizung (Ofen) schafft das beste Raumklima. Aber an diesen Gebäuden kann weder der Betonbau, der Gipsplattenhersteller noch die Dämmstoffindustrie etwas verdienen. Es ist auch verständlich, dass solche Gebäude im Städtebau unpassend sind. Bei der Städteplanung spielen andere Kriterien eine Rolle.

Leider haben die Herren und Damen im Bauordnungsamt recht unterschiedliche Auffassung zum Erhaltungswert einer historischen Immobilie und eines lokalen Wohngebietes. Einen großen Einfluss hat die langfristige städtebauliche Planung, welche sich sehr schnell auch für lokale Stadtbereiche ändern kann. Daher sollte vor der Entscheidung einer Investition in eine denkmalgeschützte Immobilie ausreichend Information über eine mögliche Entwicklung des Standorts eingeholt werden. Günstig dagegen sind Flächendenkmale, da hier sicherlich längerfristig kaum Änderungen zu erwarten sind. Unter www.estador.de erfahren Sie weitere Informationen, welche vor dem Erwerb zu beachten sind.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Das Gartengrundstück zum Wohnhaus

Erstellt von Peter Rauch am 22. August 2016

Das Gartengrundstück direkt am Haus hat für jeden Hausbesitzer eine andere Bedeutung. Der eine möchte sich darin erholen und integriert es durch die Bepflanzung, Terrassen– und Weggestaltung als ein Bestandteil der Immobilie, welche während der warmen Jahreszeit genutzt wird. Andere benutzen es als Abstellfläche für das Auto mit etwas Rasen. Wieder andere benutzen diese Gartenfläche für den Obst- und Gemüseanbau. Es ist eben nicht schlecht, wenn man einige Zeit die eigenen schmackhaften Tomaten essen kann und auf das vitaminarme Einheitsobst und Gemüse aus dem Supermarkt verzichten kann.

Der Garten hat daneben auch einen hohen Erholungswert. Man ist für einige Stunden dem täglichen Stress entflohen und kann ein Stück Natur genießen. Was für die Bewohner in den Dörfern normal ist, fehlt in den Städten. Mitte der 19. Jahrhundert entstanden die Schrebergärten, siehe Artikel Gartenhaus. Die Kinder in den Städten sollten mit der Natur vertraut gemacht werden und in kleinen Beeten Gemüse anbauen. Sicherlich war die Geduld der Kinder nicht so groß und die Eltern übernahmen dann die Pflege der Beete. Später entstanden dann kleine Parzellen, wo die Familien Obst und Gemüse anbauten. In den 30iger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in Leipziger Südost Mehrfamilienhäuser errichtet. Im Hof befanden sich kleine Gärten. Diese dienten weniger zur Erholung, sondern für die Eigenversorgung. Natürlich wuchs auf diesen kleinen Flächen auch nicht sehr viel und konnte die Eigenversorgung nicht decken. Es gab aber im Sommer zusätzlich frisches Gemüse und Obst.

Heute betreibt man den Garten mehr als Hobby. Wie bereits oben genannt, hat jeder eine andere Vorstellung wie der Garten aussehen soll. Hat man sein Garten in einem Gartenverein, so gibt es laut Satzung bestimmte Vorgaben, nach den man sich zu richten hat. Das kann die Laubengröße, die Gartenumzäunung oder auch den Anbau von Obstbäumen betreffen. Bevor man in den Gartenverein eintritt und ein Garten erwirbt, sollte man sich über die Vorgaben informieren. Hat man vollkommen andere Vorstellungen, so ist es besser, man sucht sich einen anderen Verein. Eine Nachbarin wollte einen Naturgarten mit Kräutern usw. Das entsprach nicht den Vorstellungen des Gartenvorstandes, welcher sich gleich in der Nähe befindet. Nach kurzer Zeit hatte sie den Garten wieder aufgegeben.

Gerade, wenn man sich neu einen Garten anschafft, hat man viele Fragen zum Obstanbau zur richtigen Pflanzzeit, dem Baumverschnitt oder wann welche Blumen blühen. Aber auch Tipps, wie ein Garten gestallt werden kann.

Wir hatten ein Bauerhaus aus Lehm, welches bereits die Völkerschlacht bei Leipzig gesehen hatte. In unserer Wohnumgebung gehört ein etwa 500 qm großer Garten zu den Häusern. Der kleine Garten war wie ein Paradies, Ruhe und etwas Natur unweit von einer Hauptstraße. Aber die Stadt Leipzig ist der Meinung, die Stadt muss wachsen und der verbliebene dörfliche Charakter muss beseitigt werden.
In den beiden Bildern sehen Sie unser Gartengrundstück in Leipzig früher und wie dieses jetzt aussieht.

Gartenansicht

Gartenansicht mit denkmalschutzgerechtem Bauwerk dörflichen Charakters

Da ich meinen Garten zum Arbeiten und Schreiben der Fachbücher und der vielen Fachartikel genutzt hatte, welche Sie kostenfrei auf meiner Webseite lesen können, wurde so auch mein Arbeitsplatz vernichtet. Ich hoffe, dass ich auf unserem Grundstück und im Garten hier in den ukrainischen Karpaten wieder Ruhe zum Arbeiten finde. Allerdings müssen wird das Gartengrundstück auch erst einmal nach unserem Vorstellungen umgestalten und haben einige neue Pflanzen angepflanzt. Natürlich geht im Hochsommer bei einer Tagestemperatur von 30 °C nicht alles gut. Ein paar Blumen lassen ihre Blätter ganz schön hängen. Die Erdbeeren haben ihre Umpflanzung gut vertragen. Die Himbeeren und einige Blumen haben die lange Fahrt aus Deutschland ganz gut überstanden. Ich denke, in ein paar Jahren wird das Gartengrundstück genauso schön wie unserer ehemaliger Garten in Deutschland sein. Auf jedem Fall findet man hier auf dem 1500 qm immer einen schattigen Platz für die Mittagsruhe ohne Baulärm und neugierige Augen der Nachbarn.

Garten in Karpaten

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Gesundes Raumklima auch im Sommer

Erstellt von Peter Rauch am 12. August 2016

Zum gesunden Raumklima gehören neben der schadstofffreien Raumluft auch eine bestimmte Luftfeuchtigkeit und eine Raumtemperatur. In der nachfolgenden Tabelle werden Richtwerte für den Arbeitsplatz angegeben, welche sinngemäß aber auch für das Wohnklima anwendbar sind.

Arbeitsleistung Behaglichkeits-
grenze
in [°C]
relative Luftfeuchte
in [%]
Frischluft
in [m3/h]
Luftbewegung
[m/s]
Geistige Arbeit 20-23 35-70 20-40 0,1
Leichte Arbeit 18-21 35-70 30-50 0,1
Schwere Arbeit 14-17 35-70 60-90 0,5

Die Temperatur der Wandflächen sollte gegenüber der Raumlufttemperatur nicht größer als 2 bis 3 K betragen. Bei einer Strahlungsheizung liegt in der Raumhöhe nur eine geringe Temperaturdifferenz vor. Anders ist es bei einer Konvektionsheizung. An der Zimmerdecke herrscht eine hohe Temperatur und über dem Fußboden in der Nähe der Außenwand ist es kalt.
Durch die entsprechende Anordnung und Auswahl der Heizkörper kann während der kalten Jahreszeit eine angenehme Zimmertemperatur erreicht werden.

Im Sommer dagegen wird in einzelnen Räumen eine Kühlung benötigt, damit die Zimmertemperaturen in einem angenehmen Bereich liegen. Besonders heizen sich Baracken oder ausgebaute Dachgeschosse auf. Die Außenschale besteht aus einer Leichtkonstruktion (Mineralwolle, Tragkonstruktion und Dampfbremse), welche nur dämmt aber keine Wärme speichert und so nur gering regulierend auf die Raumtemperatur einwirkt. Sind in der Konstruktion auch noch Fehler, wie zum Beispiel Fugen in der Dämmung oder in der Dampfbremse, so wird die Temperaturschwankung sogar noch verstärkt. Dies gilt sowohl im Sommer bei hohen Außentemperaturen aber auch im Winter bei niedrigen Temperaturen. Im Winter kommt aber noch ein Problem hinzu, da durch das Druckgefälle von inne nach außen gleichzeitig Feuchtigkeit in die Dämmschicht transportiert wird. Die Dämmung wird feucht und die Wärmeleitung erhöht sich und die Dämmung verliert an Dämmeigenschaften. Bereits bei ca. 4 % Feuchtigkeit verliert die Mineralwolle fasst 50% ihrer Dämmeigenschaft. Im Sommer trocknet diese Feuchtigkeit wieder aus. Allerdings fühlt man sich bei sehr hohen Raumtemperaturen um 30 °C nicht wohl. Neben der genannten Leichtkonstruktion begünstigen Fensterflächen die Raumtemperatur. Bei Sonnenschein erfolgt auch eine Erwärmung der Bauteil- bzw. Möbeloberflächen. Diese erwärmen die Raumluft. Was im Winter gewollt ist, soll im Sommer vermieden werden. Jalousien reduzieren die Sonneneinstrahlung. Am günstigsten wirken die äußeren Jalousien. Sie wirken gleichzeitig isolierend durch den zusätzlichen Luftraum zwischen Jalousie und Fensteroberfläche.
Aber nicht in jedem Fall sind diese konstruktiven Maßnahmen ausreichend. In dem Fall ist der Einsatz einer Klimaanlage sinnvoll, welche während der warmen Jahreszeit kühlt aber auch für die Wärmeversorgung einsetzbar ist. Im Shop Mitsubishi-Electric M-Serie finden Sie sicherlich ein geeignetes Klimagerät.

In Tunesien findet man sowohl Klimageräte für innen aber auch für außen. Man muss bedenken, dass es dort über mehrere Monate sehr heiß ist und in der Nähe des Meeres in der Nacht sich nicht sehr stark abkühlt. Im Winter dienen die Klimageräte in den Hotelanlagen nicht für die Kühlung, sondern als Heizung. Auch wenn die Stromkosten für deutsche Verhältnisse gering sind, so sind diese für die einheimische Bevölkerung teuer und werden trotz des Vorhandenseins nur sparsam genutzt. Die Familien, welche wir besucht hatten, hatten keine Klimaanlagen. Die älteren Wohngebäude haben hohe Räume mit Kuppeln oder einem Tonnengewölbe. Im oberen Teil der Räume befindet sich die warme Luft und im unteren Teil liegen dagegen auch an heißen Tagen angenehme Lufttemperaturen vor. In der Regel sind die Fenster relativ klein. Sie bestehen aus einer Einscheibenverglasung und außen aus Rollladen aus Holz. Klimatisch am günstigsten schneiden die Gebäude ab, welche aus einem dicken Mauerwerk mit massiven Feldsteinen bestehen. Aus Kostengründen werden jedoch dünne Mauerwerke gebaut. Bei Neubauten gehören die Klimageräte wie die solare Wassererwärmung zum Standard.

Klimaanlage auf Djerba
Klimaanlage bei einem Wohnhaus auf Djerba

In Bulgarien hatten wir vorwiegend nur bei Hotelanlagen und bei neuen Mehrfamilienhäusern Klimageräte gesehen. Gerade die Wohngebäude am Schwarzen Meer, welche als Ferienwohnung verkauft werden, sind in Skelettbauweise ausgeführt und vorwiegend mit einem ca. 11 cm Mauerwerk ausgefacht und einer Außendämmung versehen. Da die Wohnungen in der Regel nur 3 Monate im Sommer genutzt werden, müssen diese entsprechend preiswert errichtet werden. In vielen Fällen haben diese Wohnungen auch keine Heizung. Ergänzt soll an dieser Stelle nur, dass die in diesem Land die Wohnfläche gegenüber Deutschland anders berechnet wird. Hier zählen die Innenwände und alle überbaute Flächen dazu. Daher fällt die angegebene Fläche der Wohnung größer und bei einem Haus zum Teil erheblich größer aus, als die nach deutschem Verständnis genutzte Wohnfläche.

In den ukrainischen Karpaten habe ich bisher nur selten ein äußeres Klimageräte für die Kühlung gesehen. Auch hier sind die Gebäude aus Kostengründen relativ einfach gebaut worden. Wir haben selbst ein Haus aus den 50-iger Jahren, welches aus Langlochsteinen mit einer Wandstärke von 27 cm (inklusiv Innen- und Außenputz) besteht. Im Sommer bei 30 °C hat diese Konstruktion ein annehmbares thermisches Verhalten. Das Haus steht frei und die überwiegende Erwärmung erfolgt über die großen Kastenfenster. Am Nachmittag erreicht die Amplitude mit der hohen Temperatur die Innenseite und es wird im Raum warm. Mit dem Sonnenuntergang kühlt die Außenluft in der Berglandschaft sehr schnell auf unter 20 °C ab. Bei geöffneten Fenstern kann die Raumtemperatur schnell verringert werden. Ab etwa Mitternacht sind die Innenseiten der Außenwände auch wieder kühler und am Morgen bis zum Nachmittag liegt die Raumtemperatur in einem angenehmen Bereich. Nach der deutschen Energiesparverordnung ist diese Wandkonstruktion untragbar und müsste mit 10 cm Dämmung versehen werden. Was hier wegen der höheren ständigen Luftfeuchtigkeit im Sommer im Außenbereich gleich gar nicht funktioniert.
Auch wenn die Auskühl- beziehungsweise Aufheizdauer von (mehrschichtigen) Außenbauteilen in diesem Fall sehr kurz ist, kann man in der Praxis damit leben. Man muss nur beim Nutzungsverhalten die entsprechenden konstruktiven Merkmale beachten. Im Winter sind die Außenwände nicht gerade gut. Ebenso bestehen hier die Decken zum nicht ausgebauten Dachboden lediglich aus einem Deckenputz auf einer Sparschalung und Deckenbalken.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Tipps für ein altersgerechtes Badezimmer

Erstellt von Peter Rauch am 11. August 2016

Wer ein Haus baut, plant auch das Badezimmer mit viel Fingerspitzengefühl. Ein Thema dabei ist das altersgerechte Wohnen. Kurz gesagt bedeutet das: ein Badezimmer ohne Hürden, mit Stützgriffen für den sicheren Halt und mit genügend Fläche, um sich zu bewegen.

Barrierefrei oder altersgerecht?

Im Sprachgebrauch wird altersgerechtes Wohnen oft mit dem Terminus barrierefrei in Verbindung gebracht. Dabei stehen die Wörter nicht als Synonyme zueinander. Eine altersgerechte Einrichtung kann vielmehr als Teil der Barrierefreiheit verstanden werden. Die Barrierefreiheit wird in der DIN-Norm 18040-2 geregelt und beschäftigt sich mit wohnlichen Lösungen für Menschen mit motorischen oder sensorischen Behinderungen, sodass sie sich Zuhause selbstständig ohne fremde Hilfe bewegen können. Barrierefreies Wohnen schließt demnach Teile des altersgerechten ebenso wie behindertengerechten Wohnens mit ein. Die altersgerechte Einrichtung ist im Gegensatz dazu nicht fest definiert, somit frei von strengen Vorgaben und richtet sich eher an individuelle Bedürfnisse.

Bodenebene Dusche

Ein wichtiger Bestandteil jedes altersgerechten sowie barrierefreien Badezimmers ist die bodengleiche Dusche. Der Zugang zur Duschzone erfolgt ebenerdig – ohne Stufen oder Hürden. Auch für Personen, die einen Rollstuhl nutzen, ist diese Art der Duschwanne äußerst vorteilhaft, da sie mühelos hineinfahren können. Hinzu kommt, dass die ebenerdige Dusche seit Längerem auch hinsichtlich des Designs stark gefragt ist und so in zahlreichen Variationen wie dem eingebauten und befliesten Duschboard oder als superflache Duschtasse angeboten wird. Welche Vorteile die verschiedenen Modelle haben, erfahren Interessierte zum Beispiel bei Calmwaters.
Bei jeder Dusche ist wichtig, dass der Duschbereich ausreichend groß ist und genügend Platz für die mühelose Drehung um die eigene Körperachse bietet. Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sollte mindestens 1,50 Meter in Breite sowie Länge einplanen, ansonsten reichen Duschzonen im Bereich von 1,20 Meter gut aus. Um den Duschspaß noch komfortabler zu gestalten, empfiehlt es sich, die Duscharmatur sowie Seifenspender auf Bauchhöhe zu platzieren.

Erhöhtes WC

Zu einem altersgerechten Badezimmer gehört auch eine Toilette, die ihre Nutzer gut bedienen können. Oftmals ist es ratsam, das WC etwas höher als üblich zu montieren. So fällt das Hinsetzen und Aufstehen leichter. Typische Maße dafür liegen im Bereich zwischen 46 bis 48 cm Höhe. Ist das WC zusätzlich mit Stützgriffen ausgestattet, zeigt sich der Zugang als noch komfortabler. Damit auch die Reinigung mühelos gelingt, greifen Senioren gerne zu einem WC mit Öffnung an der Vorderseite. Ein solches Modell bietet auch Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ein erleichtertes Umsetzen.

Barrierefreie Lösungen

Während die oben genannten Maßnahmen häufig zum Gegenstand in altersgerechten Wohnungen werden, gibt es weitere Lösungen, die insbesondere für Menschen im Rollstuhl ein selbstständigeres Leben versprechen. Dazu zählt der unterfahrbare Waschtisch: Hierbei handelt es sich um ein flaches Waschbecken inklusive spezieller Ablauftechnik, das ideal von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann. Sie erreichen den Wasserhahn ohne Mühen aufgrund der angepassten Formgebung des Beckens und sie stoßen sich auch nicht die Knie am Siphon. Für die Nutzung der Badewanne eignet sich auf der einen Seite ein spezieller Badewannenlift, auf der anderen Seite sorgt eine Tür in der Wanne für den komfortablen Zugang. Das Gute an beiden Varianten: Sie können auch nachträglich in das Badezimmer integriert werden. Wer schon von Anfang an eine leicht begehbare Wanne wünscht, wählt ein besonders niedrig montiertes Modell. Der Rand hat dann eine Höhe von etwa 25 cm – für viele eine überwindbare Hürde. Zusätzlich sollten auch hier Stützgriffe für den sicheren Halt zum Einsatz kommen. Damit sich alle Sanitärobjekte gut bedienen lassen, eignen sich Einhebelmischer am Waschbecken, in der Dusche und der Badewanne. Die eine Hand stellt Wassermenge und -temperatur ein, während die andere zum Stützgriff greifen kann und so für einen sicheren Stand sorgt. Empfehlenswert sind auch Mischbatterien, die durch einen Bewegungssensor aktiviert werden. So stoppt der Wasserhahn nach einigen Sekunden ganz automatisch – versehentlich laufende Armaturen gehören damit der Vergangenheit an.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Arbeitsschutz für den Bauherrn

Erstellt von Peter Rauch am 27. Juli 2016

Der Arbeitsschutz ist ein Teilgebiet der Arbeitswissenschaften und gehört zur Sicherheitswissenschaft. Hierzu gehören aber auch die Bereiche Haus, Freizeit und Verkehr.

Auch die privaten Bauherren und Hausbesitzer haben bei Baumaßnahmen für den Schutz der Handwerker und für Fußgänger am Grundstück und die Hausbewohner zu sorgen. Deshalb ist vor den Baumaßnahmen eine Bauherrenversicherung abzuschließen. Das gilt sowohl für den Neubau als auch für größere Sanierungsmaßnahmen.

Laut Baustellenverordnung vom 1. Juli 1998 haben die Bauherren die Verantwortung für das Bauvorhaben und sind für die Umsetzung der baustellenspezifischen Arbeitsschutzmaßnahmen verantwortlich.
Im Jahr 2006 starben durch Unfälle im Haushalt laut Statistischen Bundesamtes 6455 Menschen. Im Straßenverkehr waren es im gleichen Zeitraum 5174 Menschen. Damit wird die Bedeutung der Schutzmaßnahmen auch bei kleinen Reparaturarbeiten deutlich.

Baustelle auf Djerba
Auf der Baustelle hier auf Djerba in Tunesien sind keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden.

Ziel der Baustellenverordnung ist es, den Schutz aller an dem Bau Beteiligten und der Handwerker zu verbessert. Vergessen wird oft der eigene Schutz. Sicherlich aus der Sicht der Haftungsfrage nicht ganz so wichtig aber es beringt den Bauherrn nichts, wenn er mehrere Monate wegen eines Beinbruches nicht arbeiten kann. Verletzt sich ein Familienmitglied bei den Sanierungsarbeiten, so gilt auch die Haftung. Daher sollten unbedingt die Arbeitsschutzvorschriften auch bei kleinen Renovierungsarbeiten beachtet werden, egal ob eine Handwerksfirma bestellt wird oder man diese Arbeiten selbst ausführt.

Folgende Maßnahmen sind erforderlich:

Vor der Errichtung der Baustelle ist das Bauvorhaben beim Staatlichen Amt für Arbeitsschutz zu melden. Ebenso sind die Bewohner über den Beginn und mögliche Beeinträchtigung zu informieren. Bei kleinen Reparaturarbeiten ist dies natürlich nicht erforderlich.

Die Bestellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators (SiGeKo) ist nur bei größeren Baustellen erforderlich. Dies gilt auch für die Erstellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzplans (SiGePlan).
Gefährdungsbereiche sind zu kennzeichnen und ausreichend mit den entsprechenden Sicherungsmitteln zu sichern und der Baustellenverantwortliche alle erforderlichen Absperrmaßnahmen nachweisen kann. Fußgänger ignorieren z. B. eine Absperrung und laufen mit gebückter Haltung durch eine Leiter an der Hauswand, auf welcher ein Handwerker steht. Man sollte bei der Absicherung von Gefahrenstellen auch unmögliche Situationen einkalkulieren.

Nicht nur bei der Ausführung von Bauarbeiten sollte auf die richtige Arbeitskleidung und vor allem Schutzausrüstung zu achten. In dem Shop von tragardo.de erhalten Sie die entsprechende Kleidung und Schutzmittel, wie Schutzhandschuhe, Atemschutzmasken, Bauhelme oder Arbeitsschuhe, für jede Berufsgruppe. Sie schützen nicht nur, sondern sind heute auch modisch. Arbeitskleidung ist aus strapazierbarem Material gefertigt. Sie bietet für die jeweilige Tätigkeit einen gewissen Schutz, was bei normaler Tageskleidung nicht immer der Fall ist.

Ebenso wichtig für den eigenen Schutz ist die Verwendung des geeigneten Werkzeugs oder das Aufstellen einer standfesten Leitern.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Wozu dient ein Raumentfeuchter?

Erstellt von Peter Rauch am 14. Juni 2016

Die Bedeutung des Einsatzes von Raumentfeuchter nimmt immer mehr zu. Die veränderten Wohnansprüche und vor allem die gesetzlichen Forderungen an den Wärmeschutz wirken sich auf das Raumklima aus. Die in den Räumen durch das Kochen, Duschen, Zimmerpflanzen oder die durch unseren Körper abgegebene Feuchtigkeit wird nicht mehr ausreichend schnell an die Außenluft abgegeben. Aber auch früher war die Luftfeuchtigkeit in den Räumen nicht wesentlich niedriger als heute. Vielleicht war diese sogar höher, da wesentlich mehr Personen auf der gleichen Fläche wohnten.
Nicht so dichte Fenster, sicherlich wurde auch mehr und länger am Morgen und am Tag gelüftet, sorgten für einen ausreichenden Luftaustausch. Es wurde bei der höheren Luftwechselzahl sowohl Feuchtigkeit als auch Schadstoffe hinaus gelüftet. Die Energiesparverordnungen fordern dichte und gut isolierte Fenster. Kondenswasser, welches sich im Winter an dem Einfachglas ansammelte, konnte weggewischt werden. Es war aber auch ein sicheres Zeichen für eine hohe Luftfeuchtigkeit und es wurde gelüftet. Heute nutzt man dies Erkenntnis für Sensoren, welche dem Bewohner anzeigen, dass er lüften sollte. Es werden künstliche Wärmebrücken in die Außenwand eingebaut. Nimmt hier die Feuchtigkeit stark zu, so wird ein Gefahrensignal gesendet. Wurden früher diffusionsoffene Wandkonstruktionen errichtet, wie Ziegel- oder Lehmwände, so werden heute nicht mehr monolithische, sondern mehrschichtige Wandkonstruktionen errichtet. Durch den Wechsel der einzelnen Schichten können an den Übergängen sperrende Wirkungen für den Diffusionsstrom entstehen. Hinzu kommt, dass viele kunststoffmodifizierte Baustoffe zur Anwendung kommen. Besonders kritisch sind diese an den Wandoberflächen. Hier wird der Feuchtigkeitsübergang behindert, z. B. Gipsputze oder Dispersionsfarben. Im Gebäudeinnern wird die feuchtigkeitsausgleichende Wirkung reduziert, die Feuchtigkeitsspitzen werden nicht schnell genug abgebaut, die Adsorption gegenüber rein mineralischen Putzen bzw. Farben ist kleiner. Das Gleiche gilt auch für die Außenwandoberfläche. Hier soll aber die Feuchtigkeit aus der Wandoberfläche gut und schnell entweichen können. Im Winter wird nur ein verhältnismäßig kleiner Teil an Feuchtigkeit durch die Wand gegenüber der wesentlich größeren Feuchtigkeitsmenge, welche durch das Lüften nach außen gelangt, transportiert. Während der warmen Jahreszeit sieht dies jedoch anders aus. Kann die Wand im Winter nicht ausreichend abtrocknen, so nimmt die Feuchtigkeitsmenge im Wandquerschnitt langsam zu. Die Folge ist eine höhere Wärmeleitfähigkeit.

Was bedeutet die Feuchtigkeitszunahmen für den Bewohner?

Die wohnhygienische relative Luftfeuchtigkeit sollte etwa um 50 % liegen. Zu trockene Luft belastet die Schleimhäute. Sehr feuchte Luft begünstigt das Wachstum von Mikroorganismen, wie Bakterien und Pilze. Letzteres ist gerade im Sommer der Fall. Im Winter wird dies vorwiegend an kalten Wandoberflächen durch eine Schimmelbildung deutlich. Besonders gefährdet sind die Schlafzimmer, wenn zu wenig gelüftet wird. Sind die Schlafzimmer klein und die Fenster in der Nacht geschlossen, so steigt die Luftfeuchtigkeit stark an. Ein Teil der Feuchtigkeit wird durch die Bauhülle und bedingt durch die Einrichtungsgegenstände aufgenommen. Später, wenn die Luftfeuchtigkeit durch ein ausreichendes Lüften abgesenkt wurde, wird diese gespeicherte Feuchtigkeit wieder an die Raumluft abgegeben.

Auch wenn vorbildlich gelüftet wird, kann es vorkommen, dass die ständige Luftfeuchtigkeit hoch bleibt. Das hängt von der produzierten Feuchtigkeitsmenge, der Adsorptionsfähigkeit der Wandoberfläche und der Raumgröße ab. Besonders betroffen sind Wohnungen, wo sich ein Teil der Außenwände unterhalb der Geländeoberfläche befindet oder Gebäude mit Natursteinwänden.

In diesem Fall hilft, wie bereits zum Anfang genannt, ein Raumentfeuchter.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Küchenplanung

Erstellt von Peter Rauch am 9. Juni 2016

Jeder einzelne Raum in einem Haus bzw. in einer Wohnung hat eine bestimmte Funktion. Das Haus selbst hat eine Schutzfunktion vor der Witterung, gesundheitlichen Einflüssen und vor Langfinger. Das Haus muss als so gebaut werden, dass starker Wind und Regen die Bauhülle nicht schädigen. Neben den wichtigen bauphysikalischen Eigenschaften, wie Schallschutz oder Wärmeschutz, sind die Eigenschaften der Baustoffe und Einrichtungsgegenstände von Bedeutung. Sie müssen beständig sein und dürfen keine Schadstoffe an die Raumluft abgeben. Lange Zeit wurden Möbel und Bauteile aus Spanplatten erstellt, welche Formaldehyd an die Raumluft abgeben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kommt nach Auswertung neuer Studien zum Ergebnis, dass Formaldehyd eindeutig Krebs erzeugen kann. Sollten Sie noch älter Möbel aus Spanplatten in der Wohnung haben, so ist eine Raumluftanalyse sinnvoll. Vor allem sollten die Räume schadstofffrei sein, welche lange Zeit benutzt werden, wie zum Beispiel das Schlafzimmer oder das Kinderzimmer. Bei einem Flur oder einer Abstellkammer ist ein Austausch nicht so dringend.

Die Dauer der Benutzung einer Küche hängt von deren Nutzung ab. Werden lediglich die Frühstücksbrote gemacht oder gelegentlich nur kleine Gerichte in der Mikrowelle erwärmt, so werden an die Küchenmöbel nur geringe Anforderungen gestellt. Nicht an die Qualität, sondern an die Ausstattung, welche dann auch den Preis bestimmt. In vielen Haushalten gibt es hochwertige und teure Küchen. Aller paar Wochen wird lediglich ein Ei gebraten. Über den Sinn lässt sich streiten.
Dagegen werden ganz andere Anforderungen an die Küchenmöbel gestellt, wenn täglich für eine große Familie gekocht werden muss. Die Küchenarbeit wird durch eine Vielzahl an moderne Haushaltsgeräte erleichtert, welche sinnvoll in die Küchenmöbel integriert sind.
Gegenwärtig ist der Trend zu den amerikanischen Küchen. Ist das Wohnzimmer ausreichend groß, so nimmt die Küche eine Ecke des Raums als selbstständige funktionelle Einheit ein. Optisch und funktional sind es zwei Räume, welche nicht durch eine Trennwand abgegrenzt sind.
Bevor eine neue Küche eingerichtet wird, sollte eine professionelle Küchenplanung, wie es zum Beispiel der
Küchenplaner in Hamburg anbietet, genutzt werden, um eine optimale Funktionalität zu erhalten.

Aus meiner Kindheit kenne ich es noch. Das tägliche Familienleben fand in der Küche statt. Auch später in 90iger in den Bauerhäusern hielten sich die Bewohner vorwiegend in der Küche auf. Im Elsass war dies ebenfalls der Fall. Modern eingerichtete Küche mit Fernseher und bequemer Eckbank. Das Gleiche findet man auch heute noch in den ukrainischen Karpaten. Direkt vom Eingang kommt man in die Wohnküche. Die Sommerküche ist meistens etwas einfacher eingerichtet, da sie als Zweitküche dient. Diese ist einem separaten kleineren Haus untergebracht. Von ihr kann man direkt in den Garten oder auf die Terrasse. Die Sommerküchen gibt es in Bulgarien, in Transkarpatien und vereinzelt auch in Deutschland. Der praktische Nutzen besteht sicherlich darin, dass nicht soviel Schmutz in das Haus getragen wird. Durch die Bereitung der Speisen verschmutzen auch die Wände und Möbel relativ schnell, sodass aller 2 bis 3 Jahre eine Renovierung erforderlich ist.

Eine Küche sollte nicht nur praktisch sein, sondern sich auch optisch in die Wohnung einfügen.

Essen mit viele Vitaminen

Wir wünschen Ihnen eine guten Appetit mit gesunder Ernährung.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Stahlbau im Wohnungsbau

Erstellt von Peter Rauch am 3. Juni 2016

Historisch wurden die Gebäude vorwiegend aus Baustoffen errichtet, welche in der Natur vorkommen, wie Holz, Steine, Lehm oder Stroh. Im Verlauf der Zeit wurden die Baustoffe verarbeitet, wie die Herstellung von Ziegel oder Bindemittel. Besonders gute Eigenschaften haben die Ziegel in Ägypten oder der Römische Beton, welcher teilweise bereits 2000 Jahre hält. Die Holzkonstruktion wurden mit unterschiedlichen Zimmermannverbindungen, wie Abplattung, Zapfen oder Holznägel verbunden. Die Verarbeitung dieser Baustoffe ist arbeitsintensiv und lässt nur eine begrenzte Gestaltung zu. Große Gebäude bestehen aus dickem Mauerwerk und auch die Spannweiten der Decken oder Brücken müssen entsprechend massiv ausgeführt werden. Die massive Ausführung hat natürlich auch Vorteile. Das ist die lange Haltbarkeit, gute Schalldämmung, teileweise gute Dämmeigenschaften. Dem gegenüber stehen aber die sehr hohen Kosten bei der Herstellung und bei den laufenden Kosten für die Nutzung und Instandhaltung.

Moderne Baustoffe bieten preisgünstigere Konstruktionsmöglichkeiten. Aus welchen Gründen immer, werden schlanke Mauerwerke aus Kalksandsteinen errichtet und mit dicken Styroporplatten beklebt. Statt gut dämmendes Ziegelmauerwerk herzustellen. Beton, besonders Stahlbeton lässt sich nicht mittelbar als ökologischen Baustoff einordnen, aber die lange Haltbarkeit und die hervorragenden Eigenschaften sind in vielen Anwendungsgebieten des Bauwesens den der natürlichen Baustoff weit überlegen. Das sind zum Beispiel die großen Bauhöhen, schlanke Konstruktion, hohe Zug- und Druckfestigkeit (Stahlbeton) und die hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit. Der Einsatz von Beton ist auch dort sinnvoll, wo die Haltbarkeit von natürlichen Baustoffen aufgrund der Witterung und Bodenfeuchtigkeit zeitlich begrenzt ist.

Weiterer Baustoffe sind Metalle, welche heute im Bauwesen nicht mehr wegzudenken sind. Das sind Fensterrahmen oder Fassadenverkleidung aus Aluminium, Blechabdeckungen am Dach, Fensterbänke, Dachentwässerung usw. aus Kupfer- oder Zinkblech. Ebenso in der gesamten Sanitär-, Heiz- und Lüftungstechnik finden verschiedene Metalle aber auch Edelmetalle Anwendung.
Stahl hat aufgrund seiner hohen Festigkeit ein sehr breites Anwendungsfeld. Das Bewährungseisen im Beton verleiht dem Stahlbeton die hohe Zugfestigkeit. Beton allein nimmt nur Druckfestigkeit auf. Der Anwendungsbereich wäre so nur auf wenige Bereiche begrenzt. Spezialbeton besteht aus Stahlfasern, Glasfasern, Textilfaser oder anderen hochwertigen Fasern. Die Vorteile bestehen in der dünnwandigen aber auch hochfesten Eigenschaft dieses Baustoffs.

Das Anwendungsgebiet von Stahl, ob Stahlbleche oder Stahlprofile im Wohnungsbau ist nahezu unbegrenzt. Hierzu zählen Geländer, Treppen, Stahlträger, Verkleidungen, Profile im Trockenbau und vieles mehr.

Stahlgeländer bei einem Balkon

Das Problem von Eisen ist seine geringe Korrosionsbeständigkeit. Daher sind Beschichtungen erforderlich, welche den Stahl vor der jeweiligen klimatischen Beanspruchung schützen. Die bekanntesten Schutzmaßnamen sind spezielle Farben oder Feuerverzinkung. Bei besonderen Anforderungen kommt Edelstahl zur Anwendung. Letzter ist natürlich von den Anschaffungskosten höher. Ist jedoch ein ständiger Korrosionsschutz erforderlich, so können langfristig höhere Kosten auftreten als bei der Verwendung von Edelstahl. Besonders bei Konstruktion im Außenbereich ist auf einen konstruktiven Korrosionsschutz zu achten. Das ist die Vermeidung von Ecken, wo sich Staub und Wasser ablagern können.

Der Metallbau, wie zum Beispiel die Firma H&H Eisen Müller GmbH & Co. KG ermöglicht vielfältige spezielle Konstruktionen aus Metall. Das können Balkons, Geländer für Balkons, Treppen, Treppengeländer, Metallzäune, Tore oder Türen sein. Das sind Bauteile, welche nur in wenigen Fällen als standardisierte Bauteile angeboten werden. Sie sollen ja auch in die vorhandene Bausubstanz passen und auch gleichzeitig diese optisch verschönern. Es kommt nicht nur auf eine korrekte Verarbeitung der Metallteile an, sondern die Größe und Form muss zum Baustil des Gebäudes passen und so den Wert des Gebäudes erhöhen. Es kann aber auch der umgekehrte Fall eintreten, wenn die Metalltreppe „stümperhaft“ zusammengebaut und eine unpassende Form gewählt wurde.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »