Altbausanierung und Energiepolitik

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
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 1. Bauphysik Wärmeschutz
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 5. Bauberatung/Gutachten
 6. Holzkonstruktionen
 7. Tipps zu Immobilien
 8. Baukonstruktionen
 9. Raumklima / Schadstoffe

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Archiv für die 'Bauen und Wohnen' Kategorie

Informationen zur Altbausanierung, zu Baukonstruktion oder zur richtigen Auswahl von Baustoffen. Berichten Sie über Ihre Erfahrungen.

Eine neue Treppe

Erstellt von Peter Rauch am 18. Januar 2015

Treppen dienen zur Überwindung von Höhendifferenzen innerhalb einer Ebene oder zwischen den Etagen eines Gebäudes. In einer Etage sollten möglichst keine Stufen oder Schwellen vorhanden sein. Sie stellen immer eine Stolpergefahr dar. Wenn Stufen nicht ausreichend und richtig beleuchtet (Schattenbildung) werden, kann man schnell stolpern. Oft findet man ältere Häuser, welche durch Anbauten erweitert wurden. Bei diesen sind nicht nur die Räume verwinkelt, sondern es befinden sich innerhalb der Etage zwischen den Zimmern überall Stufen. Dort befinden sich keine Lampen und auch keine Fenster. Das hatten wir nicht nur bei einem zu begutachtenden Siedlungshaus in Leipzig Nordost gesehen. Auch bei einem Wohngebäude bei Swaljawa in den ukrainischen Karpaten konnten wir diese unschöne Ausführung sehen. Diese Fehler werden also überall gemacht.

Sind Stein- bzw. Betontreppen vor wiegend für feuchte- und witterungsbelastet Orte geeignet, so finden sie aber auch im Neubau von Mehrfamilienhäusern, Industrie- und Bürogebäuden Anwendung. Stahltreppen findet man vorwiegend im Außenbereich oder in Industriegebäuden. Holztreppen benötigen einen hohen Pflegeaufwand und sind empfindlich gegenüber Witterungseinflüssen. Daher findet man diese Konstruktion vorwiegend im Innenbereich.

Im Gebäude befinden sich die Geschosstreppen, Bodentreppen und Kellertreppen, am Gebäude die Außentreppe oder Freitreppe.
Treppen haben in ihrer einfachsten Ausführung einen quadratischen oder rechteckigen Grundriss. Die Form hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das sind einmal die Gebäudegröße und die Funktion des Gebäudes und der zur Verfügung stehende Platz. In öffentlichen zugänglichen Gebäuden, wie Radhäuser, Schulen, Theater usw., befinden sich große und breite Treppen. Sie müssen neben dem repräsentativen Charakter auch die Anforderungen des Fluchwegs erfüllen und werden wesentlich mehr belastet als eine Treppe im Einfamilienhaus. Die Laufbreite bei Mehrfamilienhäusern bis zu 3 Wohnungen sind größer als 90 cm, um den Transport von Möbeln oder Krankentragen zu ermöglichen.

Bei einem Einfamilienhaus sind gegenüber einem Mehrfamilienhaus die Treppen in der Regel schmaler, da ja möglichst keine Wohnfläche verschenkt werden soll. Bei Etagenwohnungen oder im Dachgeschoss bieten sich besonders Raumspartreppen an. Bei guter Planung wirken diese als interessantes Gestaltungselement und können auch als funktionale Raumteiler dienen. Werden kleine und schmale Treppe zum Beispiel im Dachgeschoss geplant, so ist auch darauf zu achten, dass in diese Wohnräume auch Möbel Transport werden müssen. Nicht überall kann der Möbeltransport über die Fenster erfolgen. Die Umwehungen (Geländer oder Brüstungen) der Treppenpodeste und Treppenöffnungen müssen für den Transport genügend Platz bieten oder müssen leicht abmontierbar sein. Gerade bei Wendeltreppen im Dachgeschoss ist dies nicht immer möglich. Hier muss dann eine entsprechend große Luke in den Fußboden der obersten Ebene eingebaut werden, welche optisch nicht auffällt, aber sich auch ohne großen Aufwand öffnen lässt. Durch diese Öffnung können dann die Möbelstücke durchgereicht werden.

Schöne geschwungene Treppen mit Design können den Wohnräumen eine besondere Atmosphäre vermitteln, wenn diese zu einer Galerie in die nächste Etage führen. Solche Treppen findet man natürlich nicht als fertige Standardtreppe. Gerade wenn nachträglich das Dachgeschoss ausgebaut werden soll, ist nicht immer genügend Platz für eine der zahlreichen Treppe vorhanden. Einmal muss die Durchgangshöhe von 2 m eingehalten werden und die Steigung und Form kann dabei recht unterschiedlich sein. Individuelle Treppen stellen eine besondere Herausforderung an das handwerkliche Geschick der Treppenbauer. Gerade hier kann der Fachmann zeigen, dass er sein Handwerk versteht.
Wenn man selbst handwerklich geschickt ist, kann man selbst
Treppen online kaufen. Dieser Treppenshop bietet Systemtreppen an, welche als Bausatz geliefert werden und eine einfache Selbstmontage ermöglichen. Gerade bei einer Altbausanierung kann neben den vielen anderen Sanierungsmaßnahmen auch die Erneuerung der alten Treppe anstehen. Diese preiswerte Variante kann so dem Bauherrn Geld sparen ohne eine Minderung der Qualität.

Was sollte bei der Sanierung einer Treppe beachtet werden?

Die Steighöhen der Stufen hängen von der Nutzung ab. Bei Kurztreppen und Gartentreppen betragen diese 14-16 cm, im Einfamilienhaus 17-18 cm, bei wenig frequentierten Treppen 20 cm und bei Boden- und Kellertreppen 22 cm. Das Steigungsverhältnis darf sich in der Lauflinie nicht ändern. Die Auftrittsbreite darf nicht weniger als 26 cm sein. Die schmalste Stelle bei einer gewendelten Treppe beträgt mindestens 10 cm. Ändert sich die Steighöhe der Stufen gerade am Podest, so wird diese Stufe zu einer Stolperstelle. Dies findet man bei unsachgemäßer Sanierung einiger älteren Mehrfamilienhäuser, wo die alte Dielung der Podeste nicht erneuert wurde, sondern es wurde ein zusätzlicher Belag, Laminat oder Ähnliches, aufgelegt.

Eine Bodentreppe, welche als raumsparende Einschubtreppe zum nicht ausgebauten Dachgeschoss eingebaut wurde, stellen oft nicht erkannte Problembereiche dar. Die Fugen sind nicht ausreichend dicht und die warme Luft strömt durch diese Fugen in den Spitzboden. Es kommt hier im Winter als Folge der niedrigeren Temperatur zur Tauwasserbildung und abgelagerte Gegenstände werden feucht und schimmeln. Ebenso tritt ein nicht unerheblicher Energieverlust auf und es zieht überall im oberen Geschoss, ohne die Ursache zu kennen. Beim Einbau ist auf fugendichtes Verschließen des Luke zu achten.

Plant man ein neues Einfamilienhaus, so sollte man auch daran denken, dass man in 30 bis 40 Jahren nicht mehr so gut Treppen steigen kann. Eine schlecht geplante Treppe kann dann zum unüberwindbaren Hindernis werden. Nun denkt man mit 35 oder 40 Jahren nicht unbedingt an einen Treppenlift, es sollte aber im Treppenhaus so viel Platz sein, dass ein späterer Einbau möglich ist.

Wir selbst hatten ein anderes Hauses gesucht. Aus dem Dachgeschoss hat man eine fantastische Aussicht über den Auenwald. Aber die Treppe zum Raum im Dachgeschoss ist eine Katastrophe. Sehr eng verwunden, steil und die Kopfhöhe ist an einer Stelle der Lauflinie vielleicht etwas 160 cm hoch. Bei der Besichtigung hatte ich mir überlegt, wie kommst du in ein paar Jahren dann in das Zimmer, welcher der Arbeitsraum werden sollte. Ein Umbau oder eine nachträgliche Veränderung der Treppe ist ohne größeren Umbau nicht möglich. Also auch an solche Situationen sollten sie beim Kauf eines Hauses denken. Man bleibt nicht ewig jung und das Haus möchte man nur deswegen nicht verkaufen.

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Was ist beim Einbruchschutz zu beachten?

Erstellt von Peter Rauch am 17. Januar 2015

Sind die Türen und Fenster nicht gesichert, so bieten diese eine gute Zugangsmöglichkeit für unerwünschte Besucher. Nach dem Einschlagen oder dem Ausschneiden der Scheibe in der Nähe der Verrieglung lassen sich die Fenster oder Türen öffnen, um einzusteigen.

Einbruchschutz der Fenster

Fenster bieten für den Einbrecher nicht nur den Zugangsweg, sondern sind in vielen Fällen auch der Fluchweg und der Transportweg für das Diebesgut. Besonders sind Fenster betroffen, die etwas versteckt und nicht gleich einsehbar sind. Fenstergitter bieten den sichersten Schutz. Allerdings ist damit auch ein möglicher Fluchtweg für den Bewohner versperrt, wenn es doch einmal in der Wohnung brennen sollte. In der Hektik und Panik bekommt man auch nicht schnell genug ein Vorhängeschloss auf.
Nicht so sicher aber trotzdem mit hoher Wirkung ist ein abgeschlossener Fenstergriff. Dieser lässt sich nicht von außen öffnen und dem Dieb zeigt es, dass der Zugang und auch der Fluchtweg erschwert sind. Der alte Griff wird einfach abgeschraubt und durch einen abschließbaren Griff ersetzt. In der Regel dürfte dies kaum ein größerer Aufwand sein, da heute die Griffe genormt sind. Notfalls nimmt man den abgeschraubten Griff einfach mit zum Fachmarkt bzw. Baumarkt und wählt sich einen passenden abschließbaren Griff aus. Wenn das Fenster nur sehr selten geöffnet wird, wie bei einer Abstellkammer, kann man auch einfach nur den Griff abschrauben und bei Bedarf in das Vierkantloch einstecken. Es gibt natürlich auch Erschütterungsschutz oder Lichtschranken, welche die Fenster hoch effektiv vor unberechtigtem Öffnen von außen schützen.

Lichtkuppeln und Dachfenster dürfen von außen nicht zu öffnen oder aufschraubbar sein.
Besonders gefährdet sind die Kellerfenster. Auch wenn man denkt, die Öffnung ist sehr klein. Der Dieb passt irgendwie durch. Im Nachbargebäude von Bekannten sind die Diebe nachts durch das kleine Kellerfenster eingedrungen, haben die Bewohner überwältigt und im Keller in die Sauna eingesperrt und in Ruhe das Haus beräumt.
Kellerroste, welche mit Ketten oder Stangen gesichert sind, bieten keinen ausreichenden Schutz. Besser sind eingemauerte Stahlrohre in einem Abstand von maximal 100 mm. Lichtschachtabdeckungen aus Glasstahlbeton können von unten mit Flügelschrauben gesichert werden und lassen sich im Notfall von unten öffnen.

Einbruchschutz der Außen- und Wohnungseingangstüren

Außentüren sollen einbruchhemmend nach DIN 18103 sein. Um diese Bedingungen zu erfüllen, ist ein widerstandsfähiges Türblatt notwendig. Weiterhin gehören zum Schutz vor Einbruch ein Sicherheitsschließblech, ein Schloss mit gehärtetem Schließriegel, ein Sicherheitsschließzylinder und eine Bändersicherung. Der Schließzylinder darf außen nicht herausragen. Dazu darf jedoch auch das Sicherheitsschließblech außen keine Schraube haben, damit man es nicht entfernen kann. Wurden früher die Zylinder abgebrochen, so werden diese heute mit einem speziellen Werkzeug aus dem Schloss herausgezogen. Daher muss der Zylinder abbruch- und ausziehsicher sein. Die Türzarge muss richtig mit dem Mauerwerk verbunden sein. Für Stahlzargen und Holztüren gelten entsprechende Einbauvorschriften, sodass diese mit dem Türblatt durch Bändersicherungen und dem Sicherheitsschließblech fest verbunden sind.

Haustür

Für die Nebenausgangstüren und Kelleraußentüren gilt ebenso eine hohe Sicherheit. Meistens sind das gerade die Türen, wo die Diebe denken, sie habe nur ein leichtes Spiel. Oft befinden sich diese Türen auch nicht im Sichtbereich, sondern sind etwas versteckt.
An die Beschläge und Schlösser werden besondere Anforderungen gestellt. So sollte das Zuhaltungsschloss mindestens 6 unsymmetrische Zuhaltungen haben. Das Einsteckschloss mit Schließzylinder sollte aufbohr-, abbruch- und ausziehbarsicher sein. Es gibt Schwenkriegelschlösser, Querriegelschlösser, Vorhängeschlösser oder elektronische Schließsysteme. Welches Sicherungssystem für die jeweilige Tür am besten geeignet ist, kann ihnen der spezialisierte Fachmann vorgeschlagen, wie zum Beispiel der
Albert Schlüsseldienst Berlin.

Vor und Nachteile von Schließanlagen

So schön, wie ein elektronisches Sicherungssystem ist, es benötigt immer Strom. Bei Stromausfall ist es wirkungslos. Daher ist immer eine netzunabhängige Notstromversorgung erforderlich. Durch die verfehlte Energiepolitik der Bundesregierung standen in der letzten Zeit einige Regionen kurz vor dem Kollaps. Wenn man bei einer Stromabschaltung längere Zeit nicht in die Wohnung kann, dann ist das weniger schön.

Lässt sich die Tür mit einer Zahlenkombination öffnen, dann hat das wiederum auch seine Vorteile. Eine der beliebtesten Objekte, die man verliert oder sucht, ist der Schlüssel. Auch wenn sich plötzlich die Tür hinter ein durch den Luftzug schließt, ist der Schreck erst einmal groß. Der Schlüssel steckt innen im Schloss oder hängt am Schlüsselbrettchen. Nun, was machen? Berliner Schlüsseldienst öffnet ihnen die Haus- bzw. Wohnungstür, aus meiner Sicht für einen recht freundlichen Preis inklusiv Anfahrt, in alle Berliner Stadtbezirken. Dabei soll die Türöffnung 99% schadensfrei erfolgen. Und gerade darauf kommt es an, dass keine Schäden am Türblatt oder an der Zarge entstehen. Vor einigen Monaten hatte ich eine Anfrage von einem Leipziger Hauseigentümer, wo bei einer Polizeiaktion beim Öffnen einer Wohnungstür die Tür beschädigt wurde. Da die Wohnungstür schon über 10 Jahre alt war, wollte die Versicherung nur den Zeitwert bezahlen. Nur, wenn sich in einem Mehrfamilienhaus 8 oder mehr Wohnungseingangstüren befinden, dann kann nicht einfach eine andere Tür eingesetzt werden. Das Gesamtbild des Treppenhauses möchte ja bewahrt werden. Die Aufarbeitung oder gar eine Einzelfertigung einer neuen Tür kostet eben einmal etwas. Schließlich hat der Hauseigentümer die Wohnungstür nicht selbst kaputt gemacht.

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Die Vorteile von Naturmöbel aus Holz

Erstellt von Peter Rauch am 3. Januar 2015

Seit die Menschen in künstlich errichteten Wohnungen leben, haben sie auch Einrichtungsgegenstände, zum Liegen oder zum Sitzen. Je nach örtlicher Gegebenheit wurde diese aus natürlichen Baustoffen hergestellt. Von sehr langer Haltbarkeit sind Möbel aus dem Naturstoff Stein. Gerade im Mittelmeerraum wurden die Liegeflächen (Betten) aus Stein hergestellt. Auch noch heute findet man diese Liegeflächen. In einem neuen Hotel auf Djerba wurden die Liegeflächen wie früher aus mineralischen Baustoffen hergestellt. Darauf kommt eine weiche Auflage und man kann sehr gut darauf schlafen. Steine haben ein großes Wärmespeichervermögen, was gerade im heißen Sommer für kühle Räume sorgt.
Was für die wärmere Region von Vorteil ist, ist aber in Mittel- und Nordeuropa von Nachteil. Steine haben einen großen Wärmeeindringkoeffizienten. Das heißt, wenn man sich auf einen Stein setzt, dann bleibt die Sitzfläche sehr lange kalt. Ebenso sind diese Möbel auch etwas schwer und die Tragfähigkeit der üblichen Deckenkonstruktion in Mitteleuropa reicht hierfür nicht aus. Holzmöbel lassen sich dagegen überall aufstellen. Setzt man sich auf einen Holzstuhl, so ist dieser in wenigen Minuten warm. Holz ist ein idealer Baustoff nicht nur als tragendendes Bauteil, sondern auch für die Inneneinrichtung. Es sorgt für ein angenehmes warmes Raumklima. Es speichert Wärme aber isoliert auch gut. Möbel aus Holz wirken sich so zusätzlich auf ein gutes Raumklima.

Befanden sich früher nur relativ wenige Möbelstücke ind der guten Stube, wie eine Kommode bzw. Kredenz, ein Tisch, Stühle und eventuell eine Couch, so haben sich die Anforderungen an die Einrichtung im Verlauf der Zeit verändert. Es brach die Zeit der großen Schrankwände und vollgestopften Zimmer an. Es wurden preiswerte Möbel benötigt. Diese wurden aus Hartfaserplatten oder Spanplatten hergestellt und mit Furnierholz überzogen. Gerade bei den älteren Möbeln aus Spanplatten kam es zur Ausgasung von Formaldehyd und verursachte zum Teil erhebliche gesundheitliche Probleme bei den Bewohnern. Heute werden andere Klebstoffe verwendet. Aber die wohnbiologischen Eigenschaften von Möbeln aus dem Naturbaustoff Holz werden nicht erreicht. Gerade Menschen, welche zur Chemikalienüberempfindlichkeit oder zu speziellen Allergien neigen, sind naturbelassene Einrichtungsgegenstände sehr wichtig, wie zum Beispiel Holzmöbel von der Naturmöbel Manufaktur aus Spenge, Westfalen.

Allerdings müssen auch die Innenwandoberflächen und die Fußböden ebenso bauphysikalisch günstige Eigenschaften haben und müssen chemisch beständig sein. Dispersionsfarben beinhalten zum Beispiel Fungizide, damit diese nicht schimmeln. Besser sind Farben aus Kreide, Kalk oder Silikat. Wie sich ein Fußboden aus Laminat verhält, kann ich schlecht beurteilen, da es sehr unterschiedliche Erzeugnisse gibt. Für die Herstellung werden Leime verwendet. Wie sich dies langzeitlich auswirken ist nicht bekannt. Fakt ist jedoch, diese Fläche beeinflussen das Raumklima bezogen auf die Feuchteregulierung weniger als ein Holzfußboden. Holzmöbel lassen interessante und moderne Raumgestaltungen zu. Aber allein nur damit lässt sich kein gesundes Raumklima erzielen. Sie müssen auch den Raum mit seiner Innenverkleidung und allen anderen Baustoffen der Bauhülle betrachten. Auf Kosten der Gesundheit der Bewohner wird die notwendige Lüftungszahl gesetzlich immer weiter reduziert. Um ein wohnhygienisches Raumklima zu erhalten, ist ein Luftwechsel von 0,8 –h nicht zu unterschreiten. Es sind die Luftfeuchte und auch die Schadstoffe in der Raumluft (aus den Haushaltschemikalien) abzuführen.

Waren vor Jahren noch große wuchtige Schrankwände modern, so sucht man heute flexible Möbelteile, welche sich individuell für die jeweilige Raumgröße und Raumgeometrie zusammenstellen lassen. Gerade für Nischen und kleine Zimmerecken eignen sich Kastensysteme. So lässt sich zum Beispiel mit Regalwürfel preiswert und flexibel einrichten.

Im nachfolgenden Bild wird ein Raum mit vielen Nischen und Säulen gezeigt. Die Form ergibt sich die Säulen und Träger, welche mit den Gipskartonbauplatten verkleidet wurden. Hier lassen sich fertige Möbel nur schlecht passend aufstellen.

Rohnbau Wohnzimmer

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Ökologischer Putz für eine gesunde Wohnung

Erstellt von Peter Rauch am 27. November 2014

Historisch wurden ökologische Baustoffe verwendet, welche etwa ab der 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts langsam von dem Markt verdrängt werden. Erst in den letzten Jahren fängt man an, sich an diese Baustoffe zu erinnern. Die Gründe für den Gesinnungswandel sind unterschiedlich. Den wenigsten Bewohnern, welche auf Ökologie schwören, geht es wirklich um gesundes Wohnen. Es geht eher darum ihren Freunden und bekannten zu sagen, wir machen etwas für die Umwelt. Wenn zum Beispiel auf Betonwände eine Lehmschicht aufgezogen wird, so ist es immer noch kein gesundes Wohnhaus.

Früher wurde nicht unbedingt auf das ökologische Bauen wert gelegt, sondern ebenso wie heute auf die Ökonomie. Die Häuser mussten preiswert gebaut werden. Lange Transportwege waren im Verhältnis teuer. Billig war die lebendige Arbeitskraft. Es wurden die Baustoffe verarbeitet, die sich in unmittelbarer Nähe befanden, wie Holz, Steine, Sand oder Lehm. Hier in Sachsen und Sachsens Anhalt findet man auch noch heute viele Häuser aus Lehm oder Steine. Es wurde der örtliche Baustoff verwendet. Im Gebirge dominieren dagegen Häuser aus Holz und Steine. Die Verarbeitung der natürlichen Baustoffe ist sehr arbeitsintensiv. Ebenso lassen sich damit nicht so hohe Qualitätsanforderungen erzielen, wie zum Beispiel Wandoberflächen mit minimalsten Toleranzen. Das lässt einmal die Technologie der Verarbeitung nicht zu, und die Baustoffe schwinden nach der Verarbeitung (Holz, Kalkputz oder Lehmputz). Daher wurden in den letzten Jahren Baustoffe entwickelt, die schwindarm sind, eine hohe Maßgenauigkeit haben und sich sehr schnell verarbeiten lassen. Die Bauzeiten sollen sehr kurz sein und es werden höchste Anforderungen an die Qualität gestellt. Die Baustoffe wurden in ihrer Zusammensetzung durch Zusätze verändert. Vergleicht man nur einen Kalkmörtel mit dem Baumarktmörtel. Letzter klebt fast allein an der Wand. Also auch wer nicht richtig putzen kann, kann einen Wandputz herstellen.

Der Kalkputz

Der klassische Kalkputz hat viele Vorteile. Dieser Putz ist basisch und wirkt keimtötend. Es ist diffusionsoffen und leitet so sehr gut Feuchtigkeit in das Mauerwerk und wirkt somit auch feuchtigkeitsregulierend. Das Raumklima ist damit ausgeglichen. Schwüle Sommerluft wird getrocknet und trockene Winterluft befeuchtet. Kalk ist ein relativ weicher Baustoff und kann somit praktisch auf alle Mauerwerke aufgetragen oder zum Vermauern verwendet werden, ohne das die Mauersteine geschädigt werden. Grundsätzlich muss der Mörtel immer weicher als die Mauersteine sein. Ein Fehler, den viele Eigenheimbauer machen. Zement ist ein guter Baustoff und feuchtebeständig, aber einfach zu fest und zu hart.

Zu erst wird der Luftkalk gelöscht.
Kalk + Wasser ergibt Kalkhydrat

Beim verabreiten wird ein Teil des Löschkalks mit 3 bis 4 Raumteilen Sand und Wasser gemischt. Damit erhält man einen Kalkmörtel. Der Sand hat die Aufgabe den Kalkmörtel luftdurchlässig zu machen. Je besser die Zusammensetzung des Sandes ist, so besser erfolgt der Abbindeprozess von außen nach innen. Der Abbindeprozess benötigt Kohlendioxid.

Kalkhydrat + Kohlensäure (CO2 + H2O) —> Kalkstein + Hydratwasser und Anmachwasser

Sperrende Oberflächenschichten behindern die Karbonatisierung. Ebenso wird eine bestimmte Wärme benötigt, damit kein Feuchtestau entsteht und die Poren verstopft. Über die Poren dringt das CO2 (Kohlendioxid) ein und wird mit der Feuchtigkeit (Anmachwasser + ausscheidendes Hydratwasser) zu Kohlensäure umgesetzt. In der Natur dauert dieser Prozess relativ lange. Daher benötigt man bei der Verarbeitung von Kalkputz eine zusätzliche Quelle an Kohlendioxid. Dazu wird ein Koksbecken verwendet. Diese Koksbecken gibt es sicherlich kaum noch. Aber die gleichen Aufgaben kann ein Feuerkorb übernehmen. Es gibt recht unterschiedliche Ausführungen, dabei ist so ein Feuerkorb gar nicht so teuer . Alternativ kann auch ein Propangasstrahler verwendet werden. Beim Verbrennen von Gas entsteht jedoch auch eine größere Menge Wasserdampf. Was auch nicht sehr sinnvoll ist, da ja auch die Baufeuchte abgeführt werden soll. Der Abbindeprozess läuft optimal bei einer geregelten Lüftung und Temperaturen im normalen Bereich ab.
Anschließend oder überhaupt kann der Feuerkorb auch im Garten verwendet werden, zum Verbrennen von kleinen Ästen und anderen trockenen Gartenabfällen. Aber auch auf der Terrasse am kühlen Sommerabend ist so ein Feuerkorb bei einer Partie mit Freunden oder im Familienkreis recht nützlich.

Der Lehmputz

Der Baustoff Lehm ist der ökologischste Baustoff. Er wird aus der Erde gewonnen, meist gleich am Ort verarbeitet und irgendwann wird er wieder ein Bestandteil unserer Erdkruste. Es müssen weder Chemikalien zugegeben werden noch ist eine kostenaufwendige Herstellung des Lehms erforderlich. Seit einigen Jahren ist dieser Baustoff wieder entdeckt worden und es gibt fertigen trockenen Lehm in Tüten. Führende Baustoffhersteller haben diesen Markt neu erschlossen. So gibt es seit 2013 die DIN 18945 (Lehmsteine) , DIN 18946 (Lehmmauermörtel) und die DIN 18947 (Lehmputzmörtel). Wurde der örtliche Lehm mit seinen Qualitätseigenschaften verwendet, so geht das heute nicht mehr. Um die Produktqualitäten während des Produktionsprozesses (Verarbeitung) zu gewährleisten, können nur doch die Baustoffe verwendet werden, die den Anforderungen der DIN entsprechen, also aus der Tüte. Sowohl der Planer als auch der Verarbeiter muss sich wegen der Frage der Haftung daran halten.
Lehm hat einige Nachteile. Das ist die physikalische Erhärtung. Wird der Lehm später wieder nass, so wird der Lehm wieder plastisch. Die Tragfähigkeit ist nicht sehr groß und beim Trocknen entstehen Risse. Lehmputz muss daher immer wieder befeuchtet und ausgerieben werden, solange bis er vollkommen trocken und rissfrei ist. Die Verarbeitung von Lehm ist sehr arbeitsintensiv. In den Ländern, wo die Lohnkosten hoch sind, ist es somit eine relativ teure Bauweise.
Lehm ist gut feuchteregulierend und beinhaltet keine chemischen Bestandteile. Durch diese Eigenschaften wird ein gutes Raumklima erreicht.

Für die Oberfläche werden diffusionsoffene Farben verwendet, wie Kasein, Kalkfarbe oder Silicatfarben.

Älteres Lehmhaus bei Leipzig
Älteres Lehmhaus bei Leipzig

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Wie eine Hausverwaltung für Sicherheit und Ordnung sorgt

Erstellt von Peter Rauch am 18. Oktober 2014

Nicht selten ziehen gerade kleinere Wohnungseigentümergemeinschaften die Selbstverwaltung in Betracht. Sei es, weil sie ihre Angelegenheiten in die eigenen Hände nehmen wollen, die Kosten scheuen oder keinen geeigneten professionellen Verwalter finden. Viele sind allerdings den praktischen und rechtlichen Herausforderungen nicht gewachsen, die die Verwaltung einer Immobilie mit sich bringt – gerade was die Sicherheit und Ordnung des Wohnhauses anbelangt.

Aufgaben eines Hausverwalters sind sehr umfangreich

Das WEG-Gesetz lässt in § 21 Abs. 1 zwar die gemeinschaftliche Verwaltung des Gemeinschaftseigentums der Wohnungseigentümer zu, in vielen Fällen lassen sich jedoch die damit verbundenen Aufgaben nicht ohne entsprechendes Fachwissen und hohen Zeitaufwand beantworten. Dies erschwert die Verwaltung und erhöht das Haftungs- und Schadensrisiko. Darüber hinaus kennen sich Selbstverwalter oft nur unzureichend mit den Haftungsrisiken und Pflichten eines Verwalters aus. Und Letztere fallen dabei besonders umfangreich aus, müssen allerdings, weil vom Gesetzgeber vorgeschrieben, beachtet werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Vorschriften regelmäßigen Änderungen unterworfen sind. Unter den gesetzlich vorgeschriebenen Verwaltungsaufgaben fallen nicht nur die ordentliche Fakturierung und die Aufstellung eines Wirtschaftsplans, sondern auch die angemessene Versicherung eines Gebäudes, die Instandhaltung der Immobilie sowie das Aufstellen der Hausordnung.

Die Eigentumswohnungen in diesem Mehrfamilien werden durch eine Hausverwaltung betreut.

Welche sicherheitsrechtlichen Aspekte eine Hausverwaltung zu berücksichtigen hat

Die Eigentümer einer Immobilie haben dafür Sorge zu tragen, dass von dem Gebäude keine Gefahren ausgehen. In diesem Zusammenhang muss etwa das Dach in regelmäßigen Abständen durch eine Fachfirma überprüft werden, wobei etwaige Schäden an den Dachziegeln zu beheben sind. Kommen die Hauseigentümer dieser Sicherheitsvorschrift nicht nach und sollte durch das Herabfallen eines Dachziegels ein Passant verletzt werden, können die Bewohner für die erlittenen Verletzungen haftbar gemacht werden.

Eine professionelle Hausverwaltung lässt die einzelnen Gewerke innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Fristen überprüfen. Eine weitere Gefahrenquelle kann an frostigen und schneereichen Tagen außerhalb des Gebäudes auf dem Grundstück oder dem anliegenden Gehweg entstehen. Denn aufgrund von Glatteis können Besucher und Fußgänger aus dem Gleichgewicht geraten und sich bei einem Sturz ernsthafte Verletzungen zuziehen. Auch in so einem Fall sind die Wohnungseigentümer in der Haftung. Diese Räum- und Streupflicht kann allerdings auf die Hausverwaltung übertragen werden. Von Vorteil ist dies gerade dann, wenn die Bewohner tagsüber ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen und die Räumung und Streuung nicht sicherstellen können. Die Sicherheit vor finanziellen Belastungen aufgrund derartiger Schadensfälle stellt der Hausverwalter durch den Abschluss entsprechender Haftpflichtversicherungen sicher.

Darüber hinaus dient die Vereinbarung einer Wohngebäudeversicherung dem wirtschaftlichen Schutz vor Gefahren wie Brand, Sturm, Hagel, Rohrbruch und Naturgewalten. Hierbei weiß der Hausverwalter ganz genau, welche Konditionen eine solche Versicherung vorweisen sollte. Im Rahmen der Vorsorgemaßnahmen setzt die Hausverwaltung zudem die Vorschriften zum Brandschutz zuverlässig um und lässt Gefahrenquellen am Gemeinschaftseigentum sorgfältig beheben. Der Sicherheit dient zudem das Verschließen der Haus- und Kellertüren in den Abendstunden.

Wie eine Hausverwaltung die Ordnung im Haus sicherstellt

Neben der Sicherheit wacht die Hausverwaltung auch über die Hausordnung, die ein friedliches Miteinander gewährleisten soll. Im Sinne der gegenseitigen Rücksichtnahme werden etwa die Ruhezeiten und die ggf. die Lautstärke von Fernseh- und Hörfunkgeräten geregelt. Um die Ruhe nicht zu stören, kann Kindern ferner das Spielen in den Fluren sowie im Treppenhaus untersagt werden. Darüber hinaus kann festgehalten werden, dass dem jeweiligen Wohnungsinhaber die Sauberkeit von Fluren und Treppen sowie die Reinigung seines Boden- oder Kellerabteils obliegt. Ein Plan für die Kehrwoche soll gewährleisten, dass sich jeder Bewohner an der Reinigung des Gemeinschaftseigentums beteiligt. Derartige Aufgaben können jedoch nach Absprache auch von der Hausverwaltung übernommen werden. Halter von Hunden kann ferner über die Hausordnung explizit vorgeschrieben werden, dass die Wohnanlagen durch das Tier nicht verschmutzt werden dürfen. Um den Durchgang im Treppenhaus zu versperren, kann die Hausverwaltung im Rahmen der Hausordnung festlegen, dass Fahrräder, überflüssige Möbel und Kinderspielzeug im jeweiligen Privatkeller unterzubringen sind. Nicht wenige WEGs sehen sich leider mit steigenden Müllbergen konfrontiert. Eine kompetente Hausverwaltung kann über die Müllentsorgung wachen und etwa der Verunreinigung des Müllbehälters oder Zerkleinerung großvolumiger Gegenstände und Verpackungsmaterialien überwachen.

Fazit

Genannt ist lediglich ein kleiner Teil der Pflichten, die einer Hausverwaltung obliegen. Die gesetzeskonforme Umsetzung setzt eine hohe Expertise sowie viel Zeit voraus. Jeglicher Verstoß sowie die Nichteinhaltung von Vorschriften gehen zu Lasten der Wohnungseigentümergemeinschaft. Gerade auch aus diesem Grund macht es in vielen Fällen Sinn, von einer Selbstverwaltung zu Gunsten einer professionellen Hausverwaltung abzusehen. Hierbei können Sie unter einer großen Zahl an Hausverwaltungen wählen. Für die Suche nach einer geeigneten Firma in Ihrer Nähe bietet sich natürlich das Internet an. Hier kann man auch auf eines der Zahlreichen Hausverwalter-Portale zugreifen. Zu empfehlen wäre hier zum Beispiel hausverwalterscout.de mit einer besonders großen Auswahl.

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Wärmespeicher zur Absicherung einer warmen Wohnung

Erstellt von Peter Rauch am 15. Oktober 2014

Die politische und die ökonomische Orientierung des grünen Zeitgeistes in Deutschland hat eine Vielzahl an Vorschriften und Gesetze zur Umsetzung der Energiewende hervorgebracht. Mit der Energiewende soll die konventionelle sichere Energieversorgung durch die Nutzung natürliche Energiequellen ersetzt werden. Das wesentliche Problem bei den natürlichen Energiequellen ist die diskontinuierliche Bereitstellung. Die Sonne scheint nur am Tag, und wenn es regnet, kann nur ein sehr kleiner Teil an Solarenergie gewonnen werden. Wind weht auch nicht immer, sodass nur in 10 bis 20 % der Zeit durch die Windindustrieanlagen Strom erzeugt wird. Der regenerative Anteil an der Stromerzeugung (Wasserkraft, Windkraft [6,3 %], Biomasse [4,3 %], Fotovoltaik [1 %] und Müllverbrennung) betrug zum Beispiel 2009 in Deutschland 15,5 %. Die Stromerzeugung durch Geothermie lag bei 0,02 %. [1] In der Zwischenzeit ist dieser Anteil weiter angestiegen. Damit wird die kontinuierliche Bereitstellung an elektrischer Energie in Deutschland immer unsicherer. Das nächste Problem ist der Standort der Energieerzeugung. In Norden von Deutschland wird mehr Strom erzeugt als benötigt. Im Süden von Deutschland wird mehr elektrische Energie benötigt. Diese enormen Stromschwankungen kann das bisher zuverlässig funktionierende Leitungsnetz nicht ausreichend kompensieren. Nur deshalb muss mit einem enormen finanziellen Aufwand das Leitungssystem ausgebaut werden.

Selbst ernannte Experten im Bereich der Energieversorgung prägen mit ihrem Halbwissen das Meinungsbild. Elektrische Energie lässt sich großtechnisch nicht speichern. Die paar Talsperren und die Speicherbecken können nur einen kleinen Teil der Stromschwankungen ausgleichen. Eine umfangreiche Erweiterung ist wegen der fehlenden Flächen nicht möglich. Alle anderen Ideen können wegen ihrer fehlenden Wirtschaftlichkeit verworfen werden. Jede Energieumwandlung verursacht Verluste.

Um eine kontinuierliche Absicherung der Strombereitstellung zu gewährleisten, sind Schattenkraftwerke erforderlich. Das sind Gaskraftwerke, welche immer zusätzlich zu den Windindustrieanlagen und den Solarparks im wirtschaftlich niedrigen Bereich betrieben werden müssen. Kommt es zur Verringerung der Stromerzeugung durch Wind oder Solareinstrahlung, so werden diese mit Gas betriebenen Kraftwerke in ihrer Leistung hochgefahren. Dies dauert wenige Minuten. Dagegen benötigen Kohlekraftwerke mehrere Stunden. Diese sind daher für den Ausgleich der Stromschwankungen weniger geeignet. Etwa 30 % des Gases (ebenso viel Erdöl und ein großer Teil der Kohle) kommen aus Russland. Dieser große Anteil kann nicht einfach durch Alternativen abgedeckt werden. Und bei der gegenwärtigen Sanktionspolitik der deutschen Bundesregierung gegenüber Russland ist eine vertragliche Lieferung nicht so sicher.

Neben der verfehlten Energiepolitik durch das überstürzte Abschalten der Kernkraftwerke, wegen der Tsunamigefahr in Deutschland, und des unüberlegten Ausbaus der regenerativen Energieerzeuger, steht die kontinuierliche Bereitstellung an elektrischer Energie in Deutschland auf sehr wackligen Beinen. Gas ist sowohl für die Wärmeerzeugung und für die Sicherung der kontinuierlichen Stromerzeugung wichtig. Nicht nur der private Haushalt wird durch diese Unsicherheit belastet. Das sind nicht nur steigende Energiekosten, sondern auch die zunehmende Gefahr des Stromausfalls.

Als Privatperson haben Sie auf diese fehlgeleitete Wirtschaftspolitik keinen Einfluss. Aber eine kleine Chance gibt es, um die Wärmeversorgung in Ihrem privaten Haushalt weitestgehend zu sichern. Ohne Strom arbeitet Ihre moderne Heizungsanlage nicht. Nicht nur der Computer, sondern auch die Pumpen benötigen elektrische Energie.

Wärmespeicher in einer modernen Heizung

Eine moderne Heizanlage nutzt die Solarenergie über Solarkollektoren auf dem Hausdach. Diese kostenlose Wärme kann für die Bereitstellung von Warmwasser und auch für die Heizung an kalten Sommertagen genutzt werden. Der Vorteil besteht darin, dass die Heizung nicht betrieben werden muss. Die Wärme kann in solche Wärmespeicher in verschiedenen Ausführungen gespeichert werden. Die Größe dieser Wärmespeicher muss optimal mit der Heizanlage und dem Energieverbrauch des Gebäudes abgestimmt werden. Er darf nicht zu groß sein, da sonst die Wassertemperatur im Speicher nicht ausreichend ansteigt. Aber er darf auch nicht zu klein sein, da sonst nur ein Teil der zur Verfügung stehenden Energie gespeichert werden kann. Schaltet sich ständig die Heizung ein und aus, so arbeitet diese nicht wirtschaftlich. Der Vergleich mit einem Auto im Stadtverkehr ist technisch nicht korrekt aber verdeutlicht dies sehr anschaulich. Bei jedem Anfahren wird viel Kraftstoff benötigt. Fährt dann Auto 50 km/h, so wird weniger Kraftstoff benötigt. Bei der Heizung ist das dann der Bereich mit einem hohen Wirkungsgrad. Je weniger Anfahrphasen erforderlich sind, so weniger Brennstoff benötigt der Heizkessel. Ein gut abgestimmter Wärmespeicher sorgt so für einen optimalen Betrieb. Zusätzlich hilft der Wärmespeicher, mögliche Stromabschaltungen zu überbrücken. Das Problem wurde oben bereits genannt. Erfolgt eine Stromabschaltung über mehre Stunden, so steht durch den Wärmespeicher immer noch ausreichend Wärme zur Verfügung. Allerdings fallen bei einer Stromabschaltung nicht nur der Heizkessel, sondern auch die Umwälzpumpen aus. Früher gab es die Schwerkraftheizungen, wo keine Pumpen erforderlich waren. Bei einer Niedertemperaturheizung funktioniert dies nicht, ebenso sind größere Rohrquerschnitte und eine größere Wassermenge erforderlich. Die Schwerkraftheizung funktioniert durch die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf, wo ein Umtriebsdruck aufgebaut wird. Bei einer modernen Heizanlage erfolgt der Wassertransport nur über eine Pumpe. Hier müsste eine technische Lösung durch die Heizungsfirma nachgerüstet werden, eventuell kann dies durch den Einbau einer kleinen mechanischen Handpumpe gelöst werden.

Siehe auch Mit neuer Heizanlage Energiekosten sparen.

Quelle:
[1] Jürgen Langeheine; Energiepolitik in Deutschland – das Geschäft mit der Angst, 2001 AtheneMedie-Verlag, S. 89

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Eine Luftfilteranlage für die Wohnung

Erstellt von Peter Rauch am 2. Oktober 2014

Mit den verschärften Anforderungen der Energieeinsparverordnungen rücken die Lüftungsanlagen auch im Wohnungsbau immer mehr in den Vordergrund.
In sehr vielen Lebensbereichen gibt es Luftfilteranlagen, wie in der Industrie, im Auto, im Flugzeug, in Krankenhäusern, im Bergwerk, im Autotunnel und in vielen weiteren Anwendungsgebieten. Mit diesen technischen Luftfilteranlagen soll eine bestimmte Qualitätsanforderung an die Raumluft bzw. technische Luft erreicht werden. In vielen Fällen geht es um die Reduzierung des Staubanteils der benötigten Luft. Besonders sauber muss die Luft bei der Montage bzw. bei der Herstellung von Teilen in der Mikroelektronik sein. Dagegen sind die Anforderungen an die Luftfilter im Auto sehr gering. Es müssen nur Staubpartikel aus der Luft gefiltert werden, damit der Verbrennungsmotor nicht einem vorzeitigen Verschleiß unterliegt. Im Krankenhaus dagegen ist die Verbreitung von Infektionskrankheiten zu vermeiden bzw. die Patienten sind vor Infektionen zu schützen. Diese speziellen Luftfilter haben die Aufgabe Mikroorganismen aus der Luft herauszufiltern. Die gleiche Funktion haben die Luftfilter auch in den Bereichen der mikrobiologischen, pharmazeutischen und Lebensmittelindustrie. Bei der Herstellung bestimmter Medikamente oder Produkte muss die Reinheit gewährleistet werden. Viele Produkte werden in Fermentoren durch bestimmte Mikroorganismen erzeugt. Kämen fremde Keime in diesen Produktionsprozess hinzu, so werden die Reinkulturen verschmutzt und das gewünschte Produkt, z. B. ein bestimmter Bestandteil für ein Medikament, ist verschmutzt und erfüllt so nicht mehr die gewünschten Anforderungen. Die Anforderungen in diesem Bereich sind gegenüber einer Wohnungslüftungsanlage um das Vielfache höher. Für jeden Bereich, ob Sterilluftfilter, Staubfilter, Allergiefilter usw. gibt es ganz bestimmte Filteranlagen und auch die passenden Filter. Bei filter-caps.de können Sie die passenden Filter für den jeweiligen Anwendungszweck auswählen. Dabei geht es nicht nur um den passenden Luftfilter, sondern auch um die Standzeit. Diese maximale Nutzungszeit und die entsprechende Wartung müssen konsequent eingehalten werden, sonst wird genau das Gegenteil erreicht. Im Filter sammeln sich die Staubpartikel oder die Mikroorganismen. Geht das spezielle Filtermaterial kaputt, so wird das gesammelte Material im Filter (Staub, Pollen, Mikroorganismen usw.) mit einem Schlag in die Raumluft transportiert. In der Filteranlage, also vor dem Filter, sammeln sich aber auch Feuchtigkeit, Staub und Mikroorganismen. Diese Bestandteile bieten eine sehr gute Grundlage für das Wachstum der Keime, damit wird die Konzentration, welche dann austritt, wesentlich erhöht. Das sind dann viel mehr Keime als ohne eine Luftfilteranlage. Das ist eine Erfahrung, wo ich früher an der Entwicklung von Sterilluftfilter für biotechnologische Anlagen gearbeitet hatte.

Beispiel eine Lüftungsanlage im System einer Heizung für das Haus
Beispiel eine Lüftungsanlage im System einer Heizung für das Haus

Bei Industrieanlagen, in den Sterilbereichen oder in den zentral verwalteten Gebäuden gibt es einen genauen Wartungsplan. Die Filter werden nach einem bestimmten Zyklus ausgetauscht, sodass eine Verschmutzung der technischen Luft oder der Raumluft so gut wie ausgeschlossen ist. Ein technisches Versagen würde hohe wirtschaftliche Kosten verursachen.

Im privaten Haushalt sehe ich eine besondere Gefahr. Es kann davon ausgegangen werden, dass eine korrekte Wartung der Anlage und das rechtzeitige Wechseln der Filter im privaten Haushalt nicht konsequent durchgeführt wird. Wurden zum Beispiel über längere Zeit die Pollen (verantwortlich für eine Allergie) in der Anlage gesammelt, so könnten diese dann zeitversetzt in hoher Konzentration in den Raum gelangen. Statt einer Verbesserung der Raumluftqualität erfolgt eine Verschlechterung. Sind die Abgasnormen der Heizanlage einzuhalten, da die Luftverschmutzung reduziert werden soll, so liegt bei der Raumluft kein öffentliches Interesse vor. Bei Bürogebäuden greifen die Verordnungen der Arbeitssicherheit. Ebenso liegt es auch im Interesse des Arbeitgebers, dass die Mitarbeiter gesund bleiben und fleißig arbeiten können. Für die korrekte technische Wartung sorgt ein wirtschaftliches Interesse.

Wurden die historischen Gebäude so errichtet, dass ein ausreichender Luftaustausch erfolgt, so werden die Gebäude heute systematisch abgedichtet. Vordergründig dient der Luftaustausch zum Abtransport der Feuchte und der Schadstoffe aus dem Raum bzw. Gebäude. Dieser Luftaustausch erfolgte unkontrolliert über Fugen, Ritze und über nicht so dichte Fenster. Führen Fugen im Mauerwerk oder in der Konstruktion zu möglichen Feuchteschäden, so ist die Lüftung über die Fugen in den Fenstern dagegen für das Bauwerk sinnvoll. Mit dem Zwang zur Energieeinsparung werden die Fenster durch dicht schließende Fenster mit einer oder zwei Lippendichtungen ausgetaucht. Dies soll dazu beitragen, dass während der kühlen Jahreszeit keine warme Luft nach außen gelangt. Die Folge ist ein enormer Anstieg an verschimmelten Wohnungen. Ursachen sind der Anstieg der relativen Luftfeuchte und der Konzentration an Mikroorganismen in der Raumluft, da der kontinuierliche Verdünnungseffekt fehlt.
Um diesen sehr verbreiteten Baumangel (hohe Luftfeuchte und höhere Konzentration an Schadstoffe) zu verringern, werden nachträglich Lüftungsanlagen eingebaut. Es gibt verschiedene Systeme. Diese reichen vom einfachen Lüfter, welcher die Raumluft absaugt, bis hin zu einer Anlage mit Wärmerückgewinnung. Eine solche lüftungstechnische Anlage kann bei einem Neubau korrekt in das heizungs- und lüftungstechnische System geplant und integriert werden. Diese Systeme sind in der Regel genau mit den bauphysikalischen Eigenschaften der Gebäudehülle abgestimmt.

Eine nachträgliche Installation einer Lüftungsanlage mit entsprechenden Filtern in ein bestehendes Gebäude ist dagegen schon wesentlich schwieriger. Bei Einfamilienhäusern wird dagegen nur installiert. Zwar lassen sich mit einem PC-Programm verschiedene Situationen simulieren, aber ob die Anlage für das jeweilige Wohngebäude auch optimal funktioniert, ist dahin gestellt. In Eigenverantwortung muss sich der Hauseigentümer um die zeitnahe technische Wartung der lüftungstechnischen Anlage kümmern. Gerade das scheint nach meiner Ansicht das wichtigste Problem zu sein. Die Auffassungen der Bürger zur Sauberkeit und Hygiene haben einen sehr breiten Spielraum. Den nachträglichen Einbau von Lüftungsanlagen im Altbaubereich, vor allem in Einfamilienhäusern, halte ich nur in Einzelfällen für sinnvoll. Zu beachten ist auch, dass zur Vermeidung einer Lärmbelastung durch diese Anlage zusätzliche schallschutztechnische Maßnahmen erforderlich sind. Ebenso ist der nachträgliche Einbau der Anlage nur auf Kosten der Raumstruktur möglich. Schließlich sollte eine Lüftungsanlage nicht sichtbar sein.

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Worauf ist zu achten, wenn Sie eine Immobilie bauen?

Erstellt von Peter Rauch am 20. September 2014

In verschiedenen Artikeln, bin ich auf das Thema bauen einer Immobilie und das Mieten einer Wohnung eingegangen. Nicht genug kann ich betonen, bevor Sie ein Haus bauen oder kaufen, müssen Sie eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durchführen. Aber meistens gewinnt der Traum vom eigenen Heim. Koste es, was es wolle? München, Hamburg oder Berlin, wo die Grundstückspreise und die Preise der Immobilien zum Teil durch Spekulation sich nach oben bewegt haben, sind zwar Wirtschaftszentren aber nicht das gesamte Bundesgebiet. Diese teuren Gebiete sollten eher den Immobilienspekulanten und den Investoren vorbehalten bleiben. Die Mehrheit der Bundesbürger wohnen in anderen Wohnlagen, wo normale Bedingungen auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt vorliegen. Das Risiko, dass eine Immobilienblase platzt, ist dort wesentlich geringer. Allerdings kann auch hier ein Wertverfall durch die standortbedingte Veränderung der Wirtschaftslage oder die ungünstige Veränderung der deutschen Bevölkerungsstruktur erfolgen. Letzteres kommt jedoch nicht überraschend und man kann entsprechend darauf reagieren. Es gibt gegenwärtig durch den „Grünen Zeitgeist“ ganz anderes Probleme. Mit viel Fleiß und Liebe hat man sich und für seine Familie eine wunderbare Idylle an einem Waldrand geschaffen und konnte in vollen Zügen die Natur genießen. Bis zu dem Tag, wo in unmittelbarer Nähe eine Windmühle oder gar mehrere dieser Türme errichtet werden. Ich möchte hier nicht weiter auf die gesundheitliche Belastung und die Verschandlung der natürlichen Umgebung eingehen. Der Wert des Grundstücks fällt rapide nach unten und kann sogar zur Unverkäuflichkeit des Grundstücks führen.

Neues Wohnhaus

Häuser auf kleinem Grundstück

Heute hatte ich in eine ältere Bau- und Wohnfibel des Press- und Informationsamtes der Bundesregierung geschaut. Man lernt immer wieder etwas dazu. Bisher hatte ich nicht begriffen, warum hier in Leipzig und in meiner unmittelbarer Nähe die fürchterlichen Stadthäuser errichtet wurden. Meine Nachbarn erzählten mir auch, dass Sie gern ein Haus mit Satteldach gebaut hätten, aber die Stadt hat die Bauausführung eines Stadthauses vorgeschrieben. Davon abgesehen, dass man die Denkansätze der Mitarbeiter in der Stadtverwaltung nicht immer nachvollziehen kann. Hier befindet sich das historische Siedlungsgebiet. Die Nachbargebäude müssen die Denkmalschutzauflagen erfüllen. „Der Erhalt von Kulturgut und Bewahrung des historischen Stadtraumes liegen im öffentlichen Interesse.“ So ein Schreiben des Amtes für Bauordnung und Denkmalpflege Febr. 2013.

Die meisten Familien haben die Vorstellung, das Haus sollte um 100 bis 130 qm groß sein und das Haus muss man umgehen können. Das erfordert ein größeres Grund von 500 qm, so in der o .g. Wohnfibel. Durch die verdichtete Bauweise lässt sich das Stadthaus gegenüber einem frei stehenden Einfamilienhaus auf ein Grundstück von 150 bis 300 qm errichten. Meistens dominiert die kleine Grundstücksgröße. 3 m Gras bis zum Hauseingang, nach hinten nichts, nur die Ansicht eines Mehrfamilienhauses. Kein Platz für das Auto. Kostenpunkt über 200.000 Euro. Bei unserem Nachbargrundstück soll auf ca. 230 qm die Doppelhaushälfte in Massivbauweise 265.000 Euro kosten. Nun der Mensch hat zum Teil sehr unterschiedliche Vorstellungen und Geschmäcker. Währe auch schlimm, wenn alle Bundesbürger das Gleiche möchten. Es gibt so schöne treppenförmige Häuser mit großen Terrassen und Tiefgarage. Ich denke, wenn man so an der falschen Stelle sparen muss, dann wohnt man dort auf jedem Fall besser. Man muss nicht für die 30 qm Rasenfläche noch einen teuren Rasenmäher kaufen. Sie werden jetzt denken, der Herr Rauch ist sehr überheblich. Ich möchte Ihnen nur einmal die ungünstige Überlegung bei der Planung nennen. Das Haus kostet 265.000 Euro mit einem Grundstück von ca. 230 qm. Der Bodenpreis liegt bei 110 Euro/qm. 200 qm mehr, und das Grundstück mit dem neuen Haus kostet dann 287.000 Euro. Das sind 8 % mehr Kosten und man hat ein vernünftiges Grundstück.

Baukosten für das Eigenheim sparen

Ich selbst halte das Haus, welches von einem Bauträger errichtet werden soll, viel zu teuer. (Nur wenige Kilometer in einem anderen Gebiet von Leipzig kostet ein Haus etwa die Hälfte.) Um Baukosten zu sparen, müssen alle Überlegungen in die Planung einfließen. Vergleichen Sie einfach einmal die Fertighaus Preise. Die heutigen Fertighäuser sind in ihrer Funktionalität den Massivhäusern gleich. Ich denke, sie haben sogar einige Vorteile. Ihre tragenden Konstruktionen [www.ib-rauch.de/kostruktionen/konstr01.html] ermöglichen auch zu einem späteren Zeitpunkt eine bessere räumliche Veränderung im Hausinneren, als es bei einem Massivhaus möglich ist. Heute baut man nicht mehr für Generationen, sondern für seine eigene Lebenszeit. Daher, muss man nicht über eine Haltbarkeit für mehre Jahrhunderte nachdenken. Bei einem Fertighaus gibt es einen festen Preis. Lediglich beim Keller, der Bodenplatte oder den Erschließungskosten können sich Veränderungen im kalkulierten Preis ergeben. Der Vorteil besteht in der hohen Preissicherheit. Die Bauzeit ist sehr kurz und die zeitliche Doppelbelastung für die Baufinanzierung (Darlehen) und Wohnungsmiete wird auf ein Minimum reduziert. Die Fertighäuser können meistens als Musterhäuser besichtigt werden. Sie haben damit den Vorteil, sich bereits vor Baubeginn genau für den Haustyp zu entscheiden, den Sie auch möchten. Für handwerklich geschickte Hausherren sind Teilausbauten möglich. Das sind meistens Arbeiten (Montage von Fertigteilen), die man auch selbst machen kann. Beton-, Mauerer- oder Putzarbeiten, welche beim Massivhaus anfallen, können dagegen nicht alle. Hier lassen sich Kosten sparen und für die Einsparung kann ein vernünftiges Grundstück gekauft werden. Wo der Nachbar beim Frühstück auf der Terrasse nicht die Zeitung mitlesen kann und die Kinder auch einmal auf den Rasen herumtollen können.

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Der Induktionsherd in der Kaffeeküche im Büro

Erstellt von Peter Rauch am 13. August 2014

Habe ich bereits in den beiden Beiträgen „Offene Wohnküchen der neue Trend“ und „Alte Küchen clever umgestalten – Tipps und Ideen“ die zentrale Bedeutung der Küche im Haushalt beschrieben, so möchte ich mich in diesem Artikel der Miniküche oder auch Kaffeeküche im Büro widmen.

Auch wenn die Arbeit im Büro im Mittelpunkt steht, so gehört zur Arbeitsgestaltung auch das entsprechende Umfeld. Nicht nur die optimale Arbeitsplatzgestaltung, sondern auch für das leibliche Wohl sollte gesorgt sein. Im Moment steht im Büro der der Trend eines Wasserspender. Ausreichend Wasser trinken ist sehr wichtig für unsere Gesundheit. Allerdings braucht man auch das beliebte Aufputschmittel, den Kaffee. Eine Kaffeemaschine und ein Wasserspender irgendwo im Büro in eine Ecke stellen erfüllte zwar die Funktion aber ist nicht sehr praktisch. Es sollte sich nicht unbedingt im Büro oder bei der Sekretärin neben dem Schreibtisch befinden. Ich denke nur an meine Zeit an der Hochschule. Mittags traf sich alles bei Sekträtin, um Kaffee zu trinken. Manches Mal gingen die Gespräche dann sehr lange zulasten der Arbeitszeit.

Eine kleine Kaffeeküche bringt einige Vorteile.

Im Büro oder auf dem Arbeitsplatz steht kein Geschirr herum. Es steht dann lediglich das Wasserglas oder eine Tasse auf dem Arbeitsplatz. Es ist sehr wichtig, welchen Eindruck ein Kunde beim ersten Besuch im Büro bekommt. Natürlich wird dies auch von seinen Erwartungen bestimmt. Aber auf diese Problematik möchte ich hier nicht weiter eingehen.
Eine kleine gut ausgestattete Kaffeeküche im Büro hat viele angenehme Vorteile für die Mitarbeiter aber auch für den Firmenchef. Der Mitarbeiter kann sich schnell unabhängig ein passendes Getränk oder eine kleine Speise zu bereiten und seine Arbeit fortsetzen. Gerade bei geistig anspruchsvollen Arbeiten braucht man zwischendurch eine kurze Abwechselung, aber die darf nicht so lange sein, dass man sich gedanklich von der bearbeiten Problematik loslöst. Bei der Ausstattung sollte neben einem Wasserkocher ein Kühlschrank, eventuell eine Mikrowelle und ein kleiner Kochherd vorhanden sein. Im Kühlschrank können einige Salate oder andere Speisen aufbewahrt werden. Aber auch warme Mahlzeit ist einiger Situation sinnvoll. Dann, wenn in der näheren Umgebung kein geeignetes Restaurant vorhanden ist. Döner oder Pizza ersetzen keine vollwertige Kost und für die Gesundheit sind diese Speise nicht gerade geeignet. Aber auch, wenn dringende Arbeiten anliegen und man sich nicht lange vom Arbeitsplatz entfernen kann. Dann bietet sich die schnelle Zubereitung ausgewählter Speisen an. Es gibt eine Vielzahl Fertiggerichte, die man schnell zubereiten kann.
In unserem Büro haben wir in der Kaffeeküche lediglich einen Wasserkocher, Kaffeemaschine, Kühlschrank, Geschirrspüle und verschiedenes Geschirr ausreichend für die Bewirtung der Gäste und natürlich auch für uns.
Unser Partner im Büro für Visaangelegenheiten in Kiew hatte sich vor ein paar Jahren ein kleines Induktionskochfeld angeschafft, um sich schnell Essen zwischendurch zu erwärmen. Sie waren sehr begeistert von dem Induktionskochfeld, da dieser es sehr praktisch ist. Es lässt sich schnell putzen, sieht optisch gut aus und lässt sich wegen des geringen Gewichtes auch gut transportieren und überall aufstellen. Es ergeben sich so für eine kleine Büroküche gute funktionale Eigenschaften. Es wird wenig Zeit zum Kochen benötigt. Es ist vergleichsweise so schnell wie ein Wasserkocher.
Hier können Sie sich einen Überblick über aktuell erhältliche Induktionsherde verschaffen und sich das geeignete Gerät für das Büro oder für Daheim auswählen.

In der Büroküche in Kiew
In der Kaffeeküche im Büro in Kiew.

Bei der Induktionstechnik entsteht direkt im Topfboden die Wärme. Unter der Glaskeramik befindet sich eine flache Kupferspule. Es wird ein niederfrequentes elektromagnetisches Feld erzeugt, welche durch den ferromagnetischen Boden des Kochtopfes aufgenommen und in Wärme umgewandelt wird. Wird der Topf von der Kochplatte genommen, so schaltet der Strom wieder ab. Daher sind spezielle Kochtöpfe erforderlich. 1,5 Liter Wasser wird in etwa 3 bis 4,5 Minuten auf 90 °C erhitzt. Bei einer Strahlungsheizplatte dauert es etwa 9 Minuten. Man spart nicht nur Zeit, sondern auch Strom. Wird wenig gekocht, so spart man nicht all soviel Strom. Wird sehr viel, z. B. Für eine große Familie gekocht, so sind das pro Monat einige Euros. Diese Induktionsherde sind etwas teurer als die mit Strahlungswärme. Ebenso können nicht alle Kochtöpfe verwendet werden.
Töpfe aus Gussstahl oder aus Tiefziehstahl sind sehr geeignet, während die aus Edelstahl nur eingeschränkt und aus Glas, Aluminium, Kupfer, oder Keramik nicht geeignet.

Bei der Planung des Büros und der Kaffeeküche sollte man daher auch auf die Nutzung und den vorgesehenen Gebrauch der Küchengeräte achten, damit später nicht zusätzliche Kosten entstehen.

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GoGreen: Wann ist ein Haus ein Ökohaus?

Erstellt von Peter Rauch am 24. Juli 2014

Die Entwicklungen in der Natur und der Umwelt haben wieder zu einem verstärkten gesellschaftlichen Interesse geführt. Und so spielt die Erhaltung natürlicher Ressourcen auch im Bereich Hausbau zunehmend eine wichtige Rolle. Wer einen persönlichen Beitrag zum nachhaltigen Bauen leisten möchte, sollte ein Ökohaus in Erwägung ziehen. Wann aber ist ein Haus ein Ökohaus? Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein?

Ökohaus – Was ist das?

Für das Ökohaus gibt es keine einheitliche Definition. Wichtig ist es aber, ein Ökohaus nicht mit einem Energiesparhaus zu verwechseln. Es geht zwar auch beim Ökohaus darum, energieeffizient zu wohnen, der Knackpunkt des Ökohauses jedoch besteht im ausschließlichen Einsatz natürlicher Baustoffe beim gesamten Hausbau. Möchte man ein Haus, das durch und durch ökologisch ist, sollte man sich jedoch schon bei der Grundstückswahl Gedanken zur Nachhaltigkeit machen und eine starke Landschaftsumgestaltungen vermeiden. Eine Optimierung der Gebäudearchitektur ist ebenfalls ökologisch sinnvoll. So ist es vorteilhaft, wenn ein günstiges Verhältnis der Grundfläche zur Nutzfläche besteht und kein Platz verschwendet wird.

Lehmhaus in den ukrainischen Karpaten

In Zakarpats’ka (Ukraine) sind viele Lehmhäuser aus Lehmsteinen mit einer Mauerstärke von über 40 cm anzutreffen. Dieses Lehmhaus in Velyka Byihan wurde 1975 errichtet.

Mit Naturbaustoffen zum Ökohaus

Möchte man ein Ökohaus bauen, sollten ausschließlich schadstoffarme und dauerhafte Naturbaustoffe wie Lehm, Ziegel, Holz oder Stroh verwendet werden. Es ist wichtig, beim ökologischen Bauen jedes verwendete Produkt kritisch auf seine ökologischen Eigenschaften zu prüfen. Das gilt auch für die Dämmstoffe. Natürliche Dämmstoffe bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, wie zum Beispiel Holzfasern, Flachsfasern, Schafswolle, Stroh oder Cellulose. Das Anbringen einer Wärmedämmung bei einer energetisch schlechten Außenwand bzw. Decke sorgt außerdem für ein verbessertes Raumklima – an kalten wie an warmen Tagen.

Ökologisch bauen vom Keller bis zum Dach

Unterstützt wird diese ökologische Raumausstattung durch passende Fenster. Es sollte vorzugsweise darauf geachtet werden, dass eine natürliche Belichtung und Belüftung gegeben ist. Das heißt, innenliegende Räume sollten vermieden und Fensterflächen bevorzugt werden. Um ökologisch korrekt zu bauen, sollten für die Gestaltung des Ökohauses ebenfalls Naturfarben sowie Klebstoffe und Lacke auf Pflanzenbasis und ohne Lösungsmittel verwendet werden. Auch beim Thema Bodenbelag kann man ökologisch handeln: Kork, Massivholzdecken, Holzparkett und Linoleum sind robust und eigenen sich dennoch als ökologisch wertvolle Böden.

Ökohaus: Durch und durch grün

Deutsche Ökohäuser gewinnen ihren benötigten Strom oftmals mittels Solarenergie. So wird auch für die Warmwassererzeugung Sonnenenergie verwendet. Bei Bedarf wird diese Energiequelle noch durch alternative Heizsysteme ergänzt. Ökohäuser werden außerdem oft mit einem Flachdach versehen. Auf diese Weise wird eine zusätzliche Grünfläche geschaffen. Ökohäuser zeichnen sich generell dadurch aus, dass ihre Außen- und Innenflächen sowie ihre Umgebung besonders grün gestaltet sind. Eine Pflanzenkläranlage ist ebenfalls äußerst ökologisch: Die anfallende Biomasse kann als Dünger im eigenen Garten genutzt werden. Mülltrennung sollte insbesondere, aber nicht nur in Ökohäusern eine selbstverständliche Vorgehensweise sein.

Nachhaltiges Bauen bis ins Detail

In einem Ökohaus kann sich auch durch eine Wiederverwendung des Wassers als brauchbar erweisen. Das sogenannte „Grauwasser“ aus Badewanne, Dusche und Waschmaschine wird aufgefangen und für die Toilettenspülung wiederverwendet. Es ist ebenfalls möglich, Regenwasser zum Wäschewaschen zu nutzen. Die wichtigsten Merkmale eines Ökohauses nochmal im Überblick:

  • Verwendung von natürlichen Baustoffen und Materialien im gesamten Hausbau
  • Kurze Transportwege
  • Anbringen effizienter Natur-Dämmstoffe
  • Mehrfache Isolierung der Fenster
  • Verwendung erneuerbarer Energien wie Sonnenkraft und biologische Brennstoffe
  • Dachbegrünung
  • Nachhaltige Wassernutzung
  • Vorrichtungen zur Mülltrennung

Ein Ökohaus bauen bedeutet also zukunftsorientiertes Bauen. Das Eigenheim soll sich in den natürlichen Stoffkreislauf eingliedern und der Umwelt keinen Schaden anrichten. Auf haus-xxl.de kann sich jeder Bauinteressent umfassend über verschiedene Ausführungen von Ökohäusern informieren und schon bald nachhaltig wohnen.

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