Das Haus renovieren

Archiv für die 'Bauen und Wohnen' Kategorie

Informationen zur Altbausanierung, zu Baukonstruktion oder zur richtigen Auswahl von Baustoffen. Berichten Sie über Ihre Erfahrungen.

Die historische ingenieurtechnische Baukunst

Erstellt von Peter Rauch am 24. Juni 2014

Noch vor einigen Jahrzehnten wurden schöne und funktionell langlebige Gebäude aus Ziegelstein, Lehm, Holz oder Steine errichtet. Baustoffe welche in der Natur vorkommen und sich ohne Probleme wieder in den natürlichen Stoffkreislauf einfügen lassen, ohne die Umwelt zu schaden. Hier eine historische Siedlung der Berber in Tunesien.

Steinhäuder der Berber
Historische Steinhäuser der Berber in Tunesien

Aber auch hier in Deutschland findet man noch viele Gebäude aus Bruchsteinen. Denkmäler und Kirchen wurden aus Stein errichtet, um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten. In Sachsen gibt es noch viele ältere Wohngebäude mit Bruchsteinmauerwerk.
Beeindruckend für die Besucher ist das monumentale Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, welches zum Gedenken an die Schlacht 1813 zwischen den alliierten Armeen und Napoleon erinnert.

Völkerschlachtdenkmal
Völkerschlachtdenkmal in Leipzig

Heute dominiert die Bauausführung aus Styropor und Bauschaum. Dies Bauausführung erfolgt aus Kostengründen und um das Klima zu retten. Diese Mischbaustoffe lassen sich nicht einfach wieder in den natürlichen Stoffkreislauf überführen und die künftigen Generationen müssen sich mit Müllbergen und Abfallproblemen beschäftigen. Unabhängig von den gegenwärtigen politischen und ökonomischen Zwängen werden selbstverständlich auch heute anspruchsvolle ingenieurtechnische Bauwerke errichtet.

Außenwand aus porosierter Hochlochziegel und 10 cm Styropor
Deutsche Baukunst: Außenwand aus 17,5 cm porosierter Hochlochziegel und 10 cm Styropor

Beeindruckend ist die historische Baukunst, welche von hervorragenden handwerklichen und ingenieurtechnischen Leistungen zeugt. Das Material Stein überdauert Jahrtausende. Dadurch können wir sehen, über welche handwerklichen und ingenieurtechnischen Leistungen unsere Vorfahren verfügten. Die korrekte Bearbeitung tonnenschwerer Steine, der Transport und die Ausrichtungen oder die exakte Gestaltung der Steinoberflächen. In den beiden nachfolgenden Videos wird die Ingenieurkunst vergangener Zeit gezeigt, welche bis auf 12000 Jahre zurückreicht. Es wurde mit einer Präzision gearbeitet, zum Beispiel im zweiten Video bei der Errichtung der Pyramiden und der Mauern, welche heute nur mit Maschinentechnik erreicht werden kann. Interessant dabei ist, dass auch heute viele Baufirmen nicht in der Lage sind, so genau ihre Bauleistungen auszuführen.

Bereits vor 12000 Jahre wurden auf dem heutigen Gebiet der Türkei große Bauwerke errichtet.
„Die verschwundene Zivilisation (Doku).“

Historische Bauwerke mit annähernd gleicher Ausführungen wurde vor Tausenden Jahren auf der Osterinsel, Mittelamerika, Ägypten oder in China errichtet.
„Die Pyramiden Lüge – sie deutet auf das Ende der Welt hin“

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Immer wieder Schäden beim Dachausbau

Erstellt von Peter Rauch am 7. Juni 2014

Vor wenigen Tagen hatte ich den Auftrag den Bauzustand eines sanierten Mehrfamilienhauses in Leipzig anzusehen. Es sollten die Feuchteschäden im Keller beurteilt werden, da das Haus gekauft werden sollte. Für ein Hundertjähriges Gebäude war es ein normaler Zustand. Aber darüber möchte ich eigentlich nicht schreiben.

Wir besichtigten die 3 Dachgeschosswohnungen, welche 2000 ausgebaut wurden. Die Mieter klagten über die Hitze von 50 °C (das waren sicherlich viele Grad weniger), wenn die Sonne scheint und besonders im Sommer ist es sehr heiß ind der Wohnung. Man kann sich dort nur bei geöffneten Fenstern aufhalten. Und im Winter ist es kalt.

Dachwohnung

Im Treppenhaus wurde gerade noch eine nachträgliche Brandschutzmaßnahme durchgeführt, sodass man auch den Schichtaufbau unter der Gipsplatte erkennen konnte. Eine Dampfbremse fehlt. Statt dieser wurde eine gewöhnliche Baufolie eingelegt. Die Fugenanbindung fehlt über alle. Die Fugen zwischen der Dämmung und dem Sparren waren teilweise 1 bis 3 cm groß. Diesen gleichen Pfusch konnte man auch in den Wohnungen beim Öffnen der Revisionsklappen erkennen. Optisch sehen die Wohnungen recht schön aus, aber die bauphysikalische Funktionstüchtigkeit ist nirgendwo gegeben. Nur, wenn das gesamte Dachgeschoss wieder zurückgebaut wird, kann eine funktionstüchtige Innendämmung aufgebaut werden. Die potenziellen Käufer waren sehr dankbar, da zusätzlich zur Kaufsumme noch sehr hohe Sanierungskosten anfallen würden. Davon abgesehen, man kann nicht erkennen, ob bereits Feuchteschäden an der tragenden Dachkonstruktion auftreten.

Mangelhafte Ausführung der Dampfbremse
Die mangelhafte Ausführung der Dämmung und Dampfbremse im Drempel.

Mit diesem Beispiel wollte ich nur darauf hinweisen, dass uns in den nächsten Jahren ein großer Umfang an Sanierungsmaßnahmen erwartet.

Eine Dachwohnung hat seinen besonderen Reiz. Besonders, wenn man eine schöne Aussicht hat und man nur noch wenig vom Straßenverkehr hört. Von der Konstruktion waren die Dachböden als Wäscheböden, als Speicher oder als Lage von persönlichen Dingen der Mieter gedacht. Ein nachträglicher Ausbau ist in vielen Fällen nur durch eine Innendämmung möglich. Die immer mehr verschärften Anforderungen durch die Energieeinsparverordnung sind nur noch durch katastrophale konstruktive Maßnahmen möglich. Aus energetischer Sicht muss die Wärmedämmung, Wärmestrahlung und Wärmespeicherung berücksichtigt werden. Der Dämmwahn, wie es bereits der Name sagt, kennt nur die Wärmedämmung. Ob eine korrekte Ausführung in der Praxis möglich ist, spielt eine untergeordnete Rolle.
Dabei ist unbedingt der gekoppelte Feuchte- und Wärmetransport durch die jeweilige Konstruktion zu beachten. Beim Dachausbau sind diese wichtigen Kriterien in der Praxis nur ungenügend realisierbar. Es gibt jedoch Situationen, wo ein Dachgeschossausbau sinnvoll ist und ein zusätzlicher Wohnraum geschaffen wird.
In meinem Buch zum Dachgeschossausbau, welches ich in diesem Jahr 2014 umfangreich ergänzt habe, versuche ich die einzelnen Problembereiche und Lösungsmöglichkeiten zu nennen. Letzten Endes müssen Sie selbst entscheiden, welche Umbaumaßnahmen Sie bei Ihrer Immobilie durchführen. Sie können sich streng an die aktuellen (politischen) Vorschriften und die DIN halten oder wirtschaftlich und technisch sinnvolle Maßnahmen durchführen. Damit lässt sich nicht nur der Immobilienwert, sondern auch der Wohnwert erhöhen.

In meinem Handbuch zum Dachgeschossausbau werden folgende Themen behandelt:

  • Welche Dachformen oder Gauben gibt es?
  • Eignet sich die Konstruktion für einen Dachausbau?
  • Wie erfolgt eine korrekte Wärmedämmung und wie ist die Dampfbremse fugendicht einzubauen. Dies wird ausführlich beschrieben und mit vielen Bildern belegt.
  • Welche bauphysikalischen Zusammenhänge sind zu beachten, um Bauschäden an der tragenden Holzkonstruktion (Dachstuhl) zu vermeiden? Hierzu werden Bildern aus der Praxis und Lösungsmöglichkeit dargestellt.
  • Gerade im Sommer steht das Problem einer Überhitzung (Barackenklima) an. Das ist ein Problem der Leichtbaukonstruktion. Vollständig kann das Problem nicht vermieden werden, aber es gibt Maßnahmen um die Auswirkungen zu mildern.
  • Für den Dachgeschossausbau können verschiedene Baustoffe verwendet werden? Wichtig ist zu wissen, welche Eigenschaften haben diese. Hierzu werden einzelne Bauteile mit der zweckmäßigen Materialauswahl und einer kurzen Montageanleitung beschrieben.
  • Sie möchten gern das Dach selbst ausbauen oder einige Leistungen selbst erbringen? Auf der Grundlage der Beschreibungen erhalten Sie einen Überblick, wie bestimmte konstruktive Ausführungen erfolgen.
  • Es gibt eine Hilfe für die Kalkulation des Materialbedarfs. Damit können Sie den Materialeinkauf optimieren.
  • Mit einer kleinen Einführung in die Kalkulation lassen sich die Baukosten abschätzen und so auch Angebote der Handwerkerfirmen vergleichen.

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Altbausanierung und Denkmalschutz

Erstellt von Peter Rauch am 24. Mai 2014

Weltweit gibt es viele historische Gebäude und Bauten, welche an die vergangene Baukunst erinnern. Fast jede Region hat einen bestimmen Baustil hervorgebracht. Die Baukunst zeugt nicht nur das historische technische Können der Handwerker der Regionen, sondern zeigt auch den wirtschaftlichen Reichtum der Bevölkerung vergangener Zeiten. Siehe zum Beispiel die Hansestädte in Norddeutschland, Hamburg, Bremen, Greifswald, Danzig oder die Stadt Venedig an der Adria. Ruinen und teilweise noch erhaltenen antiken Bauwerke im Mittelmeerraum, welche bis zum Bundesland Nordrhein Westfalen reichen, zeigen, welche hohe Ingenieurkunst bereits in dem imperialen Staat Rom vorhanden war. Nur zaghaft lässt sich der Reichtum aber auch das einfache Leben aus diesen Bauwerken vergangener Zeiten ableiten.

Die Baukunst mit Ziegelsteinen reicht etwa 10.000 Jahre zurück. Viele Bauwerke im alten Rom wurden mit römischem Beton errichtet. Die Erhaltung historischer Gebäude, wie Wohngebäude, Kirchen oder Burgen ist die Wahrung der Geschichte der Regionen und der Völker, welche dort wohnten bzw. jetzt dort siedeln. http://www.denkmalschutz.de/ ist zum Beispiel ein Portal, welches sich mit dem Erhalt der historischen Gebäude in Deutschland befasst. Es geht nicht darum, nur schöne Kirchen zu erhalten, sondern auch das historische Stadtbild oder die Struktur der Dörfer.

Saniertes Fachwerkhaus in Bad Düben
Fachwerkhaus am Markt in Bad Düben

Die Stadt Quedlinburg im Harz war eine sehr schöne Stadt mit vielen Fachwerkbauten. Sie ist aber in den letzten Jahren, dank viele Fördermittel und das Arrangement vieler Beteiligter noch viel schöner geworden und gehört somit zum Weltkulturerbe. Die einzelnen Fassaden der Bürgerhäuser dokumentieren den Wohlstand der Erbauer dieser wunderschönen Gebäude. Aber auch in Sachsen gibt es schöne sanierte Fachwerkhäuser.

In Sachsen sind die Dreiseitenhöfe in den Dörfern typisch, Wohnhaus, Stallung und Scheune. Die Größe dieser Höfe ist auch ein Kennzeichen der Fruchtbarkeit der Böden der angrenzenden Felder. Gerade im Kohrener Land, südlich von Leipzig, kann man dies deutlich erkennen. Immer mehr verschwinden diese charakteristischen Gebäude aus dem Dorfbild.

Drei Seitenhof in Sachsen
Dreiseitenhof, links Stallung und rechts Wohnhaus

Große Wirtschaftsgebäude aus Ziegelsteinen wurden umfunktioniert in Wohngebäude. Gerade hier werden hohe Anforderungen an die architektonische Gestaltung und an die Sanierungsfirmen gestellt. Das äußere Gesamtbild soll möglichst erhalten bleiben aber auch gleichzeitig die heutigen Wohnanforderungen erfüllen. Besonders gelungen ist der Umbau vieler ehemaliger Industriegebäude im Leipziger Westen am Karl-Heine-Kanal. In dem historischen Industriegebiet ist so gleichzeitig ein interessantes Naherholungsgebiet entstanden. Der Wohnwert dieses Stadtgebietes wurde durch diese umfangreiche Altbausanierung aufgewertet.

Sanierte Industriegebäude zu Wohngebäude in Leipzig
Weiße Elster in Leipzig, die alten Industriegebäude wurden zu attraktiven Wohnungen umgebaut.

Gründerzeitgebäude, welche unter den Gesichtspunkten des Denkmalschutzes saniert wurden, bestehen aus dem bewährten Baustoff Ziegelsteinen. Leider werden viele dieser historischen Gebäudefassaden als Folgen der Energiepolitik mit Dämmstoffen verunstaltet und die abwechslungsreiche gewachsene Gebäudestruktur durch optische Einheitsbauten ersetzt. Mit verantwortlich sind aber nicht nur die Gebäudeeigentümer und Planer, sondern Verantwortliche in den Gemeinden und Stadtverwaltungen, welche die Stadthäuser in historischen Stadtgebieten genehmigen bzw. sogar den Bau dieser für Deutschland untypischen Gebäudeformen vorschreiben.

Die Erhaltung der historischen Gebäude setzt ein hohes fachliches und handwerkliches Können voraus. Werder an den Hochschulen noch in der beruflichen Ausbildung wurden das Fach „Altbausanierung“ gelehrt. Viele Kniffe der zum Teil vergessenen handwerklichen Ausführungen müssen neu erlernt werden. Gerade kleinere Firmen können sich auf dem Gebiet des Denkmalschutzes, wie das Bauunternehmen Agena [1] in Norddeutschland, spezialisieren. Hier gibt es sehr viele erhaltungswürdige Gebäude mit den schönen Backsteinfassaden. Auf Einladung des Architekten Joachim Schmidt aus Neumünster hatte ich vor 8 Jahren das schöne Schloss Bredeneck angesehen, welche wegen Holzschäden abgerissen werden sollte. Was nach meiner damaligen Einschätzung ein vollkommener Unsinn war. Man muss die Bausubstanz nur richtig Beurteilen und entsprechende Maßnahmen festlegen. Für die Altbausanierung gelten die Regeln der Baukunst und die Vorschriften zum Zeitpunkt der Errichtung. Veränderungen der Konstruktion und vor allem der Einsatz von anderen Baustoffen, welche nicht zur Errichtung des Bauwerkes verwendet wurden, können das feuchtetechnische Verhalten des Gebäudes verändern. Das kann sowohl positiv aber auch negativ sein. In vielen Fällen trifft der letztere Fall zu.

Es ist auch sehr sinnvoll, wenn der erfahrene Handwerker den Bauherrn fachlich berät, unabhängig von möglichen Kostenvorteilen und den gegenwärtigen gesetzlichen Vorschriften. In diesem Fall muss aber auch dann der Bauherr so fair sein, wenn eine bessere Lösung angeboten wird, den Handwerker zu dieser speziellen Lösung von der Haftung frei zu sprechen. Eine bautechnische Lösung, die sich historisch bewährt hat aber nicht den aktuellen Bauvorschriften entspricht. In diesem Zusammenhang möchte ich zum Schluss auf die DIN verweisen, die nicht unbedingt den Regeln der Baukunst entsprechen muss.

Quelle:
[1] Bauunternehmen Agena auf http://www.bauunternehmen-agena.de

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Im Ausland eine Immobilie zu kaufen.

Erstellt von Peter Rauch am 15. Februar 2014

Es gibt verschiedene Gründe fern von der Heimat eine eigene Immobilie zu suchen und zu kaufen. Mit dem Kauf einer Wohnung oder Immobilien auf Mallorca, in Ungarn oder in der Türkei ist in der Regel auch ein Umzug in das andere Land verbunden. Je nach Lebenssituation kann das Ausland zum Hauptwohnsitz oder als Zweitwohnung für einige Monate werden.

Sieht man sich die Statistik an, so sind im Jahr 2012 711.922 Menschen aus Deutschland fortgezogen. Auch die anderen Jahre vorher bleibt die Anzahl der ausgewanderten Personen zwischen 600.000 bis 800.000. Zur Vervollständigung: 2012 sind 1.081.000 Menschen nach Deutschland gezogen.

Statistik: Anzahl der Auswanderer aus Deutschland von 1991 bis 2012 | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Nun besagt diese Statistik nicht, wie viele ausländische Bürger wieder zurück in ihre Heimat gezogen sind. Auch besagen diese Zahlen nicht, wie viel Deutsche auch im Ausland ihren Zweitwohnsitz haben, dort wohnen und arbeiten aber hier gemeldet sind. Unabhängig davon wird deutlich, dass viele Bürger nicht nur mit den Gedanken im Ausland wohnen, sondern dies auch in die Tat umsetzen.

Am Mittelmeer

Im Fernsehen werden ab und zu Auswanderer auf „ihrem Abenteuer Ausland“ begleitet. Teilweise sehr waghalsige und ungeplante Unternehmungen. Durch das Fernsehen sich auch noch etwas für den Unterhaltungswert verändert. Bei den Zahlen und Daten sollte man auch etwas vorsichtig sein. So wurden zum Beispiel bei Bulgarien Immobilienpreise genannt, die vielleicht auch für das betreffende Objekt zutrafen, sich aber weit von den üblichen Preisen unterscheiden.

Zunächst gibt es neben vielen anderen Gründen zwei wesentliche Gründe, sich in einem anderen Land niederzulassen.
Pensionäre suchen sich einen angenehmen Platz, wo sie ihr Lebensalter verbringen. Das kann eine schöne Immobilie auf Mallorca oder in der Türkei in Antalya sein. Aber auch Mietwohnung in Tunesien werden angemietet. Andere möchten ihren Lebenstraum vom eigenen Haus erfüllen, und suchen sich eine im Verhältnis zu Deutschland preisgünstiges Grundstück in Tschechien, Ungarn oder in Bulgarien.

Andere suchen und finden eine Existenz in der neuen Heimat für ihre Familie. Oft sind das hoch qualifizierte Fachkräfte, die hier in Deutschland nur eine unzureichende Perspektive sehen. Im Gegenzug kommt ein nicht unerheblicher Anteil weniger qualifizierte Menschen nach Deutschland. Ich selbst kenne einige gut qualifizierte Ausländer (Juristen, Ingenieure), die hier nur Hilfsarbeiten verrichten oder putzen dürfen. Mit Ihrem Umzug in ein anderes Land bleiben Sie dort immer ein Ausländer, auch wenn die Menschen während des Urlaubsaufenthaltes gastfreundlich sind. Denken Sie nur daran, eine echte Berliner Familie zieht in das bayerische Alpenvorland. In den Dörfern in Mecklenburg waren die deutschen Aussieder aus Ostpreußen nach 40 Jahren immer noch die Fremden.

Ein sehr interessanter Blogbeitrag von einem Moskauer Bürger, welcher jetzt in Bulgarien wohnt, ist in russischer Sprache verfasst. Er hat in seinem umfangreichen Artikel sehr viele nützliche Tipps gegeben, bevor man im Ausland eine Immobilie kauft. Nach dem man sich ein Wohnort ausgewählt hat, dazu kann man Urlaubsreisen nutzen, so sollte man wenigsten das erste halbe Jahr dort eine Wohnung mieten, bevor man sich eine Immobilie kauft. In dieser Zeit kann man sich mit der Mentalität der Menschen vertraut manchen und genauer die behördlichen Verfahrensweisen und Bedingungen kennenlernen, wie zum Beispiel Grundstückskauf, Grundsteuern, Abgaben usw. Eine der wichtigsten Fragen ist die Sicherung der eigenen Existenz. Bekommt man dort Arbeit und kann man dort mit seiner Arbeit auch die Familie ernähren. Soziale Sicherungen, wie sie in Deutschland vorhanden sind, gibt es in anderen Ländern nicht, wie zum Beispiel die gesetzliche Krankenversicherung, Sozialhilfe usw. Dafür gibt es andere Sozialsysteme. Z. B. in Tunesien bekommt die Ehefrau 100 % der Pension des Ehegattens. Die Höhe der Pension entspricht dem früheren Einkommen. Dafür gibt es aber keine gesetzliche Krankenversicherung.

Ein guter Hinweis gibt das durchschnittliche Einkommen der Bevölkerung des Landes, wohin man auswandern möchte. Darauf schlägt man einen Aufschlag, um die bisherige Lebensqualität zu sichern. Wenn man in diesem Land wohnen möchte, dann sollte man auch die Sprache beherrschen. Aber auch die dortige Religion sollte beachtet werden.
Es spielen viele andere Faktoren eine wichtige Rolle, die richtig bewertet werden müssen. So kann eine Entscheidung durchaus mehrere Jahre dauern. Hat man einmal eine Immobilie, so hat man auch Verpflichtungen.

Wird die neue Immobilie nur zeitweise bewohnt, so steht die Frage, kann das Haus unbeaufsichtigt stehen bleiben oder ist einen Wachmann bzw. eine Wachfrau erforderlich. Das sind zusätzliche Kosten. Bei einer Eigentumswohnung ist das nur in seltensten Fällen erforderlich.

Mit den steigenden Energiepreisen in Deutschland rückt die Zweitimmobilie bzw. Wohnung im Ausland in eine neue wirtschaftliche Betrachtung. In dieser Woche hatte mir ein Eigentümer eines älteren frei stehenden Wohnhauses mit zwei Wohnungen gesagt, dass er für die Heizung 4500 Euro für das Heizöl braucht. Eine ähnliche Kostenhöhe für ein Einfamilienhaus nach dem langen kalten Winter 2013 wurde mir aus Thüringen berichtet. Bei einer neuen Doppelhaushälfte mit Wärmedämmung, aber nur 125 qm, liegt dies bei ca. 1100 Euro. Wenn man im ersten Fall in den Wintermonaten in wärmeren Regionen wohnt, kann man bereits durch die Heizkosteneinsparung einen großen Teil der dortigen Kosten decken. Aber auch die Lebenshaltungskosten sollten bei der Vergleichsrechnung nicht fehlen. Was jedoch nicht mit Zahlen belegt werden kann, ist der Einfluss auf unsere Gesundheit. Frisches Obst und Gemüse ohne chemische Konservierungsmittel oder angenehme Meeresluft lassen sich nicht mit Zahlen gegenrechnen. So lädt zum Beispiel das angenehme Mittelmeerklima bereits zum Ende des Winters in Mitteleuropa zu schönen Radtouren auf der Mittelmeerinsel Mallorca mit der grünen Landschaft ein.

Bereits weiter oben hatte ich einen Moskauer erwähnt. Er hatte Empfehlungen gegeben, in welchem Land man in eine Immobilie investieren kann und wo man es unterlassen sollte. Leider hatte ich mir diese Länder nicht gemerkt. Er hatte aber einen sehr wichtigen Hinweis gegeben. In die Regionen, wo schon seit vielen Jahrhunderten Konflikte auftreten aber auch Länder mit instabilen politischen Verhältnissen, dort sollte man nicht investieren. Die Türkei war und ist ein begehrtes Reiseland, wo auch viele Deutsche eine Immobilie gekauft haben. Dort drücken gegenwärtig (2014) Leistungsbilanzdefizite auf die lokale Währung. Die Lira hat auf Jahressicht mehr als 25 % an Wert verloren, ein Merkmal massiver wirtschaftlicher Probleme. Die Immobilie ist zwar sicher, aber bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist ein Wiederverkauf schlecht möglich.

Bis her hatte ich nur die Immobilien für die Eigennutzung angesprochen. Hier sei nur gesagt, wenn man diese nicht mehr benötigt, dann sollte man diese Immobilie auch wieder verkaufen können. Möglichst ohne finanziellen Verlust. Auch wenn die EZB plant, den Zins für die Bankeinlagen bei minus 0,1 Prozent zu fixieren, was eine Enteignung ihres Vermögens bedeutet, sollte der Kauf einer Immobilie nicht überstürzt erfolgen.

Für Investoren sind daher nicht nur inländische, sondern auch ausländische Immobilien interessant. Allerdings ist der Kauf etwas komplizierter wie in Deutschland, da man die gesetzlichen und verwaltungstechnischen Grundlagen kennen muss. Zum Beispiel muss in der Ukraine beim Kauf eines Hauses darauf geachtet werden, dass das Grundstück auch privatisiert wurde. Dort gibt es zwei Dokumente, eins für das Haus und eins für die Erde.
Damit keine Fehler entstehen, bedarf hierfür ausreichende Informationen und einen Fachmann, der die dortige Lage und die gesetzlichen Grundlagen genauestens kennt. Das deutsche Mietrecht ist alles andere als investitionsfreundlich. Mietnomaden gehören langsam zum Alltag. Das ist auch ein weiterer Grund, auch an eine Investition in eine ausländische Immobilie zu denken.

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Der Einfluss der Energiepolitik auf unsere Wohnumwelt

Erstellt von Peter Rauch am 13. Januar 2014

Sponsoren finanzieren die Forschung an den Hochschulen. Es ist selbstverständlich, dass die Forschungsergebnisse die Interessen der Sponsoren widerspiegeln sollten. Aber auch der grüne Zeitgeist hinterlässt tiefe Spuren. Deutschland soll zum Vorreiter der green economy werden. Staatlich verordneter Verzicht! Die Folgen sind die Verunstaltung unserer Heimat, wieder erfolgt die Schädigung der natürlichen Umwelt und der Wirtschaftsstandort Deutschland wird langsam vernichtet.

Energiesparen ist richtig, aber nicht auf Kosten unserer wertvollen Umwelt und der Gesundheit der Bewohner. Ein gesundes Raumklima kann nur durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ökologischer Bausubstanz (dazugehört keine Dämmfassade), der Nutzung und ausreichender Temperierung der Räume erreicht werden.

Nur durch die sichere Bereitstellung von preiswerter Energie können ökologisch gesunde Wohnungen geschaffen und benutzt werden. Nebenbei wird aber auch der Volkswohlstand gesichert.

Energiesparen und Haussanierung.

Jahrtausende wurden die Wohngebäude energiesparend gebaut. Man muss den gesamten Energiefluss eines Gebäudes betrachten. Also von der Rohstoffgewinnung, Nutzung, Instandhaltung und Weiterverwertung bzw. Entsorgung.Diese Bedingungen erfüllen Naturbaustoffe im konventionellen Baustil am besten. Das sind konkret Häuser aus Ziegelsteinen, Holz, Lehm und Beton. Informationen zu diesen Konstruktionen und Baustoffen erhalten Sie hier auf dieser Webseite.

Der neu erfundene Industriezweig Klimaschutz, hat nichts mit Umwelt zu tun. Es werden aber sehr hohe Gewinne beim Verkauf von Ökosprit E10, der Errichtung von Solaranlagen und Windparks und beim Handel mit Zertifikaten erzielt.

Sowohl die Solaranlagen als auch die Windkraftanlagen sind in ihrer Wirkung wegen der geringen Energiedichte unwirtschaftlich. Das Gleiche gilt auch für die nachträgliche Fassadendämmung. Leider verfügen die Politiker über keine ingenieurtechnische Ausbildung, um selbst die Vorlagen der Lobbyisten auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

Ein Milliardengeschäft für ausgewählte Konzerne. Zu den weltweit größten Industriezweigen gehören die Waffenindustrie und die Chemie-, Öl- und Pharmaindustrie. Einige der Methoden des Industriezweiges Pharmaindustrie wurden aufgedeckt. Ausgewählte Beispiele beschreiben wir im Artikel Gesundheitsvorsorge für die Familie bis zum hohen Alter. Langsam werden auch die Methoden der Energielobby aufgedeckt. Die italienische Mafia hat das Geschäft mit deutschen Windparks bereits erkannt. Bereits heute kann man erkennen, dass nicht alles so aufgeht, wie es geplant war. Siehe den Niedergang der deutschen Solarbranche oder die Haltbarkeit der Windkraftmaschinen liegt bei 12 statt der geplanten 25 Jahre. Aber in einigen Jahren möchten die deutschen Politiker mangels naturwissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Wissens die Stromerzeugung zu 100 % auf erneuerbare Energie umstellen.[1] Sie träumen von einem technischen Wunder ausreichend elektrische Energie speichern zu können, wenn keine Sonne scheint oder Wind nicht weht.

Auf der Grundlage meiner theoretischen Ausarbeitungen, meine praktischen Erfahrungen als Sachverständiger, distanziere ich mich als Ingenieur und Ökonom von der gegenwärtigen interessenbezogenen Baupolitik in der BRD.  Diese Wunschvorstellungen halten bei tiefer Prüfung weder ökonomischer noch ökologischer Kriterien stand.  Durch ausgewählte Normen und gesetzliche Festlegungen entsteht ein schadstoffreiches Raumklima. Dieses belastete Raumklima gefährdet langzeitlich Ihre Gesundheit. Wesentliche Ursachen hierfür sind die Auswahl unzweckmäßiger Baustoffe, ungeeignete Baukonstruktionen und der zu geringe Luftaustausch. Die konkreten Einzelheiten erfahren Sie in den jeweiligen Fachartikeln.

Gerade bei einer Haussanierung ist eine nachträgliche Wärmedämmung der Fassade nur in seltenen Fällen wirtschaftlich.

Sie können zum Teil einen Investitionszeitraum von bis 25 Jahre haben. Bis dahin muss die Thermohaut schon wieder saniert werden.  Kein betriebswirtschaftlich denkender Unternehmer würde in diesem Fall investieren. Eine nachträgliche Wärmedämmung zum ungedämmten Dachboden sind dagegen preiswerter und effektiver. Durch gesetzliche Zwangsmaßnahmen, wie den Energiepass oder die verschärfte Energieeinsparverordnung,  werden die Bürger zum gehorsamen Energiesparen gezwungen. Unter dem Deckmantel CO2-Gebäudesanierung (möglichst viel Dämmung, siehe U-Wertberechnung) kann die Fördermittelbeantragung im Rahmen der neuen Auflagen aus EEWärmeG, EnEV, EnEG und dem Konjunkturpaket erfolgen. Es stehen verschiedene Förderprogramme  zur Auswahl.

Wo kommt der Schimmel hinter der Heizung her?

Ungünstiges Energiesparen verursacht Feuchtigkeit durch Tauwasserbildung und eine mögliche Schimmelpilzbildung. Eine Temperierung der Räume und vor allem der kühlen Wandoberflächen ist auch im Winter dringend erforderlich. Eine Temperaturabsenkung in der Nacht bei massiven Wandkonstruktionen bringt keine Energieeinsparung. Die innere Wandschicht wird durch die niedrigere Raumtemperatur feuchter und leitet somit die Wärme besser nach außen. Zusätzlich hat  ein poröser feuchter Wandbaustoff ein größeres Wärmespeichervermögen.

Die Energiesparung an Wärme verursacht eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Wohnraum und begünstigt eine Schimmelpilzbildung. Durch die niedrigen Raumtemperaturen sowie eine unzureichende Lüftung kommt es zum Anstieg der Luftfeuchtigkeit im Wohnraum.  Dies begünstigt die Schimmelpilzbildung und führt zur gesundheitlichen Belastung der Bewohner. Dies betrifft bereits jede zweite Wohnung. Prognosen besagen für 2020 Stromkosten von 50 Ct./kWh voraus.  Jede moderne Heizanlage benötigt Strom. In der Vergangenheit waren die Preise aller Energieträger miteinander gekoppelt. Steigen die Stromkosten, so klettern auch die Preise für Öl und Gas.  Circa 70 % der Schimmelschäden treten im Schlafzimmer auf, da die Heizung abgestellt wird. Eine Temperierung der Räume und vor allem der kühlen Wandoberflächen muss auch im Winter erfolgen.  Wird dies nicht beachtet, so werden künftig Schimmelpilze in der Wohnung zur Normalität gehören.

Es gibt aber auch Bauschäden, die durch Hochwasser verursacht wurden. Die Folge sind Schimmel, Stockflecken, nasse Wände – jeder Hausbesitzer eines Altbaus kennt diese Probleme.

Für die in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fast 570.000 Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften reichen die für einen Einpersonenhaushalt vorgesehenen 321,80 Euro pro Jahr für Strom nicht aus. Gegenüber dem günstigsten Anbieter in Sachsen fehlen seinem Haushalt jährlich 113 Euro. Für eine vierköpfige Familie in Sachsen bedeutet dies eine theoretische Stromschulden bis zu 524 Euro pro Jahr. Geld, welches an einer anderen Stelle die Familie eingesparten muss, zum Beispiel am gesunden Essen, für die Kinder oder an der Heizung mit Folgen für die Gesundheit. Siehe hier die Studie Stromkosten Hartz-IV.

Schimmel an Außenwand durch längere hohe Luftfeuchte und ungenügende Lüftung

Meine Beobachtungen bei Gutachten zeigen, dass gerade bei Familien mit normalen oder niedrigen Einkommen vermehrt Schimmelpilze sowie Schadstoffe in den Wohnungen vorhanden sind. Hier ein Beitrag im Stern, wonach Geringverdiener in Deutschland früher sterben.

„Der Atomausstieg ist nicht die Energiewende, sondern deren Anlass.“, so Herr Dirk-Uwe Klaas Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) in der FAZ am 24.6.2011. In diesem Dokument von Herrn Prof. Dr. Alt können Sie die Folgen und die Auswirkungen der Energie (pdf) nachlesen.

Zu empfehlen währe gerade diejenigen, die der Klimalüge auf den Leim gehen, eine Besuchsreise bei uns in den Transkarpaten. Hier gibt es saubere Luft durch die totale Entindustrialisierung, durch Gorbatschows ökonomisches Unvermögen.  Stromabschaltungen und  begrenzte Wasserlieferung in den Städten sind hier an der Tagesordnung. Die Lebenserwartung ist etwa 5 Jahre geringer als in der BRD. Hier können die dem grünen Zeitgeist unterliegenden Politiker ihre geplante romantische Zukunft in der Praxis erleben, bevor sie den großflächigen Feldversuch in die Endphase überführen.

Nach der Zerstörung der Landschaft durch Windräder kommt die Zerstörung des historischen Stadtbildes durch „Abriss und Neubau“. Die Politik zur Vermeidung des CO2-Ausstoßes hat in den deutschen Ländern bereits mit seiner ungeheuerlichen Zerstörung der historischen Baukonstruktion begonnen.

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Holzkonstruktion fachgerecht bearbeiten.

Erstellt von Peter Rauch am 21. November 2013

Holz ist ein idealer Baustoff, er ist leicht, statisch hoch beanspruchbar und kann auch gut bearbeitet werden. Er ist zudem ein ökologischer Baustoff und kann ohne Probleme wieder in den natürlichen Stoffkreislauf eingefügt werden. Viele Bauteile lassen sich auch mehrmals verwenden, wie Bretter oder Balken. Das ist ein Umstand, den unsere Vorfahren sehr gut kannten und für die Errichtung der Gebäude ausnutzten. Wurde das Gebäude abgetragen, so wurde das Holz nicht einfach weggeworfen oder als Heizmaterial verwendet. Noch gut erhaltene Balken und Bretter wurden in ein anderes oder neu zuerrichtendes Gebäude eingebaut. So kann man gerade bei älteren Gebäuden sehr unterschiedliche Konstruktionshölzer als Deckenbalken oder Sparren finden, die vorher ganz wo anders waren. Dies lässt sich an Zapflöcher oder andere Zimmermannsverbindungen erkennen, wo das Gegenstück fehlt. War die Holzkonstruktionen im Gebäudebau für einige Zeit etwas vergessen, so hat der Holzbau in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen. Dies hängt auch mit den modernen Fertigteilhäusern zusammen. Die Holzrahmenbauweise ermöglicht eine industrielle Fertigung. Damit lassen sich schnell und kostengünstig neue Wohngebäude errichtet.
Immer wieder beeindruckend ist die alte Baukunst des Fachwerkbaus. Der Fachwerkbau und Holzhäuser waren in Mitteleuropa sehr verbreitet. In den Städten des Harzes findet man noch viele sehr schön restaurierte Fachwerkbauten.

Fachwerk wird saniert

Wurden früher alle Holzteile per Hand zugeschnitten, so steht heute ein reichhaltiges Angebot an verschiedenen Werkzeugen zur Holzbearbeitung zur Verfügung. Eine Kettensäge gehört zur Grundausstattung eines Zimmermanns. Bevorzugt werden Motorsägen mit Benzinmotor, da nicht überall ein Stromanschluss zur Verfügung steht. Diese Kettensägen sind auch etwas leistungsfähiger als die elektrischen Kettensägen. Sie sollten vom Gewicht auch so sein, dass diese auch mit einer Hand geführt werden können. Gerade beim Bau von Dachkonstruktion hat man nicht immer einen sicheren Stand. Dagegen werden beim Feuerholz sägen oder im Wald größere Kettensägen benötigt, die ein großes Schwert haben und vom Gesicht auch schwerer sind.
Unter www.kettensaege-test.net kann die gewünschte Säge ausgewählt werden. Wir selbst hatten in meiner Firma nur elektrische Kettensägen, da wir nur gelegentlich damit gearbeitet hatten. Aber auch hier gibt es sehr große Unterschiede bei der Leistungsfähigkeit. Ich hatte die Vorteile bei einer elektrischen Kettensäge darin gesehen, sie sind leiser und kostengünstiger. Für einen Heimwerker, der das Werkzeug nur gelegentlich benötigt, reicht in der Regel die gewöhnlichen Kettensägen aus. Bei einem Profi, wo es auf Zuverlässigkeit und Zeit ankommt, ist natürlich eine Profimaschine sehr sinnvoll. Die Mehrkosten sollten sich recht schnell rechnen. Mit einer guten Kettensäge lässt sich recht genau arbeiten. Allerdings gibt es Holzteile, die genau passen sollten und wo auch aus optischer Sicht ein sehr genauer Schnitt erforderlich ist. Das können zum Beispiel Wandverkleidungen, Schalungen, Fußbodendielungen oder Parkett sein. Diese können mit der Handkreissäge geschnitten werden, was etwas Geschick und Zeit bedarf. Eine Kappsäge schneidet das Holz Millimeter genau und sehr schnell, da das Holz fest aufliegt. So können auch verschiedene Winkel exakt geschnitten werden. Was gerade bei Abdeckleisten genau stimmen sollte. Verschiedene Kappsägen können Sie hier ansehen und sich das geeignete Werkzeug auswählen. Auch hier gilt das oben Gesagte. Für den Heimwerker genügen in der Regel die einfacheren Werkzeuge. Wohingegen ein Profi, der jeden Tag eine gute Arbeit verrichten möchte, sich genau das richtige Profiwerkzeug auswählen sollte.

Ansicht der Holzkonstruktionen eines Fachwerkhauses, welches saniert wird. Zur Bearbeitung ist das richtige Werkzeug erforderlich.

Fachwerk wird saniert

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Hohe Luftfeuchte in der Wohnung beim Wäschetrocknen

Erstellt von Peter Rauch am 18. November 2013

Die relative Luftfeuchte in einer Wohnung sollte möglichst niedrig sein. Eine hohe Feuchtigkeit und bei einer Temperatur um und über 20 °C sowie beim Vorhandensein von Nährstoffen bieten gute Voraussetzungen für eine Schimmelpilzbildung . Schimmel ist allgegenwärtig, ist also immer vorhanden. Allerdings sollte die Konzentration in der Luft nicht so sehr ansteigen, da sich das dann auf unsere Gesundheit aus wirken kann. Die Folgen sind Allergien und Atemwegerkrankungen.

Im Sommer liegt in der Raumluft die höchste Schimmelpilzkonzentration vor. Durch die höhere Außentemperatur lässt sich die Luftfeuchte in den Räumen nur an sehr trocken Tagen senken. Im Winter dagegen kann auch bei Regentagen die relative Luftfeuchte in den Innenräumen durch Lüften verringert werden. Dies hängt mit der absoluten Luftfeuchte zusammen, die im Außenbereich bei kalter Luft wesentlich niedriger ist. Kondensiert die Luftfeuchte an einer kühlen Wandoberfläche, so wird dieser poröse Baustoff feucht und an dieser Stelle können sich dann Schimmelpilze bilden. Die Konzentration an Schimmelpilzen in der Raumluft muss deshalb nicht sehr hoch sein, wenn die relative Luftfeuchte bei 50 % oder weniger liegt. Dagegen haben wir im Sommer Luftfeuchten auch in den Innenräumen von über 60 %, sogar an einigen Tagen über 70 %. Bei dieser hohen Luftfeuchte können sich dann die Schimmelpilze im gesamten Raum gut entwickeln. Es ist daher sehr wichtig, dass Feuchtigkeitsquellen im Haushalt über das gesamte Jahr auf ein Minimum reduziert werden.

Entstehung von Wasserdampf in einer Wohnung.

In der folgenden kleinen Übersicht stelle ich Ihnen die Wasserdampfproduktion in einer Wohnung vor. Dieses Wasser muss gleichmäßig von der Innenraumluft aufgenommen werden. Sie können erahnen, dass die relative Luftfeuchte stark ansteigt. Jetzt wo die Gebäude immer dichter werden, ist eine ausreichende Reduzierung durch das Lüften nicht mehr so einfach. Wenn Sie tagsüber arbeiten gehen, ist die Stoßlüftung ohne hin nur zweimal möglich.

  • Beim Trocknen von 4,5 kg Wäsche (eine Waschmaschine) entstehen circa 1-1,5 l Wasserdampf,
  • Zimmerpflanzen produzieren etwa 0,5 bis 1 l pro Tag,
  • Bei einem Wannenbad entsteht etwa 1 l pro Person und
  • während der Schlafphase entsteht circa 1 l pro Person.

Schimmelpilze in der Wohnung durch Wäsche trocknen.

Wie können Sie eine hohe Luftfeuchte vermeiden?

1. Grundsätzlich ist das Trocknen von Wäsche in einer Wohnung wegen der Entstehung der hohen Luftfeuchte nicht sinnvoll. In dem Bild sehen Sie die Folgen der falschen Nutzung. Der Wäscheständer mit Wäsche nicht nicht zu sehen. Diese Mieter hatten die Wäsche grundsätzlich in der Wohnung getrocknet. Die gesamte Wohnung in Erfurt war verschimmelt. Wäsche trocknen in der Wohnung ist ein schwerer Nutzungsfehler. Leider machen das sehr viele Mieter. Wie das in der Praxis aussieht, haben wir in unserer eigenen Ferienwohnung gesehen. Viele Jahre hatten wir diese Wohnung selbst genutzt. Nach zwei Wochen der Vermietung hatten wir durch Zufall den gefliesten Korridorfußboden gesehen. Hier stand das Wasser, als hätte jemand einen Eimer Wasser umgestoßen. Es roch furchtbar. Das war im Juni. Wir haben einen sehr schönen abgeschlossen Hof und einen großen Wäscheboden, wo die Wäsche an der frischen Luft getrocknet werden kann. Der Mieter ist diesen Forderungen nicht und später nur teilweise nachgekommen. Bei dieser hohen Luftfeuchte kommt es nicht nur zur Schimmelpilzbildung und den muffigen Geruch, sondern es wird auch die tragende Holzkonstruktion im Haus gefährdet.

Viele ältere Mehrfamilienhäuser hatten früher einen schönen großen Wäscheboden, der zu einer Dachgeschosswohnung ausgebaut wurde. Ein Ersatz, wie einen Trockenraum, wurde in der Regel nicht geschaffen. Die Höfe sind meistens sehr klein und nur in wenigen Fällen im Sommer für das Wäschetrocknen geeignet. Was nun mit der feuchten Wäsche aus der Waschmaschine machen? Grundsätzlich sollte in der Wohnung das Wäschetrocknen unterbleiben, damit keine erhöhte Luftfeuchte und eine Schimmelbildung entstehen. Hier hilft nur ein Wäschetrockner. Da wir selbst kein Wäschetrockner in unserem Haushalt haben, kann ich schlecht eine Empfehlung für einen bestimmten Typ aussprechen, ob der Wäschetrockner als Kondenstrockner oder Wärmepumpentrockner günstiger ist. Eins weiß ich, die Bekannten, die einen Wäschetrockner nutzen, sind sehr damit zu frieden, da es auch eine zeitliche Entlassung bedeutet. Eine Zeitersparnis, die man für das Wäscheaufhängen benötigt und wenn man berufstätig ist, kann man die Wäsche am Abend ohnehin nicht auf den Wäschetrockenplatz hängen. Für die Entscheidung hilft dann ein Portal, welches die Wäschetrockner genauer unter die Lupe nimmt und bewertet, wie es zum Beispiel www.waeschetrockner-test.net macht. Hier erfahren Sie alle wichtigen Informationen zu den verschiedenen Wäschetrocknern einschließlich zahlreicher Kundenbewertungen.
Noch ein Hinweis. Nicht alle Kleidungsstücke sind für den Wäschetrockner geeignet. Dies erkennt man an den Textilpflegesymbolen in der Kleidung.
Einige Kleidungsstücke könnten durch die Wärme eingehen oder am Aussehen leiden. Diese sind dann an der Luft zu trocknen, was dann auch in der Wohnung möglich ist.

2. Zimmerpflanzen sind ein Stück Natur. Gerade in der Stadtwohnung können ruhig ein paar Pflanzen in der Wohnung sein. Allerdings bei einer Einraumwohnung können mehrere Pflanzer bereits Probleme durch die Entstehung von Feuchtigkeit verursachen. Sie sollten deshalb selbst entscheiden, wie viel Pflanzen sich in der Wohnung befinden. Wenn im Winter die Balkonpflanzen in die Wohnung genommen werden, dann sollten Sie die Luftfeuchte mit einem Hygrometer kontrollieren. Eventuell dann lieber ein paar Pflanzen in den Treppenaufgang (wenn dies möglich ist) oder in den Keller stellen.

3. Hygiene ist wichtig und das Wannenbad sollte nicht eingespart werden. Wobei beim Duschen durchaus noch mehr Wasserdampf entstehen kann. Wichtig ist hierbei, dass Sie die Badtür geschlossen halten. So breitet sich der Wasserdampf nicht in der gesamten Wohnung aus. Die Feuchtigkeit wird durch die Fensterlüftung oder bei fensterlosen Bädern über eine Zwangslüftung abgeführt.

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Vom Profi die Industriehallen sanieren.

Erstellt von Peter Rauch am 16. November 2013

Ebenso wie Wohngebäude unterliegen Industriehallen einem Alterungsprozess, wo Baustoffe und Konstruktionen erneuert werden müssen. Allerdings gibt es hierbei zum Teil recht große Unterschiede. Das Wohngebäude wird für eine normale Nutzungsdauer von 80 bis 100 Jahre errichtet. Bei Fertigteilhäusern ist diese vorgesehene Nutzungsdauer wesentlich geringer und liegt bei circa 50 Jahren. Das heißt nicht, dass das Gebäude nach dieser Zeit vollkommen kaputt ist. Es muss nur grundlegend saniert werden und den neuen Anforderungen angepasst werden. Bei Industriegebäuden und Industriehallen ist die Nutzungszeit wesentlich geringer und es sind geringere bauphysikalische Forderungen zu erfüllen. Vor 100 Jahren wurden diese Industriehallen vorwiegend aus Ziegel mit einer Klinkerfassade errichtet. Später folgten eine Kombination mit Stahlkonstruktionen und die Stahlskelettbauweise. Je nach der Anforderung der Produktion wurden für die Errichtung der Hallen unterschiedliche konstruktive Ausführungen gewählt.

In den neuen Bundesländern wurden nach der Wende viele Produktionsbetriebe beschlossen. Die Mehrzahl der alten Industriegebäude wurden ersatzlos abgerissen. Andere dagegen werden als Lagerhallen verwendet oder wie zum Beispiel die „GaraGe“ in der Karl-Heine-Straße in Leipzig als Technologiezentrum umgebaut. Sind diese älteren Industriehallen für eine andere Nutzung vorgesehen, so muss eine grundlegende Sanierung der Industriehalle geplant werden. Hierbei ist die gesamte Bausubstanz einschließlich der Statik nach den neuen Anforderungen zu untersuchen. Viele der Stahlträger, geraden an den Verbindungen sind verrostet und müssen erneuert oder verstärkt werden. Aber auch die Veränderung der Nutzung im Inneren der Gebäude ist zu beachten. Meist sind die Decken wegen der Maschinen sehr massiv und haben eine hohe Tragfähigkeit. Sie haben aber auch eine aussteifende Funktion. Werden Wände und Teile der Decken entfernt, so muss dies statisch überprüft werden und bei Bedarf entsprechende bautechnische Lösungen gefunden werden. Mit diesen wenigen Ausführern wird deutlich, dass sich die Sanierung des vorhandenen Wohnungsbestandes von der Sanierung einer Industriehalle bzw. eines Industriegebäudes unterscheidet. In diesem Fall ist es sehr sinnvoll, wenn für so ein Vorhaben eine spezialisierte Firma für die Sanierung von Industriehallen beauftragt wird. Erfolgt eine Umnutzung, wie beim oben genannten Beispiel, so sind neue Sanitäranlagen, eine entsprechende Heizung für die Veranstaltungs- und Seminarräume und eventuell eine lüftungstechnische Anlage einzubauen. Ganz wichtig ist auch die Sanierung und Modernisierung der Fassade. Neben neuen Fenstern ist auch der Wärmeschutz der Fassade den veränderten Anforderungen anzupassen.

Habe früher viele Industriehallen lediglich als Witterungsschutz gedient, so werden heute ganz andere Anforderungen gestellt. Optisch präsentieren sie nicht nur das Unternehmen. Helle, saubere und klimatisierte Hallen sind eine Voraussetzung für die heutige meist voll automatisierte Fertigung. Mit dem Einzug der Mikroelektronik gibt es fast keine Produkte ohne die elektronischen Bauteile. Es werden daher hohe Reinheitsstufen gefordert.
So müssen zum Beispiel, die durch die ehemaligen Maschinen mit Öl getränkten Betondecken fachgerecht saniert werden. Damit die neuen belastbaren Fußbodenbeschichtungen halten oder der belastete Baustoff keinen einen Einfluss auf die Raumluft hat. Auf die Festigkeit des porösen Baustoffs Beton haben diese Stoffe nur einen geringeren Einfluss. Aber es gibt andere chemische Verbindungen, wie zum Beispiel Milchsäure, die den Beton innerhalb kurzer Zeit zerstören. Da bei einer Produktionshalle im Verlauf ihrer Existenz verschiedene Flüssigkeiten und Dämpfe aufgetreten sein können, ist auch hier eine genaue Prüfung erforderlich. Es ist zu prüfen, ob die Bauteile den neuen Anforderungen gerecht werden oder eventuell ausgetauscht bzw. saniert werden müssen.

Gerade hier in Leipzig wurden viele ältere Fabrikhallen bzw. Fabrikgebäude mit Klinkerfassade zu modernen Wohnungen umgebaut. Ursprünglich waren diese Gebäude nicht für Wohnzecke vorgesehen. Auch hier werden hohe Anforderungen an die Sanierung gestellt, um den wohnhygienischen und bauphysikalischen Ansprüchen gerecht zu werden.
Beispiel die Industriegebäude im Hintergrund am Karl-Heine-Kanal/Nonnenstraße in Leipzig.

Umbau von älteren Industriegebäuden in Wohn- und Geschäftsräume.

Es gibt aber auch andere Fälle, wo eine vorhandene Industriehalle saniert und umgebaut werden muss. Das Produktionssortiment hat sich zum Beispiel verändert oder die Produktion wurde erweitert und es sollen bereits vorhandene Industriegebäude genutzt werden. Nur in seltenen Fällen erfüllen diese Gebäude den neuen Anforderungen. Hier muss kalkuliert werden, ob eine Sanierung und Umbau günstiger ist als ein Abriss und ein Neubau. Hiebei kommt es nicht nur auf die Bau- bzw. Sanierungskosten an, sondern auch auf die Zeit, wann die neue Halle fertig ist. In diesem Fall ist eine professionelle technologische Bauablaufplanung erforderlich.

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Sonnenschutz und Energie sparen durch ein Plissee

Erstellt von Peter Rauch am 14. November 2013

Fenster sind ein wichtiger Bestandteil eines Gebäudes. Äußerlich dienen sie als Gestaltungselement. Je nach Anordnung kann das Gebäude optisch vergrößert oder verbreitert werden. Es gibt zahlreiche Fensterformen und Ausführungsarten. Ob aus Holz, Kunststoff oder Metall, sie haben alle in erster Linie die Funktion der Tageslichtbeleuchtung der Räume zu erfüllen. Daneben dienen sie auch des Luftaustausches. Auf diese notwendige Lüftung bin ich bereit in anderen Beiträgen ausführlich eingegangen. Der Schwachpunkt bei einem Wohngebäude sind die Fenster bezogen auf den Wärmeschutz und den Schallschutz. Auf den Streitpunkt, dass das Fensterglas keine Wärmestrahlung von innen nach außen lässt, möchte ich nicht weiter eingehen. Dagegen gelangt die wärmende Sonnenstrahlung von außen in den Innenraum. Man muss in diesem Fall immer die unterschiedlichen physikalischen Kriterien, wie Wärmestrahlung und Wärmeleitung, gegenüberstellen und diese über die gesamte Jahreszeit betrachten. Ältere funktionstüchtige Kastenfenster durch Isolierverglasung auszutauschen, um Energie zu sparen, ist nur Fallweise sinnvoll.

Der Einbau neue Fenster verursacht Kosten und Schmutz. Diese müssen mit den möglichen Energieeinsparungen gegengerechnet werden. Was viele nicht wissen, ein Kastenfenster hat gegenüber einem einfachen Fenster mit Isolierverglasung wesentlich bessere Schallschutzwerte. Die Isolierverglasung lässt weniger wärmende Sonnenstrahlen durch die Scheiben. In der Fachsprache nennt sich dies g-Wert. Je kleiner dieser ist, um so weniger primäre Energie wird gewonnen. Gerade in der Übergangszeit aber auch im Winter lässt sich durch das Fenster zusätzliche Wärmeenergie gewinnen. Wenn die Sonne scheint, dann öffnen wir die inneren Fenster der Kastenfenster und die Raumtemperatur erhöht sich durch diese kostenlose Energie um ca. 2 bis 3 Grad. Die größere Wärmeleitung gegenüber einem Isolierfenster wird durch eine Jalousie oder ein Rollo gerade in der Nacht ausgeglichen. Da unsere inneren Fenster bündig mit der Innenwand sind, kann das äußerst dekorative verspannte Plissees nicht verwendet werden. Die Rollos und Plissees haben aber auch noch andere Funktionen. Sie schützen vor Sonneneinstrahlung gerade im Sommer und sorgen für eine angenehmere Raumtemperatur. Aber auch als Blendschutz sind diese sehr nützlich. Gerade wenn man arbeitet, stört das helle Sonnenlicht. Das verspannte Plissee lässt sich dann so verschieben, dass man sich im Schatten befindet, aber noch so viel Fensterfläche unbedeckt ist, dass ausreichend Tageslicht in den Raum gelangt. Mit einem Rollo ist dies nicht möglich.
durch ein Rolle oder Jalousie kann der Wärmeschutzes verbessert werden. Das Kastenfenster hat einen U-Wert von 2,6 W/m2K. Mit einer Falt-Jalousie aus Gewebe wird ein U-Wert von 1,7 W/m2K und bei einem Rollo aus Gewebe 1,9 W/m2K erreicht. Das ist eine Verbesserung von 35 % bzw. 27 %.

Plissee

Wer in einer Dachwohnung wohnt, wird sehr schnell bei Sonnenschein bemerken, dass sich die Raumtemperatur trotz Isolierverglasung stark erhöht. Besonders kommt dies dann vor, wenn der Raum klein ist und sich die Dachschräge nicht auf der Schattenseite befindet. Haben die Dachflächenfenster keine Außenjalousie, so bieten sich hier verspannte Plissees an. Die Spannschnur kann in der inneren Fensternische befestigt werden. Ist diese nicht sehr tief, so müssen die Schuren am Fensterrahmen befestigt werden, da sich sonst das Dachflächenfenster nicht richtig öffnen lässt. Durch die Schräge lassen sich hier keine Gardinen oder Rollos nicht anbringen. An die Dachschräge lassen sich auch keine Bilder oder andere dekorative Gegenstände anhängen. So können die Plissees bei richtiger Auswahl auch gleichseitig die Funktion eines dekorativen Gestaltungselementes in der Dachwohnung übernehmen.

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Die geeignete Schwimmbadabdeckung

Erstellt von Peter Rauch am 6. November 2013

In Deutschland ist die Anzahl der Pools gegenüber den südlichen Regionen Europas etwas weniger, da die warme Jahreszeit etwas kürzer ist. Trotzdem findet man in den Gärten oder Grundstücken relativ viele Pools aller Größen und Formen. Ein Pool bedarf einer regelmäßigen Pflege. Neben den Algen sorgen auch Staub oder Blätter für eine Verunreinigung des Wassers. Je nach Größe und Beanspruchungen sind Filteranlagen erforderlich. Oft merkt man erst nach der Anschaffung den erforderlichen hohen Aufwand. Im Außenbereich verwendet man oft Folien, die auf die Wasserfläche gelegt werden, um den Schmutz vom Wasser fernzuhalten. Dunkle Folien haben sogar den Vorteil, dass sie die Sonnenwärme aufnehmen und so zusätzlich das Wasser im Pool erwärmen. Dadurch kann man auch an kühleren Tagen noch baden bzw. schwimmen. Komfortabler sind die großen Rollen, wo die Abdeckfolien aufgewickelt werden. Hier im Bild im Thermalbad bei Khust in Velyatyn (Ukraine) sieht man horizontal (blau) diese aufgewickelte Abdeckfolie.

Thermalbad in Velytyn

Das gleiche System findet auch im Thermalbad in Bad Klosterlausnitz im Freibecken mit der Sohle Anwendung. Stammt das heilende Mineralwasser mit einer Temperatur von 36 °C in Velyatyn aus der Natur, so muss diese in Bad Klosterlausnitz aufbereitet werden. Und bei den extrem steigenden Energiekosten in Deutschland solle man doch auf einen wirtschaftlichen Umgang mit dem warmen Wasser achten.

Vor vielen Jahren hatten wir ein Einfamilienhaus beim Umbau projektseitig begleitet. Der Eigentümer, Physiklehrer an einer Hochschule, hatte schon damals viel Solarwärme genutzt. So hatte er für seinen kleinen Pool lediglich ein kleines schwarzes Metallfass auf das Schuppendach gesetzt. Das hatte bereits ausgereicht, dass das Wasser um 2-3 °C wärmer wurde. Die Wasserfläche wurde mit einer Folie abgedeckt.

Nachfolge Konstruktion hatte ich dieses Jahr bei einer Radtour entlang der Mulde in der Nähe von Bad Düben gesehen. Bei der Benutzung des Pools wird das Dach nach der Seite geklappt. So eine Konstruktion muss natürlich leicht sein.

Schwimmbeckenabdeckung

Schwerere Konstruktionen der Dachüberdeckung sind recht massiv. Zum Beispiel unser ehemaliges Schwimmstadion in Leipzig hatte ein fahrbares Dach. Das Schwimmtraining gerade im Sommer unter freien Himmel hatte spaß gemacht. Im Winter wurde dann das Dach über die Wasserfläche gezogen. Der Sanierungsaufwand der Schwimmbecken und des Bades war zu aufwendig und das Leipziger Schwimmstadion ist Geschichte.

Für den kleinen Pool im Grundstück oder bei einer kleinen Hotelanlage bietet sich ein Dach an, welches angehoben werden kann. Am Beckenrand befinden sich kleine Säulen und die leichte Schwimmbeckenabdeckung wird nach oben angehoben. Es ist lichtdurchlässig und so kann laut Hersteller circa 90 % der Sonnenenergie durch die Abdeckung dringen. Ich denke es funktioniert ähnlich wie bei einem Gewächshaus. Damit lässt sich bei gutem Standort die Wassertemperatur anheben und der Pool kann wesentlich länge genutzt werden. Es bietet auch einen Witterungsschutz. Auch vor Sonneneinstrahlung wird der Kopf geschützt. Auch im Wasser, vor allem im Sohlebad sollte man eine Kopfbedeckung tragen, siehe Ukraine im oberen Bild. In Deutschland schützt man seinen Kopf dagegen nicht vor der UV-Strahlung. Diese Abdeckung, welche auch eine gewisse Tragfähigkeit (spielende Kinder oder Kleintiere) aufweist, schützt das Wasser vor Verschmutzung.

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