Das Haus renovieren

Gerüche gezielt bekämpfen mit Raumspray

Erstellt von Peter Rauch am Dienstag 22. Oktober 2013

Wer in einem älteren Gebäude wohnt und modrigen, muffligen Geruch bemerkt, sollte handeln. Die nächsten Tage sollte man darauf achten, ob man den Geruch noch immer wahrnimmt, und versuchen, ihn zu lokalisieren. Kommt er zum Beispiel aus dem Waschbecken, könnten größere Ablagerungen in den Rohren ursächlich sein. Mit Rohrreiniger behandeln und ab und zu ein kritisches Auge darauf haben, reicht in diesem Fall meist aus – so entgeht man dank feinen Riechers einem verstopften Abwassersystem! Bei Modergeruch, insbesondere, wenn er in mehreren Räumen auftritt, sollten alle Wände und Winkel auf sichtbare Schimmelflecken abgesucht werden. Wird nichts gefunden, können eine Luftsporenuntersuchung oder ein Schimmelspürhund hilfreich sein. Ein solcher Einsatz kostet mehrere Hundert Euro, kann allerdings bleibende Folgeschäden durch Schimmelpilzbelastung, wie Husten, chronische Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und Allergien, verhindern.

Das Haus ist frisch saniert, die Möbel stehen in altem Glanz, aber irgendetwas ist anders: Der Geruch. Es dauert, bis die fremden und schlechten Gerüche von Bauschutt und -materialien, Staub und Kalk verschwunden sind. Dabei hat man es gerade geschafft, alles ist schön hergerichtet und wartet darauf, Erholung und Entspannung zu schenken. In diesem Fall kann ein gutes Raumspray die Rettung sein . Ein paar Sprüher aus der Flasche, und die Räume sind wieder einladend und heimelig. Der Vorteil gegenüber einer dauerhaften Beduftung, die im ersten Moment angebracht scheint, ist, dass man die Entwicklung des schlechten Geruchs gut nachvollziehen kann. Hat er sich nach einigen Wochen immer noch nicht gelegt, deutet das auf Pfusch hin. Entweder wurden schlechte oder alte Materialien verwendet, die gefährlich ausgasen. Die Chemikalien, die so in die Raumluft gelangen, sind in einigen Fällen gesundheitsschädlich. Darum sollte bei solcher Sachlage ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Es kann aber auch sein, dass die Produkte gut sind, aber unsachgemäß mit anderen Bauprodukten oder Bauchemikalien vermischt wurden. Durch chemische Reaktion können dann schädliche Verbindungen entstehen.

Ist der üble Geruch nach Wochen noch unvermindert stark, sollte zuerst gründlich gelüftet werden. Danach ist die Spürnase gefragt: Wo im Raum kann man den Geruch zuerst wieder wahrnehmen? Gehen Sie dem Mief schnell nach, denn schon nach kurzer Zeit hat sich der Geruchssinn daran gewöhnt und kann keine genauen Stärkeunterschiede mehr vernehmen. Wenn Sie den Fachmann einschalten, ist es gut, wenn Sie den Bereich eingrenzen können, in dem nach dem Ursprung des Übels gesucht werden muss.

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