Altbausanierung und Energiepolitik

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
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Vorteile bei der Reinigung mit einem Hochdruckreiniger

Erstellt von Peter Rauch am Samstag 19. Dezember 2015

Die korrekte Reinigung von Oberflächen mit Drahtbürste, Metallbesen, Spachtel oder Schleifpapier bedarf einen hohen Arbeitsaufwand. Diese lassen sich durch den Einsatz von Maschinen erleichtern. Spezielle Drahtbürsten lassen sich in die Bohrmaschine oder in den Akkuschrauber einspannen. Der Schwingschleifer oder der Tellerschleifer an der Flex sind behilflich bei der Entfernung von Farbresten an Holz oder an Metalloberflächen. Mit dem Handschleifbrett oder dem Schwingschleifer lassen sich verschiedene Wandoberflächen glätten bzw. alte schmutzige Oberflächen säubern. Aber mit dieser mechanischen Säuberung wird die Oberflächenschicht entfernt. Wird ein tragfähiger Untergrund für eine neue Beschichtung benötigt, dann ist dies sinnvoll, da die raue Oberfläche für die neue Beschichtung tragfähig wird. Aber nicht alle Oberflächen können mechanisch bearbeitet werden, da die obere Struktur beschädigt wird. Bei Keramikfliesen an der Wand oder auf dem Fußboden dürfte dies sehr einleuchten. Hier wünscht man sich keine Kratzer auf der Oberfläche. Das Gleiche gilt auch für viele andere Oberflächen, welche erhalten bleiben sollen, wie Klinkerfassaden oder Stuckelemente. Alternativ gibt es eine Säuberung mit Waschmittel oder bestimmte Chemikalien. Für kleine Flächen ist eine solche Anwendung möglich. Die Waschlaugen und die Chemikalien müssen wieder aufgefangen und nach der Reinigung von der Oberfläche abgewaschen werden. Diese dürfen nicht in die Umwelt gelangen.
Bei den Chemikalien besteht zusätzlich auch noch die Gefahr, dass diese in die Poren der porösen Baustoffe eindringen. Hierzu gehören alle Mauersteine, Natursteine, Putze und auch Beton.
Neben einer möglichen langfristigen Materialschädigung vorwiegend an der Oberfläche können im Innenbereich auch gesundheitliche Beeinträchtigungen für den Bewohner auftreten. Beim Einsatz von Chemikalien zur Reinigung ist daher eine hohe fachliche Kompetenz erforderlich und die Verarbeitungsvorschriften sind konsequent einzuhalten. Für die Reinigung von großen Flächen sind diese Verfahren nicht geeignet.

Die Reinigung von porösen Wandoberflächen, welche mit Graffiti beschmiert wurden, ist nicht einfach. Die sinnvollste Methode ist die mechanische Entfernung der Oberflächenschicht mit der Farbbeschichtung. Das betrifft eine teilweise Entfernung der Putzoberfläche. Die Putzoberfläche und die Farbbeschichtung müssen wieder neu aufgebaut werden. Das ist eine sehr kostenaufwendige Maßnahme. Die Graffitifarbe auf der Wandoberfläche verschließt die Poren der Wandoberfläche. Wird diese Stelle nur überstrichen oder die Farbe durch Lösungsmittel entfernt, so bleibt an diesem Teil der Oberfläche die Porenstruktur verschlossen. Der Feuchteaustausch zwischen der Wand und der Umgebung wird an dieser Stelle behindert. Bei einer kunststoffmodifizierten Putzoberfläche oder einer Thermohaut spielt das dagegen kaum keine Rolle. Dies Wandoberflächen sind ohnehin dicht und behindern den Feuchtetransport nach außen.

Graffiti auf einer Fassadenoberfläche

Der Einsatz eines Hochdruckreinigers hat eine Vielzahl von Vorteilen.

Die Säuberung der Oberflächen geht relativ schnell und der Wasserstrahl ist für die Umwelt nicht bedenklich. Es können fast alle Oberflächen gereinigt werden, ohne die Oberflächenstruktur mechanische zu zerstören. Die wichtige Porenstruktur der porösen Oberfläche der Wände bleibt erhalten. Das ist gerade bei der Säuberung von Natursteinen und der Klinkerfassade wichtig.
Im hochdruckreiniger-ratgeber.de werden die wichtigsten Eigenschaften der Hochdruckreiniger beschrieben. Durch spezielle Zusatzteile können verschiedenste Reinigungsarbeiten ausgeführt werden. Durch den hohen Druck werden auch alle losen Teile an der Oberfläche, wie alte Farbe oder lose Putzteile gelöst. Werden Fassadenoberflächen gereinigt, so muss anschließen aber auch eine genügend lange Zeit für eine Abtrocknung eingeplant werden. Die eingetragene Feuchtigkeit aus der Wandkonstruktion muss wieder abtrocknen. Danach kann erst eine Farbbeschichtung aufgetragen werden. Das gleiche gilt auch für die Herstellung eines Wärmeverbundsystems. Bei einem von mir begutachteten Objekt hatte man dies nicht beachtet. Die durch den Hochdruckreiniger in das Mauerwerk eingebrachte Feuchtigkeit konnte durch die äußere Wärmedämmung (Styroporplatten) nicht mehr entweichen. Durch die Diffusion des porösen Baustoffs (Ziegelsteine) wanderte die Feuchte nach innen. In den Räumen des Mehrfamilienhauses lag eine lange Zeit eine Luftfeuchte von über 80 % vor. Die Folgen kann man sich ausmalen. Bei der technologischen Planung bei der Sanierung einer Fassade ist dies im Bauablauf zu berücksichtigen. Es ist zwar richtig, das Außengerüst steht einmal und die Kosten sollen nicht ansteigen. Aber physikalische Gesetze lassen sich nicht einfach überlisten. Soll auf eine Fassade eine Dämmung aufgebracht werden, dann kann eben keine Reinigung des Untergrundes mit einem Hochdruckreiniger erfolgen, sondern in diesem Fall ist ein anderes Verfahren auszuwählen.

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