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Autor:
Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
Dipl.-Ing.oec.,Ing.oec., Ing.
Freier Sachverständiger für Holz- und Bautenschutz

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Welches Zaun ist für das Grundstück geeignet?

Erstellt von Rauch am Mittwoch 22. Mai 2019

Ein Zaun hat verschiede Funktionen, einmal sollen dieser das eigene Grundstück abgrenzen und das Grundstück vor fremden Zutritt schützen. Sie dienen auch als Sichtschutz und bieten einen gewissen Schutz vor Wind, Staub und Straßenlärm. Neben der Kostenfrage ist auch zu klären, welche Funktionen sie zu erfüllen haben. Davon hängt die Auswahl des geeigneten Zaunsystems ab.

Zäune sind sehr teuer, und zwar je solider sie gebaut werden. Hecken sind dagegen wesentlich billiger, müssen jedoch regelmäßig gepflegt werden, wenn sie ordentlich aussehen sollen.

Die Errichtung eines Zauns ist einmalig eine höhere Anfangsinvestition. Demgegenüber steht aber der höhere Zeitaufwand für die Pflege, was auch ein wichtiger Kostenfaktor ist. Während dieser Zeit kann auch etwas anderes gemacht werden. Andererseits können die Gartenarbeiten und das Heckeschneiden auch als willkommene Abwechslung betrachtet werden, z. B. wenn Sie den ganzen Tag im Büro arbeiten. Unter Zaun Online können Sie sich über eine passende Variante informieren.

Zäune für den Garten und das Grundstück

Für geschlossene Gartenanlagen, und das gilt auch für frei stehende Grundstücke, ist ein wildsicherer hoher Zaun zu planen. Die einzelnen Parazellen können dagegen mit einfachen niedrigen Zäunen oder Hecken abgegrenzt werden.
An Straßen- oder Wegfronten findet man Zäune und Hecken oft gemeinsam. Das ist der Fall, wo einfache, schmucklose Zäune aufgestellt werden. Das Aussehen und die Schutzwirkung der Einfriedung werden dadurch erhöht.

In den vielen Gemeinden oder Siedlungen wird festgelegt, wie die Einfriedung an der Grundstücksgrenze zur Straßenseite wegen des Gesamtbildes aussehen darf. Sie sollten sich also vorher informieren, ob es bestimmte Auflagen gibt.

Plastpaneele als Sichtschutz
Plastpaneele mit Rahmen an Maschenzaun befestigt als Sichtschutz

Der Holzzaun

Holzzäune werden seit Jahrhunderten in den Gärten aufgestellt. Allerdings fand bereits im vergangenen Jahrhundert eine Entwicklung statt, welche sich nicht gerade günstig auf das Aussehen auswirkte. Der Scherengitter- und Polygonzaun trug zu einer starken Uniformierung der Vorgärten bei. Der gute alte Lattenzaun aus Holz ist ein Stück Natur und gehört eigentlich zu den Gemüse- und Obstgärten. Heute werden andere Materialien verwendet.

Der Nachteil des Holzzauns besteht in der Pflege. Nach einigen Jahren müssen einzelne Holzteile abhängig von den örtlichen Witterungseinflüssen erneuert werden. Der Einsatz von Holzschutzmittel verlängert die Standzeit, was jedoch für die Ökologie nicht so gut ist. Viel besser ist jedoch den konstruktiven Holzschutz zu beachten, der ohne bzw. mit sehr wenig Holzschutzmittel aus kommt.

Eine der größten Fehler ist das Holz mit einer diffusionsdichten Farbe zu beschichten. Die Feuchtigkeit im Holz kann nicht nach außen entweichen und das Holz bleibt sehr lange innen feucht und bietet hervorragende Bedingungen für ein Pilzwachstum. Besser ist ein naturbelassener Zustand mit hohem Kernholzanteil oder eine Lasur.

Der Drahtzaun

Die einfachste Form eines Zauns ist der Drahtzaun. Er bietet nur geringen Wind- und Sichtschutz. Bei uns in der Gegend waren und sind auch heute noch diese Zaunsysteme weit verbreite, um die Grundstücke einzufrieden. Diese Grundstücke sind viel größer als die bekannten Schrebergärten und dienen zur Eigenversorgung mit Kartoffeln, Mais, Bohnen usw.

Trotz, dass der Nachbar seine Ziegen angebunden hatte, haben diese die Rinde unserer kleinen Apfelbäume angefressen. Noch schlimmer sind die umherlaufenden Hühner. Wo die einmal gescharrt haben, wächst lange Zeit kein Gras mehr. Wir mussten auch deshalb den kaputten und fehlenden Zaun an der Grundstücksgrenze ersetzen.

Die älteren Zaunpfähle wurden aus massiven Profilen hergestellt. Unser Nachbar hatte im Garten ein Betonstreifen hergestellt, in die dann die Metallprofile eingebunden sind. Für die Straßenansicht ist das ok. Aber in einem Garten ist das nicht unbedingt erforderlich.

Wir haben für die 100 m noch fehlende Grundstücksgrenze einen einfach grünen Maschenzaun und 2 m lange geriffelte Bewährungsstähle als Zaunpfosten gekauft. Diese habe ich, wie sie sind, in einem Abstand von 3 m in den Boden eingerammt. Leider gibt es hier nicht die zum Maschenzaun dazugehörigen Zaunpfähle. Die Grundstücksecken haben wir mit richtigen massiven Stahlprofilen und Betonsockel hergestellt.

Unter den Maschenzaun sollen auch die Igel und anderen kleine Tiere durchkrabbeln können. Die Katzen klettern bzw. springen über den Zaun. Vereinzelte Hühner vom übernächsten Grundstück waren aber auch über den Zaun geflogen. Da kann man nun nichts dagegen machen.

Maschenzaun
Unser neuer Maschendrahtzaun zur Abgrenzung zu dem Nachbargartengrundstück

Vor ein paar Tagen war auch ein Fasan da. Ein Nachteil gibt es aber doch. Ein sehr großer Hund von einem übernächsten Nachbar lief frei herum und hat den unteren Teil des Zaunes regelrecht zerlegt und auch den unteren Spanndraht zerrissen. So konnte er in unser Grundstück. Man sollte also auch unten einen nicht zu dünnen Spanndraht einfädeln. Wesentlich stabiler ist ein Doppelstabmattenzaun eine Variante, an die ich im Moment auch denke, da zwischen die Stäbe Plastikstreifen eingeflochten werden können und so ein Sichtschutz zum Holzschuppen des Nachbars gebaut werden kann.

Hund und Maschenzaun
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wenn der Zaun zerlegt ist und der Nachbarhund bei uns wohnt.

Die Naturzäune

Ich selbst liebe die Naturzäune. Bei unserem Grundstück in Leipzig hatte ich im hinteren Teil zum nicht genutzten Nachbargrundstück einen Naturzaun angelegt. Alle Äste hatte ich in das vorhanden Buschwerke und in den Maschenzaun eingeflochten. Er war so etwa 1,6 m hoch und unten ein Meter breit.

Hier hatten viele Tiere gelebt. Die freilaufenden Katzen hatten ihre geschützte Höhle und darüber hatten die Vögel ihre Nester. Einige Igel lebten in dem Komposthaufen. Zum Garten hin befand sich eine kleine Hecke Goldglöckchen (Forsythia x intermedia). An der Seite zur Straße befand sich eine Grundstücksmauer und daneben wuchsen Holunderbüsche, welche im Herbst immer zurückgeschnitten wurden. Das war ein guter Sichtschutz gegenüber dem Mehrfamilienhaus auf der anderen Straßenseite.

Bei unserem jetzigen Grundstück hatten wir vor 2,5 Jahren am Zaun zur Straße kleine Lebensbäumchen als Sicht- und Staubschutz gepflanzt. Sie sollen dann in einer Höhe von 2 m eine Hecke bilden. Die wachsen aber eben in den ersten Jahren nicht so schnell.

Tuja als Sichtschutz

Als Sichtschutz zu den Nachbargrundstücken auf unserem Grundstück haben wir kleine Pflanzen Holunder und auch Flieder in einem engen Abstand 30 bis 50 cm gepflanzt. Da diese Pflanzen sehr schnell wachsen, hoffen wir, dass bald eine kleine Ecke entsteht. Die muss natürlich dann auch immer geschnitten werden, damit die Äste auch im unteren Teil dicht sind. Wenn man viel Zeit hat, dann kann man auch Buchsbäumchen pflanzen. Die kleinen Heckenpflanzen hatten wir aber mehr als Beetbegrenzung in einem Abstand von 5 bis 10 cm gepflanzt.

Zaun aus Palmenblätter
Ein Zaun aus Palmenblätter in Tunesien

Zäune aus Metallblech

Diese Zäune aus profiliertem Metallblech bieten einen Sicht- und Staubschutz (siehe im Bild mit Tuja links). Sind aber sehr empfindlich gegenüber Stößen. Die Verformungen, Beulen und Dellen sehen nicht gerade schön aus. Diese sollten daher nur dort aufgestellt werden, wo sie nicht mutwillig beschädigt werden können. In der Regel reicht bereits ein Ball aus.