Das Haus renovieren

Was ist bei einem neuen Bad zu beachten?

Erstellt von Peter Rauch am Montag 20. Juli 2015

Welche Funktionen soll ein neues Bad erfüllen?

Diente früher ein Bad ausschließlich zur Hygiene, so hat es heute zusätzliche Funktionen und soll für Entspannung und Erholung sorgen. Daher werden heute wesentlich größere Räume als Bad benötigt. Die Bäder waren mit einem Waschbecken, einer Badewanne bzw. Dusche, einem WC und eventuell einem Stellplatz für eine Waschmaschine ausgestattet. Bei einem neuen Bad sollen Sie sich auch wohlfühlen. Eine große Eckbadewanne oder Whirlpool, teilweise auch mitten im Raum aufgestellt, bilden das Zentrum der kleinen Wellnessoase. Daneben ist noch eine dem Raumstil passende Dusche vorhanden. Gehört in vielen Ländern das Bidet zum WC längst zum Standard, so erfolgt in Deutschland nur zögerlich eine Markteinführung.

Gehören zum Beispiel in Finnland fasst in jedem Haushalt eine finnische Sauna, so werden in Deutschland IR-Kabinen oder Duschen in Kombination mit einer Sauna angeboten. Letztere hat den Vorteil, dass bei kleineren Bädern nicht auf den Komfort verzichtet werden muss. Die IR-Kabine hat den Vorteil, dass Sie überall aufgestellt werden kann und auch aus der Sicht der Energiekosten schneidet diese günstig ab. In dem Thermalbad in Bad Klosterlausnitz ist zum Beispiel eine IR-Kabine von einer örtlichen Firma zum Testen aufgestellt. Man sitzt und es wird mit angenehmer Wärme die Wirbelsäule erwärmt. Erst nach einigen Minuten merkt man die Wirkung, wie der Schweiß aus dem ganzen Körper kommt.

Wenn Sie sich mit den Gedanken der Neugestaltung eines Bades befassen, so sollte die Ausstattung nicht nur vom Aussehen betrachtet werden, sondern diese muss auch mit der Funktionalität harmonisieren. Bei www.neuesbad.de finden Sie ein breites Sortiment einer neuen Ausstattung des Bades. Je nach der Größe der Räume und Bedürfnisse kann sich die Ausstattung des Bades individuell zusammengestellt werden.

Bei der Neugestaltung sollten Sie aber auch die gegenwärtige und künftige Nutzung achten, damit später keine kostenintensive Umbaumaßnahmen erforderlich sind. Zum Beispiel Sie sind eine junge Familie und erwarten Nachwuchs. Die Kleinen krabbeln überall herum und der Entdeckungsdrang ist sehr groß. Die Kleinen sollten sich nicht verletzten oder an Parfüm oder Waschmittel heranreichen können. Ebenso sollten die älteren Bürger daran denken, dass in ein paar Jahren das heraus klettern aus einer Wanne schwer fällt. Dann ist eine Dusche, wo ein Stuhl aufgestellt werden kann oder sich gleich eine kleine Sitzecke befindet (wie bei einer Dampfdusche), von Vorteil.

In eine kleine Wellnessoase gehören aber auch je nach Platz ein paar einfache Fitnessgeräte. Das sind zum Beispiel ein kleiner Teppich für Bodenübungen, eine Handel, ein Stretchband oder ein Hometrainer Fahrrad. Gesundheit ist nicht nur Entspannung, Hygiene, sondern auch sportliche Aktivitäten und eine gesunde Ernährung.

Welcher Raum ist als Bad geeignet?

Holzbalkendecken sind gegenüber Feuchtigkeit sehr empfindlich. Durch den Fliesenbelag und den dichten tragenden Fußbodenaufbau, wie starke Spanverlegeplatten, Fermacellplatten, Schrenzlage oder Ähnliches, kann die Feuchtigkeit aus der Deckenkonstruktion nicht mehr nach oben entweichen. Es ist kein Feuchteaustausch mit der Raumluft über die Fugen der Dielung möglich. Hier sollten auf jedem Fall Lüftungsröhren in die Balkenfelder angebracht werden, welche in die Nachbarräume reichen. Früher bestand der Fußboden der Innentoiletten mit oder ohne Badewanne teilweise als Steinholzfußboden. Bei Untersuchungen zeigten diese Fußbodenbretter und Balken gegenüber den Räumen ohne diesen Fußbodenaufbau wesentlich mehr Schäden durch Holz zerstörende Pilze.

Beim Fußbodenaufbau muss man sehr genau auf einen dichten Wannenaufbau unter dem Fliesenbelag achten. Durch fehlende Schwellen an der Eingangstür zum Bad ist das schon nicht realisierbar. Auf Bodeneinläufe bei Holzbalkendecken sollte generell verzichtet werden, wie sie gern bei Duschen (ebene Fußbodenhöhe) vorhanden sind. Was bei mineralischen Decken kein Problem darstellt, kann hier bei Undichtheiten zu Schäden an der Holzbalkendecke in Höhe von mehreren 10.000 Euro führen. Die Dichtheit kann in den Decken nicht kontrolliert werden. Bei mineralischen Decken kommt es zu Feuchtigkeitsflecken an der Unterseite der Decke. Sie werden aber durch die Feuchtigkeit nicht geschädigt. Bei Holzbalkendecken wird das Wasser durch die Schüttung aufgenommen und gespeichert, ohne dass kleine Undichtheiten erkennbar sind. Bei Mineralwolle, statt Schlackeschüttung, verteilt sich das Wasser nicht so breit und tropft eventuell dann durch die Decke. Besser ist bei den Bädern die Holzbalkendecke durch eine Ziegeldecke auszutauschen.

Wasser- und Abwasserleitungen gehören über die Fußbodenabdichtung. Sind schadhafte Stellen vorhanden, so können diese schneller erkannt werden. Daher sollten vor dem Aufbau der Verkofferung, die Dichtungsschicht, z. B. Lastogum, über den gesamten Fußboden bis an die Wände hergestellt werden. Besonders gut sind die Kehlen zur Wand auszuführen. In verschiedenen eignen Untersuchungen wurden Schäden an der Holzbalkendecke in den Bädern durch undichte Wasser- oder Heizleitungen festgestellt. Meistens sind das nur wenige Tropfen Wasser aber über mehrere Jahre wird so die gesamte Deckenkonstruktion durchnässt und es entsteht der gefährliche Echte Hausschwamm. Gerade in der Sanierungsphase in den Jahren nach 1990 der Gründerzeithäuser in Leipzig wurden die neuen Bäder in die Wohnungsmitte eingebaut. Lüftungen sollen die fehlenden Fenster ersetzen. Zwar ist die höhere Luftfeuchte kurzzeitig für die Holzkonstruktion nicht so gefährlich aber über die Jahre begünstigt dies die Fraßaktivitäten der Holz zerstörenden Insekten, wie den Gewöhnlichen Nagekäfer. Um eine lange Standsicherheit zu erhalten, sollten in dem Raum, welcher als Bad genutzt werden, die Holzbalkendecken durch Ziegeldecken ersetzt werden. Wie bereits o. g. sind die Ziegeldecken gegenüber Feuchtigkeit weniger empfindlich und sie schwingen nicht. Gerade die Schwingung führen zum Abreißen der Silikonfugen zwischen den Wand- und Bodenfliesen. Ebenso können die Fugen an den Wandanschlüssen der Badewanne oder an der Duschschüssel undicht werden. Gerade diese Anschlüsse müssen dauerelastisch ausgeführt werden. Dazu wird ein vorkomprimiertes Dichtband in die Fugen eingelegt. Darauf kommt dann die Silikonfuge. Auf diese Weise wird lange eine Fugendichtheit gewährleistet und das Spritzwasser läuft nicht hinter die Wanne.

Die risikoreichste Konstruktion durch einen Eigenheimbauer war die eingelassene Wanne in einer Holzbalkendecke. Die Wannenränder saßen auf der Dielung auf. Die gesamte Wanne hing frei in der Luft. Ein möglicher Absturz mit der Wanne durch die darunter befindliche Etage könnte tragisch ausgehen. Was ich hier sagen möchte, auch bei der Neugestaltung eines Bades sollten statische Gesichtspunkte beachtet werden. Ein mit Wasser gefüllter Whirlpool mit ein paar Partygästen ist nicht sehr leicht und kann in der Raummitte schnell die Tragfähigkeit überschreiten.

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