Altbausanierung und Energiepolitik

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Blog von Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.

Baulexikon-Begriffe



  

Baustoffkennwerte

Gewünschten Baustoff eingeben
 

Baulinks

Baufirmen & Bauprodukte  


Kapitel

 1. Bauphysik Wärmeschutz
 2. Feuchte Keller/-schutz
 3. Beratung Haussanierung
 4. Baustoffe
 5. Bauberatung/Gutachten
 6. Holzkonstruktionen
 7. Tipps zu Immobilien
 8. Baukonstruktionen
 9. Raumklima / Schadstoffe

ARTIKEL

Betonkorrosion
Beton
Dachgeschossausbau
Hausschwamm
Lehmbau
Mauerwerksbau
Feuchtes MauerwerkSchimpilze
Bebauungsplan und Flächennutzungsplan online abrufen.
Alles zum Bauen
- Baustoffe kaufen
- Beleuchtung kaufen
- Messgeräte kaufen
- Bücher Altbausanierung
- Dachausbau
- Fenster kaufen
- Kamine und Öfen
- Werkzeuge kaufen
- Kindle-Shop

Was gegen den Anstieg der Energiekosten machen?

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 24. Juli 2013

Man könnte davon ausgehen, dass die Bundesbürger den ständigen Anstieg der Energiekosten wahrgenommen haben. Bis auf einige Hartz VI Empfänger, den in den letzen Monaten der Strom abgeschaltet wurde, haben dies nur wenige Bundesbürger begriffen. So wurden zum Beispiel auf dem 1. Bürgerschutztag in Nürnberg im Frankencenter am 12. 5. 2013 viele Tausende Hauseigentümer und Mieter persönlich eingeladen. Hier ging es genau um das Thema der unwirtschaftlichen Energiepolitik der Bundesregierung und die Ursachen des Energiepreisanstieges. Es waren nur relativ wenige Bürger der Einladung gefolgt. Gerade in meinem Fachkreis und natürlich die Experten aus dem Bereich der Energiepolitik sowie Interessenten ist man sich sehr einig, dass die Medien ganze Arbeit leisten und die Bevölkerung desinformieren. Besonders wird dieser Unsinn in den Schulen vermittelt.

Fachwerk in Quedlinburg
Bei älteren Wohngebäuden, wie hier die Fachwerkhäuser in Quedlinburg, benötigen etwas mehr Energie zum Heizen. Es ist daher wichtig einen preiswerten Energieversorger zu finden.

Mit der Benutzung der irreführenden Bezeichnung „Erneuerbare Energien“ wird bewusst und vorsätzlich die Bevölkerung getäuscht. Der 1. Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass es keine erneuerbaren Energien gibt. Unter dieser vorsätzlichen Täuschung können Energieeinspargesetze und -verordnungen immer mehr verschärft werden. So müssen bei jedem neuen Bauantrag oder einer Bauanzeige Auflagen aus dem neuen EEWärmeG, das EnEG, die BImSchV und die Heizkostenverordnung berücksichtigt werden. Wer gegen die verschärften Auflagen zur Energieeinsparung verstößt, muss mit strengen Geldbußen rechnen.

Ohne auf das Problem weiter einzugehen, eine Demokratie lebt von der Entscheidung des Individuums und die Soziale Marktwirtschaft von der Vielfalt der Marktteilnehmer. Die ehemalige DDR hatte kein Geheimnis gemacht. Es war eine Diktatur des Proletariats. Mit der Abkehr vom Markt wurde ihr Untergang besiegelt. Der Handlungsspielraum des Bundesbürgers wird immer mehr eingeengt.

Mit der Bereitstellung von ausreichender, zuverlässiger und preiswerter Energie können die Voraussetzungen für eine sinnvolle Lebensgestaltung und ein wirklicher Umweltschutz abgesichert werden. Wer diesen Satz nicht versteht, sollte einige Wochen in der Heimat von meiner Gattin, in den ukrainischen Karpaten, wohnen. Stromabschaltungen stehen an der Tagesordnung. Nicht unbedingt, weil die Energie fehlt, sondern weil die Transformatoren und Leitungssysteme uralt sind. Die Stromzähler haben Sicherungen mit 10 oder auch 25 A. Das entspricht hier einer Absicherung einer Steckdose bzw. eines Zimmers.

Warum bin ich auf das Thema Strom gekommen? Solarstrom gibt es nur, wenn Sonne scheint und die Windmaschinen drehen sich nur bei Wind. Die übrige Zeit müssen Kohle- und Gaskraftwerke den Strom erzeugen. Man nennt diese Schattenkraftwerke. Mit jeder Erweiterung dieser Ökostromerzeugung muss ein neues Kraftwerk errichtet werden, welches bei Windstille sofort einspringt. Nur die Gaskraftwerke können schnell genug auf die Schwankungen reagieren. Die ersten Berichte besagen, dass diese modernen Gasanlagen wegen Unrentabilität bereits geschlossen werden. Dieser importierte Energieträger Gas nimmt immer mehr eine Schüsselrolle ein. Wenn eine Volkswirtschaft vom Willen anderer Länder abhängig wird, halte ich das für sehr bedenklich. Ohne Strom funktionieren nicht nur die Energiesparlampen, PC und der Kühlschrank, sondern auch nicht die moderne Heizung im Keller, egal mit Holzpellets, Öl, Gas oder Erdwärme.

Da nun diese Energiepreisentwicklung mich auch betrifft, so hatte ich im letzten Jahr die Energiepreise für dieses Jahr verglichen. Sicherlich haben sich diese Preise in der Zwischenzeit etwas verändert. Das soll aber nicht stören. Wir mussten überlegen, auf welche Heizung wir künftig bauen sollten. Aus verschiedenen Gründen hatten wir uns vor über 10 Jahren für den Nachtstrom entschieden. Der Preis lag im Januar bei 22 Ct./KWh. Der Preis für das Öl 10 Ct. Und für Gas 8 Ct./KWh. Bei Brikett sind das 3,3 Ct./KWh. Man müsste noch die Wirkungsgrade berücksichtigen, darauf soll aber verzichtet werden. Wir hatten bisher ohnehin in einem Raum noch einen alten Ofen stehen und einen funktionstüchtigen Schornstein. Die Investitionen für eine moderne Heizanlage sind recht unterschiedlich. Wir haben uns dann für einen modernen Kaminofen und den Erhalt der nur wenige Jahre alten elektrischen Speicherheizung entschieden. (In unseren Büroräumen in Strasbourg in Frankreich hatten wir nur solche Heizungen). Der Nachteil dieser Kaminöfen besteht in der ständigen Bestückung mit Brennstoff und auch der Staub. Wobei dies gegenüber den älteren Öfen sehr viel weniger geworden ist. Der Vorteil besteht in zwei vollständig unabhängige Heizmöglichkeiten.

Als Variante 2 kam die Heizung mit dem Brennstoff Gas infrage. Wir selbst haben sehr lange darüber nachgedacht, ob wir nicht auf eine solche Heizung umstellen. Diese Heizung ist sinnvoll für alle, die viele Stunden nicht im Gebäude sind und es am Abend zuhause warm sein soll. Aber auch bei der Bereitstellung des Gases gibt es Kostenunterschiede. Daher ist auch hier ein Vergleich der Gasanbieter sehr sinnvoll. Nachfolgend können Sie einen Preisvergleich mit einem Gasrechner durchführen. http://gas.preisvergleich.de/info/9/gasrechner/

Abgelegt unter Energie- und Umweltpolitik | Keine Kommentare »

Terrassengestaltung mit Holz

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 24. Juli 2013

Ich schreibe hier gerade diesen Artikel und sitze ich auf unserer Terrasse im Garten bei gut 30 °C im Schatten. Eine Terrasse hat für jeden Benutzer eine andere funktionale Bedeutung. Der eine möchte gern dort Grillen oder Kaffee und Kuchen essen. Die anderen nutzen diese Terrasse für die Erholung und Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Für mich ist die Terrasse ein schöner Arbeitsplatz im Freien, fern von den Störungen des Telefons und kleinen entspannenden Pausen im Garten.

Nelia bei Bekannten auf der Terrasse

Allerdings ist unsere Terrasse nun nicht gerade ein Schmuckstück. An dieser Stelle stand ein alter Schuppen, welcher als Werkstatt genutzt wurde. Das Mauerwerk der beiden Rückwände ist uralt und bei der freien Bewitterung verursachen die Mauersalze gerade im Winter eine Zerstörung des Putzes. Das angrenzende Grundstück stand seit längerer Zeit zum Verkauf an und die Eigentumsfrage der Grundstücksmauer ist nicht geklärt. Der Inverstor möchte diese Rückwand des Schuppens wegreisen und ich möchte diese behalten bzw. diese daneben neu aufbauen. Auf jedem Fall habe ich seit längerer Zeit vor, die Terrasse mit einer ordentlichen Holzkonstruktion seitlich zu begrenzen und zu überdachen. Einige gute Tipps für die Terrassengestaltung hatte ich mir im Internet angesehen. Es gibt viele Möglichkeiten, diesen Platz praktisch und vor allem schön zu gestalten.

Ein Plan für die konstruktive Ausführung liegt auf dem Schreibtisch. Aus Zeitmangel war ich bisher nicht dazu gekommen, dies zu realisieren. Ein Glück, hätte ich die Deckenbalken wieder auf das Mauerwerk gelegt, so würde die Konstruktion nach Abbruch der Maurer durch den Nachbar zusammenfallen. Daher waren auch meine Überlegungen eine Holzkonstruktion zu bauen, die selbstständig steht und die Rückwände zum Nachbargrundstück durch eine Brettverschalung herzustellen. Eine optische und saubere Lösung. Eine fertige Konstruktion gibt es aber auch zu kaufen und muss nur noch aufgestellt werden. Allerdings sind die Abmaße der Grundplatte leider so, dass die meisten fertigen Projekte entweder groß oder zu klein sind. Im Moment sehe ich noch ein Problem mit dem Schallschutz bei einer Brettverschalung. Dieser ist schlechter als bei der massiven Mauer. Schließlich hat diese Ecke eben den Vorteil, dass es hier im Verhältnis recht ruhig ist. Daher überlege ich noch, ob ich die neue Rückwand durch Blockbohlen oder doch lieber ein neues Mauerwerk errichte.

Eine Terrasse ist nicht unbedingt lebenswichtig, ist aber ein Element, welches den Wohnwert aufwertet. Jede Terrasse ist anders. Möchte man die Sonne genießen, so schafft man sich einen offen geschützten Platz. Als Begrenzung eignet sich ein Trockenmauerwerk oder das umfangreiche Angebot an verschiedenen Holzabtrennungen. Bei kesseldruckimprägniertem Holz ist eine lange Haltbarkeit zu erwarten. Bei der Verwendung von Holz mit hohem Kernholzanteil kann auf diesen Schutz verzichtet werden, wenn der konstruktive Holzschutz beachtet wird. Brettverschalung aus Lerchenholz braucht eigentlich keinen Schutz, wenn die Vergrauung nicht als störend empfunden wird. Gerade wenn man noch Kleinkinder hat, sollte man mit Holzschutzmittel getränkten Hölzern vorsichtig sein. Die kleinen Händchen sind über all und anschließen im Mund. Dann lieber das Holz unbehandelt und mit Lasur versehen und notfalls später austauschen.
Zum Schluss noch ein Tipp. Ein massiver Untergrund für einen starren Terrassenboden ist nicht immer möglich. Gerade dann, wenn es sich um aufgeschüttetes Erdreich handelt. Andere Firmen wollten eine kostenaufwendige Brückenkonstruktion bauen. Im nachfolgenden Bild hatten wir daher dem Hausherrn eine relativ einfache und preiswerte Lösung angeboten.

Terrasse nach der Fertigstellung
Die Seitenwände mit einem Trockenmauerwerk und die auf die Fläche wurden in ein Sandbett fertige Betonsteine gelegt. Diese können sich bewegen und eventuell bei einer Absenkung aufgenommen und neu unterfüttert werden. Keine Risse und keine Schäden.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Online das Auto zulassen

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 24. Juli 2013

Die Zulassung des Autos hat zwar nicht mittelbar mit dem Bauen zu tun, aber wir hatten gerade damit zu tun. Wir standen vor ein Problem, welches wir so fast 3 Jahre vor uns hergeschoben hatten. Es ging um das Auto von meinem Vater. Er hatte diesen Opel Vektra gekauft, um den großen Wohnwagen ziehen zu dürfen. Er war verstorben und das Auto stand in der Gargage und wurde in der Zwischenzeit nur wenig gefahren. Mit gerade einmal 60000 Km also noch fast ein „Neuwagen“ und sehr gutem Zustand. Es stand immer die Frage, was machen wir mit dem Auto. Unser eigenes Auto ist noch viel weniger gefahren, darf aber nicht diesen Wohnwagen ziehen. Das Auto steht in der Garage aber es vielen immer Versicherungskosten und die Kfz-Steuer an und es wurde nicht besser.
Ansicht vom Opel

Nun ist der Automarkt bekannt, dass der Verkaufspreis weit unter dem Sach- bzw. Gebrauchswert liegt. Unsere Überlegungen gingen dahin, dass wir nie wieder für das gleiche Geld annähernd ein Auto in diesem guten funktionellen Zustand bekommen würden. Also zum Verkauf eigentlich zu schade. Andererseits ist es bei der Verkehrsdichte durchaus möglich, dass unser eigenes Auto verbeult werden kann. Es kann aber auch ein Opfer des zum Teil sehr schlechten Straßenzustandes in den ukrainischen Karpaten werden, wo wir sehr viel sind. Der Autohändler wollte ein paar Hundert Euro bezahlen und stellte noch einige Bedingungen. Nach dem deutlichen Nein machte er ein langes Gesicht und brachte das Argument vor, in ein paar Jahren gibt es noch weniger. Eine Differenz, die so hoch ist, wie die Kosten für die gerade durchgeführte Auspufferneuerung unseres VWs.

Was war nun zu manchen? Das Stilllegen ist eine Option, hat aber den Nachteil, ein Auto sollte immer einmal bewegt werden. Ich hatte mit meiner AvD-Versicherung darüber gesprochen und im Ergebnis kam eine Session bedingte Zulassung für beide Fahrzeuge heraus, da wir gleichzeitig keine zwei Fahrzeuge benötigen. Es wurden die Kosten berechnet, der Schadensfreiheitsrabatt übertragen und das Ergebnis sah gut aus. Die Kosten sind annährend gleich trotz Überschneidung der beiden Zulassungszeiten. Ich denke, mit dieser Variante konnten wir eine für uns zufriedenstellende Lösung finden. Fällt ein Auto für längere Zeit aus, so braucht man nur eine Änderung beim Zulassungsdienst vornehmen.

Nur bei der Zulassung gab es etwas Probleme. Die Anmeldung eines Fahrzeugs ist noch übersichtlich, bei zwei nicht so einfach. Es fehlte trotz Zusicherung von der Versicherung die eine Versicherungsnummer zur Anmeldung. Ich musste wieder zurück nach Hause. Das Telefon hätte mir in der Zulassungsstelle nur wenig geholfen. Nach einigen Telefonaten hatte ich dies nach zwei Tagen, da die Nummer an eine falsche E-Mail verschickt wurde. Das nächste kleine Problem waren die Nummernschilder. Die Session wurde beim Beschriften vertauscht. Also noch einmal dahin. Das war alles kein Problem, aber es waren zwei Vormittage und die Zeit für einige Telefonate. Bisher hatte ich von einer Bearbeitung der Autozulassung per Internet nicht gehört. Wer also demnächst sein Auto anmelden oder ummelden möchte, kann einfach online das Auto zulassen . Sicherlich sehr nützlich, wenn am Tag während der Öffnungszeit des Ordnungsamtes keine Zeit hat. Mit hätte es auf jedem Fall sehr viel Zeit gespart.

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »

Die richtigen Fenster bei der Altbausanierung

Erstellt von Peter Rauch am Donnerstag 18. Juli 2013

War das Gebäude, in dem man wohnt, gemäß § 2 des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes vom 3.3.93 in der Liste der Kulturdenkmäler der Stadt Leipzig eingetragen, so konnte man einen finanziellen Zuschuss für die zum Teil sehr aufwendige Sanierung erhalten. Zwischenzeitlich ist eine Novellierung erfolgt, wonach man nicht mehr solchen Wert auf den Erhalt der Zeitzeugen historischer Bauwerke legt. Dies dürfte analog auch für andere Bundesländer zutreffen.

Historische Fenster und Tür in einem Fachwerkhaus

Viele der Gebäude die eine Identität der historischen Geschichte verkörperten sind durch Kriegseinwirkung zerstört oder wurden später abgerissen, weil moderne Büro-, Industrie oder Wohnkomplexe errichtet wurden. In der Altbundesrepublik sind daher kaum noch historische Stadtkerne vorhanden. In den neuen Bundesländern sind dagegen noch viele historische Gebäude erhalten und wurden in den vergangenen 20 Jahren liebevoll und oft mit hohem finanziellen Aufwand saniert. So betragen zum Beispiel die Baukosten für ein Fachwerkhaus mit mittlerem Zustand gegenüber Gründerzeithäusern oder Bauten nach 1920 etwa das doppelte oder bei einem schlechten Zustand, um das 3-Fache. Kosten zu sparen ohne den Wert des Gebäudes zu schaden ist daher eine Zielsetzung. Bevor man ein älteres Gebäude erwirb und eine Sanierung plant, so ist eine genaue Kostenanalyse durchzuführen. Dazu sind auch Angebote von Handwerkerfirmen einzuholen. Vor dem Kauf ist dies schlecht möglich. Daher sind nur Kostenschätzungen möglich. In Deutschland wird bei der Finanzierung gern mit Sonderkrediten und Fördermitteln gelockt. Auch im Denkmalschutzbereich ist die Förderung eine Kannbestimmung. Ist die Kasse leer, dann bekommt man im nächsten Jahr kein Geld. Viel wichtiger ist eine solide Finanzierung und das Urteil erfahrender Handwerksfirmen mit langer Tradition, wie zum Beispiel die Fensterbaufirma rumpfinger-fenster.de bei München.

Fachwerk in Quedlinburg

Fenster prägen den architektonischen Stiel des Gebäudes. Wenn eine thermische Haussanierung vorgesehen ist, dann ist der Fenstertausch einer der ersten Maßnahmevorschläge. Ältere funktionstüchtige Kastenfenster mit einem Rollladen müssen nicht unbedingt ausgetauscht werden. Der Neueinbau von Fenstern erfordert aber auch oft gleich eine Renovierung der Fensterbereiche, wie neu Faschen, Fensterbretter usw. Auch verändern sich die ursprünglichen bauphysikalischen Eigenschaften. Es ist daher viel Erfahrung erforderlich, damit keine Schäden auftreten. Neue Fenster sind je nach Ausführung wartungsärmer und auch das Glas lässt sich schnelle säubern als bei den älteren Glasscheiben. Für denkmalgeschützte Gebäude sind Stil-, Kasten- und Verbundfenster aus Holz gedacht. Hier stehen verschiedene Anforderungen an. Sie sollen den Denkmalschutzanforderungen gerecht werden, pflegeleicht sein und möglichst nicht zu viel kosten. Um das passende und richtige Fenster auszuwählen, kann die Hilfe zum Baukasten genutzt werden.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Umzug in die neue Wohnung

Erstellt von Peter Rauch am Sonntag 14. Juli 2013

Nach langen Suchen haben Sie eine neue passende Wohnung gefunden und möchten dort hinziehen. Was ist alles zu beachten?
Bei der Wohnungsübergabe sollte man genauestens sich die Wohnung ansehen. Vor allem die Außenwände und Fensterlaibung sowie die Ecken. Meistens ist frisch tapeziert oder gemalert. Mögliche Feuchteschäden oder gar Schimmelpilzschäden könnten überdecket sein. Aber auch beim Neubezug einer gerade renovierten Wohnung liegt noch eine hohe Baufeuchte vor, die schnell zu Schäden führen kann. Letzteres muss nicht das Problem sein. Durch ausreichende Lüftung und Heizung wird die Luftfeuchte reduziert. Allerdings kann so ein Trocknungsprozess längere Zeit dauern. Bei einem Neubau können dies 2 Jahre sein. Am besten man kauft sich ein Hygrometer und kontrolliert die Raumluftfeuchte. Im ersteren Fall kann es am Baukörper aber auch am Nutzungsverhalten des Vormieters liegen. In diesem Fall ist vor dem Bezug sehr sinnvoll einfach in der Nachbarschaft nachzufragen. Wer hat dort gewohnt, wie gefällt ihnen die Wohnung, wo kann man einkaufen oder wo ist der nächste Arzt. Dieser Kontakt ist sehr einfach herzustellen. Guten Tag ich bin der neue Mieter der Wohnung so und so, ich möchte mich vorstellen und alles andere ergibt sich im Gespräch schon. Das sollte immer vor der Unterschrift des Mietvertrages erfolgen. Mit der Übergabe der Wohnung ist ein Protokoll anzufertigen, wo die wichtigsten Eigenschaften der Wohnung und alle Zählerstände aufgeschrieben werden. Empfehlenswert sind auch ein paar Fotos.
Das Gleiche gilt auch für die Wohnung, die man verlässt.
Das Einpacken der Einrichtungsgegenstände ist ebenso wichtig. Schließlich soll nichts kaputt gehen und man möchte alles wieder finden. Ein Problem, wenn alles zusammen in einer Kiste gesteckt wird. Sinnvoll sind Kartons unterschiedlicher Größe. In jedem Karton kommen bestimmte Sachen, zum Beispiel wichtige Unterlagen (Steuern, Versicherung, Altersvorsorge usw.) in die anderen Unterlagen zum Hobby, Bücher, Geschirr, Haushaltswäsche, Textilien usw. Diese Kartons werden beschrieben, sodass man gleich weiß, was ist wichtig und was wird nicht so schnell benötigt.
Kartons für den Umzug in eine neue Wohnung

Diese Gelegenheit kann man auch gleichzeitig nutzen, sich von alten nicht mehr benötigten Sachen zu trennen. Die Kartons und Kisten sind richtig zu verschließen, damit beim Umzug nichts verloren geht. Es kann Karton herunterfallen und alles kullert durch die Gegend. Schnell und praktisch ist die Verwendung der entsprechenden Klebestreifen. Niemand muss den Knoten des Fadens halten. Bei zerbrechlichen Gegenständen, wie Glas oder Tassen kann man das Füllmaterial zusätzlich noch vor Verrutschen mit Klebebänder von Strenge sichern.

Die Firmen für Umzug wissen genau, wie die Möbel transportiert werden, ohne dass diese beschädigt werden. Auch hier bietet sich an, die Schranktüren noch einmal vor unverhofften aufklappten zu sichern. Sind die Kartons beschriftet, so kann man diese nach Wichtigkeit erst einmal aufstellen. Die weniger wichtigen in die hintere Ecke. Abhängig von der Größe des Hausrates dauert es einige Tage, bis wieder alles am gewohnten Platz steht.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Plissee als Gestaltungselement und Sonnenschutz

Erstellt von Peter Rauch am Sonntag 9. Juni 2013

Fenster in der Wohnung haben wichtige Funktionen, die nicht nur auf das Lüften begrenzt sind. Die Fenster in den 70 bis 80iger Jahren waren kleiner, da die Wärmedämmwerte gegenüber den heutigen Isolierfenstern ungünstiger waren. Durch die stark verbesserten Dämmwerte werden in den letzten Jahren die Fenster in den modernen Wohn- oder Geschäftsgebäuden zu großflächigen Gestaltungselementen. Die Sichtkommunikation der Bewohner nach außen und die Tageslichtnutzung verbessert sich. Der Vorteil besteht aber auch in der kostenfreien Nutzung der Solarenergie. Gerade im Winterhalbjahr ist der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen durch das Fenster günstig. Die Solarwärme kann so gut in die Räume eindringen und durch die Baustoffe gespeichert werden. Ein Effekt, den man bei den Wintergärten ausnutzt. Bei dem Fensterglas gibt es aber Unterschiede. Das ist der Gesamtenergiedurchlassgrad. Bei einer Doppelverglasung liegt dieser Wert bei 0,8 und bei Wärmeschutzglas etwa bei 0,2. Je besser die Fensterscheiben sind, um so geringer wird der Solargewinn durch die Fenster.

verschiedene Formen von Plissee

Ich selbst habe in meinem historischen Haus noch gut funktionierende Kastenfenster. Wenn die Sonne scheint, öffne ich die inneren Fenster. Dadurch wird die Raumtemperatur 2 bis 3 K höher als bei bedecktem Himmel. Nicht immer ist der Sonnenschein erwünscht, da diese blendet. In diesem Fall kann an der Innenseite eine Markise, eine Jalousie, ein Lamellenvorhang, ein Flächenvorhang oder Plissee angebracht werden. Wir selbst haben in den Arbeitsräumen entsprechend nach den Empfehlungen von Feng-Shui grüne Aluminiumjalousien. Je nach Sonnenstand lassen sich diese Lamellen einstellen, ohne dass der Raum gleich vollständig dunkel wird. In den anderen Räumen auf der Südseite haben wir Rollos. Diese haben gleichzeitig mehrere Funktionen, Schutz vor der Sonne, damit der Raum nicht überhitzt wird, als Sichtschutz und als Wärmeschutz in der Nacht bzw. Im Winter. Das Rollo ebenso ein Plissee verbessert den U-Wert eines Fensters mit 2,6 W/m2K um 0,8 bis 0,9. Mit dieser einfachen Vorrichtung erreichen auch die älteren funktionstüchtigen Fenster recht gute Ueff.-Wert, die etwa den Werten der noch vor wenigen Jahren neu eingebauten Fenster entsprechen. Die älteren gut erhalten Fenster müssen also nicht ausgetauscht werden. Gerade bei älteren Wohngebäuden ist der Austausch durch neue sehr gut isolierende Fenster nicht gut, da immer das Fenster die kühlste Außenfläche sein muss. Sonst kondensiert die Raumfeuchte in der Zimmerecke oder an der Wandoberfläche über den Fußboden aus und es entsteht der unerwünschte Schimmelpilz.

Neben den genannten funktionellen Eigenschaften kann mit diesen innen liegenden Einrichtungen maßgeblich die optische Raumgestaltung beeinflusst werden. Sie werden zum dekorativen Raumelement. Lamellenvorhänge eignen sich besonders bei raumhohen Fensterflächen. Es gibt zahlreiche Farb- und Mustervorlagen, mit denen passend zu den Möbeln eine gewünschte Raumatmosphäre geschaffen werden kann. Für einzelne Fenster ist die Gestaltung mit Plissee eine interessante Lösung. Der vorgefaltete Stoff wird ziehharmonikaartig zu einem Paket je nach Bedarf zusammengeschoben. Die Anlagen der Plisseevorhänge können halbkreisförmig, dreieckig oder rechteckig gestaltet werden. Es sind zahlreiche geometrische Formen möglich, die je nach Bedarf auch nur Teilflächen des Fensters überdecken. Ebenso ist es mit den Bedien- und Befestigungsvarianten sowie den Stofffarben und dem Muster. Damit diese von der Form und Farbe richtig zur Fenstergröße und zur Wohnung als Gestaltungselement passen, kann man sich maßgefertigte Plissees von easyplissee.de anfertigen lassen. Wichtig ist auch, dass das Fenster in seiner Funktionstüchtigkeit nicht eingeschränkt wird. Ebenso muss sich das Bedienungselement auch an der richtigen Seite des Fensters befinden und gut erreichbar sein. Oft ein Fehler, denn man erst hinterher bemerkt.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Die Aufgaben des Architekturbüros

Erstellt von Peter Rauch am Samstag 8. Juni 2013

Das Berufsbild eines Architekten ist nicht genau abgegrenzt. In jedem Land gibt es unterschiedliche Aufgaben. Der Schwerpunkt seiner Aufgaben reicht vom entwerfen (künstlerische Gestaltung) über den ingenieurtechnischen Entwurf eines Bauwerkes (Werk- und Detailplanung) bis zur Bauleitung. Letzteres beinhaltet die Bauplanung und die Koordinierung der Bauausführung, wie die Kontrolle der Termineinhaltung der Baukosten und der Qualität. Die fachliche Anforderung ist enorm, da eine Unzahl an verschiedene Bauvorschriften (Regeln der Baukunst, Normen, WTA-Merkblätter, Brandschutzvorschriften, Schallschutz usw.) einzuhalten sind. Den richtigen Sachverstand beim Altbau erlernt man durch jahrelange Praxis.

Dom in Strasbourg

Bei der Planung ist das Ineinandergreifen sehr vieler Teilaspekte bis zu ökologischen Umweltproblemen und Folgeabschätzung zu beachten. Die ingenieurtechnischen Aufgabenstellungen haben nichts mit den gegenwärtigen Fantasien des „Grünen Zeitgeistes“ zu tun, wie z. B. Klimaschutz.

Historisch hatten die alten Baumeister in Person den Entwurf, die Statik und die den Bauablauf beaufsichtigt. Im Römischen Reich war es meistens Militäringenieure, im Frühmittelalter oft Kleriker, später Baumeister die aus dem Steinmetzhandwerk oder der Bauhüttentradition entstammen und nach bestandener Meisterprüfung befähigt waren als Architekt zu arbeiten. Mit der Industrialisierung und dem ökonomischen und technischen Fortschritt ergaben sich neue Anforderungen an die Bautechnologie. In dieser Zeit bildete sich der Beruf eines Architekten als selbstständige Disziplin heraus.
Ein weiteres Aufgabengebiet ist die umfassende Beratungs-, Aufklärungs- und Hinweispflicht. Dazu zählen Finanzierungsmöglichkeiten (Sonderabschreibungsmodelle oder Fördermittel). Aber es gehören auch die ökonomische und wirtschaftliche Machbarkeit, z. B. gerade bei der Sanierung im Altbaubereich. Hier lässt der Gesetzgeber Ausnahmen zu, wenn sich die geforderten Maßnahmen wirtschaftlich nicht tragen.

In der Praxis haben wir oft erlebt, dass die Bauherren gerade bei der Planung sparen. Sie wollen das Honorar einsparen. Meistens bleibt es bei den ersten 4 Leistungsphasen. Ist die Genehmigungsplanung erstellt und das Bauamt gibt grünes Licht, so wird der Architekt nicht mehr gebraucht. Auch wenn es in der Genehmigungsplanung nicht enthalten ist, muss die Ausführungsplanung (Leistungsphase 5) gedanklich einfließen. Also eine Leistung, die nicht mehr entlohnt wird. Für den Bauherrn nur ein paar Bilder und Zeichnungen. Bei einer gründlichen Planung stimmen im Wesentlichen alle Details. Die Handwerker bekommen korrekte Planungsunterlagen und die Vorgaben für die richtigen Baustoffe oder Systeme. Wird die Ausführung auch noch richtig koordiniert, entsprechende Fachspezialisten und Fachfirmen einbezogen, dann kann auch eine gute Qualität erreicht werden. Zahlreiche Beispiele könnte ich hier aufführen, wo der Bauherr alles besser machen wollte und an der falschen Stelle Geld sparen wollte. Bei einem Mehrfamilienhaus in Leipzig zeigten sich ein paar Jahre nach der Sanierung Risse in der Klinkerfassade. Bei der Sanierung wurden ein paar Innenwände entfernt und an einer anderen Stelle Trockenbauwände aufgestellt. Der Architekt hatte hier entsprechende Unterzüge geplant. Der Bruder übernahm die Bauleitung, um Kosten zu sparen. Im Erdgeschoss fehlte der ca. 4 m lange um die 30 cm doppelt T-Träger. Die Wände darüber standen auf der einfachen Holzbalkendecke.

Gerade bei Einfamlienhäusern überwacht und kontrolliert sich die Baufirma selbst (schlüsselfertiges Bauen). Eine unabhängige Kontrolle wird eingespart. Wenn sich dann später vorzeitig die Baumängel einstellen, sucht man den Verantwortlichen. Bei der Planung und korrekten Bauüberwachung sparen heißt, oft Baumängel und viel Ärger bei der Nachbesserung, die mit zusätzlichen Mehrkosten verbunden sind.
Generalunternehmen bieten immer mehr die komplette Leistung von der Planung durch den angestellten Firmenarchitekten bis zur Bauabnahme an. Ebenso problematisch sehe ich, wenn der Bauherr selbst die Bauleitung und Koordinierung in die Hand nimmt und selbst in das Werk eingreift. Das Durchmischen verschiedener System und Baustoffe kann zu Bauschäden führen oder die geplante Funktionsfähigkeit einschränken. Die Zuständigkeit der Firmen für ihre Leistung lässt sich dann nicht in jedem Fall genau zuordnen und der Rechtsstreit ist vorprogrammiert und

In den USA ist das Aufgabenfeld des Architekten auf das Entwerfen weit verbreitet. In Deutschland verlagert sich das traditionelle Aufgabenfeld in die gleiche Richtung. Dies hängt einmal mit den o. g. Gründen zusammen und einer Spezialisierung auf bestimme Nischen, wie Sanierung von Altbauten oder energieeffizientes Bauen. Örtlich erfolgen andere Bauausführungen, wie zum Beispiel in Stuttgart das Architekturbüro www.waschitza.de hat ein anders Klientel als in Sachsen.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Hochwasser in Mitteldeutschland 2013

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 5. Juni 2013

11 Jahre nach der Jahrhundertflut steigen die Flusspegel wieder an und überschwemmen Landflächen und Ortschaften. Ich habe mich nicht mit Geologie/Bergbau und Wasserwirtschaft befasst. Aber ein Kollege an der ehemaligen Technischen Hochschule erklärte mir damals im Zusammenhang mit dem damals noch in Planung befindlichen Cospudener See, dass Flüsse nicht so einfach umgeleitet werden können. Das Wasser im neuen Flussbett kann an einer Stelle einfach verschwinden und an einer anderen Stelle wieder heraus kommen. Viel der heutigen Flüsse sind begradigt, umgeleitet oder für den Schiffverkehr verändert worden. Flüsse und Bäche haben ihre natürliche Überschwemmungsgebiete. Kommt es zu Hochwasser, dann suchen sich diese Flüsse ihr ursprüngliches Flussbett. Gerade im Raum um Bitterfeld sucht sich die Mulde das alte Flussbett. Weiter Informationen unter

Der Mensch siedet aber sehr oft gerade in diesen natürlichen Überschwemmungsgebieten. An Zusammenflüssen, wie die Elster Saale, oder Saale Elbe oder Mulde Elbe kommt es zu Rückstau, da die Wassermassen nicht schnell genug abfliesen können. Es gab schon immer Hochwasser und Überschwemmungen. Erst in den Chroniken der letzten Jahrhunderte lässt ein Vergleich zu.

Durch die sächsische Schweiz schlängelt sich die Elbe. Hier ist das natürliche Überflutungsgebiet nur sehr eng begrenzt. Die angrenzenden Orte werden daher oft überflutet. Diese Bilder zeigen Wehlen am 4. 7. 2013, einen Monat nach dem Hochwasser. Die Messsäule am Marktplatz zeigt die Wasserstände. 1655, 1860, 1784, 1882, 2002 und 1845 war das Hochwasser höher. Dieser Flusslauf lässt erahnen, welcher Dreck und Chaos die Strömung der Elbe in Wehlen verursacht hat. In der Zwischenzeit war in diesem sehr schönen Kurort vieles wieder aufgeräumt, die ersten Läden war provisorisch wieder eröffnet.
Nach dem Hochwasser in Wehlen
Nach dem Hochwasser in Wehlen
Gewitterregen am 20.6.2013 in Leipzig Der Gewitterregen brachte in Leipzig lokale Überschwemmungen. Hier erfolgt der Zusammenfluss des Wassers aus Bucksdorffstraße und Slevogtstraße. Die Häuser weiter unten an der Elster stehen jedes Mal im Wasser. Historisch gab es hier einen Bach, welcher verfüllt wurde. Das Regenwasser sucht sich wieder den natürlichen Verlauf zur Elster.

Leipzig wurde jedes Jahr überschwemmt. Daher wurde vor über 100 Jahren ein komplizierter Hochwasserschutz angelegt. Seit dem ist die Stadt nur noch selten betroffen. Ich wohne in der Nähe vom Auensee. 1954 war das Gebiet vollständig überschwemmt und die Eisenbahnbrücke am See über die Luppe wurde mit mehreren Dampflokomotiven belastet, damit diese nicht weggespült wird. Der Hauptbahnhof stand unter Wasser. Eigentlich muss ich den Stadtvätern von Leipzig danken, dass sie in den letzten 11 Jahren das Hochwasserschutzsystem weiter verbessert haben. Der nahe Damm an der Luppe wurde vollständig erneuert und ca. 75 cm erhöht. Wo wir vor 2 Tagen am Damm waren, war der Wasserspiegel etwa 1 m und ein paar Zentimeter unterhalb der Dammkrone. In der Nacht sollte das Wasser über den Damm laufen. Das Wasser ist nicht soweit angestiegen. Die zusätzliche Flutung des Zwenkauer Sees hat die Stadt vor einer Katastrophe gerettet.
Unser historisches Haus steht etwa 100 m entfernt von der Elster. Werden die Lehmwände unseres Hauses nass, dann rutschen diese zusammen.

Hochwasser an der Elster/Luppe Januar 2011

Diese Aufnahme am Luppedamm stammt vom Januar 2011. Nur etwas weniger Wasser wie Juni 2013

Die Bürger in Grimma wollten keine Schutzmauer wie in Eilenburg und wurden nun wieder, wie vor 11 Jahren geflutet. Aber auch in Eilenburg hat ein Teil der Schutzmauer nicht ausgereicht und das Wasser lief darüber. Bei anderen Orten wurden in den letzten 11 Jahren die Schutzvorrichtungen nicht fertiggestellt oder noch gar nicht begonnen. Der Schutz einer vor dem Aussterben bedrohte Grille oder Heuschrecke verhinderte die rechtzeitige Fertigstellung einer Schutzmauer. Der Ort wurde geflutet. Unabhängig von dem Leid und dem finanziellen Verlust der Bevölkerung, könnte man hier die Frage stellen, wie viel Kleintiere, Armeisen, Maulwürfe usw., mussten wegen der Überschwemmung sterben. Sicherlich auch ein paar der vor dem aussterben bedrohte Grillen.

Am 18.5.2013 hatte ich bei der Beratung zum Kauf einer Immobilie in Datzschen bei Eilenburg den Verkäufer gefragt, wie es mit möglichen Hochwasser aussieht, da sich ja in der Nähe die Elbe befindet und das Land sehr flach ist. „Jaja hier kommt kein Hochwasser“ oder ähnlich war seine Antwort. Nur 2,5 Wochen später hatte es Dresden, Meißen und weitere Städte an der Elbe überschwemmt.

Es steht die Diskussion, ob wir künftig weiter mit solchen Wetterereignissen rechnen müssen. Es ist schon möglich. Muss aber nicht sein. Das Wetter lässt sich auf lange Sicht nicht voraussagen. Auch wenn es die Klimaforscher in Potsdam mit ihren Rechenprogrammen die schlimmsten Klimaprognosen ausrechnen.
Ich persönlich halte das gegenwärtige Wetter als ganz normal. Oder gibt es Wetteraufzeichnungen vor 1000 Jahren? Es gab in dieser Zeit wärmere und kältere Perioden. Die Industrialisierung hatte zu dieser Zeit noch keinen Einfluss. Viel wichtiger sind die natürlichen Überschwemmungsgebiete zu erhalten und dazu gehören aber auch die natürlichen Wälder, die das Wasser zurückhalten. Ohne die Talsperren würden die Wasserfluten noch viel mehr schaden anrichten. Dieses Hochwasser zeigt, dass die Planung der möglichen Wassermenge auf der Basis der Jahrhundertflut nicht ausreicht.
Sicherlich sind die schnellen und unkomplizierten finanziellen Soforthilfen für die Betroffenen ein kleiner Trost. Moral sicherlich ebenso wertvoll die Hilfe tausender Einsatzkräfte und Freiwilliger. Nicht alle werden wieder die Kraft haben nach 11 Jahren ihr zerstörtes Heim wieder aufzubauen.
Meine Ehefrau kommt aus den ukrainischen Karpaten, wo die Tisa vor 3 Jahrzenten mehrere hundert Menschenleben forderte und auch die sehr massive Brücke nach Rumänien einfach weggespült wurden. Ihr standen die Tränen in den Augen, wie es hier die Menschen betroffen hat. Ihre Frage: Warum bezahlt die Versicherung den Schaden nicht?

Schuld ist der Klimawandel so laut Harald John in der Leipziger Volkszeitung, 8./9. Juni 2013. „Schuld ist der von vielen immer noch geleugnete Klimawandel, der nicht nur zu kurzen, extrem heißen Sommern und langen, kalten Wintern führt, sondern auch zu stärkeren Stürmen und sehr langen, heftigen Regenfällen…Aber in der Tendenz sind sich die Experten einig: Extreme Wetterlagen nehmen deutlich zu.“
Es leugnet niemand den Klimawandel, da sich das Wetter immer schon geändert hat. Leserbriefe auf diese Fakten verdrehende Aussage wurden nicht oder zensiert veröffentlicht, wie zum Beispiel der Lesebrief von Prof. Dr. Kirsten.

Wenn der Mensch nicht dort siedelt, wo die Folgen des Wetters besonders auftreten, dann gäbe es auch keine Probleme bei den Überschwemmungen. Der Wald wurde gerodet, welches das Wasser aufnimmt, die Flüsse begradigt oder umverlegt und natürliche Überschwemmungsgebiete verändert als Agrarflächen oder für die Besiedlung. Siehe hier auch Hochwasserprobleme an Gebäuden

Das größere Problem ist die territoriale selbstständige Handlung der Länder und Gemeinden. Zum Beispiel wusste man genau, wie viel Wasser in Prag ist. Dieses Wasser der Moldau und der Elbe kommt nach Dresden, Meißen, Magdeburg, Stendal usw. Plus das Wasser der Saale, Mulde, Elster usw. Ich denke, wenn die schlauen Computer ganz genau errechnen können, wie das Wetter in 100 Jahren sein wird, dann können diese auch die Wassermenge und das zur Verfügung stehende Volumen der Flussbetten einschließlich der Deiche berechnen. Kann diese Wassermenge, zum Beispiel wie in Magdeburg, nicht aufnehmen, so kann dieses Wasser auf dem Weg dorthin geregelt auf eine Fläche geleitet werden, wo es den geringeren Schaden anstellt. Das wäre normal eine Aufgabe des Bundes, da dieser länderübergreifend die entsprechenden Daten zu Verfügung hat und auch koordinieren könnte. Da dies aber nicht möglich ist, müssen eben Dörfer und Stadtteile absaufen und viel persönliches Leid verursachen.

Die Ursache des Hochwassers wird von den Medien und auch in einigen Argumentationen von Versicherungen dem Klimawandel zugesprochen. Der Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Hochwasser wird in der Dissertation von Markus Czymzik vom Geoforschungszentrum Potsdam dargestellt. Laut seinen Untersuchungen sind jene Klimamodelle leider allzu simpel, die Hochwasserereignisse vor allem auf den menschengemachten Treibhauseffekt zurückführen. Deutschen Zusammenfassung seiner Arbeit

Hier einige Tipps bei Hochwasser.
Wasserschäden,
Feuchteprobleme bei einem Haus nach einem Hochwasser mit Bauteilbetrachtung

Abgelegt unter Energie- und Umweltpolitik | Keine Kommentare »

Gästebetten – dekorativ und universell

Erstellt von Peter Rauch am Freitag 3. Mai 2013

Sie können ein Gästezimmer vervollständigen oder zum Wohnambiente des Wohnraums beitragen. Gästebetten erweisen sich als äußerst vielseitig und fügen sich heute nahtlos in jeden Wohnraum ein.

Vorbei sind die Zeiten harter und unbequemer Klappbetten, die Gäste eher herauskomplimentierten, als zu einer weiteren Übernachtung einluden. Dicke Matratzen, bequeme Lattenroste und weiche Auflagen bestimmen jetzt das Bild moderner Gästebetten, die mal im Sinne des klassischen Klappbetts erhältlich sind, mal als modernes Gästesofa oder gar als Schrankbett. Mit nur ein wenig Geduld und Geschick bei der Auswahl gelangt jeder Haushalt zu der optimalen Schlaflösung für nächtliche Besucher. Allem voran steht die Überlegung, welche Liegestatt es überhaupt werden soll. Denn nicht jeder Haushalt wird mit einem Klappbett glücklich. Besteht die Möglichkeit eine mitunter als Gästezimmer genutzte Räumlichkeit zur Verfügung zu stellen, lohnt sich eventuell die Einrichtung eines kuscheligen Rückzugsorts.

Wie viel Platz ist gegeben?

Mit dieser Frage beginnt die Suche nach einem Gästebett. Quillt die Wohnung ohnehin schon aus allen Nähten und besteht keine Möglichkeit, übernachtenden Gästen einen eigenen Raum zu bieten, dürfte die Auswahl auf ein Klappbett oder ein dekoratives Gästesofa fallen. Klappbetten bergen den Vorteil, dass sie zusammengeklappt nur wenig Platz einnehmen und mühelos hinter einer Tür oder im Keller verwahrt werden können. Leichte Klappbettenmodelle können mitunter sogar auf dem Kleiderschrank gelagert werden. Hingegen bietet das Gästesofa einen ganz anderen Nutzen. Das Möbelstück bleibt selbst während der Nichtbenutzung im Wohnraum stehen und dient als gewöhnliches Sofa. Erst, wenn es darauf ankommt, wird die Liegefläche ausgeklappt oder erweitert und ein komfortabler Schlafplatz entsteht. Heutige Gästesofas stehen wahren Wohnlandschaften in nichts mehr nach. Leder, Kunstfaser, Mikrofaser und viele weitere universelle Bezugsstoffe verleihen den Möbelstücken einen ganz eigenen Charme.

Der Rückzugsort im eigenen Heim

Steht mehr Platz zur Verfügung, könnte das Gästebett direkt in ein gesondertes Zimmer eingebracht werden. Vielleicht sind die Kinder schon aus dem Haus und das Kinderzimmer steht leer? Dann entsteht im Handumdrehen eine Wohlfühloase, ein Arbeitszimmer oder ein Hauswirtschaftsraum, in dem auch noch Gäste Platz finden. Für das wohnliche Flair sorgt eine schicke Gästecouch oder ein Schrankbett. Mit einer kleinen Kommode oder einer aus quadratischen Regalmodulen bestehende Schrankwand entsteht ein zweites Wohnzimmer, in welches sich Gäste und Familienmitglieder zurückziehen und die Ruhe genießen können.


Clever das Dach selbst ausbauen!

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Stahlbleche im Bauwesen

Erstellt von Peter Rauch am Sonntag 14. April 2013

Metalle finden bei der Errichtung von Bauwerken vielfältige Anwendung. Allein der moderne Stahlbetonbau hat ein riesiges Anwendungsgebiet. Beton nimmt die Druckkräfte auf und der Bewährungsstahl die Zugkräfte. Daneben übernimmt der Beton durch seinen hohen pH-Wert den passiven Korrosionsschutz des Stahls. In Kombination dieser beiden Baustoffe können wunderbare höchst beanspruchte Gebäude, Bücken, Staudämme u. a. errichtet werden.
Historisch wurde Stahl bzw. Eisen in erster Linie zur Befestigung (Nägel) oder zur Aufnahme von Zugspannung (Wandanker) und von Lasten (Träger) verwendet. Vor 1985 wurden teilweise auch Schweißeisen, ansonsten Flussstahl (Flusseisen) für die Herstellung von Stahlträger eingesetzt. 1887 wurde laut Erlass des Polizeipräsidenten von Berlin für Schmiedeeisen auf Zug eine Beanspruchung von 75 N/mm2 festgelegt.[1] Dieser Wert wurde 1910 auf etwas 120 N/mm2 erhöht. Für Schweißeisen wurde der Wert um 10 % gemindert.[2] Um diese Zeit wurden auch verschiedene Stahlleichtträger entwickelt. Dabei ging es um den Stahlverbrauch zu verringern aber auch die notwendige Trägfähigkeit zu erreichen. Die Germaniadecken bestanden aus geformten Stahlblechen, welche als Auflager für die Hohlziegel dienten. [3]
Die in der Kaiser-TVG-Decke [4, 5] befindlichen Stahlleichtträger bestanden aus dünnen Stahlblechen. Diese Bleche wurden durch Punktschweißverbindungen miteinander verbunden. Die Masse dieser Träger lag bei 4,5 kg/m. Es folgten viele weitere Konstruktionen. Bei richtigem Einsatz lassen sich mit Hilfe von Stahlblecken statisch gut tragende und leichte Konstruktionen erstellen. Damit kann sowohl am tragenden aber auch beim lastaufnehmenden Bauteil (z. B. Fundamente, Mauerwerk, Säulen) Material eingespart werden.
Bleche werden aber vorwiegend bei anderen Bauteilen verwendet, z. B. bei Laufgängen, Balkone, Kühlräume und Kühlzellen, Treppenstufen, Aufzügen, Rolltreppen, in Industrieanlagen oder beim Schiffbau. Sehr viel anzutreffen ist der Einsatz von Tränenblechen auf dem Bau.
Muster von Tränenblech
Diese Edelstahlbleche werden in einer Stärke zwischen 1,5 bis 6 mm angeboten. Dieses Edelstahlblech erhält seine mandelförmigen „Tränen“ durch Walzen. Die Unterseite bleibt glatt. Durch diese Formgebung wird eine optimale Flüssigkeitsabgabe gewährleistet und eine hohe Rutschhemmung erreicht. Das ist gerade bei Außenanlagen wichtig, wenn diese Bleche durch Regen oder ander Flüssigkeiten feucht werden. Aufgrund des optischen Aussehens werden diese Tränenbleche auch für Verkleidungen für Treppenaufgänge, Wandabschnitte oder als unterer Spritzschutz des hölzernen Garagentors verwendet. Die aus Stahl gefertigten Tränenbleche („T“) und Riffelbleche („R“) sind in der deutschen Norm DIN 59220 genormt.
Ein weiteres Anwendungsgebiet der Bleche sind Abdeckungen von Bauteilen zum Schutz vor Feuchtigkeit. Hier werden aber vorwiegend Zink, Aluminium oder Kupferbleche verwendet.

Quellen:
[1] Polizeipräsident von Berlin: Bestimmung über Eigengewicht, Belastung und Beanspruchung von Baustoff und Bauteilen 21.2.1887. In: Zentralblatt der Bauverwaltung (1887) S. 89
[2] Preußischer Minister für öffentliche Arbeiten. Bestimmung über die bei Hochbauten anzunehmenden Belastungen und Beanspruchungen der Baustoffe, 31. 1.1910
[3] Schrader, F.; Patentdecken, Leipzig: J. M. Gebhardt´s Verlag 1912
[4] Graf, O. ; Weil, G.; Versuche über den Verbund zwischen Stahlbetonfertigteilen und Ortbeton; Weil,G.; Versuche mit Stahlleichtträgern für Massivdecken, Schriftenreihe des Deuten Ausschusses für Stahlbeton, H. 119, Berlin Verlag Wilhelm Ernst und Sohn 1953
[5] Normteile für den Wohnungsbau. Herausgegeben von U. Haake. Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen 1951. In: Bauen in Schleswig-Holstein, H.14

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »