Altbausanierung und Energiepolitik

Die Aufgaben des Architekturbüros

Erstellt von Peter Rauch am Samstag 8. Juni 2013

Das Berufsbild eines Architekten ist nicht genau abgegrenzt. In jedem Land gibt es unterschiedliche Aufgaben. Der Schwerpunkt seiner Aufgaben reicht vom entwerfen (künstlerische Gestaltung) über den ingenieurtechnischen Entwurf eines Bauwerkes (Werk- und Detailplanung) bis zur Bauleitung. Letzteres beinhaltet die Bauplanung und die Koordinierung der Bauausführung, wie die Kontrolle der Termineinhaltung der Baukosten und der Qualität. Die fachliche Anforderung ist enorm, da eine Unzahl an verschiedene Bauvorschriften (Regeln der Baukunst, Normen, WTA-Merkblätter, Brandschutzvorschriften, Schallschutz usw.) einzuhalten sind. Den richtigen Sachverstand beim Altbau erlernt man durch jahrelange Praxis.

Dom in Strasbourg

Bei der Planung ist das Ineinandergreifen sehr vieler Teilaspekte bis zu ökologischen Umweltproblemen und Folgeabschätzung zu beachten. Die ingenieurtechnischen Aufgabenstellungen haben nichts mit den gegenwärtigen Fantasien des „Grünen Zeitgeistes“ zu tun, wie z. B. Klimaschutz.

Historisch hatten die alten Baumeister in Person den Entwurf, die Statik und die den Bauablauf beaufsichtigt. Im Römischen Reich war es meistens Militäringenieure, im Frühmittelalter oft Kleriker, später Baumeister die aus dem Steinmetzhandwerk oder der Bauhüttentradition entstammen und nach bestandener Meisterprüfung befähigt waren als Architekt zu arbeiten. Mit der Industrialisierung und dem ökonomischen und technischen Fortschritt ergaben sich neue Anforderungen an die Bautechnologie. In dieser Zeit bildete sich der Beruf eines Architekten als selbstständige Disziplin heraus.
Ein weiteres Aufgabengebiet ist die umfassende Beratungs-, Aufklärungs- und Hinweispflicht. Dazu zählen Finanzierungsmöglichkeiten (Sonderabschreibungsmodelle oder Fördermittel). Aber es gehören auch die ökonomische und wirtschaftliche Machbarkeit, z. B. gerade bei der Sanierung im Altbaubereich. Hier lässt der Gesetzgeber Ausnahmen zu, wenn sich die geforderten Maßnahmen wirtschaftlich nicht tragen.

In der Praxis haben wir oft erlebt, dass die Bauherren gerade bei der Planung sparen. Sie wollen das Honorar einsparen. Meistens bleibt es bei den ersten 4 Leistungsphasen. Ist die Genehmigungsplanung erstellt und das Bauamt gibt grünes Licht, so wird der Architekt nicht mehr gebraucht. Auch wenn es in der Genehmigungsplanung nicht enthalten ist, muss die Ausführungsplanung (Leistungsphase 5) gedanklich einfließen. Also eine Leistung, die nicht mehr entlohnt wird. Für den Bauherrn nur ein paar Bilder und Zeichnungen. Bei einer gründlichen Planung stimmen im Wesentlichen alle Details. Die Handwerker bekommen korrekte Planungsunterlagen und die Vorgaben für die richtigen Baustoffe oder Systeme. Wird die Ausführung auch noch richtig koordiniert, entsprechende Fachspezialisten und Fachfirmen einbezogen, dann kann auch eine gute Qualität erreicht werden. Zahlreiche Beispiele könnte ich hier aufführen, wo der Bauherr alles besser machen wollte und an der falschen Stelle Geld sparen wollte. Bei einem Mehrfamilienhaus in Leipzig zeigten sich ein paar Jahre nach der Sanierung Risse in der Klinkerfassade. Bei der Sanierung wurden ein paar Innenwände entfernt und an einer anderen Stelle Trockenbauwände aufgestellt. Der Architekt hatte hier entsprechende Unterzüge geplant. Der Bruder übernahm die Bauleitung, um Kosten zu sparen. Im Erdgeschoss fehlte der ca. 4 m lange um die 30 cm doppelt T-Träger. Die Wände darüber standen auf der einfachen Holzbalkendecke.

Gerade bei Einfamlienhäusern überwacht und kontrolliert sich die Baufirma selbst (schlüsselfertiges Bauen). Eine unabhängige Kontrolle wird eingespart. Wenn sich dann später vorzeitig die Baumängel einstellen, sucht man den Verantwortlichen. Bei der Planung und korrekten Bauüberwachung sparen heißt, oft Baumängel und viel Ärger bei der Nachbesserung, die mit zusätzlichen Mehrkosten verbunden sind.
Generalunternehmen bieten immer mehr die komplette Leistung von der Planung durch den angestellten Firmenarchitekten bis zur Bauabnahme an. Ebenso problematisch sehe ich, wenn der Bauherr selbst die Bauleitung und Koordinierung in die Hand nimmt und selbst in das Werk eingreift. Das Durchmischen verschiedener System und Baustoffe kann zu Bauschäden führen oder die geplante Funktionsfähigkeit einschränken. Die Zuständigkeit der Firmen für ihre Leistung lässt sich dann nicht in jedem Fall genau zuordnen und der Rechtsstreit ist vorprogrammiert und

In den USA ist das Aufgabenfeld des Architekten auf das Entwerfen weit verbreitet. In Deutschland verlagert sich das traditionelle Aufgabenfeld in die gleiche Richtung. Dies hängt einmal mit den o. g. Gründen zusammen und einer Spezialisierung auf bestimme Nischen, wie Sanierung von Altbauten oder energieeffizientes Bauen. Örtlich erfolgen andere Bauausführungen, wie zum Beispiel in Stuttgart das Architekturbüro www.waschitza.de hat ein anders Klientel als in Sachsen.

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Hochwasser in Mitteldeutschland 2013

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 5. Juni 2013

11 Jahre nach der Jahrhundertflut steigen die Flusspegel wieder an und überschwemmen Landflächen und Ortschaften. Ich habe mich nicht mit Geologie/Bergbau und Wasserwirtschaft befasst. Aber ein Kollege an der ehemaligen Technischen Hochschule erklärte mir damals im Zusammenhang mit dem damals noch in Planung befindlichen Cospudener See, dass Flüsse nicht so einfach umgeleitet werden können. Das Wasser im neuen Flussbett kann an einer Stelle einfach verschwinden und an einer anderen Stelle wieder heraus kommen. Viel der heutigen Flüsse sind begradigt, umgeleitet oder für den Schiffverkehr verändert worden. Flüsse und Bäche haben ihre natürliche Überschwemmungsgebiete. Kommt es zu Hochwasser, dann suchen sich diese Flüsse ihr ursprüngliches Flussbett. Gerade im Raum um Bitterfeld sucht sich die Mulde das alte Flussbett. Weiter Informationen unter

Der Mensch siedet aber sehr oft gerade in diesen natürlichen Überschwemmungsgebieten. An Zusammenflüssen, wie die Elster Saale, oder Saale Elbe oder Mulde Elbe kommt es zu Rückstau, da die Wassermassen nicht schnell genug abfliesen können. Es gab schon immer Hochwasser und Überschwemmungen. Erst in den Chroniken der letzten Jahrhunderte lässt ein Vergleich zu.

Durch die sächsische Schweiz schlängelt sich die Elbe. Hier ist das natürliche Überflutungsgebiet nur sehr eng begrenzt. Die angrenzenden Orte werden daher oft überflutet. Diese Bilder zeigen Wehlen am 4. 7. 2013, einen Monat nach dem Hochwasser. Die Messsäule am Marktplatz zeigt die Wasserstände. 1655, 1860, 1784, 1882, 2002 und 1845 war das Hochwasser höher. Dieser Flusslauf lässt erahnen, welcher Dreck und Chaos die Strömung der Elbe in Wehlen verursacht hat. In der Zwischenzeit war in diesem sehr schönen Kurort vieles wieder aufgeräumt, die ersten Läden war provisorisch wieder eröffnet.
Nach dem Hochwasser in Wehlen
Nach dem Hochwasser in Wehlen
Gewitterregen am 20.6.2013 in Leipzig Der Gewitterregen brachte in Leipzig lokale Überschwemmungen. Hier erfolgt der Zusammenfluss des Wassers aus Bucksdorffstraße und Slevogtstraße. Die Häuser weiter unten an der Elster stehen jedes Mal im Wasser. Historisch gab es hier einen Bach, welcher verfüllt wurde. Das Regenwasser sucht sich wieder den natürlichen Verlauf zur Elster.

Leipzig wurde jedes Jahr überschwemmt. Daher wurde vor über 100 Jahren ein komplizierter Hochwasserschutz angelegt. Seit dem ist die Stadt nur noch selten betroffen. Ich wohne in der Nähe vom Auensee. 1954 war das Gebiet vollständig überschwemmt und die Eisenbahnbrücke am See über die Luppe wurde mit mehreren Dampflokomotiven belastet, damit diese nicht weggespült wird. Der Hauptbahnhof stand unter Wasser. Eigentlich muss ich den Stadtvätern von Leipzig danken, dass sie in den letzten 11 Jahren das Hochwasserschutzsystem weiter verbessert haben. Der nahe Damm an der Luppe wurde vollständig erneuert und ca. 75 cm erhöht. Wo wir vor 2 Tagen am Damm waren, war der Wasserspiegel etwa 1 m und ein paar Zentimeter unterhalb der Dammkrone. In der Nacht sollte das Wasser über den Damm laufen. Das Wasser ist nicht soweit angestiegen. Die zusätzliche Flutung des Zwenkauer Sees hat die Stadt vor einer Katastrophe gerettet.
Unser historisches Haus steht etwa 100 m entfernt von der Elster. Werden die Lehmwände unseres Hauses nass, dann rutschen diese zusammen.

Hochwasser an der Elster/Luppe Januar 2011

Diese Aufnahme am Luppedamm stammt vom Januar 2011. Nur etwas weniger Wasser wie Juni 2013

Die Bürger in Grimma wollten keine Schutzmauer wie in Eilenburg und wurden nun wieder, wie vor 11 Jahren geflutet. Aber auch in Eilenburg hat ein Teil der Schutzmauer nicht ausgereicht und das Wasser lief darüber. Bei anderen Orten wurden in den letzten 11 Jahren die Schutzvorrichtungen nicht fertiggestellt oder noch gar nicht begonnen. Der Schutz einer vor dem Aussterben bedrohte Grille oder Heuschrecke verhinderte die rechtzeitige Fertigstellung einer Schutzmauer. Der Ort wurde geflutet. Unabhängig von dem Leid und dem finanziellen Verlust der Bevölkerung, könnte man hier die Frage stellen, wie viel Kleintiere, Armeisen, Maulwürfe usw., mussten wegen der Überschwemmung sterben. Sicherlich auch ein paar der vor dem aussterben bedrohte Grillen.

Am 18.5.2013 hatte ich bei der Beratung zum Kauf einer Immobilie in Datzschen bei Eilenburg den Verkäufer gefragt, wie es mit möglichen Hochwasser aussieht, da sich ja in der Nähe die Elbe befindet und das Land sehr flach ist. „Jaja hier kommt kein Hochwasser“ oder ähnlich war seine Antwort. Nur 2,5 Wochen später hatte es Dresden, Meißen und weitere Städte an der Elbe überschwemmt.

Es steht die Diskussion, ob wir künftig weiter mit solchen Wetterereignissen rechnen müssen. Es ist schon möglich. Muss aber nicht sein. Das Wetter lässt sich auf lange Sicht nicht voraussagen. Auch wenn es die Klimaforscher in Potsdam mit ihren Rechenprogrammen die schlimmsten Klimaprognosen ausrechnen.
Ich persönlich halte das gegenwärtige Wetter als ganz normal. Oder gibt es Wetteraufzeichnungen vor 1000 Jahren? Es gab in dieser Zeit wärmere und kältere Perioden. Die Industrialisierung hatte zu dieser Zeit noch keinen Einfluss. Viel wichtiger sind die natürlichen Überschwemmungsgebiete zu erhalten und dazu gehören aber auch die natürlichen Wälder, die das Wasser zurückhalten. Ohne die Talsperren würden die Wasserfluten noch viel mehr schaden anrichten. Dieses Hochwasser zeigt, dass die Planung der möglichen Wassermenge auf der Basis der Jahrhundertflut nicht ausreicht.
Sicherlich sind die schnellen und unkomplizierten finanziellen Soforthilfen für die Betroffenen ein kleiner Trost. Moral sicherlich ebenso wertvoll die Hilfe tausender Einsatzkräfte und Freiwilliger. Nicht alle werden wieder die Kraft haben nach 11 Jahren ihr zerstörtes Heim wieder aufzubauen.
Meine Ehefrau kommt aus den ukrainischen Karpaten, wo die Tisa vor 3 Jahrzenten mehrere hundert Menschenleben forderte und auch die sehr massive Brücke nach Rumänien einfach weggespült wurden. Ihr standen die Tränen in den Augen, wie es hier die Menschen betroffen hat. Ihre Frage: Warum bezahlt die Versicherung den Schaden nicht?

Schuld ist der Klimawandel so laut Harald John in der Leipziger Volkszeitung, 8./9. Juni 2013. „Schuld ist der von vielen immer noch geleugnete Klimawandel, der nicht nur zu kurzen, extrem heißen Sommern und langen, kalten Wintern führt, sondern auch zu stärkeren Stürmen und sehr langen, heftigen Regenfällen…Aber in der Tendenz sind sich die Experten einig: Extreme Wetterlagen nehmen deutlich zu.“
Es leugnet niemand den Klimawandel, da sich das Wetter immer schon geändert hat. Leserbriefe auf diese Fakten verdrehende Aussage wurden nicht oder zensiert veröffentlicht, wie zum Beispiel der Lesebrief von Prof. Dr. Kirsten.

Wenn der Mensch nicht dort siedelt, wo die Folgen des Wetters besonders auftreten, dann gäbe es auch keine Probleme bei den Überschwemmungen. Der Wald wurde gerodet, welches das Wasser aufnimmt, die Flüsse begradigt oder umverlegt und natürliche Überschwemmungsgebiete verändert als Agrarflächen oder für die Besiedlung. Siehe hier auch Hochwasserprobleme an Gebäuden

Das größere Problem ist die territoriale selbstständige Handlung der Länder und Gemeinden. Zum Beispiel wusste man genau, wie viel Wasser in Prag ist. Dieses Wasser der Moldau und der Elbe kommt nach Dresden, Meißen, Magdeburg, Stendal usw. Plus das Wasser der Saale, Mulde, Elster usw. Ich denke, wenn die schlauen Computer ganz genau errechnen können, wie das Wetter in 100 Jahren sein wird, dann können diese auch die Wassermenge und das zur Verfügung stehende Volumen der Flussbetten einschließlich der Deiche berechnen. Kann diese Wassermenge, zum Beispiel wie in Magdeburg, nicht aufnehmen, so kann dieses Wasser auf dem Weg dorthin geregelt auf eine Fläche geleitet werden, wo es den geringeren Schaden anstellt. Das wäre normal eine Aufgabe des Bundes, da dieser länderübergreifend die entsprechenden Daten zu Verfügung hat und auch koordinieren könnte. Da dies aber nicht möglich ist, müssen eben Dörfer und Stadtteile absaufen und viel persönliches Leid verursachen.

Die Ursache des Hochwassers wird von den Medien und auch in einigen Argumentationen von Versicherungen dem Klimawandel zugesprochen. Der Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Hochwasser wird in der Dissertation von Markus Czymzik vom Geoforschungszentrum Potsdam dargestellt. Laut seinen Untersuchungen sind jene Klimamodelle leider allzu simpel, die Hochwasserereignisse vor allem auf den menschengemachten Treibhauseffekt zurückführen. Deutschen Zusammenfassung seiner Arbeit

Hier einige Tipps bei Hochwasser.
Wasserschäden,
Feuchteprobleme bei einem Haus nach einem Hochwasser mit Bauteilbetrachtung

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Gästebetten – dekorativ und universell

Erstellt von Peter Rauch am Freitag 3. Mai 2013

Sie können ein Gästezimmer vervollständigen oder zum Wohnambiente des Wohnraums beitragen. Gästebetten erweisen sich als äußerst vielseitig und fügen sich heute nahtlos in jeden Wohnraum ein.

Vorbei sind die Zeiten harter und unbequemer Klappbetten, die Gäste eher herauskomplimentierten, als zu einer weiteren Übernachtung einluden. Dicke Matratzen, bequeme Lattenroste und weiche Auflagen bestimmen jetzt das Bild moderner Gästebetten, die mal im Sinne des klassischen Klappbetts erhältlich sind, mal als modernes Gästesofa oder gar als Schrankbett. Mit nur ein wenig Geduld und Geschick bei der Auswahl gelangt jeder Haushalt zu der optimalen Schlaflösung für nächtliche Besucher. Allem voran steht die Überlegung, welche Liegestatt es überhaupt werden soll. Denn nicht jeder Haushalt wird mit einem Klappbett glücklich. Besteht die Möglichkeit eine mitunter als Gästezimmer genutzte Räumlichkeit zur Verfügung zu stellen, lohnt sich eventuell die Einrichtung eines kuscheligen Rückzugsorts.

Wie viel Platz ist gegeben?

Mit dieser Frage beginnt die Suche nach einem Gästebett. Quillt die Wohnung ohnehin schon aus allen Nähten und besteht keine Möglichkeit, übernachtenden Gästen einen eigenen Raum zu bieten, dürfte die Auswahl auf ein Klappbett oder ein dekoratives Gästesofa fallen. Klappbetten bergen den Vorteil, dass sie zusammengeklappt nur wenig Platz einnehmen und mühelos hinter einer Tür oder im Keller verwahrt werden können. Leichte Klappbettenmodelle können mitunter sogar auf dem Kleiderschrank gelagert werden. Hingegen bietet das Gästesofa einen ganz anderen Nutzen. Das Möbelstück bleibt selbst während der Nichtbenutzung im Wohnraum stehen und dient als gewöhnliches Sofa. Erst, wenn es darauf ankommt, wird die Liegefläche ausgeklappt oder erweitert und ein komfortabler Schlafplatz entsteht. Heutige Gästesofas stehen wahren Wohnlandschaften in nichts mehr nach. Leder, Kunstfaser, Mikrofaser und viele weitere universelle Bezugsstoffe verleihen den Möbelstücken einen ganz eigenen Charme.

Der Rückzugsort im eigenen Heim

Steht mehr Platz zur Verfügung, könnte das Gästebett direkt in ein gesondertes Zimmer eingebracht werden. Vielleicht sind die Kinder schon aus dem Haus und das Kinderzimmer steht leer? Dann entsteht im Handumdrehen eine Wohlfühloase, ein Arbeitszimmer oder ein Hauswirtschaftsraum, in dem auch noch Gäste Platz finden. Für das wohnliche Flair sorgt eine schicke Gästecouch oder ein Schrankbett. Mit einer kleinen Kommode oder einer aus quadratischen Regalmodulen bestehende Schrankwand entsteht ein zweites Wohnzimmer, in welches sich Gäste und Familienmitglieder zurückziehen und die Ruhe genießen können.


Clever das Dach selbst ausbauen!

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Stahlbleche im Bauwesen

Erstellt von Peter Rauch am Sonntag 14. April 2013

Metalle finden bei der Errichtung von Bauwerken vielfältige Anwendung. Allein der moderne Stahlbetonbau hat ein riesiges Anwendungsgebiet. Beton nimmt die Druckkräfte auf und der Bewährungsstahl die Zugkräfte. Daneben übernimmt der Beton durch seinen hohen pH-Wert den passiven Korrosionsschutz des Stahls. In Kombination dieser beiden Baustoffe können wunderbare höchst beanspruchte Gebäude, Bücken, Staudämme u. a. errichtet werden.
Historisch wurde Stahl bzw. Eisen in erster Linie zur Befestigung (Nägel) oder zur Aufnahme von Zugspannung (Wandanker) und von Lasten (Träger) verwendet. Vor 1985 wurden teilweise auch Schweißeisen, ansonsten Flussstahl (Flusseisen) für die Herstellung von Stahlträger eingesetzt. 1887 wurde laut Erlass des Polizeipräsidenten von Berlin für Schmiedeeisen auf Zug eine Beanspruchung von 75 N/mm2 festgelegt.[1] Dieser Wert wurde 1910 auf etwas 120 N/mm2 erhöht. Für Schweißeisen wurde der Wert um 10 % gemindert.[2] Um diese Zeit wurden auch verschiedene Stahlleichtträger entwickelt. Dabei ging es um den Stahlverbrauch zu verringern aber auch die notwendige Trägfähigkeit zu erreichen. Die Germaniadecken bestanden aus geformten Stahlblechen, welche als Auflager für die Hohlziegel dienten. [3]
Die in der Kaiser-TVG-Decke [4, 5] befindlichen Stahlleichtträger bestanden aus dünnen Stahlblechen. Diese Bleche wurden durch Punktschweißverbindungen miteinander verbunden. Die Masse dieser Träger lag bei 4,5 kg/m. Es folgten viele weitere Konstruktionen. Bei richtigem Einsatz lassen sich mit Hilfe von Stahlblecken statisch gut tragende und leichte Konstruktionen erstellen. Damit kann sowohl am tragenden aber auch beim lastaufnehmenden Bauteil (z. B. Fundamente, Mauerwerk, Säulen) Material eingespart werden.
Bleche werden aber vorwiegend bei anderen Bauteilen verwendet, z. B. bei Laufgängen, Balkone, Kühlräume und Kühlzellen, Treppenstufen, Aufzügen, Rolltreppen, in Industrieanlagen oder beim Schiffbau. Sehr viel anzutreffen ist der Einsatz von Tränenblechen auf dem Bau.
Muster von Tränenblech
Diese Edelstahlbleche werden in einer Stärke zwischen 1,5 bis 6 mm angeboten. Dieses Edelstahlblech erhält seine mandelförmigen „Tränen“ durch Walzen. Die Unterseite bleibt glatt. Durch diese Formgebung wird eine optimale Flüssigkeitsabgabe gewährleistet und eine hohe Rutschhemmung erreicht. Das ist gerade bei Außenanlagen wichtig, wenn diese Bleche durch Regen oder ander Flüssigkeiten feucht werden. Aufgrund des optischen Aussehens werden diese Tränenbleche auch für Verkleidungen für Treppenaufgänge, Wandabschnitte oder als unterer Spritzschutz des hölzernen Garagentors verwendet. Die aus Stahl gefertigten Tränenbleche („T“) und Riffelbleche („R“) sind in der deutschen Norm DIN 59220 genormt.
Ein weiteres Anwendungsgebiet der Bleche sind Abdeckungen von Bauteilen zum Schutz vor Feuchtigkeit. Hier werden aber vorwiegend Zink, Aluminium oder Kupferbleche verwendet.

Quellen:
[1] Polizeipräsident von Berlin: Bestimmung über Eigengewicht, Belastung und Beanspruchung von Baustoff und Bauteilen 21.2.1887. In: Zentralblatt der Bauverwaltung (1887) S. 89
[2] Preußischer Minister für öffentliche Arbeiten. Bestimmung über die bei Hochbauten anzunehmenden Belastungen und Beanspruchungen der Baustoffe, 31. 1.1910
[3] Schrader, F.; Patentdecken, Leipzig: J. M. Gebhardt´s Verlag 1912
[4] Graf, O. ; Weil, G.; Versuche über den Verbund zwischen Stahlbetonfertigteilen und Ortbeton; Weil,G.; Versuche mit Stahlleichtträgern für Massivdecken, Schriftenreihe des Deuten Ausschusses für Stahlbeton, H. 119, Berlin Verlag Wilhelm Ernst und Sohn 1953
[5] Normteile für den Wohnungsbau. Herausgegeben von U. Haake. Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen 1951. In: Bauen in Schleswig-Holstein, H.14

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Den Garten mit Buchsbaum gestalten

Erstellt von Peter Rauch am Donnerstag 28. März 2013

In diesem Jahr hält sich der Winter besonders lange. Das Osterfest 2013 findet im Schnee statt. In den anderen Jahren hatte ich schon meine ersten Sonnenbäder in unserem kleinen geschützten Garten gemacht. Unter der Schneedecke sind gerade einmal ein paar Spitzen von den Schneeglöckchen zu sehen. Von den anderen Frühjahrsblühern sieht man noch nichts. Vor zwei Wochen hatten wir bereits ein paar Blumen gekauft und wollten diese in die Blumenbeete pflanzen. Das wird wohl noch nicht so schnell werden. Ich selbst habe nun nicht so viel Zeit für Gartenarbeiten und sehe das etwas praktischer. Etwas Obst und ein paar Beeren zum Naschen und etwas Platz für die Sonnenliege, um zwischendurch für ein paar Minuten auszuspannen. Dagegen kann meine liebe Gattin stundenlang im Garten herumzupfen. Sie ist bemüht, aus meinen naturbelassenen Stückchen Erde einen schönen und anschaulichen Garten zu machen.
Durch Zufall bin ich vor ein paar Tagen auf den Buchsbaum gestoßen, der ein sehr beliebtes Buchsbaumgewächs ist. In meinem Brockhaus ABC Biologie von 1970 habe ich nichts darüber gefunden. In der Enzyklopädie von 1986 ist aber dann etwas zu finden. Die Buchsbaumgewächse sind immergrün und zuweilen baumartige Sträucher. Buxus sempervirens kommt im Mittelmeergebiet und in Westeuropa vor. Das Buchsbaumholz ist gelblich, sehr hart und dicht. Es wird gern für Schnitzarbeiten verwendet, wie zum Beispiel für die Herstellung von Schachfiguren. Nun wollen wir den Buchsbaum nicht gleich ernten, sondern erst einmal im Garten oder in einer großen Schale wachsen lassen.
Neugierig geworden hatte ich ein Sportfreund gefragt, der Gärtner ist und für die Pflege eines größeren Landschaftspark verantwortlich war. Der Buchsbaum wurde früher bei den Bauerhöfen als Umzäunung angepflanzt und wird auch heute gern in den Gärten als Buchsbaumhecke verwendet. Allerdings müssen diese richtig verschnitten werden, damit sie nicht so groß und unschön aussehen. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Sorten herausgebildet, speziell als Buchsbaumwegebegrenzung oder für die Gestaltung der Gartenanlagen.

Buchsbaum
Ein kleiner Nachteil besteht in der sehr langen Wachstumsperiode. Die Bäumchen oder auch Buchsbaumhecken wachsen über viele Jahrzehnte. Was aber auch wieder ein Vorteil ist, der Garten ist nicht gleich von riesigen Bäumen zugewachsen. Das Buchsbäumchen hat kleine dichte Blätter und wächst auch von unten heraus. Es lassen sich daher wunderbar alle möglichen Formen aber auch Figuren schneiden. Der Buchsbaum ist eine der beliebtesten Pflanzen im Garten, mit dem sich gerade kleine Ziergärten geschmackvoll gestalten lassen.

IIa, das ist schöne„, so der begeisterte Ausspruch meiner Gattin, wo sie Bilder dieser schön gestalteten Bäumchen als Figuren sah. Sie kannte diese gestalteten Buchsbäume bisher auch nicht. Sicherlich werden in naher Zukunft auch ein oder zwei Bäumchen oder eine Hecke in unserem kleinen Garten wachsen. Zu überlegen ist nur, ob wir diese nicht gleich über einen erfahrenen Gartenversand bestellen.

Seitdem ich den Artikel geschrieben habe, sind nun 1,5 Jahre vergangen. Wir hatten viele kleine Buchsbäumchen im Gartenzentrum bei Hellweg gekauft und an ausgewählten Stellen als Bettbegrenzung und an der Terrasse angepflanzt. Sie sind in zwischen 20 bis 30 cm groß. Im letzten Jahr hatten wir diese kleinen Sträucher noch etwas gegossen. Sie wachsen selbst unter Bäumen, wo es normal recht trocken ist. Sie sind wirklich ein schönes Gestaltungselement im Garten.

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Rohreinigung verstopfter Rohre

Erstellt von Peter Rauch am Donnerstag 14. März 2013

Alle Haushalte haben einen Wasseranschluss, ob für das Waschbecken, Badewanne, Dusche oder Waschmaschine. Das Wasser, ob sauber oder schmutzig, muss aber auch wieder in die Kanalisation abgeführt werden. Solange alles funktioniert ist es in Ordnung. Erst wenn sich an der Decke der darunter befindlichen Wohnung Feuchteflecken bilden, es irgendwo tropft oder üble Gerüche auftreten, merkt man, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Gerade spezialisierte Trocknungsfirmen können von einer Vielzahl verschiedener Havarien erzählen, wo Wasserleitungen durchgerostet, Muffen nicht richtig ausgeführt oder die Abflussleitung verkehrt zusammengesteckt wurden.

Wegen der Optik werden die Zu- und Abflussleitungen versteckt im Fußboden oder hinter Verkleidungen verlegt. Treten Havarien auf, so werden diese erst sehr spät festgestellt. Aber es gibt nicht nur technische Mängel, sondern auch Verstopfungen durch Ablagerungen in der Zuleitung besonders an den Einengungen der Ventile. Verstopfungen in der Abflussleitung können durch eine ungünstige Verlegung der Abflussleitung mit zu geringem Durchmesser, falschem Gefälle oder zu großem Winkel entstehen. Ein erfahrener Klempner weiß, wie die richtige Verlegung erfolgen sollte. Aber nicht immer ist die optimale Verlegung wegen der örtlichen Gegebenheit oder Planungsvorgaben möglich.

Andere Verstopfungen können durch unsachgemäße Nutzung entstehen, in dem zu große Stücke in die Abwasserleitung gelangen und den Abfluss des Wassers blockieren. In vielen Fällen erfolgt aber eine allmähliche Verschmutzung durch Ablagerungen. Besonders betroffen sind die Geruchverschlüsse der Wasch- und Spülbecken. Sind diese gut zugänglich, braucht man nur die Geruchverschlüsse ausbauen. Vorher ist aber ein Eimer oder eine Schüssel darunter zu stellen, welche das Schmutzwasser auffangen. Der Geruchverschluss wird mit sauberen Wasser ausgespült und kann wieder eingebaut werden. Bei der Reinigung sollte man immer etwas vorsichtig sein, da sich in diesem Schmutz sehr viele Bakterien ansammeln. Bei einer Verletzung der Finger kann es schnell zu einer Infektion kommen. Wer sich dies nicht zutraut, sollte dies von einem Sanitärfachmann mache lassen. Komplizierter ist die Beseitigung einer Verstopfung im Abfluss einer Badewanne oder Dusche mit Bodeneinlauf. Heute gibt es meistens keine Revisionsöffnungen mehr bzw. diese sind mit Fliesen überdeckt. Eine solche Reinigung ist dagegen mit höherem Aufwand verbunden. Die spezialisierten Firmen haben in der Regel auch spezielles Werkzeug und auch Erfahrungen. Sie können so in der Regel auch mit wenig Aufwand die Verstopfung in Abflussleitungen mit Hochdruck oder anderen Werkzeugen säubern.

Schachtarbeiten Abwasserleitung
Hier waren die Baumwurzeln in die Tonrohre eingewachsen, sodass nur noch ein Austausch der alten Abwasserleitung sinnvoll war.

Aber es gibt nicht nur die Abwasserleitung im Gebäude, sondern auch die vom Keller bis zum Abwasserkanal in der Straße führen. Wenn diese verstopft sind, zum Beispiel bei älteren Tonrohren durch Baumwurzeln, so merkt man die Verstopfung nicht immer sofort, da ein Teil des Wassers immer noch abfliest. Erst wenn viel Wasser, zum Beispiel Regenwasser, abgeführt werden müssen, kommt es zum Rückstau und unangenehme Gerüche im Haus. Hier hilft dann nur eine Rohrreinigungsfirma, wie zum Beispiel Rohrreinigung Berlin oder der Austausch der alten Abflussleitung. Letzteres ist dann erforderlich, wenn die Fugen der Tonrohre nicht richtig vermörtelt wurden und der Querschnitt zu klein ist. Aber vor diesem Aufwand sollte man eine Rohrleitungsinspektion durchführen lassen.

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Maßgefertigte Möbel

Erstellt von Peter Rauch am Donnerstag 14. März 2013

So wie sich der Wohnungsmarkt regional voneinander unterscheidet, so sind auch die Wohnungen in ihrer Raumaufteilung unterschiedlich. Ob der Trend auch für andere Städte gilt, kann ich nicht beurteilen. In Leipzig wurden sehr viele Gründerzeithäuser saniert und den heutigen Wohnansprüchen angepasst. Dabei werden Wohnungen mit großem geräumigen Wohnzimmer bevorzugt. Die Schlafzimmer und möglichen Abstellflächen fallen dagegen kleiner aus. Auch wurden in vielen Fällen die alten Abstellkammern in die neue Wohnungsstruktur integriert und fallen weg. Aber es wird trotzdem ein ausreichender Stauraum benötigt, wenn die Kleidung und Haushaltsgegenstände nicht im Wohnzimmer untergebraucht werden sollen.

Es ist daher sehr angebracht, wenn Nischen oder enge Zimmerbereiche optimal als Stauraum genutzt werden können. Hier ist ein Spezialist für maßgefertigte Möbel gefragt, der formschöne und auf individuellem Wusch genau die Schrankmöbel anfertigen kann, die man benötigt und sich gut in das Gesamtbild der Wohnung einordnen.

Dachwohnung
Das Aufstellen von passenden Möbeln ist hier nicht einfach.

Gerade beim ausgebauten Dachgeschoss ist es sehr kompliziert die passenden Möbel zu bekommen, die sich optimal in die Wandschrägen integrieren lassen. Aber auch an der Abseitwand, das ist die kleine Wand unterhalb der Dachschräge, die in der Regel um die 80 cm hoch ist, finden sich nur selten die richtigen Möbel. Dieser Platz lässt sich aber recht gut durch Schränkchen sinnvoll nutzen, da man hier ohnehin nicht sitzen oder gar stehen kann. Eine richtige Planung und Auswahl des Dekors kann dem Raum eine individuelle Note geben. Hierfür gibt es eine Webseite für mehr Informationen, wo man sich interessante Anregungen für eine Gestaltung der schrägen Wände holen kann.

Das sind aber nicht nur Dachwohnungen, wo sich die üblichen Möbel nur schlecht aufstellen lassen. Gerade im Altbaubereich gibt es noch viele schmale und enge Räume, die man optimal nutzen möchte. Bei Schränken besteht oft das Problem, dass bei geöffneten Türen nur noch wenig Platz vorhanden ist. Nicht jeder ist handwerklich geschickt und hat die entsprechenden Werkzeuge zur Verfügung und kann sich seine vom Standard abweichenden Möbel mit Schiebetüren herstellen. Wie man das Problem lösen kann, findet man unter weitere Auskunft.

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Das richtige Werkzeug

Erstellt von Peter Rauch am Montag 25. Februar 2013

Das richtige Werkzeug ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute und schnelle Renovierung, Haussanierung oder beim Neubau. Es hilft Zeit zu sparen und in der Regel kann man damit auch präziser arbeiten. Allerdings gleicht das beste Werkzeug nicht fehlendes handwerkliches Geschick aus. Bei der Auswahl des Werkzeugs sollte man auch wissen, für welche Arbeiten und wie oft wird dieses Werkzeug benötigt. Es ist nicht sehr sinnvoll teures Werkzeug zu kaufen, wenn man es kaum oder gar nicht benutzt. Dagegen sollte man für die tägliche Arbeit auch das geeignete Profiwerkzeug einsetzen. Es spart einmal Kraft und man ist zum Teil viel schneller mit der Arbeit fertig. Geeignet ist, wenn man vor dem Kauf sich ausreichend informiert, wie zum Beispiel unter www.bohrhammer-test.net.

Montage Verkleidung im Balkon Kiev
Welchen Nachteil fehlendes oder ungeeignetes Werkzeug hatte, konnte ich selbst mehrmals erlebt. Bei meiner ersten Hausschwammsanierung in einer Außentoilette musste ein Zementputz entfernt werden. Ich war darauf nicht vorbereitet und hatte lediglich ein Hammer und Meißel mit. Mit einem Bohrhammer wäre der Putz in einer halben Stunde ab gewesen, so hatte ich 2-3 Stunden benötigt.
Beim Anbringen der Balkonverkleidung in Kiew hatte ich nur eine normale Schlagbohrmaschine und die äußere Betonverkleidung besteht aus Keramikfliesen. Jedes einzelne Loch war eine Quälerei. Ich hatte dabei an meine schönen Bohrhämmer in Leipzig gedacht, die in der Werkstatt lagen. Woher sollte ich auch wissen, dass ich dort eine Balkonverkleidung anbringen sollte. Ein ähnliches Problem hatten wir bei unserem Haus in den Karpaten, wo ein Elektromeister bei uns die Aufputzelektroleitung verlegt hatte. Diese Kabelschächte mussten angedübelt werden. Die Hohlkammerziegelsteine haben etwa eine Härte von Klinker. Die Schlagbohrmaschine mit den normalen Steinbohrern war einfach überfordert. Ich hatte auch nur eine Schlagbohrmaschine aber wenigsten noch einige Bohrer von meinem Bohrhammer mit, sodass das Bohren der Löcher etwas einfach ging. In diesem Fall hatte es zwar nicht uns betroffen, aber wir hatten so zusätzliche Zeit benötigt. Der Werkzeugkoffer meines großen Bohrhammers hatte ich aus Platzmangel nicht in das Auto gepackt. Und damit kommen wir zum letzten Punkt der geeigneten Werkzeugauswahl. Es muss passend sein, es sollte nicht unterdimensioniert aber auch nicht überdimensioniert sein. Es gibt zum Beispiel Situationen, wo man ein Elektrowerkzeug nur mit einer Hand bedienen kann, weil man sich zum Beispiel mit der einen Hand irgendwo festhalten muss. Ist das Werkzeug zu groß, dann nützt es auch nichts. Ich selbst hatte einen Vorläufer von Bosch GBH 2-28 DFV Bohrhammer
und war viele Jahre sehr zu frieden mit diesem Werkzeug.

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Trockenbau und die Gestaltungsmöglichkeiten

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 13. Februar 2013

Viele Jahre wurde der Trockenbau als Billigvariante angesehen und die Ausführungsarbeiten auch entsprechend niedrig entlohnt. Das Gewerbe Trockenbau gehört zur IHK und nicht zur Handwerkskammer. Das hat sowohl den Vorteil, jede Person kann diesem Gewerbe nachgehen und unterliegt nicht den strengen Reglungen der Handwerksrolle, ein Überbleibsel der Zunftordnung. Jeder kann das Gewerbe nach entsprechender Anmeldung ausüben. Darunter gibt es aber auch ausführende Firmen, die handwerklich nicht so geschickt sind und auch nicht immer so wissen, was sie machen. Damit hatte das Image dieser modernen Technologie, welche immer weiter entwickelt wird, lange Zeit gelitten. Gerade von den Auftraggebern wurde dieser Ruf genutzt, um die Preise zu drücken. Das Ergebnis war eine Marktbereinigung, aber auch von den Firmen, die hervorragende Qualitätsarbeit lieferten. Seit vielen Jahren gibt des den vollwertigen Meisterabschluss bei der IHK. In der Praxis wird diese Qualifizierung von den Bauherrn anerkannt. Es wurde in den letzten Jahren von den Auftraggebern immer mehr Wert auf die Qualität gelegt.
Gerade im Rahmen der Altbausanierung im Leipziger Raum wurden und erfolgen aber auch heute noch unpassende Trockenbauausführungen. Dies liegt aber nicht immer an den Ausführungsfirmen, sondern auch an den Vorgaben des Bauherrn bzw. des Architekten. Gipswerkstoffe, und dazu zählen auch Gipsplatten gehören grundsätzlich nicht an feuchtegefährdete Wände. Gips ist hygroskopisch und zieht förmlich Feuchte an, die Pappe verschimmelt dann. Nicht nur an der Oberfläche, sondern dahinter im Hohlraum. Das betrifft viele Altbauwohnungen im Erdgeschoss, wo über viele Jahre aufsteigende Feuchte und Kondensatfeuchte vorlagen und eine hohe Salzbelastung vorhanden ist. Hier dürfen nur entsprechende Putze ohne Gipsanteil zur Anwendung kommen.

Beim richtigen Einsatz ist der Trockenbau eine gleichwertige und zum Teil bessere Technologie als die bisherigen Ausführungen des gleichen Bauteils. Besonders sind der Schallschutz, Brandschutz und die leichte Konstruktion hervorzuheben. Zwischenwände lassen sich sehr schnell aufstellen und die vorhandene Raumstruktur entsprechend der Nutzung ändern bzw. anpassen. Gerade im Altbaubereich in Leipzig gibt es sehr große Zimmer. So hatten wir ein Teil des Wohnzimmers mit einer Trockenbauwand abgetrennt und für den Mieter ein Kinderzimmer geschaffen. Durch diese preiswerte Methode war die Mieterin zu frieden, sie brauchte nicht ausziehen, und der Vermieter musst nicht einen neuen Mieter suchen. Ohne Probleme kann diese Trennwand wieder zurückgebaut werden.

Dachwohnung

Der Trockenbau in Leipzig konzentrierte sich in den ersten Jahren nach 1990 auf den nachträglichen Ausbau der Wäscheböden in den Mehrfamilienhäusern. Zu dieser Zeit war moderner Wohnraum noch knapp und auch für die Investoren unter Ausnutzung der zahlreichen Förder- und Steuer-sparmodelle eine interessante Möglichkeit. Beim richtigen Dachausbau kommt es vor allem auf eine technisch komplizierte Ausführung an, sodass sich nirgendwo in der Konstruktion unkontrolliert Feuchte ansammelt. Dies erfordert ein hohes Maß an bauphysikalisches Wissen und auch ein entsprechendes handwerkliches Geschick.

Eine der größten Anwendungsgebiete des Trockenbaus erfolgt in Verwaltungsgebäuden und in öffentlichen Gebäuden. Das sind vorwiegend Zimmertrennwände und abgehängte Decken. Der Vorteil hierbei besteht in der schnellen Montage und in der Möglichkeit, diese Raumstruktur schnell zu verändern.

Luxuswohnung

Mithilfe des Trockenbaus kann eine ganz individuelle Gestaltung der Räume erfolgen. Hier sind nahezu keine Grenzen gesetzt, ob Bögen, Nischen oder Trennwände. Sind in Deutschland die Wohnungen und Häuser innen vorwiegend nach praktischen Gesichtspunkten ausgestattet, so steigt auch hier der Wunsch nach individueller Raumgestaltung. Oft wird als Erstes im Bad begonnen und ein „wohlfühl Bad“ zur Entspannung errichtet. Diese Gestaltung mithilfe des Trockenbaus kann aber auch nach Feng-Shui erfolgen. Feng-Shui – ist vor allem eine lebendige Kunst. Die Menschen profitieren von ihrer praktischen Anwendung in ihrem eigenen Leben und ihrer Umwelt. Die Trockenbaufirma innenausbau-blaschke.de , die zum Beispiel die Raumgestaltung nach Feng-Shui ausführt, kommt zum Beispiel aus meiner Geburtsstadt Oschatz in Sachsen.

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Neue Fenster

Erstellt von Peter Rauch am Montag 11. Februar 2013

Fenster sind Öffnungen in einer geschlossenen Gebäudehülle. Sie haben mehrere Funktionen. Die wichtigsten Funktionen sind die Tageslichtbeleuchtung der Räume, die Sichtkommunikation nach außen und der Luftaustausch. Auch erfolgt eine Kommunikation durch die Fensteröffnung, zum Beispiel zum Nachbarn oder Straßenpassanten.
Als Schutz vor Klimaeinflüssen und auch vor Tieren wurden diese Fensteröffnungen je nach Bedarf mit Holzläden oder andere geeigneten Materialien verschlossen, die sich auch ohne Probleme öffnen ließen. Funde in Pompeji zeigen Fensterscheiben aus der Zeit um 30 v. Chr. Etwa um 900 n. Chr. entstanden die ersten Kirchenfenster. Mit der Herstellung eines preiswerten Fensterglases wurde es möglich, die Fenster verschließbar herzustellen, wo immer noch ausreichend Licht in die Räume gelangen konnte. Lange Zeit bis zur heutigen Zeit dominierte das Einfachfenster. Eine Glasscheibe in einem Holzrahmen. Gerade diese konstruktive Ausführung wird unterschiedliche betrachtet. Durch das Glas wird das wärmende Sonnenlicht hindurchgelassen. Aber die aus dem Raum bzw. Gebäudeinneren stammende Wärmestrahlung reflektiert. Man muss aber auch die Wärmeleitung des Glases und der Rahmenkonstruktion berücksichtigen. Moderne Fenster wurden als Kastenfenster mit 2 bis 3 Glasscheiben ausgeführt. Heute bestehen die neuen Fenster in Deutschland vorwiegend aus Mehrscheiben-Isolierglas. In den Scheibenzwischenraum befindet sich nicht mehr Luft, sondern das besser isolierende Edelgas Argon. Die Dreifach-Isolierverglasungen im Kunststoff- und Holzfensterprofil zeichnen sich durch einen niedrigen Wärmedurchgang und einer hohen Dichtheit (zwei bis 3 Lippendichtungen) aus. Der Vorteil besteht im hohen Automatisierungsgrad, der geringen Differenzen der Maße und des einfacheren Einbaus, was die Fenster preiswerter macht. Es können je nach Bedarf verschiedenste Fensterarten und –formen hergestellt werden (mehr Fenster Auswahl).

Fenster

Wir müssen grundsätzlich zwischen einem Neubau und einer Altbausanierung unterscheiden. Bei einem Neubau werden diese neuen fenstertechnischen Eigenschaften bei der Projektierung des Gebäudes und der Gebäudehülle berücksichtigt. Bei einem Altbau beruht die Funktionsfähigkeit des Gebäudes auf die älteren nicht so dicht schließenden Fenster. Werden bei der energetischen Sanierung lediglich die Fenster ausgetauscht, so kann es zu feuchtetechnischen Problemen führen. Die Innenscheiben der Fenster muss als kühlste Fläche erhalten bleiben. Hier kann sich sichtbar Kondenswasser ansammeln, ohne größere Schäden an zurichten. Erfolgt zum Beispiel der Austausch der Kastenfenster durch Isolierverglasung mit einem U-Wert 1,3 W/m²K und besser, so verlagert sich die kühlste Oberfläche in die Innenecken sowie an die Außenwände über den Fußboden. Bei einem Austausch der Fenster ist bei dünnem Mauerwerk auch eine energetische Ertüchtigung der Fassade vorzunehmen, zum Beispiel durch ein vorgesetztes Mauerwerk. Bisher lag eine unkontrollierte Lüftung vor, wo überschüssige Luftfeuchte abgelüftet www.ib-rauch.de/Beratung/luften.html wurde. Bei den dichteren Fenstern verringert sich die Lüftungsrate und die Luftfeuchte steigt an. Dies ist in der Projektierung zu berücksichtigen. Die Laibung der Kastenfenster ist gegenüber den neuen Fenstern breiter. Bei den besser isolierten Fensterrahmen der Isolierfenster ist der Anschluss der Rahmen zur Laibung der kälteste Punkt bzw. Streifen. Diese Anschlüsse und die Laibung müssen sorgfältig ausgeführt und energetisch verbessert werden.

Ob nun isolierte Kunststofffenster oder Holzfenster eingebaut werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel Denkmalschutz, Wetterseite mit Schlagregenbeanspruchung, Gefährdung durch Holzschädlinge usw.

Da die Fensterfläche bei einer Fassade relativ groß ist, hat diese Fläche energetisch auch eine große Bedeutung. Eine richtige Auswahl, Anordnung und Ausrichtung mindert den Energieverbrauch des Gebäudes, da nicht nur die Wärmeisolierung, sondern auch die Solargewinne zu berücksichtigen sind (vergleiche Wintergarten und Gewächshaus). Gerade mit den ständig steigenden Energiepreisen muss man alle Komponenten in die gesamtenergetische Betrachtung einbeziehen. Nicht nur die Heizanlage, Fassadendämmung oder neue Fenster. Da alle modernen Heizanlagen mit Strom funktionieren (Computer, Regeleinrichtungen, Umwälzpumpen usw.) schlagen sich die Energiepreise bereits erheblich in der Gesamtbilanz nieder. Selbst Luft-Wasser-Wärmepumpen sind durch den Preisanstieg durch das EEG, die Netzkosten und Steuern unwirtschaftlich geworden. Hier hilft nur, einen zuverlässigen und zugleich kostengünstigen Stromanbieter auszuwählen. Auch wenn der Anbieter echten Ökostrom verkauft, was technisch und physikalisch unsinnig ist, beziehe ich meinen Strom seit vielen Jahren von www.lichtblick.de .

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