Altbausanierung und Energiepolitik

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
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 7. Tipps zu Immobilien
 8. Baukonstruktionen
 9. Raumklima / Schadstoffe

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Die Planung einer Außentreppe

Erstellt von Peter Rauch am Sonntag 29. März 2015

Die Treppe ist einer der kompliziertesten Bauteile eines Gebäudes. Bei der Planung einer Innentreppe oder einer feuerverzinkten Stahltreppe für den Außenbereich muss der zur Verfügung stehende Platzbedarf bestimmt werden. Abhängig davon ergeben sich die Möglichkeiten der Treppenformen, der Maße der Treppen und der Verziehung.

Unser normales Schrittmaß beträgt 63 cm. Diese Größe ist wichtig zur Bestimmung des Steigungsverhältnisses. Dieses Verhältnis ergibt sich aus:

63 cm = Auftrittsbreite a + 2 Steigungshöhen s

Der Richtwert für die Steigungshöhe bei einem Einfamilienhaus liegt zwischen 17 – 19 cm.
Der Wert ist abhängig von der Raumhöhe bzw. bei einer Außentreppe bis zur Terrasse bzw. bis zur Höhe der Balkontür. Die normale Raumhöhe liegt bei etwa 2,75 m. Hier ergeben sich in der Regel 15 Steigungen bei einer Steigungshöhe s von 18,33 cm.

Für die Auftrittsbreite a ergibt sich somit:

Auftrittsbreite a = 63 cm – 2 Steigungshöhen s
A = 63 cm -2 x 18,33 cm
A = 26,34 cm

Die Länge des Treppenlaufes ergibt sich danach:
Länge = (Anzahl der Steigungen – 1 Auftritt) x Auftrittsbreite
L = (51-1) x 26,34 cm = 3,69 m.

Eine gerade Treppe müsste bei einem Podest (Antritt und Austritt) von je 1,10 m fasst 6 m lang sein. Um Platz zu sparen, werden verschiedene Treppenformen hergestellt. Die verbreitetsten Formen in einem Einfamilienhaus sind die viertelgewendete im Antritt und die viertelgewendete im Antritt und Austritt. Den kleinsten Raum benötigen die einläufigen Wendeltreppen. Diese haben sowohl ihre Vorteile aber auch Nachteile. Die Vorteile sind die interessanten gestalterischen Aspekte im Innen- und Außenbereich. Als Außentreppe werden diese gern bei Terrassen oder Balkone angebaut, wenn man direkt von Balkon in den Garten möchte.

Der Nachteil einer Wendeltreppe besteht in der Enge und sie lässt sich auch nicht so gut begehen, was im Alter Probleme bereiten kann. Bei einem Einfamilienhaus ist die Treppenhöhe durch die Höhe des Gebäudes begrenzt, aber bei Türmen sind genügend Podeste zum Verschnaufen vorzusehen. Im Bild eine Naturtreppe durch das Nadelöhr am Pfaffenstein in der Sächsischen Schweiz.

Nadeloehr auf dem Pfaffenstein

In den wärmeren Regionen befinden sich die Treppen nicht im Gebäude, sondern außen. Diese Treppen ermöglichen den Zugang zu den separaten Wohnungen in den Etagen. Hier ein Beispiel bei einem kleinen Baumarkt in Midoun auf Djerba in Tunesien. Dort währen Stahltreppen wegen der sommerlichen Hitze nicht so angebracht.

Freie Treppe bei den Häusern in Tunesien

In Deutschland findet man verzinkte Stahltreppen auch an kleinen Wohngebäuden, wo die obere separate Wohnung als Ferienwohnung genutzt wird. Ohne diese Außentreppe müssten die Gäste immer durch den Wohnbereich der Vermieter und die Bedingungen einer abgeschossenen Wohnung werden nicht erfüllt. Viele Häuser werden nur teilweise genutzt. Die Kinder sind groß und wohnen wo anders und die obere Etage ist leer. Durch eine Außentreppe lässt sich durch relativ wenig Aufwand die obere Etage oder umgekehrt als separate Wohnung vermieten.

Die Treppenform aber auch das Treppenmaterial sollte zum Haustyp passen. Optisch wird sicherlich die schönste Stahltreppe nicht unbedingt zu einem Holzhaus oder zu den typischen Häusern in den Alpen passen. Hier sind sicherlich Holztreppen oder in Kombination mit Steinstufen auf der windgeschützten Seite unter dem breiten Dachüberhang besser. Frei bewitterte Holztreppen bedürfen dagegen einen hohen Pflegeaufwand. Feuerverzinkte Stahltreppen sind auch hier besser geeignet.

Nicht nur das Material, sondern auch die Qualität der Ausführungen sind entscheidend für die Haltbarkeit. In dem nachfolgenden Beispiel wurde das Wohnhaus in Vinnitsa gerade fertiggestellt. Es waren gerade einmal wenige Mieter eingezogen. Die Treppenstufen des Eingangsbereiches haben nicht einmal den ersten Winter überstanden.

Schadhafte Treppenstufen bei einem neuen Wohnhaus

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Passende Würfelregale für die Dachgeschosswohnung

Erstellt von Peter Rauch am Donnerstag 19. März 2015

Wer sich eine Dachgeschosswohnung zur Miete auswählt, möchte nicht nur die schöne Aussicht über die Dächer der Stadt oder das schöne Panorama der Landschaft genießen. Die Form und Größe der Dachgeschosswohnung wird durch die vorhandene Dachkonstruktion bestimmt. An den Seiten sind meistens die Abseitwände nur zwischen 60 bis 100 cm hoch und die Seitenwände werden durch die schräg verlaufenden Dachschrägen begrenzt. Ebenso wird in vielen Fällen die Raumgeometrie durch die Zangen, Pfetten und Stiele bestimmt, welche die Dachkonstruktion tragen.
 
Die große Schrankwand oder die übergroße Eckcouch lässt sich oft in dieser Raumgeometrie kaum unterbringen. Für diese verwinkelten Räume ist ein Würfelregal ideal. Es gibt unterschiedlich große Würfelteile aus Holz, welche sich mit Schubladen und Glastüren kombinieren lassen. Durch diese vielfältigen Möglichkeiten dieses Systems für die individuelle Wohnungseinrichtung lassen sich nicht nur interessante Räume gestalten, sondern es können auch praktisch alle Raumecken optimal genutzt werden. Das betrifft gerade kleine Dachwohnung oder Wohnungen mit vielen verwinkelten Räumen, wo sich herkömmliche Möbel nicht richtig aufstellen lassen. Die Anwendung der Würfli ist jedoch nicht nur auf die Dachwohnung begrenzt. Es gibt praktisch keine Anwendungsgrenze, ob im Hobbyraum, in den Schulen oder in den Praxen. Der Vorteil besteht aber auch darin, wenn ein Umzug ansteht und die Zimmer eine ganz andere Raumgeometrie haben. Nicht selten wird die neue Wohnung in der idealen Wohnlage nicht genommen, weil die Möbel nicht in die Wohnung passen. Aufgrund der Abmessungen der Würfelregale und verschiedenartigen Möglichkeit der Zusammenstellung lassen sich diese Möbel praktisch überall aufstellen. Und wenn, dann bleibt ein Regalteil übrig, aber nicht ein Kleiderschrank. Es sieht auch nicht schön aus, wenn die Schrankwand nur zur Hälfte aufgestellt werden kann, weil die Stellfläche zu klein ist.
Die kleine Manufaktur fertigt auf Wunsch auch individuelle Holzteile passend für das Programm. Das können z. B. passende Schreibtischplatten für den heimischen Arbeitsplatz oder ein Couchtisch für die vorhandene Sitzgruppe im farblichen Stiel zum Würfelregal sein.

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Für eine richtige Dachabdichtung sorgen

Erstellt von Peter Rauch am Donnerstag 19. März 2015

Jedes Gebäude unterliegt einem Alterungsprozess, sodass nach einem bestimmten Zeitabschnitt Sanierungsarbeiten erforderlich sind. Die Baustoffe eines Wohngebäudes unterliegen einem physikalischen oder auch chemischen Verschleiß. Daneben gibt es auch den moralischen Verschleiß, wenn die vorhandene Bausubstanz nicht mehr den heutigen Wohnansprüchen genügt. Wurden vor einigen Jahrzehnten kleiner Räume bevorzugt, so sind heute in den geräumigen Wohnzimmern die Küchen integriert und die Bäder zu kleinen Wellnessoasen ausgebaut.

Es sind in einem bestimmten Intervall Renovierungsarbeiten erforderlich

Damit alle Gebäude und Anbauten auf dem Grundstück möglichst lange ihre Funktionstüchtigkeit behalten, sind in einem bestimmten Intervall Renovierungsarbeiten erforderlich. In vielen Fällen denkt man dabei an die optische Verbesserung. Viel wichtiger ist jedoch die Erhaltung der Funktionsfähigkeit. In das Gebäude bzw. in die Konstruktion darf von außen kein Wasser eindringen. Dringt einmal Wasser in das Gebäude, so erfolgt sehr schnell eine Zerstörung der Bausubstanz. Im Keller merkt man dies relativ schnell, wenn die Luftfeuchte ansteigt. Neben der von außen eindringenden Feuchtigkeit ist aber auch die Kondenswasserbildung eine der Hauptursachen. Hier ist vor Beginn einer Sanierung genau die Ursache zu ermitteln. Oft können die Ursachen an einer falschen oder einer unzureichenden Lüftung liegen.

Dagegen ist heute der Feuchtigkeitseintrag über die Außenwände oder auch durch das Dach nicht so fort erkennbar. Befindet sich auf der Außenwand eine Wärmedämmung, so ist es nicht selten, dass Regenwasser über kleine Fugen in der dünnen Putzschicht zwischen die Dämmplatten und der tragenden Wand läuft. Gerade auf der West- und Südwestseite, wo eine Schlagregenbeanspruchung vorliegt, kann das Wasser eindringen. Die Wände werden feucht und die Dämmeigenschaften werden erheblich herabgesetzt.

Neben den in Mitteleuropa typischen Satteldächern gibt es viele Flachdächer. Diese Flachdächer gibt es nicht nur bei Wohngebäuden im Bungalowstil, sondern auch bei Vorbauten, bei einer überdachten Veranda, beim Geräteschuppen oder bei der Garage. Diese Dächer haben auch nicht immer das ewige Leben und es treten Undichtheiten auf. Mit der Dachabdichtung von Watco lassen sich Dächer nicht nur optisch wieder aufwerten, sondern neben dem Schutz der Dachhaut werden auch kleine Risse und Fugen verschlossen. Es bietet eine gute Alternative gegenüber einer Neueindeckung bzw. einer kostenaufwendigen Reparatur einer leicht geschädigten Dachfläche.

Undichtes Flachdach
Bild: Das sind unkomplizierte Flachdächer. Aber wenn man nicht weiß, dass sich Feuchtigkeit durch Regen bis zu 30 cm nach oben bewegt, werden an der Stelle, wo die Dachsteine auf dem Flachdach aufliegen, immer Feuchtigkeitsprobleme auftreten. Diese Stelle ist konstruktiv falsch ausgeführt und der Eigentümer versucht seit vielen Jahren diesen Anschluss abzudichten.

Die Inspektion der Dachfläche

Um Schäden an Gebäuden zu vermeiden, ist regelmäßig eine Inspektion erforderlich. Einen genauen Zeitplan gibt es nicht. Es dürfte ausreichen, wenn Sie sich einmal im Frühjahr und im Herbst alle wichtigen Bauteile, wie die Dächer, Dachentwässerung, die Wasserleitungen einschließlich der Heizleitungen ansehen. Es ist auch sinnvoll, wenn alle Ventile einmal geschlossen und wieder geöffnet werden. Auch sollte der Keller nach möglichen Feuchteflecken kontrolliert werden. Sind hier Holzmöbel aufgestellt, so sind diese auch auf der Rückseite auf einen möglichen Schimmelbefall oder Pilzbefall zu kontrollieren. Ebenso wichtig ist die Kontrolle der Funktionstüchtigkeit der Fenster. Sind diese aus Holz, so sind eventuell auch Ausbesserungsarbeiten an der Farbbeschichtung an den Wetterschenkeln erforderlich.

Sehr wichtig ist die Kontrolle der Dächer. Sind die Satteldächer ausgebaut, so kann eine schadhafte Dacheindeckung von innen nur schlecht erkannt werden. Daher ist auch eine Besichtigung von außen vorzunehmen. In der Regel sehen Sie die Dachfläche erst richtig, wenn Sie ein paar Schritte vom Haus entfernt sind. Mit einem kleinen Fernglas sieht man besser, ob ein paar Dachsteine verrutscht sind. Aber auch ein Digitalfoto lässt sich am PC-Bildschirm gut vergrößern und Sie sehen die Details besser. Ebenso sollten Sie sich die Dachfläche aus den Dachflächenfenstern ansehen. Vergessen Sie nicht die kleinen Regenrinnen rechts und links am Dachflächenfenster an zusehen. Schmutz und altes Laub verstopfen den ungehinderten Abfluss des Niederschlagswassers von der Dachfläche und das Wasser läuft dann in die Dämmung der Dachschräge. Bei begehbaren Flachdächern ist dagegen eine Kontrolle der Dachversiegelung schon etwas einfacher. Wobei hier die Erfahrungen eines Fachmannes sehr nützlich sein können. Als Laie können undichte Blechanbindungen oder Risse im Dachbelag übersehen werden.

Kontrollen sind besonders nach großen Stürmen und nach einem starken Regen sehr sinnvoll.
Undichtigkeiten in der Dachhaut lassen sich durch Wasserflecke an der Decke oder an der Holzkonstruktion feststellen. Allerdings ist es nicht immer genau zu bestimmen, wo das Wasser eigentlich durchläuft. Das Niederschlagswasser dringt irgendwo zwischen der Dachhaut ein und fließt zwischen der Schicht und der tragenden Dachkonstruktion entlang und tritt an einer anderen Stelle an der Decke aus. Ohne die Erfahrungen eines Dachdeckers kann die Suche der undichten Stelle erfolglos sein bzw. sie ist sehr zeitaufwendig.

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Selbst gemacht mit Holz und Leimholzplatten

Erstellt von Peter Rauch am Samstag 28. Februar 2015

Einer der weitverbreiteten Hobbys ist das Basteln. Ob nun kleine Modelle, die individuelle Gestaltung einiger Möbelstücke, Einrichtungsgegenstände oder ganze Zimmerverkleidungen, es sollte Spaß und Freude machen. Oft hat man Ideen, was man machen könnte. Aber nicht immer weiß man, wie dies richtig gemacht wird. Neben den vielen Hobbybüchern zum Selbstmachen findet man auch im Internet viele Tipps und in verschiedenen Videos wird auch visuell gezeigt, wie es gemacht wird. Aber auch die Baumärkte bieten kostenfrei kleine Flyer an, in den die fachliche Ausführung einzelnen Handwerkerarbeiten, wie das Verlegen von Laminat oder einfache Maurerarbeiten, beschrieben und bildlich dargestellt werden. Diese kleinen Tipps sind nützlich, da man auch als Handwerker nicht alle Einzelheiten anderer Gewerke kennt.
Eine der am meisten verarbeiteten Baustoffe in Deutschland sind das Holz bzw. die Holzwerkstoffe.

In einer tunesischen Tischlerei
In einer Tischlerei in Aijm auf Djerba in Tunesien

Holz ist durch seine hervorragende Eigenschaften nicht nur ein idealer Baustoff für Dachstühle, Fertigteilhäuser usw., sondern es lassen sich viele nützliche Gegenstände, wie Möbel oder Behältnisse herstellen. Selbst einige Autos in den 50iger Jahren im letzten Jahrhundert, wie der F8 oder P70, bestanden aus Holzleisten. Aber auch Boote und Jachten wurden und werden aus Holz und Holzwerkstoffe hergestellt. Holz ist statisch hoch beanspruchbar und relativ leicht zu verarbeiten. Es ist im Bauwesen ein wichtiger Baustoff zur Errichtung von Gebäuden, Brücken oder auch Türmen. Holz hat aber auch einige Nachteile. Es ist empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Es quillt und schwindet (z. B. Fichte radial -4 %, axial 0,4 % und tangial -8 %), also es verändert sein Volumen bei Feuchteeinfluss. Wird das Holz verleimt, so wird die Volumenänderung durch die unterschiedliche Ausrichtung wesentlich reduziert. Das Leimholz lässt sich für anspruchsvolle Holzplatten oder Holzkonstruktionen verarbeiten. Gerade Möbel, Schubladen oder Regale sollen ihre Form nicht verändern. Diese verleimten Holzplatten gibt es im Holzfachmarkt, man kann aber auch kostengünstiger gebrauchte Leimholzplatten kaufen. Oft sind das Restposten oder auch Sonderangebote.

Das Holz schützen

Bei hoher Feuchte siedeln sich Holz zerstörende Insekten oder gar Pilze an. Es ist daher wichtig, dass Holz trocken bleibt und vor Feuchte geschützt wird. Das gilt natürlich auch im Innenbereich. Holzschutzmittel gleichen nur die fehlende Eigenresistenz des Holzes aus. Bieten somit keinen dauerhaften Schutz. Eine ständige Kontrolle und Nachbehandlung ist daher erforderlich. Im Innenbereich ist die Verwendung von Holzschutzmittel nicht zulässig. Im Außenbereich sind nur vom DiBt amtlich zugelassene Holzschutzmittel zu verwenden. Dabei ist die jeweilige Gefährdungsklasse zu beachten. Besser ist natürlich ein konstruktiver Holzschutz. Das sind Konstruktionen, wo entweder kein Niederschlagswasser hinkommt, z. B. große Dachüberhänge, oder das Holz sehr schnell abtrocknet. Nicht tragende Holzteile, wie Wandverkleidungen, Zäune, Holztore usw. können mit Lasuren ausreichend vor Feuchte geschützt werden. Diese Produkte gibt es auf den Baumärkten, wie z. B. bei Hellweg. Lasuren sind diffusionsoffen und lassen die durch kleine Risse eingedrungene Feuchte wieder heraus. Lacke und diffusionsdichte Farben sind für Holzteile nicht geeignet.

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Parkett für den Wohnraum

Erstellt von Peter Rauch am Dienstag 17. Februar 2015

Parkett ist ein Bodenbelag, der für Natürlichkeit und Wärme steht. Durch seine Robustheit ist er besonders pflegeleicht und langlebig. Während andere Bodenbeläge nach einer gewissen Zeit komplett erneuert werden müssen, kann man Parkett abschleifen und schon strahlt der Boden wie Neu. Durch die Vielfältigkeit bleiben kaum Wünsche offen, denn bei Hiestand-Parkett gibt es von klassisch, über modern bis exklusiv eine große Auswahl.

Parkett besteht aus Hartholz mit furniertem Weichholz oder massiven Holzelementen, wobei zwischen Ein- und Mehrschichtparkett unterschieden wird. Das einschichtige Parkett besteht aus massivem Vollholz, während bei Mehrschichtmodellen zwei oder drei Schichten zum Einsatz kommen. Diese Art wird auch Fertigparkett genannt. Je stärker die Vollholzschicht ausfällt, umso öfter ist es möglich den Belag abzuschleifen.

Parkett
(*Für den Nachweis der Bildquelle ist der Autor des Artikels zuständig.)

Parkett unterscheidet sich bei der Oberflächengestaltung (Sortierung). Es stehen dabei zahlreiche Holzarten (von Birnbaum, über Ahorn bis Zeder) zur Wahl. Jede Art verfügt über eine ganz spezielle Farbgebung und besitzt seinen eigenen Charme. Es gleicht keine Oberfläche der anderen. Durch die Vielzahl der Farbtöne ergeben sich große individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, welche dem jeweiligen Einrichtung Stil angepasst werden können. Da Parkett sehr langlebig und wertbeständig ist, kann man hier von einer Investition in die Zukunft sprechen, denn durch die Verwendung erhalten die Räume eine ganz individuelle Note. Außerdem dient es als Wertsteigerung bei einer Immobilie, da es sehr langlebig ist.

Parkett zeichnet sich durch seine Pflegeleichtigkeit aus. Bei geölten oder versiegelten Böden sorgen spezielle Reinigungsmittel für den gewünschten Glanz. Bei hoher Beanspruchung sollte in regelmäßigen Abständen eine Reinigung durchgeführt werden, damit vorhandene Schmutz- und Staubpartikel verschwinden. Die Pflege trägt dazu bei, um die Lebensdauer des Parkettbodens zu verlängern. Besonders während der Heizperiode müssen die Fugen vor eintretender Feuchtigkeit geschützt werden. Kleinere Schäden im Parkett können mit einem Reparatur Set schnell und effektiv beseitigt werden. Um Kratzer erst gar nicht aufkommen zu lassen, sollten bewegliche Möbelstücke und Stühle mit Filzgleitern ausgestattet sein.
Die Auswahl bei www.hiestand-parkett.ch bietet für Wohnräume einen natürlichen Naturstoff und erlaubt dabei einen ganz individuellen Einrichtungsstil. Außerdem beeinflusst der Bodenbelag positiv das Raumklima, da hier Feuchtigkeit aufgenommen wird und diese bei trockener Luft wieder entweicht.
Durch die große Auswahl an Parkett, lassen sich Räume nach Belieben ausstatten und an den jeweiligen Einrichtungsstil anpassen. Die verschiedenen Holzarten haben ihren eigenen Charme und sorgen für Exklusivität. Für die weitere Parkettpflege von geölten Parkett empfiehlt es sich die Woca Holzpflege Produkte zu verwenden einen Online Woca Shop finden Sie hier http://www.holzpunkt-parkett.ch/shop/ki/Parkettpflege-fuer-geoeltes-Parkett-281.html auch gibt es die Produkte in der Holzpunkt Filiale in Bern, Zürich, Zug und in Wila.

Autor
Martin Graf

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Die richtige Wohnungseinrichtung mit Holzmöbel

Erstellt von Peter Rauch am Sonntag 15. Februar 2015

Egal, ob Sie neu bauen oder eine bereits fertige Wohnung beziehen möchten, die vorhandenen Raumabmessungen, sowie die Anordnung der Fenster und Türen bestimmen die Möglichkeiten der Wohnungseinrichtung. Aber auch die Anordnung der Heizkörper oder des Kamins sowie die Standorte der Beleuchtungsanschlüsse und Steckdosen beeinflussen die Anordnung der Möbel.

Sie sollte daher rechtzeitig die Anordnung und den Einrichtungsstil planen. Praktisch ist ein Grundriss der Wohnung anzufertigen. Geeignet hierfür ist zum Beispiel Kästchenpapier. Anschließend werden die Möbel im gleichen Maßstab aus Papier oder Pappe hergestellt. Durch hin und her schieben lässt sich erkennen, wo diese optimal in den einzelnen Räumen hinpassen. Es lässt sich so erkennen, welche Möbel in der neuen Wohnung aufgestellt werden können und welche nicht mehr passen oder wie groß die neuen Möbel sein sollen. Sicherlich gibt es auch geeignete Programme, wo man am PC-Bildschirm die Wohnung einrichten kann. Durch die 3-D Ansicht bekommt man auch einen optischen Eindruck. Allerdings muss man hierbei etwas mehr Zeit einplanen und trotz der bildlichen Darstellung ist nicht immer der Platz zwischen den einzelnen Einrichtungsgegenständen erkennbar. Dieser muss so groß sein, dass man ohne Probleme auch durchkommt oder den Stuhl soweit nach hinten schieben kann, um bequem aufzustehen.

Die richtige Raumgröße beachten

Einer der gegenwärtigen Fehler bei der Einrichtung der Wohnung ist die Auswahl des Schlafzimmers. Unverständlich, warum viele Architekten diese Zimmer so vernachlässigen. Meist ist diese Zimmer viel zu klein. Es sollte unabhängig der Möbel wenigstens circa 50 m³ Raumluft beinhalten. Bei der Nachtruhe wird pro Person etwa 1 Liter Wasserdampf an die Raumluft abgegeben. Diese Feuchte muss sich ausreichend verteilen können und auch die Oberflächen der Wände und Möbel durch Sorption aufgenommen werden können, ohne Feuchteschäden in Form von Schimmelpilzen zu verursachen. Die längste Zeit hält man sich im Schlafzimmer auf. Es sollte daher das beste Zimmer bezogen auf die Gesundheit sein. Richtige Betten, ausreichend frische Luft, störungsfrei, das sind einige wichtige Aspekte des gesunden Schlafes. Richtige Möbel aus Holz sind besser als, welche die Lösungsmittel ausgasen. Ebenso sind zwar weiche Teppiche oder Textilfußbodenbeläge schön, sammeln aber große Mengen an Staub und Mikroorganismen. Nach unserer Onlinebefragung kommen mehr als 70 % der Feng-Shui. Nach dieser Lehre haben die Farben in der Wohnung und in den Räumen eine bestimmte Wirkung, wie Gesundheit, Familienharmonie und Erfolg.

Die richtige Wahl der Möbel

Jeder hat eine andere Vorstellung, es gibt auch ein umfangreiches Angebot von schönen, praktischen und unpraktischen Möbeln, ob Sitzgruppen oder Möbel zur Aufbewahrung von Gegenständen oder Wäsche. Die Möglichkeiten der Möbelausstattung wird von der Raumgeometrie und der Größe der Räume bestimmten. Daher ist wie bereits oben genannte, eine Planung der Einrichtung vor dem Bezug sehr sinnvoll. Wichtig bei Auswahl der Möbel sind die leichte Pflege und ihre praktische Nutzung. Eine runde oder eine ovale Tischform bietet einzelnen die meiste Bewegungsfreiheit und einen optimalen Blickkontakt mit den anderen. Aber diese Tischform benötigt im Verhältnis viel Platz.

Eine wuchtige Sitzecke aus Leder sieht schön aus, ist aber immer kalt, wenn man sich darauf setzt. Schließlich möchte man sich auch beim Sitzen oder Liegen wohlfühlen.
Der Wohnbereich soll seine eigene und unverwechselbare Atmosphäre durch die Kombination von Mobiliar und Accessoires erhalten. Hierzu dienen Bilder, Skulpturen oder Blumen. Ausgefallene Einzelmöbelstücke aus Holz können dem jeweiligen Wohnraum einen ganz besonderen Reiz geben.
Möbel aus Holz sind nicht nur ökologisch und verschaffen ein gesundes Raumklima, sie sind zeitlos und passen in fasst jede Raumgestaltung. Sie sind langlebig und bei entsprechender Pflege sehr lange haltbar.

Tischler in Ajim auf Djerba

In anderen Ländern bestehen die Möbel aus Holz. Wie zum Beispiel in dem nebenstehenden Bild. Hier hatten wir eine kleine Manufaktur in Ajim auf der Insel Djerba in Tunesien besucht und zugesehen, wie die Möbel aus Holz hergestellt werden. Bereitwillig zeigte uns der Tischlermeister, welches Sortiment er fertigt, es reichte vom kompletten Schlafzimmer und alle Einrichtungsgegenstände, welche die Tunesier in ihren Wohnung benötigen. Beieindruckend ist, schon, welche schönen Möbel aus den Brettern entstehen und durch die fachgerechten Holzverbindungen zusammengefügt werden. Natürlich müssen Sie nicht soweit fahren. In Westfalen können Sie
Holzmöbel der Naturmöbel Manufaktur anfertigen lassen. Ein kleines Unternehmen, welches sich auf die Herstellung und den Direktvertrieb massiver und flexibler Holzmöbelsysteme spezialisiert hat.

Elektroanschlüsse in der Wohnung

Bei der Einrichtung und Planung der Wohnung sollte auch die Anordnung der Beleuchtungsanschlüsse und der Steckdosen beachtet werden. Die richtige Beleuchtung sollte bei trüben Tagen das Tageslicht ergänzen aber auch blendfrei sein und dem Raum eine wirkungsvolle Atmosphäre geben. Schöne Lampen sind dekorativ und sollten sich harmonisch in die Gestaltung der Räume einfügen. Bei der Auswahl von Energiesparlampen soll das „warme“ Licht gewählt werden. Das weiße Licht hat einen hohen Blauanteil, diese bringt unseren Biorhythmus durcheinander und am späten Abend, wenn wir schlafen gehen sollten, sind wir munter.
Es sollten überall dort Steckdosen in ausreichender Zahl vorhanden sein, wo sie benötigt werden, wie zum Beispiel in der Küche. In einiger Literatur wird empfohlen, dass neben den Kopfteilen der Betten Steckdosen für die Beleuchtung und den Radiowecker aber auch ein Telefonanschluss sein sollten. Allen elektrischen Anlagen und auch die Elektroleitungen umgibt ein elektrisches Feld, welches gerade für einen gesunden Schlaf zu vermeiden ist. In der Nähe vom Kopf sollten sich daher überhaupt keine elektrischen Geräte befinden. Mit der Verlegung von Elektroleitungen am Kopfbereich der Betten sollte man sehr sparsam sein. Hier könnte auch eine speziell geschützte Leitung verlegt werden.

Ein kleiner passender Holzschrank neben Kaminofen.

Kleiner Holzschrank passend zum Kamnofen

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Eine neue Treppe

Erstellt von Peter Rauch am Sonntag 18. Januar 2015

Treppen dienen zur Überwindung von Höhendifferenzen innerhalb einer Ebene oder zwischen den Etagen eines Gebäudes. In einer Etage sollten möglichst keine Stufen oder Schwellen vorhanden sein. Sie stellen immer eine Stolpergefahr dar. Wenn Stufen nicht ausreichend und richtig beleuchtet (Schattenbildung) werden, kann man schnell stolpern. Oft findet man ältere Häuser, welche durch Anbauten erweitert wurden. Bei diesen sind nicht nur die Räume verwinkelt, sondern es befinden sich innerhalb der Etage zwischen den Zimmern überall Stufen. Dort befinden sich keine Lampen und auch keine Fenster. Das hatten wir nicht nur bei einem zu begutachtenden Siedlungshaus in Leipzig Nordost gesehen. Auch bei einem Wohngebäude bei Swaljawa in den ukrainischen Karpaten konnten wir diese unschöne Ausführung sehen. Diese Fehler werden also überall gemacht.

Sind Stein- bzw. Betontreppen vor wiegend für feuchte- und witterungsbelastet Orte geeignet, so finden sie aber auch im Neubau von Mehrfamilienhäusern, Industrie- und Bürogebäuden Anwendung. Stahltreppen findet man vorwiegend im Außenbereich oder in Industriegebäuden. Holztreppen benötigen einen hohen Pflegeaufwand und sind empfindlich gegenüber Witterungseinflüssen. Daher findet man diese Konstruktion vorwiegend im Innenbereich.

Im Gebäude befinden sich die Geschosstreppen, Bodentreppen und Kellertreppen, am Gebäude die Außentreppe oder Freitreppe.
Treppen haben in ihrer einfachsten Ausführung einen quadratischen oder rechteckigen Grundriss. Die Form hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das sind einmal die Gebäudegröße und die Funktion des Gebäudes und der zur Verfügung stehende Platz. In öffentlichen zugänglichen Gebäuden, wie Radhäuser, Schulen, Theater usw., befinden sich große und breite Treppen. Sie müssen neben dem repräsentativen Charakter auch die Anforderungen des Fluchwegs erfüllen und werden wesentlich mehr belastet als eine Treppe im Einfamilienhaus. Die Laufbreite bei Mehrfamilienhäusern bis zu 3 Wohnungen sind größer als 90 cm, um den Transport von Möbeln oder Krankentragen zu ermöglichen.

Bei einem Einfamilienhaus sind gegenüber einem Mehrfamilienhaus die Treppen in der Regel schmaler, da ja möglichst keine Wohnfläche verschenkt werden soll. Bei Etagenwohnungen oder im Dachgeschoss bieten sich besonders Raumspartreppen an. Bei guter Planung wirken diese als interessantes Gestaltungselement und können auch als funktionale Raumteiler dienen. Werden kleine und schmale Treppe zum Beispiel im Dachgeschoss geplant, so ist auch darauf zu achten, dass in diese Wohnräume auch Möbel Transport werden müssen. Nicht überall kann der Möbeltransport über die Fenster erfolgen. Die Umwehungen (Geländer oder Brüstungen) der Treppenpodeste und Treppenöffnungen müssen für den Transport genügend Platz bieten oder müssen leicht abmontierbar sein. Gerade bei Wendeltreppen im Dachgeschoss ist dies nicht immer möglich. Hier muss dann eine entsprechend große Luke in den Fußboden der obersten Ebene eingebaut werden, welche optisch nicht auffällt, aber sich auch ohne großen Aufwand öffnen lässt. Durch diese Öffnung können dann die Möbelstücke durchgereicht werden.

Schöne geschwungene Treppen mit Design können den Wohnräumen eine besondere Atmosphäre vermitteln, wenn diese zu einer Galerie in die nächste Etage führen. Solche Treppen findet man natürlich nicht als fertige Standardtreppe. Gerade wenn nachträglich das Dachgeschoss ausgebaut werden soll, ist nicht immer genügend Platz für eine der zahlreichen Treppe vorhanden. Einmal muss die Durchgangshöhe von 2 m eingehalten werden und die Steigung und Form kann dabei recht unterschiedlich sein. Individuelle Treppen stellen eine besondere Herausforderung an das handwerkliche Geschick der Treppenbauer. Gerade hier kann der Fachmann zeigen, dass er sein Handwerk versteht.
Wenn man selbst handwerklich geschickt ist, kann man selbst
Treppen online kaufen. Dieser Treppenshop bietet Systemtreppen an, welche als Bausatz geliefert werden und eine einfache Selbstmontage ermöglichen. Gerade bei einer Altbausanierung kann neben den vielen anderen Sanierungsmaßnahmen auch die Erneuerung der alten Treppe anstehen. Diese preiswerte Variante kann so dem Bauherrn Geld sparen ohne eine Minderung der Qualität.

Was sollte bei der Sanierung einer Treppe beachtet werden?

Die Steighöhen der Stufen hängen von der Nutzung ab. Bei Kurztreppen und Gartentreppen betragen diese 14-16 cm, im Einfamilienhaus 17-18 cm, bei wenig frequentierten Treppen 20 cm und bei Boden- und Kellertreppen 22 cm. Das Steigungsverhältnis darf sich in der Lauflinie nicht ändern. Die Auftrittsbreite darf nicht weniger als 26 cm sein. Die schmalste Stelle bei einer gewendelten Treppe beträgt mindestens 10 cm. Ändert sich die Steighöhe der Stufen gerade am Podest, so wird diese Stufe zu einer Stolperstelle. Dies findet man bei unsachgemäßer Sanierung einiger älteren Mehrfamilienhäuser, wo die alte Dielung der Podeste nicht erneuert wurde, sondern es wurde ein zusätzlicher Belag, Laminat oder Ähnliches, aufgelegt.

Eine Bodentreppe, welche als raumsparende Einschubtreppe zum nicht ausgebauten Dachgeschoss eingebaut wurde, stellen oft nicht erkannte Problembereiche dar. Die Fugen sind nicht ausreichend dicht und die warme Luft strömt durch diese Fugen in den Spitzboden. Es kommt hier im Winter als Folge der niedrigeren Temperatur zur Tauwasserbildung und abgelagerte Gegenstände werden feucht und schimmeln. Ebenso tritt ein nicht unerheblicher Energieverlust auf und es zieht überall im oberen Geschoss, ohne die Ursache zu kennen. Beim Einbau ist auf fugendichtes Verschließen des Luke zu achten.

Plant man ein neues Einfamilienhaus, so sollte man auch daran denken, dass man in 30 bis 40 Jahren nicht mehr so gut Treppen steigen kann. Eine schlecht geplante Treppe kann dann zum unüberwindbaren Hindernis werden. Nun denkt man mit 35 oder 40 Jahren nicht unbedingt an einen Treppenlift, es sollte aber im Treppenhaus so viel Platz sein, dass ein späterer Einbau möglich ist.

Wir selbst hatten ein anderes Hauses gesucht. Aus dem Dachgeschoss hat man eine fantastische Aussicht über den Auenwald. Aber die Treppe zum Raum im Dachgeschoss ist eine Katastrophe. Sehr eng verwunden, steil und die Kopfhöhe ist an einer Stelle der Lauflinie vielleicht etwas 160 cm hoch. Bei der Besichtigung hatte ich mir überlegt, wie kommst du in ein paar Jahren dann in das Zimmer, welcher der Arbeitsraum werden sollte. Ein Umbau oder eine nachträgliche Veränderung der Treppe ist ohne größeren Umbau nicht möglich. Also auch an solche Situationen sollten sie beim Kauf eines Hauses denken. Man bleibt nicht ewig jung und das Haus möchte man nur deswegen nicht verkaufen.

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Was ist beim Einbruchschutz zu beachten?

Erstellt von Peter Rauch am Samstag 17. Januar 2015

Sind die Türen und Fenster nicht gesichert, so bieten diese eine gute Zugangsmöglichkeit für unerwünschte Besucher. Nach dem Einschlagen oder dem Ausschneiden der Scheibe in der Nähe der Verrieglung lassen sich die Fenster oder Türen öffnen, um einzusteigen.

Einbruchschutz der Fenster

Fenster bieten für den Einbrecher nicht nur den Zugangsweg, sondern sind in vielen Fällen auch der Fluchweg und der Transportweg für das Diebesgut. Besonders sind Fenster betroffen, die etwas versteckt und nicht gleich einsehbar sind. Fenstergitter bieten den sichersten Schutz. Allerdings ist damit auch ein möglicher Fluchtweg für den Bewohner versperrt, wenn es doch einmal in der Wohnung brennen sollte. In der Hektik und Panik bekommt man auch nicht schnell genug ein Vorhängeschloss auf.
Nicht so sicher aber trotzdem mit hoher Wirkung ist ein abgeschlossener Fenstergriff. Dieser lässt sich nicht von außen öffnen und dem Dieb zeigt es, dass der Zugang und auch der Fluchtweg erschwert sind. Der alte Griff wird einfach abgeschraubt und durch einen abschließbaren Griff ersetzt. In der Regel dürfte dies kaum ein größerer Aufwand sein, da heute die Griffe genormt sind. Notfalls nimmt man den abgeschraubten Griff einfach mit zum Fachmarkt bzw. Baumarkt und wählt sich einen passenden abschließbaren Griff aus. Wenn das Fenster nur sehr selten geöffnet wird, wie bei einer Abstellkammer, kann man auch einfach nur den Griff abschrauben und bei Bedarf in das Vierkantloch einstecken. Es gibt natürlich auch Erschütterungsschutz oder Lichtschranken, welche die Fenster hoch effektiv vor unberechtigtem Öffnen von außen schützen.

Lichtkuppeln und Dachfenster dürfen von außen nicht zu öffnen oder aufschraubbar sein.
Besonders gefährdet sind die Kellerfenster. Auch wenn man denkt, die Öffnung ist sehr klein. Der Dieb passt irgendwie durch. Im Nachbargebäude von Bekannten sind die Diebe nachts durch das kleine Kellerfenster eingedrungen, haben die Bewohner überwältigt und im Keller in die Sauna eingesperrt und in Ruhe das Haus beräumt.
Kellerroste, welche mit Ketten oder Stangen gesichert sind, bieten keinen ausreichenden Schutz. Besser sind eingemauerte Stahlrohre in einem Abstand von maximal 100 mm. Lichtschachtabdeckungen aus Glasstahlbeton können von unten mit Flügelschrauben gesichert werden und lassen sich im Notfall von unten öffnen.

Einbruchschutz der Außen- und Wohnungseingangstüren

Außentüren sollen einbruchhemmend nach DIN 18103 sein. Um diese Bedingungen zu erfüllen, ist ein widerstandsfähiges Türblatt notwendig. Weiterhin gehören zum Schutz vor Einbruch ein Sicherheitsschließblech, ein Schloss mit gehärtetem Schließriegel, ein Sicherheitsschließzylinder und eine Bändersicherung. Der Schließzylinder darf außen nicht herausragen. Dazu darf jedoch auch das Sicherheitsschließblech außen keine Schraube haben, damit man es nicht entfernen kann. Wurden früher die Zylinder abgebrochen, so werden diese heute mit einem speziellen Werkzeug aus dem Schloss herausgezogen. Daher muss der Zylinder abbruch- und ausziehsicher sein. Die Türzarge muss richtig mit dem Mauerwerk verbunden sein. Für Stahlzargen und Holztüren gelten entsprechende Einbauvorschriften, sodass diese mit dem Türblatt durch Bändersicherungen und dem Sicherheitsschließblech fest verbunden sind.

Haustür

Für die Nebenausgangstüren und Kelleraußentüren gilt ebenso eine hohe Sicherheit. Meistens sind das gerade die Türen, wo die Diebe denken, sie habe nur ein leichtes Spiel. Oft befinden sich diese Türen auch nicht im Sichtbereich, sondern sind etwas versteckt.
An die Beschläge und Schlösser werden besondere Anforderungen gestellt. So sollte das Zuhaltungsschloss mindestens 6 unsymmetrische Zuhaltungen haben. Das Einsteckschloss mit Schließzylinder sollte aufbohr-, abbruch- und ausziehbarsicher sein. Es gibt Schwenkriegelschlösser, Querriegelschlösser, Vorhängeschlösser oder elektronische Schließsysteme. Welches Sicherungssystem für die jeweilige Tür am besten geeignet ist, kann ihnen der spezialisierte Fachmann vorgeschlagen, wie zum Beispiel der
Albert Schlüsseldienst Berlin.

Vor und Nachteile von Schließanlagen

So schön, wie ein elektronisches Sicherungssystem ist, es benötigt immer Strom. Bei Stromausfall ist es wirkungslos. Daher ist immer eine netzunabhängige Notstromversorgung erforderlich. Durch die verfehlte Energiepolitik der Bundesregierung standen in der letzten Zeit einige Regionen kurz vor dem Kollaps. Wenn man bei einer Stromabschaltung längere Zeit nicht in die Wohnung kann, dann ist das weniger schön.

Lässt sich die Tür mit einer Zahlenkombination öffnen, dann hat das wiederum auch seine Vorteile. Eine der beliebtesten Objekte, die man verliert oder sucht, ist der Schlüssel. Auch wenn sich plötzlich die Tür hinter ein durch den Luftzug schließt, ist der Schreck erst einmal groß. Der Schlüssel steckt innen im Schloss oder hängt am Schlüsselbrettchen. Nun, was machen? Berliner Schlüsseldienst öffnet ihnen die Haus- bzw. Wohnungstür, aus meiner Sicht für einen recht freundlichen Preis inklusiv Anfahrt, in alle Berliner Stadtbezirken. Dabei soll die Türöffnung 99% schadensfrei erfolgen. Und gerade darauf kommt es an, dass keine Schäden am Türblatt oder an der Zarge entstehen. Vor einigen Monaten hatte ich eine Anfrage von einem Leipziger Hauseigentümer, wo bei einer Polizeiaktion beim Öffnen einer Wohnungstür die Tür beschädigt wurde. Da die Wohnungstür schon über 10 Jahre alt war, wollte die Versicherung nur den Zeitwert bezahlen. Nur, wenn sich in einem Mehrfamilienhaus 8 oder mehr Wohnungseingangstüren befinden, dann kann nicht einfach eine andere Tür eingesetzt werden. Das Gesamtbild des Treppenhauses möchte ja bewahrt werden. Die Aufarbeitung oder gar eine Einzelfertigung einer neuen Tür kostet eben einmal etwas. Schließlich hat der Hauseigentümer die Wohnungstür nicht selbst kaputt gemacht.

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Die Vorteile von Naturmöbel aus Holz

Erstellt von Peter Rauch am Samstag 3. Januar 2015

Seit die Menschen in künstlich errichteten Wohnungen leben, haben sie auch Einrichtungsgegenstände, zum Liegen oder zum Sitzen. Je nach örtlicher Gegebenheit wurde diese aus natürlichen Baustoffen hergestellt. Von sehr langer Haltbarkeit sind Möbel aus dem Naturstoff Stein. Gerade im Mittelmeerraum wurden die Liegeflächen (Betten) aus Stein hergestellt. Auch noch heute findet man diese Liegeflächen. In einem neuen Hotel auf Djerba wurden die Liegeflächen wie früher aus mineralischen Baustoffen hergestellt. Darauf kommt eine weiche Auflage und man kann sehr gut darauf schlafen. Steine haben ein großes Wärmespeichervermögen, was gerade im heißen Sommer für kühle Räume sorgt.
Was für die wärmere Region von Vorteil ist, ist aber in Mittel- und Nordeuropa von Nachteil. Steine haben einen großen Wärmeeindringkoeffizienten. Das heißt, wenn man sich auf einen Stein setzt, dann bleibt die Sitzfläche sehr lange kalt. Ebenso sind diese Möbel auch etwas schwer und die Tragfähigkeit der üblichen Deckenkonstruktion in Mitteleuropa reicht hierfür nicht aus. Holzmöbel lassen sich dagegen überall aufstellen. Setzt man sich auf einen Holzstuhl, so ist dieser in wenigen Minuten warm. Holz ist ein idealer Baustoff nicht nur als tragendendes Bauteil, sondern auch für die Inneneinrichtung. Es sorgt für ein angenehmes warmes Raumklima. Es speichert Wärme aber isoliert auch gut. Möbel aus Holz wirken sich so zusätzlich auf ein gutes Raumklima.

Befanden sich früher nur relativ wenige Möbelstücke ind der guten Stube, wie eine Kommode bzw. Kredenz, ein Tisch, Stühle und eventuell eine Couch, so haben sich die Anforderungen an die Einrichtung im Verlauf der Zeit verändert. Es brach die Zeit der großen Schrankwände und vollgestopften Zimmer an. Es wurden preiswerte Möbel benötigt. Diese wurden aus Hartfaserplatten oder Spanplatten hergestellt und mit Furnierholz überzogen. Gerade bei den älteren Möbeln aus Spanplatten kam es zur Ausgasung von Formaldehyd und verursachte zum Teil erhebliche gesundheitliche Probleme bei den Bewohnern. Heute werden andere Klebstoffe verwendet. Aber die wohnbiologischen Eigenschaften von Möbeln aus dem Naturbaustoff Holz werden nicht erreicht. Gerade Menschen, welche zur Chemikalienüberempfindlichkeit oder zu speziellen Allergien neigen, sind naturbelassene Einrichtungsgegenstände sehr wichtig, wie zum Beispiel Holzmöbel von der Naturmöbel Manufaktur aus Spenge, Westfalen.

Allerdings müssen auch die Innenwandoberflächen und die Fußböden ebenso bauphysikalisch günstige Eigenschaften haben und müssen chemisch beständig sein. Dispersionsfarben beinhalten zum Beispiel Fungizide, damit diese nicht schimmeln. Besser sind Farben aus Kreide, Kalk oder Silikat. Wie sich ein Fußboden aus Laminat verhält, kann ich schlecht beurteilen, da es sehr unterschiedliche Erzeugnisse gibt. Für die Herstellung werden Leime verwendet. Wie sich dies langzeitlich auswirken ist nicht bekannt. Fakt ist jedoch, diese Fläche beeinflussen das Raumklima bezogen auf die Feuchteregulierung weniger als ein Holzfußboden. Holzmöbel lassen interessante und moderne Raumgestaltungen zu. Aber allein nur damit lässt sich kein gesundes Raumklima erzielen. Sie müssen auch den Raum mit seiner Innenverkleidung und allen anderen Baustoffen der Bauhülle betrachten. Auf Kosten der Gesundheit der Bewohner wird die notwendige Lüftungszahl gesetzlich immer weiter reduziert. Um ein wohnhygienisches Raumklima zu erhalten, ist ein Luftwechsel von 0,8 –h nicht zu unterschreiten. Es sind die Luftfeuchte und auch die Schadstoffe in der Raumluft (aus den Haushaltschemikalien) abzuführen.

Waren vor Jahren noch große wuchtige Schrankwände modern, so sucht man heute flexible Möbelteile, welche sich individuell für die jeweilige Raumgröße und Raumgeometrie zusammenstellen lassen. Gerade für Nischen und kleine Zimmerecken eignen sich Kastensysteme. So lässt sich zum Beispiel mit Regalwürfel preiswert und flexibel einrichten.

Im nachfolgenden Bild wird ein Raum mit vielen Nischen und Säulen gezeigt. Die Form ergibt sich die Säulen und Träger, welche mit den Gipskartonbauplatten verkleidet wurden. Hier lassen sich fertige Möbel nur schlecht passend aufstellen.

Rohnbau Wohnzimmer

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Ökologischer Putz für eine gesunde Wohnung

Erstellt von Peter Rauch am Donnerstag 27. November 2014

Historisch wurden ökologische Baustoffe verwendet, welche etwa ab der 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts langsam von dem Markt verdrängt werden. Erst in den letzten Jahren fängt man an, sich an diese Baustoffe zu erinnern. Die Gründe für den Gesinnungswandel sind unterschiedlich. Den wenigsten Bewohnern, welche auf Ökologie schwören, geht es wirklich um gesundes Wohnen. Es geht eher darum ihren Freunden und bekannten zu sagen, wir machen etwas für die Umwelt. Wenn zum Beispiel auf Betonwände eine Lehmschicht aufgezogen wird, so ist es immer noch kein gesundes Wohnhaus.

Früher wurde nicht unbedingt auf das ökologische Bauen wert gelegt, sondern ebenso wie heute auf die Ökonomie. Die Häuser mussten preiswert gebaut werden. Lange Transportwege waren im Verhältnis teuer. Billig war die lebendige Arbeitskraft. Es wurden die Baustoffe verarbeitet, die sich in unmittelbarer Nähe befanden, wie Holz, Steine, Sand oder Lehm. Hier in Sachsen und Sachsens Anhalt findet man auch noch heute viele Häuser aus Lehm oder Steine. Es wurde der örtliche Baustoff verwendet. Im Gebirge dominieren dagegen Häuser aus Holz und Steine. Die Verarbeitung der natürlichen Baustoffe ist sehr arbeitsintensiv. Ebenso lassen sich damit nicht so hohe Qualitätsanforderungen erzielen, wie zum Beispiel Wandoberflächen mit minimalsten Toleranzen. Das lässt einmal die Technologie der Verarbeitung nicht zu, und die Baustoffe schwinden nach der Verarbeitung (Holz, Kalkputz oder Lehmputz). Daher wurden in den letzten Jahren Baustoffe entwickelt, die schwindarm sind, eine hohe Maßgenauigkeit haben und sich sehr schnell verarbeiten lassen. Die Bauzeiten sollen sehr kurz sein und es werden höchste Anforderungen an die Qualität gestellt. Die Baustoffe wurden in ihrer Zusammensetzung durch Zusätze verändert. Vergleicht man nur einen Kalkmörtel mit dem Baumarktmörtel. Letzter klebt fast allein an der Wand. Also auch wer nicht richtig putzen kann, kann einen Wandputz herstellen.

Der Kalkputz

Der klassische Kalkputz hat viele Vorteile. Dieser Putz ist basisch und wirkt keimtötend. Es ist diffusionsoffen und leitet so sehr gut Feuchtigkeit in das Mauerwerk und wirkt somit auch feuchtigkeitsregulierend. Das Raumklima ist damit ausgeglichen. Schwüle Sommerluft wird getrocknet und trockene Winterluft befeuchtet. Kalk ist ein relativ weicher Baustoff und kann somit praktisch auf alle Mauerwerke aufgetragen oder zum Vermauern verwendet werden, ohne das die Mauersteine geschädigt werden. Grundsätzlich muss der Mörtel immer weicher als die Mauersteine sein. Ein Fehler, den viele Eigenheimbauer machen. Zement ist ein guter Baustoff und feuchtebeständig, aber einfach zu fest und zu hart.

Zu erst wird der Luftkalk gelöscht.
Kalk + Wasser ergibt Kalkhydrat

Beim verabreiten wird ein Teil des Löschkalks mit 3 bis 4 Raumteilen Sand und Wasser gemischt. Damit erhält man einen Kalkmörtel. Der Sand hat die Aufgabe den Kalkmörtel luftdurchlässig zu machen. Je besser die Zusammensetzung des Sandes ist, so besser erfolgt der Abbindeprozess von außen nach innen. Der Abbindeprozess benötigt Kohlendioxid.

Kalkhydrat + Kohlensäure (CO2 + H2O) —> Kalkstein + Hydratwasser und Anmachwasser

Sperrende Oberflächenschichten behindern die Karbonatisierung. Ebenso wird eine bestimmte Wärme benötigt, damit kein Feuchtestau entsteht und die Poren verstopft. Über die Poren dringt das CO2 (Kohlendioxid) ein und wird mit der Feuchtigkeit (Anmachwasser + ausscheidendes Hydratwasser) zu Kohlensäure umgesetzt. In der Natur dauert dieser Prozess relativ lange. Daher benötigt man bei der Verarbeitung von Kalkputz eine zusätzliche Quelle an Kohlendioxid. Dazu wird ein Koksbecken verwendet. Diese Koksbecken gibt es sicherlich kaum noch. Aber die gleichen Aufgaben kann ein Feuerkorb übernehmen. Es gibt recht unterschiedliche Ausführungen, dabei ist so ein Feuerkorb gar nicht so teuer . Alternativ kann auch ein Propangasstrahler verwendet werden. Beim Verbrennen von Gas entsteht jedoch auch eine größere Menge Wasserdampf. Was auch nicht sehr sinnvoll ist, da ja auch die Baufeuchte abgeführt werden soll. Der Abbindeprozess läuft optimal bei einer geregelten Lüftung und Temperaturen im normalen Bereich ab.
Anschließend oder überhaupt kann der Feuerkorb auch im Garten verwendet werden, zum Verbrennen von kleinen Ästen und anderen trockenen Gartenabfällen. Aber auch auf der Terrasse am kühlen Sommerabend ist so ein Feuerkorb bei einer Partie mit Freunden oder im Familienkreis recht nützlich.

Der Lehmputz

Der Baustoff Lehm ist der ökologischste Baustoff. Er wird aus der Erde gewonnen, meist gleich am Ort verarbeitet und irgendwann wird er wieder ein Bestandteil unserer Erdkruste. Es müssen weder Chemikalien zugegeben werden noch ist eine kostenaufwendige Herstellung des Lehms erforderlich. Seit einigen Jahren ist dieser Baustoff wieder entdeckt worden und es gibt fertigen trockenen Lehm in Tüten. Führende Baustoffhersteller haben diesen Markt neu erschlossen. So gibt es seit 2013 die DIN 18945 (Lehmsteine) , DIN 18946 (Lehmmauermörtel) und die DIN 18947 (Lehmputzmörtel). Wurde der örtliche Lehm mit seinen Qualitätseigenschaften verwendet, so geht das heute nicht mehr. Um die Produktqualitäten während des Produktionsprozesses (Verarbeitung) zu gewährleisten, können nur doch die Baustoffe verwendet werden, die den Anforderungen der DIN entsprechen, also aus der Tüte. Sowohl der Planer als auch der Verarbeiter muss sich wegen der Frage der Haftung daran halten.
Lehm hat einige Nachteile. Das ist die physikalische Erhärtung. Wird der Lehm später wieder nass, so wird der Lehm wieder plastisch. Die Tragfähigkeit ist nicht sehr groß und beim Trocknen entstehen Risse. Lehmputz muss daher immer wieder befeuchtet und ausgerieben werden, solange bis er vollkommen trocken und rissfrei ist. Die Verarbeitung von Lehm ist sehr arbeitsintensiv. In den Ländern, wo die Lohnkosten hoch sind, ist es somit eine relativ teure Bauweise.
Lehm ist gut feuchteregulierend und beinhaltet keine chemischen Bestandteile. Durch diese Eigenschaften wird ein gutes Raumklima erreicht.

Für die Oberfläche werden diffusionsoffene Farben verwendet, wie Kasein, Kalkfarbe oder Silicatfarben.

Älteres Lehmhaus bei Leipzig
Älteres Lehmhaus bei Leipzig

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