Altbausanierung und Energiepolitik

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
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Hohe Luftfeuchte in der Wohnung beim Wäschetrocknen

Erstellt von Peter Rauch am Montag 18. November 2013

Die relative Luftfeuchte in einer Wohnung sollte möglichst niedrig sein. Eine hohe Feuchtigkeit und bei einer Temperatur um und über 20 °C sowie beim Vorhandensein von Nährstoffen bieten gute Voraussetzungen für eine Schimmelpilzbildung . Schimmel ist allgegenwärtig, ist also immer vorhanden. Allerdings sollte die Konzentration in der Luft nicht so sehr ansteigen, da sich das dann auf unsere Gesundheit aus wirken kann. Die Folgen sind Allergien und Atemwegerkrankungen.

Im Sommer liegt in der Raumluft die höchste Schimmelpilzkonzentration vor. Durch die höhere Außentemperatur lässt sich die Luftfeuchte in den Räumen nur an sehr trocken Tagen senken. Im Winter dagegen kann auch bei Regentagen die relative Luftfeuchte in den Innenräumen durch Lüften verringert werden. Dies hängt mit der absoluten Luftfeuchte zusammen, die im Außenbereich bei kalter Luft wesentlich niedriger ist. Kondensiert die Luftfeuchte an einer kühlen Wandoberfläche, so wird dieser poröse Baustoff feucht und an dieser Stelle können sich dann Schimmelpilze bilden. Die Konzentration an Schimmelpilzen in der Raumluft muss deshalb nicht sehr hoch sein, wenn die relative Luftfeuchte bei 50 % oder weniger liegt. Dagegen haben wir im Sommer Luftfeuchten auch in den Innenräumen von über 60 %, sogar an einigen Tagen über 70 %. Bei dieser hohen Luftfeuchte können sich dann die Schimmelpilze im gesamten Raum gut entwickeln. Es ist daher sehr wichtig, dass Feuchtigkeitsquellen im Haushalt über das gesamte Jahr auf ein Minimum reduziert werden.

Entstehung von Wasserdampf in einer Wohnung.

In der folgenden kleinen Übersicht stelle ich Ihnen die Wasserdampfproduktion in einer Wohnung vor. Dieses Wasser muss gleichmäßig von der Innenraumluft aufgenommen werden. Sie können erahnen, dass die relative Luftfeuchte stark ansteigt. Jetzt wo die Gebäude immer dichter werden, ist eine ausreichende Reduzierung durch das Lüften nicht mehr so einfach. Wenn Sie tagsüber arbeiten gehen, ist die Stoßlüftung ohne hin nur zweimal möglich.

  • Beim Trocknen von 4,5 kg Wäsche (eine Waschmaschine) entstehen circa 1-1,5 l Wasserdampf,
  • Zimmerpflanzen produzieren etwa 0,5 bis 1 l pro Tag,
  • Bei einem Wannenbad entsteht etwa 1 l pro Person und
  • während der Schlafphase entsteht circa 1 l pro Person.

Schimmelpilze in der Wohnung durch Wäsche trocknen.

Wie können Sie eine hohe Luftfeuchte vermeiden?

1. Grundsätzlich ist das Trocknen von Wäsche in einer Wohnung wegen der Entstehung der hohen Luftfeuchte nicht sinnvoll. In dem Bild sehen Sie die Folgen der falschen Nutzung. Der Wäscheständer mit Wäsche nicht nicht zu sehen. Diese Mieter hatten die Wäsche grundsätzlich in der Wohnung getrocknet. Die gesamte Wohnung in Erfurt war verschimmelt. Wäsche trocknen in der Wohnung ist ein schwerer Nutzungsfehler. Leider machen das sehr viele Mieter. Wie das in der Praxis aussieht, haben wir in unserer eigenen Ferienwohnung gesehen. Viele Jahre hatten wir diese Wohnung selbst genutzt. Nach zwei Wochen der Vermietung hatten wir durch Zufall den gefliesten Korridorfußboden gesehen. Hier stand das Wasser, als hätte jemand einen Eimer Wasser umgestoßen. Es roch furchtbar. Das war im Juni. Wir haben einen sehr schönen abgeschlossen Hof und einen großen Wäscheboden, wo die Wäsche an der frischen Luft getrocknet werden kann. Der Mieter ist diesen Forderungen nicht und später nur teilweise nachgekommen. Bei dieser hohen Luftfeuchte kommt es nicht nur zur Schimmelpilzbildung und den muffigen Geruch, sondern es wird auch die tragende Holzkonstruktion im Haus gefährdet.

Viele ältere Mehrfamilienhäuser hatten früher einen schönen großen Wäscheboden, der zu einer Dachgeschosswohnung ausgebaut wurde. Ein Ersatz, wie einen Trockenraum, wurde in der Regel nicht geschaffen. Die Höfe sind meistens sehr klein und nur in wenigen Fällen im Sommer für das Wäschetrocknen geeignet. Was nun mit der feuchten Wäsche aus der Waschmaschine machen? Grundsätzlich sollte in der Wohnung das Wäschetrocknen unterbleiben, damit keine erhöhte Luftfeuchte und eine Schimmelbildung entstehen. Hier hilft nur ein Wäschetrockner. Da wir selbst kein Wäschetrockner in unserem Haushalt haben, kann ich schlecht eine Empfehlung für einen bestimmten Typ aussprechen, ob der Wäschetrockner als Kondenstrockner oder Wärmepumpentrockner günstiger ist. Eins weiß ich, die Bekannten, die einen Wäschetrockner nutzen, sind sehr damit zu frieden, da es auch eine zeitliche Entlassung bedeutet. Eine Zeitersparnis, die man für das Wäscheaufhängen benötigt und wenn man berufstätig ist, kann man die Wäsche am Abend ohnehin nicht auf den Wäschetrockenplatz hängen. Für die Entscheidung hilft dann ein Portal, welches die Wäschetrockner genauer unter die Lupe nimmt und bewertet, wie es zum Beispiel www.waeschetrockner-test.net macht. Hier erfahren Sie alle wichtigen Informationen zu den verschiedenen Wäschetrocknern einschließlich zahlreicher Kundenbewertungen.
Noch ein Hinweis. Nicht alle Kleidungsstücke sind für den Wäschetrockner geeignet. Dies erkennt man an den Textilpflegesymbolen in der Kleidung.
Einige Kleidungsstücke könnten durch die Wärme eingehen oder am Aussehen leiden. Diese sind dann an der Luft zu trocknen, was dann auch in der Wohnung möglich ist.

2. Zimmerpflanzen sind ein Stück Natur. Gerade in der Stadtwohnung können ruhig ein paar Pflanzen in der Wohnung sein. Allerdings bei einer Einraumwohnung können mehrere Pflanzer bereits Probleme durch die Entstehung von Feuchtigkeit verursachen. Sie sollten deshalb selbst entscheiden, wie viel Pflanzen sich in der Wohnung befinden. Wenn im Winter die Balkonpflanzen in die Wohnung genommen werden, dann sollten Sie die Luftfeuchte mit einem Hygrometer kontrollieren. Eventuell dann lieber ein paar Pflanzen in den Treppenaufgang (wenn dies möglich ist) oder in den Keller stellen.

3. Hygiene ist wichtig und das Wannenbad sollte nicht eingespart werden. Wobei beim Duschen durchaus noch mehr Wasserdampf entstehen kann. Wichtig ist hierbei, dass Sie die Badtür geschlossen halten. So breitet sich der Wasserdampf nicht in der gesamten Wohnung aus. Die Feuchtigkeit wird durch die Fensterlüftung oder bei fensterlosen Bädern über eine Zwangslüftung abgeführt.

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Vom Profi die Industriehallen sanieren.

Erstellt von Peter Rauch am Samstag 16. November 2013

Ebenso wie Wohngebäude unterliegen Industriehallen einem Alterungsprozess, wo Baustoffe und Konstruktionen erneuert werden müssen. Allerdings gibt es hierbei zum Teil recht große Unterschiede. Das Wohngebäude wird für eine normale Nutzungsdauer von 80 bis 100 Jahre errichtet. Bei Fertigteilhäusern ist diese vorgesehene Nutzungsdauer wesentlich geringer und liegt bei circa 50 Jahren. Das heißt nicht, dass das Gebäude nach dieser Zeit vollkommen kaputt ist. Es muss nur grundlegend saniert werden und den neuen Anforderungen angepasst werden. Bei Industriegebäuden und Industriehallen ist die Nutzungszeit wesentlich geringer und es sind geringere bauphysikalische Forderungen zu erfüllen. Vor 100 Jahren wurden diese Industriehallen vorwiegend aus Ziegel mit einer Klinkerfassade errichtet. Später folgten eine Kombination mit Stahlkonstruktionen und die Stahlskelettbauweise. Je nach der Anforderung der Produktion wurden für die Errichtung der Hallen unterschiedliche konstruktive Ausführungen gewählt.

In den neuen Bundesländern wurden nach der Wende viele Produktionsbetriebe beschlossen. Die Mehrzahl der alten Industriegebäude wurden ersatzlos abgerissen. Andere dagegen werden als Lagerhallen verwendet oder wie zum Beispiel die „GaraGe“ in der Karl-Heine-Straße in Leipzig als Technologiezentrum umgebaut. Sind diese älteren Industriehallen für eine andere Nutzung vorgesehen, so muss eine grundlegende Sanierung der Industriehalle geplant werden. Hierbei ist die gesamte Bausubstanz einschließlich der Statik nach den neuen Anforderungen zu untersuchen. Viele der Stahlträger, geraden an den Verbindungen sind verrostet und müssen erneuert oder verstärkt werden. Aber auch die Veränderung der Nutzung im Inneren der Gebäude ist zu beachten. Meist sind die Decken wegen der Maschinen sehr massiv und haben eine hohe Tragfähigkeit. Sie haben aber auch eine aussteifende Funktion. Werden Wände und Teile der Decken entfernt, so muss dies statisch überprüft werden und bei Bedarf entsprechende bautechnische Lösungen gefunden werden. Mit diesen wenigen Ausführern wird deutlich, dass sich die Sanierung des vorhandenen Wohnungsbestandes von der Sanierung einer Industriehalle bzw. eines Industriegebäudes unterscheidet. In diesem Fall ist es sehr sinnvoll, wenn für so ein Vorhaben eine spezialisierte Firma für die Sanierung von Industriehallen beauftragt wird. Erfolgt eine Umnutzung, wie beim oben genannten Beispiel, so sind neue Sanitäranlagen, eine entsprechende Heizung für die Veranstaltungs- und Seminarräume und eventuell eine lüftungstechnische Anlage einzubauen. Ganz wichtig ist auch die Sanierung und Modernisierung der Fassade. Neben neuen Fenstern ist auch der Wärmeschutz der Fassade den veränderten Anforderungen anzupassen.

Habe früher viele Industriehallen lediglich als Witterungsschutz gedient, so werden heute ganz andere Anforderungen gestellt. Optisch präsentieren sie nicht nur das Unternehmen. Helle, saubere und klimatisierte Hallen sind eine Voraussetzung für die heutige meist voll automatisierte Fertigung. Mit dem Einzug der Mikroelektronik gibt es fast keine Produkte ohne die elektronischen Bauteile. Es werden daher hohe Reinheitsstufen gefordert.
So müssen zum Beispiel, die durch die ehemaligen Maschinen mit Öl getränkten Betondecken fachgerecht saniert werden. Damit die neuen belastbaren Fußbodenbeschichtungen halten oder der belastete Baustoff keinen einen Einfluss auf die Raumluft hat. Auf die Festigkeit des porösen Baustoffs Beton haben diese Stoffe nur einen geringeren Einfluss. Aber es gibt andere chemische Verbindungen, wie zum Beispiel Milchsäure, die den Beton innerhalb kurzer Zeit zerstören. Da bei einer Produktionshalle im Verlauf ihrer Existenz verschiedene Flüssigkeiten und Dämpfe aufgetreten sein können, ist auch hier eine genaue Prüfung erforderlich. Es ist zu prüfen, ob die Bauteile den neuen Anforderungen gerecht werden oder eventuell ausgetauscht bzw. saniert werden müssen.

Gerade hier in Leipzig wurden viele ältere Fabrikhallen bzw. Fabrikgebäude mit Klinkerfassade zu modernen Wohnungen umgebaut. Ursprünglich waren diese Gebäude nicht für Wohnzecke vorgesehen. Auch hier werden hohe Anforderungen an die Sanierung gestellt, um den wohnhygienischen und bauphysikalischen Ansprüchen gerecht zu werden.
Beispiel die Industriegebäude im Hintergrund am Karl-Heine-Kanal/Nonnenstraße in Leipzig.

Umbau von älteren Industriegebäuden in Wohn- und Geschäftsräume.

Es gibt aber auch andere Fälle, wo eine vorhandene Industriehalle saniert und umgebaut werden muss. Das Produktionssortiment hat sich zum Beispiel verändert oder die Produktion wurde erweitert und es sollen bereits vorhandene Industriegebäude genutzt werden. Nur in seltenen Fällen erfüllen diese Gebäude den neuen Anforderungen. Hier muss kalkuliert werden, ob eine Sanierung und Umbau günstiger ist als ein Abriss und ein Neubau. Hiebei kommt es nicht nur auf die Bau- bzw. Sanierungskosten an, sondern auch auf die Zeit, wann die neue Halle fertig ist. In diesem Fall ist eine professionelle technologische Bauablaufplanung erforderlich.

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Sonnenschutz und Energie sparen durch ein Plissee

Erstellt von Peter Rauch am Donnerstag 14. November 2013

Fenster sind ein wichtiger Bestandteil eines Gebäudes. Äußerlich dienen sie als Gestaltungselement. Je nach Anordnung kann das Gebäude optisch vergrößert oder verbreitert werden. Es gibt zahlreiche Fensterformen und Ausführungsarten. Ob aus Holz, Kunststoff oder Metall, sie haben alle in erster Linie die Funktion der Tageslichtbeleuchtung der Räume zu erfüllen. Daneben dienen sie auch des Luftaustausches. Auf diese notwendige Lüftung bin ich bereit in anderen Beiträgen ausführlich eingegangen. Der Schwachpunkt bei einem Wohngebäude sind die Fenster bezogen auf den Wärmeschutz und den Schallschutz. Auf den Streitpunkt, dass das Fensterglas keine Wärmestrahlung von innen nach außen lässt, möchte ich nicht weiter eingehen. Dagegen gelangt die wärmende Sonnenstrahlung von außen in den Innenraum. Man muss in diesem Fall immer die unterschiedlichen physikalischen Kriterien, wie Wärmestrahlung und Wärmeleitung, gegenüberstellen und diese über die gesamte Jahreszeit betrachten. Ältere funktionstüchtige Kastenfenster durch Isolierverglasung auszutauschen, um Energie zu sparen, ist nur Fallweise sinnvoll.

Der Einbau neue Fenster verursacht Kosten und Schmutz. Diese müssen mit den möglichen Energieeinsparungen gegengerechnet werden. Was viele nicht wissen, ein Kastenfenster hat gegenüber einem einfachen Fenster mit Isolierverglasung wesentlich bessere Schallschutzwerte. Die Isolierverglasung lässt weniger wärmende Sonnenstrahlen durch die Scheiben. In der Fachsprache nennt sich dies g-Wert. Je kleiner dieser ist, um so weniger primäre Energie wird gewonnen. Gerade in der Übergangszeit aber auch im Winter lässt sich durch das Fenster zusätzliche Wärmeenergie gewinnen. Wenn die Sonne scheint, dann öffnen wir die inneren Fenster der Kastenfenster und die Raumtemperatur erhöht sich durch diese kostenlose Energie um ca. 2 bis 3 Grad. Die größere Wärmeleitung gegenüber einem Isolierfenster wird durch eine Jalousie oder ein Rollo gerade in der Nacht ausgeglichen. Da unsere inneren Fenster bündig mit der Innenwand sind, kann das äußerst dekorative verspannte Plissees nicht verwendet werden. Die Rollos und Plissees haben aber auch noch andere Funktionen. Sie schützen vor Sonneneinstrahlung gerade im Sommer und sorgen für eine angenehmere Raumtemperatur. Aber auch als Blendschutz sind diese sehr nützlich. Gerade wenn man arbeitet, stört das helle Sonnenlicht. Das verspannte Plissee lässt sich dann so verschieben, dass man sich im Schatten befindet, aber noch so viel Fensterfläche unbedeckt ist, dass ausreichend Tageslicht in den Raum gelangt. Mit einem Rollo ist dies nicht möglich.
durch ein Rolle oder Jalousie kann der Wärmeschutzes verbessert werden. Das Kastenfenster hat einen U-Wert von 2,6 W/m2K. Mit einer Falt-Jalousie aus Gewebe wird ein U-Wert von 1,7 W/m2K und bei einem Rollo aus Gewebe 1,9 W/m2K erreicht. Das ist eine Verbesserung von 35 % bzw. 27 %.

Plissee

Wer in einer Dachwohnung wohnt, wird sehr schnell bei Sonnenschein bemerken, dass sich die Raumtemperatur trotz Isolierverglasung stark erhöht. Besonders kommt dies dann vor, wenn der Raum klein ist und sich die Dachschräge nicht auf der Schattenseite befindet. Haben die Dachflächenfenster keine Außenjalousie, so bieten sich hier verspannte Plissees an. Die Spannschnur kann in der inneren Fensternische befestigt werden. Ist diese nicht sehr tief, so müssen die Schuren am Fensterrahmen befestigt werden, da sich sonst das Dachflächenfenster nicht richtig öffnen lässt. Durch die Schräge lassen sich hier keine Gardinen oder Rollos nicht anbringen. An die Dachschräge lassen sich auch keine Bilder oder andere dekorative Gegenstände anhängen. So können die Plissees bei richtiger Auswahl auch gleichseitig die Funktion eines dekorativen Gestaltungselementes in der Dachwohnung übernehmen.

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Die geeignete Schwimmbadabdeckung

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 6. November 2013

In Deutschland ist die Anzahl der Pools gegenüber den südlichen Regionen Europas etwas weniger, da die warme Jahreszeit etwas kürzer ist. Trotzdem findet man in den Gärten oder Grundstücken relativ viele Pools aller Größen und Formen. Ein Pool bedarf einer regelmäßigen Pflege. Neben den Algen sorgen auch Staub oder Blätter für eine Verunreinigung des Wassers. Je nach Größe und Beanspruchungen sind Filteranlagen erforderlich. Oft merkt man erst nach der Anschaffung den erforderlichen hohen Aufwand. Im Außenbereich verwendet man oft Folien, die auf die Wasserfläche gelegt werden, um den Schmutz vom Wasser fernzuhalten. Dunkle Folien haben sogar den Vorteil, dass sie die Sonnenwärme aufnehmen und so zusätzlich das Wasser im Pool erwärmen. Dadurch kann man auch an kühleren Tagen noch baden bzw. schwimmen. Komfortabler sind die großen Rollen, wo die Abdeckfolien aufgewickelt werden. Hier im Bild im Thermalbad bei Khust in Velyatyn (Ukraine) sieht man horizontal (blau) diese aufgewickelte Abdeckfolie.

Thermalbad in Velytyn

Das gleiche System findet auch im Thermalbad in Bad Klosterlausnitz im Freibecken mit der Sohle Anwendung. Stammt das heilende Mineralwasser mit einer Temperatur von 36 °C in Velyatyn aus der Natur, so muss diese in Bad Klosterlausnitz aufbereitet werden. Und bei den extrem steigenden Energiekosten in Deutschland solle man doch auf einen wirtschaftlichen Umgang mit dem warmen Wasser achten.

Vor vielen Jahren hatten wir ein Einfamilienhaus beim Umbau projektseitig begleitet. Der Eigentümer, Physiklehrer an einer Hochschule, hatte schon damals viel Solarwärme genutzt. So hatte er für seinen kleinen Pool lediglich ein kleines schwarzes Metallfass auf das Schuppendach gesetzt. Das hatte bereits ausgereicht, dass das Wasser um 2-3 °C wärmer wurde. Die Wasserfläche wurde mit einer Folie abgedeckt.

Nachfolge Konstruktion hatte ich dieses Jahr bei einer Radtour entlang der Mulde in der Nähe von Bad Düben gesehen. Bei der Benutzung des Pools wird das Dach nach der Seite geklappt. So eine Konstruktion muss natürlich leicht sein.

Schwimmbeckenabdeckung

Schwerere Konstruktionen der Dachüberdeckung sind recht massiv. Zum Beispiel unser ehemaliges Schwimmstadion in Leipzig hatte ein fahrbares Dach. Das Schwimmtraining gerade im Sommer unter freien Himmel hatte spaß gemacht. Im Winter wurde dann das Dach über die Wasserfläche gezogen. Der Sanierungsaufwand der Schwimmbecken und des Bades war zu aufwendig und das Leipziger Schwimmstadion ist Geschichte.

Für den kleinen Pool im Grundstück oder bei einer kleinen Hotelanlage bietet sich ein Dach an, welches angehoben werden kann. Am Beckenrand befinden sich kleine Säulen und die leichte Schwimmbeckenabdeckung wird nach oben angehoben. Es ist lichtdurchlässig und so kann laut Hersteller circa 90 % der Sonnenenergie durch die Abdeckung dringen. Ich denke es funktioniert ähnlich wie bei einem Gewächshaus. Damit lässt sich bei gutem Standort die Wassertemperatur anheben und der Pool kann wesentlich länge genutzt werden. Es bietet auch einen Witterungsschutz. Auch vor Sonneneinstrahlung wird der Kopf geschützt. Auch im Wasser, vor allem im Sohlebad sollte man eine Kopfbedeckung tragen, siehe Ukraine im oberen Bild. In Deutschland schützt man seinen Kopf dagegen nicht vor der UV-Strahlung. Diese Abdeckung, welche auch eine gewisse Tragfähigkeit (spielende Kinder oder Kleintiere) aufweist, schützt das Wasser vor Verschmutzung.

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Gerüche gezielt bekämpfen mit Raumspray

Erstellt von Peter Rauch am Dienstag 22. Oktober 2013

Wer in einem älteren Gebäude wohnt und modrigen, muffligen Geruch bemerkt, sollte handeln. Die nächsten Tage sollte man darauf achten, ob man den Geruch noch immer wahrnimmt, und versuchen, ihn zu lokalisieren. Kommt er zum Beispiel aus dem Waschbecken, könnten größere Ablagerungen in den Rohren ursächlich sein. Mit Rohrreiniger behandeln und ab und zu ein kritisches Auge darauf haben, reicht in diesem Fall meist aus – so entgeht man dank feinen Riechers einem verstopften Abwassersystem! Bei Modergeruch, insbesondere, wenn er in mehreren Räumen auftritt, sollten alle Wände und Winkel auf sichtbare Schimmelflecken abgesucht werden. Wird nichts gefunden, können eine Luftsporenuntersuchung oder ein Schimmelspürhund hilfreich sein. Ein solcher Einsatz kostet mehrere Hundert Euro, kann allerdings bleibende Folgeschäden durch Schimmelpilzbelastung, wie Husten, chronische Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und Allergien, verhindern.

Das Haus ist frisch saniert, die Möbel stehen in altem Glanz, aber irgendetwas ist anders: Der Geruch. Es dauert, bis die fremden und schlechten Gerüche von Bauschutt und -materialien, Staub und Kalk verschwunden sind. Dabei hat man es gerade geschafft, alles ist schön hergerichtet und wartet darauf, Erholung und Entspannung zu schenken. In diesem Fall kann ein gutes Raumspray die Rettung sein . Ein paar Sprüher aus der Flasche, und die Räume sind wieder einladend und heimelig. Der Vorteil gegenüber einer dauerhaften Beduftung, die im ersten Moment angebracht scheint, ist, dass man die Entwicklung des schlechten Geruchs gut nachvollziehen kann. Hat er sich nach einigen Wochen immer noch nicht gelegt, deutet das auf Pfusch hin. Entweder wurden schlechte oder alte Materialien verwendet, die gefährlich ausgasen. Die Chemikalien, die so in die Raumluft gelangen, sind in einigen Fällen gesundheitsschädlich. Darum sollte bei solcher Sachlage ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Es kann aber auch sein, dass die Produkte gut sind, aber unsachgemäß mit anderen Bauprodukten oder Bauchemikalien vermischt wurden. Durch chemische Reaktion können dann schädliche Verbindungen entstehen.

Ist der üble Geruch nach Wochen noch unvermindert stark, sollte zuerst gründlich gelüftet werden. Danach ist die Spürnase gefragt: Wo im Raum kann man den Geruch zuerst wieder wahrnehmen? Gehen Sie dem Mief schnell nach, denn schon nach kurzer Zeit hat sich der Geruchssinn daran gewöhnt und kann keine genauen Stärkeunterschiede mehr vernehmen. Wenn Sie den Fachmann einschalten, ist es gut, wenn Sie den Bereich eingrenzen können, in dem nach dem Ursprung des Übels gesucht werden muss.

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Fertiggaragen als preiswerte Alternative

Erstellt von Peter Rauch am Dienstag 15. Oktober 2013

Eine Garage dient oft nicht nur als Unterstellmöglichkeit für das Auto oder das Motorrad. Es wird auch als kleine Werkstatt genutzt oder dient als Lagermöglichkeit für das Auto, wie zum Beispiel für die Kofferbrücke, den Fahrradständer oder für die Winterräder. Eine Garage erfüllt somit oft mehrere nützliche Funktionen. Alles, was bei einer gemeinschaftlich genutzten Tiefgarage nicht möglich ist. Hier kann wirklich nur das Auto abgestellt werden. Ich persönlich finde die Garage direkt im Haus sehr praktisch. Man kann direkt von der Wohnung dort hinlaufen, was gerade im Winter oder bei starkem Regen von Vorteil ist. Aber leider ist das von der Projektseite nicht überall möglich, und wenn das Haus bereits steht, kann dann nur auf dem Grundstück an einer passenden Stelle eine Garage gebaut werden. In unserer Nachbarschaft wurden vor ein paar Jahren neue Stadthäuser errichtet. Sicherlich aus Kostengründen wurden zwischen diese Häuser lediglich Carports errichtet. Gut, wenn man jeden Tag mit dem Auto fährt, und das Auto die meiste Zeit irgendwo auf der Straße steht, dann reicht diese Unterstellmöglichkeit auch aus. Ob die Schreiben im Winter vollständig eisfrei bleiben, weiß ich nicht. Bei ungünstiger Lage und je nach Ausführung können einzelne Scheiben am Auto schon gefrieren. Auf jedem Fall wird es im Auto richtig kalt, da das leichte Dach und eventuell eine Seitenwand nur wenig Wärmeschutz bietet. Das neue teure Auto möchte man auch nicht so offen in der Nacht ungeschützt abstellen. Es gibt zahlreiche Gründe, die für eine Garage sprechen, aber auch einige, wo dies nicht unbedingt notwendig ist. Ich selbst lege viel Wert auf eine eigene Garage. Es gibt verschiedene Bauausführungen. Wenn, dann sollte es schon eine massive Ausführung sein. Gegenwärtig sind Fertiggaragen als preiswerte Alternative gegenüber einer gemauerten Garage im Trend. Durch kurze Planungs- und Errichtungszeiten sowie der geringen Arbeitszeit bei der Herstellung der vorgefertigten Elemente aus Beton können bis zu 50 % der Herstellungskosten gespart werden. Je nach Grundstückslage kann durch das Aufstellen dieser kleinen Gebäude auch der Schallschutz zur nahen Straße verbessern werden. Sie können aber auch als Sichtschutz dienen. Eventuell lässt sich diese Betongarage auch anders in das Grundstück integrieren, zum Beispiel als zusätzliche Terrasse. Vorher sollte aber mit dem Hersteller diese mögliche Nutzungsmöglichkeit geklärt werden, da eine höhere Verkehrslast erforderlich ist. Es gibt vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, die vorher genau durchdacht werden sollten. Steht die Fertiggarage einmal, dann kann sie schlecht versetzt werden.

Bei unserem Nachbargrundstück sollen auch diese Fertiggaragen aufgestellt werden. Diese werden recht weit in das Grundstück aufgestellt, damit auf dem Grundstück (Einfahrt) auch der Zweitwagen stehen kann. Auch wenn man heute nur ein Fahrzeug hat, sollte man an eine solche spätere Notwendigkeit denken.

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Die passenden Wunschmöbel finden.

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 9. Oktober 2013

In dem vorhergehenden Artikel habe ich zum Wohnungsumzug geschrieben. Meistens nutzt man diese Situation auch gleichzeitig, sich von dem älteren Möbel zu trennen. Einmal, weil die alten Möbel nicht immer in die Raumgeometrie der neuen Wohnung passen und anderseits sich die Anforderungen an die Qualität der Möbel auch ändern. Hat sich Familiennachwuchs eingestellt, dann sind standsichere Möbel gefragt. War man bisher Single, dann wurde in der Regel etwas weniger Platz benötigt und es wurde nur der Geschmack einer Person berücksichtigt. Wohnt man dann in der neuen Wohnung zu zweit, dann ergeben sich ganz andere Vorstellungen und Ansprüche. So zum Beispiel an die Schlafzimmermöbel, wie sie auf Wunschmoebel24.de gefunden werden können. Gerade an die Betten sind hohe Ansprüche zu stellen. Es ist sehr wichtig, dass man gesund und ausreichend schläft. Dazu muss aber auch der Schlafraum ausreichend groß und möglichst nicht kleiner als 50 m3 sein. Bei zu kleinen Räumen steigt die Luftfeuchte während der Nachtruhe zu stark an. Aber auch durch riesige Schränke im Zimmer wird das Raumvolumen entscheidend verringert. Je dicht die Fenster sind, so öfter müssen neben der Feuchte auch die Luftschadstoffe hinausgelüftet werden. Bei der Wahl der neuen Wohnung sollte man auch darauf achten, dass nicht das kleinste Zimmer als Schlafzimmer gewählt wird. Nicht in jedem Fall kann das Fenster auch während der Nachtruhe geöffnet werden, wenn es stark regnet oder der Straßenlärm stört.

Atraktives Wohnzimmer

Auch ändern sich die Ansprüche an die Raumausstattung. Hatte man früher nur wenige Möbel in der „Guten Stube“, so wurde die Kredenz durch eine große wuchtige Schrankwand abgelöst. Heute dagegen werden die Räume mit kleineren stilvollen Schrankelementen, wie zum Beispiel hier die Wohnwand Kansas, passend zu den anderen Möbeln und Einrichtungsgegenständen aufgestellt. Dieser Einrichtungsstil schafft Räume und die vorhandenen Zimmer wirken größer. Die Möbel müssen aber auch in die Zimmer passen. Grundsätzlich sind keine Möbel an Außenwände aufzustellen, wenn, dann möglichst nur kleinere und diese sollten auf Füße stehen. Ein Problem, welches bei Einfamilienhäusern nicht immer zu erfüllen ist. Vielfach konnte ich feststellen, dass es trotz Thermohaut an diesen Wandoberflächen über dem Fußboden hinter den Möbeln zu Schimmelproblemen kam. Die genauen Ursachen werden in den anderen Beiträgen auf diese Webseite geklärt.

Harmoniert man die neuen Möbel noch mit der entsprechenden Farbgestaltung der Wände und Dekorationselemente, zum Beispiele nach der Lehre von Feng-Shui, so können sehr schöne Effekte erzielt werden. Diese wirken sich zusätzlich auch auf die Entspannung und Gesundheit aus. Sie sehen, bei der Auswahl der neuen Wunschmöbel ist nicht nur das Möbelstück, sondern auch die Raumgeometrie zu beachten. Mit der Wohnungseinrichtung kann man seine Persönlichkeit präsentieren.

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Stress freie in eine neue Wohnung umziehen

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 9. Oktober 2013

Früher blieb man viele Jahre am gleichen Wohnort wohnen. Heute dagegen wechselt man viel schneller die Wohnung. Einmal, weil sich die Familiensituation verändert hat oder man hat nach langem Suchen endlich die Traumwohnung gefunden. Es gibt aber auch andere Situationen, wo man sich eine neue Wohnung suchen muss. Um einen ordentlichen Job zu bekommen, muss man flexibel sein. Oft sind dann lange Arbeitswege in Kauf zu nehmen oder man wohnt in einer Zeitwohnung, in einem privaten Zimmer oder im ungünstigen Fall in einem Wohnheim. Kurzzeitig ist dies möglich, aber über längere Zeit gehen die langen Fahrten von der Wohnung zur Arbeit auf die Gesundheit. An dieser Stelle sollten Sie sich die Frage stellen, was ist wichtiger, die eigene Gesundheit oder der gut bezahlte Job. Nun gibt aber nicht überall eine gleichwertige Arbeit, auch wenn sie etwas niedriger bezahlt wird. Eine weitere Lösung ist der Umzug in eine neue Wohnung in der Nähe der neuen Arbeit. Bereits hier beginnt ein schwieriger Prozess der Findung einer geeigneten Wohnung.

Schlüsselübergabe der neuen Wohnung

Hat man eine geeignete Wohnung gefunden, dann beginnt die Überlegung zum Umzug. Wohnt man nicht gerade in einer entlegenen Seitenstraße, dann ist die Straße in der Regel zugeparkt. Wie nun das eigene Fahrzeug bzw. Den Umzugswagen abstellen, ohne dass man mit dem Hausrat und die vielen Pakete viele Meter weit tragen muss? Früher, wo noch weniger Autos am Straßenrand standen, konnte man einfach eine provisorische Absperrung aufstellen und ein kleines Schildchen anhängen „Umzug, bitte frei halten“. Es gibt aber Nachbarn oder andere Personen, die keine Rücksicht nehmen und trotzdem ihr Auto in diese markierte Fläche abstellen. Der Umzug ist geplant! Was machen Sie dann? Fällt auch noch eine ältere Person über die eilig angebrachte Wäscheleine, welche die Fläche am Straßenrand markieren soll, kommt man sogar noch in die Haftung.
www.platzda.de bietet einen Service an, wo für den Umzugstag eine Halteverbotszone für das Umzugsfahrzeug eingerichtet wird. Nun könnte man dies auch selber machen, aber bei einem Umzug sind so viele wichtige Dinge zu beachten und ein hoher organisatorischer Aufwand steht an. Jeder Service, denn man nutzen kann, wie zum Beispiel das Auto online zulassen bzw. Ummelden, entlastet entscheidend. Innerhalb von einer kurzen Frist muss man viele wichtige Angelegenheiten ummelden und klären, wie Versicherungen, Einwohnermeldeamt, Finanzamt, Energieanbieter und vieles mehr. Aber auch der bisherige Internetanbieter steht nicht überall mit der gleichen Leistung zur Verfügung. Es kann trotz Zusicherung auf einmal die E-Mail-Adresse nicht mehr erreicht werden, wie es einem Bekannten von mir ergeht. Wer dann arbeitsmäßig vom Internet abhängig ist, hat dann zusätzlichen Stress. In einem anderen Beitrag hatte ich bereits geschrieben, was man alles noch bei einem erfolgreichen Umzug beachten sollte.

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Die Arbeitsweise der Hausverwaltung

Erstellt von Peter Rauch am Sonntag 6. Oktober 2013

Die Hausverwaltung wird immer aus zwei verschiedenen Positionen betrachtet. Einmal aus der Sicht des Mieters und einmal aus der Sicht des Eigentümers. Die Verwaltung ist ein Vermittler zwischen zwei unterschiedlichen Interessen. Wie gut dies funktioniert hängt von der Qualität der Arbeit und der Qualifizierung der Hausverwaltung ab. Durch meine Arbeit habe ich oft mit diesen Dienstleistern zu tun. Dabei konnte ich feststellen, dass bei höherer Qualifizierung der Geschäftsleitung in der Regel auch recht gute Verwaltungsarbeit verrichtet wurde. Aber es gibt auch eine Reihe von Hausmeisterdiensten, die gleichzeitig auch eine Verwaltung der Immobilien anbieten. Hier konnte ich oft Probleme feststellen. Sie waren fachlich überfordert.

Ansicht eines Mehrfamilienhauses, welches verwaltet wird.

Gerade in der Zeit, wo der Euro kriselt, ist der Vermögensaufbau und die Vermögenssicherung mit Sachanlagen sehr wichtig. Metalle sind zwar ganz gut aber unterliegen stark den Kursschwankungen. Waren die Goldpreise im letzten Jahr bis zum Frühjahr stark angestiegen, so befinden sich seit dieser Zeit in Talfahrt. Dagegen entwickelte sich der Immobilienpreis kontinuierlich nach oben. Besonders gute Entwicklungstrends konnten in den Ballungsgebieten festgestellt werden. Im ländlichen Bereich dagegen sind je nach Standort Preisverfalle zu beobachten. Im ländlichen Bereich sind mehrheitlich kleiner Gebäude vorhanden, die nur in seltenen Fällen verwaltet werden.

Der Hausverwaltung kommt eine besondere Rolle zu. Sie muss sorgsam mit dem zu verwaltenden Vermögen umgehen. Je größer der Immobilienumfang ist, so wichtiger sind die fachlichen und die qualitätsgerechten Anforderungen an die Mitarbeiter der Verwaltung. Eine der wichtigsten Aufgaben ist die korrekte Abrechnung der Mieteinnahmen, Hauskosten und der zahlreichen Einzelpositionen der Betriebskosten. Ohne eine geeignete Software für die Immobilienverwaltung ist dies bei dem heutigen Umfang an Einzelberechnungen aus zeitlichen Gründen nicht mehr denkbar. Ich selbst hatte versucht eine Abrechnung unserer Hausverwaltung zu prüfen, da durch den Mieterwechsel eine für mich nicht nachvollziehbare Differenz auftrat. Ich hatte mehrere Stunden versucht, einen Fehler zu finden. Die Berechnung war korrekt. Ich hatte nur die Begriffe und die Aufstellung der Positionen nicht verstanden. Die Mitarbeiterin hatte mir das auch nicht richtig erklären können. Hätten die Positionen eine allgemein übliche Formulierung gehabt, dann hätte es mir und auch der Hausverwaltung viel Zeit gespart. Die Berechnungen waren ja in Ordnung.

Eine gute Software muss auch eine gute logische Auswertung ermöglichen. Damit lassen sich ökonomisch sinnvolle Entscheidungen treffen. Bei einer Immobilie fallen ständig Instandhaltungskosten an. Können diese sinnvoll geplant werden, so kann die Rückstellungsrate verringert werden. Was für den Eigentümer sehr sinnvoll ist. In vielen Fällen ist ein Immobilienkredit zu bedienen und damit könnte zum Beispiel die Tilgungsrate erhöht werden. Oder was für den Mieter sinnvoll ist, die Wohnungsmiete muss nicht wegen steigender Kosten erhöht werden. Wir selbst und das habe ich auch während meiner Sachverständigenarbeit festgestellt, ist für viele Eigentümer das Verhältnis zu den Mietern sehr wichtig. Leider wird dieses Verhältnis durch Mietnomaden und anderen Mietern, die auf irgendeine Art und Weise Mietzins sparen wollen, getrübt. Es kommen aber auch berechtigte Probleme hinzu, wie die Baufeuchte nach der Sanierung, die in den ersten Jahren zu Feuchteproblemen führen können. Konstruktive Probleme, Nutzungsverhalten usw. In zahlreichen Beispielen habe ich hierzu in den Artikeln auf meiner Webseite geschrieben. Gerade hier unterscheidet sich die Arbeit der Hausverwaltungen. Ein guter Mieter bringt langfristig einen Mietzins. Verärgert man diesen, so gibt es Spannungen und Probleme. An dieser Stelle muss sich dann auch der Eigentümer persönlich darum kümmern. Die Verwaltung verwaltet, ist aber nicht der Eigentümer.

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Ab wann lohnt sich die Vermietung der Hauswand als Werbefläche?

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 2. Oktober 2013

Möglichkeiten für Hauseigentümer, mehr oder weniger hohe Zusatzeinnahmen zu erzielen, gibt es viele. Im Grunde suchen Werbeagenturen, Vermittler und dergleichen nach ausreichend großen Werbeflächen mit einer hohen Resonanzwirkung der vorbeilaufenden Passanten, was entsprechend auch honoriert wird. Für Eigentümer stellt sich jedoch die Frage, welche Nachteile und Vorteile die Sache mit sich bringt, vor allem was die Erträge hieraus anbelangt.

Wir werden in diesem Beitrag versuchen, die Grundsätze zu erläutern und Ihnen praktische Anhaltspunkte sowie Hinweise zu geben.

Die notwendigen Grundlagen

Haben Sie schon einmal beobachtet, an welchen Häuserfassaden tatsächlich Werbemittel angebracht waren? Sie werden feststellen, dass Sie als Passant unweigerlich darauf sehen und jetzt in der Lage sind, das Werbemittel näher zu beschreiben beziehungsweise die Position der Fassadenwerbung hier zu begründen. Vornehmlich von Interesse sind Häuserfassaden an Kreuzungen, Ampeln sowie Bahnstrecken. An Orten also, wo zwangsläufig ein großer Strom von Passanten entlangläuft und gar keine andere Möglichkeit hat, als dieses Werbemittel zu betrachten. Dabei spielt auch die Art und Weise, wie das Werbemittel tatsächlich eingebracht wird, eine zunehmend zentrale Rolle bei der Ertragskraft dieser Fassadenwerbung.

Aktuell werden vor allem Spannrahmen eingesetzt, gerade bei Häusern mit einer Holzfassade oder Werbemitteln in Vorgärten und derlei. Sie bestehen aus Aluminium und passenden Eckverbindern, einer Wandhalterung und Banner-Halterungen sowie können einzig und allein auf Basis einer Innenkupplung befestigt werden. Für den richtigen Effekt auch am Abend sorgt ein LED-Lichtkastenprofil, welcher sehr intensive Farben wiedergibt und aufgrund des mittels Sublimationsdruckverfahrens hergestellten Werbemittels äußerst witterungsbeständig ist und Verschmutzungen präzise fernhält. Die Wirksamkeit einer solchen Werbemaßnahme hängt also nicht allein von der Werbebotschaft selbst ab, sondern kann gerade in direktem Verhältnis zur Qualität des Rahmens gesetzt werden.

Wege zur Vermietung der Fassade

Um in den Genuss dieser Zusatzeinnahme zu kommen, müssen Sie zunächst den Kontakt mit Vermittlern suchen. Hier empfiehlt sich eine Annonce in der Tageszeitung ebenso wie in einschlägigen Internetportalen, die von Werbefachleuten der Versicherungen oder anderer Unternehmen beachtet werden. Private Hausfassade haben aus Sicht des Unternehmens nämlich den Vorteil, dass sie relativ flexibel nutzbar sind und deshalb für kurzfristige Kampagnen genutzt werden können. Die Annahme, dass hier stets der höchste Preis erzielt werden kann, ist jedoch in der Praxis nicht festzustellen. Viel eher gilt es, mehrere Angebote miteinander zu vergleichen und die hinsichtlich der Mietdauer und der Gestalt der Werbekampagne besten Angebote wahrzunehmen und im Anschluss daran einen Werbe-Mietvertrag zu schließen.

Haben Sie den Vorgarten der Fassade zudem entsprechend gestaltet, so kann bei Baumärkten, Holzhändlern oder vergleichbaren Unternehmen ein höherer Preis erzielt werden, da solche Kampagnen naturgemäß besser laufen als an vielbefahrenen Straßen oder Verkehrsknotenpunkten. Grundvoraussetzung ist jedoch zumeist eine Freifläche von mindestens drei mal vier Metern, eine Mindesthöhe von zwei Metern sowie eine freie Sicht auf den Gehweg oder die Anliegerstraße. In der Regel verfahren die meisten Unternehmen so, dass die Plakatwand oder die Werbeoberfläche zur Verfügung gestellt werden und dann über die Mietdauer in Abzug gebracht werden. Eine Wartung oder Reinigung ist vom Unternehmen selbst durchzuführen, ebenso wie die spätere Montage und Entsorgung beziehungsweise Wiederverwertung.

In der Branche relativ üblich sind Verträge über fünf beziehungsweise zehn Jahre, um sich möglichst lange daran zu binden. Unternehmen wählen diese Laufzeiten deshalb, weil sie so die Möglichkeit für schnelle Kampagnenwechsel bekommen und die Werbefassade eine gewisse Assoziation mit dem werbenden Unternehmen erhält. Hier lohnt es sich dann, etwas hartnäckiger in die Verhandlung einzusteigen und einen Preis zu vereinbaren, der möglichst oberhalb von 500 Euro netto liegt. Zuvor sollte jedoch das Tiefbauamt angefragt werden, um etwaige Nutzungen dieser Art möglich zu machen – in manchen Fällen nämlich sind bestimmte Wohngebiete von derlei Werbemaßnahmen ausgenommen, die Prüfung übernimmt in der Regel jedoch nicht der Vermittler oder die Agentur.

Einnahmen hieraus steuerpflichtig

Die Vermietung von Werbeflächen an Häusern wurde vom Bundesfinanzhof bereits im Jahre 1957 geregelt. (Urteil vom 23. Oktober 1957, V 153/55 U, BStBI III 1957, 457) Demnach wird die Überlassung einer Werbefläche als sonstige steuerpflichtige Leistung angesehen, wenn das Haus ansonsten nicht gewerblich genutzt wird und das bebaute Gebäude nicht dem Unternehmen des Hauseigentümers zugeordnet werden kann. Im Übrigen ist zu prüfen, welche Versicherungen notwendig sind und demnach, welche Zusatzkosten dem werbenden Unternehmen aufgeschlagen werden können. Als Eigentümer haften Sie nämlich grundsätzlich für alle Schäden, die von Ihrem Haus ausgehen.

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