Altbausanierung und Energiepolitik

Die geeignete Schwimmbadabdeckung

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 6. November 2013

In Deutschland ist die Anzahl der Pools gegenüber den südlichen Regionen Europas etwas weniger, da die warme Jahreszeit etwas kürzer ist. Trotzdem findet man in den Gärten oder Grundstücken relativ viele Pools aller Größen und Formen. Ein Pool bedarf einer regelmäßigen Pflege. Neben den Algen sorgen auch Staub oder Blätter für eine Verunreinigung des Wassers. Je nach Größe und Beanspruchungen sind Filteranlagen erforderlich. Oft merkt man erst nach der Anschaffung den erforderlichen hohen Aufwand. Im Außenbereich verwendet man oft Folien, die auf die Wasserfläche gelegt werden, um den Schmutz vom Wasser fernzuhalten. Dunkle Folien haben sogar den Vorteil, dass sie die Sonnenwärme aufnehmen und so zusätzlich das Wasser im Pool erwärmen. Dadurch kann man auch an kühleren Tagen noch baden bzw. schwimmen. Komfortabler sind die großen Rollen, wo die Abdeckfolien aufgewickelt werden. Hier im Bild im Thermalbad bei Khust in Velyatyn (Ukraine) sieht man horizontal (blau) diese aufgewickelte Abdeckfolie.

Thermalbad in Velytyn

Das gleiche System findet auch im Thermalbad in Bad Klosterlausnitz im Freibecken mit der Sohle Anwendung. Stammt das heilende Mineralwasser mit einer Temperatur von 36 °C in Velyatyn aus der Natur, so muss diese in Bad Klosterlausnitz aufbereitet werden. Und bei den extrem steigenden Energiekosten in Deutschland solle man doch auf einen wirtschaftlichen Umgang mit dem warmen Wasser achten.

Vor vielen Jahren hatten wir ein Einfamilienhaus beim Umbau projektseitig begleitet. Der Eigentümer, Physiklehrer an einer Hochschule, hatte schon damals viel Solarwärme genutzt. So hatte er für seinen kleinen Pool lediglich ein kleines schwarzes Metallfass auf das Schuppendach gesetzt. Das hatte bereits ausgereicht, dass das Wasser um 2-3 °C wärmer wurde. Die Wasserfläche wurde mit einer Folie abgedeckt.

Nachfolge Konstruktion hatte ich dieses Jahr bei einer Radtour entlang der Mulde in der Nähe von Bad Düben gesehen. Bei der Benutzung des Pools wird das Dach nach der Seite geklappt. So eine Konstruktion muss natürlich leicht sein.

Schwimmbeckenabdeckung

Schwerere Konstruktionen der Dachüberdeckung sind recht massiv. Zum Beispiel unser ehemaliges Schwimmstadion in Leipzig hatte ein fahrbares Dach. Das Schwimmtraining gerade im Sommer unter freien Himmel hatte spaß gemacht. Im Winter wurde dann das Dach über die Wasserfläche gezogen. Der Sanierungsaufwand der Schwimmbecken und des Bades war zu aufwendig und das Leipziger Schwimmstadion ist Geschichte.

Für den kleinen Pool im Grundstück oder bei einer kleinen Hotelanlage bietet sich ein Dach an, welches angehoben werden kann. Am Beckenrand befinden sich kleine Säulen und die leichte Schwimmbeckenabdeckung wird nach oben angehoben. Es ist lichtdurchlässig und so kann laut Hersteller circa 90 % der Sonnenenergie durch die Abdeckung dringen. Ich denke es funktioniert ähnlich wie bei einem Gewächshaus. Damit lässt sich bei gutem Standort die Wassertemperatur anheben und der Pool kann wesentlich länge genutzt werden. Es bietet auch einen Witterungsschutz. Auch vor Sonneneinstrahlung wird der Kopf geschützt. Auch im Wasser, vor allem im Sohlebad sollte man eine Kopfbedeckung tragen, siehe Ukraine im oberen Bild. In Deutschland schützt man seinen Kopf dagegen nicht vor der UV-Strahlung. Diese Abdeckung, welche auch eine gewisse Tragfähigkeit (spielende Kinder oder Kleintiere) aufweist, schützt das Wasser vor Verschmutzung.

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