Magazin für gesundes Wohnen und Bauen

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Autor: Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.

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Sicherheit für Heim und Hof

Erstellt von Peter Rauch am Freitag 15. Dezember 2017

Wie wichtig die Sicherheit für den eigenen Besitz geworden ist, zeigt die parlamentarische Anfrage an die Bundesregierung, wo die Generalbundesanwaltschaft bis zum 24. November 2017 1.119 Ermittlungsverfahren wegen Verdacht auf terroristische Aktivitäten eingeleitet hat. Nun wird das Eigenheim nicht mittelbar dadurch bedroht. Aber es zeigt unter Berücksichtigung des Verhältnisses, mit welchem Umfang strafbare Handlungen, also auch Wohnungs- und Hauseinbrüche, gerade in den letzten Jahren zugenommen haben. Für die Sicherheit des Zuhause muss heute viel mehr unternommen werden.

Die Sicherheit der Wohnung und des eigenen Hauses wird nicht allein durch technische Einrichtungen erhöht, wie Alarmanlagen, Schließanlagen, Videoüberwachung, Zugangskontrolle usw., wie sie zum Beispiel durch die spezialisierte Firma für Sicherheitstechnik angeboten werden, sondern ist auch sehr vom Sicherheitsbewusstsein der Bewohner abhängig.

Ich denke, die meisten Einbrüche werden durch die ungebetenen Gäste vorher geplant. Sie beobachten das Objekt und nutzen die Abwesenheit der Bewohner für den Einbruch. Es ist daher auch während der Abwesenheit vom Bewohner eine Anwesenheit vorzutäuschen. Ist es möglich, dann sollte man nicht immer zur gleichen Zeit das Haus verlassen, z. B. pünktlich jeden Donnerstag von 17.00 bis 20.00 Uhr einkaufen, also nicht immer zur gleichen Zeit das Haus verlassen. (Wenn man jeden Morgen auf Arbeit geht, dann geht es natürlich nicht.) Aber bereits übervolle Briefkästen zeigen eine Abwesenheit.

Während des Urlaubs sollte der Nachbar oder ein Bekannter tagsüber einmal das Fenster zum Lüften öffnen, was auch gleich für das Raumklima sehr nützlich ist. Es gibt also viele Möglichkeiten, die nach außen zeigen, das Zuhause ist nicht unbewohnt. Nicht ganz zu vernachlässigen sind auch Partys und Feste mit vielen Gästen und Freunden. Nun sollte man diese nicht unbedingt verdächtigen, aber sie sehen alles, was sich in der Wohnung oder im Haus befindet. Bewusst oder unbewusst erzählen diese von der Party an andere Leute weiter und natürlich auch was sie gesehen haben. Ein teurer Laptop oder andere gut verwertbare Gegenstände sollten, wenn Gäste da sind, nicht unbedingt sichtbar herumstehen.

Es gibt zahlreiche Tipps, wie man etwas versteckt. Besser ist, die ungebetenen Gäste erst gar nicht in das Haus zu lassen. Dazu dienen Abschreckungsmaßnahmen, wie Alarmanlagen, Bewegungsmelder u. a. Ein Zaun, welcher leicht überklettert werden kann, ist auch keine Lösung. Solche Mauern, wie in Tunesien, in dem Glasscherben oben auf die Mauer einbetoniert werden, sind hier nicht zulässig eventuell sogar verboten. Das gilt auch für den Stacheldraht. Aber man kann oberhalb des Zauns noch ein oder zwei dünne einfache Drähte spannen. Das Übersteigen wird so erheblich erschwert.

Mauer mit Stacheldraht und Glasscherben
So etwas ist in Deutschland nicht zulässig.

An unübersichtlichen Stellen könnten Brombeerbüsche oder andere sehr dichte und stachlige Büsche wachsen. Probieren Sie einfach selbst einmal aus, an welcher Stelle Sie schnell und ungehindert auf das Grundstück und in das Haus kommen. Dazu gehören auch kleine Kellerfenster. Einige Diebe sind so geschickt, dass sie selbst durch die kleinsten Öffnungen kommen. Bei einem Nachbargrundstück haben die Diebe die Dachpfannen aufgenommen und sind über das Dach in das Gebäude gelangt. Also kein Fenster und auch keine Tür geöffnet.

Wir selbst versuchen unser eigenes Grundstück, durch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen und Alarmanlagen zu schützen. Natürlich können wir an dieser Stelle diese verschiedenen Kombinationen nicht verraten. Wir hatten aber auch ein Denkfehler begangen. Wir hatten schön sichtbar eine Attrappe an die Außenwand angebracht, welche optisch zur Abschreckung dienen sollte. Diese war nicht weit genug oben. Der ungebetene Gast hatte diese mit einem Stock erreichen können und hat diese abgeschlagen. Unabhängig davon hatten wir trotzdem gewusst, wer auf dem Grundstück war. Es ist also sinnvoll eine Kombination verschiedener Sicherungsmaßnahmen zu planen und sich nicht nur auf eine Sicherungsmaßnahme zu verlassen.

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