Magazin gesundes Bauen und Wohnen

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Autor: Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.

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Energetische Sanierung selbst gemacht

Erstellt von Peter Rauch am 3. März 2018

Mit den Energieeinspargesetzen möchte der Gesetzgeber die Hauseigentümer zur energetischen Sanierung bewegen. Jede Maßnahme zur Sanierung und Modernisierung kostet jedoch viel Geld. Daher werden dem Bauherrn kostengünstige Kredite, wie z. B. der KfW-Kredit angeboten und gleichzeitig Auflagen erteilt, welche an die Kreditvergabe gebunden ist. Nicht nur, dass Sie mit jedem Kredit zum Schluss höhere Kosten haben, sie begeben ich in die finanzielle Abhängigkeit der Banken.

Ich persönlich kenne einige Familien, die wessen ein paar Tausend Euro Kredit ihr Heim verloren haben, weil sie vorübergehend den Kredit nicht bedienen konnten. Daher ist immer mein Vorschlag, und was wir selbst auch gemacht hatten, machen Sie Ihre Sanierung mit kleinen Schritten, und wenn Sie noch handwerklich geschickt sind, können sie viele Arbeiten selbst ausführen.

Heizanlage erneuern

Bevor Sie eine Heizungsmodernisierung durchführen, sollten Sie diese Sanierung genau berechnen, welche Kosten auch in den nächsten Jahren anfallen. Neben den Kosten für die Anschaffung kommen die ständig steigenden Energiekosten sowie die Kosten für die Wartungsarbeiten und die Abgasmessung hinzu.

Wenn die komplette Heizungsanlage mit dem Speicher relativ neu ist und lediglich der Brenner gewechselt werden muss, dann dürfte die Entscheidung recht einfach sein. Ist aber die komplette Anlage in den nächsten Jahren zu erneuern, dann sollte auch über eine andere Variante nachgedacht werden. Die modernen Pelletöfen sind eine solche Variante. Ein breites Sortiment mit verschiedenem Aussehen und für jede Raumgröße finden Sie hier.

Der Vorteil gegenüber den anderen Kaminöfen besteht darin, dass diese Öfen durch die automatische Zuführung des Brennstoffs sehr lange brennen, ohne dass neuer Brennstoff aufgelegt werden muss.

An dieser Stelle soll kurz der Unterschied zwischen der Konvektions- und Strahlungsheizung vorgestellt werden. Die Funktion der überwiegenden Mehrheit der Heizkörper beruht auf der Konvektion, also die Entstehung einer Luftwalze. Eine richtige Strahlungswärme analog wie von der Sonne liefern die Fußbodenheizung, Strahlenbandheizungen oder die Öfen.

Die Wärmestrahlung breitet sich gleichmäßig im Raum aus und alle Flächen im Raum werden gleichmäßig erwärmt. Damals, wo die Wohnungen noch mit einem Ofen beheizt wurden, gab es nur sehr selten Schimmelpilze an den Wänden im Winter.

Diese Strahlungswärme verschafft ein angenehmes Raumklima. Das werden alle bestätigen, welche ein Ofen bzw. Kaminofen besitzen.
Wir selbst hatten in unserem Haus eine Elektrospeicherheizung und nach dem die Strompreise sehr stark angestiegen waren, hatten wir den alten Dauerbrandofen, welcher noch vorhanden war, durch einen neuen Kaminofen ausgetauscht. Den Stromverbrauch in unserer Wohnung hatten wir auf 25 % gesenkt und die E-Speicheröfen diente nur noch für eine Grundwärme und mit den Kaminöfen war es so warm, wie nie zuvor.

Kaminofen

Aber auch, wenn Sie eine zentrale Heizungsanlage haben, kann ein zusätzlicher Kaminofen sehr nützlich sein. Gerade in der Übergangszeit oder an kühlen Sommertragen lohnt es sich nicht die Heizungsanlage zu betreiben, da im niedrigen Betrieb der Wirkungsgrad klein ist.

Bisher ist es noch nicht so deutlich erkennbar, aber durch die verfehlte Energiepolitik kann es bei Windstille und fehlendem Sonnenschein zu Stromausfällen kommen, wenn die Schattenkraftwerke nicht schnell genug die Stromschwankungen ausgleichen. Dann ist eine zweite stromunabhängige Heizung sehr sinnvoll.

Weitere energetische Maßnahme

In Eigenleistung kann man bereits selbst viele Maßnahmen zur energetischen Verbesserung des Gebäudes selbst machen. Auf den Baumärkten bekommt man alle erforderlichen Baustoffe.
Als Erstes sollten die energetische Verbesserung an den Flächen erfolgen, wo große Wärmemengen entweichen können. Das ist einmal die Decke und etwas weniger der Fußboden.

Vielfach wird argumentiert, dass als Erstes die Fassade gedämmt werden muss. Das ist aber nicht ganz korrekt. Diese Fläche ist meistens nicht so groß, wie angenommen, da die Fenster- und Türflächen abgezogen werden müssen. Des weiteren kann eine gedämmte Fassadenfläche keine Sonnenwärme speichern. Wird dies berücksichtigt, so ergibt sich ein ganz anderer U-Wert. In diesem Tool können Sie den Ueff.-Wert berechnen.

Wie bereits o. g. genannt ist die Dämmung zum Dachboden die wichtigste und wirtschaftlichste Maßnahme. Entweder wird die Dämmung bei einer Holzbalkendecke in die Balkenfelder eingelegt oder auf die vorhandene Dielung aufgelegt. Das geht relativ einfach und schnell. Es muss hierbei darauf geachtet werden, dass keine Fugen zwischen dem Dämmstoff vorhanden sind.

Je nach Ausführung ist eine Dampfbremse erforderlich. Diese muss auf der warmen Seite befinden, als an der Decke des unter dem Dachboden befindlichen Raum. Es gibt hier ein Nachteil, in dem der Dachboden im Winter sehr kalt ist. Wenn man den Dachboden weiterhin benutzen möchte, sollte man eine Dachdämmung durchführen, welche dann schon etwas anspruchsvoller ist.

Eine weite Maßnahme zur energetischen Verbesserung ist das Anbringen von Jalousie an die Fenster. Außen angebracht bringen sie den besseren Effekt, was aber nicht immer möglich ist. Innen kann eine Jalousie jede Hausfrau oder -mann ganz einfach anbringen. Nachts verbessert sich die Wärmedämmung durch den zusätzlichen Luftraum und am Tag hält sie die Sonneneinstrahlung zurück und der Raum wird nicht so stark aufgeheizt.

Nicht zu empfehlen sind Wärmedämmtapeten oder Styroporplatten an der Decke. Hier bildet sich dahinter oder in den Fugen an der kühleren Wand- bzw. Deckenfläche Kondenswasser, welche eine nicht sichtbare Schimmelpilzbildung fördert. Sie sparen zwar etwas Energie schaffen sich dafür aber ein ungesundes Raumklima.

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