Magazin gesundes Bauen und Wohnen

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Autor: Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.

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Gesundes schlafen, das richtige Bett

Erstellt von Peter Rauch am 9. Februar 2013

Über die Vorgänge im Organismus während des Schlafens wissen die Schlafmediziner noch nicht genaues. Warum wir eigentlich schlafen, ist bisher nicht vollständig geklärt. Zum Beispiel Insekten oder niedere Tiere schlafen nie.

Es wird vermutet, dass im Laufe der Evolution der Schlaf für die optimale Verarbeitung der Informationen im Gedächtnis erforderlich wurde. Weiterhin ist der Schlaf mit den hormonellen und neurologischen Funktionen des Körpers verbunden. Zu unterscheiden sind die Schlafphasen, wie Tiefschlaf, Leichtschlaf und die Einschlafphase. Während der traumlosen Schlafphase werden die meisten Eiweißstoffe im Gehirn gebildet und in der Tiefschlafphase erfolgen die Reparaturarbeiten in den Zellen und Organen. Schlechtes Schlafen (Schlafstörungen) zeichnet sich weniger durch quantitativen Mangel aus, sondern durch eine schlechte Schlafqualität.

Schlafende Frau
® Bild http://mirgif.com/ludi5.htm
Die Menschen haben recht unterschiedliche Schlafgewohnheiten. Auch die Länge ist recht unterschiedlich. Empfohlen wird eine Schlaflänge für Erwachsene zwischen 6 bis 9 Stunden. Erst mit der Industrialisierung hat man das Schlafen als Zeitverschwendung eingestuft. In den früheren Jahrhunderten hatte man andere Schlafgewohnheiten als heute. Man schlief zum Beispiel in zwei Blöcken zu je etwa 4 Stunden. Die Wachphase dazwischen sah man damals nicht als Problem an. In dem interessanten Artikel gesund schlafen wird ausführlich auf diese früheren Schlafgewohnheiten eingegangen. Einer der gegenwärtigen Probleme mit langfristigen Folgen für die Gesundheit ist der Zwang wach zu bleiben. Wenn man müde ist, sollte man sich hinlegen und schlafen, wie es die Kleinkinder machen. So kann man zum Beispiel auf der Arbeit nicht schlafen, es sind noch Studienaufgaben zu erledigen oder im Fernsehen läuft ein interessanter Film.
Wie wichtig der Schlaf ist, zeigen verschiedene Versuche zum Schlafentzug. So wurden in Deutschland Versuche durchgeführt, wo schon nach 24 Stunden ohne Schlaf die Aggressivität und die Reizbarkeit bei den Versuchspersonen schnell zu nahmen. Ein nicht unerhebliches Problem für die Gesundheit ist der ständige Wechsel zwischen Wach â und Schlafphase beim Schichtdienst. Ebenso ein Problem ist der zwangsweise Austausch der Glühbirne durch die Energiesparlampe. Das Licht hat einen hohen Blauanteil, welches sich ungünstig auf unser Schlafbedürfnis aus wirkt. Die Wachphase wird verlängert und die natürliche Schlafphase verkürzt.

Luxusbett
Es gibt ein altes Sprichwort: Wie man sich bettet, so schläft man! Für den gesunden Schlaf gehört auch ein richtiges Bett. Ausschlaggebend für die Auswahl der richtigen Matratzen ist die bevorzugte Schlafposition und das Schlafverhalten. Optimal ist eine seitliche gekrümmte Haltung, wie beim geborenen Baby im Mutterleib. Die Wirbelsäule soll an keiner Stelle gekrümmt sein oder gar durchhängen, damit keine Verspannungen oder durch Druckstellen Durchblutungsstörungen auftreten. Die Schlafhaltung ist sehr unterschiedlich, ob auf dem Bauch, auf dem Rücken oder auf der Seite.
Am besten ist es, man muss schauen, welche Matratze zu einem passt .

Aber auch nicht jeder Raum ist optimal zum Schlafen geeignet. Auch wenn es die Architekten so vorgesehen haben. Gerade bei der Altbausanierung und der Umgestaltung der Wohnung treten solche Probleme auf. Die Räume sollen ruhig sein, nicht zu warm und auch eine ausreichende Größe besitzen. Die Größe ist daher erforderlich, da man in der Nacht viel Feuchtigkeit an die Raumluft abgibt (pro Person etwa 0,1 l/Stunde) und diese Luftfeuchte sollte nicht zur Schimmelpilzbildung beitragen. (Etwa 70 % der Schimmelschäden treten im Schlafzimmer über dem Fußboden an der Außenwand auf.)
Sind die Schlafräume nicht so groß, so bieten sich zum Beispiel Betten mit Stauraum für Bettzeug und Co an.
Damit wird das Raumvolumen nicht durch zusätzliche Schränke im Schlafzimmer verkleiner. In Einraumwohnungen sind solche zusätzlichen Stauräume ohnehin sehr sinnvoll. Es hat aber auch den Vorteil, das Bettzeug oder die zusätzlichen Decken sind schnell verstaut und es sieht ordentlich aus.

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Betten für die Gesundheit

Erstellt von Peter Rauch am 22. Dezember 2012

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik ermittelte, dass berufstätige Menschen in hoch industrialisierten Ländern circa 90 % ihrer Lebenszeit im inneren von Gebäuden verbringen. Über 50 % davon in Büros. [1]
Zur Arbeitswissenschaft, die sich wissenschaftlich mit den Zusammenhängen von Mensch und Arbeit befasst, gibt es das Teilgebiet Ergonomie. Die Ergonomie befasst sich mit der Anpassung der Arbeit an die physischen und psychischen Eigenschaften des Menschen. Das Ziel ist, dass die Mitarbeiter eine möglichst hohe Wertschöpfung erbringen. Gerade die Büros und andere Arbeitsplätze werden daher sehr ausgiebig wissenschaftlich untersucht. Herauskommen ergonomisch sinnvolle Büromöbel. Die Büromöbelindustrie bietet eine große Auswahl an funktionellem Equipment.
Obwohl wir sehr viel Zeit im Wohngebäude verbringen, werden die Wohnmöbel eher nach dem aktuellen Trend gestaltet, die Funktion bleibt in Einzelfällen hinten an. Einerseits bestimmt die Marktnachfrage der Kunden, welche Wohnmöbel gekauft werden. Haben die Marketingleute, die die entsprechende Marktnachfrage erzeugt haben, etwas unglückliche Hände, so kann nicht in jedem Fall im Nachhinein die erforderliche Funktionsfähigkeit erfüllt werden. Gemeint ist hier die Ergonomie. Die Sitz- oder auch die Schlafhaltung ist nicht optimal an das menschliche Skelett angepasst. Zum Beispiel die Höhen von Stuhl oder Sessel stimmen nicht überein. Bereits nach wenigen Minuten wird die Speiseeinnahme zur Qual, da man krumm und verdreht am Tisch sitzt. Aktuell haben die Höhen der Sitzflächen der Sofas eine Höhe, sodass die Unterschenkel gerade sind oder gar etwas in der Luft baumeln. Diese Sitzhaltung ist anstrengend, da man die Beine lieber leicht angewinkelt hält. Noch wichtiger sind die Betten. Sind die Unterlagen nicht richtig ober bereits durchgelegen, so wird zum Beispiel die Wirbelsäule nicht entspannt, die Muskeln können verkrampfen oder der Blutdurchfluss wird an einigen Stellen verengt und es kommt dann zu den Taubheitsgefühlen.
Das so nach dem Trend entwickelte Möbelstück bleibt dann vorwiegend ein Gestaltungselement der Wohnung.
Bett
Einer der wichtigsten Wohnmöbelstücke ist das richtige Bett. Betten als Einzelmöbel gab es bereits 2000 Jahre v. Ch. Im Ägypten und im Vorderen Orient. Bei den Griechen und Römern bestand das Bett vorwiegend aus Holz, vereinzelt auch aus Metall. Die Rahmen waren mit Gurten oder Riemen bespannt, auf dies wurden Polster gelegt. Im Mittelalter gab es Mehrpersonenbetten. Den Fürsten war das Einzelbett vorbehalten. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Bett ein Prunkmöbel entsprechend der Stände unterschiedlich reich ausgestattet. In der Neuzeit kehrte man zur einfachen Bettform der Antike zurück. Wobei ein Bett nicht gleich ein Bett ist.
Während der Nachtruhe soll sich der Körper erholen. Es gibt nicht umsonst den Ausspruch: „Wie man sich bettet, so schläft man.“ Das jüngste medizinische Fachgebiet ist die Schlafmedizin (Somnologie), welche sich mit allen Formen des nichterholsamen Schlafs beschäftigt. Hierbei wird untersucht, ob echte Schlafstörungen vorliegen oder lediglich falsche Schlafgewohnheiten vorliegen. Erstere müssen ärztlich behandelt werden. Die anderen Formen lassen sich durch die Beachtung der Schlafhygiene besseren. So sollen Schlaf störende Verhaltensweisen ausgeschaltet und Schlaf fördernde eingeübt werden. Das Bett sollte nur zum Schlafen genutzt werden. Arbeiten, Lesen oder Entspannung sind im Bett „verboten“ und müssen an anderen Orten der Wohnung ausgeführt werden. [2] Wichtigste Anforderung an ein Bett ist, dass man möglichst die Nacht durchschläft und am Morgen entspannt aufsteht. Aber meistens entscheidet man sich nach dem Aussehen, ob Holz-, Stoff- Leder-, Metall- oder Rattanbett. Seniorenbetten sind höher und man kann besser aufstehen. Ebenso hoch sind die Boxspring Betten, die es in verschieden sehr schönen Ausführungen gibt. Diese Betten sind etwas Besonderes, wenn man die Kommentare bei www.gutefrage.net liest. Allerdings sind diese nicht überall zu haben und bei einigen Händlern können die Preise recht anständig sein. Wer etwas handwerklich ist, kann sich diese Boxspring-Betten selbst bauen. Zur Anleitung zum Boxspringbetten Selbstbau

In anderen Regionen sind Boxspringbetten wesentlich mehr verbreitet als in Deutschland, obwohl diese besser für die Gesundheit sind als andere Bettsysteme. Wie unterscheidet sich ein Boxspringbett von den herkömmlichen Betten.
hier weiterlesen

Quelle:
[1] Maria Bennig; Bataversionen vom Büro, Zukunftsweisende Bürolösungen im Langzeittest, cât 2000 Heft 4 S. 164
[2] Schäffler, Arne; Gesundheit heute, Krankheit-Dagnose-Therapie, 2007, Knauer Ratgeber Verlag, S. 1230

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