Magazin gesundes Bauen und Wohnen

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Autor: Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.

Baulexikon-Begriffe



  

Baustoffkennwerte

Gewünschten Baustoff eingeben
 

Baulinks

Baufirmen & Bauprodukte  


Kapitel

 1. Bauphysik Wärmeschutz
 2. Feuchte Keller/-schutz
 3. Beratung Haussanierung
 4. Baustoffe
 5. Bauberatung/Gutachten
 6. Holzkonstruktionen
 7. Tipps zu Immobilien
 8. Baukonstruktionen
 9. Raumklima / Schadstoffe

ARTIKEL

Betonkorrosion
Beton
Dachgeschossausbau
Hausschwamm
Lehmbau
Mauerwerksbau
Feuchtes MauerwerkSchimpilze
Bebauungsplan und Flächennutzungsplan online abrufen.

Baustoffe kaufen


Die Terrasse im Garten ist im Sommer ein zweites Wohnzimmer

Erstellt von Peter Rauch am 16. April 2015

Terrasse im Garten
Wer eine Garten besitzt und die Möglichkeit hat, diesen nach eigenen Wünschen umzugestalten, sollte davon in jedem Fall Gebrauch machen. Der Garten wird bei vielen vor allem im Sommer zum zweiten Wohnzimmer, und entsprechend gemütlich gestalten viele Eigenheimbesitzer Ihre Terrasse. Sofern die Terrasse nicht schon von vornherein über einen schönen Bodenbelag verfügt und man es sich leisten kann lohnt es sich, über eine Neugestaltung des Terrassenbodens nachzudenken. Dabei sollte man zunächst eine Grundsatzfrage stellen und beantworten: Möchte man eine Holzterrasse oder doch lieber einen Stein- bzw. Fliesenboden? Ersteres wirkt sehr gemütlich und warm, ist jedoch auch verhältnismäßig teuer und aufwendig im Unterhalt. Ein Belag mit Naturstein oder Terrakotta-Fliesen vermittelt im Kontrast zur Holzterrasse ein mediterranes Flair und ist um einiges pflegeleichter. Wer etwas handwerkliches Geschick besitzt, der kann eine Betonterrasse auch selbst verfliesen â vorausgesetzt man informiert sich vorab ausreichend, was bezüglich des Untergrunds und der Verarbeitung zu beachten ist. Sinnvoll ist beispielsweise eine geringe Neigung von etwa 2%, um einen guten Abfluss des Regenwassers zu gewährleisten. Hohlräume zwischen Betonboden und Fließen müssen unbedingt vermieden werden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Fließen bei Frost brechen. Eine weitere Frage ist die nach einer geeigneten Überdachung der Terrasse. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder man montiert eine Markise, oder aber man bleibt etwas flexibler und entscheidet sich für einen Sonnenschirm. Zwar kann auch der Sockel eines Sonnenschirms einbetoniert und somit der Standort des Schirms fixiert werden. Es empfiehlt sich jedoch, den Standort des Sonnenschirms flexibel zu halten. Wer sich gegen eine Markise und für einen Sonnenschirm entscheidet findet heutzutage nicht nur im Baumarkt, sondern auch im Internet eine ausgezeichnete Auswahl an Sonnenschirmen und Zubehör findet man z.B. hier. Oftmals ist hier die angebotene Produktpalette sogar größer als im herkömmlichen Fachhandel, ganz abgesehen davon, dass die Lieferung in der Regel frei Haus erfolgt. Für die Abendstunden sollte man sich Gedanken um ein gutes Beleuchtungskonzept machen. Idealerweise sollten die gewählten Lampen mit den Terrassenmöbeln harmonieren. Möglich sind hier sowohl Standleuchten als auch herkömmliche Wandbeleuchtungen. Eine weitere Möglichkeit ist das Einlassen von Lichtquellen in den Terrassenboden, wobei hier darauf geachtet werden muss, dass diese leichten später nicht blenden. Sie machen deshalb beispielsweise am Rand der Terrasse oder von Bepflanzungen Sinn. Abhilfe vor allzu frischer Abendluft bieten Außenkamine, Heizstrahler oder Feuerkörbe. Diese bieten nicht nur Wärme, sondern strahlen auch ein ganzes Stück zusätzlicher Gemütlichkeit aus.

Ist das Grundstück ausreichend groß, dann kann man sich für die heißen Tage auch etwas für die Erfrischung schaffen. Neben einer zwischen Hecken oder Thujas versteckter Dusche lassen sich Pools oder kleine Teiche anlegen.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »

Terrassengestaltung mit Holz

Erstellt von Peter Rauch am 24. Juli 2013

Ich schreibe hier gerade diesen Artikel und sitze ich auf unserer Terrasse im Garten bei gut 30 ÂC im Schatten. Eine Terrasse hat für jeden Benutzer eine andere funktionale Bedeutung. Der eine möchte gern dort Grillen oder Kaffee und Kuchen essen. Die anderen nutzen diese Terrasse für die Erholung und Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Für mich ist die Terrasse ein schöner Arbeitsplatz im Freien, fern von den Störungen des Telefons und kleinen entspannenden Pausen im Garten.

Nelia bei Bekannten auf der Terrasse

Allerdings ist unsere Terrasse nun nicht gerade ein Schmuckstück. An dieser Stelle stand ein alter Schuppen, welcher als Werkstatt genutzt wurde. Das Mauerwerk der beiden Rückwände ist uralt und bei der freien Bewitterung verursachen die Mauersalze gerade im Winter eine Zerstörung des Putzes. Das angrenzende Grundstück stand seit längerer Zeit zum Verkauf an und die Eigentumsfrage der Grundstücksmauer ist nicht geklärt. Der Inverstor möchte diese Rückwand des Schuppens wegreisen und ich möchte diese behalten bzw. diese daneben neu aufbauen. Auf jedem Fall habe ich seit längerer Zeit vor, die Terrasse mit einer ordentlichen Holzkonstruktion seitlich zu begrenzen und zu überdachen. Einige gute Tipps für die Terrassengestaltung hatte ich mir im Internet angesehen. Es gibt viele Möglichkeiten, diesen Platz praktisch und vor allem schön zu gestalten.

Ein Plan für die konstruktive Ausführung liegt auf dem Schreibtisch. Aus Zeitmangel war ich bisher nicht dazu gekommen, dies zu realisieren. Ein Glück, hätte ich die Deckenbalken wieder auf das Mauerwerk gelegt, so würde die Konstruktion nach Abbruch der Maurer durch den Nachbar zusammenfallen. Daher waren auch meine Überlegungen eine Holzkonstruktion zu bauen, die selbstständig steht und die Rückwände zum Nachbargrundstück durch eine Brettverschalung herzustellen. Eine optische und saubere Lösung. Eine fertige Konstruktion gibt es aber auch zu kaufen und muss nur noch aufgestellt werden. Allerdings sind die Abmaße der Grundplatte leider so, dass die meisten fertigen Projekte entweder groß oder zu klein sind. Im Moment sehe ich noch ein Problem mit dem Schallschutz bei einer Brettverschalung. Dieser ist schlechter als bei der massiven Mauer. Schließlich hat diese Ecke eben den Vorteil, dass es hier im Verhältnis recht ruhig ist. Daher überlege ich noch, ob ich die neue Rückwand durch Blockbohlen oder doch lieber ein neues Mauerwerk errichte.

Eine Terrasse ist nicht unbedingt lebenswichtig, ist aber ein Element, welches den Wohnwert aufwertet. Jede Terrasse ist anders. Möchte man die Sonne genießen, so schafft man sich einen offen geschützten Platz. Als Begrenzung eignet sich ein Trockenmauerwerk oder das umfangreiche Angebot an verschiedenen Holzabtrennungen. Bei kesseldruckimprägniertem Holz ist eine lange Haltbarkeit zu erwarten. Bei der Verwendung von Holz mit hohem Kernholzanteil kann auf diesen Schutz verzichtet werden, wenn der konstruktive Holzschutz beachtet wird. Brettverschalung aus Lerchenholz braucht eigentlich keinen Schutz, wenn die Vergrauung nicht als störend empfunden wird. Gerade wenn man noch Kleinkinder hat, sollte man mit Holzschutzmittel getränkten Hölzern vorsichtig sein. Die kleinen Händchen sind über all und anschließen im Mund. Dann lieber das Holz unbehandelt und mit Lasur versehen und notfalls später austauschen.
Zum Schluss noch ein Tipp. Ein massiver Untergrund für einen starren Terrassenboden ist nicht immer möglich. Gerade dann, wenn es sich um aufgeschüttetes Erdreich handelt. Andere Firmen wollten eine kostenaufwendige Brückenkonstruktion bauen. Im nachfolgenden Bild hatten wir daher dem Hausherrn eine relativ einfache und preiswerte Lösung angeboten.

Terrasse nach der Fertigstellung
Die Seitenwände mit einem Trockenmauerwerk und die auf die Fläche wurden in ein Sandbett fertige Betonsteine gelegt. Diese können sich bewegen und eventuell bei einer Absenkung aufgenommen und neu unterfüttert werden. Keine Risse und keine Schäden.

Abgelegt unter Bauen und Wohnen | Keine Kommentare »