Das Haus renovieren

Tapeten für das Wohnzimmer

Erstellt von Peter Rauch am Mittwoch 9. August 2017

Tapeten werden schon sehr lange für die entsprechende Raumgestaltung verwendet. Sie sind preiswert und lassen schnell und ohne Probleme durch neu ersetzen. So ist es möglich, sich ohne großen Aufwand sich den aktuellen Trend anzupassen. Ein Trend ist zum Beispiel ausgewählte Möbel und Einrichtungsgegenstände der 70iger Jahre in das Wohnzimmer aufstellen. Dies können Einzelstücke sein, welche man auf dem Trödelmarkt bekommt. Es kann aber auch eine komplette Einrichtung sein. Passen hierfür gibt es Tapeten für das Wohnzimmer aus den 70ern.

Tapete aus den 70er Jahren

Die Raufaser

Sehr weit verbreitet ist die Raufasertapete. Diese wird besonders gern in zu vermietenden Wohnungen angebracht. Sie ist preiswert und lässt sich in vielen Fällen bei einer Neuvermietung überstreichen. Die Raufasertapete hat auch den Vorteil, dass gerade im Altbaubereich, wo die Wandflächen nicht 100%ig glatt sind, eine relativ gute Oberfläche erreicht wird. Allerdings fordern die Mieter für Ihr Geld korrekt glatte Wandflächen. Um diese zu erreichen, muss die alte Putzoberfläche tragfähig werden. Es wird ein Tiefengrund aufgetragen und die Wände mit Gipshaftputz und Malerspachtel geglättet. Darauf kommt die Raufasertapete oder eine Glastapete. Damit keine dunkleren Stellen erkennbar sind, wird eine gut deckende Dispersionsfarbe aufgetragen, dicker als erforderlich. Alle diese Schichten zusammen bilden eine Sperrschicht. Die Feuchtigkeit aus dem Raum kann nur sehr schlecht in die Wand gelangen, da die Sorptionseigenschaften sehr ungünstig sind. Es bildet sich an ungünstigen Wandteiloberflächen ein dünner Feuchtefilm, welcher nach längerer Zeit Schimmel zeigt.

Die gemusterte Papiertapete und der Untergrund

Es gibt sehr unterschiedliche Tapetenstärken. Ist die Wandfläche nicht vollkommen glatt, so bietet sich eine dickere Tapete mit kleiner Struktur an. Optisch sind dann die kleinen Unebenheiten nur wenig erkennbar. Größere Stellen oder Löcher von alten Dübeln usw. sollten überspachtelt werden. Es kleine Tüten von Rotbrand, welcher etwas feiner als der Goldbrand ist. Gips bindet zu schnell ab und es gibt keinen glatten Übergang zu der übrigen Oberfläche. Kleine Löcher lassen sich mit Gips gut verschließen. Einen sehr guten Übergang von der auszubessernden Stelle zum alten Putz erreicht man mit Malerspachtel. Es ist ein sehr feiner Gipsspachtel, welcher auch nicht so schnell abbindet. Die kleinen Flächen können noch mit Sandpapier oder Schleifgitter geglättet werden. Sie sollten so wenig Gips auf die Wandfläche bringen, wie möglich, also sparsam damit umgehen. Auch sollten sie auf Haftgrund verzichten. Ein gutes Vornässen des alten Kalkputzes reicht in der Regel aus.

Tapete aus den 70er Jahren

Heute sieht man oft aufgespachtelte Gipsputze bzw. Gipsspachtel auf neuen Betonwänden. Gips gehört nicht auf Beton!
An sehr glatten Betonoberflächen kann sich unter Umständen Tauwasser aufgrund des großen Wärmespeichervermögens bilden. Das passiert dann, wenn die Oberflächentemperatur geringer als die Temperatur der Raumluft ist. Die dichte Oberflächenstruktur ist sehr dicht, sodass keine bzw. nur sehr wenig Feuchtigkeit von der Betonoberfläche aufgenommen wird (kleines Sorptionsvermögen). Wird eine Papiertapete aufgeklebt, so übernimmt die Tapete die kurzzeitige Feuchteregulierung und die Oberflächentemperatur wird geringfügig angehoben. So kann ein geringer Tauwasseranfall vermieden werden.

Im Vergleich gegenüber den Raufasertapeten werden Papiertapeten bevorzugt durch Schimmelpilze befallen. Natürlich dienen im akuten Fall das Papier und der Tapetenkleber ebenso als Nahrung für die Schimmelpilze. Es fehlt jedoch die Dispersionsfarbe, welche auf die Raufasertapete aufgetragen wird. Diese Farbe neigt sehr schnell zu einem Schimmelbefall. Daher werden in die Farben Fungizide beigemischt.

Tapete aus den 70er Jahren
Papiertapeten werden in erster Linie zur Gestaltung der Räume verwendet. Durch die Muster und Farben können bestimmte psychologische Eindrücke vermittelt werden. So werden durch bestimmte Farben auch die Raumgeometrie optisch verändert.

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