Die Prioritäten der Wissensgesellschaft

Im Bemühen um Effizienz und um Doppelarbeit und Fragmentierung zu vermeiden, wird ein wesentlicher Teil der Fördermaßnahmen des Sechsten Forschungsrahmenprogramms 2002-2006 der Union auf sieben Bereiche konzentriert, die in der Sonderausgabe von FTE info vorgestellt werden. Dieses Programm ist mit 17,5 Milliarden € ausgestattet. Jede dieser Prioritäten stellt einen wichtigen Bereich im Rahmen der Wissenswirtschaft und -gesellschaft dar. Durch eine solche Bündelung der Aktionen der Union und die damit einhergehende Förderung von Komplementarität und Multidisziplinarität kann für die wissenschaftlichen Ressourcen und Kapazitäten Europas echter Mehrwert erzeugt werden.

Biowissenschaften, Genomik und Biotechnologie im Dienste der Gesundheit

ZIELE

  • Europa durch gebündelte Forschungsanstrengungen helfen, die bahnbrechenden Ergebnisse bei der Entzifferung der Genome lebender Organismen zu nutzen, insbesondere zugunsten der Gesundheit der Bevölkerung und der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Biotechnologiebranche. Diese Forschungsarbeiten können auch Forschungen in Bereichen wie Umwelt und Landwirtschaft anregen.
  • Grundlagenwissen für die Anwendung nutzbar machen (neue Diagnoseinstrumente und Behandlungsverfahren, mit denen sich bisher nicht beherrschbare Krankheiten bekämpfen lassen und die ein großes Marktpotenzial aufweisen).
  • Insbesondere im klinischen Bereich die Bekämpfung von Krebs, Kinderkrankheiten, altersbedingten Krankheiten und armutsbedingten Krankheiten.

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    Technologien für die Informationsgesellschaft (TIG)

    ZIELE

  • Die Entwicklung der Hard- und Softwaretechnologien und der Anwendungen fördern, die im Kern des Auf-baus der Informationsgesellschaft stehen.
  • Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie stärken und den Bürgern in sämtlichen Regionen der Union ermöglichen, vollen Nutzen aus der Entwicklung der Wissensgesellschaft zu ziehen.

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    Nanotechnologien und Nanowissenschaften, wissensbasierte multifunktionale Werkstoffe, Produktionsverfahren und -anlagen

    ZIELE

  • Europa zu einer kritischen Masse an Kapazitäten zur Entwicklung und Nutzung von Spitzentechnologien verhelfen, auf denen die im Wesentlichen wissensbasierten Produkte, Dienstleistungen und Fertigungsver-fahren der nächsten Jahre beruhen.
  • Entwicklung intelligenter Werkstoffe für deren Anwendung in Bereichen wie dem Verkehrswesen, dem Energiesektor, der Elektronik oder im biomedizinischen Sektor, für die ein potenzieller Markt von mehreren zehn Milliarden € besteht.
  • Entwicklung flexibler, integrierter und sauberer Produktionssysteme, was wesentliche Forschungsarbeiten im Bereich der Anwendung der neuen Technologien auf die Fertigung und die Überwachung erfordert.

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    Luft- und Raumfahrt

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  • Durch die Bündelung der Forschungsanstrengungen sollen die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie gestärkt werden, damit sie wettbewerbsfähiger wird.
  • Es soll ein Beitrag dazu geleistet werden, dass das Potenzial der europäischen Forschung in diesem Bereich zur Verbesserung der Sicherheit und des Umweltschutzes genutzt wird.

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    Lebensmittelqualität und -sicherheit

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  • Schaffung der integrierten wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen einer umweltverträglichen Entwicklung einer Produktions- und Vertriebskette für pflanzliche und tierische Lebensmittel und für Meeresfrüchte, die sicherer, gesünder und abwechslungsreicher sind.
  • Ausbau der Verbindung zwischen Gesundheit und Ernährung.
  • Beherrschung der Lebensmittelrisiken, insbesondere durch Abstützung auf die Instrumente der Biotechnologie und die Ergebnisse der postgenomischen Forschung.
  • Beherrschung der Risiken für die Gesundheit, die mit den Umweltveränderungen einhergehen.

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    Nachhaltige Entwicklung, globale Veränderungen und Ökosysteme

    ZIELE

  • Entwicklung, Verbreitung und Übernahme von Technologien und innovativen und nachhaltigen Lösungen bei Erzeugung und Verbrauch von Energie, in erster Linie für einen ver-mehrten Zugriff auf erneuerbare Energien. Entwicklung und Einführung von Systemen für eine nachhaltige Mobilität (Passagiere und Güter), die sicher und wettbewerbsfähig sind und alle Landtransporte (Straße, Schiene, Wasser) einbeziehen.
  • Vertiefung des Verständnisses und der vorausschauenden Kenntnisse über die globalen Veränderungen, die Ökosysteme und die biologische Vielfalt sowie Schaffung neuer Managementmodelle
  • Bürger und Staat in der Wissensgesellschaft

    ZIELE

  • Mobilisierung europäischer Forschungskapazitäten in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, politische Wissenschaften, Sozial- und Geisteswissenschaften, um das Verständnis für die Entstehung der Wissensgesellschaft zu entwickeln.
  • Auf den Reflexionsreichtum und die Reflexionsvielfalt setzen, um neue Formen der Beziehungen zwischen den Bürgern sowie zwischen den Bürgern und den Institutionen auszuhecken.
  • Vertiefung und Beherrschung der Fragen, die sich der Gesellschaft stellen und zu deren Beantwortung die Wissenschaft ihren Teil beiträgt.

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