Wer sein Eigenheim mit Gas beheizt, muss damit rechnen, dass die Rechnung im kommenden Jahr erst einmal höher ausfallen wird. Nach dem kurzfristigen Preisanstieg erwarten Experten allerdings eine deutliche Senkung der Preise. Verbraucherschützer sind der Meinung, dass durch die neue Ostsee-Pipeline der Gasmarkt überversorgt werden könnte. Doch das ist nicht der einzige Grund für sinkende Gaspreise.
Aufgrund der bestehenden Verträge wird die Preissenkung zunächst noch auf sich warten lassen. Bis die Verbraucher tatsächlich weniger zahlen, wird noch einige Zeit ins Land ziehen. Erst in fünf bis zehn Jahren wird die Nutzung der Ostsee-Pipeline wohl dazu führen, dass es in Europa zu einer Überversorgung des Gasmarkts kommen wird und der Preis als Folge sinken kann. Auch die Weltwirtschaft ist stark mit dem Gaspreis verwoben, wie sich zum Beispiel auf www.steckdose.de/gas/gaspreisentwicklung/ ablesen lässt. Bleibt die Wirtschaft stabil, würde es Russland auch leichter fallen, seine ölpreisgebundenen Gasmengen auf dem Markt gut abzusetzen. Sollte sich die unstete Weltwirtschaft in den kommenden Jahren allerdings auch weiterhin schwächer zeigen, würde das die Preise nur noch zusätzlich drücken. So sehen es zumindest die Experten. Sie gehen außerdem davon aus, dass bis zum Jahre 2014 der Preis für Gas fast um die Hälfte fallen könnte. Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle. Auch die Reaktorkatastrophe von Fukushima, die immer noch nicht abgeklungen ist, wird als einer der Hauptgründe für die derzeitige Entwicklung auf dem Energiemarkt genannt. Man geht nun davon aus, dass Gas als Energieträger auf dem europäischen Markt auch weiterhin an Bedeutung gewinnen und der Verbrauch jährlich um 0,4 Prozent steigen wird.
Man rechnet damit, bis zum Jahr 2012 ein Importplus von 26 Prozent verzeichnen zu können. Das ist einerseits zwar eine beachtliche Menge, doch andererseits deckt sich diese Zahl noch nicht mit der Erwartungshaltung der Branchenbeobachter. Nach den sehr optimistischen Prognosen der vergangenen Jahre sei man eigentlich von einer Verdopplung ausgegangen. Paradoxerweise zeichnen sich gleichzeitig schon Überkapazitäten ab, da Leitungen und Flüssiggasterminals gerade massiv ausgebaut werden. Schon heute reden Experten von einer regelrechten "Gasblase", die sich voraussichtlich ab 2015 bemerkbar machen wird und kräftig auf die Preise drücken könnte. In Deutschland wird zudem immer mehr auf regenerative Energien gesetzt und obwohl man während des Atomausstieges in besonderem Maße auf Gas angewiesen sein wird, sehen die meisten Verbraucher in Europa darin keine zukunftsweisende Energiequelle. Wohl auch aus diesem Grund entsteht momentan ein Überangebot und die Preise im Gas-Großhandel werden wohl ab 2015 weiter einbrechen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich auf www.steckdose.de/gas/gaspreisentwicklung.
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