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Wärmedämmverbundsystem mit Algenbildung

Anfrage vom 12.12.2005

Frage: Ich gestatte mir aufgrund Ihrer großen Erfahrung mich mit einer Frage an Sie zu wenden.
Bei mir tritt an einer Nordwand mit Wärmedämmverbundsystem eine erhebliche Veralgung auf. In 3 m Entfernung steht an der Nordseite ein 15 m hoher Ahornbaum. Wird durch diesen Baum die Veralgung zusätzlich gefördert?
An einem anderen Gebäude mit denselben Bedingungen aber ohne Baum ist keine Veralgung feststellbar.

Antwort: Die Algenbildung ist lediglich eine optische Sache. Auf der Nordseite hält sich die (Morgen)-Feuchte am längsten. Algen benötigen immer eine Feuchte. Dazu kommt noch, dass die Oberfläche an einer Thermohaut in der Nacht sehr kalt wird (Wärmestrahlung). Dadurch bildet sich an dieser Oberfläche viel Tauwasser. Dagegen speichert eine Ziegelwand oder auch ein Baum die Wärme vom Tag und kühlt dadurch nicht so sehr ab. Der Baum auf der Nordseite bewirkt lediglich, dass durch die Schattenwirkung zusätzlich am Tag die Temperatur des Bodens und angrenzender Bauteile etwas niedriger sind. Dadurch ist in diesem Bereich auch die relative Luftfeuchte etwas höher. Auch wenn der Baum weg ist, bleibt das wesentliche Problem mit der Thermohaut bestehen.
Die Fassadenflächen mit einer Dämmung haben die niedrigste Oberflächentemperatur, die in der Nacht weit unter die der Lufttemperatur absinkt. Damit entsteht meistens ein Tauwasserfilm. Im folgenden IR-Bild hat die Oberflächentemperatur weniger als -10ºC bei einer Lufttemperatur knapp unter 0ºC.


Ausführliche Hinweise finden Sie unter den Beitrag Algenbildung auf der Fassade.

Bücher von Peter Rauch

Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
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