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Holzschaden unter der Dusche nach Wasserleitungsschaden

Anfrage vom 08.07.2013

Antwort:
Auf der Suche nach Sachverständigen bin ich im Internet auf Sie getroffen und bitte Sie um Abhilfe bzw. um die Feststellung, um welche Art von Schaden es sich handelt, welchen Umfang er hat, welche Kosten auf uns zukommen können und nicht zuletzt, ob Sie solche Aufträge überhaupt übernehmen und wie hoch in diesem Falle Ihre Honorarkosten sind.

Es handelt sich zunächst um ein 90 Jahre altes Haus, das wir vor 18 Jahren erwarben und umfangreich umbauten. Die Umbaumaßnahmen im Bad wurden von einem Fachbetrieb durchgeführt, der mittlerweile insolvent ist.

Vor einem Jahr gab es im Wohnraum unter dem Bad einen schleichenden Nässeschaden, der mir erst spät gemeldet wurde. Dem wurde abgeholfen.

Ein hinzugezogener Gutachter schloss einen möglichen Hausschwammbefall als Folgeschaden aus.
Wir ließen den Duschbereich langfristig austrocknen. Im Laufe dieses Jahres rissen die Silikonfugen rings um Dusche und Wanne, so als würde der Boden nachgeben.

Wir haben nun zunächst die Dusche deinstalliert. Für mich als absoluten Laien sehen die Holzschäden direkt unter der Dusche massiv aus. Vor allem der Schaden am Balken, auf dem die angrenzende Wand steht, finde ich wegen der evtl. Konsequenzen beängstigend.

Meine laienhafte Beschreibung wäre für Sie sicherlich nicht hilfreich, sodass ich ein Foto anhänge.
Sollten Sie mir helfen können bzw. mir einen Rat geben können, an wenn kann ich mich wenden.

Holzschäden durch Feuchtigkeit unter einer Dusche

Frage:
Danke für Ihr Vertrauen. Allerdings kann ich Ihnen nur wenig helfen. Sie hatten bereits einen Gutachter und er sollte auch die Sanierung betreuen. Vorausgesetzt, er ist qualifiziert für den bekämpfenden Holzschutz. Auf den Bildern kann ich einen Schaden durch Holz zerstörende Pilze erkennen aber nicht genau zu ordnen, da Details fehlen. Optisch sieht es wie Donkioporia expansa (Ausgebreiteter Hausporling) aus. Er ist genauso gefährlich, wie der Echte Hausschwamm. Aber oft kommen mehrere Pilze gleichzeitig vor.
Es handelt sich hier um einen Wasserleitungsschaden, denn in der Regel die Versicherung bezahlt. (Probleme gibt es, wenn es sich um den Hausschwamm handelt, dann wollen die Versicherungen nicht gern bezahlen.) Der Gutachter hat dieses Problem erst einmal durch seine Aussage vom Tisch genommen. Egal, um was es sich hier um einen Schaden handelt. Langfristig ist eine Holzbalkendecke im Bad nicht geeignet. Durch den dichten Fliesenbelag kann die Feuchte nicht ausreichend aus der Deckenkonstruktion entweichen. Also nicht nur Spritzwasser, sondern auch höhere Luftfeuchte. Wenn bereits die Deckenbalken oder die Dielung geschädigt sind, dann sollte geprüft werden, ob nicht eine mineralische Decke eingebaut wird. Es gibt z. B. Ziegeldecken. Ich denke, diese sind auch billiger als eine neue Holzbalkendecke mit einem schwingungsarmen Aufbau.

Ansprechpartner ist eine Zimmerei mit Sachkunde für Holzschutz oder für die mineralische Decke eine Maurerfirma. Von zwei oder drei Firmen ein Angebot machen lassen.

Antwort von
Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
Dipl.-Ing.oec.,Ing.oec., Ing.

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