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Feuchte Keller

Anfrage vom 15.05.2010

Frage: Ihren Web-Beitrag zu feuchten Kellern habe ich mit großem Interesse gelesen. Wir beabsichtigen ein Haus von 1950 mit gemauertem Keller zu kaufen, bei dem bereits vor Jahren ein Injektionsverfahren zur Anwendung kam. Meine Frage ist, wie stelle ich möglichst einfach fest,

a. ob das Mauerwerk geschädigt ist (der Besitzer hat die Wände größtenteils gefliest)
b. ob noch aufsteigende Feuchtigkeit zum EG hin vorhanden ist

der Kauf kommt für uns nur infrage, wenn das Abschlagen und Abbürsten des Kellermauerwerks ausreichend ist. Der Keller soll nur als Keller genutzt, die Decke unterseitig gedämmt werden, und die Fassade soll ein WDV-System erhalten, wobei das EG ca. 1 m über Erdreich liegt, sodass ein Teil der Kellerwand von außen abgedichtet werden kann.
Kommt man mit einem Feuchtemessgerät weiter? Wo (UK Kellerdecke, Erdschlag) sind welche Werte in welcher Höhe relevant?
Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir weiterhelfen könnten, denn wir haben ein wenig Angst uns "ein Fass ohne Boden" anzuschaffen.

Antwort: Die horizontale und vertikale Dichtung haben eine Standzeit von etwa 40 bis 60 Jahre. Dann sind diese zwar nicht vollständig kaputt, sollten aber erneuert werden. Sie sollten in den nächsten Jahren eine Vertikalabdichtung auf der Außenseite des Kellers einplanen. Die Fliesen im Keller sind nicht gut, Ihre Maßnahme ist in Ordnung. Bei einem WDV kann die Feuchte im Mauerwerk nur noch nach innen entweichen. Hier müssen Sie die Feuchte über entsprechendes Lüften und Temperieren nach außen abführen. Bei einer Dämmung der Kellerdecke müssen grundsätzlich alle Holzteile aus dem Fußboden entfernt werden. Es kommt hier zu einem Feuchtestau und dies kann zu Entstehung von Holz zerstörenden Pilzen führen. Dies verursacht später zusätzliche Sanierungskosten. Ausnahme ist, wenn die Dielung offenbleibt, also keine Fußbodenplatten (Spanplatten o. a.) und Fußbodenbeläge (PVC) aufgelegt werden. Im folgenden Bild wird der Feuchtetransport und der Feuchteaustausch mit der Raumluft im Keller gezeigt. 1 = gemauertes Gewölbe, 2= Zementestrich, 3=Ausgleichschicht und gleichzeitig für Wärmedämmung, z. B. Leichtbeton

Feuchte in Kellergewölbe

Mit Feuchte Messungen mit einem elektrischen Messgerät können nur Trends bestimmt werden. Eine genaue Aussage, wie viel Mauersalze vorhanden sind und wie hoch die Feuchte ist, kann nicht vorgenommen werden. Hilfreich ist die Messung der Luftfeuchte. Ist diese sehr hoch z. B. größer 80 %, so ist insgesamt mit einer hohen Feuchte zu rechnen. Liegt diese bei 50 %, so ist ein recht gutes Raumklima vorhanden. Hier sind entsprechend weniger Maßnahmen erforderlich. Siehe auch die Beiträge feuchtes Mauerwerk und Mauersalze

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Antwort von
Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
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