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Stockflecken an der bewohnten Kellerdecke

Anfrage vom 05.08.2014

Frage:
Mit großem Interesse haben wir Ihre Publikationen gelesen. Unlängst haben sich an der Decke unseres (bewohnten) Kellerraums relativ helle/transparente, recht unscheinbare Stockflecken gebildet, die im Grunde wie Wasserflecken aussehen und gepunktet sich über fast die ganzen ca. 50 Quadratmeter erstrecken. Ursache ist wahrscheinlich das (falsche) Lüften in Anbetracht der relativ hohen Feuchtigkeit und Temperatur der Außenluft in den vergangenen Tagen bzw. Wochen dieses Sommers, obwohl in den letzten Jahrzehnten so etwas beim Lüften bislang bei uns noch nie entstanden ist.

Muss hierbei mit gesundheitlich negativen Auswirkungen gerechnet werden? Darf man sich weiter in diesem Raum aufhalten? Wie sollte man sich nun verhalten? Wie kann man dies am besten beheben? Gehen die Flecken ggf. von selbst wieder weg, wenn man heizt bzw. nicht mehr tagsüber bei warm-feuchtem Wetter lüftet?

Antwort:
Nach der Beschreibung könnten dies Schimmelpilze sein. Diese befinden sich nicht nur an der Wandoberfläche, sondern auch in der Raumluft. Dispersionsfarben an der Wandoberfläche sind sehr ungünstig. Besser sind Silikatfarben oder Anti-Schimmelfarbe auf mineralischer Basis. (Kein Fungizid nehmen, da diese auch wieder Probleme bereiten können). Das Problem wird im Artikel zur Kellerwohnung erklärt. Die einzelnen Farbeigenschaften finden Sie auch auf meiner Webseite.

Frage:
Vielen Dank. Wenn die Ursachen eines feuchten Kellerraums beseitigt sind, kann dann die mit relativ blassen (Stock-)Flecken gesprenkelte Raumdecke langfristig immer noch gesundheitlich negative Auswirkungen haben? (Diese Flecken sind nicht schwarz, sondern sehen aus, wie getrocknete Wasserflecke nach einer Kondensation.)
Wenn die Ursachen beseitigt sind, werden dann die Flecken mit der Zeit ggf. wieder selbst weggehen?

Antwort:
Die größte gesundheitliche Gefährdung geht von der Belastung in der Raumluft aus. Kann dies reduziert werden, so hat man bereits einen großen Beitrag geleistet. Allerdings geht aber auch von der belasteten Wandoberfläche eine Gefährdung aus. Die Sporen gelangen in die Raumluft und können bei feuchtwarmer Luft eine neue Infektion verursachen. Daher sollten die Flecken bzw. die Wandoberfläche behandelt werden. Geeignet ist Alkohol von der Apotheke. Damit wird die Wandfläche abgetupft. Der Raum muss dabei belüftet werden.
Mehr zu diesem Thema finden Sie in meinem Schimmelpilzbuch.

Antwort von
Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
Dipl.-Ing.oec.,Ing.oec., Ing.

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