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Taubenzecken (Argas reflexus)

Die Lederzecken ernähren sich wie der Hausbock, sind aber nur temporäre Parasiten. Sie leben in den Nestern ihrer Wirte vorwiegend in Fugen Mauerritzen und Schüttung, wobei sie Körperkontakt bevorzugen, also mehrere Tiere zusammen. Bei einer Anwesenheit der Tauben von etwa 2 Jahre können Taubenzecken vorhanden sein. Sie suchen die Opfer nur stundenweise zum Blutsaugen auf. Die Weibchen der Taubenzecke Argus reflexus saugen an dem von ihnen befallenen Hausgeflügel, die besonders in Taubenschlägen vorkommt, sogar jeweils nur 20 bis 40 Minuten. Während die Larven aber die Larven ungefähr sieben Tage lang am Wirt bleib. Die Weibchen nehmen mehrmals Blut auf. Nüchterne Weibchen sind durchschnittlich 4 mm und voll gesogene etwa 9 mm lang. Die Vögel werden durch den Befall oft stark geschädigt. Sind keine Tauben mehr vorhanden, wie zum Beispiel nach einem Dachgeschossausbau, so können diese bis zu 8 Jahre überdauern. Tritt bei den Argasiden spürbarer Nahrungsmangel auf, so wandern diese in Wohnungen oder Arbeitsräume und können auch den Menschen befallen. Der Mensch ist ein Fehlwirt, mit dessen Blut eine Entwicklung in der Regel nicht fortgesetzt wird. Die Anwesenheit ist ein nicht kalkulierbares Risiko.
Die Folgen des Stiches sind sehr unterschiedlich, die von keiner Schädigung über nässende Hautentzündungen, Allgemeinerscheinungen, wie etwa Benommenheit, Fieber, Atemnot, Kreislaufbeeinträchtigung und Sehstörungen, sowie anaphylaktischer Schock reichen können.

Bei Dachböden ist eine Anwesenheit des Wirtes durch Taubenkot und weitere Merkmale einer Nistung gut erkennbar. Es kann auch eine Kontrolle der Anwesenheit der Taubenzecken mit Platanex erfolgen. Die Fugen am Drempel oder an den Säulen werden besprüht. (Dies dient zum Herauslocken der Taubenzecken.) Der Boden wird gründlich gesäubert und weißes Papier ausgelegt. Hierauf fallen dann die Zecken und es kann eine Bewertung erfolgen. Bei Anwesenheit ist eine fachgerechte Bekämpfung vorzunehmen.

Quelle: Crome, Wolfgang u. a.; Urania Tierreich, Wirbellose Tiere 2, Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin 3. Aufl. 1979, S. 227 und 234
Vater, A.; Lehrgangsunterlagen für Hygieneinspektoren, Schädlingsbekämpfung 2000, S.27

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