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Baulexikon


Tipps zum Immobilienerwerb und zum Hauskauf

Familienhäuser in Transkarpatien
Familienhäuser in Transkarpatien

Die Beweggründe eine Immobilie zu erwerben sind recht unterschiedlich. In vielen Fachzeitschriften werden verschiedene Checklisten für die Auswahl einer Immobilie angeboten. Zweck des Angebotes ist die Finanzierung, getarnt mit zum Teil auch sehr nützlichen Informationen. Eine Bank oder eine Bausparkasse verdient nur an der Kreditvergabe. Beratungen und Informationen werden indirekt bezahlt. Da jede Bank natürlich auch ihre eigenen Interessen im Auge hat, sollten zur Immobilienfinanzierung Angebote von verschiedenen Geldinstituten eingeholt werden. Darüber hinaus veröffentlichen unabhängige Institutionen regelmäßig interessante Informationen zum Thema, in denen der Interessierte sehr gut selbst vergleichen kann, welche Finanzierung für ihn die zweckmäßigste ist.

Die Modelle mit Bausparvertrag, Lebensversicherung, Zinsbindung oder nicht sind ausgesprochen vielfältig und verlangen eine intensive Beschäftigung mit der Materie. Tipp: Wertneutrale Online-Berechnung für die Finanzierung von Wohneigentum.

Hier soll ein Problem angesprochen werden, welches oft erst viel später zum Tragen kommen kann und ebenso wichtig wie die Finanzierung ist.

Fachwerkhaus in Tautenhain

Die Fragen sollten gründlich durchdacht und auch ausführlich mit Bekannten, der Familie und evtl. mit Kollegen besprochen werden. Ihre Meinung sollte bei der Überlegung einfließen. Zusätzlich sind verschiedenste Informationen einzuholen und diese sind sehr kritisch zu bewerten.

Nur wenige Aspekte sollen diese Überlegungen begründen. Der Immobilienmarkt ist nicht immer so wertbeständig wie er von den Hausverkäufern oder Banker dargestellt wird. Territorial unterliegt dieser größeren Schwankungen. Wirtschaftlicher Aufstieg und Niedergang ganzer Gebiete wirken sich auf den Immobilienmarkt aus. (Beispiel das Ruhrgebiet.) Ist ein ungeplanter Verkauf wegen Arbeitsplatzwechsel erforderlich, so kann es zu erheblichen Verlusten führen. Der Verkaufserlös kann dabei unter Umständen weit unter den Herstellungskosten liegen, da gerade in strukturschwachen Regionen eine geringe Nachfrage bei gleichzeitig hohem Angebot vorliegt. Im Norden von Schleswig-Holstein sind hochwertige Immobilien wegen der verhältnismäßig ungünstigen Arbeitsmarktlage schlecht zu verkaufen und dann oft nur mit Verluste.
Hier kann es in der Tat sinnvoll sein, ein eigenes Haus zu bauen. Und zwar nicht nur, weil es möglicherweise auf Grund der hohen Mieten auf die Dauer preiswerter ist, den Kredit für das Eigenheim abzubezahlen (Eigentum oder Miete?). Bestimmte Regionen haben eine dauerhafte Anziehungskraft, die oft in der Kombination Landschaft plus Verdienstmöglichkeiten sogar tendenziell steigt und damit die Immobilie im Laufe der Zeit immer wertvoller macht. Ganz anders selbst in Großstädten in den neuen Bundesländern. In Süddeutschland ist dies dagegen kaum der Fall. Beim Standort um Leipzig haben sich ganze Scharen von Volkswirte und Finanzexperten geirrt. Die langfristigen Mieteinnahmen waren viel zu hoch kalkuliert. Nur wenige haben den Immobilienmarkt langfristig realistisch eingeschätzt. Die Folge sind hohe Leerstände, Mieten weit unter der Kalkulation und massenhafte Überschuldung der Hauseigentümer.

Eine Immobilie die selbst nicht mehr genutzt wird oder sich nicht mehr wenigstens zu den Herstellungskosten plus laufendende Instandsetzungkosten abzüglich der Mietersparnis während der Nutzungszeit verkaufen lässt, ist ein Verlust. Andererseits kann die mit dem Haus verbundene Ortsgebundenheit mit niedrigeren Einkommen oder sehr langen Arbeitswegen verbunden sein. In diesem Fall muss man aber auch genau kalkulieren und alle Kosten des jetzigen Grundstücks mit den Kosten des neuen Hauses oder Wohnung vergleichen. In diesem Fall ist nicht die Maklerformel anzusetzen, sondern eine richtige Wirtschaftlichkeitsberechnung durchzuführen und den jeweiligen Wert des Grundstücks oder der Wohnung zu bestimmen. Der Preis stimmt nicht mit dem Wert überein. Zum Beispiel hat eine behindertengerechte Wohnung für einen älteren Menschen einen ganz anderen Wert als für einen jungen Menschen. Aus diesem Grund soll auf eine interessante Betrachtung und Berechnung "Ist Kaufen wirklich billiger als Mieten?" hingewiesen werden.
"Das Eigenheim als Altersvorsorge" oder "Kaufen ist billiger als Mieten" - jeder von uns kennt Slogans, die für einen Immobilienkauf werben. Doch ist wirklich wahr. Dieser Beitrag stammt von Moneta Finanzstrategien.

Autor:
Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
Dipl.-Ing.oec.,Ing.oec., Ing.

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