Ingenieurbüro Peter Rauch
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Die Kulturstadt Leipzig entdecken: ein Spaziergang durch die Geschichte Leipzigs.

am Völkerschlachtdenkmal gemiensam mit Bekannten aus der Ukraine

Die Messestadt Leipzig kann auf eine über 800-jährige Geschichte zurückblicken. Hier am Zusammenfluss der Weißen Elster und der Pleiße kreuzten sich zwei wichtige Handelsstraßen. Es blühte der Handel und die Stadt wuchs zu einem wichtigen Handelszentrum in Europa heran. Vor dem Zweiten Weltkrieg war Leipzig die 3. größte Stadt in Deutschland, nach Berlin und Hamburg. Viel wichtige Persönlichkeiten verweilten in Leipzig, wie Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe oder Johann Sebastian Bach.

Gedenktafel an Johann Sebastian Bach

Goethes Faust handelt im Auerbachs Keller oder vor 200 Jahren erlitten Napoleons Truppen in Leipzig eine schwere Niederlage. Das Völkerschlachtdenkmal erinnert an diese Schlacht und ist zugleich das Wahrzeichen von Leipzig. Mir ist es auch nicht bekannt, ob es in einer anderen Stadt Deutschlands noch eine Russisch-orthodoxe Kirche gibt. Im geschlossenen Stadtzentrum befinden sich zahlreiche historische Handelshäuser. Sie strahlen nach wie vor den Reichtum der ehemaligen Bürger diese Stadt aus. Der Kopfbahnhof von Leipzig war lange Zeit der größte Bahnhof in Europa. Durch Umbauten mit Einkaufszentrum über 3 Etagen und einem Parkhaus wurde der Teil für den Zugverkehr verkleinert, sodass der Bahnhof nun auf den 2. Platz gerutscht ist. Aber nicht nur die Stadt mit ihren zahlreichen Restaurants und kulturellen Einrichtungen prägen das Stadtbild, sondern quer durch die Stadt zieht sich der größte zusammenhängende Auenwald Europas. Rings um Leipzig, sind die Restlöscher der Tagebaue zu einer wunderschönen Seenlandschaft verwandelt wurden. Von Goethe stammt der Ausspruch:"Mein Leipzig lob' ich mir!" Dieser hat nicht an Bedeutung verloren. Die Stadt strahlt einen besonderen Reiz aus. Ich selbst liebe meine Stadt. Aber auch meine Frau, sie blieb nach ihrem Studium in der wunderbaren Stadt Kiew wohnen, hat sich sofort nach der ersten Begegnung mit dieser Stadt in Leipzig verliebt. Leipzig wird von Jahr zu Jahr immer schöner. Es lohnt sich auf jedem Fall, einen Kurzurlaub in Sachsens Metropole Leipzig zu machen. Nachfolgend nur drei kleine Beispiele von meiner Heimatstadt Leipzig.

Altes Leipziger Rathaus

Mitte der 14. Jahrhunderts baute man an der Ostseite des Leipziger Marktes das erste Rathaus der Stadt. Das wurde damals nötig, um alle Aufgabenbereiche der städtischen Verwaltung von damals unter einem Dach zu bekommen. Das Gebäude wurde dann im 14. und im 15. Jahrhundert weiterhin ausgebaut. Erst 1905 zog die Stadtverwaltung in das neue Gebäude - das Neue Rathaus - ein. Das Alte Rathaus wurde daraufhin 1911 zu einem Stadtgeschichtlichen Museum umstrukturiert. Als interessant gilt die Position des Turmes. Er teilt das Rathaus nach dem Prinzip des Goldenen Schnittes.

am Alten Rarhaus

Die Alte Handelsbörse besuchen

Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde es zu Tradition, sich unter den Kaufleuten in neutralen Räumlichkeiten zu treffen, um über Geschäfte zu reden oder Geschäftsabschlüsse zu besiegeln. So wurde 1678 am Naschmarkt mit dem Bau der Alten Handelsbörse begonnen. Nach nur einem Jahr Bauzeit konnte man schon in dem Rohbau den Handel betreiben. Der wunderschöne barocke Bau wurde aber erst 1687 fertiggestellt. Somit gilt die Alte Handelsbörse als das älteste Versammlungsgebäude der Kaufleute in Leipzig. Während des 2. Weltkriegs wurde das Gebäude vollständig ausgebrannt und 1943 notdürftig mit einem Dach vor dem endgültigen Ruin gerettet. Seit den 50. Jahren vergangenen Jahrhunderts hat man begonnen, der Alten Handelsbörse ihren alten Glanz zurückzugeben. Zwischen 1992 und 1995 wurde der Bau dann endgültig und vollständig restauriert und ganz im Baustil des frühen Barocks erneuert. Heutzutage, vom Stadtgeschichtlichen Museum verwaltet, dient das Gebäude als Platz für vornehme kulturelle Veranstaltungen und festliche Empfänge. Vor wenigen Tagen, am 1. Oktober 2013, fand hier die Veranstaltung "Gute Geschäfte für Leipzig - der Soziale Marktplatz" statt, an der wir auch teilnahmen.

Das Leipziger Opernhaus

Wenn man von Oper in Leipzig spricht, blickt man auf eine lange Tradition zurück. Schon im 17. Jahrhundert fanden in Leipzig auf einer Musiktheaterbühne verschiedene Aufführungen statt. Im Jahre 1729 baute man in dieser Stadt das erste Opernhaus, das am Brühl erbaut wurde. Seit dem Jahr 1868 diente für Opernaufführungen das Neue Theater am Augustusplatz. Im 2. Weltkrieg wurde jedoch das Operngebäude zerstört und am gleichen Ort zwischen 1956 und 1960 neu erbaut. Als Kind kann ich mich noch genau an die Errichtung dieses Gebäudes erinnern. Besonders an den Schwanenteich neben dem Operngebäude. Damals galt das Haus als der größte und repräsentativste Theaterneubau in der DDR. Ich selbst bin kein großer Anhänger der Opernmusik, aber alle Besuche haben mich sehr beeindruckt. Nicht nur die Darbietung, sondern auch das Gebäude selbst. Nach 40 Jahren wurde im Jahr 2007 eine grundlegende Renovierung erforderlich, so dass das Operngebäude am Augustusplatz, gemeinsam mit dem Gewandhaus und dem neuen Gebäude der Leipziger Universität ein schönes Stadtbild bilden.

Am Kulkwitzer See
Der Kulkwitzer See, einer der zahlreichen Seen um Leipzig.

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