Feuchtigkeitsschäden

können durch unsachgemäße Nutzung entstehen, unvollständige oder unwirksame Abdichtungen (vertikal- und horizontal), nicht fachgerechte Detailausbildung, ungenügende Durchlüftung, Kondenswasserbildung oder fehlende bzw. fehlerhafte Dampfbremse, defekte Dachentwässerung Rohrbrüche, starken Schlagwasseranfall an gefährdeten Fassaden usw. Das eindringende Boden-, Oberflächenwasser oder Kondenswasser verursacht in den Baustoffen ungewollte chemische und physikalische Vorgänge. Die eindringende Bodenfeuchtigkeit führt bauschädliche Salze in Form von gelösten Bodenmineralien in das Mauerwerk ein und aktiviert zudem mehr oder weniger auch die Salze in den Mauersteinen und im Mörtel. Eindringendes Regenwasser führt infolge Absorption von Gasen aus der Luft (Z.B. SO2) ebenfalls zu einer Salzbelastung. Neben der Ausweitung einer Salzbelastung und die mögliche Zerstörung der betreffenden Bauteile (Putzabsprengungen, Mörtel- und Steinzerstörungen) ergibt sich auch die Herabsetzung der Wärmedämmung durchfeuchteter Bauteile (starke Kondensatbildung), Frostschäden an feuchten Bauteilen, Zersetzungs- und Auflösungserscheinungen organischer Baustoffe, Verformungserscheinungen bei feuchtigkeitsempfindlichen Baustoffen sowie Bildung von holzzerstörenden Pilze und Insekten.

Trocknung von feuchten Bauwerksteilen


Baulexikon von Ingenieurbüro Peter Rauch