Holzbalkendecke

Bei Holzbalkendecke ist die Wärmedämmfähigkeit meist ausreichend, die Schalldämmfähigkeit dagegen nicht. Leichte Trennwände benötigen Unterstützung und sind nur mit Hilfskonstruktionen (Träger oder doppelter Balkenlage) umsetzbar. Fertigelemente aus verleimten Balken in Lamellen- oder Hohlkörperbauweise sind zur Aufnahme weiterer Tragelemente oder Plattenhohlkörper geeignet, besonders als Dachelemente. Die Balkenlage im Abstand von 65 cm bis 85 cm wird mit einer Ausfachung (Einschub- oder Wickelboden), darauf Auffüllung mit ausgeglühtem Sand, Kies, Koksasche, Blähton, ggf. Lehmschlag, ausgeführt. Bauholzgüteklasse 2 ist ausreichend. Die Balkenrichtung innerhalb eines Raumes sollte grundsätzlich beibehalten werden, ebenfalls die Unterkonstruktion der Putzdecke. Die Deckenbalken sind im Abstand von 2 m im Mauerwerk zu verankern, die Balken untereinander mit Spannbalken auszusteifen, die Balkenköpfe sind gegen Feuchtigkeit zu schützen bzw. zu imprägnieren und luftumspült einzubauen. Bild HolzbalkendeckeEine Trittschallverbesserung kann durch Trennung des Fußbodens vom Balken z. B. durch eine elastische Dämmschicht, Erhöhung des Gewichtes der eingeschobenen Zwischendecke und eine biegeweiche Unterdecke erfolgen.



Beispiel mit Trittschalldämmung und Parkett sowie abgehängter Decke.

 

 




Baulexikon von Ingenieurbüro Peter Rauch