Kondensation und relative Feuchte

Unter Kondensation versteht man die Abscheidung von Wasserdampf aus der Umgebungsluft. Luft ist in der Lage, bei jeder Temperatur Feuchtigkeit aufzunehmen. Den Feuchtigkeitsgehalt gibt man mit der jeweiligen Temperatur als relative Luftfeuchtigkeit an. Die Aufnahmekapazität ist für Luft in Abhängigkeit von der Temperatur begrenzt. Wird dieser Begrenzungspunkt erreicht (Sättigungsfeuchte), scheidet sich Wasserdampf als flüssiges Wasser ab (Kondensation). Das Verhältnis vom Feuchtigkeitsgehalt der Luft zu Sättigungsfeuchte nennt man relative Luftfeuchtigkeit (rel. F).Beispielsweise beträgt bei 20&odrm;C die maximale Wasserdampfkonzentration in 1 m3 Luft 17,29 g. Dieser Wert entspricht 100 % relativer Luftfeuchtigkeit. Wird die Luftfeuchtigkeit durch weitere Wasserdampfzufuhr erhöht, scheidet sich der Wasserdampf, der nicht mehr von der Luft aufgenommen werden kann, ab. Wird der Wasserdampfgehalt bei der gleichen Temperatur halbiert, spricht man von einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50%.

Luftfeuchtigkeit in der Wohnung - eine Ursache für die Schimmelpilzbildung.


Baulexikon von Ingenieurbüro Peter Rauch