Regeln der Baukunst

Zu dem Rechtsbegriff "allgemein anerkannte Regeln der Baukunst" hat das Reichsgericht bereits im Jahre 1910 in einem Urteil (RGSt 44, 86) eine Auslegung gegeben, auf die auch heute noch ausnahmslos zurückgegriffen wird. Als allgemein anerkannte Regeln der Technik sind danach solche anzusprechen, die sich aus der Summe aller Erfahrungen im technischen Bereich ergeben, deren Bewährung in der Praxis feststeht und von deren Richtigkeit die Fachleute überzeugt sind. Hierzu zählen somit sowohl die oft ungeschriebenen Regeln handwerklicher Ausführung als auch die Regeln, die bei der Planung und Bemessung baulicher Anlagen zu beachten sind und die z. B. in DIN-Normen festgeschrieben sind. Wobei die DIN nicht gleich Regel der Baukunst ist.



Baulexikon von Ingenieurbüro Peter Rauch