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Gussasphalt Verwendung und Eigenschaften

Gussasphaltbeläge werden als fugenlosen Unterboden oder als Nutzbelage verwendet. Er ist unempfindlich gegenüber von Wasser und aufsteigende Feuchtigkeit. Bei der Sanierung der Fußböden im Altbaubereich haben sie den Vorteil, dass kein Verarbeitungswasser benötigt wird. Es wird eine verhältnismäßig dünne gleichmäßige Schicht aufgebracht (2 bis 3 cm), so dass die Eigenlast der Decke nicht allzu sehr zunimmt.

Der Gussasphalt wird meist neben dem Gebäude in einem fahrbaren Behälter erhitzt. Die Holzeimer werden über einen Schrägaufzug gleich in die entsprechende Etage transportiert und dort auf der vorbereiteten Fußbodenfläche ausgebreitet. Vorher wurde die gewünschte Fußbodenhöhe über den Meterriss an die angrenzenden Wände übertragen. Die Verarbeitung geht sehr schnell und man hat eine gleichmäßige durchgehende Fußbodenoberfläche. Nach dem der zähflüssige Asphalt etwas abgekühlt (aber noch nicht kalt) ist, erfolgt eine Abstumpfung (abgerieben) der Oberfläche mit sehr feinem Sand. Je nach Abkühlung kann man den Boden bereits nach 2 bis 3 Stunden betreten werden. Zweckmäßig sollten die anderen Gewerke erst am kommenden Tag die Arbeiten fortführen.
Gussasphalt besteht aus Bitumen, Mineralstoffen (Sand, Splitt, Kies) und Additive. Bitumen besitzt eine hohe Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Wasser und Chemikalien und ist unter normalen Bedingungen nicht brennbar. Allerdings ist es bei Erhitzung je nach Art der Mischung brennbar und setzt stechende Dämpfe frei. (Baustoffklasse B 1 nach DIN 4102)
Gesundheitliche Risiken treten bei der Heißverarbeitung der Belagsmasse durch die Gefahr von Hautverbrennungen (Erhitzung 220 bis 250ºC) und durch Rauchgasentwicklung auf, daher ist eine ausreichende Belüftung erforderlich. SUVA empfiehlt das Tragen von Atemschutzmasken. Medizinisch umstritten und unterschiedlich beurteilt werden chronische Gesundheitsgefahren durch längeres Einatmen von Bitumendämpfen bei der Produktion und Verarbeitung.

Quelle:
Schwarz, Jutta ; Ökologie im Bau, 4. Aufl. Verlag Paul Haupt Bern-Stuttgart-Wien 1998, S.130
Scholz, Wilhelm; Baustoffkenntnis, 13. Aufl. Werner Verlag 1995, S. 372


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