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Die Beschreibung und Eigenschaften von Polyurethane PUR

Polymere aus mehrwertigen Alkoholen die mit mehrwertigen Isocyanaten (zum Beispiel Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat oder Toluylendiisocyanat) vernetzt werden. Lineare PUR sind thermoplastisch; mit zunehmender Vernetzung entstehen gummielastische und duroplastische Produkte (zum Beispiel Polyuretankautschuk). Die Eigenschaften werden durch die Zusätze bestimmte und sind sehr unterschiedlich.

Besondere Bedeutung hat PUR außerdem bei der Herstellung von Schaum- und Dämmstoffen (Weich- und Hartschaum). Der Hartschaum als selbsttragendes Bauelement und als Integralschäume. Die Hartschaumplatten sind weitgehend dampfdicht, durch die geschlossenzellige Struktur nehmen sie nur sehr gering Wasser auf, sind druckfest und unverrottbar.
Weitere Anwendungsformen sind massiver fester oder gummielastischer Werkstoff für technische Artikel, wie Sitzmöbel, Gießharze, Lackharze, Polyurethan-Dichtstoffe (Zweikomponenten-Fugendichtstoff bei den Isocyanate und Polyole vermischt werden und miteinander reagieren sowie Einkomponenten-Fugendichtstoff, die durch Aufnahme von Luftfeuchtigkeit aushärten Chemiefaserstoffe, Klebeharze, Beschichtungsmassen für Kunstleder und Textilhilfsmittel. PUR-Lacke und -Kleber gibt es meistens in zwei Komponenten als Stammharz und Härter, beide in der Regel in aromatenhaltigen Lösemittelgemischen. Als modifizierender Bestandteil ist PUR auch zum Beispiel in Acrylat-, oder Nitrozellulosebindemitteln enthalten. Diese Polyurethanlacke gibt es auch als Einkomponentenlack. Die Lacke sind säure- und kondenswasser- sowie lösemittel- und fettbeständig.

Dabei wurden bis vor kurzer Zeit noch massenhaft Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zum Beispiel Monoflurtrichlormethan CFCl3) als Treibmittel eingesetzt. Inzwischen benutzt man dafür Ersatzstoffe, deren Wirkung auf die Zerstörung der Ozonschicht1) der Stratosphäre etwas geringer ist jedoch nicht ausschließt. Versuche, Kohlendioxid als Treibmittel einzusetzen, sind bisher nicht sehr erfolgreich. Die Wärmedämmeigenschaft von PUR, das mit Kohlendioxid aufgeschäumt wurde, ist sehr schlecht.

Die Isocyanate gehören zu den Alltaggiften. Sie kommen in den Klebern formaldehydfreier Spanplatten und in den o.g. 2-Komponeten-Lacken oder -Harzen vor, die zum Beispiel für die Versieglung von Holzfußböden verwendet werden können. Die Härterkomponente ist immer ein Diisocyanat. Bei großflächiger Anwendung bleibt die Raumluft auch nach dem vollständigen Abbinden noch stark belastet. Der MAK-Wert liegt bei 0,01 ppm beziehungsweise ml/m3. Isocyanate sind außerordentlich starke Allergene, die asthma- oder heuschnupfenähnliche Symptome hervorrufen. Die Asthmaanfälle können bereits bei einem Zehntel des oben genannten MAK-Wertes ausgelöst werden. Von der amerikanischen Arbeitsschutzbehörde ist daher ein Grenzwert von 0,005 ppm empfohlen. Bei Allergikern führen bereits geringe Spuren von Diisocyanaten zu heftigen Reaktionen.

Ergänzung/Vergleiche:Isocyanat

1)Die Autoren Roger A. Maduro, Ralf Schauerhammer weisen im Buch "Ozonloch, das mißbrauchte Naturwunder" darauf hin, daß FCKWs kein Loch in unsere Atmosphäre fressen. Die beiden Forscher haben das wissenschaftlich Erkennbare an der Ozonhypothese umfassend untersucht und zusammengestellt. Dabei stießen sie auf ungeheure Interessenverquickungen zwischen denen, die behaupten, der Mensch erzeuge durch sogenannte FCKWs Ozonlöcher, Unternehmen der chemischen Industrie, die teurere Ersatzstoffe verkaufen wollen, und verwaltungssüchtigen Politikern. Sie stellen ausführlich dar, dass es sich beim Ozonloch um ein natürliches Phänomen handelt, dass in erster Linie durch "winterliche Wirbel" sowie natürliche Chlorquellen wie Vulkane und nicht durch die"bösen FCKWs" jedes Jahr aufs neue entsteht. Außerdem zeigen die angeführten Messdaten, dass es in den letzten Jahrzehnten nicht zu einer Vergrößerung des Ozonlochs und auch nicht zu den befürchteten negativen Auswirkungen - nämlich dem Anstieg der UV-Strahlung - kam.[1]

Quelle:
Kur, Friedrich ; Wohngifte, Handbuch für gesundes Bauen und Einrichtungen, 3. Aufl. Verlag Eichborn, 1993, S. 566
Schröter, Werner, u. a. Chemie, VEB Fachbuchverlag Leipzig 1986 S. 591
Scholz, Wilhelm u. a.; Baustoffkenntnis, Werner-Verlag, 13. A. 1995, S.554, 622, 649, 653
Daunderer, Max; Gifte im Alltag, 1. Aufl. München: Beck, 1999, S. 108

[1] Buchbesprechung http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3925725113/unglaublichkeite/302-5114787-2863200))


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