ib-rauch.de verwendet Cookies von Google, Facebook Amazon.Weitere Informationen.
ib-rauch.de
Bauratgeber::Tipps   Bauphysik   Feuchte Keller   Haussanierung   Baubiologie   Holzbau   Immobilien   Konstruktionen   Raumklima   Fragen   Altbausanierung - Bücher   Download   Impressum

Der richtig Aufzug für altersgerechtes Wohnen

Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Es werden Wohngebäude benötigt, in denen die älteren Menschen ungehindert selbstständig ihre täglichen Aufgaben ohne bzw. nur mit geringer fremder Hilfe verrichten können. Früher gab es die Familie, sodass die jüngeren Familienmitglieder sich um die Älteren kümmern konnten. Eine gesellschaftliche Fehlentwicklung führt zu einem sehr großen Anteil an Singlehaushalten. Diejenigen, die Arbeit haben, gehen früh aus dem Haus und kommen spät am Abend wieder zurück. Hinzu wohnen sie auch an einem anderen Ort und eine ständige Hilfe und Betreuung ihrer Verwandten kann auch aus dieser Sicht nur in wenigen Fällen erfolgen.

Modernisierung von Aufzügen

Eine der größten Probleme für ältere Menschen ist das Treppensteigen. Der Treppenlift ist vorwiegend für das Ein- bzw. Zweifamilienhaus gedacht. Sie können zwar auch in einem Mehrfamilienhaus eingebaut werden, aber hier entsteht dem ein hoher Kostenaufwand gegenüber. Bei vielen älteren Mehrfamilienhäusern in Leipzig, welche in den letzten Jahren saniert wurden, wurden gleich Aufzüge eingebaut. Man sieht auch nachträglich angebrachte Aufzüge auf der Außenseite neben dem Treppenhaus.

Nicht alle Aufzüge erfüllen jedoch optimal die Bedingungen für den Transport von älteren oder gar behinderten Menschen. Ältere Menschen sind beim Laufen nicht mehr so sicher und müssen sich irgendwo festhalten. Man muss aber auch gut mit dem Rolllader oder den Rollstuhl hinein aber auch gut wieder herausfahren können. Dabei müssen alle Bedienungselemente des Aufzugs auch aus dem Rollstuhl gut erreichbar und übersichtlich und logisch angeordnet sein. Mit der Modernisierung von Aufzügen werden sowohl die Antriebselemente aber auch die Aufzugskabine auf den neuesten technischen Stand gebracht. Die helle und kontrastreiche Kabine verbessert die Benutzung. In den nachfolgenden Bildern sehen Sie den Unterschied vor und nach der Modernisierung.

Aufzug Aufzug modernisiert
Bildquelle: https://www.aufzugtechnik-weber.de/leistungen/modernisierungen/

Altersgerechte Wohnung

In den älteren Wohnungen aus der Gründerzeit waren in der Regel breite Türöffnungen vorhanden. Allerdings öffneten sich diese meistens in den Korridor, sodass diese bei der Benutzung eines Rollladers oder gar Rollstuhl behindern. Bevor zu kleine Türöffnungen nachträglich vergrößert werden, sollte auch über den teilweisen Einbau von Schiebetüren nachgedacht werden. Auch sind eine Reihe von Wohnungen aufgrund ihres Grundrisses, der Anordnung der Türen und der Korridorbreite bzw. Verwinklung wenig für ein behindertengerechtes Wohnen geeignet. Einig denken, die funktionellen Türschwellen weg, statt einer Badewanne eine ebenerdige Dusche und ein paar Bügel neben dem Toilettenbecken reichen schon aus. So einfach ist das eben nicht. Ich denke, hier müssten korrekte Studien erstellt werden, welche die Wünsche der älteren Menschen berücksichtigen und nicht nur den Ansichten der Architektur entsprechen. Es wird auch vergessen, dass die Aufmerksamkeit und Konzentration der älteren Menschen etwas nachlässt. Sie sollen so lange wie möglich alle Ihre alltäglichen Aufgaben selbstständig nachgehen können. Pflegekräfte sollten nur das ausgleichen, wozu man selbst nicht mehr in der Lage ist. Pflegedienste sind ein Business, was nur so lange erfolgreich funktioniert, wie die Pflegekasse bezahlt.

Kurze Wegstrecken und Parks

Um selbst bei hohem Alter oder einer Behinderung noch aktiv oder auch indirekt am Leben teilzunehmen, müssen die Bewohner auch ihre Wohnung verlassen können. Einer der wichtigsten Voraussetzung ist die Begehbarkeit der Treppe bzw. die Benutzung des Fahrstuhls. Eine weitere Voraussetzung sind kurze Wegstrecken zu den wichtigsten Einkaufsmöglichkeiten und zum Arzt. Also Wegstrecken, welche einfach sind und die man sich merken kann. Ebenso sollte sich möglichst viel Grün in der Umgebung des Hauses befinden. Also kleine Parks oder Spielplätze mit Sitzgelegenheiten, von wo man die Natur oder auch das Leben beobachten kann und (sehr wichtig) auch mit anderen Leuten ins Gespräch kommt.


Autor:
Faching., Dipl.-Ing.oec., Dipl.-Betrw.(FH), Ing. Peter Rauch Ph.D.
Peter Rauch Ph.D.
Dipl.-Ing.oec.,Ing.oec., Ing.

Peter Rauch auf Google+ Peter Rauch auf Facebook Peter Rauch auf Twitter Peter Rauch auf Autorenseite Amazon.de

 © Bauratgeber::Tipps:: Kategorien  |  Marktplatz der Bauideen  |  Sanierungskosten  |  Bauökonomie  |  Catalog-web  |  LIB  |  Gesundheitserhaltung  |  Baukulturen  |  | Impressum |  Datenschutzerklärung | 7/2018