Ingenieurbüro Arbeitsgestaltung und Baubiologie Peter Rauch

Kellerdeckendämmung für die Energieeffizienz

Fast alle aktuellen Entwürfe für Neubauten gereichen den heutigen modernen Ansprüchen in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Doch auch bei einem älteren Haus kann man noch einiges optimieren. Im Speziellen wäre da zum Beispiel die Dämmung der Kellerdecke zu nennen, die den Hausbesitzern einige Kosten ersparen kann. An dieser Stelle wollen wir diesbezüglich ein paar (hoffentlich) nützliche Hinweise und Tipps geben!

Die Vorteile liegen auf der Hand

Um Heizkosten zu sparen, ist eine gute Dämmung der Außenwände natürlich unabdingbar. Was das betrifft, haben wir unseren Lesern ja schon einige Tipps gegeben. Wie Außenwände gedämmt und Schimmel vermieden wird, dürfte zu diesem Zeitpunkt also dem einen oder anderen bereits klar sein. Die Kellerdecke wird allerdings oft vernachlässigt und genau an diesem Punkt wollen wir nun ansetzten! Was muss also gemacht werden? Bei einer Fußbodendämmung werden Dämmplatten von unten an der Kellerdecke befestigt. Im Erdgeschoss macht sich diese Veränderung schnell bemerkbar und wenn die Fußbodenkälte erst einmal verschwunden ist, bessert sich auch das Wohnklima deutlich. Auch auf die eigene Brieftasche wirkt sich die Kellerdeckendämmung positiv aus, können die Energiekosten doch um bis zu 10 Prozent reduziert werden. Häuser, die vor mehr als zwanzig Jahren ihr Richtfest feierten, verfügen nur in den seltensten Fällen über eine Kellerdeckendämmung. Es ist nämlich so, dass erst im Jahr 1995 die Energieverordnung (EnEV) in Kraft trat und somit festlegte, dass Neubauten über eine außenseitige Perimeterdämmung sowie eine Bodenplattendämmung verfügen müssen. Ist man im Besitz eines älteren Hauses, bei dem noch keine Kellerdeckendämmung vorgenommen wurde, muss man natürlich noch nicht verzagen. Diese Maßnahme lässt sich zum einen mit einem moderaten Kostenaufwand realisieren und zum anderen rentiert sich die Investition schon nach kürzester Zeit durch die Einsparungen. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Anbringung einer solchen Dämmung auch mit einigen kleineren und manchmal auch größeren Problemen verbunden ist. Das größte Problem ergibt sich meist, weil im Keller eine Mindestdeckenhöhe eingehalten werden muss und zudem auch der Raum zwischen Decke und Tür nicht zu gering sein sollte. Der Dämmstoff, der an der Kellerdecke angebracht wird, sollte idealerweise eine Stärke von 10 bis 15 Zentimetern aufweisen.

Die Montage: Sicherheitsschuhe und Zusatzbefestigung

Da eine Deckenmontage relativ anstrengend sein kann und erfahrungsgemäß auch öfter mal etwas herunterfällt, empfehlen wir unseren Lesern Sicherheitsschuhe und regelmäßige Pausen. Normalerweise besteht eine Kellerdeckendämmung aus Dämmplatten, die an die Kellerdecke geklebt werden. Ist die Deckenfläche allerdings besonders groß, empfehlen wir unseren Lesern den Gebrauch einer Zusatzbefestigung. Diese kann beispielsweise mit Dübeln erfolgen. Nach der Anbringung können die Platten natürlich auch noch verputzt, verkleidet oder gestrichen werden, damit eine ebene Fläche entsteht.

www.ib-rauch.de | Inhaltsverzeichnis| 12/2011  
Ingenieurbüro Arbeitsgestaltung u. Baubiologie Peter Rauch - Leipzig -