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Günstige Wärme dank Kombination von Heizstrom und Wärmepumpe

Wer über die Sanierung eines Altbaus oder auch nur den Austausch seiner bisherigen Heizungsanlage nachdenkt, der sollte sich unbedingt auch über die Möglichkeiten von mittels Heizstrom betriebener Heizungssysteme informieren. Lange Zeit über waren Stromheizungen sehr verbreitet und aktuell werden Wärmepumpen immer beliebter bei Verbrauchern, mehr als 2 Millionen Haushalte in Deutschland heizen aktuell mit Strom. Was also sind die Besonderheiten des Heizstroms?

Verwendung von Heizstrom

Lange Zeit war Strom viel zu kostbar zum Heizen. Mit dem Siegeszug von Nachtspeicheröfen änderte sich dies: Günstiger Strom konnte in den Nachtstunden für die Versorgung der Öfen sorgen. Zunächst mag es nicht direkt einleuchten, warum man Strom zum Heizen nutzen sollte, insbesondere da die Strompreise in Deutschland sehr hoch liegen. Auch aus ökologischer Sicht wird nicht direkt klar, warum man eine Heizungsanlage auf diese Art betreiben sollte.

Reine Stromheizungen, wie es Nachtspeicherheizungen sind, gelten schon lange als nicht mehr zeitgemäß und sind tatsächlich weder in Bezug auf Kosten noch in Bezug auf Energieeffizienz wirtschaftlich zu betreiben.

Wir selber hatten in unserem Haus in Leipzig Nachspeicheröfen und hatten diese mit moderne Kaminöfen kombiniert (siehe Bild). Die Nachspeicheröfen sorgten über die Messfühler und den Computer für eine Grundwärme. Damit hatten wir den Stromverbrauch auf circa 30 % gesenkt. Alternativ hatten wir aber auch über eine Wärmepumpe für die Zukunft nachgedacht.

Kombination Kaminofen und Nachtspeicher

Heute gibt es jedoch diverse andere Möglichkeiten, die positiven Vorteile von Heizstrom zu nutzen - bei Verwendung von punktuellen Infrarotheizungen, einer elektrisch betriebenen Fußbodenheizung oder vor allem auch in Verbindung mit einer modernen Wärmepumpe. Mit dem im Vergleich zu Allgemeinstrom günstigen Heizstrom lassen sich die Heizkörper erhitzen oder auch die Wärmepumpe antreiben. Im Gegensatz zu fossilen Heizmitteln (Gas, Öl, Kohle) ergeben sich aus der Nutzung von Heizstrom durchaus Vorteile, wenn mit entsprechenden Heizsystemen geheizt wird.Vor allem in modernen, energieeffizienten Gebäuden mit einer ausreichenden Wärmedämmung, in denen wenig Energie zum Heizen benötigt wird, macht sich die Verwendung von Heizstrom bezahlt.

Infrarotheizungen

Infrarotheizungen eignen sich nicht zum Heizen eines kompletten Gebäudes, wohl aber in einzelnen Räumen. Die Vorteile dieser Heizungen liegen in ihrer Wärmewirkung. Im Gegensatz zu regulären Heizkörpern geben sie ihre Wärme gleichmäßig an alle Körper im Raum ab, was für eine besonders angenehme Wärme sorgt.

Strom-betriebene Fußbodenheizung

Auch eine Strom betriebene Fußbodenheizung sollte nicht für die Versorgung eines gesamten Gebäudes zum Einsatz kommen. Sie eignen sich unter anderem auch ideal dazu, um Feuchtigkeitsprobleme im Bad zu minimieren (Infos) - gerade im Winter. In einzelnen Räumen jedoch kann die gleichmäßige Verteilung der Wärme für ein angenehmes Klima sorgen. Die Installation einer solchen Heizung ist besonders einfach zu verlegen und besonders wartungsarm. Eine Fußboden-Teilspeicherheizung kann zudem mit günstigem Heizstrom betrieben werden.

Wärmepumpen

Die Investition in Wärmepumpen zahlt sich aus, hier ist es durchaus sinnvoll das gesamte Gebäude mit der von dieser erzeugten Wärme zu heizen. Wärmepumpen nutzen Umweltenergie zur Wärmeerzeugung. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 60.000 neue Wärmepumpen in Haushalten installiert. Der Stromverbrauch ist im Vergleich zu reinen Stromheizungen wesentlich geringer, dass der Strom hier nur dazu dient, zusätzliche Energiequellen, Erdwärme, Grundwasserwärme oder in seltenen Fällen auch Luftwärme nutzbar zu machen. Damit sich die Investition in eine Wärmepumpe auch tatsächlich auszahlt, muss die gewählte Anlage zum einen sehr effizient sein, zum anderen muss ein günstiger Heizstromtarif gewählt werden. Weiterhin muss die Wärmepumpenanlage dem Heizbedarf des Gebäudes entsprechend dimensioniert werden. Unter optimalen Bedingungen wird somit nicht nur der Geldbeutel, sondern auch die Umwelt geschont.

Man kann davon ausgehen, dass sich in Zukunft mehr und mehr Verbrecher im Zuge der Energiewende für eine Wärmepumpe entscheiden werden.

Günstigere Tarife für Heizstrom

Die Netzentgelte für Heizstrom sind wie bereits erwähnt wesentlich günstiger als die Entgelte für Allgemeinstrom. Zahlreiche Anbieter haben unterschiedliche Tarife für Verbraucher in ihrem Angebot, die Kosten unterscheiden sich jedoch nicht unerheblich voneinander. Daher ist es besonders wichtig, einen günstigen Anbieter für Heizstrom zu finden, indem man die Tarife unterschiedlicher Anbieter miteinander vergleicht. Der Ökostromanbieter ENTEGA beispielsweise bietet günstige Tarife für Heizstrom an, die sich vor allem für ökologisch bewusste Verbraucher eignen, die beispielsweise eine Wärmepumpe auf diese Art betreiben möchten.

Energieeffizientes Wohnen wird immer wichtiger

Etwa 90 Prozent des Energieverbrauchs aller deutschen Privathaushalte wird für Warmwasser und Heizung aufgewendet. Schlecht gedämmte Gebäude sorgen für einen erheblichen Wärmeverlust, auch alte Heizkessel oder falsch dimensionierte Heizungssysteme sind maßgeblich für diesen hohen Anteil verantwortlich. Die Politik widmet sich daher verstärkt der Förderung von energieeffizientem Bauen und Sanieren. Sie stellt unter anderem Zuschüsse oder auch günstige Darlehen für die Realisierung entsprechender Projekte zur Verfügung. Je besser die zu erreichende Energieeffizienz dabei ist, desto höher kann diese Förderung ausfallen. Insbesondere die energetische Sanierung von Gebäuden kann etwa durch die Bezuschussung einer Wärmepumpenanlage realisiert werden.


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