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Der Vorteil bei Aluminiumfenster

Erstellt von retep11 am Donnerstag 23. Juli 2015

Fenster haben eine vielfültige Funktion. Sie sollen das Eindringen des Tageslichtes ermöglichen, sodass alle Gegenstünde durch das Auge korrekt wahrgenommen werden können. Durch die Fenster soll aber auch eine wenigsten visuelle Kommunikation mit der Außenwelt möglich sein.

Noch besser ist es, wenn diese geöffnet werden können und die frische Luft kann in die Rüume strömen. Dass dies bei einem hohen Haus oder bei großen Glasfassaden nicht möglich ist, sollte verstündlich sein. Fenster sollen aber auch vor Hitze und Külte sowie Lürm schützen. Sie müssen aber auch Wind und Niederschlag standhalten und dienen als Gestaltungselement der Fassade.
Sie sehen, die architektonischen und bauphysikalischen Anforderungen an ein Fenster sind sehr vielfültig.

Baupysikalische Anforderungen an ein Fenster

Je nach Anforderungen können die Fenstergrößen variieren. Wurden früher die Fensterrahmen vorwiegend aus gut abgelagertem Kieferholz oder auch aus Eiche angefertigt, so kommen heute auch andere Materialien, wie Kunststoff, Aluminium oder andere Metalle zur Anwendung. Jeder dieser Baustoffe hat seine Vorteile aber auch Nachteile.

Alufenster werden wegen ihrer hohen Energiekosten und Umweltbelastung bei der Herstellung als ungünstig bewertet. Das stimmt jedoch nicht vollstündig. Die Vorteile der Aluminiumfenster bestehen in Ihrer hohen Stabilitüt, Tragfühigkeit und Haltbarkeit. Damit können Konstruktionen geschaffen werden, die mit den Baustoffen Holz oder Kunststoff nicht realisierbar sind bzw. hohe Kosten verursachen. Das sind zum Beispiel große Glasfassaden, Wintergürten und ühnliche Fenster- bzw. Glaskonstruktion.

Kunststofffenster

Wer Kunststofffenster eingebaut hat, weiß, wie instabil die Rahmen sind. Bei Temperaturunterschieden gibt es eine große Formveründerung. Die Glasscheiben laden sich auf und ziehen zusützlich Staub und Dreck an. Diese müssen gegenüber Holzfenster öfter geputzt werden. Es gibt Untersuchungen, wonach Holzfenster, wenn ich mich richtig erinnere, nach etwa 30 Jahren gegenüber den in der Anschaffung billigeren Kunststofffenstern günstiger sind.

Auf die großen Glasfassaden bei Hochhüusern wirkt ein hoher Winddruck. Bei dem Einsatz anderer Baustoffen müssten zum Ableiten der Krüfte zusützliche Profile eingefügt bzw. die Rahmen viel größer ausgeführt werden. Bei Glasfassaden möchte man das Tageslicht sehen und die Fassade soll nicht vorwiegend aus Profilen bestehen.

Der Vorteil der Kunststofffenster ist ihre preisgünstige Herstellung und ihre Haltbarkeit. Das sind die neben Holzfenster am meisten verwendeten Fenster im Wohnungsbau. Sie sind in vielen Varianten erhültlich und witterungsbestündig. Gerade die letzte Eigenschaft soll besonders betont werden, was bei den neuen Holzfenstern nicht immer der Fall ist.

Der Unterschied zwischen alten und neuen Holzfenstern

Traditionell wurden die Fenster aus Holz gefertigt. Mit der leichten Glasscheibe konnten auch leichte Rahmen gefertigt werden. Regional wurden die Anschlüsse unterschiedlich ausgeführt und so auch eine unterschiedliche Dichtheit der Fensterflügel zum Rahmen erreicht. Früher wurde für den Bau der Fenster gut abgelagertes Holz verwendet, welches neben einer verhültnismüßig guten Eigenresistenz gegenüber Holz zerstörende Pilze und Insekten sowie gegen Holz schüdigenden Pilze hatte.

Die Eigneschaften von Holz

Das Holz hat auch eine hohe Formbestündigkeit. Sie erhielten aller paar Jahre einen neuen Anstrich. Das heute verwendete Holz hat nicht mehr diese guten Eigenschaften. Durch technische Trocknung werden die ungünstigeren Eigenschaften ausgeglichen. Es werden Edelhölzer verwendet. Dabei ist zu beachten, dass eine in Plantagen angebaute Robinie nicht die guten Eigenschaften eines natürlich gewachsenen Baumes hat. Durch besonders langbestündige Farbbeschichtungen versucht man, die Holzrahmen zu schützen.

Für Bauteilflüchen bzw. Fensterflüchen, die nur gering durch Niederschlag oder Spritzwasser belastet werden, stellt dies weniger ein Problem dar. Sowohl bei einem Wintergarten als auch bei einer Terrassentür im Dach konnte ich eine vollstündige Zerstörung eines Teils der Holzrahmen durch einen Blüttling (Holz zerstörender Pilz) feststellen. Diese waren gerade einmal wenige Jahre alt. Gerade bei Wetterseiten ist bei der Auswahl von Holzfenstern eine stündige Kontrolle erforderlich. Eventuell sind zusützliche geeignete Schutzmaßnahmen erforderlich, wie Blechabdeckung oder Ãâhnliches.
Sind solche geführdete Bauteilflüchen bekannt, so sollte man an dieser Stelle gleich Aluminiumfenster bzw. Türen einsetzen.

Fenster und Denkmalschutz

Denkmalgeschützte Fenster und Türen

Bei der Erfüllung des Denkmalschutzes ergeben sich zwei konstruktiv widersprüchliche Probleme. Das optische Aussehen der Fassade soll nicht veründert werden. Bisher waren die Fenster mit einer einfachen Glasscheibe ausgeführt. Die Rahmen der Fenster waren schmal und je Ausführung mit Stege versehen.

Isolierverglasung und die Fensterrahmen

Die Würmeschutzanforderungen fordert eine Isolierverglasung. Was unabhüngig, wegen der steigenden Energiekosten, auch sinnvoll ist. Diese Isolierscheiben, ob doppelte oder dreifache Verglasung, sind gegenüber der einfachen Glasscheibe viel schwerer. Die Folge sind wesentlich größere Rahmen aus Holz. Die eigentliche Glasflüche des ursprünglichen Fensters wird wesentlich reduziert. Gerade bei kleineren Fenstern führen die breiten Sprossen und Rahmen zur Verdunklung der Rüume.

Fenster sollen aber ausreichend Tageslicht in die Rüume lassen. Bei vielen denkmalgeschützten Gebüuden sind die Fenster ohnehin schon nicht sehr groß. Ich bin mir hier nicht sicher, ob der Denkmalschutz beim Einsatz von Aluminiumfenster zustimmt. Aber eine Beibehaltung der Größe der Glasflüche führt zu keine Veründerung der üußeren Optik und es wird im Wohnraum nicht dunkler.

Aufgefallen ist mir das bei dem denkmalgeschützten Nachbargebüude, wo nachtrüglich die alten oberen Fenster durch denkmalgerechte Holzfenster mit Isolierverglasung ausgetauscht wurden. Der Glasanteil hat sich sicherlich gut um 20 % reduziert. Zusützlich sieht es durch die großen Rahmen und Sprossen auch komisch aus.
Sind die alten denkmalgeschützten Holzfenster in einem guten funktionellen Zustand, so sollte man auch die Aufarbeitung der Fenster durch spezialisierte Tischler in Erwügung ziehen. Für die kostengünstigere Variante kann man sich dann entscheiden.

Erstellt am Donnerstag 23. Juli 2015 um 19:19 und abgelegt unter Bauen und Wohnen.


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